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So ist das mit den Kleingeistern in Deutschland. Die verspüren ein großes Bedürfnis, sich stärker pigmentierten Menschen gegenüber überlegen fühlen zu müssen. Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren Fragen nach der Herkunft eines Menschen schon so engstirnig sind, dass sie eigentlich mit beiden Augen durch das Schlüsselloch spähen könnten, welches die unausgesprochen Geheimnisse dann auch noch preisgibt.
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Ja, lieber Gero, ich weiß leider immer noch nicht, wie eine gute Antwort auf die häufige Frage nach meiner Herkunft lauten könnte. Inzwischen reagiere ich mal sachlich mal schnippisch...
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Liebe Calvani,
da gibt es viele Möglichkeiten. Die Reaktion ist eigentlich immer von der aktuellen Situation abhängig, ob die Frage echtem Interesse entspringt, oder aus Neugier, oder ob es um die Bestätigung eines Vorurteils geht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie dafür eine sehr sensible Antenne entwickelt haben, ob Ihnen jemand etwas Böses will, einfach nur blöd ist oder echtes Interesse hat. Und so fällt dann auch die situationsbedingte Antwort aus. Fein differenziert. a) Gegenfrage 1 - "Woher kommt deine Frage?" b) Gegenfrage 2 - "Ist die Beantwortung dieser Frage Voraussetzung für eine Freundschaft?" c) Gegenfrage 3 - "Woran erkennt man eigentlich eine Deutsche?" d) Entwaffnend schwindeln: "Aus Ägypten. Meine Mutter hat mich in einem Korb am Nil ausgesetzt und dann abtreiben lassen, so wie damals Moses... An der Adria hat mich dann eine deutsche Urlauberfamilie gefunden und direkt adoptiert, weil ich so schöne Augen habe." e) "Wollen sie / willst du das wirklich herausfinden? Ich auch. Meine letzte Erinnerung an meine Herkunft ist der Ruf der Hebamme: "Oh, ein Mädchen!" f) "Aus Oer-Erkenschwick, aber gebürtig aus Recklinghausen." g) "Ich weiß es nicht. Ich stamme aus einer Roma-Familie und ich bin irgendwo unterwegs geboren. Pass also auf deine Uhr auf." h) "Frag' mich nicht, woher ich komme - frag' mich lieber, wohin ich gehe!" Ansonsten gilt immer noch jener Satz von Mark Twain, der da lautet: "Schlagfertigkeit ist etwas, worauf du erst 24 Stunden später kommst." |
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@ Gero
Antworten d) und g) schreibe ich mir sofort auf! Ich wusste doch, wenn einer dazu gute Ideen hat, dann Sie! Wie sagt der Holländer? Bedankt! Antwort c) "Woran erkennt man eigentlich eine Deutsche?" ist genau die Kernfrage, um die es bei Menschen wie Rösler und mir geht... |
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schrieb am
18.05.2011 um 06:31
Ja, es kann sogar Neugier sein. Da wäre man ohne GeroSteiner und seine individuellen Erfahrungen gar nicht drauf gekommen. Vielen lieben Dank für diesen interessanten Gedanken.
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@ Calvani
Ich bin auch schon gefragt worden, wo ich herkomme. Ich habe das aber immer geografisch aufgefasst und den Ort dann gesagt. Die Frage hatte für mich immer nur eine Ebene - die geografische. Der Unterschied ist der, dass die Frage: "Wo kommst Du her?" aber mindestens zwei Ebenen hat - eine geografische und eine persönliche - und nur die geografische ist unkritisch. Erst die Nachfrage oder der Nachsatz "Ich meine doch gebürtig." lädt die ursprünglich einfache geografische Frage emotional auf und führt zu einer berechtigten Abwehrhaltung gegenüber einer im Grunde genommen rassistischen Äußerung. Wenn da das Gefühl überwiegt, dass farbige Menschen weniger gelten als farblose Persönlichkeiten, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen. |
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@GeroSteiner
Dabei übersehen sie, dass sie mit ihren Fragen nach der Herkunft eines Menschen schon so engstirnig sind, dass sie eigentlich mit beiden Augen durch das Schlüsselloch spähen könnten, welches die unausgesprochen Geheimnisse dann auch noch preisgibt. Neulich kam ich im Bistro des ICE mit dem Mann hinter der Theke ins Gespräch. Er sah nicht auffallend aus, dunkle Haare, sehr helle Haut (gut, das ist im Deutschland der Urlaubsbräune schon fast wieder auffallend), sprach aber Deutsch mit leichtem Akzent. Ich sprach ihn auf seinen Akzent an und fragte ihn schließlich, wo er herkomme und er antwortete mir, er sei Berber. Ich war verblüfft, ich hatte bis dahin Berber für eine Art Araber gehalten, aber er klärte mich auf. Verärgert war er über meine Frage nach seiner Herkunft gar nicht, eher erfreut, daß sich einer dafür interessiert. Aber das Geheimnis lag wahrscheinlich darin, daß ich ihn nicht damit überfallen hatte, sondern ihn erst gefragt habe, als klar war, daß ich wirklich interessiert war, nichts weiter. Wenn die Beziehung stimmt, kannst du die Leute fast alles fragen. Ciao Wolfram |
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@Calvani
Antwort c) "Woran erkennt man eigentlich eine Deutsche?" ist genau die Kernfrage, um die es bei Menschen wie Rösler und mir geht... Wenn du diese Frage stellst, dann stehen die Deutschtümler plötzlich im Hemd da. "Was ist ein Deutscher?" Der Personalausweis kann es nicht sein, das wäre nur eine tautologische Antwort: Deutscher ist, wer Deutscher ist. Das Aussehen kann es auch nicht sein, desgleichen der Name (Sedlacek kann ein Deutscher sein und Klaus ein Tscheche). Was bleibt ist die Muttersprache, das Aufgewachsensein in einer regionalen Kultur. - Ich bin als Deutscher geboren, ich lebe als Deutscher und ich werde als Deutscher sterben. - Ja, äh, haben Sie denn überhaupt keinen Ehrgeiz? Ciao Wolfram |
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Naja, der kam ja tatsächlich woanders her, und du hast das richtiger Weise an der Sprache festgemacht. Wenn ich hier in der Berliner U-Bahn zwar Halbwüchsige rumalbern sehe, deren Eltern beiderseits offensichtlich afrikanischer Herkunft sind, die Jungs aber beide akzentfrei Deutsch sprechen, kann ich bis zwei zählen und mir denken, dass sie hier geboren oder zumindest aufgewachsen sind und frage nicht, wo sie herkommen.
Andererseits hat mich vor Jahren auch mal ein Afrikaner, der hier studierte, total zusammengeschissen auf meine interessierte Frage, aus welchem Land er denn käme. Also, immer eine heikle Frage, und wie alles auch eine Frage der Sensibilität auf beiden Seiten. |
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Bezog sich auf die Berber-Geschichte.
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@ Wolfgang
Das sehe ich wie Popkontext. Nach der Muttersprache zu fragen - denn damit geht oft doch auch die Sozialisation einher - ist etwas anderes als die Rasse. Ich kann das, was Menschen, die die W-Frage stellen, an mir interessiert nämlich nicht anders werten, weil ich nicht integriert oder assimiliert bin, nein, ich bin seit jeher Deutsche - nur die Gene spielen nicht mit. Wenn man jemanden auch nur schon fünfzehn Minuten kennt und sich freundlich unterhält, ist das wieder was anderes, aber "Wo kommst du her?" werde ich manchmal noch vor "Wie heißt du?" gefragt oder zumindest direkt danach. Fragt man mich in einem Gespräch z.B. ob ich in Deutschland geboren bin oder was für Sprachen ich beherrsche oder welcher Religion ich angehöre, habe ich damit überhaupt kein Problem. Aber dieser abschätzig-interessierte Blick gefolgt von der W-Frage, also, das ärgert mich! |
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@Calvani
@GeroSteiner Gegenfrage als Reaktion scheint mir angebracht, aktuelle Situation bestimmt immer die Form der Reaktion. Man muß sehr gut hinhören, um die Intention zu erkennen, und die richtige Aktion zu starten. Überhören scheint mir bei dir Calvani nicht möglich, da diese Frage ja einen wunden Punkt/Knopf trifft. Immer positiv rangehen, humorvoll, man kann sich auch selbst auf den Arm nehmen. Du bist ja im Vorteil(?), innerlich erwartest du diese Frage ja fast schon. Die Antwortvorschläge von Gero erscheinen mir schon zu durchdacht, grad in dem Fall, in dem die Frage keinerlei negative Hintergedanken beinhaltete. Man kann auch zurückfragen: und du?warum fragst du? immer schön den Ball zurückspielen. Schlagfertigkeit kann man nicht lernen, sagt ja das Wort schon. Schlagfertig sein kann man nur mit freien Sinnen. Also mein Vorschlag an Calvani, abschließen mit dem Thema: jetzt kommt gleich wieder DIE Frage. Drüberstehen, Frauen können so viel mit Charme arbeiten.... Dann noch die platte Weisheit, alle Menschen sind Ausländer, fast überall. Nicht die Unterschiede suchen, sondern die Gemeinsamkeiten finden. Macht das Leben um vieles leichter, und aufs Thema -Essen- hinführen. Es gibt zwar nicht DIE Deutschen, aber die Deutschen essen alles. Pasta,Pizza,Paella,Döner,Kebab,Pommes,Sushi,... da kennen sie keine Grenzen und auch keine Ausgrenzungen, und vielleicht mit nem Lächeln, wirkt auch immer. @LuziehFair 1:00 @Calvani 1:43 Vielen Dank, ich wollte in Ruhe lesen und dann kommt da dieser Hirni des Wegs, das kann ich nicht leiden mögen, das mußte dann raus. Kann von mir aus gelöscht werden, Hirni ist ja auch weg. Gruß von SQ |
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@ Calvani,
genau das ist auch die richtige Mischung! Sachlich würde ich sagen: "Guten Tag!" Und schnippisch würde ich folgen lassen: "Was! Sie sind Ausländer? Ich hätte Sie für einen tumben Deutschen mit einem Rucksack voller Vorurteile gehalten! Noch 'n schön Abend!" |
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@ SuzieQ
Mir fällt es auch oft schwer die Sockenpuppen zu ignorieren, da bist du nicht allein! Was ich in der causa W-Frage gerne erreichen möchte ist, dass sich die Fragenden langsam daran gewöhnen, dass es inwischen oft nichts oder nur uninteressante Fakten zu erfragen gibt. Wie gesagt emigrierte mein Vater vor über dreißig Jahren nach Deutschland, er hat mir keine kulturellen Inhalte seines Geburtslandes vermittelt, er war später selbst schon deutscher Staatsangehöriger - dass es jemanden, der mich kennen lernt/lernen will, interessiert, wo mein Vater geboren wurde, wo sein Blut und meine Gene herkommen, das verstehe ich nicht! |
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Wenn ich versuche, mich in die Situation zu versetzen, kommt bei mir als erste Reaktion:
...geht dich nichts an.Wer bist du, daß du mir diese Frage stellst?! wer mich kennenlernen will, fragt nicht mit als erstes, wo kommst du denn her (schwierig, kommt wieder auf das Ambiente an) Möglicherweise, bitte nicht falsch verstehen, provozierst du solche Frage, da du ja drauf eingestellt bist, die kommt ja dann und dann mit Sicherheit. Und über Gene, Staatsangehörigkeit, Fleisch und Blut red ich doch nicht mit jemand, der mich von der Seite anquatscht. Da gehört noch ne Menge mehr Abstand zwischen dich und diese Frage. Die ist mir viel zu dominant in deinem Hirn und Leben vorhanden. Und erreichen kannst du nur bei dir selbst was, den Anspruch bei den Fragern was zu erreichen packst du am besten mit der Frage ganz weit weg. Du bist du und was du von dir preisgeben möchtest, das tue, freiwillig. Und nicht weil jemand danach gefragt hat. Viel Erfolg, liebe Grüsse SQ |
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@Popkontext
Naja, der kam ja tatsächlich woanders her, und du hast das richtiger Weise an der Sprache festgemacht. Sicher ist ein Akzent in der Sprache nochmal was anderes als das Aussehen. Aber auch hier könnte man ganz böse ins Fettnäpfchen treten, wenn die Frage zum falschen Zeitpunkt und vor allem im falschen Tonfall kommt. Das Gespräch dauerte insgesamt nicht sehr lange (irgendwann ist der Kaffee halt aus und zu arbeiten hatte der Mann auch, wenn momentan auch nicht viel), wir haben uns beide nicht mit Namen vorgestellt, es war beiden klar, daß es sich hier nur um eine Zufallsbekanntschaft im Zug handelt, eine Begegnung nebenbei, bei welcher der Kaffee mit ein bißchen Konversation gewürzt wurde. Aber ihm war offensichtlich klar, daß ich schlicht an seiner Herkunft interessiert war, daß ihn die Frage nicht in eine diskriminierende Ecke stellen sollte. Er hat dann auch den Ball begeistert angenommen und mir gleich einen kleinen Vortrag über die Berber gehalten, welche die Ureinwohner Nordafrikas seien und schon vor den Arabern dort gewesen seien. Sein Deutsch war übrigens fehlerfrei, nur ein leichter Akzent war zu hören. Sein Aussehen, ich hatte es schon erwähnt, war absolut unauffällig, ohne den Akzent wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, er könnte von woanders her kommen. Ciao Wolfram |
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@Calvani
@ Wolfgang -ram, -ram, -ram. Wolfram. Nach der Muttersprache zu fragen - denn damit geht oft doch auch die Sozialisation einher - ist etwas anderes als die Rasse. Ja gut, das mit dem Akzent ist so eine Marotte von mir. Ich versuche oft, anhand des Akzents herauszufinden, woher einer kommt. Das beschränkt sich nicht auf Ausländer, das bezieht auch den regionalen Tonfall von Deutschen ein. Wenn dein Profilbild und das schmale Bild über dem Blogtitel wirklich dich darstellen - ich käme nicht auf die Idee, dich nach der Herkunft zu fragen. Aber dieser abschätzig-interessierte Blick gefolgt von der W-Frage, also, das ärgert mich! Eben. Es ist der "abschätzig-interessierte Blick" und nicht die Frage selbst. Wenn einer diesen abschätzigen Blick drauf hat, dann wird dir jede Frage, die er stellt, als aufdringlich vorkommen. Ciao Wolfram |
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Mal abgesehen davon, daß es vielleicht nicht der Wert an sich ist, ob jemand "deutsch" ist oder nicht - aber wenn die Frage so gestellt wird, was wäre denn ein "Deutscher", der nicht über die deutsche Kultur definiert werden kann oder sich selbst so definiert, also z.B. über Goethe, der diese lockere deutsche Sprache erfunden hat, die Du viel perfekter sprichst als Tausende reinblütiger "Deutscher"? Wer Dich an Deiner Sprache nicht als "Deutsche" erkennt, ist einfach ein Vollidiot.
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@ Michael
Goethes und meine Sprache in einem Satz, also, ich glaube da bin ich beim Lesen gerade ein paar Zentimeter gewachsen. Danke! Nein, es geht nicht um das Attribut "deutsch" an sich, sondern konkret um meine Zugehörigkeit, meine Identität, meine Normalität als ein in Deutschland und in der deutschen Kultur aufgewachsener Abkömmling eines Migranten. So meine das. @ Wolfram Ram, ram, ram - sorry, war keine Absicht! Das unangenehme und penetrante an der W-Frage sind insbesondere die Häufigkeit und der Zeitpunkt gleich vor oder nach "Wie heißt du?". Wie ich schon an anderer Stelle kommentiert habe, kann ich nicht für alle Migranten oder deren Abkömmlinge sprechen. Manche freuen sich über ihre "Heimat" zu erzählen. Aber meine Heimat ist Deutschland. Geographisch und kulturell. Und das geht inzwischen vielen so, deren Vorfahren mal emigriert und nach Deutschland gekommen sind. |
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es mag ausgeländerte geben, die, wenn sie eingeländert sind, sich noch betonter als eingeländerte gegenüber den ausgeländerten zeigen.
Es gibt kein Abonnement auf Achtung und Gleichgerechtigkeit. Dummheit wird dagegen kostenlos nachgeschmissen. In diesem Sinne - Kopf hoch ... und alles Gute! |
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@ Gustlik
Dann bemühe ich mich, mich nicht allzu sehr einzuländern...aber eigentlich sehe ich da keine Gefahr, denn ich sag's mal dramatisch mit Helmut Krausser: "Der Hölle, ist sie einmal überwunden, bleibt man ein Leben lang dankbar." |
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@Calvani
Dann bemühe ich mich, mich nicht allzu sehr einzuländern... Mach dir keine Illusionen, wir haben bisher noch alle geschafft. Spätestens deine Kinder werden so deutsch sein, daß du die Hände über dem Kopf zusammenschlägst. Ciao Wolfram |
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@Calvani
Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis sich die Denkweisen durchsetzen, dass ... es nichts mit der Staatsangehörigkeit zu tun hat, ob jemand Jude, Muslim, Hindu, Buddist, Atheist oder was immer ... ist, dass es nichts mit der Hautfarbe und der Form der Augen zu tun hat, welche Staatsangehörigkeit jemand hat, dass es nichts mit Charakter, Moral oder Ethik zu tun hat, ob jemand heterosexuell, homosexuell, bisexuell ... ist. Ich werde diesen Wandel im Denken (nicht nur) der Deutschen sicher nicht mehr erleben, aber ich denke der Wandel wird kommen. Gruß Knüppel |
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@ Knüppel
Naja, ich weiß natürlich auch nicht, wie lange ich noch hier auf Erden habe, aber ich bemühe mich um Optimismus und denke viel an Jopi Heesters! |
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@Calvani
...und denke viel an Jopi Heesters! Auch er ein Ausländer. Und wenn er nicht so viel geraucht hätte, wäre er mit 101 gestorben und alle hätten das auf seine gesunde Lebensweise zurückgeführt. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Soll ich also jetzt das Rauchen anfangen? |
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Ja, das mit dem Deutschsein ist eine verzwickte Sache.Ich erinnere mich gelegentlich und dann eigentlich auch gerne daran, als ich vor heiligen Zeiten im Ausland lieber als Schwede oder als Däne herumkokketierte. (Hätte es damals schon Reisefreiheit in den Staaten des Warschauer Pakts gegeben, hätte ich mich wahrscheinlich als Pole ausgegeben, dazu gleich mehr.) Was immer so lange gut ging, bis ich auf eine Schwedin oder Dänin traf und mangels Sprachkenntnis der Blamierte war. Dennoch ein paar schönen Freundschaften entstanden, trotzdem ich ein ziemlicher Trottel gewesen war. Dabei fühle ich mich rassisch, auch kulturell mehr dem Slawischen zugehörig, was ich mit meinem zweiten Sohn auch nachwies, der den slawischen Rundschädel mit auf die Welt brachte, wie gedrechselt. Aber gut, in meinem Pass steht: Deutsch. Damit habe ich mich mittlerweile abgefunden und fast ausgesöhnt, ich kann ja nichts dafür. Dagegen was zu unternehmen?, da ist mir dann doch der Aufwand zu hoch, auswandern, neue Staatsangehörigkeit beantragen, nö, dafür bin ich jetzt zu alt oder, eher noch, zu träge. Vielleicht nehmen Sie die Behauptung des Küchenpublikums, Du bist doch nicht deutsch als Kompliment. Dämliche Deutsche gibt es genug, wie sich an dem Mittfünfziger beweist, bei dem doch stark anzunehmen ist, dass er deutscher Staatsangehöriger in xter Generation ist. der die starke innere Verpflichtung spürt, auch dem Ausländer deutsche Disziplin und Gehorsam aufgestellten Schildern gegenüber beizubringen und dazu sogar eine heilige Pflicht zu spüren vermeint. Ich stelle mir seine unterdrückte Aggression bei weinerlicher selbstmitleidigster Seelenverfassung vor, die daran leidet und zerbricht, dass hierzulande Ausländer schon genau das dürfen, was Deutschen verboten ist. Dass es auch genug dämliche Polen oder Spanier gibt, versteht sich von selbst. :)
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@hardob
In welchem Land der Welt muss man sich denn als Deutscher verstecken? 'Deutsch' kommt doch immer gut an: Ah, Deutschland - Mercedes, Steffi Graf, Hitler, gut :-) Es sei denn, der Fall liegt so, dass man nicht mit "den Deutschen", die vielleicht als unangenehme Touristen auffallen, gemein machen möchte. Das kann ich dann freilich gut verstehen! |
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@ hardob
Dass es so etwas wie eine gefühlte Rasse gibt, kann ich bestätigen, auch wenn mir die Definition und Abgrenzung zur Identität schwer fällt und mir der Begriff Zugehörigkeit weitaus besser gefällt. Deshalb fiel es mir ja auch so lange so schwer die Reaktionen auf mich zu verstehen, weil ich mich als Deutsche gefühlt habe, mich aber immer wieder belehren lassen musste, dass ich wenn überhaupt dann nur halb deutsch wäre. Von wegen Gene und Blut und so... @ miauxx Als Deutscher - wenn man denn das Glück hat einer sein zu dürfen - muss man sich natürlich nirgendwo verstecken, schließlich ist "der Deutsche" die Krone der Schöpfung! |
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schrieb am
17.05.2011 um 22:44
Stimmt. Als "Krone der Schöpfung" muss "der Deutsche" sich schämen. Besonders dann, wenn er mit Amerikanern verwandt ist. Die von der USArmy müssen sich besonders unterwürfig geben, weil ein Teil ihrer Verwandten für den Krieg arbeitet.
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@ miauxx
Nu, damals war Steffi Graf noch kleiner als ihr späteres Racket und Mercedes noch kein herausragender Begriff der Warenwelt, blieb also nur der Hitler. Für den hab ich armer Tropf mich, muss ich ehrlich gestehen, geschämt. Der Deutsche als unangenehmer Tourist trat auch noch nicht so zahlreich auf wie in späteren Jahren und ist mir eigentlich so gar nicht aufgefallen. @Calvani Rassich gefällt mir als Begriff auch und eigentlich gar nicht, der ist durch die Rasseforschung Ende 19./erste Hälfte 20. Jhd. mir reichlich vergällt worden, dass ich ihn eigentlich nur noch kursiv(was bei mir die Gänsefüßchen ersetzt) in den Mund nehmen mag. Eigentlich sollte er oben auch so stehen. Ich gehöre zu den kruden und üblichen Verdächtigen, die sich nie als Deutscher fühlen wollten, vielleicht so maximal als Franke oder als Europäer, zu mehr Gefühlen wollte oder konnte ich mich nicht hinreißen und selbst diese waren mir schon schwer genug und alles war ein Paradox. Und trotzdem war da auf einmal die Liebe zur slawischen Musik, zur Literatur usw., so als könnte ich dadurch anders, herzmäßiger angesprochen werden. O mei, das Seelenleben ... |
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Wenn "der Deutsche" die Krone der Schöpfung wäre, dann wäre die Monarchie doch wegen des schlechten Beispiels weltweit abgeschafft.
[--> Monarchisten kacken ihren Stern bitte oben rechts in die Ecke.] |
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@GeroSteiner
Wenn "der Deutsche" die Krone der Schöpfung wäre,, dann wäre die Schöpfung längst abgeschafft, wegen Zwecklosigkeit. |
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schrieb am
17.05.2011 um 23:48
Duckmäuserei gegenüber "von-adeligen" Lügenbaronen ist bei Freitag-Online doch angesagt.
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@ hardob
Ja, genau! So ging es mir auch. Durch einen großen Zufall, denn ich habe vorher jahrelang ausschließlich Ballett getanzt und wollte früher sogar Ballerina werden, kam ich in einen Kurs für Orientalischen Tanz - konkret Raqs Sharqi - und das hat mich mit mir und meinem Aussehen sehr versöhnt. Die Musik, der Tanz, die ungeheure Sehnsucht darin, das hat mich so sehr angesprochen, dass es mir leichter fiel, zu sagen: Ja, stimmt, da ist was in der Seele, im Blut, im Gehirn oder wo auch immer, und das reagiert. @ Gero Jaja, der Sternespieler, der ist wahrhaftig hinter Ihnen her, wie der Teufel hinter der armen Seele! |
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schrieb am
17.05.2011 um 23:58
Oder wie die dunkle, erotische tanzende Sinti- oder Romarin, die einen armen, hellen Dorfjungen verführt. :P
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schrieb am
18.05.2011 um 00:02
Gero, Sie können sich geehrt fühlen, dass der geheimnisumwitterte Vamp Sie nebenbei erwähnt. Der versteht nämlich den heiligen Ernst als Gegenteil von Spiel. Ist aus Homo Ludens, oder anders gesagt, aus Homo Luder.
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schrieb am
18.05.2011 um 00:03
3>
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schrieb am
18.05.2011 um 00:03
3>
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@ Zugluft
Wenn ich bloß wüsste, was Sie mir sagen wollen... Neidisch? |
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schrieb am
18.05.2011 um 00:14
Aber hallo! Natürlich neidisch! Auf Ihren Erfolg durch ihre hohen Leistungen! Wenn ich eine Frau wäre, dann sogar noch auf ihr Aussehen, denn das könnte ja Geld einspielen!
3> (Die 3 = Brüste, das V = Schamdreieck. Sollte sicher kein Herzchen sein :P ) |
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schrieb am
18.05.2011 um 00:20
Dass Sie nicht wissen, was ich sagen will, war mir klar. Dass sie das evtl. auch nicht wissen wollen, war mir auch klar. Dritte, und wahrscheinlichste Möglichkeit . Sie stellen sich dumm. Dann müssen auch weniger (männliche) Leute vor Ihnen Angst haben.
Klar wie Kloßbrühe ist - und vorhersehbar war - dass Sie meinen, dass alle, die Ihnen Paroli bieten nur neidisch sein können - denn ein anderer Grund entspräche ja gar nicht Ihrem Intellekt. Diese reaktion von (Auftrags-)Schreibern ist so alt wie das Internet. |
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@ Zugluft
Angst? Haben Sie Angst? Vor mir? Vor meinem Intellekt? |
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schrieb am
18.05.2011 um 00:45
@Frau Calvani
Aber natürlich. Haben Sie das nicht meinen neidischen und begehrlichen Worten entnehmen können? Ich ängstige mich vor Ihrem Intellekt und vor Ihrer natürlichen, absolut nicht gestellten Schönheit. Jetzt, wo ich weiß, dass sie "fremde" Wurzeln haben, umso mehr. Aber das macht auch einen gewissen sexuell konnotierten Reiz aus. Die schöne dunkle Fremde lockt. Dabei ist Ihr Intellekt schnurzegal. Sagte ich doch schon, aber ich wiederhole es für Sie natürlich gerne ;) Paranoia und Phobie ist hier beim Online-Freitag ja gang und gäbe und gehört zum irgendwie linken Chiqe- solange es keine undefinierbaren Ängste vor bestimmten Religionszugehörigkeiten sind. |
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@Zugluft
widerlich, ich stell mir Sie grad vor, und glauben Sie mir, Sie wollen gar nicht wissen, wie ich mir Sie vorstelle. spielen Sie doch mit sich selbst, aber das scheint Ihnen auch schon versagt. Wie wärs dann mit Denotation? Oder noch besser Detonation? Dreist, weil anonym, kleiner Wicht(igtuer), geh schlafen!!! |
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@SuzieQ
Kompliment! Ich überlegte die ganze Zeit, was dazu noch zu sagen bleibt. Jetzt kann ich beruhigt schlafen gehen... Danke und gute Nacht! Luzieh |
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schrieb am
18.05.2011 um 01:09
@SuzieQ
Mit mir selbst spielen? Sie meinen wohl eher "an" mir selbst. Das hat mir eine gegenwärtig gesperrte Bloggerein namens Rahab vorgemacht, die hier ganz gerne untergürtelinige Fingerspielchen zum Besten gab. Rufen Sie doch die Hausangestellten und Animateure Streifzug und luggi mit ihren lustigen Lack- und Lederphantasien zu Hilfe. Dann haben nachterbeitende Reinigungskräfte mit Chiqe wie z.B. Weinsztein auch mal wieder was zu tun. |
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@ zuggiluft
Huschhusch Sie des Lesens Mächtiger, Sie können von mir aus auch "an" sich selbst spielen, untergürtelinienweise, nur damit Sie wissen, wo zu suchen ist, vergessen Sie die Lupe nicht, sonst nur Kopfkino. Wenn alles nicht hilft, versuchen Sie Lack und Leder oder Lack oder Leder, und benutzen Sie gefälligst ein Taschentuchfetzchen. Die Reinigungskräfte sind nicht für Sie da. Und hören Sie doch bitte auf, persönlich zu werden, denn persönlich möchte niemand mit Ihnen was zu tun haben. Wenn es denn doch persönlich werden sollte, dann machen Sie sich auf was gefasst. Da werden Ihnen die Ohren, nee, Augen schlackern. Legen Sie´s drauf an! |
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@ SuzieQ
- !!! - |
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schrieb am
18.05.2011 um 01:47
Ich leg nix drauf an. Ich lege mich gleich hin, ohne etwas Besonderes zu unternehmen. Ich lege mich schlicht und einfach hin, ohne mir zu überlegen, ob ich etwas unter mich lege, denn das Meiste zum Unterlegen ist mir zu langweilig und mir daher von vornherein schon derart unterlegen, als dass ich es zum Unterfüttern bräuchte.
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@Luftzug
ein Hauch von Nichts das war wohl nichts! Es war mir eine Freude zu Ihrer Unterhaltung beigetragen zu haben. Aber ich seh schon: viel heiße Luft! Und feige dazu! Statt Futter bei die Fisch! |
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@ Zugluft
Wenn Ihnen so viel zu langweilig ist, dann können wir uns hier ja alle glücklich schätzen, dass wir so interessant für Sie sind, dass Sie sich mit uns abgeben! |
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@luffi
hab ich ganz übersehen: Sie legen sich gleich hin, ohne etwas Besonderes zu unternehmen. Wenn das, was ich Ihnen riet, schon was Besonderes wäre und Sie es nicht in Anspruch nehmen (selbst der Anspruch scheint zu hoch), empfehle ich: Wege zum Glück-daily soap |
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Ach, Zugluft.
Das ist doch der mit dem kleinen Pillemannproblem. Mit täglich neuen Nicks taucht er hier auf, seicht in diesen oder jenen Blog und hält das für politisch. Sein aktuellster Nick ist der treffendste. |
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schrieb am
18.05.2011 um 06:21
Ach, weinsztein. Man sollte nicht von sich auf andere schließen.
