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Kultur : money for nothing für die Berliner S-Bahn

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Ich kenne es so, dass für eine erbrachte Leistung auch bezahlt wird. Wird die Leistung nur teilweise erbracht, wird auch nur teilweise gezahlt.

Die Berliner S-Bahn sieht dies anders, obwohl sie seit langem keine vollständige Leistung anbietet, hat sie die Preise sogar erhöht.

Samstagmittag, 12.00Uhr, Bahnhof Landsberger Allee. Seit der Nacht ist ein Schienenersatzverkehr bis Ostkreuz eingerichtet, der auf der Anzeigetafel nur auf Deutsch beschrieben wird. Eine Gruppe schwedischer Touristen, in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofes befinden sich 3 Hotels, steht mit dem Plan des Streckennetzes auf dem Bahnsteig und wirkt hilflos. Woher sollen sie wissen, wo der 156-er Bus abfährt? Eine unfreundliche Busfahrerin, die die Türen schließt und einfach losfährt. Die nächste Busfahrerin ist genau so unfreundlich, als sie an der Station Ostkreuz nach den weiteren Verbindungen gefragt wird. Berlin für Touristen -- Fehlanzeige.

Ich sitze endlich in der Ringbahn, als die Kontrolleure erscheinen. Auf meine Bemerkung, dass sie doch erstmal wenigstens Höflichkeit lernen sollen,und eine vernünftige Vorstellung mit Nennung des Namens gehört dazu, werden auch diese pampig zu mir. Berliner Schnodderschnauze ist noch was anderes als dieses Verhalten gegenüber Berlinern und Touristen.

Baumaßnahmen müssen sein, das versteht jeder. Eine solche Behandlung der Kunden aber, keine Information, Unfreundlichkeit, pampiges, arrogantes Verhalten, das wirkt abstossend und auch nicht imagefördernd. Darüber sollten sich die Verantwortlichen der Berliner S-Bahn mal Gedanken machen, wenn sie ernsthaft Kunden zurückgewinnen wollen.

Dass heute die Verbindung von Südkreuz nach Anhalter Bahnhof unterbrochen und die Fahrt ein Lotteriespiel ist, weil die angekündigten Abfahrtzeiten nicht eingehalten werden, passt in das negative Bild , welches die Berliner S-Bahn mir an diesem Wochenende bietet.Und Fahrgastbetreuer habe ich auf keinem der Umsteigebahnhöfe heute früh gesehen. Ich bin eben selber schuld, dass ich Sonntag früh pünktlich auf Arbeit sein muss und kein verspäteter Partygänger bin.

Wer eine Monopolstellung innehat, braucht sich eben keine Sorgen zu machen, diesen Eindruck vermittelt das Unternehmen nicht zum ersten Mal nach außen.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.