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Der "unauffällige, gut situierte 17jährige Killer" hatte einen unauffälligen, gut situierten Vater , der gestern abend unversehens auffällig geworden ist :Mit 14 Waffen im Schrank . Er lebt in einem Bundesland dessen gut situierte Politiker seit gestern abend auffällig oft darauf hinweisen, daß alle diese Waffen ordnungsgemäß registriert waren und nur eine einzige davon falsch aufbewahrt wurde - die Todeswaffe. Mit Rücksicht auf die Gefühle der Angehörigen der Opfer, so wurde geheuchelt, sei eine schnelle Forderung nach weiterer Verschärfung des Waffenverbotes nicht angesagt. Insofern hält sich ChristianBerlin nicht an die von Baden-Württembergischen Politikern erwünschte Todesstille, sondern nutzt die Trauer für unmißverständliche Worte an die Verantwortung der Lebenden . Das finde ich richtig. Gleichzeitig meine ich, sind allerdings Psycholgen und Psychiater bereits sehr wohl gefragt, wenn es um die Motive unserer Zeitgenossen für Waffensport, Waffenbesitz und Waffenprotzerei geht (Wozu allerdings auch . da stimme ich zu, die sog Kampfhunde gehören)
In einem anderen Freitag Blog-Beitrag wurde heute zum beispiel bereits de "Traditionspflege" in Schützenvereinen in wahrstem Wortsinn 'aufs Korn' genommen. Die Aufmärsche dieser uniformierten Garden bei Festumzügen und an Volkstrauertagen sind eine Obszönität und ein Anachronismus, an denen sich kaum ein Politiker stört - vielmehr werden diese Flintenvereine in unseren Provinzen poltisch gefördert und in Hannover (beispielsweise )aufs Schlimmste hofiert. Weiter werden, insbesondere während des Wintersports , stundenlang Gewehrsportler auf Skiern von Fernsehkameras begleitet. Dies ist , so meine ich, eine gewollte Verharmlosung einesTötungsinstrumentes als Freizeitgerät . Mich erinnert dieses Treiben im Schnee stets an Propaganda-Bilder der Wehrmacht aus dem Rußland-Feldzug. Solch ein Waffenfetischismus scheint wohl nützlich - denn Tabuisierung und Verbot von Waffensport würde ja schließlich auch deren militärische Nutzung moralisch hindern. Pazifismus ist längst auch für viele Grüne und Linke wieder zu einem Schimpfwort geworden. Deshalb möglicherweise, wehren wir uns nicht gegen diese öffentliche Potenz-Protzerei sondern stilisieren sie zum Sport und damit zu einem Stück Kultur. Die Forderung "Keine Waffen in Kiinderhand" ist zwar richtig, aber nur der Beginn einer rechtlichen und und allgemeinen Ächtung von Tötungsinstrumenten und Tötungsspielen. Aggressionsabbau kann auch anders geschehen - auch das können uns Psychiater und Psychologen erklären - wenn sie denn wollen. |
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Pazifismus kann man lernen, muss man lehren und muss man wollen. Wer mehr Argumente braucht, der schlage bitte bei den Wehrdienstverweigerungsdiskussionen der 70er Jahre nach. Alles durch x Instanzen abgesegnet, aber nie gesellschaftlich auf breiter Basis durchgesetzt.
Schlussfolgerung: Die Gesellschaft will Gewalt und die Mittel zur Ausübung derselben. Weil es hier besser passt als drüben im 'großen' Strang. |
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Wer will, wird sich immer Waffen besorgen können. Oder selber basteln.
Es sollte an Schulen ein Anti-Agressions Programm und ein Wie-gehe-ich-mit-Konflikten-um Fach geben, das alle Schüler verbindlich belegen müssen. |
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Wenn das Kursthema enger gefasst wird, könnte ich mich damit anfreunden. Z.B. Desekalations-Training oder Anti-Gewalt-Training, wie es Udo Kumpe in Berlin anbietet (und mancherorts auch Polizei-Teams). Das ist quasi gewaltlose Selbstverteidigung, so weit möglich - und da ist viel möglich. Hab ich mal mitgemacht, und überraschenderweise auch etwas für die Kopf-Konflikte gelernt :)
Wenn aber einer mit einer automatischen Feuerwaffe vor Dir steht und abdrückt, hilft das auch nichts. Ich widerspreche, dass jeder sich immer Waffen besorgen kann. Du darfst das aber gern den Beweis antreten. Nur bei den Kids könnte das schon am Taschengeld scheitern und daran, dass Schwarzhändler bei denen ahnen, was sie damit wollen. Die ganzen Shoolshooting sind ja nicht mit irgendwo illegal besorgten Waffen geschehen. Lenken wir also nicht von den Fakten ab. Jede Erhöhung der Schwierigkeit, für Amok-Kids an eine Waffe zu kommen, ist eine kleine Restriktion wert. Das zeigt folgendes Paradox: In der DDR-Zeit gab es 40 Jahre lang in Erfurt und anderswo keinen Robert Steinhäuser, obwohl es vermutlich 1000 Mal soviel Unrecht, Kränkungen und strukturelle Gewalt an Schulen gab. |
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Danke ChristianBerlin, dus prichst mir aus der Seele!!!
Ich kann auch nicht vesrtehen was Waffen mit Sport zu tun haben? |
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Sorry, für den Tastaturteufel, leider kann man den Beitrag nicht editieren.