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@weinsztein
"Sein aktuellster Nick ist der treffendste." Das finde ich nicht. Dachte ich erst. Ich dachte es müsste "heiße" Luft heißen. Dann dachte ich über Zugluft nach: kalt, unangenehm, kann krank machen...ja, das passt. Wobei ich nicht weiß, wer das vorher gewesen sein soll. Hier in der FC scheint er sich ja bestens auszukennen... @Calvani: Ich hab Deinen Artikel gerne gelesen. Später auch noch Inhalt von mir, nur jetzt muss ich los. Luzieh |
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@alle
@Zugluft ist eine "sock puppet", hier als Ariel verkleidet. Es lohnt nicht, auch nur auf einen seiner Beiträge zu antworten. @Zugluft Mit Ariel ist nicht das Waschmittel gemeint. Aber das wissen @alle, die noch keine Zugluft bekommen haben. Ansonsten <°))))>< Aber das kennen Sie ja schon. |
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@hardob
Und trotzdem war da auf einmal die Liebe zur slawischen Musik, zur Literatur usw., so als könnte ich dadurch anders, herzmäßiger angesprochen werden. Ruuussische Sääle halt. Ciao Wolfram |
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@Calvani
Ja, genau! So ging es mir auch. Durch einen großen Zufall, denn ich habe vorher jahrelang ausschließlich Ballett getanzt und wollte früher sogar Ballerina werden, kam ich in einen Kurs für Orientalischen Tanz - konkret Raqs Sharqi - und das hat mich mit mir und meinem Aussehen sehr versöhnt. Die Musik, der Tanz, die ungeheure Sehnsucht darin, das hat mich so sehr angesprochen, dass es mir leichter fiel, zu sagen: Ja, stimmt, da ist was in der Seele, im Blut, im Gehirn oder wo auch immer, und das reagiert. Ich glaub's ja nicht so ganz, das mit der Seele und dem Blut, das wird einem eher aufgeschwatzt. In den fünfziger Jahren hat bei uns ein Besatzungskind (so hieß ein Halbneger damals) mitgekickt. 1958 ging der Stirn von Pelè auf, die brasilianische Nationalmannschaft zeigte uns, was Fußball sein kann, wenn man es wirklich kann. Der Neger, das war uns klar, kann ganz einfach wahnsinnig gut Fußball spielen. Dem armen Oskar blieb also gar nichts anders übrig, als unsere Erwartungen zu erfüllen und auf brasilianische Negerart Fußball zu spielen, also hoch und elegant und nicht einfach einen Bauernspitz abdreschen, wie unsereiner. Er konnte übrigens tatsächlich verdammt gut Fußball spielen. Wir nannten ihn "Neger Oskar". Heute weiß ich natürlich, daß diese Bezeichnung, die wir von den Erwachsenen übernommen hatten, von den Erwachsenen geringschätzig gemeint war. Für uns Buben war es ein so selbstverständlicher Name wie Lindinger Sepp. Ich kann mich noch gut erinnern, daß für mich seine dunkle Hautfarbe zwar auffallend war, klar, daß ich sie aber nicht für der Rede wert befunden habe. Das war einfach so, mei. Rassismus, das habe ich daraus gelernt, kommt nicht von innen, Rassismus muß man lernen. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Naja, ich glaub's auch nicht so ganz, aber es ist zumindest so, dass ich mich für orientalische Musik und Tanz begeistern kann und es mir dann leichter fällt, dass mich viele ohnehin der Optik wegen z.B. als Orientalin sehen. |
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"Weil Rösler in dieser Woche zum Vorsitzenden der Freien Demokratischen Partei gewählt wurde, haben Augstein und Blome die Asia-Woche ausgerufen."
Das fand ich auch ziemlich daneben. Die Berliner Zeitung hatte dieser Tage einen Beitrag über eine Vietnamesin, die es auch komplett satt hat, über ihre Herkunft allein definiert zu werden. www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0516/jugendundschule/0049/index.html Insgesamt schilderst Du etwas, das wohl Vielen hierzulande widerfährt. Und da können die machen, was sie wollen. Ganz gleich, ob sie integriert sind oder nicht. Mir hat Dein Text sehr gut gefallen. www.perlentaucher.de/buch/13812.html Noch ein Tipp. Ein gutes Buch von Abini Zöllner "Schokoladenkind" |
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Danke für dein freundliches Feedback! Mir fiel es nämlich gar nicht so leicht darüber zu schreiben und ich hätte es auch sicher nicht, wenn ich nicht sowieso schon wegen der Diskussion über die Asia-Woche die Büchse der Pandora geöffnet hätte. So gesehen kann ich Röslers Wahl sogar einen kleinen positiven Aspekt abringen...
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Liebe Calvani,
ich sehe es ähnlich wie Magda. Meine Frau ist Türkin und so lange sie vor allem in Deutschland lebte, wurde sie nach ihrer Herkunft gefragt. "Türkin." - "Ach Türkin? Ich hätte Sie für eine Spanierin gehalten." Das war meist als Kompliment gemeint. In der Türkei werde ich täglich mehrere Male gefragt, aus welchem Land ich stamme. Diese Frage liegt nahe, weil mein Türkisch wirklich nicht gut ist. Ich antworte also mit "Deutschland." Dann werden mir Mercedes, Audi oder BMW genannt oder deutsche Fußballer wie Mesut Özil. Ich glaube, hier oder dort ist es meist Neugier, warum diese Frage gestellt wird, seltener sind es Vorurteile. |
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schrieb am
18.05.2011 um 06:24
Wie Vorurteile entstehe, wissen wir ja nur zu gut.
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schrieb am
18.05.2011 um 06:30
Ja, es kann sogar Neugier sein. Da wäre man ohne weinsztein und seine individuellen Erfahrungen gar nicht drauf gekommen. Vielen lieben Dank für diesen interessanten Gedanken.
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Hallo Ihr Lieben,
ja die lieben Vorurteile, bis Sie sich ändern wird viel wasser den Berg runterlaufen. Ich Zitiere : „So ist das mit den Kleingeistern in Deutschland.“ Vorurteile im Rabulistischen stiel helfen nicht vorurteile verschwinden zu lassen! Und überhaupt, auf die Frage wo kommst du den her gibt es nur eine Antwort. Aus dem Menschengeschlecht. Liebe Grüße Baphomed |
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N Abend,
es ist einfach nicht zu verstehen! Nicht ein einziger Mensch hatte Einfluß darauf, wann oder wo oder von wem er geboren wurde oder wielange er bleiben wird. Wir sind einfach da! (Romantiker sagen, wir suchen uns unsere Eltern aus, aber die streuen auch Salz oder Zucker auf die Fensterbank zwecks Geschlechtsfestlegung.) Daß ausgerechnet in Deutschland mit all den Erfahrungen des letzten Jahrhunderts kein Umdenken stattgefunden hat, sondern Anderssein immer noch mit Bedrohung gleichgesetzt und nicht als Bereicherung gesehen wird, zeigt vor allem eins: Hier gibt´s noch Großes zu leisten! Sehr gut Calvani, sprechen /schreiben wir darüber. Miteinander, mit den Anderen. Gruß von SuzieQ |
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Lieber Baphomed,
es ging doch um die Kleingeister! Das bedeutet hingegen nicht, dass alle Deutschen Kleingeister sind! Wir müssten uns aber mal darüber unterhalten unter welchen Voraussetzungen sich jemand - wie ich oder Rösler - Deutsch nennen darf und zwar nicht offiziell gemäß der Staatsangehörigkeit, sondern auf einer Party, in der Disco usw. Vorschläge? Calvani |
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Typisch deutsch will ich dann nun auch wieder nicht sein...
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Das völlig Absurde an der Sache, wenn man mal von der Absurdität Fremdenfeindlichkeit absieht, ist, dass es kaum ein ethnisch gemischtrassigeres Völkchen gibt als die Deutschen. Was hier so alles durch-, hin-, und hergewandert ist, steckengeblieben oder seine Gene dagelassen hat. Deutschland war schon Multikulti bevor die ersten Nachkriegsmigranten kamen. Nochmal davon abgesehen, dass es Deutschland ja so lange noch gar nicht gibt, der Deutsche sowieso eigentlich eine Hirngeburt ist.... mir wird schwindelig.
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schrieb am
17.05.2011 um 21:34
Deshalb ist es auch gut, dass die Deutschen nicht nur innerhalb der eigenen Sippschaft oder aus demselben Dorf geheiratet haben. Sonst hatte es kaum so viel Weiterentwicklung gegeben.
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Liebe Calvani,
Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, das Typische ist ein Feld der weitergehenden und beliebten Betrachtung. Es löst zwanglos Reaktionen und Gegenreaktionen aus. Diese "Was bin ich?" Fragen brachten früher wenigstens noch ein Schweinderl und fünf Mark. Wo auch immer sie herkommen mögen, in Köln auf der Domplatte ist Köln untypisch, außer an Karneval, beim Hochamt oder wenn die Platte gerade als Speakers corner der Domstadt dient. Vom Dom Richtung Eiglstein ist es schon typischer und im Kranz der Vororte geht es erst richtig los. Machen sie sich also nicht so viel aus Zuschreibungen, die immer getätigt werden um eine Reaktion zu bekommen. Marx war "Mohr" und kam aus dem schwarzen Trier, und die Rheinländer, diese Paradeseparatisten und Trizonesier, zeigten sich immer schon dunkler und eingefärbter, was am Durchzug lag, der da immer schon herrschte. - Das ist wie auf der Domplatte! Bleiben Sie so deutsch, wie sie sich fühlen. Was Augenstein&Blume angeht, meinten die ja wohl das krumme Versprechen Röslers, höflich, nett und dafür beharrlich, die FDP und die Bundespolitik zu reformieren. - Augstein wies auf den Pass hin. - Diese Eigenschaften, die unsere Neigung zu Vorurteilen vorzüglich nach Asien verortet, die also den stämmigen Deutschen abgehen soll, finden dafür in letzter Zeit vermehrt die Gäste und Reporter aus der ganzen Welt unter uns. Wie selbst haben aber kein Selbstvertrauen in unserer Akzeptanz, Freundlichkeit und Zugewandtheit, also in die Absehung von jeglichen Zuschreibungen und entwickeln daher solche Phänomene wie die Pro-Bewegungen in den Städten. Die gönnt z.B. in Köln nicht einmal den Platz neben einer sechsspurigen Ringstraße, brutalistischen Verwaltungsgebäuden, einer Tankstelle und in nächster Sicht eines Beton-Fernsehturms dem besten modernsten Bauwerk der letzten Jahre. - Alles deutsch bis in die Party-Quatsche. LG Christoph Leusch |
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Lieber Christoph,
woher wissen Sie denn so gut über Köln Bescheid? Und warum ist die Domplatte untypisch für Köln? Ne, leider hat Blome ausdrücklich gesagt: "Man sieht ihm (Rösler) an, dass er nicht aus Bayern kommt." Es ging beim Asia-Gag also um das genetisch bedingte Aussehen. Dass mir solche Äußerungen besonders auffallen, das liegt natürlich daran, dass dieses Knöpfchen bei mir jahrelang wund gedrückt worden ist. Party-Quatsche? Falls Sie meinen, das sei ein Phänomen des Nachtlebens, nein, das ist es nicht. Es gibt auch Dozenten, die vor versammelter Mannschaft fragen: "Wo kommen Sie denn her?" Einer Bekannten von mir, die auch in Deutschland aufgewachsen und sozialisiert ist, aber einen ausländischen Vornamen hat, hat ein Richter mal mit der Lautstärke und Betonung, mit der man mit Schwerhörigen spricht, gesagt: "Sie.Sprechen.Aber.Gut.Deutsch!" Natürlich! Sie hat in Deutschland Abitur und das Erste Juristische Staatsexamen gemacht, wie soll das gehen ohne entsprechende Sprachkenntnisse? Solche Begebenheiten häufen sich und irgendwann ist das Fass mal voll... |
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"Dass mir solche Äußerungen besonders auffallen, das liegt natürlich daran, dass dieses Knöpfchen bei mir jahrelang wund gedrückt worden ist." Bei Dir vielleicht, aber ich bin "urdeutsch" (von in den letzten Jahrhunderten eingedeutschten Polen und Franzosen und wer weiß noch reden wir nicht) und bin bei sowas sehr sensibel.
"Solche Begebenheiten häufen sich und irgendwann ist das Fass mal voll..." Nur was will man als Betroffene/r da machen? Deshalb denke ich geht Rösler so offensiv damit um - er macht selbst einen Scherz (FDP -> gelb, er als ethnischer Asiat -> gelb, fertig war die Wahlkampagne "Die gelbe Gefahr" damals in Niedersachsen). Damit hat er den Leuten den wind aus den Segeln genommen, und kann zur Tagesordnung übergehen (oder hofft es zumindest). Müsste er sich nur die Haare färben und würde dann "deutsch" aussehen hätte er das sicher ganz schnell gemacht. P.S. Danke für den schönen Text übrigens. |
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@ Popkontext
Aber gerne doch! Danke dir! Was will man als Betroffene/r machen? Da kann ich sicher nicht für alle sprechen. Ich bin schon mal heilfroh, dass es möglich ist, über die Integrationsbereitschaft/Akzeptanz der anderen Seite zu diskutieren und sie einzufordern. Und dazu gehört auch "anders" aussehen und trotzdem deutsch sein zu können/dürfen. Ich habe z.B. eine Zeit lang alles vermieden, was meinen südländischen Einschlag betont hätte. Also Augen immer nur hell geschminkt, nie, nie, nie in die Sonne...ist aber irgendwann umgeschlagen. Ich wollte aber noch nie blond sein. Also ich hätte mir die Haare aus diesem Grund sicher nicht gefärbt. Und genau darum geht es mir: Ich bin Deutsche. Da können die Augen noch so mandelförmig, die Haare noch zu lockig, die Haut noch so dunkel sein. |
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Na, Köln ist zwar mindestens so baufällig, ständig umgeschlagen und unterhöhlt wie andere Weltstädte, aber an der Oberfläche bleibt es doch überschaubar. Es ist immer eine Reise oder sogar mehr, nämlich ein Leben wert. - Ich kenne mich allerdings dort nicht gut aus.
Die Stadt wird, das ist meine Meinung, unterschätzt (Kleine Theater, Musik an jeder Ecke, Museen, Galerien, Kinder, Küchen, Kirchen (mein Liebling, die Lyskirche, die keinen Engel im Feuerofen hatte und bemalt geblieben ist), Glotzenproduktion, Uni). Derzeit zeigt z.B. das Museum für angewandte Kunst "The Art of Pop Video", die Entstehung des Musikclips aus dem Geiste des Rock und Pop. - Wenn ich Zeit hätte, würde ich (be)schreiben, was ich dort sah. Das liegt am Benutzercharme, der in der Fußgängerzone, von der Hohen Straße bis zum Neumarkt, auf der Domplatte und in der Restaltstadt, eher das gewöhnliche Continental breakfast deutscher Großstädte anbietet (98% ist wie überall), daher dort nicht so schnell sichbar wird, aber Richtung Süden und Westen, Ehrenfeld z.B., neuerdings auch wieder rechtsrheinisch, Kalk, in jenem leichten Schmuddel, der auch manche Berliner Ecken nicht unbedingt hip, aber lebenswert macht, zum Tragen kommt. Der Blome ist ein Studierter, der berufsmäßig den Proll gibt. Juraprofessoren versuchen das auch immer noch, zumal es kaum ein Fach gibt, das mehr Provinz ermöglicht und duldet. - Bitte nicht falsch verstehen, es gibt auch viele weltoffene und gebildete Juristen, aber die Spezialität der nationalen Rechte, Sitten und Gebräuche drängt doch zur Ausbildung von Grillen, zur Fortführung der Pandekten mit modernen Methoden, zur Verwaltung. Zum Trost kann aber festgehalten werden, dass später, wenn der Jurist einmal tätig ist, von ihm die anderen, auch im amtlichen Vorurteil, abhängen. Er spielt Schicksal und weiß sich immer auf der Seite der Gesetze und Verordnungen. Gegen Juristen helfen nur Juristen. Das ist einmalig. LG Christoph Leusch |
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@ Christoph
Mir fällt immer wieder auf, dass andere, insbesondere wenn sie nicht hier leben, Köln offenbar deutlicher sehen als ich. Wenn man zu nah am Spiegel steht, erkennt man sich nicht mehr... "The Art of Pop Video"? Nun raten Sie mal, wo ich nächstes Wochenende vermutlich mit Kamera unterwegs sein werde...haben Sie irgendwelche besonderen Interessen? |
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Als Reisender, als Besucher will man sich doch selbst nicht enttäuschen.
Die Kölner haben aber auch einen Minderwertigkeitskomplex, den so, nach meinem Erleben, Berliner nicht haben. Daher bricht in Berlin manches Mal der tiefste Provinzler, der ja eigentlich in mindestens mehr als der Hälfte der Bewohner dort steckt, selbst aus dem Intelligenzia-Anteil davon, ungehemmt hervor. Berliner, so meine Erfahrung, haben immer schon alles gesehen und erlebt, Kölner denken, sie hätten nichts erlebt, aber dafür lassen sie leben. Die vielen Urteile des Rheinländers über den Tag und die Nacht, vielleicht sogar im Traum, sind sowieso immer ein wenig weicher und gelassener, nie so ganz streg gemeint, wie hingesprochen. - Das erklärt den Kölnern seit Jahrzehnten ein Südtiroler in rheinischer Mundart. Aber die Geschichte ist auch schon so alt und hat einen solchen Bart, da mag keiner mehr so recht hinhören. Dabei fahren die Kölner als Subspecies des Rheinländers in der ganzen Welt herum, um dann in ihr schön-hässliches Köln zurück zu kehren. Ständig sind in dieser Stadt so viele Fremde nicht nur auf Tourismustripp, sondern weil sie arbeiten, studieren, herumkünsteln, sie muss einfach interessant sein. Weil die Kölner aber so enorm unter Wert, an sich selbst leiden und verzweifeln, wollen sie Hochhäuser bauen, wie die Frankfurter und bald wieder die Berliner, da bin ich mir sicher. Außerdem wollten sie eine oder mehrere Marinas am Rhein, deren Bügelhochhäuser und Schachteln die alten Kräne und Container zitieren, aber eher wie schlecht eingeschlagene Riesenkrampen im Süden vor der Domkulisse lagern und ständig mit Automatikjalousien abgeschattet werden müssen. Wenn Sie von den "Krampen" ein gescheites Foto mit Gewitterwolkenhimmel und dem großen Aurora-Sonnenstern-Silo am anderen Ufer hin bekommen, dann können Sie das Bild ´mal einstellen. Dafür interessiere ich mich besonders und würde mich freuen. Mit meinen Knipsen kriege ich das nämlich nicht gescheit hin. Klar, das ganze Geschriebene hier ist rein subjektiv. In der X. Kunstaustellung der DDR zu Dresden gab es einen Saal mit Karikaturen. Ja, auch die DDR konnte manchmal herzhaft über sich lachen. Da fand sich dieser Ländesumriss und Berlin als Bananenzone. Schily hat das dann, nach der ersten gesamtdeutschen Wahl, mit seiner hochgehaltenen Banane nur gesamtdeutsch rationalisiert. Raten Sie ´mal wo sich die meisten Kunstbananen heute finden lassen? Dazu gibt es noch so ein Strichmännchen, versteckt in der Stadt an St.Caecilia. Der erste europäische Graffitikünstler, Naegli, fand Asyl am Rhein, in Köln und Düsseldorf. Auf ihn war ein internationaler Haftbefehl der Schweiz ausgestellt. Heute sind seine gesprayten Stricher Schweizer Nationaldenkmale. Noch einmal zum Deutschsein: Das ist eigentlich eher ein Luftreich der Möglichkeiten und zerstiebt, wenn es Deutschnationale und Xenophobe zu Zwecken materialisieren wollen. Es ist dann auch irgendwie nichts mehr wert. Deutschland, das ist viel länger schon Bimbes und Bimini, aber nicht Zipfelmütze, Zopf und Herumgemichel. Liebe Grüße Christoph Leusch PS: Vorgeschmack auf die Pop-Videokunst und passend zum derzeitigen Hauptthema hier auf dF, "Was soll aus uns noch werden, was sind wir, werden wir uns wenden?": www.youtube.com/watch?v=t21C09JiRc4&feature=related Das Video erklärt den Song. Die Ska-Band Lyapis Trubetskoy ist für Belarus und RU das, was einst Zebda für Frankreich war. |
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@ Christoph
Was ich mit "deutsch sein" meine, ist eine allgemeine akzeptierte Normalität, die ich offenbar nicht erfülle. Und dass ich ausgerechnet in Köln so oft gefragt wurde, wo ich denn "gebürtig" herkomme, hätte ich nicht gedacht... Oje, jetzt muss ich mich hier als wer weiß was outen, aber selbst googeln und Freunde fragen war erfolglos: Was meinen Sie mit "Krampen"? Die Krangebäude im Rheinauhafen? Davon hätte ich jetzt schon ein schönes Foto parat... |
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Genau!+Aurora- Morgenröte-Silo dahinter?
3.bp.blogspot.com/-d3WqLzD5Jaw/TdrJDTb9jII/AAAAAAAAAj0/lItfeEqNisI/s640/100_6050-1.JPG Grüße Christoph Leusch PS: Als Deutscher/Deutsche wird man auch nicht plötzlich ein kultureller Rassist, der sich arisch fühlt. Das ist alles völlig diffus, ob mit Arier oder ohne. Biologisch ist es sowieso Nuts, weil es Menschenrassen seit Cavalli-Sforza nicht mehr gibt. Heute wissen wir das auch aus dem DNA-Stammbaum, der unser mehrfaches Out of Africa belegt, aber selbstverständlich nicht einmal ein Katalog von genetischen Eigenschaften darstellt, sondern eine Art Oberflächenscan unserer Gemeinschafts-Verwandtschafts-DNA. Sollten Sie aber darauf bestehen, dann muss doch die Frage erlaubt sein, warum Sie kulturell bei etwas dabei sein wollen, von dem diejenigen, die die meisten Fahnen schwingen, vielleicht nur ein diffuses Gefühl, aber keinen Begriff haben. |
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@ Christoph
"Sollten Sie aber darauf bestehen, dann muss doch die Frage erlaubt sein, warum Sie kulturell bei etwas dabei sein wollen, von dem diejenigen, die die meisten Fahnen schwingen, vielleicht nur ein diffuses Gefühl, aber keinen Begriff haben." Ich bin doch schon dabei. Seit meiner Geburt. Nur sehe ich für viele offenbar nicht so aus. Genau das ist das Thema. Vielleicht mögen Sie statt "rassisch" lieber "ethnisch"? P.S.: Ich bin eher ein Nachtmensch und kann daher leider nur mit Fotos von Sonnenuntergängen dienen... |
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Auch Ethnie, das wurde hier schon ein paar Mal angesprochen, taugte ja nicht. Was sollen Schweizer, Österreicher, etc. sagen. Das Problem mit den Deutschen, wie mit allen anderen Europäern, also unseren Nachbarn, ist, dass nur der Pass, haben oder nicht haben, tatsächlich ein entscheidendes Kriterium liefert. Denn kulturell, da hat ja M. Jäger schon eine ganz kluge Bemerkung eingeflochten, gehen Sie doch mit der Sprache wohltätig um und mit dem was Sie von der Wiege bis ins Jus-Seminar zur erzheiligen Hochschule in Köln zusammen gelebt und gewusst haben ebenfalls.
Wenn Sie die Nacht lieben, müsste Sie es doch noch leichter haben, denn "Tender is the night" und fremd werden der Dunkelheit Markenzeichen. Vielleicht ist das Quai-Haus und die Aurora-Fabrik beleuchtet, dann machen Sie in einer lauen Sommernacht ein tolles Foto. Ich merke, die Diskussion dreht sich im Kreise. Aber wenn Ihnen an diesen Freunden und Bekannten, Studienkollegen, etc., zu Köln was liegt, dann fragen Sie sie aus, wie sie die Herkunftsfrage meinten. Gute Nacht und alles Gute Christoph Leusch |
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Lieber Christoph,
danke für das Kompliment! Ich habe momentan ein mittelschweres Softwareproblem und kann - warum auch immer - keine Fotos in einen Kommentar oder Blogbeitrag einfügen. Deshalb dauert's noch ein bisschen...da ich aber ohnehin beabsichtige bald neue Fotos im Rheinauhafen machen zu lassen, kann ich die dann gleich mit einstellen. Ich werd's nicht vergessen! Versprochen! LG Calvani |
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schrieb am
18.05.2011 um 06:22
Schöner hätte man es nicht schleimen können.
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@ Zugluft
Hören Sie, weinsztein und ich, wir sind via Internet schon dermaßen dicke miteinander, zwischen und kann einer wie Sie keinen Keil mehr treiben, da können Sie noch so zetern und murren... |
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Und das ist sogar noch untertrieben, so verhakt und verzahnt wir sind, Calvani und ich.
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So isses!
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Gern gelesen - da ich selbst oft genug in D mit dieser Frage konfrontiert wurde: wo kommen Sie denn her? Bis hin zu der Oma, die, in der Straßenbahn neben mir sitzend, darauf beharrte, dass sowas wie ich doch irgendwann mal wieder dahin gehen müsse, wo es hergekommen sei - wo denn die Eltern hergekommen seien? Tja, die kamen auch aus Fulle-Wasser ....
Als man mich - anlässlich einer Diskussionsrunde, wo also auch mein voller Name den Anwesenden bekannt war - auch so fragte, fiel mir angesichts von soviel Dummheit nur Arroganz ein: vierundsechzig deutsche Ahnen (die Anwesenden waren alt genug, die Anspielung zu verstehen, und damit war Ruhe). Also, Calvani - egal, wie deutsch man ist, ob "die Deutschen", nämlich die so fragenden, das auch akzeptieren wollen, ist eine andere Frage. Was Rösler angeht: der ist mir so unsympathisch wie nur möglich. Aber Leute, die sich an der Herkunft eines seiner Elternteile aufhängen wollen, noch viel mehr - ebenso, wie ich Schäuble nicht leiden kann, aber dämliche Bemerkungen über Rollis dazu führen, dass ich ganz schnell die virtuelle Freundschaft kündige. |
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"die sich an der Herkunft eines seiner Elternteile aufhängen wolle" Nur als Info: Beide biologische Eltern Röslers sind Vietnamesen, er wurde als Baby von deutschen Eltern adoptiert und wuchs als Deutscher ohne jeden Bezug zur Heimat seiner ethnischen Vorfahren auf, den er auch im Erwachsenenalter nicht entwickelte (warum muss er auch?). Aber egal wie es ist - er ist ganz klar und ohne Frage Deutscher, nur seine ethnische Herkunft ist vietnamesisch. Und ja, das einzige an Röslers Existenz in der Politik, was ich positiv finde, ist, dass er ohne darum gebeten zu haben hilft, die Präsenz von nicht klassisch "deutsch" aussehenden Menschen in diesem Bereich zu normalisieren, wie Calvani schon meinte.
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@ Alien59
Genau so eine Indiskretion - einfach fremde Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln nach ihrer Herkunft fragen - genau das regt mich auf! "Woher haben Sie denn so eine große Nase?" fragt natürlich kaum einer und eine Blondine wird in der Regel im Bus auch nicht gefragt, ob sie vielleicht aus Schweden kommt...das ist eine Einbahnstraße! Dabei geht es um die Frage der Akzeptanz der anderen Seite, sehr richtig! Grundsätzlich habe ich aber nichts dagegen, dass Witze über Migranten gemacht werden. Mir geht es darum, dass wir eine Integrationsdebatte erleben und wer integriert ist, der ist immer noch anders und noch lange, lange nicht deutsch - trotz deutscher Sozialisation, Taufe und Staatsangehörigkeit und allem Pipapo. |
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@Popkontext: stimmt, hatte ich mal gelesen und dann prompt wieder vergessen, war mir wohl nicht wichtig genug. Danke für die Info.
Calvani: genau das ist das Verlogene an der Integrationsdebatte - es heißt, die Migranten sollen sich gefälligst integrieren, dann ist alles ok. Sieht man aber den Umgang mit selbst bestintegrierten Migranten - Rösler ist ein Beispiel, oder Özdemir - stelle ich gerne die ketzerische Frage, ob es sich wirklich lohnt, sich zu integrieren. |
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@ Alien59
So ist es. Wenn man integriert oder sogar assimiliert oder schon immer kulturell und offiziell deutsch war und ist, dann sollten "die anderen Deutschen" auch bereit sein zu akzeptieren, dass man dazu gehört und dann einer von ihnen und nicht ständig der/die genetisch Nichtdeutsche/r ist. Was mich wirklich stört ist diese reflexartige Reaktion. In einem längeren Gespräch kann man auch südländische Äußerlichkeiten - was man darunter versteht ist natürlich wieder so eine Sache - zur Sprache bringen, das ist kein Tabu-Thema und soll es auch nicht werden. Aber "Wo kommst du her?" vor oder gleich nach "Wie heißt du?", das geht mir auf die Nerven! |
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@Calvani
dass man dazu gehört und dann einer von ihnen und nicht ständig der/die genetisch Nichtdeutsche/r ist. Es gibt keine genetischen Deutschen, schmink dir das ab. Die Deutschen sind ein Volk von Ausländern und waren es immer schon. Ciao Wolfram |
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schrieb am
19.05.2011 um 17:49
Eben.. das ist ja der Witz.
Mittlerweile muss ich sogar schmunzeln. 2009 hat der stellvertretende Abteilungsleiter im Referat Migration und Freizügigkeit bei der Europäischen Kommission Egbert Holthuis, beim großen Symposium zu 850 Jährigen Besiedlung der Flamen in Deutschland angeregt, die Erfahrungen der flämischen Einwanderung näher zu untersuchen. Mal will sozusagen von uraltmigration in Deutschland lernen, wie man es in Zukunft besser macht. Eine Migration, die es ja nach "Deutschem" bzw Konservativen Denkmuster, nie gab, da Deutschland nie ein Einwanderungsland war. Das Symposium war anregend, nicht nur für mich als Fläminger, aber dennoch muss ich immer schmunzel, wenn viele Denke, dass es sowas wie genetische Deutsche gibt ;) |
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@ Adran & Wolfram
Es gibt eine akzeptierte Normalität in Bezug auf Äußerlichkeiten, die ich offenbar nicht erfülle und die vielen erklärungsbedürftig erscheint, das meine ich mit der Umschreibung "genetisch deutsches Aussehen". Ich wehre mich ja gerade dagegen, dass man mir mein Deutschsein wegen der Haare, den Augen und der Haut absprechen will! |
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schrieb am
19.05.2011 um 18:24
meine Cousins hatten ja mit den gleichen Vorurteilen zu kämpfen. Nicht nur, dass sie wegen ihrer Schwarzen haare und braunen Augen nicht Deutsch genug aussahen, sondern auch noch einen Italienisch klingenden Hinternamen hatten. Da wurden die selben Fragen gestellt, obwohl sie, dank Mauer nie Kontakt zu Italien hatten, und auch so wie ich, mehr als 10 generationen ff Deutsche sind. Von daher bist du da absolut nicht allein. Ironischerweise, trotz blonder Haare, blaue Auge, aber mit nicht typisch Deutschem (sondern Niederländisch/Flämischem) Hinternamen, durfte mir ausserhalb des Flämings, auch schon solche W-fragen anhören. Skurriller geht es nicht ;)
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Das Ding mit der Schlagfertigkeit ist ja, dass man vorher irgendetwas Besonderes für den Fall der Fälle parat haben muss.
