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Bei MAGDA - der Name ist reiner Zufall und bedeutet "MAGazin Der Autoren" - steht seit ein paar Stunden eine neue Blattkritik am Freitag online, diesmal von Wolfgang Michal, einem der "blauen" auf Freitag.de.
Auch wenn ich nur einen Beitrag von ihm gefunden habe, hatte der profetische Qualitäten: Locker bleiben! von 1999 war eine Generalabrechnung mit Rot-Grün nach nur einem Jahr Regierungszeit, in der für den Autor schon klar erkennbar feststand, was vielen dann im Laufe der folgenden sechs ebenfalls auffiel und anderen in seinen verheerenden Auswirkungen erst durch die Krise und neuere Urteile des Bundesverfassungsgerichts zu Reformen aus jener Epoche begreiflich wurde.
Angesichts dieses rückblickend erkennbaren Volltreffers steht zu befürchten, dass Michal bei Augstein und der Freitag den Finger in genau jene Wunden legt, die sich auch hier zu todbringenden Entzündungsherden entwickeln könnten. Vom Arbeitsrechtsstreit mit Ingo Arend wegen seiner faktischen Änderungskündigung, über den Weggang des Geschäftsführers, das Verschweigen der Auflage gegenüber der ivw seit dem letzten Quartal 2009, dem Plan, den Kioskverkauf ab dem kommenden Monat zu beenden, bis hin zu einer detaillfreudigen Konzeptanalyse im Vergleich mit dem Aufbau anderer überregionaler Printprodukte, aber auch einemTherapievorschlag, demzufolge das, was allen fehlt und dringend gebraucht würde, ein "linker Wirtschafts- und Sozialredakteur" als Kernkompetenz-Kristallisationskern gerade für dieses Mediums sein könnte, wird dem interessierten Leser dieser fakten- und beobachtungsgesättigten Blattkritik einiges präsentiert, was er oder sie vielleicht schon immer wusste, aber in dieser Dichte so noch nie mit anderem zusammengebracht hat.
Der Tenor ist unmissverständlich. Wenn nicht in der Substanz neue Auf- und Durchbrüche gelingen, werden kosmetische Korrekturen die an sich gute Idee nicht davor retten können, dass sie bei aller Liebe, die in sie hineingesteckt wurde, an ökonomischer Inkompatibilität des Produktes mit den Bedürfnissen am Lesermarkt scheitern wird.
Der Autor dieses Blogs kann angesichts einer so abgerundeten Ausarbeitung kaum mehr tun, als die frische Analyse - wenngleich manches an ihr zugegebenermaßen auch nicht allzufrisch sein mag - seinen geneigten Followern umgehend zur Kenntnis zu bringen und natürlich - sofern denn Interesse besteht - zur Diskussion über ihren Inhalt einzuladen. (Bitte dazu möglichst auch den Primärtext lesen [Ergänzung vom 19.03.2010]
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Vielen Dank für diesen Blog, genau diese Blattkritik habe ich vor gerade 5 Minuten gelesen.
Ich finde das alles so schwierig, warum kann ich nicht einmal erklären, es ist nur ein diffuses Gefühl. Lustig fand ich: "Ich z.B. nehme den Freitag jetzt lieber mit ins Zugabteil als früher. Denn er sieht aus wie eine moderne Zeitung." Denn beinahe exakt das habe ich heute Nachmittag gedacht, in der Regionalbahn nach hause, mit dem aufgeschlagenen Freitag. |
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@leeelah
@wundergeschehn ... da sag noch einer, dass es keine Telepathie gibt! |
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Wie, Ihr macht Euch 'n Kopp, was fremde Leute von Euch denken, wenn Ihr irgendwo 'ne Zeitung aufschlagt?!!
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Ach Quatsch.
Ich saß nur da und holte die Zeitung aus der Tasche, schräg neben mir las jemand die Süddeutsche. Ich beobachte wahnsinnig gerne Leute, besonders in der Bahn, und bemerke da eben auch ganz oft, dass Andere das auch tun. Als ich den Freitag dann aufgeschlagen habe, dachte ich, dass das doch eine wirklich schöne Zeitung ist, bei deren Lektüre ich mich irgendwie - gerne beobachten ließe. Irgendwie so. |
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@goedzak
Ich bin überzeugt, dass dieser wichtige Effekt leicht unterschätzt wird. Hätte leeelah das allein von sich gegeben, hätte ich vielleicht gedacht: Typisch Frau, bei der Zeitung ist wichtig, ob die Farbe zu den Schuhen passt. Stimmt aber nicht. Es geht bei diesem Effekt um etwas anderes, für die Leserbindung sehr Wichtiges. Ich kann mich erinnern, dass in der 80er Jahren andere z.B. vermuteten, man hätte Geld und verstünde es zu vermehren, wenn man etwa das Handelsblatt las. Man kann sich anhand der Schilderung von leeelah sehr schön ausmalen, wie man auch heute noch im Zug oder beim smalltalk von anderen taxiert wird, wenn sie mitbekommen, was man liest. Das sagt für manche sagt das mehr über jemanden aus als das Auto, das er oder sie fährt. Als Freitagsleser kommt man bei professionellen wie nichtprofessionellen Kennern der Medienlandschaft nicht schlecht weg, weil für die Qualität vor Quantität geht, der Inhalt vor der Verbreitungsdichte rangiert. Mögen Banker, Marktanalysten und Unternehmensberater das naturgemäß auch anders bewerten: Wenn es dieses Motiv nicht gäbe, eine Zeitung zu lesen, zu einer Wissens- und Überzeugungsgemeinschaft zu gehören und von deren Image zu profitieren, dann sähe es auch um Verbreitungsdichte und Umsatzpotenzial noch schlechter aus. Selbst Pressesprecher von Behörden oder Unternehmen lassen in Seitengesprächen manchmal erkennen, durch welche Berichterstattung über sie der von der Auflage her völlig unbedeutende Freitag sich ihrem Gedächtnis unauslöschlich eingeprägt hat: Das funktioniert durch die Auswertung von Beobachtungen, die die gesellschaftliche Relevanz von Personen, Unternehmen, Institutionen, Tendenzen oder Entwicklungen in ihrer gesellschaftlichen Relevanz in einem anderen Licht erscheinen lassen, als in jenem, in dem sich selbst sehen - mit anderen Worten: Kritischer Journalismus kommt an und bleibt in den Köpfen haften, selbst in den entscheidenden. Die Äußerlichkeiten sind dabei nur das i-Tüpfelchen, Signalfarben eines neuen Aufbruchs und breiteren Anspruchs, dem der Freitag an der einen oder anderen Stelle sicher noch gerechter werden könnte, wie Michals Analyse z.T. überzeugend nachweist. |
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Ich überlege die ganze Zeit, ob ich dir das "typisch Frau" jetzt übel nehmen soll, bzw. die Tatsache, dass mein Punkt nur ernstzunehmend ist, wenn er auch von anderer Seite kommt.
Übelnehmen klappt nicht recht, aber doof finde ich es dennoch. Schließlich müssen die Schuhe, wenn schon, dann zur Zeitung passen, nicht umgekehrt ;). Nein, im Ernst, deine Analyse teile ich weitestgehend, das "schön" war eben auch nicht nur äußerlich gemeint. Ich denke es geht um Identifikation mit der Zeitung, um Selbstbild und wie man das nach außen trägt und schlussendlich um Leserbindung. |
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Was ist aber, wenn einer gar 6 Zeitungen mit in den Zug nimmt, sagen wir:
TAZ,FR,Junge Freiheit,Frankfurter Allgemeine und Freitag? :-) |
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schrieb am
25.03.2010 um 23:27
wenn er die Junge Freiheit mit dabei hat, muß er schon etwas quer im Kopf sein...
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Hm. Ok - da ich über ein gerüttelt Maß an Erfahrung in diesem Metier verfüge: Ich erwähnte es dereinst schon, dass der Wirtschaftsteil fehlt. Es fehlen aber auch noch andere Rubriken, die wirtschaftlich betrachtet sinnvoll wären. Mir fehlen im Freitag Anknüpfungspunkte für Anzeigenkunden und den dadurch zu erzielenden Profit. Man mag darüber ja denken, wie man will, aber dieser Punkt ist wichtig, denn auch Links will irgendwie bezahlt werden. Der Freitag hat meines Erachtens ein Struktur-Problem und das hat wirtschaftliche Folgen. Zudem ist mir die Printversion als quasi "Zeit-light" zu dünn - und das betrifft nicht nur die Seitenzahl. Ich frage mich - halte ich eine Ausgabe in den Händen - immer, was das denn nun soll. Den Ansatz - also bitte nicht falsch verstehen - finde ich durchweg positiv. Allerdings weiß ich nicht, wie sich das so tragen soll, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass man auf diese Art in eine relevante Größenordung aufsteigt, was die Auflage betrifft. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie sich der Tausenderkontaktpreis im Freitag darstellt - für einen Mediaplaner sicher ein NoGo.
Ich sehe nur eine Perspektive, nämlich eine konsequente Professionalisierung durch fachlich fundierte Redaktion, nicht durch Blogger. Im Internet mag es noch ok sein und einen gewissen Charme besitzen. In der Welt der hochauflagigen Printprodukte kommt man so, glaube ich zumindest, nicht wirklich weiter. Im Printprodukt fehlen: Klare Rubriken, Anzeigenmärkte, thematische Klarheit, Wirtschaft und Soziale in verwertbarer Form, usw. usf. Zudem ist die Seitenzahl unzureichend, die Themen sind zum Teil zu weit weg von einem "normalen" linken Leser - das Blatt ist insgesamt zu bemüht intellektuell. Wenn eine Wochenzeitung Erfolg haben will, heißen die Konkurrenten nun mal auch ZEIT. Das ist die Messlatte. Die Frage ist nun, wie man sich dem annähern kann, ohne direkt zu reißen. Auch, wenn ich mir ansehe, was hier für Blogs geschriebn werden, bin ich nicht wirklich hoffnungsvoll. Natürlich - einige Beiträge sind nicht schlecht, sind interessant und auch gut geschrieben. Die Frage ist nur, ob man damit eine nennenswerte Auflage und damit eine große Zahl Menschen erreichen kann. Wenn ich mich hier umsehe und ein wenig durch die Blogs scrolle, ist es zeitweilig schon schwer, mein Online-Interesse zu wecken. Wie ist das dann erst im Print? Ich mag den Freitag irgendwie - es handelt sich um ein rühriges engagiertes Projekt. Das weiß ich durchaus zu schätzen. Allerdings sehe ich - wenn ich es neutral betrachte - dann doch erhebliche Mängel, die ausgeräumt werden sollten und wohl auch müssen. Man kann mit einem Projekt auf irgendwie menschelnder Basis zwar Spaß haben und etwas irgendwie nettes realisieren; ob man damit aber Geld verdienen kann, was man zum Überleben nun einmal braucht, wage ich zu bezweifeln. Egal, wie links man ist - die Produktion einer Zeitung/Zeitschrift kostet Geld und das bekommt man nun einmal nicht geschenkt - völlig unabhängig von den Zielen, die man hat. |
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Geht mir ähnlich wie leelah, das Thema Kritik am Freitag und Analyse der (kaum?) zu bewältigenden internen und Absatz-Probleme ist viel zu komplex für mich, als dass ich da was zu sagen könnte.