Wenn unsere Politik schnelle Endscheidungen in Sachen Finanzkrise und Kampfhunde schaffen kann, so wäre dies auch ein Anlass des schnellen Handelns. Vielleicht sollte eine Petition gestartet werden um dies zu erreichen. Ich möchte nicht der Vater sein der ein Kind auf diese Art und Weiße verliert. Es mag sehr emotional klingen, aber Waffen sind doch Tötungsmaschinen!!! Wie kann daraus eine sportliche Aktivität werden? |
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@Thomasg
Unser Mitblogger mcmac hat schon mehrfach darauf hingewiesen, dass eine Petition, wie Du sie vorschlägst, schon in Arbeit ist. Such mal unter seinem Namen nach Kommentaren, er sagt das fast überall. Lg CB |
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Ich denke, ein Waffenverbot ist doppelt falsch. Erstens deswegen, weil Waffen längst verboten sind. Wir HABEN strenge Waffengesetze. Ein Sportschütze muss allerlei Hürden nehmen, um Waffen besitzen zu dürfen. Jedenfalls kann man sich in Deutschland nicht so einfach eine Knarre besorgen.
Zweitens wird bei dieser Forderung gerne übersehen, dass nicht Waffen Menschen töten, sondern Menschen. Und man nehme dem Mörder alle Waffen und er wird trotzdem einen Weg zum Morden finden. Anstatt einfach blindlings die Innenpolitiker nachzuahmen und strengere Gesetze zu fordern, wäre es wesentlich hilfreicher, wenn man sich Gedanken über Hintergründe und Motive von allen Beteiligten machen würde. Zum Beispiel auch über die Motive von Politikern. Man könnte sich zum Beispiel die Frage stellen, warum ein Verbrechen ein mediales Ereignis werden kann. Oder welchen Beitrag eigentlich ein Politiker zur Aufklärung eines Verbrechens leisten kann. Oder warum ein Innenminister eine Pressekonferenz gibt und nicht ein Polizeikomissar. Oder warum kaum Details über den Vorgang bekannt werden, während er in den Medien breit getreten wird. Man vergleiche einmal mit dem Fall Tauss, da sind Ermittlungsdetails erster Güte bekannt geworden. Bei Amokläufen ist das selten so. Hat man im Fernsehen mal einen Schüler interviewt, der GESEHEN hat, wie der Täter schoss? Gibt es irgendwo ein Foto oder Video von dem Vorgang? Und warum gibt es das nicht, wo doch praktisch jeder Schüler heutzutage mit der entsprechenden Aufnahmetechnik ausgerüstet ist? |
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Sehr geehrter Andererseits,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Er gab mir Gelegenheit, noch einmal meine Position, meine eigene Argumentation in dieser Angelegenheit im -leider bis dato mehrheitlich so gegebenen- gesellschaftlichen Umfeld zu überprüfen. Bei allem Respekt muss ich Ihnen sagen, dass ich Ihre Argumentation in der Sache nicht nachvollziehen kann (menschlich kann ich das, denn ich meine Ihre ehrlich gemeinte Empathie zu spüren). Ohne nun auf alle Widersprüchlichkeiten und -aus meiner Sicht- unzulässigen Verknüpfungen und Ableitungen Ihrerseits an dieser Stelle eingehen zu können (ich bin ein ganz schlechter, langsamer Tipper) möchte ich mich auf einige, wenige, aber möglicherweise signifikante Aspekte Ihrer Argumentation beschränken. 1. Das Deutsche Waffengesetz ist restriktiv. Es gibt relativ hohe Hürden, um einen sogenannten Waffenschein zu besitzen. Das ist aber im Fall von Erfurt/Emsdetten/Winnenden nicht das relevante Problem. In Deutschland kann man sich, bedingt durch eine Gesetzeslücke im bestehenden Waffengesetz (wenn nämlich Waffen und scharfe Munition z.B. im elterlichen Haushalt gelagert werden dürfen), weitaus leichter damit ausrüsten als Jugendlicher/junger Erwachsener, als sich diese Mordinstrumente z.B. illegal auf dem Schwarzmarkt zu besorgen: Man agiert innerhalb der gesellschaftlich als legal apostrophierten Privatsphäre und kann sich somit wesentlich fokussierter auf seine Planungen als „Amok-Novize“ konzentrieren, relativ frei vor Gefahr der Entdeckung, da sich alles eben nicht in einem wie auch immer gearteten, öffentlichen Raum abspielt. Insofern ist eine zu Ende gedachte Gesetzgebung i.d.S. auch nicht einfach nur „schärfer“, sondern eben lediglich zu Ende gedacht. [...] |
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Das ist formal ein sehr sachlicher Beitrag. Noch mehr hätte ich mich freilich gefreut, wenn Du in Deiner Argumentation auf die Argumente der Gegenmeinung eingegangen wärst.
