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Es wogt hin und her, Slothrop, Formeln, Bomber, der D-Flügel der weißen Visitation, alles vermischt sich in meinem Kopf. Das Grauen des Krieges, wird es dadurch plastischer? Ist es einfach wegzuvögeln? Ich bin auf einer Reise in einer real-irrealen Welt, sobald ich das Buch zur Hand nehme, tauche tief ein, vergesse meine Umwelt und bin doch so manches mal verstört, wenn ich wieder auftauche. Wie nach einem langen unruhigen Schlaf sortiere ich meine Gedanken, gehe den Weg von der Fiktion in mein reales Leben. Und ich spüre, dass es Pynchons Figuren nicht anders geht, nur, sie erleben diese Wachtraumphasen tagsüber. Wer verfällt dem Wahnsinn, wer wandelt an der schmalen Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit, wer zieht wen in welche Richtung. Alles wogt auf und ab, beeinflusst sich gegenseitig, vermischt sich.
Schwer zu lesen, immer wieder Pausen, wirken lassen, setzen lassen, ehe die Reise weitergeht... bis zum Ende, neugierig udn manchmal erschöpft vom gedanklichen und emotionalen Mit-Erleben.
Der Text ist Teil eines Projekts: Wir lesen gemeinsam Thomas Pynchons "Die Enden der Parabel".
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Lieber Rolf Netzmann,
die Lektüre des Pynchoins freundlich auf den Punkt gebracht. Mir fehlt bei der Lektüre manchmal Deinen nette Geduld. Vielleicht sollte ich es mal damit versuchen. Herzliche Grüße poor on ruhr |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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