So gesehen ist solch eine Überraschung völlig positiv und zwar im Nachhinein, weil mensch sich für das nächste Mal etwas zurecht legen kann. Gut, dieses Mal war es rassistisch-kleinkariert motiviert, liebe Calvani, aber wir kennen es ja alle: Der Nachschub kommt satt. Zum Rassismus dahinter...nicht die Bohne wert. Ich meine, was willst Du einem Menschen mit solcher Haltung schon sagen? Tja,was eigentlich? Wenn ich drüber schreiben müsste, wäre eine Wendung, ein Aufbrechen von Ressentiments, erfrischend. Wenn sich der latente Rassist, was ja "nur" eine Haltung am Menschen ist, plötzlich wandeln würde..und eben diese Haltung Situations-bezogen ablegen würde,...und wenn es nur für diesen Moment wäre. Das ist doch das große Drama unserer Zeit: Das sich solche Haltungen nicht auflösen, sondern der Konflikt bösartiger,..hmm, geprägter wird. Ich glaube, das ist überhaupt eine der größten Herausforderungen an den Menschen selbst: Wie man dem Nichtenden begegnet. Entweder defensiv oder aggressiv,..dann wächst man an sich selbst, hinterlässt den Emitter aber im jeweiligen Status. Die Lyse aber würde gerade darin bestehen, die Situation eben völlig umzukehren und eine partielle Wandlung, wenigstens in der jeweiligen Situation, beim Emitter zu bewirken. Somit würde man sich dann über all den Mist in der Zwischenmenschlichkeit, zu dem eben auch Rassismus zu gehören scheint, erheben. So weit die Theorie. Ich bin braunhaarig und habe braune Augen. Ist mir auch schon passiert, dass mich Leute gefragt haben: Woher kommen deine Eltern eigentlich? Der Vorteil hierbei: Ich zahlte für Zimmer bei Island-Hoppings im Mittelmeer nicht ganz so viel, wie meine blonden und blau-äugigen Artgenossen. Verrückte Welt, oder? |
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goddamnit...dieser elende Submit Button...
...sorry... filmtipp des tages bezgl. Rassismus: Spike Lee's DO THE RIGHT THING (1989) kann man online sehen! Sehr schön dort..wie die drei alten Schwarzen den Cops das "what a waste" von den Lippen ablesen. Spike Lee hat als Afro-Amerikaner und Regisseur stets auch das Thema Rassismus auf humorvolle Weise bedient und ruht sich keinesfalls dabei auf der vermeintlich richtigen Seite der Schwarzen aus. Wer diesen Film nicht gesehen hat, dem sey er zum Thema Rassismus ans Herz gelegt. |
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@Tycho
Ich zahlte für Zimmer bei Island-Hoppings im Mittelmeer nicht ganz so viel, wie meine blonden und blau-äugigen Artgenossen. Verrückte Welt, oder? Was ihr nur immer mit den blonden Deutschen habt. Hier in Niederbayern ist ein blonder Mensch auffallend. Spontan fällt mir die Freundin meines Sohnes ein, aber die ist Italienerin. Ciao Wolfram |
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Jetzt ist es raus, Wolfram. Ich habe es mit blonden und blauäugigen...die konnte ich schon immer ausstehen, der Farben wegen.
Aber wo du es gerade erwähnen tust. Wo liegt eigentlich Niederbayern? Tun da nicht Indianer leben? ;) |
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@Tycho
Aber wo du es gerade erwähnen tust. Wo liegt eigentlich Niederbayern? Niederbayern liegt südlich des Limes, also dort, wo die Menschen bereits dekadent waren, als sich in der Gegend von Berlin noch die Wildschweine an den Bäumen rieben. Tun da nicht Indianer leben? ;) Nein, sondern Preißn. Saupreißn, indianische. Ciao Wolfram |
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herrlich. Übrigens muss ich dringend mal wieder in den Süden... |
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@Tycho
XD herrlich. Übrigens muss ich dringend mal wieder in den Süden... Ja, komm nur. Auf einen Preißn mehr oder weniger kommt's auch nicht mehr drauf an. Was heißt eigentlich "XD"? Ciao Wolfram |
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x steht für die Augenpartie (zugekniffen) und das D fürs lachen.
und...ich komme ja nicht mit einer Armee hinunter...außerdem: Preißn sind ja auch irgendwo Menschen... |
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@Tycho und...ich komme ja nicht mit einer Armee hinunter...
Dafür muß man dankbar sein, in der Tat. außerdem: Preißn sind ja auch irgendwo Menschen... Irgendwie schon. Meine Eltern kommen aus dem Sudetenland und die Sudetendeutschen waren auf die Preußen nicht gut zu sprechen, sie trugen denen die Eroberung Schlesiens durch Friedrich II. immer noch nach. Ich auch. Mit Friedrich II. ist das Potsdamer Flötenmonster gemeint, nicht das "Staunen der Welt", der Hohenstaufer-Kaiser, der italienischste aller deutschen Kaiser, der besser Arabisch sprach als Deutsch und seinerzeit auf seinem Kreuzzug dem Sultan bei einem gemütlichen Plausch unter Freunden Jerusalem ohne einen einzigen Schwertstreich abschwatzte. Ciao Wolfram |
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Wie erkennt man denn den Preißn in Berlin? Haben die immer eine Feder im Haar?
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@zelotti
Wie erkennt man denn den Preißn in Berlin? Haben die immer eine Feder im Haar? Nur die indianischen Preißn. Und selbst die haben Probleme, weil die Adler über Berlin halt doch nicht so zahlreich sind. Ciao Wolfram |
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Das Ding mit der Schlagfertigkeit ist ja, dass man vorher irgendetwas Besonderes für den Fall der Fälle parat haben muss.
So gesehen ist solch eine Überraschung völlig positiv und zwar im Nachhinein, weil mensch sich für das nächste Mal etwas zurecht legen kann. Gut, dieses Mal war es rassistisch-kleinkariert motiviert, liebe Calvani, aber wir kennen es ja alle: Der Nachschub kommt satt. Zum Rassismus dahinter...nicht die Bohne wert. Ich meine, was willst Du einem Menschen mit solcher Haltung schon sagen? Tja,was eigentlich? Wenn ich drüber schreiben müsste, wäre eine Wendung, ein Aufbrechen von Ressentiments, erfrischend. Wenn sich der latente Rassist, was ja "nur" eine Haltung am Menschen ist, plötzlich wandeln würde..und eben diese Haltung Situations-bezogen ablegen würde,...und wenn es nur für diesen Moment wäre. Das ist doch das große Drama unserer Zeit: Das sich solche Haltungen nicht auflösen, sondern der Konflikt bösartiger,..hmm, geprägter wird. Ich glaube, das ist überhaupt eine der größten Herausforderungen an den Menschen selbst: Wie man dem Nichtenden begegnet. Entweder defensiv oder aggressiv,..dann wächst man an sich selbst, hinterlässt den Emitter aber im jeweiligen Status. Die Lyse aber würde gerade darin bestehen, die Situation eben völlig umzukehren und eine partielle Wandlung, wenigstens in der jeweiligen Situation, beim Emitter zu bewirken. Somit würde man sich dann über all den Mist in der Zwischenmenschlichkeit, zu dem eben auch Rassismus zu gehören scheint, erheben. So weit die Theorie. Ich bin braunhaarig und habe braune Augen. Ist mir auch schon passiert, dass mich Leute gefragt haben: Woher kommen deine Eltern eigentlich? Der Vorteil hierbei: Ich zahlte für Zimmer bei Island-Hoppings im Mittelmeer nicht ganz so viel, wie meine blonden und blauäugigen Artgenossen. Verrückte Welt, oder? So gesehen ist der Prototyp "deutsch" nur im Kopf präsent und wird meist erst in der Ferne, wenn man von anderen als deutsch erachtet wird, fühlbar. Erst dort ist man ja wirklich Deutscher unter Marrokanern, Indern, Kolumbianer or whatever. Das ist der einzige Näherungswinkel, der mir haptisch wird, wenn es um Nationalität geht... |
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@ Tycho
Mhm, den deutschen Prototypen positiv zu definieren ist schwierig, aber über eine negative Abgrenzung kann man seiner dann doch noch habhaft werden: So wie ich sieht er jedenfalls nicht aus - das zeigen die Reaktionen auf mich. Ich will auch gar nicht erreichen, dass bestimmte Fragen tabuisiert werden, sondern manche erübrigen sich einfach... Das, was mich so oft störte und auch immer noch stört, habe ich hier nur verkürzt wiedergegeben, denn diese Herkunftsfragen können sich ellenlang ausdehnen und es hat Jahre gedauert bis ich selbst überhaupt so weit war, Grenzen zu ziehen. Bis dato hatte ich das Gefühl, ich müsste mich bzw. mein Aussehen rechtfertigen, weil es ja offensichtlich ist - und die Offensichtlichkeit die Frage legitimiert. Das stimmt auch nach wie vor, aber es fragt z.B. auf einer Party keiner: "Woher hast du denn so eine große Nase?" Die Wo-kommst-du-her-Frage ist dagegen gesellschaftsfähig. Wieso? Und wo kommen Guido Westerwelles Eltern eigentlich her? Es gibt auf dem Gebiet der Integrationsdebatte einen ziemlich breit getrampelten Pfad, auf den ich aufmerksam machen und von dem ich abweichen möchte. |
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äh, soll das irgendwie jetzt bedeuten, dass wenn Dir jemand sagt, dass Du untypisch für eine Deutsche ausschaust, oder dich hohlerweise als Migrantin oder Touristin or what the heck, es um Integration geht? Was willste denn machen? Wie Hannelore Kohl ausschauen, um in der Menge zu schwimmen?
Mein Kumpel ist marokkanischer Abstammung und ist froh, wenn er nicht immer als Türke wahrgenommen wird. Muss schön sein in Rabbat, ...in der Türkei. Haarig wird es, wenn er sich in eine Deutsche verliebt. Dann hat er stets Schiss, ob die Eltern mitspielen. Aber das alles hat an sich nichts mit "deutsch sein" zu tun. Das macht sich erst im Ausland selbst bemerkbar, wenn einem das Fremdbild, nationalistisch getüncht, entgegen klatscht. Schon mal bemerkt? Willkommen im Club! Vielleicht wäre Variante A des oben genannten Vorgehens zum Übergang ratsam. So hätte man dem vermeintlich arischen Nichtraucher entgegnen können: "Das muss ich mir von einem dreckigen Perser nicht sagen lassen." (Für Rassisten ziemlich übel und verwirrend...) Besser aber Variante B und das Gespräch wenn möglich lenken! Entweder es entsteht ein Gespräch oder du kannst Variante A nach legen. _ Integration, tja,..in was eigentlich. Integration heißt in erster Linie die Sprache zu beherrschen. Astrein und glasklar. Sprache ist Macht. Rassismus ist Sprache gewordene Haltung und xenophobes Gefühl. Gegen rassistische Haltungen ist man demnach als ihr Adressat quasi dazu verpflichtet, sie ins Abseits zu führen, oder besser noch, zu beeinflussen. Was sollte man sonst tun? Auf Integrationspolitik setzen? Zeig mir ein Land, eine Nation, in der es keine irgendwie geartete Form des Rassismus gibt. Und von Herkunft bei Deutschen zu sprechen ist per se schwierig, denn nur die wenigsten sind wirklich über Jahrhunderte originär auf thiutisker Scholle reproduziert worden und können das überhaupt zurück verfolgen. Am menschlichen Genom selbst, das mit den Phänotyp bestimmt, gibt es wahrlich nichts deutsches. Dafür haben sie den Thilo, diesen Grantelopa, als Akademiker zurecht zerlegt, oder? Wieso sollten wir uns also darüber aufregen, was in sich großer Unsinn ist? Vielleicht belegt man in dieser Atmossphäre deshalb Fragen, die losgelöst davon, der einfachen Neugierde geschuldet sein mögen, mit unterschwelligen Subtexten wie: Warum bist du anders? |
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@Tycho
Integration, tja,..in was eigentlich. Integration heißt in erster Linie die Sprache zu beherrschen. Astrein und glasklar. Sprache ist Macht. Da bin ich mal deiner Meinung ;-) |
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..und selbst wenn das nicht so hinhaut...ich glaube nicht, dass die Mutter meines Kumpels,..nur weil sie bröckchenweise deutsch spricht, kein inniges Verhältnis zu dem Landstrich und den Ureinwohnern hat. Das ist doch quatsch. Nur wenn es ums erwehren geht gegenüber jenen, die vorgeben, das Gegenteil sei der Fall, ist die Sprache das Mittel erster Wahl.
Für mich ist das die eigentliche Integrationsarbeit von Migranten weltweit: Sich zurechtzufinden und sich einen Platz zu erstreiten. Schade, dass niemand auf das mangelnde Konzept A eingegangen ist. Ich finde, die bloße Ablehnung von Rassismus bringt gar nichts. Frontenbildung. Vielmehr muss das Interesse sein, das Gespräch zu kippen. Statt dessen ist dies hier das Mittel der Wahl und hipp: Nun, darin besteht das Problem im Kern. Sind die eigenen Egos zu dünn, das Sprachvermögen zu gering um zu manipulieren? Manipulation kann auch lenken heißen und Mehrwert erzeugen. Wenn das erreicht wäre, dann wäre viel gewonnen. Statt Fronten eben etwas neues. Ich überzeugt: Es sind Haltungen, die sich ändern und beeinflusst werden können. Außerhalb vom Rassismus wäre die, im Artikel beschriebene Szene, in zigfacher Weise positiv aufzulösen gewesen. Ja, ich rauche eigentlich viel zu viel, wie haben Sie es denn geschafft aufzuhören? bLablabla. Gerade die Konnotation des Undeutschen ist hier quasi geradezu verpflichtend soetwas im Keim zu ersticken und zu zeigen: Ich will reden. Die ganzen Kampagnen gegen rechts nihilieren das. Die Frucht daraus ist ein Abbau von Hemmschwellen. Ich geh sogar noch einen Schritt weiter: Unsere ganze Kultur ist zur Zeit so gestrickt. Das Facettierte, das Feiern der Unterschiede geht verloren. Nuja, das ist aber dann doch off topic~ |
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@ Tycho
In der oben beschriebenen Situation im Eingangsbereich der Bahnhofshalle gab es keine Möglichkeit, ein Gespräch anzufangen. Der Mittfünfziger warf uns diesen einen Satz vor die Füße, wir waren perplex, schauten dumm aus der Wäsche und schon war er wieder weg. Dieser Mann wollte ganz sicher nicht mit uns diskutieren! Und ich denke schon, dass das Aneignen einer Sprache bzw. das Nichtaneignen eine Aussage über das Verhältnis zu den Menschen enthält, die die Sprache sprechen. Ich käme nie auf die Idee, mich auf Dauer in einem anderen Land nieder zu lassen und mir die dortige Landessprache nicht anzueignen. |
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Dieser Mann wollte ganz sicher nicht mit uns diskutieren!
...genau darin liegt vielleicht der Schlüssel, der garantiert nicht in jedes Schloss passt. Wenn er das tut, ist damit mindestens Genugtuung gewonnen und im besten Fall veränderst du ein Stück weit die Wahrnehmung, die Welt eines verbohrten, der genau das nicht will. |
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Da hast du grundsätzlich recht, hier war's nur faktisch nicht möglich, weil der Typ sofort wieder verschwunden war.
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nu denn
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Auch ich hatte damals das Gefühl mir selbst ein Attribut zu attestieren, das mir nicht zusteht.
Wenn man Menschen oft genug Lügen erzählt, glauben sie irgendwann an diese, auch wenn Sie Anfangs wissen, dass es einer Lüge ist. Das funktioniert scheinbar auch bei Fakten zur eigenen Person. Ich gebe allerdings zu, dass ich ebenfalls ein "Wo kommst Du her" Frager war, bis eine Freundin, der diese Frage auch auf den Keks ging, mich auf deren Effekt hinwies. |
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@ merdeister
Da muss ich aber mal ketzerisch nachhaken: Kommt man da denn nicht von selbst drauf, dass die Frage "Wo kommst du her" die Unterstellung nicht deutsch, sondern rechtfertigungsbedürftig anders zu sein, impliziert? |
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schrieb am
18.05.2011 um 13:24
Calvani, das ist nicht ketzerisch, das habe ich mich auch gerade gefragt.
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Naja, das ist aber auch eine Frage, wie man sowas aus der Familie / aus dem Umfeld vermittelt bekommt. Manche Sachen, die einen nicht selbst betreffen, hinterfragt man erst, wenn man mit der Nase drauf gestoßen wird. Und viele tun es leider selbst dann nicht und suhlen sich in ihrer Ignoranz...
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Da muss ich dann mal ganz ketzerisch Gegenfragen, wieso ich mich anders verhalten sollte, als jeder andere Mensch auch?
Ich beziehe mich in erster Linie auf Erfahrungen die ich gemacht habe und die waren, dass die meisten Menschen, die aussehen, als kämen sie von "woanders" eben auch von woanders kommen. Und an der Stelle witter(t)e ich eben spannenden Geschichten, di wollte ich halt hören. Dass man mir so eine direkte Frage als mangelndes Feingefühl empfinden könnte, gar als Unterstellung, darauf bin ich nicht gekommen. Auch das liegt an den Erfahrungen, die ich gemacht habe und die resultieren aus der Tatsache, dass ich an einem Ort aufgewachsen bin, wo jeder (!) weiß wo ich herkomme. Und sonst sehe ich halt so aus, als wäre es nicht der Frage wert. Für mich war die Frage so gemeint, wie am ersten Tag in der Uni: Und, wo kommst Du her? Nun stelle ich mal in den Raum, das es vielen Menschen, die äußere Merkmale haben, die sie aus der Norm fallen lassen ähnlich geht. |
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@Calvani
Da muss ich aber mal ketzerisch nachhaken: Kommt man da denn nicht von selbst drauf, dass die Frage "Wo kommst du her" die Unterstellung nicht deutsch, sondern rechtfertigungsbedürftig anders zu sein, impliziert? Wie so oft macht auch hier der Ton die Musik. Siehe mein Beispiel weiter oben mit dem Berber im ICE. Ciao Wolfram |
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@merdeister
"Nun stelle ich mal in den Raum, das es vielen Menschen, die äußere Merkmale haben, die sie aus der Norm fallen lassen ähnlich geht." Die Frage "Wo kommst du her?" wird allerdings nur Leuten gestellt, die zumindest vermeintlich andere ethnische Wurzeln haben und das bewegt sich dann ganz schnell auf eine Ebene von (zumeist unbewußtem) Rassismus. Wenn jemand mit 20 graue Haare hat oder einen Megazinken im Gesicht, aber ansonsten ethnisch "deutsch" (whatever that is) aussieht, wird er maximal blöd angeguckt. Das nervt wahrscheinlich auch tierisch, aber ist dann doch was anderes. |
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schrieb am
18.05.2011 um 20:03
"dass ich an einem Ort aufgewachsen bin, wo jeder (!) weiß wo ich herkomme"
Aber wir reden von etwas ganz anderem, da ist in der Tat Feingefühl gefragt. Wie belastend muss es denn für jemanden sein, wenn er aufgrund seines Aussehens in Schubladen geworfen oder diskriminiert wird. Nicht etwa, weil der dummes Zeug redet oder sich aggressiv verhält, sondern nur weil er "nur" dunklere Haare hat oder was weiß ich. Darum geht es. Warum sollten Sie sich anders verhalten als die anderen fragen Sie? Ja, eben, warum denn mal nachdenken und reflektieren, läuft doch so prima, nur nicht für die die diskriminiert werden. |
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lisaschwert schrieb am 18.05.2011 um 20:03 "dass ich an einem Ort aufgewachsen bin, wo jeder (!) weiß wo ich herkomme" Aber wir reden von etwas ganz anderem, da ist in der Tat Feingefühl gefragt. Wie belastend muss es denn für jemanden sein, wenn er aufgrund seines Aussehens in Schubladen geworfen oder diskriminiert wird. Nicht etwa, weil der dummes Zeug redet oder sich aggressiv verhält, sondern nur weil er "nur" dunklere Haare hat oder was weiß ich. Darum geht es. Warum sollten Sie sich anders verhalten als die anderen fragen Sie? Ja, eben, warum denn mal nachdenken und reflektieren, läuft doch so prima, nur nicht für die die diskriminiert werden. Manchen fehlt auch das Feingefühl, andere Anschauungen zu akzeptieren und werden ganz aggressiv, wenn sich jemand als Feminist outet. Die Feministen denken halt anders, aber ist das ein Grund, sie zu diskriminieren? |
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merdeister schrieb am 18.05.2011 um 16:59 Ich beziehe mich in erster Linie auf Erfahrungen die ich gemacht habe und die waren, dass die meisten Menschen, die aussehen, als kämen sie von "woanders" eben auch von woanders kommen. Und an der Stelle witter(t)e ich eben spannenden Geschichten, di wollte ich halt hören. So geht es mir auch! Ich will Geschichten hören! Was soll ich mit dem durchschnittlichen deutschen Gartenzwerg, der ist im besten Falle nur langweilig. Merdeister, du hast wieder einen Antihomöopathiebeitrag gut ;-) |
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@ thinktankgirl
Dieser indirekte Disput, der Ihnen so liegt, ist nicht wirklich meine Sache...man kann seine Zeit besser nutzen als für Pseudoaustausch, aber für Sie übe ich mich gerne in Adaption: Manchen fehlt auch das Feingefühl andere Anschauungen zu akzeptieren und werden ganz aggressiv, wenn sich jemand auch noch für andere Themen als Feminismus interessiert. Ich will übrigens keine Geschichten über die rassische - pardon - genetische Abstammung eines Menschen hören. Aber ich bin ja auch nicht so richtig deutsch... |
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Calvani schrieb am 18.05.2011 um 22:44 @ thinktankgirl Dieser indirekte Disput, der Ihnen so liegt, ist nicht wirklich meine Sache...man kann seine Zeit besser nutzen als für Pseudoaustausch, aber für Sie übe ich mich gerne in Adaption: Manchen fehlt auch das Feingefühl andere Anschauungen zu akzeptieren und werden ganz aggressiv, wenn sich jemand auch noch für andere Themen als Feminismus interessiert. Es geht nicht darum, ob sich jemand für andere Themen als den Feminismus interessiert - das ist mir scheissegal, wie es mir scheissegal ist, wenn er abgelehnt wird -, es geht darum, daß du in den Feminismus-Threads Menschen und Ansichten abwertenderweise in Schubladen gepackt hast. Ob du nun wegen deines Aussehens oder wegen deiner Ansichten auf Vorurteile triffst, macht keinen Unterschied. Das war die Botschaft meines indirekten Disputes. |
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Calvani schrieb am 18.05.2011 um 22:44 @ thinktankgirl Dieser indirekte Disput, der Ihnen so liegt, ist nicht wirklich meine Sache...man kann seine Zeit besser nutzen als für Pseudoaustausch, aber für Sie übe ich mich gerne in Adaption: Manchen fehlt auch das Feingefühl andere Anschauungen zu akzeptieren und werden ganz aggressiv, wenn sich jemand auch noch für andere Themen als Feminismus interessiert. Es geht nicht darum, ob sich jemand für andere Themen als den Feminismus interessiert - das ist mir scheissegal, wie es mir scheissegal ist, wenn er abgelehnt wird -, es geht darum, daß du in den Feminismus-Threads Menschen und Ansichten abwertenderweise in Schubladen gepackt hast. Ob du nun wegen deines Aussehens oder wegen deiner Ansichten auf Vorurteile triffst, macht keinen Unterschied. Das war die Botschaft meines indirekten Disputes. |
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@ thinktankgirl
Ach so! Aber dann genetische Schubladengeschichten -pardon - Abstammungsgeschichten von mir hören wollen, verstehe! |
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Nachtrag:
Wegen meines Aussehens nach meiner Herkunft gefragt zu werden, passiert mir quasi jeden zweiten Tag. Ich halte es schlichtweg für menschliche Neugierde. |
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@ thintankgirl
Neugierde? Nochmal: Mein Vater emigrierte vor über dreißig Jahren nach Deutschland, er hat mir keine kulturellen Inhalte seines Geburtslandes vermittelt, er nahm die deutsche Staatsangehörigkeit an. Worauf sind Sie denn da neugierig? Auf die Rasse? Die Gene und das Blut? |
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Calvani schrieb am 18.05.2011 um 23:30 @ thintankgirl Neugierde? Nochmal: Mein Vater emigrierte vor über dreißig Jahren nach Deutschland, er hat mir keine kulturellen Inhalte seines Geburtslandes vermittelt, er nahm die deutsche Staatsangehörigkeit an. Worauf sind Sie denn da neugierig? Auf die Rasse? Die Gene und das Blut? Rasse, Gene, Blut? Ich sehe, deine Geschichte bietet nichts, das mich interessieren könnte. |
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@ thinktankgirl
Genau das ist der Punkt! "Ich will Geschichten hören! Was soll ich mit dem durchschnittlichen deutschen Gartenzwerg, der ist im besten Falle nur langweilig." Ich bin ein durchschittlicher deutscher Gartenzwerg TROTZ meines Aussehens! |
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@ thinktankgirl
...und Sie wollen mir erzählen, ich hätte Vorurteile! |
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hmmmm, also wenn ich Dich auf einer Party fragen würde, ob deine Großmutter aus Algerien stammen täte, wäre sofort etwas rassistisches daran? Alle Achtung!
Naja gut, das ist okay, wenn man solche Fragen nach Familiengeschichte nicht mag...allerdings finde ich so etwas spannend zu hören, denn daran ist eher etwas positives festgemacht, als das es Kennzeichen für äh,..was eigentlich,...undeutsches ist? Das ist doch Schwachsinn...? raff' ich nich', sorry~ |
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Das einem so eine Frage auf dauer auf den Keks geht kann ich schon verstehen, aber aus ihr, wie einige es hier tun, einen latenten Rassismus abzuleiten halte ich für etwas weit hergeholt...
Ich frag auch schon mal Leute wo sie herkommen, auch Deutsche, wenn die n Akzent haben oder n leichten Dialekt sprechen... das ist aber mehr Interesse als irgend etwas anderes, denn würde ich mich nicht für sie interessieren wäre es mir ziemlich egal aus welchem Loch sie gekrochen kamen... Vielleicht deutet das gehäufte Auftauchen der "W-Frage" auf Partys eher auf ein Kommunikatives Defizit hin... KCH Halt ich zumindest für wahrscheinlicher als die Rassismusthese... |
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@ Tycho & Kurt
Nein, die W-Frage ist nicht per se rassistisch. Ich erzähle hier meine Geschichte, die - so hoffe ich - verständlich macht, wie und warum die W-Frage bei mir so negativ ankommt. Das Knöpfchen ist einfach wund gedrückt! Mein Vater emigrierte vor über 30 Jahren, er ist schon lange tot und hat mir nichts von der Kultur seines Geburtslandes vermittelt. Wenn mich persönlich jemand fragt, wo ich herkomme, was soll ich denn dann antworten? Ich bin nirgendwo hergekommen, sondern hier geboren. Ich finde Akzente z.B. sehr interessant und frage auch schon mal "Was ist denn deine Muttersprache?". Mit einer italienischen Freundin, die auch einen sehr schönen italienischen Akzent hatte, habe ich mich über dieses Thema mal unterhalten und sie meinte, sie wäre froh, wenn sie jemand auf ihre Heimat anspräche, weil sie Italien liebe und gerne davon erzähle. Ich dagegen sehe mich als Deutsche. Deutschland ist meine Heimat...worüber soll ich erzählen? Es geht mir darum: Deutschland ist ein Einwanderungsland und es wäre schön, wenn die Einwanderer und deren Abkömmlinge wie ich irgendwann in ihrer Heimat Deutschland dazu gehören können ohne weiterhin als Einwanderer betrachtet zu werden. |
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@Calvani
mit dem Rassismus meinte ich auch nicht sie... war nur weiter oben aufgeworfen worden... "Wenn mich persönlich jemand fragt, wo ich herkomme, was soll ich denn dann antworten?" Köln klingt nach einer passenden Antwort... Vielleicht sind es auch so positive Entgegnungen wie von ihrer italienischen Freundin die die "W-Frage" immer wieder aufkommen lassen... KCH kann ja keiner riechen das ihre Knöppe wundgedrückt sind... ;) |
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@Calvani
ahne es. Spare mir aber jetzt die Schlußfolgerung, weil das nach Besserwissen und Küchenphilosophie klingen muss. |
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@ Tycho
Na, raus damit! Was für eine Schlussfolgerung? |
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@Calvani
Danach machen Sie mich nur fertig...ich seh das schon kommen. Wäre auch echt unverschämt, wenn ich Ihnen das so offen im Blog hin klatschen würde, was offentsichtlich persönlicher Natur sein muss. Dann lieber Tycho = feige und gemein. tja, nobel geht die Welt zugrunde. |
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Calvani schrieb am 19.05.2011 um 13:13 @ Tycho & Kurt Nein, die W-Frage ist nicht per se rassistisch. Ich erzähle hier meine Geschichte, die - so hoffe ich - verständlich macht, wie und warum die W-Frage bei mir so negativ ankommt. Calvani schrieb am 18.05.2011 um 23:30 @ thintankgirl Neugierde? [...] Worauf sind Sie denn da neugierig? Auf die Rasse? Die Gene und das Blut? Die W-Frage sei nicht per se rassistisch, aber meiner Neugierde nach Lebensgeschichten unterstellst du ein Interesse nach Rasse, Gene und Blut. Was für ein konfuser Stuss! Und überhaupt, dürfen wir jetzt erfahren, ist es eigentlich nur deine persönliche Abneigung gegen die W-Frage, die von anderen auch positiv aufgenommen werden kann. |
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@ thintankgirl
"Mit einer italienischen Freundin, die auch einen sehr schönen italienischen Akzent hatte (...)" Ich habe keinen Akzent, denn nochmal: Deutsch ist meine Muttersprache, steht auch in meinem Blogbeitrag. Dass Sie dennoch denken, Menschen wie ich mit einem bestimmten Aussehen, hätten interessante Abstammungsgeschichten auf Lager, das zeigt Ihre Vorurteile - pardon - Ihren Stuss. |
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Calvani schrieb am 19.05.2011 um 16:13 @ thintankgirl "Mit einer italienischen Freundin, die auch einen sehr schönen italienischen Akzent hatte (...)" Ich habe keinen Akzent, denn nochmal: Deutsch ist meine Muttersprache, steht auch in meinem Blogbeitrag. Dass Sie dennoch denken, Menschen wie ich mit einem bestimmten Aussehen, hätten interessante Abstammungsgeschichten auf Lager, das zeigt Ihre Vorurteile - pardon - Ihren Stuss. Meine Beste, ich sprach von Geschichten, nicht von Abstammunggeschichten, Blut, Rasse und Gene. Diese Begriffe hast du ins Spiel gebracht. Immer wieder aufschlussreich, welcher Art die Projektionen sind. |
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@ thinktankgirl
Ich bin Deutsche! Kulturell und offiziell. Deutschland ist ein Einwanderungsland, das heißt, Menschen wandern ein - und werden Deutsche wie mein Vater. Wer mich so wie Sie dennoch ständig fragen will, wo ich herkomme, den interessiert meine Rasse. Aus der Nummer kommen Sie nicht mehr raus, Schätzchen! |
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Calvani schrieb am 19.05.2011 um 17:53 @ thinktankgirl Ich bin Deutsche! Kulturell und offiziell. Deutschland ist ein Einwanderungsland, das heißt, Menschen wandern ein - und werden Deutsche wie mein Vater. Wer mich so wie Sie dennoch ständig fragen will, wo ich herkomme, den interessiert meine Rasse. Aus der Nummer kommen Sie nicht mehr raus, Schätzchen! Nee, mich interessiert nicht deine "Rasse", noch die von anderen. Mich interessieren Kulturen, Sozialisationen, Lebenswege. Ich komme ohne die Kategorie "Rasse" aus, du wohl nicht, da du sie ständig anführst. Für mich gibt es keine Rassen, das ist eine Konstruktion des 19. Jahrhunderts, die bestimmte geistige Eigenschaften mit bestimmten körperlichen assozierten. Genausowenig halte ich "Deutschsein" - was soll das denn überhaupt sein - für eine Auszeichnung. Ist halt eine Staatsangehörigkeit wie viele andere auch. |
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Das ist so formuliert, großer Unsinn. Es tut mir leid es Ihnen jetzt doch feucht auf's Auge drücken zu müssen. Das, was Sie als Rassismus verstehen, kann unter Umständen etwas ganz anderes sein, nämlich Neugierde und Offenheit. Das hat auch mittlerweile nix mehr mit der Rauchsituation und der Konnotation des fremden, ausländischen und dem dumpfen, allgegenwärtigen Rassismus zu tun.