Ich sehe weder 1) das Kampfhunde-Verbot-Argument entrkäftet (war effektiv) 2) das DDR-Waffenschrank-Argument widerlegt (war ebenfalls effektiv) effektiv heißt: Es kam nichts mehr vor, wo/seit diese Regelung galt. Wenn Du diese Argumente entkräftet hättest, würde mir Deine Meinung vielleicht etwas plausibler. Was Deine eigenen Argumente betrifft, gehe ich gern kurz auf sie ein. Das erste ist das Schäuble-Argument [Zitat Andererseits]Ich denke, ein Waffenverbot ist doppelt falsch. Erstens deswegen, weil Waffen längst verboten sind. Wir HABEN strenge Waffengesetze[/Zitatende] Gegenargument: Offenbar sind sie nicht streng genug, um effektiv zu verhindern, dass solche Dinge immer wieder vorkommen. Denn es ist trotz dieser Waffengesetze etwas passiert - und das nicht zum ersten Mal. [Zitat Andererseits]Zweitens wird bei dieser Forderung gerne übersehen, dass nicht Waffen Menschen töten, sondern Menschen. Und man nehme dem Mörder alle Waffen und er wird trotzdem einen Weg zum Morden finden.[/Zitatende] Gegenargument: Dein Argument überseiht den Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Mörder und einem Amokläufer. Letzterer tötet wahllos, so viele und so schnell wie möglich. Dazu hat er keine Motiv, das zwingend gerade zur Tötung dieser konkreten Menschen führt, so dass wir nicht unterstellen können, er würde sich einen Weg suchen, nach und nach dieselben Personen zu töten, wenn er keine Waffe hätte. Was er tut, geht nicht ohne Waffe, sie versetzt ihn erst in die Lage dazu, so zu handeln. |
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-leider rückwärts-
2. Sicherlich haben Sie auch recht, wenn Sie sagen, dass nicht Waffen Menschen töten, sondern Menschen, die diese Waffen dazu benutzen. (Ein Argument, welches auf die Vernunft und Erkenntnisfähigkeit des Menschen als soziales Wesen setzt...gefällt mir gut!). Aber nun -um es polemisch etwas abzukürzen- stellen Sie sich doch bitte einmal vor, wenn Robert Steinhäuser, Tim K. & Co. voll eiskalter Wut, in nihilistischer Verzweiflung lediglich mit bloßen Händen oder mit einem Küchenmesser bewaffnet oder einer Armbrust oder -von mir aus auch mit einem Geländewagen als Waffe- in einer Schule den tödlich Rasenden gegeben hätten. (Abgesehen davon, dass ich gerne plausibel erklärt haben möchte, wie man mit einem Auto als Waffe durch die Eingangshalle einer Schule in Klassenzimmer fährt, um dort ein Massaker anzurichten.) Ich denke, dass die Folgen eines solchen Gewaltaktes nicht derartig monströs wären, wie das in den genannten Beispielen der Fall war. Und: diese Waffenarten sind -z.B. im Gegensatz zu modernen, halbautomatischen Feuerwaffen, wie aktuell verwendet- eher keine Distanzwaffen (nicht im Sinne von Schussentfernung, eher im Sinne von Entfremdung; eine Feuerwaffe verhält sich -im Gegensatz zu einer Armbrust oder eine Samuraischwert (oder einem Geländewagen)- in der unmittelbaren Anwendung eher wie eine „Schlüssellochoperation“ -Minimalinvasive „Chirurgie“...) [...] |
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...und weiter andersrum...
[...] 3.Die Politiker, die strengere Gesetze fordern, sind keine homogene Masse. Nachahmung in dem von Ihnen postulierten Sinne ist deshalb ausgeschlossen. Die einen (Politiker) fordern Dies, die anderen Das. Und jene Solches. Wieder andere Anderes.- Einerseits und Andererseits! Diese Kakophonie der Forderungen sollte nicht über das zu fordernde Vernünftige hinwegtäuschen; es ist (auch und in diesem Fall) nötig für das nackte Überleben, so man (Mensch) -im Gegensatz zu AMOK (auch Mensch)- es will! 4. Stellen Sie sich bitte vor, dass ein schulpflichtiges Kind Sie mit angsterfüllten Augen, aber voller Vertrauen und Zuversicht, voller Leben und Zukunft, fragt, wie man -ganz praktisch und rasch- so etwas wie in Winnenden eher verhindern kann... 5. Ein Verbot der Lagerung und Führung von Waffen im Sinne des Deutschen Waffengesetzes und dazu gehöriger Munition in privaten Räumen als Hobby ist nicht „doppelt falsch“ sondern einfach richtig.. Beste Grüße & und ein schusswundenfreies Leben -mcmac P.S.: Sollte sich Ihre Meinung ändern, können Sie sich ab etwa Anfang April (so hoffe ich) einer Petition an den Deutschen Bundestag anschließen, die eine Schließung der o.g. Lücke im Waffengesetz erbittet. Diese sogenannte E-Petition ist dann zu erreichen und mitzeichenbar unter epetitionen.bundestag.de |
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Eine Frage an den Autor: Sind Messer Tötungsmaschinen oder Besteck? Wir können uns alle auf die "üblichen Verdächtigen" stürzen oder anfangen nachzudenken. Es ist halt nicht nur eine Binsenweisheit: Die Menschen (wir) sind das Problem und nicht die Waffen. Unsere Faust kann Waffe sein. Lass uns doch erstmal an uns arbeiten und uns folgende Frage stellen: wie kann jemand zu so etwas fähig sein? In der ersten Sekunde in der ich von dem Attentat erfuhr wusste ich genau in welche Richtungen wieder diskutiert wird: "Killerspiele" verbieten, Waffengesätze verschärfen. Manchmal frage ich mich: Ist die Mehrheit unserer Gesellschaft wirklich so naiv? Wir setzen immer wieder völlig falsch an. Es ist die bittere Wahrheit: Wir können nichts tun. Das müssen wir erstmal begreifen. Und danach kann man sich einfach besser um seine Mitmenschen kümmern, statt deren Leben durch noch mehr Verbote und Kontrollen zu beschränken. Wollen wir uns gegenseitig kontrollieren oder wollen wir einfach mehr aufeinander achten? Wenn wir uns für Kontrolle entscheiden, erhöhen wir damit die Frustration. Die Medien geben es uns vor. Alles was noch zählt ist Geld. Nur jemand der hinter die Kulissen schaut begreift, dass überall nur Menschen sind. Manchmal Menschen die in Versuchung geführt werden aber auch sehr viele Menschen, die hilflos sind und etwas bewegen möchten. Konfrontation mit der Machtlosigkeit. Warum tut jemand so etwas schlimmes, wie dort in dieser Schule, fragen sich doch die meissten, und haben keine Antwort. Ich habe eine Antwort aber ich befürchte die wollen die wenigsten hören. Wie kann jemand, der längst alle Hoffnung aufgegeben hat, wissen wie wertvoll das Leben ist? Was tun? Ich finde jeder kann sich diese Frage stellen. Nicht jeder hat darauf eine Antwort. Und manche Antworten sind falsch.
