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"Unter dem Eindruck des Love Parade Unglücks ist die Musikveranstaltung Berlin Festival in der Nacht zu gestern abgebrochen worden, mehrere Konzerte fielen aus. " So beginnt ein Artikel der Berliner Morgenpost des heutigen Sonntags. Darin wird berichtet, dass sich gegen 2.15 zu viele Menschen an der Eingangsschleuse zur Bühne des Hangars 4 gedrängt haben, worauf dieser Bereich gesperrt wurde. "Allerdings drängten die Besucher weiter auf das Gelände, sodass die Veranstaltung schließlich aus Sicherheitsgründen gegen 2.30 abgesagt wurde", so geht der Artikel weiter." Zu diesem Zeitpunkt waren geschätzt 15.000 Zuschauer anwesend. Die Polizei räumte das Gelände."
Dies nenne ich eine mutige Entscheidung der Veranstalter, denen die Sicherheit der Besucher wichtiger war als die Einnahmen, die ihnen damit entgangen sind. Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Besuchern, für deren körperliche Unversehrtheit die Organisatoren solcher Events schließlich auch zu sorgen haben. Im Extremfall lieber abbrechen als eine Massenpanik riskieren, so sollte es immer sein. Mussten erst 21 Menschen in Duisburg ihr Leben lassen, ehe sich diese, eigentlich normale Erkenntnis, durchsetzen konnte?
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Ganz so einfach ist es meiner Meinung nach nicht. Um die Uhrzeit fand nur noch in diesem einem Hangar etwas statt. Auf dem Gelände befanden sich aber viel, viel mehr Menschen als in diesen einen Hangar gepasst hätten - dennoch war ja abzusehen, dass jeder, der da war, die Acts sehen wollte, die dort auftraten. Immerhin waren es die Headliner.
Man hätte also schon im Vorfeld anders organisieren müssen, dann wäre es erst gar nicht so weit gekommen. Darüber hinaus lässt sich der Fall auch nicht mit Duisburg vergleichen. Direkt neben der Schleuse befand sich hinter einen Zaun die ganze Tempelhofwiese. Letztendlich wurden einfach viel mehr Tickets verkauft als dass anschließend jeder, der wollte, die Chance gehabt hätte, tatsächlich auch die Bands zu sehen, für die er bezahlt hatte. |
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schrieb am
12.09.2010 um 09:53
"Letztendlich wurden einfach viel mehr Tickets verkauft" verträgt sich nun wirklich nicht mit "Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Besuchern". Gibts da zu viel rechtlichen Freiraum für Veranstalter wenn die einen Event verkaufen?
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d.h. es wurden so viel mehr tickets verkauft, dass die veranstalter verantwortungsbewusst handeln mussten.
mfg mh |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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