Als kleiner Hoffnungsschimmer fällt mir nur ein: "Was uns nicht umbringt, macht uns stärker" oder "Totgesagte leben länger" und "erst kommt Freitag und dann yes, weekend!" |
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ähm, Christian,
das mit der Detusche, ist keine Absicht oder? Erst dachte ich an Retusche, dann an touché, aber inzwischen vermute ich einen Flüchtigkeitsfehler. Schönen Abend! |
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@Lee Berthine
Danke für diesen Hinweis! Leider lässt er mir nur die Wahl zwischen zwei Übeln: Den Fehler belassen oder mit einer Änderung zu bewirken, dass der Text nicht mehr von meinen Followern gefunden wird, weil der an sie z.T. schon versandte Link dann nicht mehr funktioniert. Hab mich aber für die Änderung entschieden. LG CB |
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...ich fand bzw. finde, dass Detusche ein interessantes und schönes Wort ist, by the way :)
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Lieber Freitag,
bleib' wie Du wirst rare, medium oder welldone Hauptsache DÜNN! |
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Lieber ChristianBerlin,
herzlichen Dank für Deinen Hinweis auf "Augstein und der Freitag", die Blattkritik von Wolfgang Michal aus dem Magazin der Autoren. Diese Magda kannte ich noch nicht. Ein diskussionswürdiger Artikel, finde ich, der gut hier her gepasst hätte, weil er auch etliche Anregungen enthält, den Freitag noch besser zu machen. Ich rate der Freitag-Redaktion, sich Magdas Erlaubnis zu besorgen, ihn hier für die Community einzustellen. Oder: anders und wohl besser. Die Redaktion stellt eine Art Thesen zu möglichen Weiterentwicklung des Freitag auf, aufgeteilt auf verschiedene Beiträge (blogs), zu denen die Community diskutieren könnte. Auch über gewisse Einfaltspinseleien aus, die Hexogen hier vorträgt. (Tut mir leid, musste sein.) Mir liegt sehr viel daran, dass es den Freitag noch lange geben wird und er sich weiterentwickelt, immer besser wird. Wolfgang Michal schreibt, ein harter Kern der Freitag-Community übe sich in „innerparteilicher Opposition“. Die alte Linke schlage mit modernen Mitteln zurück. Ja ja, die alte Linke, zu der gehöre ich auch und war auch mal Teil einer innerparteilichen Opposition. Nun geht's aber darum, dass die Linke moderner wird. Eine Diskussion über den Freitag, über seine Chancen, seine Entwicklungsmöglichkeiten, über Ausprägungen von Ressorts und Facetten, Groß- und Kleinanzeigen, könnten ein Anfang sein. Henner Michels |
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... Einfaltspinseleien hinaus....
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schrieb am
19.03.2010 um 03:21
Herr Michels. Danke, dass Sie einmal mehr selbst darauf hinweisen, auf welchem Niveau Sie sich befinden. Das erspart mir die Arbeit.
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Oh, sehr gern geschehen, Herr Hexogen!
Aber von einer Mitarbeit am Projekt Freitag sollten Sie sich keinesfalls abhalten lassen. Und mein Niveau, na ja, es ist eben so. |
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schrieb am
19.03.2010 um 07:09
Nochmals vielen Dank.
Oh, tut mir leid. Ich arbeite ausschließlich gegen Honorar und derzeit auch noch ungern, weil ich im Lichte des Frühlings lieber über bunte Wiesen hüpfen würde. Meins auch. |
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Nun gut. Lieber Hexogen, ich zitiere Sie:
"Hm. Ok - da ich über ein gerüttelt Maß an Erfahrung in diesem Metier verfüge: Ich erwähnte es dereinst schon, dass der Wirtschaftsteil fehlt. Ich frage mich - halte ich eine Ausgabe in den Händen - immer, was das denn nun soll. Den Ansatz - also bitte nicht falsch verstehen - finde ich durchweg positiv. Allerdings weiß ich nicht, wie sich das so tragen soll, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass man auf diese Art in eine relevante Größenordung aufsteigt, was die Auflage betrifft. Im Printprodukt fehlen: Klare Rubriken, Anzeigenmärkte, thematische Klarheit, Wirtschaft und Soziale in verwertbarer Form, usw. usf. Zudem ist die Seitenzahl unzureichend, die Themen sind zum Teil zu weit weg von einem "normalen" linken Leser - das Blatt ist insgesamt zu bemüht intellektuell. Man kann mit einem Projekt auf irgendwie menschelnder Basis zwar Spaß haben und etwas irgendwie nettes realisieren; ob man damit aber Geld verdienen kann, was man zum Überleben nun einmal braucht, wage ich zu bezweifeln. Wenn eine Wochenzeitung Erfolg haben will, heißen die Konkurrenten nun mal auch ZEIT. Das ist die Messlatte. Die Frage ist nun, wie man sich dem annähern kann, ohne direkt zu reißen. Auch, wenn ich mir ansehe, was hier für Blogs geschriebn werden, bin ich nicht wirklich hoffnungsvoll." Alles von mir aus den Zusammenhängen gerissen, stimmt. Trotzdem: verstehen Sie jetzt, was ich oben meinte, Herr Hexogen? Es kam mir so zusammengegöllert vor. Irgendwie doof, ne? ;) |
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@weinsztein
Ich stimme Dir insofern zu, als man bei Dir klar erkennt, dass Du den Primärtext gelesen hast. Mehr wollte ich eigentlich gar nicht erreichen. Bei Hexogen bin ich mir aus dem heraus, was er sagt, nicht sicher, ob er sich diese Mühe gemacht hat. Es kann natürlich auch sein, dass Hexogen von Michal manche Gedanken - wie den Vergleich mit der ZEIT - in abgespeckter Form übernommen hat und sie hier als eigene Gedanken ausgibt und sie lediglich neu zusammenwürfelt. Aber es sind bei Hexogen auch andere Kritikpunkte dabei, die Michal so nicht gesagt hat (und wahrscheinlich auch nicht sagen würde), z.B. "zu bemüht intellektuell". Ich würde diesen Teil von Hexogens Argumentation wenigstens ernst zu nehmen oder zu verstehen versuchen, ohne gleich zu verlangen, dass jeder spontane Kommentar hier die Qualität von Michals Analyse haben muss - was meine Freude daran nicht mindert, wenn andere die ebenfalls erkennen. Deinen Vorschlag an den Freitag, bei MAGDA die Rechte anzufragen und den Volltext hier einzustellen, würde ich unterstützen - obwohl der ja eigentlich nur einen Mouseclick entfernt ist. |
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schrieb am
19.03.2010 um 07:01
Ach je, Herr Michels. Ich weiß jetzt wirklich nicht, was für Gespenster sie treiben, aber das, was ich da geschrieben habe, sind im Grunde Binsenweisheiten eines jeden, der sich irgendwie im Markt tummelt. Und dabei ist das, was ich schrieb, nicht einmal abwertend gemeint - es ist einfach nur meine Beobachtung. Ich versuche, derlei Dinge aus der Perspektive des Lesers und des Anzeigenkunden zu sehen. Jede andere Sicht halte ich für grob fahrlässig. Magazine und Zeitungen sind nicht nur ein inhaltliches, sondern auch ein wirtschaftliches Projekt.
Ich muss nun mal wissen: Welche Auflage brauche ich bei welchem Copypreis, um kostendeckend arbeiten zu können. Wie hoch ist der Copypreis, den der Markt hergibt. Wie hoch muss mein Anzeigenanteil sein, um Erträge zu erwirtschaften. Vom Copypreis allein kann man wohl kaum überleben. Was muss ich für den Anzeigenkunden tun, damit das Blatt für ihn attraktiv wird und was muss ich lassen, damit ich Leser nicht verschrecke. Das ist nun einmal so - die Welt ist da ziemlich unhübsch und honoriert auch Engagement nicht immer angemessen. Ich bin seit vielen Jahren in den Bereichen Magazine (Special Interest), Großveranstaltungen und in der Verkaufsförderung tätig. Daher, und weil ich eben auch redaktionell tätig bin, weiß ich recht gut, wie die beiden Hauptzielgruppen ticken und auch, dass sie verlangen, dass ihnen entsprochen wird. Und eben genau das (im Zusammenhang mit Auflagen etc.) sehe ich hier nicht erfolgreich umgesetzt. Verstehen Sie mich nicht falsch. Mir liegt es fern, den Freitag schlecht reden zu wollen, denn ich halte ihn für ein gutes Projekt. Ich frage mich nur eben immer wieder, wer denn die Leser und Anzeigenkunden sein sollen, wenn ich ihn lese. Außer einer recht überschaubaren Gruppe fällt mir da niemand ein. In einem Gespräch über Film und Reportage meinte ein Gesprächspartner vor ein paar Tagen mal, ihm gefiele der Freitag, nur sei er ein wenig zu schwerfällig. Vielleicht trifft es das. Sehen Sie - es ist wie mit Menschen. Wenn jemandem eine gewisse Leichtigkeit fehlt und er oder sie nur problematisch aufgeregt oder verkopft daher kommt, wird er für andere irgendwann zu anstrengend. Entweder, er fängt sich wieder, wird positiver, lockerer, konstruktiver und auch offener, oder es werden sich nur Wenige finden, die bereit sind, das zu honorieren. So ähnlich kommt mir der Freitag zuweilen vor. (was meint zusammen"gegöllert" - das Wort ist mir fremd) |
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schrieb am
19.03.2010 um 07:05
@ChristianBerlin: Nein - ich habe mir die Mühe nicht gemacht, den Ursprungstext zu lesen. Ich habe lediglich - weil es thematisch gerade passte -, das dazu geschrieben, was mir schon länger auf- und eingefallen ist. Übrigens einfach nur spontan salopp. Für weitergehende Analysen und Recherchen dazu fehlt mir einfach die Muße und die Zeit.