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[Zitat stubsy]Eine Frage an den Autor: Sind Messer Tötungsmaschinen oder Besteck?[/Zitatende]
Eine klare Antwort des Autors: Nein. Jedenfalls nicht im Sinne der Defintion, die meinem Argument zugrundeliegt. Ich habe den Ausdruck "Tötungsmaschine" aus Jean Gabins letztem Film "Deux hommes dans la ville" (Endstation Schafott) von 1973 entlehnt. Damals gab es in Frankreich noch die Todesstrafe, und eines der Ziele dieses Films war, sie abzuschaffen. Wenn ich mich richtig erinnere, ist machine à tuer sogar das letzte Wort des Filmes, das Gabin voller Abscheu sagt, nachdem er als dessen Bewährungshelfer Zeuge bei der Hinrichtung von Alain Delon war. Nach dieser Definition ist eine Tötungsmaschine eine Maschine oder ein Apparat, die mit dem ausschließlichen Ziel konstruiert wurde, damit zu tötenoder töten zu können - auch wenn man damit zweckentremdend noch andere Dinge tun könnte, z.B. eine Pistole als Hammer benutzen oder mit einer Guillotine Kohlköpfe zerteilen, wie man es manchmal in Zaubershows sieht. Ein Küchenmesser wurde, wie schon der Name sagt, für andere Zwecke konstruiert und könnte allenfalls zum Töten zweckentfremdet werden - das könnte man aber mit fast jedem Gegenstand machen - ohne dass wir diese Gegenstände deshalb als TM bezeichnen würden. Dass ich den Ausdruck im Sinne des Konstruktionszwecks verwendet habe, und ein Küchenmesser folglich nicht unter die zugrundegelegte Definition fällt, müsste aus folgem Teilsatz ersichtlich sein: [Zitat CB] wenn damit immer wieder durch Kinderhand genau das passiert, wofür diese Tötungsinstrumente schließlich konstruiert wurden[/Zitatende] Die Frage ist natürlich: Macht das einen Unterschied? Ist es dem Sterbenden nicht egal, wodurch er/sie stirbt? Ich meine, es macht einen großen Unterschied. In Sachsen gab es einen Fall, wo mit einem Messer eine Lehrerin getötet wurde, aber eben nicht ganze oder halbe Klassen. Die wüssten sich zu wehren, sie hätten eine relle Chance zu fliehen oder den Täter gemeinsam zu überwältigen, ohne dass - wie bei einer Distanzwaffe - alle geötet werden, die flüchtenden oder die sich wehrenden zuerst. Ich denke immer: Die acht Mädchen und der eine Junge hatten absolut keine Chance. Die starben noch mit dem Stift in der Hand. Solche Massaker sind mit einem Küchenmesser nicht denkbar und - noch wichtiger - bisher auch nicht vorgekommen. Was die Hemmschwelle in den Händen der Schoolshooter senkt, ist die Distanzwaffe, die sie von vornherein zum easy-winner macht (bis irgendwann das SEK anrückt, aber bis dahin erleben sie Augenblicke unendlicher Machtfülle). Wenn die Schwelle, das zu können, erheblich erhöht wird, kann das effektiven Schutz für die Kinder bedeuten. Bei den Kampfhunden war man dazu bereit, und da hat es geklappt. [...] |
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[...]
Eine andere Frage ist: woher kommt es, dass der Wunsch danach überhaupt entsteht? Ich will diese Frage keineswegs verbieten, Deine Antwort würde ich auch gerne hören. Vermutungen habe ich ebenfalls. Nur glaube ich nicht, dass sich aus der Kenntnis der Motive eine lückenlose Prophylaxe ergeben könnte, die auch nur annähernd so effektiv wäre, wie wenn Kids einfach an keine Waffen mehr kommen. |
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"Nur glaube ich nicht, dass sich aus der Kenntnis der Motive eine lückenlose Prophylaxe ergeben könnte, die auch nur annähernd so effektiv wäre, wie wenn Kids einfach an keine Waffen mehr kommen."
Hier würde ich dir zu 100% zustimmen, unter der Vorraussetzung, dass es nicht zutrifft, dass man auch auf anderen Wegen (als den legalen) an Waffen kommen würde wenn man es wirklich vorhätte eine solche Tat zu begehen (zu den Motiven vielleicht später mehr). Es ist doch wirklich selten, dass man jemanden (im näheren Umfeld) kennt der legal ein paar Distanzwaffen im Privatarsenal hat. Und falls doch dann ist es noch seltener dass man dann gleichzeitig dermassen Entfremdet vom Leben ist, dass man diese gegen seine (mit-)Menschen einsetzen würde. Wir können die Waffengesetze gerne verschärfen ich werde sogar die entsprechende Petition mitzeichnen. Aber das Problem lösen wird es nicht. Im Gegenteil würde sich das gesellschaftliche Klima von Misstrauen nur verschärfen. Wenn wir die Erde von jeglichen Waffen befreien könnten würde ich dir zu 100% zustimmen. |
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Wir sind gar nicht mehr so weit auseinander.