Ich finde, Sie haben ein wie auch immer geartetes Problem mit der Herkunft ihres Vaters oder den Umständen darüber, weshalb Ihnen so wenig verbindlich mit dessen Herkunft einhergeht. Identität wird durch Familie mitgestiftet und das ist für Sie in der Konstellation eine Wunde, die mit einer an sich harmlosen Fragen aufgerissen wird. Rassismus ist Intention, meine Liebe. Als Rassist nichte ich ihre gesamte Existenz als minderwertig und mir in allen Belangen unterlegen. Das wollen wir Zwei hier mal nicht vergessen, bevor Sie es sich selbst antun, mit Rassismus etwas zu verwechseln, was niemals die Anforderung eines Rassisten erfüllen kann. Es gehört ebenso zu den Qualitäten des Menschen, sich in Fehleinschätzungen innerhalb von Diskurs nicht der Einbildung aus einem Narziss heraus hinzugeben. Insoweit sollten Sie an dieser Stelle wirklich einmal die Ruhe finde, um zu überdenken, was eigentlich gefährlicher ist: Die Annahme der heimtückischsten Intention ihres Gegenübers durch sie selbst, oder eine Frage, die allerhöchsten ohne Takt und Feingefühl erfolgte. Mich erbost das langsam, weil ich mir schon einige Male inhaltlich die Fingerchen wund schrieb und von Ihnen nur eine Referenz zu Augstein und Blome, sowie ein bezugsloser Kommentar auf meine Ausführungen kam. Worum geht es Ihnen eigentlich? Wollen Sie mir weismachen, es sei unangenehm, aus der Menge zu stechen oder mit "nicht stereotypsich" deutsch konnotiert zu werden,..oder geht es Ihnen um Rassismus? Echten faschistischen Rassismus? Ist wohl eine andere Liga, ...das werden Sie wohl auch zugeben müssen,..ganz unabhängig von Ihren persönlichen Befindlichkeiten und ihrer Familiengeschichte. Fakt ist: Sie haben einen Vater, der eingewandert ist und irgendwo anders auf diesem Planeten geboren. Egal ob Sie ihren Vater mögen oder nicht mögen: Er bestimmte mit ihr Genom und man sieht es Ihnen ???? irgendwie an. Ja wo denn eigentlich? Wenn Sie sich dann peinlich berührt fühlen, weil man sich im FUCKING SMALL TALK für Besonderheiten ihres Erscheinungsbildes interessiert, ist das nicht nur Ihre Angelegenheit, sondern auch noch irgendwie restringiert. Egal, ~ können Sie ja dran arbeiten...bis so so richtig stereotyp rüberkommen mit blond färben, dvu sticker or whatever keine Ahnung~ echt sinnloser diskurs hier am off~ |
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Tycho schrieb am 19.05.2011 um 18:24
ging an Calvani schrieb am 19.05.2011 um 17:53 |
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@ merdeister
An dieser Stelle wird es allerhöchste Zeit, mich bei dir, merdeister, für deinen Kommentar zu bedanken, denn offenbar kannst du erstens etwas verstehen, was Tycho, thinktankgirl und einige andere nicht verstehen, und du kannst aus Rücksicht auf andere zweitens dein Verhalten ändern, denn du hast geschrieben: "Ich gebe allerdings zu, dass ich ebenfalls ein "Wo kommst Du her" Frager war, bis eine Freundin, der diese Frage auch auf den Keks ging, mich auf deren Effekt hinwies." Den Effekt, den deine Freundin bei dir ausgelöst hat, merdeister, den wünsche ich mir für Tycho, thinktankgirl und einige andere. Danke, dass du hier davon erzählt hast! |
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Calvani schrieb am 19.05.2011 um 18:59 @ merdeister An dieser Stelle wird es allerhöchste Zeit, mich bei dir, merdeister, für deinen Kommentar zu bedanken, denn offenbar kannst du erstens etwas verstehen, was Tycho, thinktankgirl und einige andere nicht verstehen, und du kannst aus Rücksicht auf andere zweitens dein Verhalten ändern, denn du hast geschrieben: "Ich gebe allerdings zu, dass ich ebenfalls ein "Wo kommst Du her" Frager war, bis eine Freundin, der diese Frage auch auf den Keks ging, mich auf deren Effekt hinwies." Den Effekt, den deine Freundin bei dir ausgelöst hat, merdeister, den wünsche ich mir für Tycho, thinktankgirl und einige andere. Danke, dass du hier davon erzählt hast! Nachdem die Rassimusschiene nicht zieht, wird die Ansülzung von merdeister zum tragenden Argument gegen die W-Frage. |
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@ thinktankgirl
Wenn es Ihnen so schwer fällt zu verstehen, was den unangenehmen Charakter der W-Frage ausmacht, dann könnten Sie ja mal darüber nachdenken, ob in Zukunft die Befriedigung Ihrer Neugier so viel wichtiger ist als der Respekt oder die Rücksicht auf die Gefühle derer, die Sie mit ihren Abstammungsgeschichten bespaßen sollen. Wenn dem so wäre, dann hätte diese ganze Sache hier ein klein wenig dazu beigetragen, dass die Welt ein schönerer Platz zum Leben wird... |
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Jetzt seit Ihr mir mit der Diskussion ein wenig weggelaufen, ich versuche Euch mal einzuholen.
Popkontext schrieb am 18.05.2011 um 19:51 unbewußtem Rassismus. Ich bin mir nicht sicher, ob das möglich ist. Vorurteile kann man sicher unbewusst aufbauen und jeder (!) trägt sie in sich. Diese Vorurteile ganz bewusst nicht zu hinterfragen ist für mich ein Schritt in Richtung Rassismus. Meine Vorurteile sind mir wichtig. Sie helfen mir, mich in der Welt zurecht zu finden. Letztlich sind es Muster die die Welt vereinfachen und uns Handlungsfähig machen. In diesem Sinne ist eine optische Täuschung auf ein Vorurteil. Wichtig ist, um mich zu wiederholen, spätestens wenn man darauf aufmerksam gemacht wird, seine Sicht anzupassen. lisaschwert schrieb am 18.05.2011 um 20:03 Darum geht es. Darum geht es für Dich. Warum sollten Sie sich anders verhalten als die anderen fragen Sie? Ja, eben, warum denn mal nachdenken und reflektieren, läuft doch so prima, nur nicht für die die diskriminiert werden. Ich habe oben versucht zu erklären, warum ich mich nicht anders verhalte als andere Menschen. Calvani schrieb am 19.05.2011 um 13:13 Ich erzähle hier meine Geschichte, die - so hoffe ich - verständlich macht, wie und warum die W-Frage bei mir so negativ ankommt. Für mich ist das der Schlüssel zu diesem Beitrag. Es geht um Dein Empfinden. Und im Moment erscheint es mir, als hättest Du prinzipiell Vorurteile gegen Menschen, die danach Fragen, woher Du kommst. Es sind, wenn ich Dich richtig verstanden habe Rassisten. Ich stelle die Frage aber nicht nicht mehr, um kein Rassist zu sein, sondern um nicht unhöflich zu sein. Dazu schrieb Tycho am 19.05.2011 um 18:24 Die Annahme der heimtückischsten Intention ihres Gegenübers durch sie selbst, oder eine Frage, die allerhöchsten ohne Takt und Feingefühl erfolgte. Da ist was dran, finde ich. Ich finde Akzente z.B. sehr interessant und frage auch schon mal "Was ist denn deine Muttersprache?". Wie die Leute mit Akzent darüber wohl denken. Calvani schrieb am 19.05.2011 um 17:53 Wer mich so wie Sie dennoch ständig fragen will, wo ich herkomme, den interessiert meine Rasse. Ich kann mich da, und das kommt auch nicht alle Tage vor ;-), ttg nur anschließen. Einigen (!) mag das so gehen, vielen aber eher nicht. Calvani schrieb am 19.05.2011 um 18:59 Insofern weiß ich nicht, ob mir Dein Dank wirklich zusteht, gefreut hat er mich aber schon. |
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@merdeister
Calvani schrieb am 19.05.2011 um 17:53 "Wer mich so wie Sie dennoch ständig fragen will, wo ich herkomme, den interessiert meine Rasse." Ich kann mich da, und das kommt auch nicht alle Tage vor ;-), ttg nur anschließen. Einigen (!) mag das so gehen, vielen aber eher nicht. Meine einzige, schwerwiegende Dissonanz mit Dir ist dein Verhältnis zur Homöopathie ;-) |
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@ merdeister
Du konnotierst Vorurteile mit Erfahrungen. Das kann man. Allerdings verlieren dunkle Locken, Mandelaugen und dunkle Haut durch Zuwanderung, Integration oder sogar Assimilation immer mehr an Aussagekraft im Hinblick auf Erfahrungen, oder? Darum geht es. Was so unangenehm an der W-Frage ist, ist insbesondere die Häufigkeit und der Zeitpunkt. Beides ist gesellschaftsfähig und wird hauptsächlich mit Interesse begründet. Nun, mich interessieren auch manche Antworten, aber die entsprechenden Fragen stelle ich nicht vor oder nach "Wie heißt du?", das gilt auch für die Frage nach der Muttersprache. Du hast das doch auch eingesehen und umgesetzt. Ich möchte daher weiterhin mit dir als Paradebeispiel hausieren gehen, es sei denn, du hast etwas dagegen. Hast du? |
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Ich lerne daraus, dass ich bei nächsten Mal auf einer Party auf die nächste Frau mit mediterranen Zügen zu stürme und frage:
"Sag mal, hast Du eigentlich eine Ahnung, wo ich herkomme?" |
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@ Tycho
Das würde mich sehr für dich einnehmen...zeigt Humor, Takt UND Interesse. |
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@calvani
Als Paradebeispiel für gelungene Integration? Dann gerne ;-p @tycho "Direkt von der Bar?" |
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@ merdeister
Als Paradebeispiel für Empathie und Verhaltensänderung...oder ist hier die körperliche Integration gemeint? So Mann in Frau? |
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oder ist hier die körperliche Integration gemeint?
Ich weiß doch noch nicht mal, wo Du herkommst!!! |
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nein da stimmt die Reihenfolge nicht. Erst zur Frau, dann mit der Frau zur Bar und dort Drink ausgeben lassen. (Moderne Zeiten)
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...und dann integrieren. Ein Abend nach dem Geschmack des Innenministers.
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och malen nach zahlen wär auch schon schön.
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@ merdeister
"Ich weiß doch noch nicht mal, wo Du herkommst!!!" Jetzt halt' dich fest: Aus dem Kreis Aachen komme ich - und zwar GEBÜRTIG! |
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Da hast du was falsch verstanden. Deutsch sein ist keine Nationalzugehörigkeit oder gar Rassendefinition. Zumindest nicht für Ausländer.
"Deutsch" ist eine Medaille die man umgehängt bekommt wenn man sich als Ausländer artig verhält. Insbesondere bezogen auf die südländischen Einwanderer. Dann heißt es (vorrausgesetzt du kannst Deutsch, bist evtl. akademisch gebildet und kultiviert): "Nein, du bist nicht ****, du bist schon richtig Deutsch!". Den Zuwanderern aus Nordamerika fühlt man sich moralisch, denen aus Nordeuropa größentechnisch überlegen. Denen aus Westeuropa wenigstens bzgl. Fußball. In Deutschland grassiert seit Jahren eine falsche Bescheidenheit was die Selbstwahrnehmung anbetrifft. ;) |
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@ Hansi Mustermann
Ne, Deutsch zu können, akademisch gebildet und kultiviert zu sein, reicht leider nicht. Reicht bei mir nicht und reicht auch nicht bei Rösler. Man muss deutsch AUSSEHEN! Nur was die Kriterien dafür sind, das weiß ich noch immer nicht so genau... |
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schrieb am
18.05.2011 um 13:11
Die Medaille "Deutsch" wird dir angelegt und abgenommen so wie es grad passt, qualifizieren für das "Deutsch-Sein" tut sie dich freilich nicht.
Sie wird dir von Deutschen angelegt um dich an ihrem Glanz Teilhaben zu lassen! |
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Naja, das sehe ich ein wenig anders.
Rösler ist doch "deutscher" als die Polizei erlaubt. Das Problem an Rösler ist eher seine Leidenschaftlichkeit, sein überstrotzendes Charisma. Innerparteilich toppt das nur Frau Hamburger. Was die Medaille angeht. Verstehe ich überhaupt nicht, da es doch das eigene Leben nicht ernsthaft bestimmen kann, dass man Attribute zugewiesen bekommt. Das Fremdbild ist abhängig vom Kontext. Das Eigenbild,...naja, man sollte schon wissen, wer man ist. Da braucht es wirklich keine Medaillen. Und was bitte ist die Teilhabe am Glanz? Welcher Glanz denn? Geht es um das vage Gefühl, dazu zu gehören...? |
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@ Tycho
Der Anlass für diesen Blogbeitrag war ein Gespräch im Anschluss an die aktuelle Folge von Augstein&Blome hier im Forum. A&B haben darin die Asia-Woche ausgerufen, weil man Rösler ansieht, dass er nicht aus Bayern kommt. Ich habe nichts gegen Witze über Asiaten, Migranten oder Frauen. Nur: Was ist an Rösler asiatisch? Sein Aussehen. Und woher kommt das? Von den Genen, also der Rasse... |
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Ja und? Ein der Herkunft nach europäischer Spitzenpolitiker in Beijing wäre wohlmöglich als kaukasisch gelabelt worden. Dann ist die Frage also, ob solcher Humor verletzen kann? Ja.
Doch asiatischer Phänotyp ist keine Behinderung. Und selbst Behinderte, bei denen man die Geschmacksgrenze debilen Humors verorten würde, belustigen mich persönlich bisweilen. Gewissenfrei kann ich über die Bewegungen eines Spastikers situationsbedingt nur dann lachen, wenn ich sein Dasein weder verachte noch bemitleide. Meinen Sie, August und Blome verachten Rösler aufgrund seines asiatischen Aussehens? Oder vielleicht doch eher aus anderen Gründen und bedienen sich dabei an der Grenze zum ungeschmacklichen Humors? Witz auf Kosten dritter ist so eine Sache...hmm.. ...wäre vermutlich echt mies, wenn ich fragen würde, ob Sie bauchtanzen können? ..mich als Kartoffel hielten die Leute in einem marokkanischen Dorf gleich für einen Ingenieur und ich musste in der Scheiss Gluthitze hundert Meter frisch verlegte Kanalisationsrohre begutachten. Hab es den Schiiten dann aber gegeben, in dem ich zum Schluss mit Kreuz Geste abgesegnet habe, woraufhin es verdutzte und ärgerliche Gesichter gab. |
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Ja und? Ein der Herkunft nach europäischer Spitzenpolitiker in Beijing wäre wohlmöglich als kaukasisch gelabelt worden. Dann ist die Frage also, ob solcher Humor verletzen kann? Ja.
Doch asiatischer Phänotyp ist keine Behinderung. Und selbst Behinderte, bei denen man die Geschmacksgrenze debilen Humors verorten würde, belustigen mich persönlich bisweilen. Gewissenfrei kann ich über die Bewegungen eines Spastikers situationsbedingt nur dann lachen, wenn ich sein Dasein weder verachte noch bemitleide. Meinen Sie, August und Blome verachten Rösler aufgrund seines asiatischen Aussehens? Oder vielleicht doch eher aus anderen Gründen und bedienen sich dabei an der Grenze zum ungeschmacklichen Humors? Witz auf Kosten dritter ist so eine Sache...hmm.. ...wäre vermutlich echt mies, wenn ich fragen würde, ob Sie bauchtanzen können? ..mich als Kartoffel hielten die Leute in einem marokkanischen Dorf gleich für einen Ingenieur und ich musste in der Scheiss Gluthitze hundert Meter frisch verlegte Kanalisationsrohre begutachten. Hab es den Schiiten dann aber gegeben, in dem ich zum Schluss mit Kreuz Geste abgesegnet habe, woraufhin es verdutzte und ärgerliche Gesichter gab. wechseln sie es, Calvani. Belegen Sie es positiv für sich selbst. Xenophobie allein macht noch keinen Rassismus. |
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@ Tycho
Ich finde es verwerflich vom Aussehen auf die ganze Person, ihre kulturelle Identität oder Staatsangehörigkeit zu schließen, darum geht es. Ich versuche es mal so: Wie hat es Obama eigentlich geschafft Präsident der Vereinigten Staaten zu werden? Das können doch nur US Amerikaner. So...wie der...äh... AUSSIEHT...ist er...doch...Ugah-Ugah-Afrikaner, oder? |
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???
Ist Calvani ein Fake Account? *stirnrunzel* sauber...ganzen Tag Zeit verplempert~ |
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Tycho schrieb am 19.05.2011 um 18:37 ??? Ist Calvani ein Fake Account? *stirnrunzel* Das habe ich mich schon bei ihrem ersten Blog gefragt ;-) |
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gibts das überhaupt...self racism? Vielleicht Betty Mahmoudi's Tochter?
*schüttel* ich geb's auf~ |
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@Tycho
dieses ewige im Kreisdrehen und dann nochmal von vorn, erinnerte mich an die Quadratur des Dreiecks oder so. Nicht aufgeben. Denken lohnt sich. Gruß SQ |
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Das ist ja hier nicht nur Aporie, vielmehr fühle ich mich nach dem Obama ugah-ugah Beitrag schlichtweg verarscht.
ich müh' mich ja mitm denken, SuzieQ, ich müh' mich ja, aber ich komme nicht mit. Bin ja oft auch in der Position als Mediterranäer eingeschätzt zu werden. Darin erkenne ich aber keinen Rassismus. pff...Schubladendenke? Und wieso sollte dieses Grundbedürfnis nach Distinktion in Abwesenheit eine bessere Welt erschaffen? Man kann ja Haut/Augen/Haarfarbe, Physiognomie beliebig gegen andere Objekte von Unterscheidung austauschen...puh, keine Ahnung, wie man von dem AsiaWochenPesudowitz über die dumpe DomplattenFaschoAnmache auf Rassismus im grundlegenden Miteinander kommt..puh! |
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@ Tycho
Also, mir geht's um die dauernde Betonung meiner für manche Menschen optischen Andersartigkeit. Alien59 hat dafür ein schönes Beispiel gebracht. Niemand geht auf jemanden mit einer großen Nase im Bus zu und fragt: "Woher haben Sie diese große Nase?". Mich fragt man so oft vor oder nach "Wie heißt du?" oder in der U-Bahn oder beim Einkaufen: "Wo kommst du her?". Wieso? |
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was grundlegend positives für Befindlichkeiten:
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Liebe Calvani,
total süß, wie du dich so künstlich über deine sehr wahrscheinlich frei erfundene Geschichte aufregst. Und diese hübschen Krokodilstränen <3 Sind dir auf der Domplatte eigentlich auch die antisemitischen Plakate an der "Klagemauer" aufgefallen oder hatte Walter Herrmann gerade Mittagspause? Aber du hast schon Recht. Käme nicht gut an in der F.C., diese Bilder, die auf uralte Ritualmord-Klischees etc. anspielen, zu kritisieren. Stattdessen regen wir uns lieber künstlich darüber auf, dass uns andere Leute ernstnehmen und nach unserer Herkunft fragen, nicht wahr? Das ist zwar verlogen bis zum Anschlag, kommt aber immer gut an. |
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@ Arbeitstag
Ja, noch schlimmer geht's immer - besser aber auch! |
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Ich hoffe der Arbeitstag ist bald vorbei und keiner bekommt Zugluft...
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@Arbeitstag
Hier zieht es - irgendwie. Richtige Zugluft ist das. |
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schrieb am
18.05.2011 um 12:51
Ich verstehe eure Anspielungen leider nicht. Wieso Zugluft?
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Der Wiedehopf beginnt seinen Arbeitstag in der Zugluft.
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Hab ich wohl schon mal geschrieben, mir gefällt Dein Ton außerordentlich. So zartbitter-sarkastisch!? Fruchtig-ironisch?! :))
Weiter so!! Tja, und die Blonden bzw. das Blonde... Wie wir inzwischen wissen, ist das ja nur eine zuendegehende mutations-genetische Episode in der Menschheitsgeschichte gewesen. |
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schrieb am
18.05.2011 um 12:53
Lieber goedzak,
kann dich gut verstehen. Ich stehe auch mehr auf rassige schwarzhaarige Schönheiten mit Mandelaugen. Da möchte mann doch gleich mal ... |
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schrieb am
18.05.2011 um 12:53
Lieber goedzak,
kann dich gut verstehen. Ich stehe auch mehr auf rassige schwarzhaarige Schönheiten mit Mandelaugen. Da möchte mann doch gleich mal ... |
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Hat da eben jemand was gesagt? Puh, jetzt hör ich schon Stimmen...
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@ goedzak
Danke für das schöne Kompliment! Hast du die Stimmen etwa auch gehört? Und ich dachte, das läge an meinen Pillen.... |
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Ihr müsst auch die blauen Pillen nehmen oder die rosanen, die sind auch gut. Aber auf keinen Fall die brauen. Finger weg von den braunen.
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Ich nehme immer alle durcheinander. Das gibt dann regelmäßig einen knalligen visuellen Flashmob mit voll fettem Return-on-Investment.
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Ich dagegen liebe Rosa - und Rosa liebt auch mich!
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Also ich glaube ja, dass Du wesentliche Problem überhaupt nicht siehst!
Und zwar: Nicht-Raucher! Wie soll man ein Gespräch beginnen, wenn Du nun mal gerade nicht gerade im Rauch-Verbot stehst und nicht rauchst! Sondern in irgend einer Küche! Wo soll denn dann der Anknüpfungspunkt herkommen? Und dann ist es natürlich überaus beklagenswert, dass ich nicht aus eigener Anschauung den Kommentar kommentieren kann! |
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@ Chali
Ja, kann schon sein, dass die W-Frage einfach als Anknüpfungspunkt gesehen wird. Aber wie gesagt, die Frage konnte ich irgendwann nicht mehr hören...vielleicht gibt's ja noch was anderes, womit man ein Gesprächsinteresse bekunden kann? |
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Alles ist so geschehen.
Ich glaube mittlerweile fast alles. |
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Liebe Calvani, du wirst doch nicht FDP-Vorsitzende, denn die, das habe ich nun schwarz auf weiß durch N24, gelten alle als unfähig. :-)
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@ Lisa
Isch kandidiere! |
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@ KCH
...ja, die Sache mit uns beiden, die läuft... |
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Hihi... ja auch ich vertippe mich gelegentlich...
KCH |
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@ KCH
Was? Vertippt? Halunke!!! |
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Ja ich war ebem im euphorischer Verzückumg umd in solchem Situatiomem konnt es gelegemtlich zu umbeabsichtigten Tastemverwechslumgen...
sie wissen was ich neime...? KCH der garstige Halumke... |
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Meine Mutter dagegen ist am Wandel der Bundesrepublik zum Einwanderungsland unschuldig. Soweit ich es nachvollziehen kann, waren ihre Vorfahren allesamt Deutsche und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern arisch - pardon - reinrassig.
Das mit dem reinrassig arischen Deutschen ist so einer dieser brutalen Witze, die sich manchmal die Wirklichkeit erlaubt. Die großgewachsene blonde Bestie, propagiert vom dunkelhaarigen, kleinwüchsigen Heinrich Himmler... Man könnte es ja noch verstehen, wenn sich das Germanentheater in Island breitgemacht hätte. Dort sind angeblich 80 % der Bewohner mehr oder weniger weitläufig miteinander verwandt, die Bevölkerung ist also genetisch ungewöhnlich homogen. Kein Schwein hat sich wirklich für Island interessiert, es gab dort nie was zu holen, es war allenfalls mal als Zwischenstation der Wikinger auf dem Weg nach Vinland in Nordamerika interessant. Deutschland aber... Deutschland liegt in der Mitte Europas, vielleicht nicht geographisch, aber doch kulturell. Hierher kamen aus allen Himmelsrichtungen Heere, das Land zu verwüsten, hier zogen Heere durch von hier nach dort, Händler kamen hierher oder zogen durch und sie alle haben ihre genetischen Spuren in Deutschland hinterlassen. Deutschland ist ein wildes Durcheinander Menschen unterschiedlichster Herkunft - und war es immer schon. Im Norden und Westen des Gebietes, das man heute Deutschland nennt, lebten wohl schon zu römischen Zeiten Germanen. Im Osten dagegen (da, wo später Berlin entstand) siedelten slawische Stämme, das Wort "Preußen" wird etymologisch vom slawischen Stamm der Pruzzen abgeleitet. Im Süden Deutschlands, im römischen Germanien, südlich des Limes siedelten die Kelten, das heißt in dem Gebiet zwischen Regensburg und Bozen war Keltisch und später Latein Umgangssprache, lange, lange Zeit bevor dort der erste Satz in einem germanischen Dialekt gesprochen wurde. Die Kelten siedelten übrigens einst in einem sehr langen Landstreifen von Irland bis hinüber in die heutige Türkei (der Stadtteil Galata in Istanbul wird etymologisch von "Kelten" abgeleitet). Woher die Bajuwaren kamen, weiß keiner so ganz genau, die derzeit am häufigsten zu hörende Theorie besagt, sie seien aus Böhmen gekommen, eigentlich aber irgendwo her aus dem Inneren Asiens. Wenn du nicht durch Hamburg oder München streifst, sondern durch ein Dorf in Friesland und eines im Bayerischen Wald gehst, dann merkst du heute noch, daß die Menschen im Norden größer und blonder sind als jene im Süden. Und wenn du im Westen Deutschlands jemanden über die Polacken schimpfen hörst, dann ist es mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Juskowiak, Schimanski, Kwiatkowski oder Koslowski und du mußt höllisch aufpassen, daß du nicht vor Lachen vom Stuhl fällst. Die arische Rasse ist ein wildes Gerücht. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram Heinrich
Die "arische Rasse" ist ein blondes Gerücht. Der alte Name des Iran, Aryānām Xšaθra, bedeutet „Land der Arier“, Land der Edlen. Vor rund 3500 Jahren besiedelten Nomaden Gebiete im heutigen Afghanistan und nannten ihre neue Heimat "Ariana", das Land der Arier. |
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@weinsztein
Die "arische Rasse" ist ein blondes Gerücht. Der alte Name des Iran, Aryānām Xšaθra, bedeutet „Land der Arier“, Land der Edlen. Ich weiß. Ist es nicht ein Wahnsinn, das mit der Rasse? www.freitag.de/community/blogs/wolfram-heinrich/hass Ciao Wolfram |
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weinsztein schrieb am 18.05.2011 um 18:11 @ Wolfram Heinrich Die "arische Rasse" ist ein blondes Gerücht. Und wer war schuld daran? Die Philologen! |
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@Wolfram
Und "die" Germanen gab es ja genauso wenig. Germanen waren für die Römer ein Überbegriff und eine Bezeichnung eben durch die Römer und kein Eigenverständnis dieser Stämme. Es ist wahrscheinlich immer diese sich durch Einredung ergebende "Unsicherheit", die ein verstärktes Identifizierungsbedürfnis und Mythenbildung begünstigt. Wie manche Elsasser auch als "Deutscher als die Deutschen" bezeichnet werden können. |
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@Jan Fremder
Und "die" Germanen gab es ja genauso wenig. Germanen waren für die Römer ein Überbegriff und eine Bezeichnung eben durch die Römer und kein Eigenverständnis dieser Stämme. Ich weiß, ich wollte meinen Blogbeitrag aber nicht gar zu lang machen. Viele halten den Begriff "Germanen" für einen Propagandatrick römischer Autoren, um die Bedrohung aus dem Norden aufzublähen und so die Wehrbereitschaft der Römer zu stärken. Es gibt sogar Leute, welche die "Germania" von Tacitus für eine Fälschung aus der Zeit des Humanismus halten. Ciao Wolfram |
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vor langer zeit, als man mich wegen meiner ausdrucksweise fragte, woher ich denn käme, antwortete ich: aus europa. in den ländern, die ich besuche und deren idiome ich beherrsche, habe ich es mir seitdem zur gewohnheit gemacht, zunächst so zu tun, als würde ich sie nicht verstehen. fällt die erste abfällige bemerkung, von der angenommen wird, ich verstünde sie nicht, so erwidere ich in der mir möglichst formellen und ziselliert höflichen form in der einheimischen sprache: ob man denn wisse, was man da gerade sage. das betretene schweigen war bisher dann doch oft das präludium zu weitaus ernsteren gesprächen.
in der eingenähtheit der eigenen haut vermag man oft nicht erkennen, dass auch jenseits der eigenen sprache, der kultur, in der man verharrt, es immer die ablehnung der fremdheit gibt - gegenüber anderen farben, befindlichkeiten, einem bestimmten akzent. das funktioniert in afrika gegenüber den weissen genauso wie bei den schweizern gegenüber den italienern. will ich mich zu jenen gesellen, die auch nach dem obigen kleinen spiel um verstehen/nicht verstehen immer noch höhnisch sind? ganz gewiss nicht. denn zwischen 500 millionen menschen in europa finde ich immer die handvoll, mit der ich ins gespräch kommen kann. mit dem ausgestreckten finger auf die zeigen, zu denen man ganz insgeheim doch gerne gehören möchte, kämpft man nicht gegen vorurteil - man bedient es. |
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@ ignaz.w
Ich denke, Vorurteile können durch Verständnis aus der Welt geschafft werden. Zu diesem Zweck habe ich in diesem Blogbeitrag versucht meine Geschichte und meine Sichtweise darzustellen. Auf Dauer so zu tun als würde ich Fragen, wie die oben erwähnte, nicht verstehen, das liegt nicht in meiner Natur und schafft zudem nicht ein einziges Vorurteil aus der Welt, fürchte ich. Und die Tatsache, dass auch in anderen Ländern Menschen Ressentiments haben, hilft der Verständigung hier im Einwanderungsland Deutschland auch nicht weiter. Also wer bedient hier ein Vorurteil? |
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schrieb am
19.05.2011 um 08:53
vorurteile, der begriff sagt es selbst, ist bereits ein urteil. von so etwas kann man nicht wegüberzeugen, sondern allenfalls erschüttern. drückt es zudem menschenverachtung aus, habe ich kein verständnis. gar keines.
schlimmer noch ist, dass über ein solches verständnis unweigerlich der diskurs dessen, was "nützlich" sei, eingang findet. und da haben wir von sarrazins gemüseverkäufern und seinen kindeskindern bis lafontaines armen schluckern, die hier nichts zu suchen hätten, die ganze bandbreite des utilitarismus. darin suhlt sich mittlerweile eine ganze nation. ich will dir deinen idealismus nicht nehmen (kann ich auch gar nicht), sondern einfach zeigen, wohin das bisher (!) geführt hat. denn deine rede ist die derjenigen, die heute als gutmenschen verpottet werden. seltsamerweise ist nun der spott allgemeingut, während die spötter nicht als das benannt werden, was sie sind: menschenfeinde. |
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@ ignaz.w
Naja, es hat sich nach meinem Empfinden schon was getan, wie die Diskussion hier zeigt. Als ich so sechzehn, siebzehn war und erstmals anfing ungehalten u.a. auf die W-Frage zu reagieren und z.B. "Wieso werde ich das immer gefragt!" brummte, bekam ich dann "Wenn es dir hier nicht gefällt, dann geh' doch dahin zurück, wo du hergekommen bist!" zu hören. |
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Ja.. ich werde auch häufig angesprochen mit dieser frage und wie gut ich deutsch sprechen würde, besser als viele Deutsche zusammen u.s.w. Aber es ist wohl tatsächlich nicht wirklich ein böser Wille dahinter sondern eher Neugier und oder Unbewusstheit. Menschen denken oft nicht nach bevor sie sprechen. Ich fühle mich zum Beispiel als Weltbürgerin und Gast auf diesem Planeten. Eine vorübergehende Episode, die menschliche Lebenszeitlangdauert.