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@Hexogen: Ist doch ein ehrliches Wort. Find ich voll o.k.
LG CB |
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schrieb am
19.03.2010 um 09:08
@ChristianBerlin
Ok - ich habe mir die Analyse von MAGDA jetzt doch einmal durchgelesen und pflichte ihr bei. Dabei ist die Personaldiskussion relativ unbedeutend. Menschen in Unternehmen kommen und gehen, ob man das nun mag oder nicht. Ich persönlich empfinde es als störend, solche Diskussionen öffentlich zu führen. Es ist unangenehm genug, Mitarbeitern zu kündigen. Vermutlich gibt es gute Gründe. Da sollte man allerdings nicht im Nebel stochern und auch nicht werten. Ich musste während einer Insolvenz eines Verlages Mitarbeitern erklären, wie es - und wie es nicht - weiter geht. Und dann steht man vor einem Mittfünfziger mit Familie und muss ihm erklären, er sei raus. Auch er war ein verdienter Mitarbeiter - es hilft aber nichts. Es gibt kaum eine ekelhaftere Situation. Man kommt sich vor, wie das letzte Arschloch, versucht noch, es irgendwie menschlich rüberkommen zu lassen, aber das ändert ja am Vorgang nichts. |
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@Hexogen
Das ist zwar offtopic, aber wo wir schon beim öffentlichen Beichten sind, muss ich zugegen, dass ich das Thema Einstellen und Entlassen ebenfalls von beiden Seiten her kenne, also auch selbst schon Mitarbeiter kündigen musste. Das Paradox ist, dass man auch noch die verbleibende Arbeit gefährdet, wenn man zu lange mit einem letztlich unvermeidlichen Abbau wartet. Es muss nur menschlich korrekt und fair zugehen. Kündigung ist schon de iure nur die ulitma ratio, wenn absolut nichts anderes mehr geht. Ist sie das nicht, muss man andere Wege wählen. Ist sie es aber, ist sie in Ordnung, weil alles andere dann noch schlimmeren Schaden bedeutet - auf mittlere Sicht auch für die Betroffenen. Dann darf man sich bei dieser Schadensbegrenzung aber auch nicht schlecht fühlen, weil das dann nichts besser macht. Wer anderen gegenüber ein schlechtes Gewissen hat, behandelt sie - zweites Paradox - deswegen nämlich meistens nicht besser, sondern schlechter. |
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schrieb am
19.03.2010 um 13:41
Nun - ich bin schon so konsequent, bzw. war ich es, dass ich sie nicht schlechter behandelt habe - ganz im Gegenteil. Ich fühlte mich eben nicht gerade gut, bin allerdings nicht dem aufgesessen das ich den Betroffenen indirekt die Schuld an meiner schlechten Stimmung gab. Das kann man ganz gut hinbekommen, wenn man es denn wirklich will.
Mit dem Rest hast du natürlich Recht. Zuweilen geht es nicht anders - leider - und man muss zum Schutz der Restbelegschaft so handeln, auch, wenn man lieber andere Lösungen finden würde. |
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schrieb am
25.03.2010 um 15:15
Hexogen schrieb....
Sehen Sie - es ist wie mit Menschen. Wenn jemandem eine gewisse Leichtigkeit fehlt und er oder sie nur problematisch aufgeregt oder verkopft daher kommt, wird er für andere irgendwann zu anstrengend. Entweder, er fängt sich wieder, wird positiver, lockerer, konstruktiver und auch offener, oder es werden sich nur Wenige finden, die bereit sind, das zu honorieren. So ähnlich kommt mir der Freitag zuweilen vor. ............................... Nun wissen wir es. Leicht muss es sein, kopflos dazu, lockerer und nicht zu vergessen immer positiv, auch wenn es zum Posiven immer weniger Gründe gibt, positiv muss sein. Das liest sich wie...Früher auf den Punkt kommen...Fakten,Fakten,Fakten Herr Hexogen ich meine davon gibt es schon mehr als genug. Der Freitag sollte versuchen davon zu leben, etwas anderes zu machen, als das was nicht bereits alle anderen machen. Auch wenn es schwer fällt. Und gerade weil der Freitag sich in dieser Hinsicht deutlich bemüht, deshalb gehört meine Wenigkeit zu seinen Lesern. Und ich denke mal viele Andere sehen das auch nicht anders |
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irgendwie kommt es mir hier vor wie in der evangelischen Kirche Ostdeutschlands: man war zu DDR-Zeiten etwas Besonderes, man war ein kleiner Haufen und man wollte auch nach der Wende unter sich bleiben. Hier scheinen mir auch die "Ewig-Freitag-Leser" aus der Volkszeitung der DFU nur an Äußerlichkeiten herumzumekkern.
Wer stellt eigentlich mal den LeserInnen, die neu hinzukommen, die mal reinschauen die Frage, warum kommt ihr hierher, was hat euch woanders gestört, geärgertr, genervt? Was stellt ihr euch vor? Kurz gesagt: der Freitag muss sich auch inhaltlich ändern bzw. aufweiten, er muss hin zu etwas ehemaliger "Wochenpost" und alter nicht neoliberaler ZEIT. Also eine Mischung aus alter ZEIT, Wochenpost(mit mehr Osten) und bisherigem Freitag. |
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@siebzehnter Juni
" Kurz gesagt: der Freitag muss sich auch inhaltlich ändern bzw. aufweiten, er muss hin zu etwas ehemaliger "Wochenpost" und alter nicht neoliberaler ZEIT. Also eine Mischung aus alter ZEIT, Wochenpost(mit mehr Osten) und bisherigem Freitag." Och, nöö, dann doch lieber ganz was Neues oder weg damit! (Das ist übrigens nicht bitterernst gemeint, sondern spiegelt nur mein Unvermögen wider, mir eine Mischung aus den genannten Zeitungen plus der Wegfindung dahin vorzustellen...) MfG Lee |
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schrieb am
19.03.2010 um 11:01
Hohe Anforderungen, die Sie da in den Raum werfen. Verständlich zwar, nur wie soll man das in einer angemessenen Zeit realisieren. Nur mehr schreiben reicht da gewiss nicht.
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Als ehemaliger Jungdemokrat habe ich früher auch die "Deutsche Volkszeitung" gelesen, dass sie DFU orientiert war war kein Geheimnis, hat mich auch nicht gestört. Schön wäre es, wenn der Freitag wenigstens so dick wäre wie damals die "Deutsche Volkszeitung", soviel zur Äußerlichkeit;-)
Als jemand der immer viel & viele Zeitungen gelesen hat bedauere ich natürlich den allgemeinen Rückgang der Zeitungskultur. Andererseits ist es auch zu teuer geworden sich 3 - 4 Zeitungen am Tag zu leisten (jedenfalls mir), also liest man Online. Trotzdem fand ich es schöner früher in ein gutes Cafe zu gehen und da alle möglichen Zeitungen zur Auswahl zu haben. |
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a) die neue offenheit des freitag ist nichts weiter als ein geduldetes plappern derer da draussen. ohne effekt und damit zeitverschwendung. lustigerweise funktioniert es dennoch. mancher glaubt ja selbst dann noch, dass seine ideen hier wirkung zeigen, wenn sie zum 10. mal ignoriert oder schlimmer noch, mit dem gegenteil konterkariert wurden.
aus der com kam der ruf nach einem wirtschaftsredakteur. bekommen haben wir eine wissensredakteurin. und die ist ganz doll wichtig .. mich persönlich würde es allerdings freuen, wenn redakteure generell etwas wissen. möglichst über die dinge, über die sie schreiben. ganz schlimm, dieser krätke z.b. .. soviel unsinn am stück und in dieser penetranz habe ich im wirtschaftlichen noch nicht mal bei der FAZ gefunden. b) die blattkritik trifft es recht gut, was den inhalt betrifft und fakt ist: der inhalt wird weiter gen feuilleton runtereiern. runtereiern, da es im vergleich zu feuilletons richtiger zeitungen qualitativ eine ebene drunter liegt .. also nicht mal das, was man tut, tut man gut. was nicht zuletzt daran liegen dürfte, dass der anspruch ein vollkommen anderer ist... irgendwie tut man etwas, was man gar nicht tut. ich habe mich da immer über JA geärgert, aber so langsam muss ich feststellen .. der macht schon was er will. es hat nur keiner verstanden. er hat uns einfach belogen oder wusste selbst nie was er wirklich will .. egal was und wie, er scheint es langsam zu begreifen und seitdem wandern wir weg von den harten themen. es geht hier nicht um kritische gegenöffentlichkeit u.ä. .. der freitag wird umgebaut und das wird vieles, nur nicht politik und kritik. politik ist eine notwendige randerscheinung und schlussendlich teil eines feuilletons, da man nicht darum herum kommt. außerdem gefällt man sich durchaus gerne darin, anderen zu erklären wie die welt funktioniert. per vorgabe von oben natürlich. dazu zählt übrigens auch die com, die sich nicht politisch äußern soll. geschichten aus unserem leben, das soll hier stehen. alltagsskandale. sowas wie bild-fotoreporter, nur per blog. und es steht auch immer mehr davon hier. und das wiederum sollen dann überwiegend frauen lesen. denn das ist bekanntlich die wahre zielgruppe des freitag. das alles würde mich vielleicht gar nicht stören, vor allem diese geschichte mit "einer unter vielen amazonen" .. wenn man es denn auch so sagen würde. so aber, hat der freitag eine menge an glaubwürdigkeit verloren. und für diese erkenntnis erntet man dann noch...: c) wenn man für das weiterleiten solch eines artikels, in die redaktion, angeschnauzt wird, sagt das wahrscheinlich viel mehr über die stimmung aus, als vieles andere. --------------------------------------------- das einzige, was mich mittlerweile noch ärgert, ist, dass bei alldem irgendwie vergessen wird, dass man online allen platz bieten könnte. aber schaut euch mal die top-blogs durch. seit monaten werden darin bestimmt themen forciert und andere ignoriert. in der folge verschwinden die ignorierten immer mehr aus den com-blogs und entsprechend unzufrieden sind viele mit der inhaltsentwicklung hier. btw: selbst wenn mit der lima ne medienpartnerschaft besteht... auch von denen war nicht jeder beitrag gut genug für nen topblog. da fehlte einfach das maß. mh |
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mh
ich geh jetzt in die Sonne |
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schrieb am
19.03.2010 um 11:04
Vielleicht macht ein wenig Sonne konstruktiver.