[Zitat stubsy1979]Es ist doch wirklich selten, dass man jemanden (im näheren Umfeld) kennt der legal ein paar Distanzwaffen im Privatarsenal hat. Und falls doch dann ist es noch seltener dass man dann gleichzeitig dermassen Entfremdet vom Leben ist, dass man diese gegen seine (mit-)Menschen einsetzen würde.[/Zitatende] Ich glaube, hier ist eine heiße Spur, was die Ursachen betrifft. So unwahrscheinlich das auch sein mag, aber bei Schoolshootern treffen diese seltenen Merkmale zusammen - in Erfurt, Emsdetten und Winenden. Wir müssen davon ausgehen, dass beide Merkmale auch für sich allein vorkommen. Nur, dann ist noch kein Schoolshooting passiert. Der Fall, dass ein Schoolshooter erst ein Polizeirevier o.ä. überfällen, um an Waffen zu kommen, scheint in den Fällen eine zu höhe Hürde zu bilden, wo jemand ein Motiv, aber keine Waffe hat. Daraus folgt: Eliminieren wir eines der beiden Merkmale, die in Erfurt, Emsdetten und Winenden zusammentrafen, gäbe es kein schoolshooting mehr. Auf der Buchmesse habe ich dazu jetzt von Christian Führer einen interessanten technischen Vorschlag gehört. Wenn das Patent, wie er sagte, wirklich schon produziert wird, müsste man den Schützen nicht mal wehtun, um die Waffen-Benutzung von Kids unmöglich zu machen. |
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Liebe(r) stubsy1979,
nein, ein Verbot der privaten Lagerung/Führung von Feuerwaffen in privaten Räumen innerhalb des Deutschen Waffengesetzes wird die tieferen, komplexen, gesellschaftlichen Probleme nicht lösen! (Und schon gar nicht die Welt von Grund auf ändern.) Aber ein Verbot wäre u.a. hilfreich, dass Überleben zu sichern und weiterhin andere, relevantere Diskussionen zu führen, um diese komplexeren Probleme vielleicht lösen zu können. Noch einmal zum Thema „Distanzwaffen“ und „Privatarsenale“: Feuerwaffen ermöglichen auf Grund ihrer Technisierung eine relative, innere Distanz des Tötenden zum Getötetwerdenden. Damit wird die Beziehung Tötender/Getöteter von Grund auf entfremdet/entmenschlicht. Menschliche Grundeigenschaften wie z.B. Anteilnahme am Schicksal anderer als Projektion auf eigenes, mögliches Erleben/Getötetwerden werden weitestgehend ausgeschaltet. -By the way: Ein Filmchen wie „Babel“ (wie immer man ihn bewerten mag als Film) zeigt diesen Zusammenhang sehr deutlich und weitab von Schwäbischer Provinz mit Internetanschluss, Schützenvereinsmeierei und „Killerspiel“. Mithin: Es ist m.E. ein nicht in Kauf zu nehmendes Risiko, derartig entfremdete Waffenarten in privaten Räumen zu lagern/zu führen, egal wo auf der Welt. Küchenmesser oder eine Axt, eine Kettensäge oder selbst eine Bombe unterm Hemd setzen immer eine wie auch immer geartete Beziehung des Tötenden zum Getötetwerdenden voraus, auch wenn diese Beziehung eine „Gerade-Deshalb-Nichtbeziehung“ sein sollte... Ihr bisher beschrittener, hier sichtbarer Weg macht Mut zu glauben, dass die Welt sich -mit uns- weiter drehen könnte – Danke!.. Und nochmals: Danke. grußmcmamc |
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"Wie kann jemand, der längst alle Hoffnung aufgegeben hat, wissen wie wertvoll das Leben ist? Was tun?", schreibt mein Vor-Kommentator, und ich denke, genau DAS ist die Frage, die sich alle - Eltern, MItschüler, Politiker, aber ganz entschieden auch wir, die Medien, stellen müssen. Das Internet ist genauso heller Ort (wie z.B. hier in dieser Community) als auch düsteres Loch, Darkroom, Moloche für alle möglichen Grausamkeiten. Tim K. hat sich viel im Internet bewegt, und offenbar eben nicht auf den "hellen Seiten". Als Gesellschaft muss man sich jetzt vielleicht am ehesten fragen: Wie kommt es, dass ein 17-Jähriger sich lieber in den düsteren Teilen der Internetwelt aufhält als in den hellen, lichten? Wie kann man die hellen Seiten der Online- und Offlinemedienwelt, vor allem aber auch der echten Welt für Typen wie Tim K. attraktiver machen? Wie kann man als Eltern/Mitschüler/Gesellschaft für Typen, die schüchtern sind (was für die anderen wie "ruhig" aussieht), denen es materiell an nichts fehlt (was für die anderen wie "zufrieden" aussieht), die aber seelisch ausgehungert sind (was die anderen eben nicht sehen können) und deswegen innerlich kochen, bis sie schließlich auf höchst sichtbare, spektakuläre Weise platzen? Wie können wir alle dazu beitragen, dass nicht nur die dunkle, sondern mindestens genauso auch die helle Seite der Gesellschaft voller Abenteuer und Möglichkeiten steckt, seelisch satt zu werden?
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Alles richtige und wichtige Fragen. Ich würde sie nur lieber bei Lebenden stellen, die Hilfe benötigen und bejahen. Der Tim K. hat sich entschieden, für den Ausweg des Bösen.