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Ja da schau her: Guten Abend und gegrüßet seist Du, liebe Nil, oh erlauchteste aller ultravioletten und aquamarin strahlenden Fürstinnen aus dem gebenedeiten Parallelversum; tritt ein in unsere bescheidene Hütte und lehre uns Dein Wort, aufdaß unsren gepeinigten Seelen Heilung widerfahre!
So, dann schaun wir mal, was wir heute im transzendenten Bauchladen haben, nech? Auf geht's! »Ja.. ich werde auch häufig angesprochen mit dieser frage« Unerhört, oder? »und wie gut ich deutsch sprechen würde« Mach Sachen! »besser als viele Deutsche zusammen u.s.w.« Ich sag mal: Mwahahahaha! »Aber es ist wohl tatsächlich nicht wirklich ein böser Wille dahinter Naaaa, das kann man nie so genau sagen. Daher: Obacht geben, länger leben. »sondern eher Neugier und oder Unbewusstheit.« Daß jemand völlig bewußtlos sein soll, der Ihnen bescheinigt, besser Deutsch zu sprechen als alle anderen zusammen — das ist eine These, die ich zu formulieren nicht gewagt haben würde. »Menschen denken oft nicht nach bevor sie sprechen.« Ja, jetzt wo Sie's sagen — gerade in diesem Augenblick fällt mir da ein Exemplar dieser Gattung ein, das es nicht nur beim Sprechen so hält. Wahrscheinlich eine Eingebung ... »Ich fühle mich zum Beispiel als Weltbürgerin und Gast auf diesem Planeten.« An Ihrer Stelle, oh Allgewaltige, würde ich mal darüber nachdenken, wie es da mit der Reiserücktrittsversicherung ausschaut. »Eine vorübergehende Episode, die menschliche Lebenszeitlangdauert.« Hach, da wird mir ganz warm ums Herz, auchwenndieLeerzeichenfehlen. Gru-huuuß! |
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@j-ap Noch eine von diversen Geisterfahre/innen in diesem Forum. Prima.
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@j-ap Noch eine von diversen Geisterfahre/innen in diesem Forum. Prima.
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@ j-ap
kenne weder ihre geschichte noch die von nil, bzw. eure gemeinsame. aber da war wohl was, egal, liest sich, als hätten sie nur drauf gewartet, ich mag das ja, das improvisieren, sehr gekonnt, sehr amüsant, wahrscheinlich für alle, die humor haben, außer für nil, dorthin ein kleines sorry, aber das war doch nur zu gut. muß man doch neidlos zugestehen. Gruß von SQ |
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Ja super, gegenüber Erdlingen Toleranz und Verständnis üben, aber wenn sich ein kosmisches Wesen das erste mal auf diesem Planeten inkarniert - sich in einer fremden, möglicherweise missverständlichen Art ausdrückt - es in urdeutscher Kleinkariertheit zu belehren.... das kann es ja wohl auch nicht sein. Planetarische Überheblichkeit ist nicht weniger verwerflich als nationale Überheblichkeit.
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wer lesen kann,
ist klar im Vorteil, es war eine Momentaufnahme, ohne Kenntnis der Vorgeschichte, ohne Vorurteile. nicht kleinkariert, eher gepunktet oder sogar gestreift, ohne Häme, aber mit einem kleinen Bedauern, einfach nur ein Lob für die Kreativität, jeden einzelnen Satz, jedes Wort zurechtzupflücken. Das ist auch eine Kunst. Was sind denn Erdlinge, was sind kosmische Wesen in diesem Zusammenhang? Mit einem -h an Ihnen dran wären Sie noch eine Spur sympathischer :). Und sonst? Noch was zum Thema Überheblichkeit? National oder planetarisch, ich muß gestehen, ICH kenn mich da nicht so aus wie u.U. Sie |
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@j-ap
was soll denn dieser billige Vorführkram auf dem Niveau einer ganz besonders juxigen Abi-Zeitung? Oder auf dem unserer unvergessenen Biathletin Uschi Disl nach einem WM-Sieg im Interview: "Now can come what want". After us the sinwave, mainthing, you became warm around the heart. |
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@SuzieQ
Der Kommentar ging an j-ap und an seine kritiklosen Lober. Nil kenne ich nicht so gut – aber ich mag exotische Schreiber – egal von welchem Planeten sie kommen – und mögen sie hin und wieder auch etwas erdlingsfremd sein, bzw so erscheinen...;-) |
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@ nil
Egal was hier sonst so kommentiert wurde, du warst und bist herzlich eingeladen deine persönliche Meinung zum Thema zu posten. Punkt. @ j-ap Sie haben wirklich Talent. Aber wie war das noch mit Kant und dem guten Willen und der Moral und so? |
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Keine Ahnung, Calvani — guter Wille und Moral sind nicht meine Baustellen.
Aber falls es Sie tröstet: Ich bin auch keine Deutsche, zumal als Bayer. |
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@ j-ap
Ne, Sie sind Zyniker. Und dass Sie keine Deutsche sind, hatte ich mir schon gedacht. Liegt aber nicht an Ihren Mandelaugen, sondern den berühmten 30 Zentimetern...naja, in Ihrem Fall vermutlich eher so 3 Zentimeter... |
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Na, ich bin ja auch kein richtiger Mann. Darin sind sich übrigens Feministinnen und ihre Komplemente, die Machos, völlig einig.
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3cm bei einem kynischen König? Ich bin erschüttert.
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@ j-ap
Da bin ich aber froh, dass Ihr Kommentar zu nil wenigstens Ihr Talent zur geistreichen Beleidigung unter Beweis stellt, denn was man nicht in der Hose hat, sollte man im Hirn haben... |
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A bisserl müssen Sie noch üben, meine Liebe, denn Ihr jüngster Humorversuch war sehr deutlich praecox.
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@ j-ap
Mein jüngster Humorversuch war deutlich unter der Gürtellinie, ganz nach Ihrem Vorbild bei nil. Bitte sehen Sie es mir trotzdem nach - ich bin vielleicht noch etwas jung an Jahren und lange nicht so gebildet...praecox...also solche exklusiven Vokalen muss unsereins immer googeln! |
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Das trifft sich gut, denn während Sie eruieren habe ich Zeit, mir Erdnüsse und meinen Ohrensessel zu holen, damit ich die Kissenschlacht zwischen Ihnen und thinktankgirl weiter oben verfolgen kann.
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@ j-ap
Ich freue mich über das Interesse einer solchen Koryphäe an meinem Blog! Sagen Sie, haben Sie, die Koryphäe, vielleicht Lust - so zwischen Nuss und Nuss - etwas zum Thema beizutragen? |
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»Zum Thema« beitragen? Seit wann gibt es hier ein Thema, Calvani?
Hier geht es, genau wie bei Ihren zurückliegenden Beiträgen, um nichts als die Zahl der Kommentare; jawohl, in diesem Sinne habe ich schon bei- oder besser gesagt: hereingetragen. Und worum es in Ihrem Artikel da oben geht ist mir zu grotesk, um es groß breitzutreten: So ein nachgerade neurotisches Flehen um bestmögliche, hundertprozentige, ja fugenlose Eingemeinschaftung habe ich lange nicht mehr gelesen, weshalb ich mich mit deutlichem Abscheu davon wende. |
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@ j-ap
Wenn ich Ihre Einschätzung zu Grunde lege, dann stellt sich die Frage, warum Sie zur Anzahl der Kommentare beitragen, sich aber abwenden, wenn es um das Thema gehen soll, das es nach Ihrer Meinung gar nicht gibt, weil es nur um die Anzahl der Kommentare geht. ...von wegen Logik und so... Und dass ausgerechnet Sie meinen Beitrag neurotisch finden, wo Sie doch die FC um persönliche Aufmerksamkeit anflehen, indem Sie dazu aufrufen, anhand einer blumeranten Beschreibung einer Freundin, Ihren Beruf zu erraten, naja! Ihren Beruf zu erraten, das ist wirklich mal ein Blogthema von höchster politischer Brisanz! |
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@J-ab
Gruß zurück! Du bist ja ein witziger Zeitgenosse und ein richtiger Spaßvogel mit eigentlich vielen lustigen Kommentaren. Das ist mir schon aufgefallen:) |
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..."Amartya Sen: Die Identitätsfalle" passte zum Thema.
Alles taugt als Spaltkeil. "Rasse" ist nur ein Instrument; der der sie im Munde führt oft auch. |
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@ Leon
"Alles taugt als Spaltkeil. "Rasse" ist nur ein Instrument; der der sie im Munde führt oft auch." Dann müssen wir Rassismus also totschweigen um nicht als Spaltkeil zu fungieren? |
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@Calvan
Ergänzung/Korrektur: der der sie als Mittel zur Selbsterhöhung anderen vorwirft ist oft eins. Gruß |
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Deutsch- oder Nicht- oder Wichtsein?
ich kenne keine qualteien mehr ich kenne nur noch freudsche multi links kulti jüdisch neo christlich liberale islamisch soziale gut mensch freiheit am hindu kusch grün banken menschen rechts & demokratie water boarding retter das walte hugo und sein forsa waldi bellt |
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@Calvani
Ich habe den Text nur überflogen, woher kam denn nun ihr Vater? Finde seltsam, dass die Kölner, dazu Akademiker so drauf sind. Ist Köln echt so klein? Es gibt natürlich Stereotype und manche Aussehenstendenzen trifft man an einem Ort häufiger als anderswo, nur Sie sind nicht eindeutig zuzuordnen. Sie könnten für mich genauso gut Bulgarin sein, Italienerin, Griechin oder Türkin etc. sein - was irgendwie südliches, wenn das denn so gesehen werden will. Ansonsten sehe ich alle Nase lang Frauen ähnlichen Typus ohne überhaupt nachzudenken, was die für ne Staatsbürgerschaft haben. Berlin halt. Wo soll das denn ne Rolle spielen? Für Sie als Juristin wahrscheinlich bedeutender, weil Sie durch Ihr Studium / Ihren späteren Beruf mehr an den Ort gebunden sind als andere. (Denn Juristerei ist nunmal länderspezifisch.) Vielleicht hat das bei Ihren Mitgästen den Ausschlag gegeben. |
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@ Jan
...mhm...naja...also...warum wollen Sie das denn wissen? |
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@JF
für ihren ersten Satz allein müssten Sie schon alle blogs zwangslesen! Wassn das für ne Frage? und für: Ist Köln echt so klein? dürften Sie die Kommentare gleich mitlesen. Damit wären Sie für ne Weile beschäftigt. Obwohl, für: Berlin halt, sollten Sie alles abschreiben... Ohne Tintenkiller. Punkt. |
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Ach, vergessen Sie`s.
Wenn`s Ihnen so unglaublich wichtig ist. Für mich sind Sie geradezu prototypisch-Deutsch, bis auf die Haare. Aber das ist Ihr geringstes Problem. |
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war @Calvani
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@ Calvani
Die Frage ist doch, warum es Ihnen so wichtig ist! Warum interessiert es Sie denn nun? |
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@Calvani:es ist doch schön, wenn andere die eigenen Probleme besser kennen, als man selbst.
Wenn die Haare das geringste Problem sind, dann passiert Dir das, was Streifzug hier so schön in Szene gesetzt hat, bestimmt nicht so schnell: www.freitag.de/community/blogs/streifzug/ein-schuss-feminismus#comment-267230 Ist also nicht soooo schlecht, die Sache mit den Haaren. Ich hätte auch nicht gedacht, dass hier Frisiertips verlangt werden. |
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@Calvani
Zitat: "Die Frage ist doch, warum es Ihnen so wichtig ist! Warum interessiert es Sie denn nun?" Naja, schließlich haben Sie einen ellenlangen Blog dazu geschrieben. Ihre Mitgäste fanden es anscheinend äußerst bemerkenswert und mir wird aus den Fotos nicht klar warum (wenn das jetzt Fotos von Ihnen sind). Vielleicht haben Sie einen Pferdehuf und die Hörner gut drapiert, das wäre ja auch "irgendwie südlich". Und natürlich interessiert mich, wie weit ich daneben geraten habe. Im Text steht ja was von Spanisch/Arabisch. Vielleicht auch Nord-Afrika, Marokko oder aus der Nubischen Wüste. Also Deutsche Kleopatra, was ist denn jetzt so spannend daran? Schließlich kommen wir alle, je weiter wir zurückgehen, irgendwo aus dem Herzen Afrikas. jf |
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@Jan Fremder
Schließlich kommen wir alle, je weiter wir zurückgehen, irgendwo aus dem Herzen Afrikas. SOHN: Papa, mir ham heut in der Schul glernt, daß der Mensch vom Affen abstammt. VATER: Du vielleicht, ich nicht. Ciao Wolfram |
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@Jan Fremder
Schließlich kommen wir alle, je weiter wir zurückgehen, irgendwo aus dem Herzen Afrikas. Ich nicht. Habe meine Stirn vermessen lassen und so nach Anfangsverdacht, den Schädel röntgen lassen. Stirnkamm entdeckt. Außerdem hat ein genetischer Befund meinen Anfangsverdacht bestätigt: Ich komme aus einer Höhle bei Bielefeld. :( |
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@Tycho
"Schließlich kommen wir alle, je weiter wir zurückgehen, irgendwo aus dem Herzen Afrikas. " Ich nicht. Habe meine Stirn vermessen lassen und so nach Anfangsverdacht, den Schädel röntgen lassen. Stirnkamm entdeckt. Außerdem hat ein genetischer Befund meinen Anfangsverdacht bestätigt: Ich komme aus einer Höhle bei Bielefeld. Ja, dann. Dann paßt das Liedl ja: www.youtube.com/watch?v=lPM6hVIzIx8&feature=related Ciao Wolfram |
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Ösi ist die schlimmste Form des Süddeutschen. Deshalb hat's die in die Abwesenheit der Berge getrieben, wo sie lange, lange, lange Zeit unter sich selbst weilten. Die Schnürstiefler, die elendigen...
eav finde ich trotzdem ganz gut. ;) |
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@Tycho
Ösi ist die schlimmste Form des Süddeutschen. Deshalb hat's die in die Abwesenheit der Berge getrieben, wo sie lange, lange, lange Zeit unter sich selbst weilten. Abwesenheit der Berge, soso. Vor 100 Jahren war Österreich noch eine Weltmacht. Ciao Wolfram |
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@Wolfram
Bei allem Spass, das ist unter Ihrem Niveau. In biologischen Entwicklungs-Zeitaltern gemessen sind 10.000 Jahre ein Fingerschnippen. Mensch und Affe mögen gemeinsame Vorfahren haben, nur das ist schon ein ganzes Stück länger her. Die Grundmenge, auf die alle Menschen zurückgehen, dürfte im Vergleich zu den Millarden Menschen, die wir heute sind, eine Winzigkeit gewesen sein. Und diese Grundmenge Homo sapiens kam eben aus Afrika. Primitiver und wilder als die späteren Menschen? Sehen Sie sich mal den durchschnittlichen Waldbewohner heutiger Deutscher Gebiete 4.000 BC an und im Vergleich dazu einen durchschnittlichen Ägypter zu gleicher Zeit...so in Bezug auf Kontakt mit kulturellen Leistungen, Bauwesen, abstrakte Wissenschaften / Mathematik etc. Da hat es der Urbayer es noch nicht zur Erfindung des Donnerbalkens gebracht. Wer sieht da wie ein Affe aus? |
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Da hat es der Urbayer es noch nicht
zur Erfindung des Donnerbalkens gebracht. Wer sieht da wie ein Affe aus? Moment. Wir hatten die Linde und die dazugehörige Gottheit. Außerdem: Haben Affen etwa den Donnerbalken erfunden? Nein. Also. |
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@Wolfram
Herzmanovski-Orlando ist einer meiner Lieblinge. Kann er ja nichts dafür, dass er Ösi war und über die Skurilitäten der K&K Monarchie schrieb. |
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@Jan Fremder
@Wolfram Bei allem Spass, das ist unter Ihrem Niveau. Siehst du, das ist jetzt die gerechte Strafe dafür, daß ich auf Deibel komm raus einen gespeicherten Witz anbringen wollte, auch wenn er nicht so ganz gepaßt hat. Ich wollte damit weiß Gott nicht den rassistischen Kurzschluß Affe -> Neger (1) befördern. Das wäre nicht nur unter meinem sondern unter jeglichem Niveau. Nach heutigen Erkenntnissen ist der Homo Sapiens nur ein einziges mal entstanden und zwar in Ostafrika, in einem regional ziemlich eng umgrenzten Gebiet. In Niederbayern konnte der Mensch schon deshalb nicht entstehen, weil es hier höchstwahrscheinlich schon zu Urzeiten keine Affen gab. Diese Ur-Menschen waren "wilder" als wir Heutigen, weil ihre kulturelle Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten war, irgendwo muß man ja mal anfangen. Sie waren aber nicht primitiver als wir. Was wir den Ur-Menschen voraus haben (so viel ist das im Grunde gar nicht) ist das im Laufe der Zeit angesammelte Wissen. Ein Zeitreisender, der ein vor 10.000 Jahren geborenes Baby in die heutige Zeit brächte, würde feststellen, daß sich das Kind zu einem ganz normalen Menschen entwickelt. Eine Frage zum Schluß: Kann es sein, daß du vor Empörung die Pointe meines Witzes überlesen hast, die nämlich, daß hier nicht A mit B spricht sondern ein Sohn mit seinem biologischen Vater? Ciao Wolfram (1) Daß ich weiterhin das Wort "Neger" verwende ist keine Nachlässigkeit oder Ausdruck von Rassismus sondern eine bewußte Entscheidung. Ich sage auch weiterhin "Zigeuner", "Tschechei" und "Bombay". |
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@Wolfram
Zitat: "Eine Frage zum Schluß: Kann es sein, daß du vor Empörung die Pointe meines Witzes überlesen hast, die nämlich, daß hier nicht A mit B spricht sondern ein Sohn mit seinem biologischen Vater?" Nunja. Da bringen Sie nebenbei etwas ins Spiel, was für das Thema hier auch eine Rolle spielt (so an den Psychologen in Ihnen): Hätten sich Calvanis Eltern nicht getrennt und sie von ihrem Vater, von klein auf, bisschen was positives mitbekommen (Musik, Küche etc. aus dessen ursprünglicher Heimat), würde sie dann das Thema noch genauso sehen? Es lässt sich ja auch anders sehen. Mit kulinarischen Namen oder Aussehen kommt man mit Leuten auf jeden Fall schneller ins Gespräch. Wo etwas für die Angestammten erstmal nicht zu passen scheint. "Ich bin eine ägyptische Pharaonentochter" hört sich doch nicht schlimmer an als: "Ich bin die Ursel aus Radebeul". Schlimmstenfalls spielt es keine Rolle. jf |
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@Jan Fremder
@Wolfram Vor allem hätte ich mich jetzt interessiert, ob das Mißverständnis geklärt ist. Hätten sich Calvanis Eltern nicht getrennt und sie von ihrem Vater, von klein auf, bisschen was positives mitbekommen (Musik, Küche etc. aus dessen ursprünglicher Heimat), würde sie dann das Thema noch genauso sehen? Darauf habe ich nur eine wenig aufschlußreiche Antwort: Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Wer von seinem anderen Heimatland auch noch etwas vermittelt bekommen hat, zum Beispiel die zweite Muttersprache, der wird sich vermutlich eher auch als Türke, Araber oder was weiß ich fühlen. Das könnte dazu führen, daß er selbstbewußter zu diesem Teil seiner Herkunft steht, genau so wäre allerdings das Gegenteil möglich. Es hängt wohl von den Erfahrungen ab, die einer macht. Wer schon von klein auf wegen seines Aussehens, seines Namens blöd angemacht wird, der hat wohl eher ziemlich zu kämpfen, da rauszukommen. "Ich bin eine ägyptische Pharaonentochter" hört sich doch nicht schlimmer an als: "Ich bin die Ursel aus Radebeul". Da hast du recht. Wenn ich es mir so für mich vorstelle: Auf die Frage "Wo kommst du her?" würde ich vermutlich ab sofort in den breitestmöglichen heimischen Dialekt verfallen. Ciao Wolfram |
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@ Jan Framder
Nun, wenn wir alle einen gemeinsamen Ursprung haben, dann brauche ich die Frage nach meiner ursprünglichen Herkunft ja nicht zu beantworten, oder? Zur Frage nach der hypothetischen Kulturprägung väterlicherseits: An der Penetranz und dem anstößigen Charakter der W-Frage würde sich nichts ändern. Wenn ich davon absehe und mir vorstelle, mit dieser Frage nicht überfallen zu werden, dann hätte ich ja zumindest was zu erzählen und fände die Frage nicht so dermaßen überflüssig, vermute ich. |
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@Calvani
Sie sehen doch hauptsächlich ein Problem in der W-Frage. Die keineswegs immer anstößig gemeint sein muss. Ihr Aussehen ist nunmal das Erste, was andern Leuten aufällt. Also sinnlos sich da überfallen zu fühlen. Die andern hatten schon ein sehr schönes Beispiel mit dem Namen gebracht. Was wenn die Eltern dem Kind aus sentimentalen oder sonstigen Gründen einen ungewöhnlichen Namen geben? Kommt heutzutage ja nicht selten vor. Das wird dann auch oft die Frage hören, woher der Name denn komme. Da ist nichts böses, sondern es bringt das "anders sein" mit sich. Sie sind nunmal in den Äußerlichkeiten anders als was die Durchschnittsdeutschen als Mitbürger kennen (Zumindest in Köln oder kleineren Orten.) Die Beurteilung deswegen, "Du bist doch keine Deutsche", ist natürlich übertrieben und der Unkenntnis oder kultureller Prägung geschuldet. Das heisst nur, Sie weichen von dem üblichen Erkennungsschema dieser Leute ab. Nach Kennenlernen werden Sie jedoch recht schnell darin aufgenommen und erweitern dieses. Gehen Sie einfach mal in sich und ergründen, warum es Sie so unheimlich stört, danach gefragt zu werden. Es mag falsch sein, dass man Ihnen eine andere Nationalität attestiert, doch je nach Umfeld und Erfahrung ist`s eben normal. Der Fehler ist normal. Die Leute machen das nicht aus Bosheit oder um Sie zu ärgern. Wenn Sie irgendwelche Privilegien des Deuschseins genießen wollen, können Sie das (Sie haben den Pass - mehr interessiert die entsprechenden Stellen nicht). Außerdem können Sie`s nicht mit Gewalt ändern, wie sich andere Ihnen gegenüber verhalten. Probieren Sie`s doch mal mit Erklärungen und sagen Sie den Leuten, dass es Sie stört. Und erklären Sie, wie Sie sich fühlen. jf |
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Liebe Calvani,
Wie ich irgendwo hier schon schrieb: gern gelesen. Hier und da, hätte ich mir zwar das eine oder andere Anführungszeichen gewünscht, aber: Dein Blog, Dein Stil (den ich zu schätzen weiß). Und außerdem müssten wir uns dann wieder mit langweiligen Begriffsdefinitionen und der Frage nach der (historischen) Bedeutung von Worten unterhalten… Das ich Freundin einer persönlichen Schreibe bin, ist ja kein Geheimnis. Ich mag Geschichten (auch unschöne) aus dem Leben. Denn was macht mich denn mehr aus, als das was um mich herum passiert? Das ist sicher auch eine Frage der Perspektive. Wäre ich von klein auf mit derlei Fragen drangsaliert (ja, so drastisch, denn für Kinder und ist es doch mitunter ziemlich schrecklich, das Gefühl, des nicht dazu Gehörens, vermittelt zu bekommen.) worden, würde ich auch anders darüber denken. Ich kann mir auch vorstellen, dass es dann eine größerer Rolle (als gar keine) spielen würde, wie ich mich bezeichne (meinetwegen „deutsch“) und wie darauf reagiert wird. Mein Nachname, hat oft diese Art von Fragen aufgeworfen. Allerdings (wegen meines Aussehens) nie in Verbindung von gefühlter, geschweige denn buchstäblicher, Exklusion. Der hört sich an, als käme ich aus einem Lande, das zu einem Drittel unter dem Meeresspiegel liegt. Das war nicht „fremd“ genug, als dass mich das zur Außenseiterin (oder Exotin), hätte machen können. „was hätte es denn dann gegeben? Spanische Woche? Arabische? Oder gar feministische?“ Ich denke, das kommt ganz auf die Quelle an, in der Du liest (oder guckst). Die Bild würde vermutlich schreiben: „rassige Schönheit wirbelt Staub auf“, Oder: „Kühl und Blond? Nicht mit ihr! Was sie ändern will, wen sie liebt. Alles über die mysteriöse Orientalin“. In dem Artikel würde dann neben Deinen Maßen, Deiner (vermuteten) Herkunft (vielleicht würden sie sogar investigativ herausfinden, wo denn nun Dein Vater herkam), Deinem Beziehungsstatus und vielleicht auch noch Deinem Lieblingsbuch (die Frau ist schlau, die liest) ein bisschen was zu Deinem politischen Programm stehen. Als ich gerade den Begriff „Rasseweib“ bei Google gesucht habe, kam als erstes die Meldung: „Die Domain www.das-rasseweib.de wird jetzt über eBay als Auktion ab 1,99 EUR verkauft.“ Interesse;-)? Eigentlich wollte ich etwas über die Herkunft, Konnotation usf. des Begriffs lesen…ich such mal weiter. Lass Dich nicht ärgern und weiter so. An der Sache mit der Politik(erin) bleib ich noch dran. Nächste Woche, da ist wieder mehr Zeit, kommt dann mal was. Luzieh |
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@Luzie
"Mein Nachname, hat oft diese Art von Fragen aufgeworfen. " Ja solche Probleme kenn ich auch...man weiß dann schon wenn man den verwirrt bis gequälten Blick seines Gegenübers sieht dass als nächstes entweder die Frage kommt "Wo kommt der Name denn her?" oder "Wie spricht man das denn aus?" KCH Hat Strategien entwickelt die die Beantwortung vereinfachen...;) |
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@Kurt C. Hose
"Mein Nachname, hat oft diese Art von Fragen aufgeworfen. " Ja solche Probleme kenn ich auch... Gottchen, wie soll man "Hose" denn schon groß aussprechen? Zur Aussprache des Namens "Evers" siehe hier: www.youtube.com/watch?v=Q4EGNTWi1oc Ciao Wolfram |
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Liebe Luzieh,
schöner Kommentar, danke! Wie die W-Frage bei jemandem ankommt ist von mehreren Faktoren abhänging. Konkret bei mir: Wie werde ich gefragt, wie bin ich gerade drauf, haben mich das auf dieser Party schon fünf andere vorher gefragt usw. Ich habe keine Standartantwort, aber inzwischen rattere ich meist eine Gesamtschau runter in etwa: Meine Mutter soundso, mein Vater soundso, ich bin hier aufgewachsen, kein kultureller Bezug zum Geburtsland meines Vaters, bla bla. Manchmal ist die Sache damit erledigt, manchmal nicht. Und mein Nachname trägt zu zusätzlicher Konfusion bei. Diesen Namen hat meine Mutter angeheiratet und er kommt wiederum ganz woanders her, damit ist die Verwirrung dann perfekt. Wer meinen Nachnamen kennt versucht es auch oft darüber. Nur haben ich und meine Lebensgeschichte, meine Prägung mit dem Herkunftsland bzw. der Sprache des Namens eben gar nichts zu tun...ach...Sodom und Gomorra! LG Calvani |
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Na denn mal ab in die Schlangengrube:
"Am deutschen Wesen soll die Welt NICHT genesen"... Bevor ich hier von JAP's und anderen Urtierchen hier geschreddert werde (war Witz, ich achte sehr JAP-Kommentare!). Will ich erst mal was klarstellen: 1. objektive, also geteilte Erfahrungen: Die ganze Diskussion von u.a. @Calvani hat ja auch immer mit der "Angst" vorm Fremden zu tun. Ich weiss nicht, wie dass so in Köln war oder ist. In Frankfurt a/M 1974 hatten wir so ca. 30 000 Ami Soldaten. Nun weiss man ja, dass sie eher aus unteren bzw. "Niedrigeinkommensstrukturen" kommen und kamen, also überproportional viele "schwarze", "rote" oder "gelbe" Hautfarben. Nachdem ich dann als 10 jaehriger ein Jahr lang diese finsteren grossen Gestalten jeden Tag in der Strassenbahn gesehen habe ("Ich hatte Angst"...), war es bald fuer mich egal, die geben dir sogar einen Kaugummi wenn du sie neidisch angeschaut hast. Da verlierst du dann Beruehrungsaengste. Man fragte auch nicht, "woher kommst Du?", das ergab sich dann nach anderen Gesprächen, ..."regnet es bei Dir Zuhause auch so viel wie hier?"... 5 Jahre spaeter war meine Schulklasse schon ein Multi - Kulti Laden, Chilenen, Türken, Iraner, Italiener, Marrokaner u.a. in 2. Generation. Die waren aber schon SEHR Deutsch. Warum? Wenn wir zum Kicken im Park verabredet waren, sagen wir mal so um 15.00 Uhr, trudelten dann alle so bis 15.10 Uhr ein. Da war ein "Deutsch- Ausländer" nicht weniger pünktlich als ein "Deutscher". Das sind "kulturelle Konstruktionen". DAS WORT eines einzelnen Individuums HAT GEWICHT. Das ist etwas SEHR typisch "Deutsches" und hat nichts mit den Genen zu tun, sondern an der Umwelt, in der wir aufwachsen! Bei aller Antipathie die ich für fuer Rössler habe, man glaubt wohl nicht, dass er einen Termin verpennt oder zu spät kommt, genausowenig wie @Calvani (Bei Symphatie). Das fällt mir besonders auf, da ich als "deutscher Ausländer" 10 Jahre weg bin aus Deutschland. Erstaunlich ist, das in meiner neuen Heimat sogenannte erfolgreiche Menschen "deutsche" Tugenden haben, pünktlich, genau, und vor allen Dingen, "WAS" sie sagen, wird gemacht, ohne jemals in Deutschland gewesen zu sein, sie haben es sich anerzogen weil sie merkten, so kann man besser Zusammenleben bzw. persöhnlichen Erfolg haben. 2. subjektive Erfahrungen, also nur von mir: Wenn also der Ami oder der Kanadier 1989 erzählt "Morgen gehen wir in's Baseballstadium" oder "Uebermorgen in's Eishockeystadium"... Die kenne ich bis heute noch nicht. Was ich damit sagen will um's mal an's angelsaechsische Beispiel zu nageln, die Leute labern immer viel und "das Wort hat KEIN" Gewicht, natuerlich, beim Job sind sie ernsthafter und gewissenhafter, aber da geht es auch ums Brot (bei fehlendem Sozialstaat). Wenn ich in Deutschland am naechsten Tag um 20.00 Uhr beim Deutsch- Italiener Privat zur Pasta geladen war, gab es um spätestens 20.05 Uhr die Pasta... 3. Meine Theorie (Und jetzt kommen die Hackebeile ueber mich gefallen...) 3a. 1946; Müller ist Nachbar von Meier, sie hassen sich. Alles liegt in Grund und Asche, Müller fragt Meier "hast du mal einen Löffel Zucker", Meier hasst zwar Müller, aber vielleicht braucht Meier Morgen einen Löffel Zucker von Müller. 3b. Die "sogenannten" deutschen Tugenden sind natuerlich viel tiefer verwurzelt ("harte Winter" z.B.). 4. Jetzt kommt's dicke: de.wikipedia.org/wiki/Antijudaismus_im_Mittelalter Judenpogrome gab es schon immer und überall in Europa, aber deutsche pünktlichkeit, genauigkeit, "Wort hat Gewicht" kombiniert mit Hiltlerhallodri, Wirtschaftskrise, versailler Verträge PLUS Radio: "Was wir machen, machen wir richtig und genau, da wird DASS, was gelabert wird auch gemacht"... ("Teil deutscher Tugenden, egal ob man internationale Gene hat oder nicht, kulturelle Konstruktion, bzw. das hat die soziale Umwelt mitgegeben"). Das ist meiner Meinung nach auch der Grund des "Exportweltmeisters", selbst ein Hausmeister arbeitet nach Lauftasche... Man kann sehr wohl darueber streiten, ob die Welt so funktionieren soll, meiner einer nach, wird es in Zukunft nicht anders gehen, WEIL: Wenn DAS WORT eines einzelnen Individuums nicht GEWICHT hat, funktioniert auch kein Rechtsstaat, das angelsächsische Rechtswesen als Beispiel mit den Geschworenen können wir uns da auch schenken, wenn Du keine Kohle hast, bist du verschissen... Natuerlich gibt es auch in Deutschland Rechtsbeugung, aber noch laengst nicht so ausgepraegt wie in anderen Laendern (bescheidene Lebenserfahrung)... P.S. Zur Sprache, oben wurde das Beispiel genannt "ich verstelle mich", meine Frau bekommt auch oefters zu hoeren "Ihr Mann spricht aber die XXXHeimatsprache sehr gut", da bekommen sie in Ureinwohnerdialekt (Noch mal andere Sprache) erst mal eine Schimpfkanonade von mir, OHNE Sprache geht es nicht, man sieht mir auch an, "das ich nicht von hier bin" (Ich habe hier "fremdes" Aussehen, also Angst vorm Nazi! den kennt man ja ueberall!)... So, jetzt mal her mit den Beilchen... LG |
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Hallo Calvani,
Um auf ihre Frage zu antworten: "Was muss ich tun, damit ich endlich deutsch, endlich eine von Euch sein darf?" Leider können Sie da hinsichtlich eines Teils der deutschen Volksseele gar nix machen außer vlt einen plastischen Chirurgen um seine Dienste bitten und sich eine modifizierte Vita zulegen. Volkszugehörigkeit in Deutschland ist traditionell Rassenzugehörigkeit. Wer also sein "deutsch-Sein" anhand genetischer Merkmale konstruiert wird in Ihnen immer den Ausländer sehen. Allerdings schmilzt dieses traditionelle Verständnis doch merklich ab (zumindest in bestimmten gesellschaflichen Schichten) und macht einer Sichtweise platz die mehr auf soziale als auf ethnische Faktoren Wert legt. Identitäten sind eine komplexe Sache, das "deutsch-Sein" mag für viele in dieser Gesellschaft ja (noch) als der Ritterschlag kollektiver Zugehörigsein gelten, jedoch frage ich mich ob Zukünftig nicht andere Identifikationen/Kollektive für Sie wichtiger werden. Ich meine hier natürlich ihren sozialen Status. Für den (hypothetischen) Fall das Sie z.B. als Anwältin über ein genügend hohes Einkommen verfügen um sich der Mittelschicht zuordnen zu dürfen, sollte die Frage ihrer genetischen Disposition zunehmend in den Hintergrund treten. Zwar soll das nicht bedeuten die Mittelschichten kennen keinen Rassismus, jedoch denke ich das dieser zunehmend vom Sozialchauvinismus abgelöst wird. Da wird dann nicht mehr gefragt "wo kommst du her" sondern "was machst du her?". Falls Sie nun noch Willens sind zu Bekunden, daß a.) Deutschland, seine Werte und wertschaffenden Rohstoffe bzw Märkte weltweit, wenn nötig auch mittels Friedensmissionen verteidigen werden müssen , und b.) Nicht-Leistung endlich wieder weh tun muss sollten Sie keine Probleme haben als zugehöriges Mitglied identifiziert zu werden. Falls Ihnen das nun als kollektive Zugehörigkeit nicht ausreicht, empfehle ich Ihnen folgendes: Vertreten Sie ihr "deutsch-Sein" traditionell aggressiv. Begeben Sie sich in ein "Problemviertel" Kölns und suchen dort den Bahnhof auf, dort warten Sie bis Sie einen "Prekarianer" mit einer Pulle Bier und Zigarette erwischen und schnauzen Ihn dann lautstark und mit Nachdruck an: "Hier ist Rauchverbot. Das gilt auch für arbeitsscheues Gesindel wie Dich!!" Ich Garantiere Ihnen dieser Mensch sieht in Ihnen erstmal nur das Deutsche, egal wie mandelförmig ihre Augen sind. |
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Hallo Erdlingsdings,
da man ihnen keine "Sterne" vergeben kann, will ich Ihnen an dieser Stelle wenigstens nur mal sagen: Dass, was wir als "mandelfoermigen" Rassismus ansehen, da sind die in anderen ca. 170 UN Laendern schon viel weiter, da ist es egal, "WIE" sie aussehen, man kann sich davon "freikaufen", Statussymbole sei Dank, mit 'nem Daimler vor der Tuer ist es dann egal was Sie fuer einen Hautteint haben, so etwas nenne ich dann Fortschritt (Egal wo Sie die Kohle herhaben, Menschenhandel o.ähnl. etc.)... Dass ist dann sozusagen "geldtechnisch abgekoppelt" vom "klassischem" Rassismus, da fragt keiner mehr wo du herkommst oder wie du aussiehst. Der "soziale" Rassismus ist auf dem Vormarsch... Die sozialen Brennpunkte in Deutschland lassen eben jenes Phaenomen auch schon "hervorquirlen" (...hab' 'nen 3er BMW...") M.f.G. |
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Es gibt ja diesen wunderbaren Spruch: "Wozu brauchen wir Ausländer? Sind wir uns nicht fremd genug?"