Zudem: Kein Verlag/Herausgeber ist verpflichtet, auf die Leser zu hören. Manchmal ist Ignoranz auch ganz ok. Man stelle sich vor, ein Architekt würde in jedem Fall auf seine Kunden hören. Nicht auszudenken. |
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@lee: hier ists bewölkt und regnerisch. schönes thema. schreib doch mal nen blogbeitrag drüber.
@hexagon: verpflichtung ergeben sich aus dem was man sagt. wenn man sagt ich will eure meinung und wir schauen dann mal .. und dann das gegenteil tut. mehrmals. dann ist das geheuchelte aufmerksamkeit. brot und spiele fürs volk. simulierte teilhabe. ich bin übrigens auch nicht verpflichtet höflich zu dir zu sein. wenn ich über die strasse gehe, bin ich nicht verpflichtet mich an die ampelschaltung zu halten und schlussendlich muss ich auch niemanden leben lassen, dem ich begegne. pflichten gibt es faktisch gar keine. als kontrollinstanz für taten, gibt es nur die konsequenzen. ist der freitag profitabel? nein mfg mh |
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Auf den Kunden zu hören, ist etwas
anderes als das zu tun, was der Kunde sagt! Man muss schon genau wissen, welche Vorstellung ein Kunde vom Objekt hat, welche Ideen er verwirklicht sehen will!! Mir scheint das zentrale Problem: die alten LeserInnen zu halten und neue LeserInnen zu gewinnen und auch zu halten. Es geht um die deutliche Lücke zwischen der neoliberalen ZEIT und der eher der LINKEn zugewandten Leserschaft und teils auch "Autorenschaft" des Freitag. Vielleicht drückt sich diese Lücke auch durch folgenden vermuteten Sachverhalt aus: Manche MitgliederInnen der LINKEN verwechseln oft Wählerschaft mit Anhängerschaft.Ein sehr großer Teil der LINKEn-Wähler wählt nur aus Protest gegen ihre alte SPD! Die KandidatInnen der LINKEN sind doch in Westdeutschland meist absolute Lachnummern, alt-DKP'ler, die die Wende verschlafen haben! Aber diese Gruppe von Protestwählern müsste angesprochen werden. |
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du unterstellst, dass der freitag noch eine politische ist .. ist er das?
mfg mh |
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+ zeitung
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Der Freitag ist ein schöner Schein.
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...bei dem nur leider noch immer niemand weiß, wie man solch schönen Schein in Euroscheine verwandeln kann.
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Werter 17.6.,
da haben Sie ja wohl böse Erfahrungen gemacht im Umgang mit absoluten Lachnummerm, alt-DKP-lern und Wendeschläfern. Wie sind Sie aus diesem Milieu nur rausgekommen - und das fast heil? |
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schrieb am
19.03.2010 um 14:02
Ihr seid zu negativ. Lösungen für ein an sich gutes Produkt gibt es immer - man muss ihnen nur aufgeschlossen gegenüber stehen. Für den Freitag würde ein marktgerechter Umbau erst einmal einen Leserverlust bedeuten und erst mittelfristig einen Leser- und Anzeigenkunden-Zugewinn. Zudem müsste zuerst ein Investment her, da ein derartiger Umbau, der auch mit erheblicher Mehrarbeit verbunden ist, eben nicht aus der Portokasse finanziert werden kann. Aus meiner bescheidenen Sicht von Außen ohne weitere Kenntnis der internen Struktur ergibt sich ein Bild eines eher hemdsärmeligen Projektes, das auf guten Gedanken beruht, jedoch laienhaft wohlmeinend umgesetzt wurde - basierend auf dem eigenen Wollen, nicht auf dem der möglichen Rezipienten. Und das ist ein fundamentales Problem.
Ein Beispiel aus der bunten Welt der Veranstaltungen: Dereinst, vor vielen Jahren, entstand die Idee, für eine Seniorenmesse einen Indoor-Golf-Parcours für die Messezeit aufzubauen. Der damit betraute Mitarbeiter machte sich ans Werk - ermittelte alle Kosten: Rollrasen, eigens bedruckte Bälle, Schläger, Absperrungen, Fangnetze, Brandings, usw. usf.. Es vergingen Wochen. Irgendwann fragte ich ihn, was das denn so kosten würde. Er nannte mir eine Zahl und ich fragte ihn, ob er sich eigentlich überlegt hatte, wie viel Sponsoren überhaupt bereit wären, zu bezahlen und warum er dieses Budget nicht als Grundlage genommen hat, um die Machbarkeit zu überprüfen. Ich fragte ihn, ob er überhaupt wisse, ob jemand Interesse hätte. Das Projekt wurde dann verworfen. Hier sehe ich es so ähnlich. Ein tolles Produkt wird erschaffen, viele Menschen engagieren sich dafür. Das ist erst einmal gut. Die Frage ist nur, für wen dieses Produkt gemacht ist. Sind überhaupt die Menschen da, die das so wollen - in ausreichender Zahl? Hat man sie gefragt, was sie bereit sind, zu bezahlen? Inwieweit repräsentiert der gedruckte Content die Wünsche und Ansprüche von Anzeigenkunden und was wären sie bereit zu zahlen und vor allem, warum? Hier stehen viele ernste Fragen im Raum, die für einen Kiosktitel von existentieller Bedeutung sind. Auch, wenn ich mich wiederhole und es Einige sicher nicht gerne lesen: Artikel über Randthemen oder über spezielle Problematiken in der islamischen Welt sind aus meiner Sicht auch gewissermaßen interessant. Sie reizen aber selbst mich nicht, eine Wochenzeitung für 2,90 Euro zu erwerben und ich hätte auch keine Idee davon, warum ich irgendeinem Kunden dazu raten sollte, im Freitag eine Anzeige zu schalten. Er bietet mir keinen Anhaltspunkt hierfür - weder thematisch, noch, was die Verbreitung betrifft. Zudem ist der Freitag für den - intellektuell betrachtet - einfachen Leser, auf den es aber ankommt, um eine nennenswerte nielsentaugliche Auflage zu bekommen, einfach nicht lesbar und auch nicht interessant, weil er sich nicht genug um das Simple Life kümmert. Ich weiß nicht warum und ich will auch über niemanden urteilen. Engagement sollte man honorieren, auch wenn es mal keinen Erfolg nach sich zieht. Dennoch sehe ich es so, dass hier in guter Absicht einfach viel falsch gemacht oder zumindest viel versäumt wurde. Abschließend und fundiert kann hier aber nur ein erfahrener, cleverer Berater Perspektiven aufzeigen. Aus Lesersicht ist das nicht realisierbar, da zu viele Informationen fehlen. Es bleibt letztlich doch ein Stochern im Nebel. |
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schrieb am
19.03.2010 um 14:04
Ich z.B. schlafe ja den Schlaf der Gerechten, bin oller Supporter und: lache gern!
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schrieb am
19.03.2010 um 14:08
Lachen soll ja gesund sein
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Ja,irgendwie schon. In Heidelberg und Dortmund erinnere ich mich noch sehr genau an die DKP- und Spartakus-Leute und auch Studienkollegen - die haben sich kaum verändert - außer,dass sie wie ich alt geworden sind. Ich muss gestehen, ich habe mich verändert. Und 10 Jahre Ostdeutschland sind auch eine erkenntnisreiche Erfahrung. Ich kenne so viel LINKE in Brandenburg persönlich. Aber die haben mit ihren westdeutschen Parteifreunden nicht extrem viel gemeinsames.
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Ja, mh! Aber vielleicht deshalb, weil meine politische Grundposition nicht ganz mit der der Community deckungsgleich ist!
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@ mh
manchmal tuts auch eine Rotlichtlampe (kostbare wohltuende Infrarotstrahlen) oder sogar eine Höhensonne. Gut, ins Solarium will ich dich nicht schicken, mache mir wahrscheinlich unnötigerweise Gedanken über deine Melatoninwerte. Du wirkst auf mich so trostlos. |
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"ist der freitag profitabel? nein".
Das war DIE ZEIT auch nie und sie gibt es seit Jahrzehnten! Konsequenz:sie wurde durch ein anderes kommerzielles Zeitungsprojekt mitfinanziert und durch idealistische Geldgeber. Daran fehlt es wohl heute. |
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Ja, der Tenor ist unmissverständlich. Und trotzdem dankt der "Leser" für die "abgerundete Ausarbeitung", mit der wenigstens die Produktion neuer Stoßstellen auf dem Kampfplatz vermieden wird.
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Dieser Artikel von Wolfgang Michal nervt mich immer noch. So tiefsinnig scheint mir sein Werk denn doch nicht zu sein.
1. ".. In der Wochenzeitung Freitag höre ich in letzter Zeit oft die Kritik..." Er hört, er liest nicht. Er hört oft - wie oft? 2."...Das Blatt bietet nichts, was nicht auch in der ZEIT, FAS, FAZ oder TAZ stehen könnte oder dort schon gestanden hat..." Ein sagenhafter Satz, insbesondere das "stehen könnte" !! Und was soll beispielsweise drin stehen, was die Anforderungen des Autors erfüllt?? Außerdem - seit wann kann man Wochenzeitungen mit Tageszeitungen vergleichen und das auch noch im Detail. 3."...gesellschaftsfähig..." Und das beweist sich durch Erlebnisse im Zugabteil??? 4."...Übernahmen vom Kooperationspartner GUARDIAN. Das geht oft an den Interessen der deutschen Leser vorbei..." Gibt es irgendwelche Fakten, die das belegen. Ich habe z.b. im Bekanntenkreis gerade wegen dieser Artikel positive Rückmeldungen bekommen. So allgemeine Urteile aus dem Bauch. Unverständlich für mich!! 5. Und wieder "... ein verdienter Redakteur, Urgestein, etc., musste seinen Hut nehmen..." Was ist denn so sagenhaft an diesem Redakteur. Ich habe mir 20 Artikel rückwärts durchgelesen und finde nichts von einer Traumgestalt .Eher: normal, gut, nicht schlecht, na und? 6. Mich erinnert nichts an die Woche und den Vorwärts, obwohl ich beide Zeitungen gelesen und (die Woche) gesammelt habe. 7. Die neuen Wissensseiten „... referieren..“ ? Wie bitte. Einen solch detaillierten Artikel, wie über die Problematik der Kernfusion, habe ich bei den anderen noch nicht gelesen. Was mir fehlt, ist Ostdeutschland! Da ¾ der Leser aus Westdeutschland kommen, wäre hier ein kleiner Schwerpunkt spannend und von Erkenntnisgewinn. Glück auf! friedrich |
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Ostdeutschland fehlt offensichtlich: als ich in einem Blogbeitrag hier den Mechanismus aufzeigte, wie Ostthemen überhaupt noch in Westmedien gelangen, hatte ich sofort eine Klagedrohung am Hacken.