[Zitat]Wie können wir alle dazu beitragen, dass nicht nur die dunkle, sondern mindestens genauso auch die helle Seite der Gesellschaft voller Abenteuer und Möglichkeiten steckt, seelisch satt zu werden?[/Zitatende] Gute Frage - aber ein Wechsel des Themas. Wenn jemand eine genauso gute Antwort weiß, soll uns dieser Themenwechsel aber nicht leid tun. Dann bräuchten wir nämlich weder Waffen, noch ein Waffenverbot. Mein Thema hätte sich für alle von selbst erledigt. |
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Sehr schöne Fragen. Natürlich könnte man das Waffengesetz sicherlich noch verschärfen. Nur verhindern wird es nichts uns höchstens in eine trügerische Sicherheit wiegen. Ich z.B. bin ganz entschieden der Meinung dass wir Psychologie als Pflichtfach in europäischen Schulen dringend einführen sollten (z.B. Förderung zur Entwicklung von Medienkompetenz. Aber auch dabei würde es wieder ganz klar darauf ankommen dass soetwas auch in der Art umgesetzt wird, dass es möglichst viele erreicht (Natürlich Religionsunabhängig, durch jemanden mit Erfahrung im psychotherapeutischen Bereich). Abstand nehmen würde ich von dieser "Gut/Böse" Gegenüberstellung, wie von Christian geschehen. Soetwas polarisiert doch nur. Ich glaube auch dass er pandoria dort falsch verstanden hat: Natürlich geht es um die Lebenden, die Hilfe benötigen. Jeder der Hilfe beim ersten Kontakt ablehnt, ist bereits verloren Christian? Wir können niemals sicher sein, aber im Zwischenmenschlichen kann man das ohnehin nie.
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Sehr geehrt(e) stubsy1979,
Warum sollte der Umstand, dass es illegal ist, Feuerwaffen in privaten Räumen zu lagern, lediglich dazu führen, dass wir uns „höchstens in einer trügerischen Sicherheit wiegen“? Ich möchte diese Frage ganz praktisch und konkret bezogen wissen auf Fälle wie Erfurt, Emsdetten und Winnenden. („Wir können niemals sicher sein, aber im Zwischenmenschlichen kann man das ohnehin nie.“ Eigentlich beantworten Sie damit oben gestellte Frage indirekt.) Aber: Es würde mich wirklich interessieren, warum ein Verbot der Lagerung von Feuerwaffen in privaten Wohnräumen lediglich zu einer Scheinsicherheit führt. Dieses Argument ist angesichts des Geschehenen und auch innerhalb dieser Diskussion häufig verwendet, aber noch nie sachlich begründet worden. Machen Sie doch mal einen Versuch – es würde mich sehr interessieren! Vielleicht gibt es ja einen entscheidenden Aspekt, den ich übersehen habe und ein derartiges Verbot brächte tatsächlich nicht viel mehr als trügerische Sicherheit. Vielen Dank im Voraus & Beste Grüße. grußmcmamc |
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[Zitat stubsy1979] Jeder der Hilfe beim ersten Kontakt ablehnt, ist bereits verloren Christian?[/Zitatende]
Das habe ich, glaube ich, nicht gesagt. Man ist/hat erst dann unwiderruflich verloren, wenn man tot ist. Allerdings: Aus den fünf Jahren, in denen ich zu hundert Prozent in einem sog. helfenden Beruf gearbeitet habe, meine ich zu wissen, dass man respektieren muss, wenn jemand sich gegen ein Hilfe-Angebot entscheidet (kann mir nur wenige Ausnahmen vorstellen). Nur dann nämlich kann er/sie sich überhaupt auch da_für entscheiden. [Zitat stubsy1979]Abstand nehmen würde ich von dieser "Gut/Böse" Gegenüberstellung, wie von Christian geschehen. [/Zitatende] Da habe ich einen gewichtigen Begriff gebraucht, den man z.B. moralisch, metaphysisch oder psychologisch verstehen kann. Ich hätte ihn erklären sollen. :( |
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Das ist einfach. Du hast vermutlich übersehen (oder zumindest vernachlässigt), dass ich mir eine Waffe auf illegalem Weg beschaffen kann. Wenn ich schon so entfremdet bin, dass ich andere töten will dann finde ich doch auch eine Möglichkeit die Waffen anders zu beschaffen, Sicher stimme ich tatsächlich mittlerweile mit meinem Vorredner überein, auch wenn ich lieber bei den Ursachen schaue, die dazu führen, dass wir Menschen mit Tötungslust haben anstatt darüber nachzudenken, wie wir bösen Menschen die Waffen wegnehmen können. Verhindern können wir solche taten niemals. Morde passieren auch mit nicht registrierten Waffen. Wir könnten auch den Krieg in der Welt verhindern, würden wir endlich den globalen Waffenhandel ohne Ausnahmen einstellen. Das wird aber nicht passieren, solange immernoch Menschen genau mit solchen Sachen reich werden.