Richtig. Als nach dem Krieg die Heimatvertriebenen ins verbliebene Deutschland kamen, wurden sie von den Eingeborenen äußerst mißtrauisch beäugt, sie hatten geraume Zeit große Schwierigkeiten damit, sich zu integrieren. Die Sache änderte sich erst, als sich herausstellte, daß die Neuankömmlinge genau passend waren, die Bevölkerungsverluste durch den Krieg zu ersetzen. 44 Jahre später erlebten wir das gleiche noch mal und diesmal noch viel drastischer. Plötzlich war die "Ostzone" Teil der Bundesrepublik Deutschland und mit ihr all die vielen arbeitsscheuen, ewig klagenden Ossis. Die Westdeutschen haben es fertiggebracht, die ausländerfeindlichen und rassistischen Klischees bruchlos auf die eigenen Landsleute anzuwenden. Wir brauchen in der Tat keine Ausländer, wir sind uns selber fremd genug. In Italien läuft es ähnlich, auch hier findet man den gegen die eigenen Landsleute gewendeten Ausländerhaß. Nur verläuft hier die Grenze nicht zwischen Ost und West, sondern zwischen Nord und Süd. Nach meiner persönlichen Erfahrung sind Ausländer ein durchaus verbindendes, gemeinsamkeitsstiftendes Moment in Deutschland. Ich bin Bayer mit sudetendeutschen Wurzeln, ich habe mich in Österreich noch nie fremd gefühlt. Dann aber trieb uns einst die Suche nach einem Job in den Norden, Vorstellungsgespräch. Auf der Autobahn ist noch alles in der Ordnung, Landschaften wechseln, aber ansonsten bleibt alles vertraut. Die Straßenschilder bleiben entzifferbar, kein Schlagbaum hemmt die Fahrt. Inland, Heimat, so weit das Auge reicht. Und das Auge reicht weit, nachdem das Mittelgebirge hinter uns liegt und die Schilder immer öfter und immer nachhaltiger "Hannover" verheißen. Nun aber muß ich tanken, fahre raus und merke, daß ich nicht mehr zuhause bin. Ich sehe es nicht, ich höre es. Ganz anderer Zungenschlag, nicht unsympathisch, aber beunruhigend fremd und mitunter kaum noch verständlich. Am Ziel, in Zeven, ist das Meer schon fast zu riechen. Die Landschaft ist platt, die Häuser rot und allerorten ist Ministerpräsident Albrecht mit einem Jungschwein im Arm zu sehen. Kein Witz, Frau Von der Leyens hat damals tatsächlich auf diese Weise Wahlkampf gemacht. An einem Supermarkt in Zeven sehe ich neben anderen, gereimten Sprüchen diesen "Die kluge Hausfrau, die ist wach Sie kauft bei kafu, Tag für Tag" und ich wundere mich, wieso sich ausgerechnet dieser Spruch nicht reimt. Ja, ich weiß, nach ein paar Minuten war auch mir klar, daß sich dieser Spruch in Niedersachsen halt doch reimt. Und dann suchen wir was zu futtern, registrieren andere Gerichte auf den aushängenden Kästen, vermissen bekannte Kost. Schließlich entdecken wir ein jugoslawisches Restaurant. Mein gewohnheitsmäßiges "Grüß Gott!" nimmt der Kellner ohne mit der Wimper zu zucken hin, gibt mir das "Grüß Gott!" zurück. Hier bekomme ich Deutsch im vertrauten Balkan-Zungenschlag zu hören. Hier fühle ich mich wohl und daheim. Desgleichen in der italienischen Eisdiele. Döner und Pizza sind inzwischen die deutschen Nationalgerichte, sie bekommt man überall. Und das ist gut so. Ciao Wolfram |
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Hallo WH,
schoener Beitrag. Ich dachte immer, die Döner's und Pizza's sind Teil bolschewistischer Indoktrination. Aber was ich als Mittelhesse gar nicht versteh, seid wann müssen Bayern im Norden Arbeit suchen? Länderfinanzausgleichungstechnisch, oder hat ein Sudetendeutscher in Bayern mit Hauptschulabschluss eine bessere Grundbildung als ein Ostfriese mit ABI ? "Schule ist Ländersache"... Alles nur Witz! M.f.G. |
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@tlacuache
Aber was ich als Mittelhesse gar nicht versteh, seid wann müssen Bayern im Norden Arbeit suchen? Müssen, mein Gott, müssen. Die Stelle war halt ausgeschrieben. Ciao Wolfram |
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wunderbarer blog-eintrag.
auf deine frage, wann du endlich deutsch-sein darfst, kann ich dir nur sagen, dass du abwarten musst und es weiterhin so oft behaupten musst deutsch zu sein, bis die letzten verstummen und es akzeptieren. die angst vor dem islam oder dem anderssein wird nur über bildung bewältigt werden können. vorurteile müssen aufgeklärt werden, dafür bist du, wie jeder andere mit mh (migrationshintergrund; hört sich tatsächlich an wie eine krankheit oder?) zuständig. genauso aber kann man auch polarisierende, provokative antworten dazu geben, wenn man gefragt wird, wo man denn eigentlich "ursprünglich" herkomme. z.b. aus seiner heimatstadt oder man nennt einfach mal eine taliban-hochburg aus dem fernen afghanistan, das dann doch nicht mehr allzu fern liegt, wenn man steif und fest behauptet, man sei der cousin dritten grades von osama bin laden. eine reaktion wird man bekommen, ob nun schallendes gelächter oder verdutzte blicke. was die beteiligten, alt-eingesessenen deutschen dann verstehen werden, ist, dass sie sich beim nächsten mal überlegen werden, ob diese frage nach zwei sekunden kennenlernen schon angebracht sei oder einfach dezent übergangen werden könnte, bis der-/diejenige selbst über sich aufklärt. |
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@ charliebrown
Danke für den Kommentar! Es stimmt (leider), dass man manchmal mehr erreicht, wenn man den Fragenden eine ordentliche Abfuhr erteilt, das macht mir aber oft miese Laune... Ich habe auch schon versucht, nüchtern und sachlich gleich vor Ort zu erklären, warum diese W-Frage direkt vor oder nach "Wie heißt du?" so unangenehm ist, das war hin und wieder auch erfolgreich, meistens allerdings nicht. Dafür nahmen mich häufig andere Anwesende später zur Seite und sagten: "Das kann ich gut verstehen! Ginge mir an deiner Stelle auch auf die Nerven!" |
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wunderbarer blog-eintrag.
auf deine frage, wann du endlich deutsch-sein darfst, kann ich dir nur sagen, dass du abwarten musst und es weiterhin so oft behaupten musst deutsch zu sein, bis die letzten verstummen und es akzeptieren. die angst vor dem islam oder dem anderssein wird nur über bildung bewältigt werden können. vorurteile müssen aufgeklärt werden, dafür bist du, wie jeder andere mit mh (migrationshintergrund; hört sich tatsächlich an wie eine krankheit oder?) zuständig. genauso aber kann man auch polarisierende, provokative antworten dazu geben, wenn man gefragt wird, wo man denn eigentlich "ursprünglich" herkomme. z.b. aus seiner heimatstadt oder man nennt einfach mal eine taliban-hochburg aus dem fernen afghanistan, das dann doch nicht mehr allzu fern liegt, wenn man steif und fest behauptet, man sei der cousin dritten grades von osama bin laden. eine reaktion wird man bekommen, ob nun schallendes gelächter oder verdutzte blicke. was die beteiligten, alt-eingesessenen deutschen dann verstehen werden, ist, dass sie sich beim nächsten mal überlegen werden, ob diese frage nach zwei sekunden kennenlernen schon angebracht sei oder einfach dezent übergangen werden könnte, bis der-/diejenige selbst über sich aufklärt. |
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@Calvani:
Danke für diesen bittersüßen Beitrag, der mit sehr bekannt vorkommt - interessanterweise, je älter ich werde. Ich kann Dir also leider nicht versprechen, daß diese Sprüche abnehmen werden, eher das Gegenteil. Das hat weniger mit den dunklen Haaren zu tun, die ab 40 eh langsam grau werden, falls sie bei uns Männern überhaupt noch vorhanden sind, sondern mit dem Erreichen von Positionen: Im Sandkasten sind doch alle nackig-dreckig, da ist wurscht, wer mit wem spielt (nur nicht, wer danach zum Spielen nach Hause eingeladen wird, das entscheiden aber klar die Eltern...),in der Schule dann entscheiden Dinge wie Musikgeschmack, 100 Meter - Lauf und kurz vor Schluß dann auch, wem der erste Kuß gilt...als Zivi oder Bundspecht oder beim sozialen Jahr ist man eh der allerletzte Besen, da paßt das Dunkle ganz gut zum sozialen Stand. Pause, Weltumseglung, ach, wie ist das Leben schön. Und dann, Rrrrumms, fragt einen der Prof. an der Uni, wo man so schön Deutsch gelernt hat: "Hier bei uns, oder am Goethe - Institut in, äh, wo kommen Sie her...!?". Das ist der erste kalte Waschlappen. Der zweite folgt sofort, nachdem man den Prof. darauf aufmerksam gemacht hat, daß man in Hannover kein Goethe - Institut, sondern das Bismarck - Gymnasium besucht hat und dort leider kein so melodievoller pfälzischer Dialekt gesprochen wird, den der Herr Professor in seinem Idiom zu kauderwelschen pflegt. Damit ist die erste Proseminararbeit schon mal mit Pauken und Trompeten dem Untergang geweiht. Tja, und dann geht das munter so weiter: Bei den Bewerbungen, dem Projektantrag, öffentlichen Förderungen, Gremien, Ausschüssen, etc. pp., ja, irgendwann geht man schon mit einem verbalen Harnisch gewappnet auf die Partys, deren dritte Frage nach "Was machst'n Du?" und "Wen kennst'n Du?" nämlich "Woher kommst'n Du? Äh, Ne, Ja, also ich mein' in echt jetzt, Du weißt schon!" - Nee, weiß ich nicht! Aber nachdem das und ein paar andere sinnlose Fragen geklärt sind, mal mehr, mal weniger sarkastisch untermalt, kommt an Stelle Nr. 11 oder 12 auch schon die Frage: "Wie heißt'n Du?!" ... Irgendwann fiel mir auf, daß dies keine Fragen nach Interesse, Rasse, Herkunft im biologischen oder, bös gesagt, ariosophischen Sinne sind, sondern eher - und so war's wohl schon immer - im soziologischen Sinne einer ZUGEHÖRIGKEIT, im Sinne einer wirtschaftlichen bzw. sozialen Klasse, nicht einer Rasse. Und beim beruflichen Verdrängungswettbewerb, den es so ausgeprägt wie heute in den 80ern beileibe nicht gab, tritt man erstmal gegen alles, was da von unten nach oben emporzukommen droht, um die eigene Bastion zu halten, ja, eher selbst auf den Schultern derer da unten nach oben zu steigen. Wie schön, daß es also Stereotypen und visuelle Merkmale gibt, die einem die manchmal unübersichtliche Auswahl derer, die a) wichtig oder b) störend sind, erleichtern - wie z. B. krauses Haar, Schlitzaugen oder dunkle Haut - oder eben umgekehrt, je nach Lage auf der Erdkugel. Das ist aber - gottlob - nichts typisch deutsches, sondern zutiefst menschliches, zumindest in dieser Cro-Magnon Etappe des Homo Sapiens, in der wir wohl auf ewig feststecken werden. Ein Beispiel: Ich kenne Jamaica recht gut und erinnere mich, daß ich bei meinen ersten Wanderungen über die Insel erstmal ganz selbstverständlich alle Schwarzen (die ethnische Mehrheit auf der Insel) als Schwarze sah. Mit dieser Ansicht hätte man mich fast gelyncht: Auch die meisten Jamaicaner grenzen sich untereinander durch die Hautfarbe ab: "Ganz schwarz, halb schwarz, fast braun, mittelbraun, rabenschwarz, mulattisch, Creme etc. pp... - mir wurde fast schwindelig; ich dachte gleich an die 27 Bezeichnungen für Schnee, und genauso viele Begriffe für die Farbe Weiß, die die Inuit kennen, um mal was Weißes in dieser schwarzen Anekdote zu zitieren. Diese Unterscheidung innerhalb der jamaikanischen Gesellschaft war aber - und das ist das grotesk-menschliche - samt und sonders zur hierarchischen Stellung in der jamaikanischen Gesellschaft, vor allem der Mittelschicht, bestimmt: Hier in der alten Mitte finden die Verteilungskämpfe auf dem Weg zur neuen Armut oder zum neuen Reichtum statt, da wird sich gefetzt, da entscheidet die Farbe, wenn nichts zuvor entschieden wird (durch Familie, Schulabschluß, Einkommen etc.) Leider. Nun ist die Mittelschicht in Europa insgesamt vielleicht - noch - etwas vermögender, doch die Verteilungskämpfe finden hier genauso statt. Leider. Nicht so bewußt, wie in der neuen Welt, aber unterschwellig ist stets der Scanner eingeschaltet: Unbekannte(s) wird dual abgetastet: a) Wichtig? b) Störend?. Und ist es etwa ein Zufall, daß mit dem zentrifugalen Zerfall der europäischen und amerikanischen Mittelschicht in ein "Oben" und "Unten" innerhalb der letzten 10 Jahre auch die nationalistischen und gar rassistischen Bewegungen wieder zugenommen haben? Und zerfiel da auch nicht eine Mittelschicht in der Weimarer Republik? Nun, der Rassismus ist im Grunde ein dürrer Wicht, doch gibt man ihm Angst zu speisen, Dummheit zu trinken und die Inflation als Streithengst, so kann er binnen kürzester Zeit zu einem unglaublichen Ungeheuer anwachsen. Das gilt überall, nicht nur in zerbröselnden postindustriellen Gesellschaften. Gottlob. Oder leider. Am Besten läßt man sich eine dicke Haut wachsen. Egal mit welcher Farbe! |
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Irgendwann fiel mir auf, daß dies keine Fragen nach Interesse, Rasse, Herkunft im biologischen oder, bös gesagt, ariosophischen Sinne sind, sondern eher - und so war's wohl schon immer - im soziologischen Sinne einer ZUGEHÖRIGKEIT, im Sinne einer wirtschaftlichen bzw. sozialen Klasse, nicht einer Rasse.
Das kann ich nachvollziehen: eine Möglichkeit zur Distinktion. Kleidung, Benehmen oder Statussymbole fungieren ebenfalls als Einschluss- bzw. Ausschlusskriterien. |
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@Daniel Khafif
Danke für Ihren wertvollen Beitrag, der aus meiner Sicht alle Aspekte des beiläufigen oder offenen Diskriminierens darlegt. Es geht sehr häufig um ein "oben" und "unten". Die Frage "Woher kommst Du?" ist nur dann nicht abschätzig, wenn Sie auf "Augenhöhe" gestellt wird, aus Interesse, nicht als "Qualifizierung" im Sinne von dazugehörig oder nicht dazugehörig. Und DAS spürt man las Gefragter sehr genau, ob diese Frage von oben herab oder tatsächlich auf Augenhöhe gestellt wird. Der nonverbale Teil der Botschaft ist der wichtigere dabei. So ähnlich hat es @Wolfram Heinrich weiter unten auch ausgeführt (am 20.05.2011 um 16:27, Der Haken ist halt: Wer Menschen, die anders ausschauen als der normale Deutsche (den es eh nicht gibt), abschätzig bewertet, der wird in jedem Falle ein Signal aussenden, das diese Abneigung deutlich werden läßt. ). |
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@ Daniel Khafif
Vielen Dank für deinen Beitrag. Viele deiner persönlichen Erfahrungen habe ich auch erlebt und zum Teil im Blogbeitrag oder anderen Kommentaren beschrieben. Du meinst, es ginge bei der Frage nach der Herkunft um die Zugehörigkeit. Nun, das betrifft die Kernaussage meines Blogbeitrags: Inzwischen taugen dunkle Locken und Teint, Mandelaugen und dergleichen eben nicht mehr um regelmäßig eine Zugehörigkeit oder kulturelle Prägung zu erfragen. Dazu haben diese Äußerlichkeiten vermutlich noch nie getaugt - Stichwort: Adoption - aber bei der großen Zahl von Einwanderern, die doch nicht allesamt Integrationsverweigerer sind, sondern wie mein Vater z.B. sogar zulassen, dass die Kultur des eigenen Geburtslandes völlig verdrängt wird, taugen sie überhaupt und gar nicht mehr. Dass man aber immer noch daran festhält und weiterhin "Wo kommst du her?" fragt, zeigt mit, wieviele weiterhin denken, dass diese Äußerlichkeiten Erklärungsbedarf verursachen oder Auskunft über die Zugehörigkeit geben. |
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@Calvani
Inzwischen taugen dunkle Locken und Teint, Mandelaugen und dergleichen eben nicht mehr um regelmäßig eine Zugehörigkeit oder kulturelle Prägung zu erfragen. Dazu haben diese Äußerlichkeiten vermutlich noch nie getaugt - Stichwort: Adoption - Sie haben noch nie getaugt und dazu braucht es nicht die Adoption zur Erklärung. Wenn du in Köln optisch auffällst und dir das lästig ist, dann ziehe einen Umzug nach Altbaiern in Betracht. Dort fällt dein rheinischer Akzent wesentlich mehr auf als dein Aussehen. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Naja, in er Regel sieht man mich, bevor man mich hört - es sei denn SuzieQ war gerade wieder da und ich habe deswegen einen hysterischen Anfall... |
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@Calvani
Naja, in er Regel sieht man mich, bevor man mich hört Ich wollte damit sagen, auch wenn man dich sieht, fällst du nicht auf. Hier gibt es so viel dunkle Typen, daß ein Blonder hier mehr auffällt als in Sizilien, wo die Leute unter anderem von den Normannen abstammen. Das sind Restbestände der römischen Besatzung, die Bajuwaren wanderten aus Böhmen ein, im Barock warb man italienische Gastarbeiter an um den Lehm (siehe heute noch die Stadtteile Laim und Berg am Laim in München) zu stechen und Ziegel draus zu machen. Andere Italiener bauten als Maurer an den barocken Kirchen mit, sogar Türken gab es im Barock in München in größerer Zahl: Der Kurfürst brachte von der gescheiterten Belagerung Wiens durch die Türken 1683 einen Haufen Kriegsgefangene mit. Die mußten den Türkengraben (einen Kanal) graben (dort läuft die heutige Türkenstraße entlang), dann brauchte man sie nicht mehr und ließ sie frei. Sie blieben, heirateten einheimische Frauen. Ach, ich sage dir, es ist ein entsetzliches Durcheinander der Gene. Und ich sage dir auch: Es ist gut so. Himmelherrgottssakrament, nimm deine "schräge" Herkunft an und freu dich drüber. Dieses genetische Durcheinander ist das Kostbarste, was dieses Land hat. Ciao Wolfram |
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Hallo Calvani,
vielen Dank für Deinen Blog-Eintrag! Ich hab ähnliche Erfahrungen wie Du und ich finde es frustrierend, immer wieder sich stereotyp wiederholende Gespräche darüber zu führen, woher ich denn 'eigentlich' kommen würde, was sich, wie bei Dir, nicht auf Sprachbeherrschung oder Akzent, folkloristische Assesoirs, Staatsangehörigkeit oder Namensgebung bezieht, sondern stumpf auf meinen dunklen Teint, Haar- & Augenfarbe. Zu der hier vielfach geäußerten Einschätzung, dass sei doch nur eine Interessensfrage, kann ich nur sagen, dass das zwar manchmal, leider aber in den meisten Fällen nicht stimmt. Auf die mir von ca jeder 2ten bis 3ten Person, die ich kennenlerne, gestellte Frage, wo ich den herkäme antworte ich i.d.R. mit 'Deutschland', woraufhin i.d.R. mit 'und Deine Eltern?' geantwortet wird, dann 'und Deine Großeltern?'. Bis zu diesem Punkt kann ich das auch noch als Interessensfrage werten - hätte ich tatsächlich Großeltern, die bspw aus der Türkei migriert sind, könnte (muss aber nicht) das ja biographisch relevant für mich sein - aber meistens ist das Thema damit nicht erledigt: 'und davor?' oder 'Ich finde, Du siehst aus wie eine Türkin/Araberin/Spanierin/Italienerin/Inderin...' sind Reaktionen, die für mich anzeigen, dass es eben doch meist rassistische Vorurteile sind, die die Eingangsfrage veranlasst haben. Auch wenn ich mich bemühe, nach der Xten Wiederholung fällt es mir schwer, freundlich Aufklärung darüber zu betreiben, warum es mich anpisst ständig Rechenschaft über meine Herkunft abzulegen. Ich finde es deprimierend, dass die (vermeintliche) ethnische Herkunft eine so große Rolle für viele spielt. |
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Dazu eine kleine Anekdote aus der Berliner U-Bahn.
Ein Schwarzer, der friedlich und schweigend mit einer sehr würdevollen Ruhe in der U-Bahn sitzend von einem gerade eingestiegenen, ungepflegt ausschauenden Mann sehr laut und unüberhörbar mit leicht aggressivem Unterton in berlinerischem Dialekt angesprochen wird: "Na, Bimbo - wo kommst duden her?" Der Angesprochene schaut den Aggressor nach einer gemessenen Pause direkt in die Augen und antwortet in einem sehr sonoren, tiefen und voluminösen Bass mit einem unüberhörbaren und allseits bekannten Dialekt: "Aus Bayern." Die Antwort war genauso entwaffnend und würdevoll, wie angemessen und witzig. Mit zwei Worten war das Verhältnis von oben zu unten genau ins Gegenteil verkehrt, der Aggressor, der hier leichte Beute vermutete, war der Lächerlichkeit preisgegeben - und stieg an der nächsten Haltestelle aus. |
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@ Leonie
Danke für den Kommentar! Leider ist das, was du schreibst, auch meine Erfahrung. Mit der W-Frage ist das Thema noch lange nicht abgeschlossen, es wird nach den Vorfahren gefragt, es werden Einschätzungen darüber abgegeben, welche Körpermerkmale auf welche Zugehörigkeit - pardon - Rasse schließen lassen und dann verwunderter Blick auf mein Wodkaglas "Ach, und du trinkst trotzdem Alkohol?" Alles schon erlebt! |
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ich bin mir nicht sicher, ob ich Ihren Problemaufriss wirklich verstehe, Calvani; es kommt mir so vor, als stürmen Sie gegen eine Grunderfahrung des Menschlichen an - alle Menschen werden beobachtet und anhand von Kriterien kategorisiert und bewertet, über die die Beobachteten letztlich keine oder kaum eine Kontrolle haben. So war ich meine gesamte Kindheit hindurch immer nur der "von drüben" (meine Eltern kamen aus der DDR nach Westdeutschland) und "der Protestant" (in einer Klasse von 45 Katholiken war ich der einzige Protestant, und wusste anfänglich noch nicht einmal, was das ist).