Ansonsten ist Bloggen beim Freitag eher Crowdcourcing marktradikaler Lobgesänge: die Madsäcke und Friede Springers zelebrieren ihre Florida-Rolf-Kampagnen und wir brummen dazu mit im gefakten Obdachlosenchor, um wenigstens einmal bei "zdf neo" im Bild zu sein. |
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@SiebzehnterJuni
[Zitat]5. Und wieder "... ein verdienter Redakteur, Urgestein, etc., musste seinen Hut nehmen..." Was ist denn so sagenhaft an diesem Redakteur. Ich habe mir 20 Artikel rückwärts durchgelesen und finde nichts von einer Traumgestalt .Eher: normal, gut, nicht schlecht, na und?[/Zitatende] Ich habe Ingo A. gestern auf der Messe gesehen. Während wir anderen am Stand des Freitag mit Wein auf dessen Erfolg angestoßen haben (Ja, der war dort ablesbar im Kontakt mit dem Publikum), trank er sein Wasser und konnte sich nicht mitfreuen. Bin mal gespannt, ob Du ihn mit Deinem Resumee ('Na und?') etwas aufmuntern kannst. |
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@hadie
Du hättest auch mitmachen können, das Projekt war vollkommen offen, man musste weder eine brauchbare Stimme haben, noch obdachlos sein. Dort hättest Du - mit oder ohne Kamera - ein paar großartige Menschen kennengelernt, die aus ihrer Situation das Beste machen und nicht ständig anderen vorhalten, sie seien Schuld. Das mit der Klageandrohung glaube übrigens ich nicht. Und wenn, dann kann die Drohung entweder nur leer gewesen sein, oder Du verschweigst hier das Wesentliche. Was Du beschreibst, hätte nie als Klage Erfolg haben können - es sei denn, du lässt ein juristisch bedeutsames Detail dabei weg. Wenn z.B. Dein Masterplan Ostthemen in Westmedien zu bringen, nur über kriminelle Akte funktioniert hätte, macht so ein Detail für die Justiz schon einen gewichtigen Unterschied aus. |
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Und wieder mal rabulistisch bewiesen, dass ich in jedem denkbaren Fall nur Unrecht haben kann. Ansonsten mag ich kein Gras abfressen, sing weiter Besserwessi!
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schrieb am
21.03.2010 um 20:36
Wadde hadie dudde da?
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Hadie hat einen Ansatz mit Unrecht umzugehen, der nicht (mehr?) meiner ist, mit dem ich mich aber gerne kritisch auseinandersetze.
Wird aber schwierig, wenn hadie so schnell, statt seinen Ansatz zu erklären oder zu verteidigen, zu Totschlagargumenten aus dem Wörterbuch des innerdeutschen Rassismus greift. |
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schrieb am
21.03.2010 um 23:18
Ja, hadies Wörterbuch lässt manchmal zu wünschen übrig. Vielleicht kann man ihm ja mal eines schenken mit dem Titel »hadie - freundlich / freundlich - hadie«
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"Wadde hadie dudde da?"
Klasse - ich kann es. :-)) |
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O-Ton Volker Herres im heutigen Presseclub: »Jakob Augstein ist Herausgeber und Geschäftsführer des integrierten Web- und Printmeinungsmediums der Freitag.« (Bitte mal aussprechen!)
Und ich dachte »Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz)« wäre schon kompliziert. |
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Und ich dachte, die nur Boulevardmedien würden ungenau, um sich dem vereinfacht denkenden Niveau ihrer Leser anzupassen. Das Verdrehen funktioniert offenbar auch in umgekehrter Richtung. Was nützt den öffentlich-rechtlichen die komplizierte, aber inhaltlich absolut präzise Formulierung, wenn deren Inhalt ebenfalls nicht stimmt?
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Liebe Community,
als ein Diskutant des "neuen" Freitag von Anfang an(seit 02/2009 - jetzt einfach weniger Zeit, um ständig kostenfrei Content zubieten) ein paar Bemerkungen: 1. Die Kritik von Wolfgang Michal trifft ins Schwarze, von ein paar Nebenschauplätzen abgesehen. 2. Der Freitag geht zurzeit eher in Richtung "Betroffenheitsblatt" und gehobener Boulevard. JA liebäugelte damit schon immer.In den ersten 8 Monaten hatte ich ein sicheres Gespür für die Auswahl der Top-Blogs, heute nicht mehr. Einige Entscheidungen sind mir schlicht schleierhaft. 3. Für die Neulinge: Die ausführliche Kritik von MH - auch die Enttäuschung über die Entwicklung und deshalb manchmal ein etwas rauherer Ton - solltet ihr im größeren Zusammenhang sehen. Es gab mindestens 5 Selbstverständnisdebatten, die mit hohem Engagement aus der Community geführt wurden. Wenn ich mal von einigen Designverbesserungen absehe, ist vieles verpufft, eben auch von sinnvollen Ansätzen, z.B. von MH und Streifzug...(und viele mehr) 4. Es ist für mich bezeichnend, dass die "Blauen" hier in dieser Debatte schweigen. 5. Kritische Sicht der Wirtschafts- und Finanzpolitik ist sicher ein Kernthema linker Politik, eben auch einer beachtlichen Lesergruppe des Freitag. Im Freitag vom 11.3. ist da mit den Beiträgen von Vontobel und Altvater durchaus mal wieder etwas Vorzeigbares veröffentlicht worden. Doch ein Schwalbe macht bekanntlich ... Da ist im Freitag keine Systematik erkennbar, da bieten die Blogs "NachdenkSeiten" oder "Spiegelfechter" mehr. Unter 4 bis 6 Seiten Wirtschaftsteil geht da nichts ...Aber wird das von JA gewollt? 6. Bisher hat niemand ein Konzept,um den Freitag aus den roten Zahlen zu führen, die Gründe sind bekannt. Vielleicht will JA auch nur "sein" Blatt, zweitrangig was es ihn kostet. Spenden kann man bekanntlich auf vielerlei Wegen. 7. Ich selbst bin inzwischen müde von den ähnlich gelagerten Diskussionen. JA und die Chefredaktion hätten schon längst einen 2-tägigen Intensiv-Workshop zur Lage des Freitag einberufen sollen - das intellektuelle und pragmatische Potenzial war (ist?) in der Community gegeben. Wenn allerdings aufgrund eigener Schläfrigkeit enormes Potenzial abgewirtschaftet wird, na dann, dann wird's dreifach schwerer. Gruß BW |
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Hallo lieber BW,
stimmt alles, was Du schreibst, trotzdem, in der Bewertung hätte ich auch ein wenig Widerspruch (oder Selbstkritik). Was Du außer Zustimmung auf Michal draufsattelst, ist Punkt 6., in Verbindung mit den Beobachtungen in Deinen Anstrichen 2 und 7 (Community Diskussion/en und nichts ändert sich) ist diese Konsequenz unabweisbar. [Zitat]Vielleicht will JA auch nur "sein" Blatt, zweitrangig was es ihn kostet.[/Zitatende] JA spielt offenbar "Überholen ohne Einzuholen". Durch den Freitag und das neue Konzept mit den Bloggern wurde er Journalist des Jahres und ist seit heute im ARD Presseclub vertreten, kann seinen Kollegen, die ihn als "eigentlich Reporter" dort nie aufgenommen hätten jetzt sogar auf den Kopf spucken, indem er ihre Regeln bricht und dort gleich in der ersten Sendung dieses eingeübte Sonntagsritual der Politauguren als solches in Frage stellt. Er lässt sein Geld eben nicht, wie viele Narren, auf Konten hier oder in der Schweiz verschimmeln, setzt es auch nicht wie der unselige Unternehmer Adolf Merkle als Selbstzweck zu seiner eigenen Vermehrung ein, sondern gibt es aus, um was erleben und was bewegen. Niemand lebt davon, dass er viele Güter hat. Da beginnt meine Kritik an Deiner Dir:Content bieten wir hier zwar kostenfrei an, aber wir tun es nicht umsonst. Überlege Dir außerdem mal, ob Du nicht auch ohne JA's Segen einfach mal nach Berlin kommst - wir können doch auch ohne ihn Gutes tun, auch wenn wir uns nur durch seine Plattform hier kennengelernt haben. Da gäb es doch selbst bei uns manches umzusetzen, das wir wir statt brach liegen lassen. Das ist weniger eine Frage der Zeit, als vielmehr der Prioritäten. |
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Lieber Christian,
du als aufgeklärter Christ kennst doch auch das erste buddhistische Siegel: alle zusammengesetzte Dinge sind vergänglich (und leer). Das gilt selbstverständlich auch für Kapital auf der Bank oder im Freitag investiert. Meine Vorliebe in diesem Fall für den Freitag ist bekannt. Was JA mit seinen Geld macht, ist allein seine Sache, er könnte es auch an Berliner Obdachlose verschenken. Aus buddhistischer Sicht nicht schlechter oder besser als im Freitag zu investieren. "Journalist des Jahres"- warum nicht, gönn' ich ihm. Mitmischen im ARD-Presseclub - vielleicht für angeschlagene Ego, taugt aber nicht wirklich was. Drei gute kritische Wirtschaftsjournalisten im Freitag wären mir allerdings lieber. .."ohne JA's Segen einfach mal nach Berlin kommst" - der Scherz ist gut. Ich brauche nicht mal Gottes Segen. Anyway. Du hast recht, ein Berlinbesuch, auch bei Dir steht noch in 2010 an. (Ich hatte das verschoben, da JA nach Frankfurt kam und wir einige Gedanken ausgetauscht hatten. Ein sympathischer Kerl, der Neues aufsaugt wie ein Schwamm, man allerdings nicht sicher sein kann, was hängen bleibt.) "wir können doch auch ohne ihn Gutes tun, auch wenn wir uns nur durch seine Plattform hier kennengelernt haben." Dich durch Texte kennengelernt zu haben, ist auf jeden Fall ein Gewinn. Die "Prioritäten" werden gesetzt und Platons Idee des Guten bleibt im Westen eben unüberbietbar. Wie sehen uns bestimmt. Gruß BW |
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Lieber Bildungswirt,
ich möchte zu den Topblogs in diesem Thread wiederholen, was ich versuche in vielen anderen zu streuen, damit es möglichst viele Community-Mitglieder mitbekommen: Wir möchten alle, die hier lesen, eigene Texte schreiben und kommentieren in die Auswahl der Topblogs miteinbeziehen. Wir freuen uns daher immer über direkte Vorschläge als Nachricht an JJK, Maike Hank oder mich, und berücksichtigen zusätzlich Bewertungen und Kommentare als Indikatoren. Ich fände es toll, wenn sich an dieser gemeinsamen Auswahl noch mehr Nutzer beteiligen würden, da wir so besser abbilden können, was die Aktiven hier bewegt und interessiert und als "gut" empfunden wird. Zudem werden viele Texte von der Community oftmals schneller gelesen als von uns. Durch kurze Hinweise können wir die Texte so auch schneller wieder auf die Startseite heben. Viele Grüße Tessa |
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Liebe Tessa, solche 'Zuarbeit' ist ja sicher wünschenswert, schon aus den genannten Kapazitätsgründen. Aber eigentlich finde ich es gut, wenn Ihr, die Redaktion, ein paar Qualitäts- und Auswahlkriterien bezüglich des Inhalts als letztes Entscheidungsgremium habt. Denn ich möchte nicht, dass einige Beiträge einzig wegen ihrer Thematik oder auf Grund von Gefälligkeitsvorschlägen in der Topliste auftauchen.