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[Zitat stubsy 1979]Du hast vermutlich übersehen (oder zumindest vernachlässigt), dass ich mir eine Waffe auf illegalem Weg beschaffen kann[/Zitatende]
Dazu habe ich schon mal irgendwo in diesen vielen Diskussionen irgendwas gesagt. Ich meine, das Gegenargument war sinngemäß, dass das für erwachsene Kriminelle gilt, aber bei schießwütigen Kids noch nicht vorkam. Ein Grund könnte sein, dass illegale Wummen eine Kleinigkeit mehr kosten als sich den Ballermann vom Papa zu borgen und dafür möglicherweise das Taschengeld nicht ausreicht. Ich kann diesen Zusammenhang natürlich nicht zwingend beweisen. Ein sicheres Indiz ist aber, dass bisher alle Schoolshooter in Deutschland registrierte Waffen benutzt haben. |
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@mcmac
Ein schönes Gedicht. Fühle mich geehrt, dass Du es in mein Blog schreibst. Die letzte Strofe bricht aus der reinen Metaphorik aus und zieht die Schlinge zu. Eine kleine Überraschung und formal ein treffsichere Schlusspointe. Ob Du inhaltlich mit Deinem Vorwurf richtig liegst, wage ich noch zu bezweifeln. Ich vermute, es ist eher die Redaktion als Personenmehrheit, die den Inhalt des Freitag bestimmt, nicht der Verleger. Das zeigt sich gerade bei diesem Thema: Der Spiegel, an dem J.A. ja auch noch erheblich verlegerisch mitbeteiligt ist, titelt heute "Bewaffnete Republik Deutschland. Vom lebensgefährlichen Unsinn privater Schusswaffen". Fünfzehn Autorinnen und Autoren (!) haben den offenbar gut recherchierten Beitrag dazu unterzeichnet, in dem der Psychoterror der Waffenlobby gegen einzelne waffenkritische Abgeordnete früher und jetzt detailliert geschildert wird sowie deren Verflechtung bis ins Parlament hinein. Eigentliches Thema sind wieder die Hintergrundmechanismen unserer "Demokratie", über die eine starke Minderheit mit Privatineteressen jede vernünftige Entscheidung zum Wohle der Allgemeinheit vereiteln kann. Ich habe mir deshalb zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Printausgabe gekauft. In der Diskussion hier beim Freitag war J.A. der erste, der Deiner und meiner These zugestimmt hat - ich meine, das hast Du mitbekommen, weil Du auf meinen Petitionsvorschlag dann auch dort reagiert hast. Seine persönliche Antwort war klar und unmissverständlich. Nur will seine Redaktion das bei diesem Thema nicht genauso verstehen. Die sind sich relativ einig, was die Berichterstattungsproblematik bei anderen Medien betrifft, aber in der Präventionsfrage unseins. Das Thema "interessengelenkte Demokratie" als durchaus adäquates westliches Pendant zu Putins "gelenkter Demokratie", stach in der Waffenfrage schon aus den rsten präventiven Statements von Schäuble oder Zypris jedem in die Ohren und gestattete geradezu eine Livestudie der maßgeblichen Abläufe - der Freitag verpennt es, der Spiegel packt es an. Ich bin sicher, die Freitags-Redaktion hätte dazu zumindest die Freiheit gehabt, wenn sie gewollt hätte - jedenfalls vom Verleger her. Wenn sowas verpasst wird und dafür manchmal Absurdes oder Unausgegorenes hier zu lesen ist, kann das eigentlich nur am redaktionellen Konzept liegen und kaum an den manchmal vielleicht etwas "abweichlerischen" Ansichten des Verlegers, die in der Redaktion sowieso niemanden beeindrucken - wie jetzt die Waffenfrage zeigt. Ich sehe hier schon einen echten Freitagskrimi, aber ich sehe es noch als offen an, ob wer überlebt und wer ggf. der Killer war oder ist ;-) |
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OOOOOOOOOOh
war an der falschen Stelle.... sorry |
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Dumm, dass man eigene Kommentare nicht editieren kann, denn in einem Satz meines soeben verfassten Kommentars fehlt das Verb. Es sollte natürlich heißen:
"(...) Wie kann man als Eltern/Mitschüler/Gesellschaft für Typen SORGEN, die schüchtern sind ..." |
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Da habt Ihr nun Eure wehrhafte Demokratie. Dank Adenauer, Schmidt, Kohl, Schröder, Fischer, Jung...
Dazu die vielen steuerfinanzierten Pistolero-Krimis wie Tatort, SOKO usw. bis zu drei Mal am Tag von ARD ZDF Gebührenfinanziert von den Bildschirm-Glotzern.;WaffenläuferSkirenner die ganze Saison. Dazu die Waffennarren aller Altersstufen; dazu Internet, und schliesslich Berichte über die Realitäten aus Israel, Gaza, Afghanistan Pakistan - Mord und Totschlag-Propaganda - überall Anreize Antriebe Versuchungen für Gewalt. Wo lernt man das: Fragt mal nach! DIE SCHRIFT IST ZU KLEIN1 |
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@all
Unser MitBlogger Andererseits hat in seinem Blog einen weiteren Gedanken zum Thema. Wie immer eine Außenseiterperspektive, aber dafür in hoher sprachlicher Qualität. Im Verhältnis dazu ist die Resonanz auf seine Beiträge bisher eher zurückhaltend. Deshalb hier der Hinweis: http://www.freitag.de/community/blogs/andererseits/killerspiele-und-waffengesetze-oder-die-nackte-angst-der-maechtigen Das beinhaltet keine Zustimmung zum Inhalt. (#disclaim#) Was immer er schreibt - ich bin dagegen ;-) |
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Der König weint also.
