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Kultur : In Memoriam Reimon Opitz

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Gestern starb Reimon Opitz im Alter von 62 Jahren an an Herzversagen. Der "Affenvater" war mehr als 40 Jahre im Berliner Zoo tätig, davon 20 Jahre als Chefpfleger im Menschenaffenhaus. Als vor einigen Jahren die dritten Programme der ARD begannen, aus den regionalen Zoos zu berichten, sendete auch der Rundfunk Berlin Brandenburg aus dem Zoologischen Garten und dem Tierpark Friedrichsfelde. So dürfte Opitz nicht nur Fans in Berlin und Brandenburg haben. Während viele dritte Programme aber nur aus den Tiergärten berichteten, öffnete Opitz seine Wohnungstür für die Filmteams. Seit Jahren zog er kleine Menschenaffen mit der Flasche groß, die kleinen Tiere tollten durch seine große Wohnung, liebevoll gepflegt von ihm und seiner Frau Marion. Neben dem vor fast genau 2 Jahren verstorbenen Tierpfleger Thomas Dörflein, der den kleinen Eisbär Knut mit der Flasche aufzog und so wider Willen zum (Fernseh-)star wurde, dürfte Opitz der wohl bekannteste Tierpfleger Berlins sein. Im Unterschied zu Dörflein wollte er die Öffentlichkeit, war er offen und kommunikativ. Es war ihm die Freude an seinem Beruf anzusehen, aber auch die Verantwortung, die er als Chefpfleger der großen Menschenaffen, von denen einige in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht sind, hatte. Opitz brachte sie in seiner ruhigen, unnachahmlichen Art einem großen Publikum nahe, wenn er mit ihnen im Gehege saß und zu seinen Affen sprach. Berlin verliert mit ihm eine Persönlichkeit, die ihren Beruf mit Leib und Seele liebte und dies auch immer öffentlich zeigte.

Ab Morgen liegt im Zoologischen Garten Berlins ein Kondolenzbuch aus. In Memoriam , Reimon Opitz.

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