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naja... ka wer da was entscheidet. aber ein-absatz-beiträge, die dann woanders hinverlinken, gehören nach keiner mir zugänglichen logik in die top-blogs.
mag ja sein, dass der tom strohschneider hier redakteuer ist, aber gerade deshalb kann man von ihm erwarten, und ich als user tue das auch, dass er seine blogbeiträge hier ganz reinstellt und dann hat auch keiner was gegen die verlinkung und niemand hat was dagegen, dass ein guter (!) beitrag in die topblogs kommt. egal von wem der nun ist ... ihr solltest allerdings vermeiden, meiner unbescheidenen meinung nach, in zeiten, in denen ihr medienkooperationen pusht, zusätzlich noch redakteure zu befördern, denn da bleibt der nutzer komplett auf der strecke. bei anhäufung, sieht das nicht gut aus. mfg mh |
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aber Tessa,
da wären "wir" als blogger ja am Prozess der top-blog-Gestaltung und -Findung direkt beteiligt?! Bei wem sollen wir uns denn dann beschweren??? |
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bei JA darüber, dass tessa nicht unseren vorschlägen folgte. aber da machen wir den bock zum gärtner...
mfg mh grinst nicht so dämlich |
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schrieb am
23.03.2010 um 14:52
@Tessa
Ich kann mich goedzak und mh nur anschließen. Derzeit ist es doch so, dass unter den Topblogs einfach nur beliebig zusammengewürfelte Blogs stehen. Anderen Blogs voraus haben sie entweder, dass ein Redakteur oder ein Blogger mit vielen Lesern sie geschrieben hat, dass sie ein möglichst kontroverses Thema ansprechen oder dass sie viele Kommentare erhalten haben. Dazu kommt, dass ein Blog normalerweise nach ein paar Stunden aus dem Blickfeld verschwindet. Das verstärkt logischerweise diese Tendenzen. Da inhaltliche Kriterien kaum eine Rolle spielen, ignoriere ich die Topblog-Liste weitgehend. Wenn nun noch "Empfehlungen" als Kriterium dazu kommen sollen, macht es das bestimmt nicht besser. Ich fürchte, es ist ein Irrglaube, dass die Community selbst am besten über die Qualität der Beiträge entscheiden kann. Dazu muss man sich nur mal ansehen, wie hier meist Punkte vergeben werden. Außer einem und fünf Punkten scheint es für die meisten nichts zu geben. Das lässt wohl eher auf Cliquenwirtschaft und persönliche Animositäten schließen als auf unvoreingenommene Qualitätsbewertung. Normalerweise sollte es doch möglich sein, dass ihr die jeweils neuen Blogs lest oder zumindest überfliegt - so viele sind es nun auch wieder nicht - und daran möglichst objektive Qualitätsmaßstäbe anlegt - gerade weil ihr in die Cliquenwirtschaft der Community nicht involviert seid. Wer nämlich nicht dieser Community angehört, der möchte sehr wahrscheinlich einfach nur gute Blogs lesen und diese möglichst auch in der Topblog-Liste wiederfinden. Die Klicks könnten ein Kriterium sein, wenn ihr die denn messen könntet. Auch die Kommentare und die Bewertungen, wenn die Community denn größer wäre und damit die Bewertungen weniger vom Cliquenunwesen beeinflusst. |
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da tessa generell noch mind. 2 mitarbeiter fehlen (wahrscheinlich auch um das in der form von haus aus zu machen) .. (siehe aussagen aufm politicamp), spricht ja nichts gegen userbeteiligung und sie ist unumgänglich.
von daher möchte ich mich auch explizit auf das offensichtliche "nicht top-blog-sein-zeugs" bezogen wissen, welches als solcher auftaucht. ;P mfg mh |
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@dD
"Die Klicks könnten ein Kriterium sein, wenn ihr die denn messen könntet." - Bloß nicht!!! Auch Kommentatoren gucken oft nicht nach Qualität, ich verkneife mir jetzt mit aller Kraft, Beispiele zu nennen. Es gilt, was auch andernorts gilt: Je mehr Mitentscheider, desto mittelmäßiger das Ergebnis... |
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Das sehe ich wie Du, goedzak, mir ist da sonst auch zuviel vernetzte Gefälligkeit im Spiel.
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Besonders gut gefällt mir, dass manche Kommentare bereits eine Minute nach ihrer Veröffentlichung mit fünf Punkten bewertet werden.
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schrieb am
23.03.2010 um 21:12
@goedzak
Ich habe mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Mit Klicks meinte ich, wie oft ein Artikel angeklickt (und vll. dann auch gelesen) wird. Was die Bewertungspunkte betrifft, bin ich schon überzeugt, dass das Ergebnis objektiver wäre, je mehr Leute mitmachen. Dann würden nämlich mit ziemlicher Sicherheit auch öfter mal 2, 3 oder 4 Punkte vergeben werden - statt wie leider meist üblich: 5 Punkte (ich mag den Blogger - und deshalb auch den Artikel) und entsprechend 1 Punkt ... Mir ist aber auch klar, dass deshalb nicht unbedingt die "besten" Blogs die meisten Punkte bekommen würden. Ich sagte ja: könnte und ein Kriterium (unter mehreren). |
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Liebe Tessa,
verstehe dein Argument. Ich bin in dieser Hinsicht aber eher konservativ. Die "Profis" in der Redaktion sollen entscheiden, sie werden für Qualitätsjournalismus und geübten Blick bezahlt. Jedenfalls ich habe gar keine Zeit, um zusätzlich Bewertungen für Topblogs vorzunehmen. Ich beteilige mich auch nie an irgendwelchen Bewertungspunkten im Freitag. Sehe das ähnlich wie goedzak. Gruß BW |
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@weinszstein: da sich jeder selbst 5 punkte verpassen kann, ist es ja verwunderlich dass sowas nur eine minute dauern soll.
mfg mh |
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Ich habe mit den "Community-Empfehlungen" bisher gute Erfahrungen gemacht. Zudem stellen wir diese Vorschläge dann ja nicht "blind" in die Topblogs. Daher würde ich es immer noch als Zusammenspiel von Redaktion und Community betrachten, in dem die letzte Entscheidung bei uns liegt.
Falls ihr euch noch ganz an den Anfang erinnert: neben der meist-kommentiert-Übersicht gab es ein Ranking nach Bewertungen. Da dies aber kaum genutzt wurden, haben wir es abgeschaltet. Ich finde "meist gelesen" ein sinnvolles Ranking, dessen Einführung wir planen. Bei Community-Texten sind Kommentar- und Klickzahlen meist auf ähnlichem Niveau, gänzlich anders verhält sich das aber bei Texten aus der Redaktion. Der meist gelesene Artikel der Woche hat dort mitunter keinen einzigen Kommentar. Viele Grüße Tessa |
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Dass es statt des Stern-rankings demnächst ein Klickranking geben soll, höre ich schon seit einem halben Jahr (erstmal von JA im Oktober), und es wäre sicher ein Gewinn, wenn es, wie Du (@Tessa) bestätigst, irgendwann tatsächlich programmiert wird.
