Schreiben ist Malen mit Worten", so heißt es. Lesen ist mehr als die Aufnahme von Wissen, es fördert die Sprachbildung des Lesers, es regt vielfältige Schichten des Gehirns an.
In der heutigen Zeit ist es nicht mehr notwendig zu lesen, die Wissenaufnahme ist längst anders möglich. Und doch glaube ich, dass es immer Menschen geben wird, welche lesen werden, weil sie tiefer gehen wollen als nur Wissen aufzunehmen. Sie wollen genießen, sie suchen Entspannung beim Lesen. Bewusstes Lesen ist heute eine Nische in der schnellebigen Zeit, eine Oase der Ruhe und des Abschaltens von Alltag. In der Kuschelecke sitzen, ein Glas Rotwein vor sich, und Versinken in einem Buch, ich genieße so etwas.
Lesungen, in denen Autoren nicht nur ihre Werke vorlesen, sondern mit dem Publikum diskutieren, in einen Dialog eintreten, es gibt sie immer noch, nicht nur in Berlin. Das sind nicht nur die Bestsellerautoren, nein, oft sind es unbekannte Schreiber, die das Bedürfnis am Schreiben und an öffentlichen Lesungen haben und ihr Publikum finden.
In unserer Zeit von Facebook, Twitter, Youtube usw. ist Lesen ein bewahrenswertes Relikt einer zu Ende gehenden Zeit, das sich wandelt und anpasst. E-Book ist ein Beispiel dafür. Doch finde ich die Ästhetik eines Bücherregals schöner als aufgestapelte Disketten. Und auch bei mir stehen im Regal ungelesene Bücher, nicht als Dekoration, sondern aus Zeitmangel. Aber wenn ich erstmal Rentner bin, dann habe ich viel Zeit für alles ungelesene.....
Kultur : Lesen, das Betrachten von Bildern aus Worten
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