Letztlich ist mensch dagegen wehrlos, die schiere Masse an Beobachtern übersteigt jedes Maß, das noch einen realistischen Rahmen für eine erfolgreiche Gegenwehr böte. Gegenstrategien laufen daher im Prinzip auf "sich abfinden und dran gewöhnen" hinaus, in penetranteren Fällen irgend eine pointiert-boshafte Antwort, die Aufdringlichkeit in ihre Schranken verweist. Und das eigene Nahfeld bleibt Personen vorbehalten, die mit Herkunft keine Probleme haben. |
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@ Lethe
Ja und nein. Wenn Sie selbst in Ihrer Kindheit wegen einzelner weniger Merkmale in eine Schublade gesteckt wurden, dann wissen Sie ja wie nervig und unangenehm das sein kann. Natürlich reagieren wir Menschen auf bestimmte Eigenarten jeglicher Art, manchmal ohne dass wir es wollen. Aber erstens können wir einige Reaktionen in uns selbst verändern und zweitens unser Verhalten neu und anders ausrichten. Einen überzeugten Rassisten kann ich mit meinem Blog und der Schilderung meiner Geschichte und Sichtweise vermutlich nicht erreichen, aber es ist absolut nicht notwendig jemanden in den ersten Minuten der ersten Begegnung nach seiner Herkunft zu fragen. Ich frage auch niemanden, der sich mir gerade vorgestellt hat, welcher Religion er/sie angehört, was für eine politische Einstellung oder welche sexuelle Orientierung er oder sie hat. Die Antworten auf diese Fragen interessieren mich bisweilen auch, aber mir scheint das doch sehr unhöflich und plump zu sein, oder? Warum ist es die W-Frage für so viele nicht? |
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Liebe Calvani,
ich hätte da jetzt doch mal eine Frage. Ich verfolge nun in den letzten Tagen die Kommentare und mir ist aufgefallen, dass Du sehr großen Wert auf die Tatsache legst, "deutsch" zu sein. Mich irritiert das. Vielleicht liegt es auch an Deinen Erfahrungen, oder wie weiter oben formuliert, daran, dass Deine "Knöpfe wundgedrückt sind", aber mir kommt es so vor, als würdest Du Dich sehr an dieses "deutsch-sein" klammern, ja, als wäre das "deutsch-sein" Dreh- und Angelpunkt Deiner Identität. Subjektiver Eindruck, ist klar. Begrenzt sowieso, weil ich ja nur das mitbekommen, was Du hier zulässt. Die Vermischung mit der derzeitigen (wie lang ist die jetzt schon?) Integrationsdebatte halte ich für unglücklich. Um nicht zu sagen, einen Fehlgriff. Warum? Mit der Betonung auf Dein "deutsch-sein" (offiziell, sprachlich etc.) , wirkt die ganze Angelegenheit so, als gäbe es MigrantInnen, die es "verdient" haben "dazu" zu gehören und eben solche, bei denen es nicht so ist. Mein Ideal liegt da ja eher auf der grenzenlosen Ebene. Träumerei, ist klar. Aber darum geht es ja bei Idealen. Idealzustände heißen deshalb so, weil sie in der Realität äußerst selten vorkommen. Dein Ideal wäre also, dass Dein Pass über Deinem Äußeren steht, oder wie ist das zu verstehen? Wenn dem so wäre, dann könntest Du doch bei dieser (Dir) leidigen W-Frage, einfach das Dokument mit dem Adler rausholen und auf das Feld "Geburtsort" verweisen...oder nicht? Es grüßt, Luzieh |
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@luzieh.fair
Dein Ideal wäre also, dass Dein Pass über Deinem Äußeren steht, oder wie ist das zu verstehen? Wenn dem so wäre, dann könntest Du doch bei dieser (Dir) leidigen W-Frage, einfach das Dokument mit dem Adler rausholen und auf das Feld "Geburtsort" verweisen...oder nicht? Das Problem ist halt, daß es inzwischen das neue Wort "Paßdeutscher" gibt. Wer das Glück hatte, diesem Wort noch nie zuvor begegnet zu sein, der sei aufgeklärt: Ein "Paßdeutscher" ist jemand, der zwar die deutsche Staatsangehörigkeit hat, der womöglich auch in Deutschland geboren ist, aber letztlich halt doch kein "richtiger Deutscher" ist. Wenn ein Dumpfbeutel in seinem Hirn das Schema "Türk nix gut" hat, dann kannst du ihm stapelweise amtliche Dokumente vorlegen, es wird nichts nützen. Ciao Wolfram |
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Hallo @Wolfram,
"Passdeutscher" kannte ich als Begrifflichkeit noch nicht. Zum Rest: ich weiß, ich weiß. Ich wollte ja auch nicht ernsthaft vorschlagen, den Ausweis zu zücken, sondern wollte wissen, ob (und wenn ja warum) Calvani aus der Tatsache, dass sie alle Kriterien einer "guten" Mensch mit Migrationshintergrund (der ist ja nunmal irgendwie da, auch wenn er keine Rolle spielen soll) erfüllt, ihre Identität herleitet. Denn, wie ich oben schon schrieb, was macht mich denn mehr aus, als das was um mich herum passiert? (muss ich Zitate von mir eigentlich auch als solche kennzeichnen?) Und es gibt doch bei den meisten Menschen, eine Menge mehr, als Nationalität, und selbst die "passiert" nicht, oder prägt an sich. Es ist ja vielmehr der Diskurs um die Nation, der eine gewissen Haltung zu ihr prägt. Bei Calvani scheint exzessiv gefühlte Exklusion, zu einer Fokusierung auf die nationale Zugehörigkeit, geführt zu haben. Meine Wahrnehmung lässt jedenfalls diesen Schluss zu. |
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Luzie, ich denke, da siehst du zu kurz.
Es ist einerseits der Nerveffekt - und der ist erheblich. Aus diesen - z.T. penetranten - Nachfragen spricht auch meist ein gut Teil Herablassung, zumindest aber die Feststellung eines Nicht-dazu-Gehörens. Was aber bei Calvani, die, wenn ich das recht verstanden habe, noch ins Haus steht, sind die Folgen dieser Denkweise, wenn sie denn erst einmal auf Arbeitssuche sein wird. Darüber gibt es ja inzwischen schon Studien - und nicht umsonst eine erhebliche Abwanderung gerade von Akademikern, die Aufgrund eben der Herkunft ihrer Eltern oder Großeltern bei der Jobsuche erheblich benachteiligt werden. Dahin führt nämlich diese Denkweise - und vielleicht sollten dann auch die davon nicht betroffenen ein wenig einsehen, dass es sich nicht nur um irgendwelche wolkigen Zugehörigkeitsgefühle handelt, sondern um das Fundament von Diskriminierung. |
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@Alien:
nein, ich trage meine Brille:-), ich schrieb ja in meinem Kommentar weiter oben luzieh.fair schrieb am 19.05.2011 um 09:09 schon, dass die Wahrnehmung sicher eine Frage der Perspektive ist. Meine Perspektive ist die, einer von Rassismus (auch latentem) nicht Betroffenen. Calvanis Perspektive ist eine andere. Und das sich aus meiner (eher antinationalen) Grundhaltung, die Frage ergibt, warum es so wichtig ist, "deutsch" zu sein, ist doch nachvollziehbar. Genau wie sich auch Calvanis Perspektive ihre Haltung zur "W-Frage" ergibt. Und meine Ausgangsanmerkung war ja auch, dass ich die Vermischung mit der Integrationsdebatte für unglücklich halte. Viele Grüße, Luzieh |
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@Luzieh
"...aber mir kommt es so vor, als würdest Du Dich sehr an dieses "deutsch-sein" klammern, ja, als wäre das "deutsch-sein" Dreh- und Angelpunkt Deiner Identität." Mich hat das auch irritiert. Ich definiere mich als Mensch, als Bewohner des Planeten Erde, wie ich gerne in diesem Zusammenhang sage. Meistens bekomme ich dann ein Mitleidiges Lächeln als Antwort oder mir wird Naivität oder gar Leugnung meiner "natürlichen" Identität vorgeworfen. Als vor vielen Jahren der Brandanschlag in Lübeck passierte ging ich auf eine Kundgebung gegen Faschismus/Rassismus etc. An diesem tag nun meldeten die Medien das (nachdem erst Leute aus dem Neonazi Millieu verhaftet worden sind) ein libanesischer Bewohner des Hauses nun im Fokus der Ermittlungen steht. Die Sprecherin eines Bündnisses gegen rechts sagte dann auf der Kundgebung: "Ich bin nur froh das es keiner von uns war". Allgemeiner Beifall folgte auf diese Aussage. Genau das is das Problem, in letzter Konsequenz wird der menschenmordende Nazi als Mitglied der eigenen Gruppe, wird als "einer von uns" angesehen, wärend "der Ausländer" immer das Fremde darstellt. Ich kann und will mich nicht dieser Sichtweise anschliesen, da bleib ich gerne ein naiver leugner meiner "natürlichen" Identität. |
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:-)
Auf diesen Kundgebungen gibt es oft Leute, die den einen oder anderen Klopper raushauen. Schön finde ich immer: "Keine Nazis in XYStadt -Burg -Hausen!" Das frag ich mich immer: ja, wenn nicht hier, wo denn dann? Also, dieser Mechanismus, das was man nicht mag, von sich wegzuschieben (wie auch die "Fremden" zum Beispiel) und es dann für verschwunden zu betrachten, ist schon bemerkenswert. Dieses Jahr auf einer kleinen 1. Mai-Kundgebung, ist mir mal wieder aufgefallen, dass es auch (oder gerade?) in Gewerkschaftskreisen einen unglaublich großen Bezhug auf die Nation gibt. Hätte der Funktionär nicht am Ende gesagt, es sei wichtig, dass alle (auch die Migranten) grecht entlohnt werden, ich hätte gedacht, ich sei auf der falschen Kundgebung gelandet. Wobei, er hat vorher darauf Bezug genommen, dass die schlechtere Bezahlung von "ausländischen Arbeitskräften" (sic!) zum einen ungerecht sein, zum anderen aber zu Lohndumping führe und dann die "einheimischen Arbeitskräfte" (sic!) in eine Lohnabwärtsspirale rutschen würden. So gehts ja nicht, ne? Also: jedeR spricht auf diesen Kundgebungen für seine/ihre Klientel. Und bei Bürgis (sorry!) kommt ja der Bezug auf nationale Zugehörigkeiten nicht unbedingt schlecht an. Auch nicht bei denjenigen der Bildungsbürgis, die sich als "altlinks" bezeichnen. Naja...abgeschweift ist die Luzi... |
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@luzieh.fair
"Passdeutscher" kannte ich als Begrifflichkeit noch nicht. Sei dankbar dafür. Ich mußte das Wort schon vor Monaten hier in der FREITAGs-Community kennenlernen. Ich wollte ja auch nicht ernsthaft vorschlagen, den Ausweis zu zücken, Das war mir schon klar. Der Haken ist halt: Wer Menschen, die anders ausschauen als der normale Deutsche (den es eh nicht gibt), abschätzig bewertet, der wird in jedem Falle ein Signal aussenden, das diese Abneigung deutlich werden läßt. Ciao Wolfram |
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@Wolfram Heinrich:
Da haste recht. Schönen Tag noch, Luzieh |
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@Wolfram Heinrich @luzieh.fair
"Passdeutscher" kannte ich als Begrifflichkeit noch nicht. Sei dankbar dafür. Ich mußte das Wort schon vor Monaten hier in der FREITAGs-Community kennenlernen. "Passdeutscher" ist meiner Erfahrung nach Neonazi-Sprech. Bin ich zuerst auf der Weltnetz-Seite, wie die es ja so schön nennen, der NPD drauf gestoßen. |
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@ Luzieh
Es geht weniger um meinen Pass als um meine Prägung, meine Identität, meine Sozialisation. Und die hat nun mal ausschließlich in der deutschen Kultur und auf deutschem Boden stattgefunden. Der Freitag hat doch gerade das Interview mit Özdemir geführt, in dem er sagt, wir bräuchten mehr Bindestrich Identitäten. Das mag für viele zutreffen. Deutsch-Türkin z.B. bin ich aber nicht. Woher soll denn eine andere als die deutsche Prägung kommen? Und wenn es keinen anderen Einfluss gibt, denn den gibt es eben nicht, warum soll ich mich dann nicht Deutsche nennen dürfen? Ich bin Deutsche. Kulturell und offiziell. Und dass ich das hier so klar und deutlich formuliere liegt in der Natur des Themas. Ich bekenne mich zu meiner Kultur. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich wünsche mir, dass dann nicht ständig Leute angelaufen kommen, die mir erklären, dass ich aber nicht so aussehe. Das ist das Thema dieses Blogbeitrags. Bei der Integrationsdebatte geht es um die Integration von Migranten. Nun, mein Vater war Migrant. Und von seiner Kultur lebt nichts in mir fort. Meine Erfahrung ist aber, dass die Assimilation nicht dazu geführt hat, dass ich als Deutsche angesehen werde. Und das zeigt, dass nicht nur die Migranten sich integrieren oder assimilieren müssen, nein, die anderen "Deutschen" müssen bereit sein, Einwanderer und deren Abkömmlinge - zumal wenn nur deutsch geprägt - anzunehmen. Einseitige Integrationsbereitschaft reicht nicht aus. Ich halte es deshalb nicht nur nicht für unglücklich meine Biografie mit der Integrationsdebatte in Verbindung zu bringen, sondern es ist sogar zwingend notwendig in diesem Zusammenhang über die Integrationsbereitschft der "Deutschen" zu sprechen. Verstehst du Integration als einen Vorgang, den allein die Migranten zu vollziehen haben? Wie soll das gehen? Einseitige Anpassung? Ich bin doch so angepasst deutsch wie nur möglich... |
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@miauxx
"Passdeutscher" ist meiner Erfahrung nach Neonazi-Sprech. Davon gehe ich aus, ja. Ciao Wolfram |
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Liebe Calvani,
Bei der Beatwortung Deiner Fragen, ergeben sich für mich ein paar Probleme. Die haben in erster Linie, etwas mit meiner Einstellung zu tun. Natürlich ist Integration keine einseitige Sache. Kann sie auch nicht sein. Schließlich geht es ja beim Begriff der I. darum, etwas in etwas anderem, zu integrieren. Wenn das Integrierte ganz bleiben soll, muss sich "der Rest" öffnen. Das ist klar. In Deinem Fall geht es ja nicht um Integration, sondern um den Umgang mit dem "Fremden" an sich. Und um Deine merkliche Betroffenheit, über das sich wiederholende Gefühl, nicht "dazu" zu gehören. Ich persönlich empfinde es allerdings als unangenehm, wenn Leute sich sehr an Dinge klammern, die sie nicht beinflusst haben (wie zum Beispiel die Nationalität) und daraus einen großen Teil ihrer Identität ableiten. Das gilt im Übrigen auch für die Kultur. "Meine" "Unsere" "Eure" Kultur hat immer etwas exklusives. Mir ist klar (ich habe ja Augen und Ohren), dass meine Idee von Grenzenlosigkeit in der gesellschaftlichen Realtität abwegig erscheint. Und konkrete Probleme löse ich auch nicht damit, dass ich mir wünsche, dass es anders wird. Für das Problem der W-Frage gibt es wohl einfach keine Patentlösung. Wie Du selber schreibst ist ja auch Deine Reaktion auf sie von Tagesform und -verlauf abhängig. Ich finde es ok, innerhalb eines Gespräches (aber nicht in den ersten...naja...10-15 Minuten) zu fragen, was die Person mir gegenüber in die Stadt verschlagen hat. Ist aber, wie Du schriebst, von der jeweiligen Situation abhängig. Ich glaube, ihc habe da ganz gute Antennen:-) "Und das zeigt, dass nicht nur die Migranten sich integrieren oder assimilieren müssen(...)" Assimilieren? Da halt ich nix von. Vor allem nicht, wenn es als (An)Forderung gemeint ist. Es gibt aber Leute, die sehen das anders: In diesem Sinne: einen schönen Tag! |
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@ Luzieh
Dafür, dass sich mein Vater entschlossen hat, mir die Sprache und Kultur seines Geburtslandes nicht zu vermitteln, kann ich nichts. Und von Assimilation als Anforderung an andere habe ich zu keinem Zeitpunkt gesprochen. |
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"Und das zeigt, dass nicht nur die Migranten sich integrieren oder assimilieren müssen, nein, die anderen "Deutschen" müssen bereit sein, Einwanderer und deren Abkömmlinge - zumal wenn nur deutsch geprägt - anzunehmen."
Versteh mich nicht falsch, aber wenn jemand schreibt, "müssen", verstehe ich das als Anforderung. Wie meinste das denn? |
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@ Luzieh
Ich habe die Alternative zur Diskussion gestellt. Integration oder Assimilation. Eins von beiden muss es schon sein, meine ich. Und dann müssten wir uns natürlich wieder über die Begriffe selbst unterhalten... |
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"Als ich nach den ersten, ich glaube, rund neunzig Kommentaren zu meinem zweiten Blog ein Foto von mir hochlud, dauerte es keine fünf Minuten und da stand er dann auch schon, der Kommentar: Rasse-Weib.
Was wollt Ihr denn verdammt? Was muss ich tun, damit ich endlich deutsch, endlich eine von Euch sein darf? Deutsche sehen inzwischen so aus wie ich." ??? sorry, aber hier fehlt die Kausalität. Rasse-Weib hat nichts mit Rasse zu tun. Das kommt von rassig, was rasant, schnittig, edel usw. bedeutet. Der Begriff mag ja sexistisch sein, rassistisch ist er aber in jedem Fall nicht. PS: Deinen weiteren Ausführungen kann ich jedoch folgen und sie durchaus bestätigen. Allerdings ist das kein rein deutsches Phänomen, ist mir auch aus anderen Ländern und Kulturkreisen bekannt. |
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@TaiFei
Natürlich kommt "Rasseweib" von "Rasse". Ebenso wie "rassig". Eine Konnotation von "edel" mag schon auch drin stecken. "Rasseweib" als besonders typisches, bezeichnendes und herausgehoben empfundenes Exemplar. Eben das Abbild für das Reine und Unverfälschte einer "Rasse". Bitte um Entschuldigung: Für einen so unsäglichen Begriff wie "Rasseweib" mußte ich jetzt einfach eine solche Wortwahl verwenden. |
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@ TaiFei
Die Klärung des Begriffs Rasse-Weib, nun, die lasse ich mal dahin gestellt. Kann sein, dass es anders gemeint war als es bei mir ankam, kann aber auch nicht sein. "Du bist doch keine Deutsche!" habe ich tatsächlich auch schon in anderen Ländern gehört. Weil ich kein Italienisch kann, haben mich, als ich vor ein paar Jahren in Rom war, viele gefragt, wo ich herkomme, und dann ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und mir nicht geglaubt, wenn ich Deutschland geantwortet habe! Das ist also wirklich kein deutsches Phänomen. |
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@miauxx
Natürlich kommt "Rasseweib" von "Rasse". Ebenso wie "rassig". Da wäre ich mir nicht so sicher. In meiner Kindheit in Niederbayern hatten wir das Wort "raß" gebraucht, um etwa die Eigenschaft von direkt auf die Zunge gebrachtem Brausepulver zu beschreiben. Der Duden führt dies in der Tat als süddeutsches Wort auf, in der Bedeutung von 1. (durch kräftige Würzung) scharf 2. scharf, schneidend, beißend 3. scharf, bissig 4. (von Pferden) wild, bösartig 5. (besonders von Frauen) resolut und unfreundlich Allerdings haben wir das Wort nicht wie im Duden behauptet mit langem "a" gesprochen, sondern mit sehr kurzem "a" und betontem "ß". Der Duden führt das Wort auf das mittelhochdeutsche ræʒe, althochdeutsch rāzi, die Herkunft sei ungeklärt. Es mag sein, daß die Volksetymologie hier raß und Rasse miteinander vermengt hat. Ciao Wolfram |
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@Calvani
Die Klärung des Begriffs Rasse-Weib, nun, die lasse ich mal dahin gestellt. Nun, da brauchst du nichts dahingestellt lassen. Der Begriff ist so klar, wie nur irgend ein Begriff klar sein kann. Gib mal "Rasseweib" in Google ein und laß dir 100 Fundstellen pro Seite zeigen. Neben etymologischen Websites findest du haufenweise Belegstellen von Frauen, die sich selbst (als professionelle Dienstleisterin oder als Kontaktsuchende) als "Rasseweib" anpreisen. Auf einer der etymologischen Websites fand ich folgende Synonyme von Rasseweib: "(extrem) scharfes Weib, (extrem) scharfe Braut, Sexbiene, Sexmieze, Sexbombe, Sexpuppe, Sexsymbol, Superweib [ugs.], Wuchtbrumme [ugs., altm.], Sexgranate, Granate, Sexhaubitze, heißer Feger, heiße Braut". Da ist kein Gründeln im Rassemief der Nazis, das ist ein ganz eindeutiger Bezug zur sexuellen Attraktivität einer Frau. Wie TaiFei schrieb ist Rasseweib vielleicht (nein: sicher) sexistisch aber ganz sicher nicht rassistisch. Wenn ein deutscher Mann von einem "Rasseweib" spricht, dann ist ihm die Abstammung der Frau absolut wurscht. Der will sie nicht nach der Rasse sortieren sondern ihr schlicht an die Wäsche. Weil ich kein Italienisch kann, haben mich, als ich vor ein paar Jahren in Rom war, viele gefragt, wo ich herkomme, und dann ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und mir nicht geglaubt, wenn ich Deutschland geantwortet habe! Na ja, die Italiener haben halt die Bella Bionda im Kopf, wenn sie an eine deutsche Frau denken. So wie du ausschaust, würde dich der normale Römer eher aus Neapel kommend einschätzen. Aber denk dir nichts, mein Jüngster geht überall als Italiener durch, obwohl seine Wurzeln von beiden Seiten her im Sudetenland liegen. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Die disziplinäre hier konkret: sprachwissenschaftliche Bedeutung eines Begriffs und seine landläufige Verwendung, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wenn ich einen Kopfhörer oder eine andere Sache kaufe, verklickern mir Verkäufer immer, ich bekäme darauf zwei Jahre Garantie. Ich nicke dann und denke mir meinen Teil, denn für eine Garantie ist ein eigenständiger Vertrag erforderlich. Gemeint ist mit Garantie aber das kaufrechtliche Gewährleistungsrecht, ich weiß. So. Wie Männer untereinander über Frauen reden, davon erfahre ich - leider! - immer nur sehr sporadisch, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine zarte blonde Elfe als Rasse-Weib bezeichnet, da kann sie noch so schön sein. Oder, Wolfram? Erzähl! |
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@Calvani
selbst nachts kurz vor vier sitzt du auf einem weißen Ross und wartest auf den Prinzen, der all deine Sorgen mit einem einzigen Schwerthieb hinwegfegt? Ich kann nur hoffen, daß der Prinz nicht blond ist oder sein Pferd ein Falbe, denn dann müßtest du einen neuen Artikel starten, Thema: mein Freund/Prinz/Pferd ist blond, was soll ich tun? Der Prinz hat aber sicher im Schloß ein stilles Kämmerlein, carpe diem! SQ |
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@ SuzieQ
"Man kann alles zerpflücken, zurückverfolgen, erklären, (...) wer kann mir den Sinn dieses mit Kommentaren überhäuften Artikels erklären?" Wenn dich die vielen Kommentare hier stören, dann hör' endlich auf zu kommentieren! Ganz einfach! |
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@Calvani
Wenn dich die vielen Kommentare hier stören, dann hör' endlich auf zu kommentieren! Mir würds ja schon reichen, wenn sie die blöden Zeileneinteilungen bleiben ließe. Aber das ist wahrscheinlich Lyrik und ich hoffe wieder mal vergeblich. Ciao Wolfram |
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@Calvani
mich stören weder die Kommentare noch ihre Anzahl, ich hab auch noch gar nicht viel selbst eingestellt, ich riet dir zu mehr Abstand. Ganz einfach empfinde ich es als hochmütig trotz der Resonanz immer noch einen draufzusetzen. Du gibst dich niemals zufrieden, nichts ist gut genug, keiner versteht dich. So auch jetzt, typisch, statt eine kurze,knappe Antwort zu liefern, wirst du bockig. Ehrlich, mich wundert die Zahl der Kommentare nicht mehr so sehr, wenn ich mir deine Methode betrachte. Ist das ein netter Zeitvertreib für dich, alles dreht sich um dich, ich hab schon kurz vorher erwähnt, daß ich nicht glaube, daß du ein Problem hast, sondern eher selbst das Problem bist. Auch deine Reaktion um 4:03, exakt das Übliche, Madame pickt sich das Passende raus und bolzt mal über den Platz, langweilig. SQ |
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@ SuzieQ
Darf ich Sie fragen, was genau Sie @Calvani mitteilen wollen? Sie schreiben, Calvani sei hochmütig, bockig, niemand verstehe sie, sie selbst sei das Problem und Madame picke sich was raus und bolze über den Platz, was langweilig sei. SuzieQ - da scheint ein wenig Hass im Spiel zu sein. Wie genau lautet Ihre Botschaft zu obigem Blog, um den es doch geht? |
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@Calvani
Die disziplinäre hier konkret: sprachwissenschaftliche Bedeutung eines Begriffs und seine landläufige Verwendung, das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Nun zeichnen ja Wörterbücher, die guten zumindest, die landläufigen Bedeutungen eines Wortes nach, gegebenenfalls auch die Verwendung auf verschiedenen Sprachebenen. Eine "Klage" etwa ist im juristischen Jargon etwas anderes als eine Klage im Alltag. Aber du hast vielleicht bemerkt, daß ich neben dem etymologischen Lexikon auch die Kontaktanzeigen als Beleg angeführt habe. Wie Männer untereinander über Frauen reden, davon erfahre ich - leider! - immer nur sehr sporadisch, Wünsche dir nicht, mehr zu wissen. Hinzufügen möchte ich jedoch, daß "Rasseweib" nicht zu meinem aktiven Wortschatz gehört, außer hier, wo ich über Begriffe diskutiere. allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine zarte blonde Elfe als Rasse-Weib bezeichnet, da kann sie noch so schön sein. Oder, Wolfram? Du hast insofern recht, als "Rasseweib" eher für dunklere Frauen verwendet wird. Eher, aber beileibe nicht ausschließlich. Gib mal "blondes rasseweib" in Google ein. Wichtig ist nicht die Haarfarbe, sondern daß sie nicht "weiblich passiv" ist Und dann schau (und hör) dir das mal an. www.youtube.com/watch?v=bcR8CcmyjbU Ich weiß, die Bildqualität ist schrottig. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram Heinrich 21.5. 4:10
...blöde Zeileneinteilung..." ??? Ich mag auch gern kurze,knappe,zutreffende Kommentare, käm allerdings nie auf die Idee, einen anderen Kommentator mit -blöd- in Zusammenhang zu bringen. Wie kommen Sie darauf? Lyrik ist nicht der Schlüssel. Ciao |
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@ weinsztein 21.5. 4:50
Selbstverständlich dürfen Sie fragen, nicht selbstverständlich dürfen Sie eine Antwort erwarten. Nein, ich schrieb nicht (!), Calvani ist hochmütig,... Ich schrieb ....ich empfinde es als.... kleiner Unterschied. Der Kommentar ist nicht obkektiv, kann er auch nicht sein, wenn man aus Interesse hier liest, kann ich für mich behaupten, es dreht sich immer wieder und dreht sich, mir wird dann langweilig. Mir wird, nicht sie ist. Meine Kommentare haben in keinem Punkt mit Hass zu tun, ich schwöre. PS Sie fragen, ich antworte. Das ist für mich ein Gebot der Höflichkeit, in einem anderen Artikel warte ich bis jetzt auf eine Antwort von Ihnen, Sie wissen schon. |
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@SuzieQ
"...blöde Zeileneinteilung..." ??? Ich mag auch gern kurze,knappe,zutreffende Kommentare, käm allerdings nie auf die Idee, einen anderen Kommentator mit -blöd- in Zusammenhang zu bringen. Ich auch nicht. Die Zeileneinteilung ist blöd, da unnötig schwer zu lesen, nicht der Autor. Wie kommen Sie darauf? Lyrik ist nicht der Schlüssel. Ich dachte halt nur, Lyriker leisten sich gerne solche Mätzchen. Ciao Wolfram |
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Mein Vater wurde 1899 geboren und in seinem Geburtsschein steht, dass seine Eltern alles tun sollen, damit er ein guter Untertan des badischen Großherzogs werde. Von "deutsch" war da nicht die Rede. Somit wer bin ich nun? Badener, Deutscher, Europäer - Alemanne, Weltbürger, ehrlich gesagt, ist mir eigentlich egal, da ich mich nicht von Geografien abhängig mache. Ich bin mit Lust ein Entwurzelter - die Heimattümmler können mich mal!