Die absolute Zahl der Klicks, die derDonnerstag erwähnt, sind und bleiben aber wohl eines der bestgehütetsten Geheimnisse des Freitags, genau wie jetzt auch die Auflage. Wenn ich JA richtig verstanden habe, könnte deren Veröffentlichung den Erfolgs-Mythos zerstören, bevor der tatsächliche Erfolg diesem Mythos hinterwachsen konnte. Mein erster Beitrag hier über Deutsche Medienwunder, der eine vermeintliche "Auflagenexplosion beim Freitag" durch einen Vergleich mit den (damals noch veröffentlichten) ivw-Zahlen widerlegte (den ich übrigens auf Anregung von BW geschrieben hatte, nachdem ich vorher selbst auf die Ente reingefallen war), könnte mit zu dem Aha-Erlebnis geführt haben, dass die Veröfentlichung dieser Zahlen nicht nur keine Werbung einbringt, sondern auch JA's Masterplan, mit dem er den Freitag groß machen will, mehr behindern kann, genau wie eine Publikation der Klickrates das könnte. Also: Großes Indianergeheimnis. Übrigens stehen Blogger auf freitag.de prinzipiell vor derselben Herausforderung wie der Freitag selbst am Medienmarkt. Kein Wunder also, dass ihr (jedenfalls in diesem Sub-Kommentar-Thread) zu diesem Thema geschwenkt seid. Zu der dabei geäußerten Kritik an der TopBlog-Redaktion habe ich aber meinerseit Kritik. Medien heißen Medien, weil sie nur Mittler sind, und das nicht nur zwischen Autor und Leser, sondern auch zwischen Realität und Betrachter - wobei der Pfiff ist, dass durch ihre Vermittlung das miteinander Vermittelte sich auch durch Rückkopplung verändert, in beide Richtungen. Damit das passieren kann, muss bekanntlich nicht nur Realität gespiegelt (was gewollt oder unvermeidbar immer unter Beimengung der Subjektivität des Autorinnen-Subjekts geschieht), sondern es muss auch Aufmerksamkeit generiert werden, sonst kommt die Botschaft nicht an, findet die Realität nicht ihre Betrachter, der Autor und/oder das Medium nicht seinen Leser/Zuschauer/Rezipienten (dto. in weiblichen Formen). Wenn der "alte" Freitag trotz seines qualitativ exzellenten Rufes quantitativ kaum noch Abonnenten hatte, liegt JA's Ansatz auf der Hand, ihn für den veränderten Medienmarkt und die damit veränderte selektive Aufmerksamkeit der Medienrezipienten fit machen zu wollen. Analog dazu vermutet man als Blogger, dass es für den Erfolg von Blogs nicht nur auf die Relevanz der Themen ankommt, für die man Aufmerksamkeit generieren will, und auch nicht allein auf die kritische Beobachtungsgabe des Autors/der Autorin, dank derer sie oder er - statt bloß abzuschreiben und zu bewerten - das bisher dabei Übersehene und Ungesagte an einem relevanten Thema erkennen und ansprechen kann, auch nicht auf sein/ihr Urteilsvermögen, das das Besondere mit dem Allgemeinen verknüpft und verborgene, aber maßgebliche Zusammenhänge transparent werden lässt, auch nicht auf allgemeine Sprachkompetenz, auf Metaphern- oder Bilderreichtum oder eine spürbare persönliche Schwingungsfähigkeit, die zusammen - unbesehen des Inhalts - beim Lesen das Gefühl von Lesevergnügen vermitteln können. Rein Theoretisch kann der Erfolg trotz dieser Qualitäten ausbleiben, wenn er an einer "falschen Vorselektion" der den Medienmarkt beherrschenden Macher, Verlage oder Redaktionen scheitert. Was mir fehlt, ist der Nachweis, dass dies auf Freitag.de der Fall ist. Ich selbst erinnere so eine "falsche Vorselektion" nur aus einer gewissen Phase des "Dichtens und Neckens", die damals wie auf Verabredung funktioniert hat. Die Blogs derer, die hier mehr Gemeinschaft fühlen und erleben wollten, schossen im Ranking nach oben und hatten im Verhältnis zur gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen und Inhalte hier auffällig viele Kommentare, die in dieser Hinsicht genauso inhaltsarm waren, es aber dafür umso angenehmer menscheln ließen. Ich kenne aber umgekehrt gar keine Beispiele für die behaupteten unterbewerteten Mauerblümchen-Beiträge von Autorinnen oder Autoren mit hoher Kompetenz, die hier zu Themen von hoher Relevanz genauso relevante Inhalte anbieten und dann von niemandem entdeckt oder beachtet wurden, weil etwa die Redaktion sie nicht in den TopBlogs gelistet hat. Ich wäre wirklich neugierig, ob jemand mir von euch solche Perlen hier zeigen kann. Wenn es sie gibt, verdienen sie vielleicht einen Auferstehungs-Blog, wo wir sie sammeln und ihrer Relevanz begründen. Und dann - wenn wir sie kennen - können wir auch sinnvoll darüber nachdenken, woran jeweils gelegen haben kann, dass sie in ihrer Bedeutsamkeit verkannt wurden. Und die TopBlog-Redaktion kann sich zu der Frage äußern, warum ggf. etwas so Wertvolles - auch für den Erfolg des Freitag natürlich Wertvolles - übersehen wurde. Daran anschließend könnten wir hier gemeinsam überlegen, durch welches verbesserte Prozedere der Redaktion solche Fehler künftig besser vermieden werden können. Noch sehe ich aber gar nicht, was da überhaupt an Wesentlichem durchgerutscht ist. Ohne Offenlegung der Faktengrundlage, auf der der Vorwurf basiert, die TopBlog-Redaktion arbeite suboptimal, ist diese Diskussion für meinen Geschmack unnötig abstrakt und spekulativ, um zu tragfähigen Verbesserungen führen zu können. |
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"Ich kenne aber umgekehrt gar keine Beispiele für die behaupteten unterbewerteten Mauerblümchen-Beiträge von Autorinnen oder Autoren mit hoher Kompetenz, die hier zu Themen von hoher Relevanz genauso relevante Inhalte anbieten und dann von niemandem entdeckt oder beachtet wurden, weil etwa die Redaktion sie nicht in den TopBlogs gelistet hat."
was andere menschen betrifft, ist es schwierig, deswegen gebe ich dir mal ein bsp. aus meinem eigenen fundus. ich linke extern, da hier alles gelöscht ist: dieser beitrag löste in diversen email-verteilern fachlicher natur, aber auch innerhalb der com, recht anspruchsvolle diskussionen aus .. er schafft es aber nicht mal in die topblogs: www.goowell.de/wordpress/2010/01/13/boom-theorie-inflation-vs-deflation-fortgefuhrt/ hingegen wurde dieser beitrag, der nichts weiter als eine zusammenfassung ewiger diskussionen war und eine provokante überschrift hatte, auf die startseite gestellt .. inhaltlich bot er damals nichts neues und ich finde diesen beitrag auch heute noch nicht sonderlich toll. www.goowell.de/wordpress/2009/10/29/kommerzielle-blogs-haben-ein-problem-lasst-sie-verrecken/ nun brauch ich mich da nicht über zu wenig aufmerksamkeit beschweren, aber das inhaltlich wertvolle ist es aus meiner sicht eher selten, was hier an die richtigen stellen kommt, während man die leichte kost nur zu gerne befördert. und das ärgert mich auch dann, wenn ich davon per aufmerksamkeit profitiere, weil ich langfristig dadurch mehr verliere als kurzfristig gewinne. es ist einfach eine themen- und anspruchssteuerung, die da erfolgt. es ist viel wichtiger, als es viele hier glauben wollen. da kommst du dann gedanklich vllt. doch eher an die "verlorenen perlen" ran. mfg mh |
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Ich habe mal ein wenig verfolgt, was so in den Top blogs auftaucht. So eine Auswahl ist natürlich immer subjektiv - aber ich habe den Eindruck, es hängt auch von der Tagesform der Community ab. Wenn unter den neuen Beiträgen nicht viel Interessantes dabei ist, hat ein schwächerer Beitrag viel mehr Aussichten, ein Top blog zu werden, als zu Zeiten, wo eine Perle nach der anderen auftaucht.
Bei einigen kann ich es überhaupt nicht nachvollziehen - mh, letzte Woche ging es mir ähnlich, ein Beitrag wurde fast übersehen, an dem mir aber lag und der eigentlich auch ein wenig behandeltes Thema hatte, ein anderer, den ich relativ schnell und einfach gepinselt hatte, fand sich auf einmal top. Ich denke, da wird sicher noch ein wenig dran geübt werden, und ich finde die Idee auch nicht schlecht, dass man ja durchaus per Privatnachricht mal auf etwas aufmerksam machen kann. Just my two pence :-) |
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@mh
Danke für die Richtigstellung. Das ist vor allem deshalb merkwürdig, weil diese Klick-Zahlen bei ivw seit April 2009 veröffentlicht werden, demselben Monat, als JA nach meiner Erinnerung mir gesagt hat, dass er eine Veröffentlichung aus besagten Gründen (Schutz vor böswilligen Konkurrenten) noch für untunlich hält. Es kann aber sein, dass er nur die absoluten Klickzahlen einzelner BlogBeiträge meinte und ich das missverstanden habe. Die werden ja tatsächlich nicht preisgegeben. Aber ich schließe auch nicht aus, dass ich alles falsch verstanden habe. Stimmt denn wenigstens die Information aus dem Text von Wolfgang Michal, dass die Auflagen-Zahlen des print nicht mehr bei ivw Veröffentlicht werden? Ich hab das jetzt ebenfalls leichtsinnigerweise einfach geglaubt und nicht nachgesehen. Danke auch für das konkrete Beispiel und das Gegenbeispiel. Dazu kann sich die TopBlog-Redaktion jetzt auch mal konkret äußern, ist besser, als wenn wir spekulieren, was sie da bewogen haben mag, einmal so und einmal so zu entscheiden. @Alien59 Leider kann ich Dir für Deine beiden Beispiele nicht denselben Dank abstatten. Vielleicht weiß die TopBlog-Redaktion sofort, welche Beiträge Du meinst, ich jedenfalls bin so klug wie vorher. Dass jedem zu so einer Frage zuerst eigene Beispiele einfallen, ist normal. Aber sagen kann ich dazu erst was, wenn ich die wenigstens kenne. Ich könnte jetzt in Deinen Beiträgen suchen und raten, aber da liege ich dann möglicherweise falsch. Warum also im Nebel stochern, warum nennst Du nicht einfach Deine Kinder beim Namen, wie MH? Das Risiko, dass andere die vielleicht anders bewerten, ist unumgänglich und kann Dir nicht angelastet werden, das hat ja die TopBlog-Redaktion auch schon getan. |
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Lieber JA und Freitag-Redaktion,
Hosen runter, es kommt doch früher oder später eh alles ans Licht. Christian und MH zeigen doch ne klare Linie. Die Blogger-Szene ist eben ein rührigen Völkchen ... Solidarische Grüße BW |
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also ich habe alle antworten die ich brauche .. und tessa hat bereits ein fazit formuliert.
von daher bedarf es da nun keiner großen stellungnahmen bzw. die sind ja schon erfolgt. vielleicht braucht ihr da nur ein fazit: man schafft es nicht allein, also helft den leuten. ;P mfg mh |
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Christian, dazu waren mir meine Beiträge im Rahmen dieser Diskussion schlicht nicht wichtig genug. Deshalb habe ich sie nicht zitiert. Es ging mir mehr um den Punkt, dass es keine Absolutheit gibt, sondern zwischen vielen Mäßigen Beiträgen ein grad mal guter Top blog wird, etc.
