rolf netzmann

der weg nur ist das ziel

29.10.2011 | 04:17

the occupy movement ,artists and scientists

Die Zahl promineter Unterstützer der Occupy Bewegung ist beachtlich. Bemerkenswert dabei ist , dass es mit Paul Krugman, Susan Sarandon oder Slavoj Zizek Prominente aus unterschiedlichen Bereichen sind, die sich mit den Protestlern identifizieren. Das ist auch ein gebündeltes Wissen und ein Schatz an Kreativität. Wenn die Protestierenden und die sie Unterstützenden zusammen gegen die Mißstände angehen würden, wären diese, bussinessprachlich, Synergieeffekte noch effektiver einsetzbar. Wissenschaftliche Analyse und daraus abgeleitete Schlußfolgerungen würden sich mit der Kreativität von Künstlern und der Macht der Straße verbinden. Die Strukturen bisherigen Denkens aufsprengen, unkonventionelle Wege gehen und so  langanhaltend und nachhaltig, nein nicht nur protestieren, sondern neueMöglichkeiten aufzeigen und sie beschreiten, das muss das nächste Ziel der neuen Bewegung werden.

Nach 9/11 baten amerikanische Sicherheitsbehörden Hollywood - Drehbuchautoren, ein mal alles aufzuschreiben, was was ihnen an möglichen Terroranschlägen einfällt, und das ohne jegliche Tabus. Warum sollten die kreativen Köpfe Hollywoods, Autoren und Schauspieler dies nicht noch ein mal praktizieren? Wenn sie nicht wissenschaftlich fundiert, sondern  wieder ohne Tabus Visionen einer besseren Welt entwickeln, die auf der vorhandenen Realität basieren, einer schwächelnden Realwirtschaft, einer boomenden Finanzbranche und einer immer schnelleren Umverteilung von unten nach oben, wäre dies neben der wissenschaftlichen Analyse eine zweite Säule der intellektuellen und kreativen Unterfütterung der Occupy Bewegung.

Den global agierenden und organisierten Konzernen und den von ihnen getriebenen Politikern würde so eine Gegenmacht erwachsen, deren Forderungen nicht mehr ignoriert werden könnten.
Es würde eine Bewegung der Strasse entstehen, die verbunden ist mit einer wissenschaftlichen Analyse anerkannter Fachleute wie Paul Krugman sowie einer kreativen, offenen Ideensuche von Künstlern. Es wäre ein Netzwerk unterschiedlicher Personen, die ein gemeinsames Ziel eint, und das über Ländergrenzen hinweg, also ebenfalls global..
Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten, nur wäre ein solches Netzwerk noch wirkungsvoller und effektiver als die Occupy Bewegung heute.

 
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rolf netzmann
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