Warum ergreift es das Volk, wenn der König weint? Nein... Die Frage ist falsch. Oder? Doch richtig? Natürlich ist sie nicht richtig; das Volk trauert! Aber nicht, weil der König weint. Der König ist nicht ein solcher, auch wenn er so daher kommt und so weint. Der König ist ein Geist, tot, der längst Verlorenes,Totes ins Spiel bringt, welches er selbst verspielte, als er noch lebendig war.... Was ist das für ein Land, was sind das für Menschen, die dieses verlorene Spiel mitspielen? Verlorene? Worin? Alle verloren? Tot? Lebendige Tote? Ich befürchte, es ist so. Aber ich kann mich irren. Hoffentlich. -Zwischen „tot sein“ und „lebendig tot“ kann Hoffnung keimen. Schuldig sind die aufrecht Trauernden wahrlich nicht. Warten wir also weiter. Auf die nächste Heimsuchung. Geduldig? Nein! Ich nicht! Ich fühle mich verbunden mit anderen, die nicht lügen wollen ob all ihrer Trauer, obwohl das schwer fällt. Verbunden mit denen, die leben wollen. Trotzdem. Jakob Augstein, Du hast den „Freitag“ erschossen, als Du meintest, ihn zu retten. Vergiss` das nie. Wenn Du schweigst nicht und wenn Du schreibst nicht. Ich vergesse es auch nicht. |
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das gehört - als Antwort auf mcmac - hierher, bitte ggf. an der anderen Stelle löschen, nicht hier!!! CB
ChristianBerlin schrieb am 22.03.2009 um 18:54 @mcmac Ein schönes Gedicht. Fühle mich geehrt, dass Du es in mein Blog schreibst. Die letzte Strofe bricht aus der reinen Metaphorik aus und zieht die Schlinge zu. Eine kleine Überraschung und formal ein treffsichere Schlusspointe. Ob Du inhaltlich mit Deinem Vorwurf richtig liegst, wage ich noch zu bezweifeln. Ich vermute, es ist eher die Redaktion als Personenmehrheit, die den Inhalt des Freitag bestimmt, nicht der Verleger. Das zeigt sich gerade bei diesem Thema: Der Spiegel, an dem J.A. ja auch noch erheblich verlegerisch mitbeteiligt ist, titelt heute "Bewaffnete Republik Deutschland. Vom lebensgefährlichen Unsinn privater Schusswaffen". Fünfzehn Autorinnen und Autoren (!) haben den offenbar gut recherchierten Beitrag dazu unterzeichnet, in dem der Psychoterror der Waffenlobby gegen einzelne waffenkritische Abgeordnete früher und jetzt detailliert geschildert wird sowie deren Verflechtung bis ins Parlament hinein. Eigentliches Thema sind wieder die Hintergrundmechanismen unserer "Demokratie", über die eine starke Minderheit mit Privatineteressen jede vernünftige Entscheidung zum Wohle der Allgemeinheit vereiteln kann. Ich habe mir deshalb zum ersten Mal seit langer Zeit wieder die Printausgabe gekauft. In der Diskussion hier beim Freitag war J.A. der erste, der Deiner und meiner These zugestimmt hat - ich meine, das hast Du mitbekommen, weil Du auf meinen Petitionsvorschlag dann auch dort reagiert hast. Seine persönliche Antwort war klar und unmissverständlich. Nur will seine Redaktion das bei diesem Thema nicht genauso verstehen. Die sind sich relativ einig, was die Berichterstattungsproblematik bei anderen Medien betrifft, aber in der Präventionsfrage unseins. Das Thema "interessengelenkte Demokratie" als durchaus adäquates westliches Pendant zu Putins "gelenkter Demokratie", stach in der Waffenfrage schon aus den rsten präventiven Statements von Schäuble oder Zypris jedem in die Ohren und gestattete geradezu eine Livestudie der maßgeblichen Abläufe - der Freitag verpennt es, der Spiegel packt es an. Ich bin sicher, die Freitags-Redaktion hätte dazu zumindest die Freiheit gehabt, wenn sie gewollt hätte - jedenfalls vom Verleger her. Wenn sowas verpasst wird und dafür manchmal Absurdes oder Unausgegorenes hier zu lesen ist, kann das eigentlich nur am redaktionellen Konzept liegen und kaum an den manchmal vielleicht etwas "abweichlerischen" Ansichten des Verlegers, die in der Redaktion sowieso niemanden beeindrucken - wie jetzt die Waffenfrage zeigt. Ich sehe hier schon einen echten Freitagskrimi, aber ich sehe es noch als offen an, ob wer überlebt und wer ggf. der Killer war oder ist ;-) |
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@CB
Liebe/r christianberlin, Ich weiß nicht, wie ich diese Antwort elegant unter Deinen Beitrag platziere... Entschuldigung... Weißt Du, ich bin müde, einfach nur müde. Ich kann mich nicht mehr erfrischen am sophistischen Gewäsch der Söhnchen, die uns -kraft ihres Vermögens- übers Stöckchen springen lassen wollen. Da wird so viel Zeit verspielt, meine, Deine. Lebenszeit. Die sind auch alle so humorlos. Das wiegt sehr schwer, diese Humorlosigkeit. -Keine Träume, keine Fantasie, kein Disput. Lediglich "Meinung". Stammtisch (Medium). Auch wenn er philosophisch oder en vogue angehaucht daher kommt. (Enschuldige, ich bin nicht so eloquent, wie es sich für diese Diskussion vielleicht ziemt.) -Manchmal spüre ich selbst etwas als Ahnung von dem, wasTim K. da sagen wollte/gemacht hat. Liebe/r christianberlin: Lass` Dich nicht mundtot machen! -Vielen Dank für Deine vielen guten Beiträge! -Ich kann nicht mehr, tut mir leid. grußmcmac P.S.: Die Petition wird aus irgend einem Grund bisher nicht veröffentlicht.... -Obwohl die Frist dafür längst verstrichen ist. Wahrscheinlich ist Wladimir P. auch dafür wieder irgendwie verantwortlich.... P.P.S.: Günter Gaus rotiert in seinem Grab angesichts des "Meinungsmediums" wohl so sehr, dass die Stadt Berlin sich überlegen könnte, Erdwärme ganz billig zu bekommen. |
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@cb
...und wieder weiß ich nicht, wohin damit... (Der Filmtitel : "Solange Leben in mir ist" geht mir dabei nicht aus dem Kopf...) Zum Thema: J.A. und die Redaktion. Die Redaktion. Die Redaktion und J.A. ... Mhmmm.... Fängt der Fisch nicht immer am KOPF an zu stinken? Ja, doch, leider. Wenn der Stinker kein kopflos-fischiger ist. Das ist ein Vergleich. Vergleiche hinken. Aber am Hinken sieht man, was sie meinen. Etwas simpel - zugegeben.... grußmcmac |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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