Nicht der Rede wert. |
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@mh
Du hast wohl einen Link auf die Contenterstellung gelegt, dazu viel Zahlenangebot. Kannst du das als Fachmann etwas näher analysieren und bewerten? Ich will mich da nicht selbst tiefer reinknieen. Was heißt das für die Zukunft des Freitag? Gruß BW |
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@BW
Auch wenn Du mh gefragt hast und er der bessere Fachmann ist, kann mich mit ersten Schlussfolgerungen aus diesen mir bislang unbekannten Zahlen kaum zurückhalten. Bevor ich an die Prognose gehe, erst mal, was mit Sicherheit schon passiert und als Entwicklung noch immer in Gang ist: 1) In den 10 Monaten seit April 2009 haben sich PIs und visits im Mittel fast verdoppelt. 2) Der Anteil der Communty an diesem Erfolg ist in dieser Zeit noch stärker gewachsen als der redaktionelle. Im April 2009 war lag Verhältnis der Klicks auf Communtiy-Content vs. redaktionellen Content gerundet bei 1:3,5, jetzt ist es fast 1:1 ( 293tausend zu 477tausend, also ca. 1:1,6). 3) Insgesamt hat das online-Angebot des Freitags nach der Verdoppelung etwa die Werte gößerer regionaler Zeitungen erreicht. Um auf die heutigen Werte der online-Angebote überregionaler Medien wie taz und fr aufzuschließen, müsste diese Verdoppelung noch zweimal wiederholt werden, was, wenn der Trend anhält, in eineinhalb Jahren zu schaffen wäre. 4) Das Printprodukt hatte, jedenfalls solange Zahlen veröffentlicht wurden, keinen vergleichbaren Aufwärtstrend. Der könnte aber durch die wachsende Bekanntheit des Online-Angebots irgendwann mitausgelöst werden (vgl. dazu die Erfahrungen von Nina Heinlein und anderem am Messestand, die ich schon beim "Leipziger Allerlei" erwähnt hatte. Die Zeitung war den Messebesuchern - anders als vor einem Jahr - ein Begriff, und es gelang diesmal problemlos, ca. 100 Probeabos dort zu verkaufen - kein Geldsegen, aber im Vergleich zum Vorjahr immerhin aussagefähiger ein Trend-Test). Fazit: Die Entscheidung von JA war grundsätzlich richtig. Und wir, wir sind wichtig. Wenn JA das Kapital nicht ausgeht und wir alle (Redaktion und Community, wie gesagt jetzt fast 1:1 am Erfolg beteiligt) in der Qualität nicht nachlassen, wird es sogar dann weiter aufwärts gehen, wenn nicht alle Verbesserungsvorschläge umgesetzt werden, die Wolfgang Michal oder wir selbst hier gemacht haben. Verdient hätten sie es trotzdem. Und die Idee mit dem Workshop-WE von JP ist gar nicht so schlecht. Ob so etwas edles wie Griechenland im Juni geht - wenn es das Land dann noch gibt [;)]- ist eine zweite Frage. Den Freitag wird es wohl auf jeden Fall noch geben. ;) LG CB |
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@christian
Danke für die schnelle Antwort und die erste Interpretation der Zahlen. Sicher wird da noch eine Ergänzung von MH kommen. Wenn wir in der ganz großen Mehrheit der Community diesem Freitag-Projekt nicht wohlgesonnen wären, würden wir nicht soviel kostenfreie Arbeit investieren, das sollte sich JA immer wieder mal vor Augen führen. Ob das Geld bei diesem momentanen Freitag-Zustand ausgeht? Kann nur EINER wirklich beantworten. Die ernsthafte Idee einer Genossenschaft wurde von JA auch schon vor Monaten umschifft. Sein gutes Recht. Dennoch eine Modellrechnung: 100 Blogger speisen in das Projekt je 10.000.- Euro ein (Summe: 1 Million) 100 Blogger speisen in das Projekt je 1000.-Euro ein (Summe 100.000.-) 500 Blogger je 500.- 1000 je 100.- usw. Bei 1 Million aufwärts könnte schon etwas bewegt werden. Nicht zu vergessen: Verstand und Leidenschaft wächsen mit der Sinnhaftigkeit des Projekts. Allerdings einen "guten Freitag-Salon" in Frankfurt (auch mal aus dem 50.Stock z.B.) zu organisieren und mir 300.-Kostenzuschuss anzubieten, sonst alles auf meine Rechnung (so JAs Vorschlag) ist nicht akzeptabel. Da dreh' ich lieber ab,überlasse dem "Journalisiten des Jahres" das Feld, investiere Geld und Zeit in andere Projekte und lese ab und an über den Berliner Salon. Gruß BW |
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@BW
Freitag-Salon zu vermieten? Daraus hättest Du das Geschäft Deines Lebens machen können, vorausgesetzt Du hättest das Recht ausgedungen, kein eigenes Geld nehmen zu müssen, sondern Dir Sponsoren nach eigener Wahl zu suchen: Die Deutsche Bank oder sonst wer (ders nötiger hat) präsentiert: Jakob Augstein und Diskutanten diskutieren mit und über Macht und Gegenmacht. ;) |
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Michal erlärt den Freitag tatsächlich zum "... einzige(n) linke(n) Blatt in Deutschland". Da gibts aber doch noch ein paar andere - glücklicherweise.
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Heißt es da nicht "Wochenblatt"?
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Nein, nein, im letzten Abschnitt heißt es wörtlich und fett:
"Es ist geradezu ein Treppenwitz der Zeit(ungs)geschichte, dass das einzige linke Blatt in Deutschland mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise über kein eigenes Ressort für 'Wirtschafts- und Sozialpolitik' verfügt." Das ist natürlich ziemlich ignorant. Und, nebenbei bemerkt, andere linke Blätter verfügen auch durchaus über Redakteure/Journalisten, die den Bereich "Wirtschafts- und Sozialpolitik" bearbeiten. |
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Lieber Christian,
auch wenn Bildungswirt in seiner Andeutung der "Hamster- Rad" Choreografie der Freitags Debatten, wenn es um den Freitag geht, voll die Zwölf Uhrzeit getroffen hat, möchte ich die Uhr gerne noch einmal zurück auf den Freitags- Frühling stellen. Statt einem 2-tägigen Intensiv-Workshop schlage ich eine Reisetreff- Gelegenheit im Frühling 2010 auf der griechischen Insel Thassos von mindestens einer Woche vor, um sich aus der Freitags- Debatten Lähmungsstarre erlöst, in linker Solidarität mit Griechenland, als wäre Griechenland der Freitag, Initiativen zu starten oder anzuteichen. Wie findest Du das, wie findet ihr das hier in der Freitags Community? tschüss JP siehe dazu meinen Freitags Reise Blog: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/selbstorganisierte-freitags--leser-reise-zur-insel-thassos- Selbstorganisierte Freitags- Leser Reisen zur Insel Thassos in Griechenland Wer hat Lust mit uns im Mai 2010 auf die griechische Insel Thassos zu reisen? Die runde Insel Thassos (ca 95 km) liegt im Norden des griechischen Teiles vom ägäischen Meer und entfaltet im Mai durch die Blütenpracht seiner Wiesen, Oleander- Hecken einen besondereren Zauber. Thassos ist touristsich eine noch wenig erschlossen grüne Insel, mit hohen Bergen ( bis zu 1200m) im Landesinnern, mit Wäldern, Olivenhainen die Berghänge hinab bis zu den wunderschön Natur belassenen Stränden. Unser Reiseziel ist Scala Prinos, ein geschäftiger, griechischer Ort mit einer direkten Fährverbindung nach Kavala/Philippi |
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Reisen mit geistigem Tiefgang zwischendurch - eine wunderbare Idee.
Im Mai bin ich schon in Montenegro (ähnlich Intention und Bedingungen). Aber ich bin durchaus an deinem Angebot zu einem späteren Zeitpunkt in Griechenland interessiert. Gruß BW |
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ab Juni ist uns Griechenland zu heiss.
Der September ist mir, uns dagegen wieder sehr genehm. Es sind auch Freitags- Treffs, von Juni bis September dort, ohne uns möglich. Schau doch mal, wie es Dir u. a. passt. tschüss JP |
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Mir fehlt am Freitag etwas der Blick nach Rechts. Herr Augstein, steh sicherlich seinem Vater nur wenig nach respektiv nicht nach, genauso wie seine Schwester. Aber Recherchen am Rechten Rand, und investigativer Journalismus in diesem Bereich täte dem Blatt Gut.
Ansonsten ist das Blatt inzwischen besser als der Spiegel. Ich überlege wirklich massiv nach zwanzig Jahren wieder ein Abo abzuschliesen. Ein Probeabo habe ich bestellt. Für mich waren immer wesentliche Elemente Antifaschismus Demokratische Erneuerung und natürlich Frieden und Abrüstung. Ich bin übrigens aüf das Blatt wieder gestossen wegen des Presseclubs, da hat Herr Jakob Augstein hervorragend Argumentiert. GSpiegel Leser fragen sich natürlich wieso die "Familie" so tatenlos dort zuschaut. Als ob es da kein Erbe zu verteidigen gäbe. Ich habe den Spiegel über Jahrzehnte gelesen und ich habe damals in einer Marktanalyse für das Blatt behauptet der Focus habe keine Chance wenn man sich am Qualitätsjournalismus alten Stils orientiert. Stattdesen hat der Spiegel den Platz geräumt und so Burdas Blättchen den Weg geebnet. Die Seiten wurden Bunter und die Inhalte belangloser. So auch diese Woche. |
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schrieb am
25.03.2010 um 23:30
schreckliches Gesülze ist aus diesem Blog geworden, der anfangs ganz erfolgversprechend und spannend losging...
verlorene Zeit, verquaste Gedanken, es sieht nicht gut aus um die Zukunft des Freitag... |
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"Der Plan, den Kioskverkauf ab dem kommenden Monat zu beenden", ist Wirklichkeit geworden. In Halle/S. gibt es nirgendwo mehr den "Freitag"! Wäääähhhhh!
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Ausgabe 07/12
16.02.2012
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