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@Zeitleser
Kämen Sie in Ihrem Fall mit einem badischem Europäer klar, dem in einem Anfall von Lust die Wurzel entrissen wurde? (War Spaß) |
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@tycho
mad world, vor allem wenn man selbst das Problem ist/hat, und gar nicht die Anderen, stop, ich relativier das, es ist nicht verwerflich, wenn das Gegenüber über das Aussehen Schlüsse zieht, das ist nicht verwerflich, das ist Evolution, first look, der erste Eindruck macht gaaanz viel aus, hier und anderswo, 2.0 ändert daran nichts, wenn ich jetzt könnte wie ich wollte lief hier was aus Bullerbü, die Kleine hieß, mein ich, scrollan, wenn ich auf das eingestellte Foto schaue, erkenne ich keine signifikanten Äußerlichkeiten, soll heißen, ich käm nie auf die Frage -wo kommst du her?- sieht aus wie lilly Becker, netherlands, woher rührt hier dieses tamtam? Meine Großmutter wurde 1900 geboren und wurde 105, S I E war eine Frau ohne Zweifel. sq |
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wenn ich auf das eingestellte Foto schaue, erkenne ich keine signifikanten Äußerlichkeiten,
soll heißen, ich käm nie auf die Frage -wo kommst du her?- Eine Frau wüßte, warum trotzdem die W-Frage gestellt wird. |
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@thinktankgirl 21.5. 8:07
"Eine Frau wüßte,warum trotzdem die W-Frage gestellt wird." Erklären Sie mir bitte. Die original-W-Frage lautet: Woher kommst du? Meiner Empfindung nach wird sie diskutiert als Was willst du hier? |
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@SuzieQ
wenn ich auf das eingestellte Foto schaue, erkenne ich keine signifikanten Äußerlichkeiten, soll heißen, ich käm nie auf die Frage -wo kommst du her?- "Eine Frau wüßte,warum trotzdem die W-Frage gestellt wird." Angenommen, die Geschichte und die Bebilderung des Blogs sind wahr: Eine attraktive Frau mit einem - sagen mir mal - etwas nichtdeutschem Aussehen wird Männer anziehen. Da die Anbaggerstrategien oft nicht besonders einfallsreich sind, fällt solchen Typen als Anknüpfungspunkt nichts Intelligenteres ein, als zu fragen: Woher kommst du? Wäre Calvani wirklich eine Frau, wüßte sie, warum ihr so oft die W-Frage gestellt wird. |
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@thinktankgirl
achso und es ging ursprünglich doch nicht um die W-Frage, es ging um Antwortvorschläge, wie reagier ich denn dann am besten, klügsten, witzigsen, raffiniertesten,... Um was (?) zu erreichen? Es ist ein makuliner blog, ein blog-blog. In Anlehnung an der,die,das. |
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Man kann alles zerpflücken, zurückverfolgen, erklären,
im allgemeinen Sprachgebrauch ist ein Rasseweib ein Klasseweib, nicht unbedingt eine Beleidigung, sag ich als Frau jetzt mal, ich frage mich aber schon seit ein paar Tagen, warum ausgerechnet Calvani immer dieselbe Frage gestellt wird, und wenn ich es richtig verstanden habe, immer und überall und von so wahnsinnig vielen verschiedenen, die ihr die Existenz absprechen wollen. Hab noch keine Antwort. Vielleicht wird´s ne Doktorarbeit, ohne Probleme, da jedweder gepostete Text zum freitag gehört, also ich möchte mich jetzt nicht unbeliebt machen, aber, wer kann mir den Sinn dieses mit Kommentaren überhäuften Artikels erklären? Ich wäre u.U. sogar dankbar, kann das aber nicht garantieren. SQ |
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wer kann mir den Sinn dieses mit Kommentaren überhäuften Artikels erklären?
Ich wäre u.U. sogar dankbar, kann das aber nicht garantieren. SQ Der Sinn ist, die FC vorzuführen und möglichst oft das Wort Rasse auszusprechen. |
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@ thinktankgirl
Calvani, die "Mandarine im Mondschein", sollte uns foppen wollen? Wie denn das? Wie sollte das gehen? Etwa mit dem Wort "Rasse"? Das kleben von mir so genannte faschistoide Gesockschats der hiesigen Community ans Bein, um sie als rassistisch zu diffamieren. Du glaubst, Calvani gehe es um die besondere Häufigkeit des Begriffes "Rasse", um die FC vorzuführen. Fragen wir Calvani. Wurden evtl. Fotos aus dem Internet für die Darstellung von Calvani missbraucht? |
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@weinsztein
Calvani, die "Mandarine im Mondschein", sollte uns foppen wollen? Und wenn. All die Namen und Bilder, die wir ins Internet stellen, sind doch nichts weiter als Phall und Lauch. Hauptsache, es ergibt sich aus einem Beitrag eine interessante, womöglich gar erhellende Diskussion. Selbst wenn Calvani in Wirklichkeit Peer Jensen hieße und ein sechzigjähriger Schulmeister aus Husum wäre, so würde das nichts ändern. Ciao Wolfram |
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Wolfram Heinrich schrieb am 22.05.2011 um 10:35 @weinsztein Calvani, die "Mandarine im Mondschein", sollte uns foppen wollen? Und wenn. All die Namen und Bilder, die wir ins Internet stellen, sind doch nichts weiter als Phall und Lauch. Hauptsache, es ergibt sich aus einem Beitrag eine interessante, womöglich gar erhellende Diskussion. Selbst wenn Calvani in Wirklichkeit Peer Jensen hieße und ein sechzigjähriger Schulmeister aus Husum wäre, so würde das nichts ändern. Ciao Wolfram Doch in diesem Falle änderte es sehr viel. |
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@thinktankgirl
"Selbst wenn Calvani in Wirklichkeit Peer Jensen hieße und ein sechzigjähriger Schulmeister aus Husum wäre, so würde das nichts ändern." Doch in diesem Falle änderte es sehr viel. Obst du uns noch berichten könntest, warum das so wäre? Ciao Wolfram |
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@wolfram
Weil dann der vorliegende Blog keine persönliche Erfahrung wiedergibt, sondern die Phantasie des Schulmeister, sprich es handelt sich um Fiktion. Calvanis Blog erscheint als authentischer Bericht und berichtet über Diskrimination. Wir nehmen Anteil an ihrem Leiden. Wenn sie über Rassismus spricht, können wir nicht sagen, daß ist doch Quatsch, da sie die Zeugin dafür ist. Handelt es jedoch um ungekennzeichnete Fiktion, dann mißbraucht Calvani das ihr entgegengebrachte Verständnis und benutzt den Blog auch zu böswilligen Unterstellungen gegenüber anderen (Rasse, Blut, Genen, Abstammungsgeschichte etc.). Auf gut deutsch: Verarschung auf niedrigem Niveau. |
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@thinktankgirl
Weil dann der vorliegende Blog keine persönliche Erfahrung wiedergibt, sondern die Phantasie des Schulmeister, sprich es handelt sich um Fiktion. Vielleicht fasse ich meine erleuchteten Ausführungen zum Thema Internet und Identität doch noch mal zu einem Artikel zusammen, damit ich nicht ständig das Immergleiche wiederholen muß, sondern nur noch einen Link zu setzen brauche. Für uns am Computer-Monitor ist die wahre, das heißt die bürgerliche Identität von Calvani so wenig von Interesse wie es jene von thinktankgirl oder wem immer ist. Wir wissen von beiden nichts und das wenige, das wir doch zu wissen glauben, haben wir von den Personen, die hinter den Schemen stehen. Es kann wahr sein, was uns erzählt wird, es kann leicht veränderte Wirklichkeit sein oder aber auch totale Fiktion. Das einzig Verläßliche ist der Text, den die verschiedenen Nicks hier schreiben. Ist der Text gut, nicke ich erfreut mit dem Kopf und der Text bliebe auch dann gut, wenn der Verfasser ein Serienmörder wäre. Und enthält der Text nur Dummschwatz, so wird der Dummschwatz nicht dadurch besser, daß hinter dem Text ein eigentlich ganz sympathischer Mensch als Autor steckt. Nehmen wir also mal an, Calvanis Blogbeitrag hier (die anderen Blogbeiträge und Kommentare interessieren mich in diesem Zusammenhang schon kaum noch) sei pure Fiktion und tatsächlich von einem 60jährigen Schulmeister aus Husum geschrieben. Was auch in diesem Fall noch bliebe, wäre das Wesentliche an der ganzen hier geführten Diskussion: Es hat sich eine teilweise recht interessante Debatte entwickelt, der belanglose Rest wird nicht noch belangloser durch den Umstand, daß er sich an einem gefaketen Text entzündet hat. Handelt es jedoch um ungekennzeichnete Fiktion, dann mißbraucht Calvani das ihr entgegengebrachte Verständnis und benutzt den Blog auch zu böswilligen Unterstellungen gegenüber anderen (Rasse, Blut, Genen, Abstammungsgeschichte etc.). Diese Unterstellungen können uns eigentlich ziemlich wurscht sein, sie können sogar den Personen, denen sie all diese Dinge unterstellt, wurscht sein, weil diese Personen weder mit Namen genannt noch sonstwie so konkret beschrieben werden, daß man sie dingfest machen könnte. Und sollten sich völlig andere Personen in Calvanis Schilderungen wiederfinden und getroffen fühlen, dann paßt es ja wieder, dann zieht sich derjenige einen Schuh an, der ihm paßt. Ciao Wolfram |
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Ach, mal wieder die Frage nach meiner "wahren" Identität...
...passt ja auch zum Thema...irgendwie! |
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Calvani schrieb am 22.05.2011 um 18:24 Ach, mal wieder die Frage nach meiner "wahren" Identität... ...passt ja auch zum Thema...irgendwie! Ja, paßt. Ich möchte mit authentischen Opfern des deutschen Rassimus und nicht mit fingierten Opfern eines fingierten Rassismus reden. |
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Hallo Calvani,
Noch ein paar Anmerkungen und etwas Grundsätzliches: sie schrieben am 21.05.2011 um 00:00 "Es geht ... um meine Prägung, meine Identität, meine Sozialisation. Und die hat nun mal ausschließlich in der deutschen Kultur und auf deutschem Boden stattgefunden." Nie einen Hollywoodstreifen gesehen? Nie im Ausland gewesen? Ich hab als Kind soviel amerikanische Serien und Filme konsumiert das ich mit 12 noch dachte ich sei Amerikaner und ich Muttern oft fragte "wann fahren wir mal in die Heimat?". Sie zitieren:"Die Körper erinnern sich ewig so wie die Kontinente, die einst zusammen gehörten." (Sándor Márai) hört sich für mich auch nicht unbedingt nach "rein deutscher" Kultur an. "Deutsch-Türkin z.B. bin ich aber nicht." viele Menschen die so bezeichnet werden, bezeichnen sich selber eher als "türkisch-deutsche", andere lehnen auch das als rassistische Zuschreibung ab. "Woher soll denn eine andere als die deutsche Prägung kommen? Und wenn es keinen anderen Einfluss gibt, denn den gibt es eben nicht, warum soll ich mich dann nicht Deutsche nennen dürfen? Ich bin Deutsche. Kulturell und offiziell." siehe Oben. Ihr "Problem" kreist doch nicht um die Frage wie Sie sich nennen dürfen sondern wie Andere sie sehen. "Und von seiner Kultur lebt nichts in mir fort. Meine Erfahrung ist aber, dass die Assimilation nicht dazu geführt hat, dass ich als Deutsche angesehen werde." Hmm wenn keinerlei "Fremdkultur" in ihnen fort lebte, war da doch auch nix zu assimilieren. Ein Borg kann doch keinen anderen Borg assimilieren oder? Ich frag mal Seven of Nine was die davon hält. "Und das zeigt, dass nicht nur die Migranten sich integrieren oder assimilieren müssen, nein, die anderen "Deutschen" müssen bereit sein, Einwanderer und deren Abkömmlinge - zumal wenn nur deutsch geprägt - anzunehmen." Die "anderen" deutschen? Einerseits fordern Sie das Deutsche Sie als Deutsche und nix anderes wahrnehmen bzw kategorisieren, andererseits stellen Sie hier eine neue Kategorie Deutscher auf, diffus als die "anderen" Deutschen bezeichnet. Ich nehme an Sie hatten erst spezifischere Begriffe im Kopf?, sowas wie "Ur-Deutsche" etwa? "Ich bin doch so angepasst deutsch wie nur möglich.." Den Eindruck gewinne ich langsam auch. Sie pochen so sehr auf die Reinheit ihrer kulturellen Prägung und definieren derart nicht nur Ihr eigenes "deutsch-sein" sondern liefern auch eine universelle Schablone zur Bestimmung kollektiver Identität (Kultur) und dem Umgang mit Menschen die nicht ins Kollektiv passen (für die ist die Assimilierung vorgesehen). Umgekehrt sei die Frage erlaubt: Angenommen Sie hätten mehr kulturelle Impulse von ihrem Vater erhalten, indem er ihnen z.B. oft Geschichten aus seiner Kindheit erzählte oder vom Leben in der Fremde, den schönen Bücher in seiner Muttersprache etc. Und ausserdem hätten Sie die ersten 4 jahre ihres Lebens in Ittoqqortoormiit (grönländische Kleinstadt) verbracht, könnten Sie sich in Ihrer Logik noch als Deutsche bezeichnen? Würde das so einen Unterschied machen, nur weil ihre Sozialisation ja nicht "ausschließlich in der deutschen Kultur und auf deutschem Boden stattgefunden" hätte. Wenn sich auf der nächsten Party mal wieder ein paar Leute in der Küche einfinden und eine Frau mit schwarzer Haut, einem nichtdeutschen Akzent und einer Vita, die 1o Jahre Aufenthalt in verschiedenen Regionen dieser Welt beinhaltet, erzählt, sie sei Deutsche, da sie seit 3 Jahren einen deutschen Pass habe und auch auf die aufklärerischen Elemente und die tolle Verfassung in der BRD stehe, und jemand sagt darauf das sei Unsinn, da ihr die deutsche Kultur fehle, wäre das dann weniger rassistisch weil eher wahr? Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist mir wurscht wie jemand seine nationale Identität herleitet. Ob biologisch, kulturell oder aufgrund der Liebe zur Verfassung. Allen gemein ist die Imagination kollektiver, nationaler Identität, die die reale gesellschaftliche Spaltung ideel überwinden soll. Beim WM-Finale interessiert es den geprügelten und geschundenen Empfänger staatlicher Transferleistungen nicht mehr das sein Nebenmann nen fetten Benz fährt und er seinen Lohnsklaven gerade unter Androhung von Entlassungen weitere Lohnkürzungen aufgezwungen hat. Ihn interessiert nur welche Farben dieser sich ins Gesicht gepinselt hat. Der andere Geprügelte und Geschundene, mit der falschen Flagge im Gesicht, der wird hingegen schnell als Verursacher seines Elends ausgemacht und dann auch gerne mal durch die Innenstadt gejagt. Ich rate Ihnen :Treten sie aus dem Verein der ewigen Weltmeister aus. So lebt es sich zwar auch nicht leichter, dafür aber etwas freier. Viel Glück und alles Gute P.S. zum Thema Rassismus bzw positiver Rassismus : Wäre ihre Haut nicht "gold-oliv" und ihre Augen nicht "mandelförmig" dann wäre Ihnen hier von einigen wenigen schon eine eher konservative Gesinnung vorgeworfen worden. |
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@ Erdlingsdings
Ich bin so deutsch sozialisiert wie Lieschen Müller von nebenan, deren Eltern oder Großeltern keine Migranten waren - mit allen Einflüssen und Wechselwirkungen die die abendländische oder westliche Kultur erfahren hat und erfährt. Ich dachte, das wäre klar, weil es realistischerweise gar nicht anders möglich ist... Assimiliert hat sich mein Vater, indem er sich gemeinsam mit meiner Mutter dazu entschieden hat, nur Deutsch mit mir zu sprechen, mich taufen zu lassen, mir einen biblischen Namen zu geben usw. Und auf Reinheit der deutschen Kultur poche ich überhaupt nicht. Ich kann's auch so ausdrücken: Ein Blinder, der mich von meinem ersten bis zum zwanzigsten Lebensjahr begleitet hätte, hätte mich nie im Leben gefragt "Wo kommst du her?". Und besonders verräterisch finde ich, dass Sie meinen mein Aussehen bewahre micht vor Vorwürfen...was ist das denn, wenn keine Differenzierung allein gemäß der genetischen oder ethnischen Körpermerkmale? |
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...möchte nur anmerken, dass in Deutschland die "ius sanguinis" bis zur Reform im Jahre 2000 bestand und bis heute nicht völlig abgeschafft ist...
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@ Giuseppe Navetta
Interessanter Hinweis! Und die Schlussfolgerung? |
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@Calvani
Interessanter Hinweis! Und die Schlussfolgerung? Die Schlußfolgerung ist, daß bis vor ganz kurzem noch in Deutschland das "Deutscher sein" vor allem an der Abstammung festgemacht wurde. Ein Türker, der die deutsche Staatsbürgerschaft will, muß seine Sprachkenntnisse nachweisen, ein Kasachendeutscher (eigentlich ja Wolgadeutscher) muß das nicht, er bekommt die deutsche Staatsbürgerschaft (ich hatte mich vertippt und erst "Sprachbürgerschaft geschrieben), ohne auch nur einen einfachen Satz auf Deutsch bilden zu können. In den angelsächsischen Ländern dagegen gilt das "Ius soli". Wenn du zufällig auf einem amerikanischen Schiff auf Hoher See (also außerhalb der Hoheitsgewässer eines dritten Staates) geboren wirst, dann hast du Anspruch auf die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zu den Wolgadeutschen: Die Zarin Katharina II. (als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst-Dornburg in Stettin geboren, Tochter von Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst und dessen Gemahlin Johanna Elisabeth von Holstein-Gottorf) hatte in den 1760er Jahren Deutsche als Einwanderer nach Rußland gelockt und sie an der Wolga ansiedeln lassen. Sie bildeten dort geschlossene Siedlungsgemeinschaften mit Deutsch als Umgangssprache bis in jüngere Zeit. Als Hitler die Sowjetunion überfiel, ließ Stalin die Wolgadeutschen sicherheitshalber nach Kasachstan verfrachten, Deutsch als Umgangssprache wurde verboten. So kommt es, daß die hier angekommenen Einwanderer in aller Regel nicht Deutsch sprechen (die Großeltern haben noch Deutsch gesprochen) und viele von ihnen können auch nach 20 Jahren hier kein richtiges Deutsch. Bei der MPU hatte ich reichlich Kasachendeutsche und Türken als Kundschaft (ja, die Türken süffeln auch ganz gern). Die Kasachendeutschen (allesamt deutsche Staatsbürger) kamen fast alle mit Dolmetscher (der bitter nötig war), die Türken nur in Ausnahmefällen. Ciao Wolfram |
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@Wolfram
Vielen Dank für die Fortführung gemäß meiner Intention! tanti saluti Peppino |
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@ Wolfram
Für mich steht das Umdenken im Vordergrund, das ist jedenfalls meine Schlussfolgerung aus der weitestgehenden Aufgabe des Abstammungsprinzips. Und es hätte ja auch sein können, dass mit dem Kommentar gemeint war, dass ich erklären soll, wie es dazu kam, dass ich nur die deutsche Staatsangehörigkeit habe - schließlich bin ich vor dem Jahr 2000 geboren worden. Da sieht man, wie misstrauisch ich im Laufe der Jahre geworden bin... |
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Diese Identitätsfrage ist halt schon immer blöd gewesen.
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@Calvani
Und es hätte ja auch sein können, dass mit dem Kommentar gemeint war, dass ich erklären soll, wie es dazu kam, dass ich nur die deutsche Staatsangehörigkeit habe - schließlich bin ich vor dem Jahr 2000 geboren worden. Auch nach dem Ius sanguinis wärest du deutsche Staatsbürgerin. Schließlich ist deine Mutter Deutsche. Außerdem würde Giuseppe Navetta so einen Schmarrn nicht schreiben. Aus dem Namen erkennst du, daß er Italiener ist, das Profilbild deutet auf Sizilien hin und sein exzellentes Deutsch macht klar, daß (auch) Deutsch seine Muttersprache ist. Wie ich schon mehrfach schrieb: Wir Deutschen (mit dem "wir" schließe ich sowohl dich als auch Giuseppe ein) sind schon ein wilder Gen-Haufen. Ciao Wolfram |
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@ Wolfram
Es ist das kleine Adverb "nur", auf das ich mich bezogen habe. |
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Ich weiß nicht, was die ganze Aufregung soll. Wenn ich von jemandem die Herkunft nicht weiß und er / sie offensichtlich nicht "eingeborener Deutscher" ist, dann frage ich auch schonmal nach. So what? Und wenn derjenige / diejenige dann sagt, er/sie sei Deutscher, dann frage ich nach der Herkunft der Eltern. Was soll daran "teuflisch" sein? Ich habe übrigens noch nie jemanden erlebt, der nach meinen Fragen beleidigt war. Was'n Quatsch.
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@ Nostradamus
Rüschtüsch! Wenn "der Eingeborene" fragt: "Wo kommst du her?" dann hat "der Ausländer" zu antworten. Und zwar zack, zack! |
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Was war gleich nochmal ein "eingeborener Deutscher"? Frage Sie Leute, die Ihnen wie "eingeborene Deutsche" erscheinen auch so einfach ohne Gesprächskontext nach der Herkunft der Eltern und erwarten eine sachliche Antwort?
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Den 300. Kommentar hatte ich schreiben wollen.
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@
301 ...wollte mich eigendlich hier enthalten.....aber nu ja.... Als ich in meiner Jugend das erste mal gefragt wurde: " Woher kommst du?" bekam ich eine auf meine anschliessend blutende Nase. Daher mag ich die Frage nicht. Stelle sie aber regelmässig jedem "fremd" Aussehenden welcher mir begegnet, komme dann ins Gespräch welches ich immer spannend finde mit dem Ergebniss, mein Gegenüber glaubt mir nicht mehr, dass ich Deutscher bin. (ich kann nichts dafür wenn ich aus einer Stadt stamme welche schon von den Römern besiedelt war und meine Familie dunkelhaarig ist:-) So auch gestern als ich mit jungen aus türkischen Familien stammenden Deutschen ein langes Gespräch führte mit dem Ergebniss, dass mir der Jüngere (MItte dreissig) sagte er habe noch nie mit einem Deutschen so ein Gespräch geführt, wir diskutierten die Migrantenfragen mit beidseitigem Respekt. Für sein Kompliment schäme ich mich für Deutschland. |
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@ BanaBab
Ich bin froh, dass du dich nicht enthalten hast, schließlich bringt dein Kommentar - trotz schmerzhafter Erfahrung - eine ganz neue Perspektive in die Diskussion, nämlich dass nicht nur Ausländer und Migranten betroffen sind. Danke! |
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schrieb am
23.05.2011 um 16:21
darf ich ein oberflächliches kompliment machen? das neue profilbild gefällt mir sehr gut. für mich ist es das beste, das du bisher eingestellt hast
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schrieb am
23.05.2011 um 16:21
darf ich ein oberflächliches kompliment machen? das neue profilbild gefällt mir sehr gut. für mich ist es das beste, das du bisher eingestellt hast
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schrieb am
23.05.2011 um 16:21
darf ich ein oberflächliches kompliment machen? das neue profilbild gefällt mir sehr gut. für mich ist es das beste, das du bisher eingestellt hast
hr |
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So undeutsch sehen Sie auch wieder nicht aus. Ergo eitel die Diskussion. Das betriftt im Grunde den ganzen Stranga, denn Bekloppte gibt es überall, die für und gegen alles Schilder brauchen. Merke: Rauchen kommt von Brauchen und Meckern sowieso.
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...ftt...
"betrifft" |
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@ Vadis
"So undeutsch sehen Sie auch wieder nicht aus." ...Da fehlen mir die Worte!... |
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@Calvani
die Kommentarzahl erhöhen? Hab hin und her überlegt, du weißt schon, weil es mich langweilt. Dann steht da nach gefühlten 7459 Kommentaren, daß du, wenn SuzieQ auftaucht, hysterische Anfälle bekommst. Danke. Eine erste wahre Gefühlsäußerung, ich hatte gar nicht mehr damit gerechnet, du schienst mir zu beschäftigt mit -ich bin deutsch, aber die Deutschen sind zu doof,um das anzuerkennen,was soll ich denn noch tun,um akzeptiert zu werden, ich will aus der Schublade raus, aus der Schublade: die Deutschen sind zwar sowas von doof, aber ich möchte unbedingt dazu gehören, kann ich nicht zu meinen (genetischen) Wurzeln stehen? Kannst du nicht, kann ich nachvollziehen, Papa hat nicht über Papa gesprochen, hier bekommst du e n d l i c h feedback. Mein Fazit zu Calvani: Was nicht paßt wird passend gemacht! Möglich, daß du ein Instrument bist um die Kommentatoren auszuloten, legitim(?) in einer community? maybe, lots Frau erstarrte zur Salzsäure wegen ihrer Ungläubigkeit, ihres fehlenden Vertrauens. Ich empfehle jedem Leser, hier genau zu lesen und sich dann ein eigenes Bild zu machen. Mein Bild regt nur meine Fantasie an, zu den kommenden Artikeln: Da hatte ich schon: mein Prinz, mein Freund, mein Pferd ist blond, was soll ich tun? Neu ist: Ich bin eine Deutsche, trage die Nase etwas hoch, hilft da eine Op? oder Ich bin sooo dicke mit der Redaktion- schadet das meinem blog? wahlweise Hilfe, ich werde angezickt, was will die bloß von mir? etc pp. Ich wünsche dir ein ausgefülltes Leben. Aber tu dir selbst einen Gefallen und l e b e! Ich grüße wen auch immer SQ |
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PS
"die Deutschen sind sowas von doof,aber ich möchte unbedingt dazu gehören" tust du, ohne jeden Zweifel |
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Prinzen, Freunde und Pferde sind natürlich blond, nicht ist,
deutsch sprak,schwere sprak |
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ach, opti-mist: salzsäule, obwohl salzsäure ,ach,nee,ich mag nimmer mehr,
ich bin deutsch und ich bin sowas von doof, wer hat denn meine Tastatur benutzt, Mandelaugen, die ganze Zeit überleg ich, an was sie mich erinnern, hatte Ophelia nicht auch Mandelaugen? Nee, Quatsch, wurde die nicht wahnsinnig? Macht mich ganz kirre, das ganze Geschreibsel hier. Um statt Morgensonne Abendrot zu fotografieren muß man die Seite wechseln,wenn man das selbe Objekt fotografisch festhalten möchte, Nebensache, auch ein hübscher neuer Titel... |
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@SuzieQ
Weißt du was? Ich glaube du hast nicht im Geringesten begriffen, worum es hier geht. Jede/r von uns wächst in einem Kulturkreis, ggf. einer Nation auf, mit dem er / sie sich automatisch in irgendeiner Form identifiziert, weil er / sie von ihm in seiner gesamten Identität geprägt wird. Das Problem ist, dass Menschen, die aufgrund der ethnischen Herkunft aber generell vom ethnisch dominanten Bevölkerung als nicht zugehörig gesehen werden, weil sie anders aussehen - zumindest in Ländern, wo (offensichtliche) ethnische Vielfalt unter dem Dach einer Kultur noch nicht zum Alltag gehört, wie es zumindest ansatzweise z.B. in den USA der Fall ist. Dadurch entstehen Identitätskonflikte, die für die Ausgegrenzten völlig begründet als Problem empfunden werden. Das ist die soziologische Erklärung für das, was Calvani aus persönlicher Sicht beschrieben hat. Ob dich das interssiert oder nicht ist mir egal, aber das musste ich mal nach dem Schmarn, den ich eben las, loswerden. |
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Das ganze bezieht sich logischer Weise nur auf Länder mit einer dominanten Ethnie.
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@ Popkontext
du hast recht. Das hat aber nichts mit diesem Artikel zu tun, nimm dir doch mal etwa 3 Stunden Zeit und lies, was hier steht. Und dann fangen wir hier nochmal von vorn an. Da paßt es eben nur, wenn man´s passend macht. Die Basis ist schon schief, aber lies selbst. Danke für Dein Interesse, ich spreche ihr nichts ab, außer Wahrhaftigkeit. Was für ein Wort. Und warte ihre Reaktion ab, sie bolzt übern Platz, wenns nicht passend ist. SQ |
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In den USA ist es vollkommen üblich, seine ethnische Herkunft ehrlich und selbstbewusst zu offenbaren: "Asia Carrera was born in New York City to a Japanese father and German mother. Christina Aguilera's father was born in Guayaquil, Ecuador and her mother is of German, Irish, Welsh, and Dutch ancestry. Paris Hilton is of Norwegian, German, English, Irish, and Italian ancestry." Paris Hilton gilt also als Deutschamerikanerin, obwohl sie wahrscheinlich kein Wort Deutsch versteht.
Warum wird die beiläufige Frage nach der (ethnischen) Herkunft in Deutschland immer noch als rassistische Provokation empfunden? Schließlich bekommt der/die Gefragte dadurch Gelegenheit, sich selbst durch seine ehrliche Antwort selbstbewusst zu präsentieren. Wenn der/die Gefragte nicht sofort antworten möchte, kann er / sie den Ball zurückspielen: "Raten Sie mal!" Das verschafft wertvolle Zeit, um den Fragesteller und dessen (begrenztes) Allgemeinwissen näher kennenzulernen. Fehlversuche des Fragestellers können durchaus hilfreich sein, denn je länger ein Gespräch dauert, desto stärker wächst tendenziell die Sympathie. Wird die Frage nach der (ethnischen) Herkunft deshalb als Provokation empfunden, weil sie blonden und blauäugigen Menschen eher selten gestellt wird? Dann frag sie doch zurück: "Meine Eltern kommen aus Ecuador und Ägypten. Und wo kommen deine Eltern her?" Dadurch hebt man den anderen auf die gleiche Gesprächsebene, verschafft ihm Gelegenheit, sich selbst zu präsentieren und verlängert das Gespräch. Höfliche Gegenfragen sind ohnehin ein gutes Mittel, um von unangenehmen Gesprächsthemen abzulenken und die Gesprächsatmosphäre aufzulockern. "Waren Sie schon mal im Ausland? Sprechen Sie Fremdsprachen?" Dadurch entlastet man sich selbst von der Ausquetscherei und lernt den anderen und seinen Erfahrungshintergrund besser kennen. Je länger ein solches Gespräch dauert (d.h. eher drei Stunden als drei Minuten), desto mehr werden die Gesprächspartner erkennen, wie unsinnig die Einordnung einer in Deutschland geborenen und aufgewachsenen Person als "Ausländerin" ist. Gerade der Mangel an intensiver Kommunikation zwischen Alteingesessenen und Umgezogenen trägt sicher dazu bei, dass Vorurteile entstehen, wo der Dialog verweigert wird. Schließlich hat der Mittfünfziger nicht einmal eine Antwort abgewartet. Angenehme Begegnungen mit anderen Menschen sind immer noch das wirksamste Mittel gegen Rassismus! |
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"vermutlich habe ich auch deshalb überhaupt keinen Bezug zu dem Land, dessen Volk - pardon - dessen Rasse mir die dunklen Locken, die mandelförmigen Augen und den gold-oliv Ton der Haut verpasst hat."
Das ist jetzt aber sehr rätselhaft, Calvani. Okay, dunkle Locken hin, mandelformige Augen her... kann schon jedem passieren... aber gold-olive Haut? Nee, echt? Wenn ich richtig informiert bin, ist oliv = grün. Sie haben grüne Haut? Wirklich? Also ich will Ihnen jetzt nicht zu nah treten, aber warum wundert es Sie, wenn Sie gefragt werden, wo Sie herkommen? Diese Neugier ist sehr menschlich und nachvollziehbar - schließlich trifft man nicht jeden Tag einen Marsmännchen! Und ein Marsweibchen schon sowieso... Das mit GOLD ist auch so eine Sache... meinen Sie, dass Sie auf der grünen Haut goldene Muster drauf haben? So etwa wie ein Faberge-Ei? Ach ist es prickelnd... jetzt aber endlich raus mit der Sprache Calvani: Wo kommen Sie denn her? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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