Schubertiade Schwarzenberg 2011
Wer sich für Klassik begeistern kann und einmal in Schwarzenberg während der Schubertiade im Konzertsaal saß, wird wahrscheinlich zum Fan dieser einzigartigen Atmosphäre im Bregenzer Wald. Der Angelika-Kauffmann-Saal wirkt in seiner Holzbauweise schlicht, zählt aber zu den drei besten Kammermusiksälen Österreichs. 590 Zuhörern bietet der Konzertsaal während der Schubertiade eine grandiose Akustik, die mit der Londoner Wigmore Hall gern verglichen wird. Aus der ganzen Welt reisen jährlich ca. 45000 Klassikfans, so auch ich, nach Schwarzenberg an, um an etwa ca. 90 Veranstaltungen teilzunehmen. Innerhalb kürzester Zeit findet in dieser idyllischen Gegend eine Häufung von Liederabenden statt, die für höchste Qualität bürgt. Weltbekannte Sänger/innen verzaubern Menschen mit ihren stimmlichen Leistungen, die mit Kunstliedern von F. Schubert, R. Schuhmann, F. Liszt, G. Mahler, J. Brahms, R. Strauss, H. Wolf zum Beispiel absolut überzeugen. Die Schubertiade bietet noch viel mehr musikalische Begeisterung, so finden Kammerkonzerte und auch Klavierabende in Schwarzenberg statt. Nachwuchssänger/innen erhalten die Gelegenheit an Meisterkursen teilzunehmen. Dieses Jahr werden zwei Meisterkurse stattfinden. Die Schweizer Sopranistin und Hochschulprofessorin Edith Mathis (einst hervorragende Mozart-Interpretin), sowie die Lied- und Opernsängerlegende Prof. Dietrich Fischer-Dieskau werden unterrichten. Wer den beiden über die „musikalische Schulter“ blicken möchte, sollte es nicht versäumen, sich Karten zu organisieren, wenn diese vor Publikum arbeiten. Da ich selbst eine klassische Gesangsausbildung genoss, sitze ich mit großer Begeisterung im Publikum, wenn z.B. Opernsänger wie auch Thomas Quasthoff junge begabte Menschen unterrichten.
Dieses Jahr findet die Schubertiade in Schwarzenberg vom 18. Juni – 3. Juli und vom 27. August – 11. September statt.
Am 22. und am 24 Juni werden die Liederabende z.B. von Silvia Schwartz, Bernarda Fink, Michael Schade und auch Thomas Quasthoff gestaltet. In dieser Besetzung werden die Künstler von Malcolm Martineau und Justus Zeyen jeweils am Flügel begeleitet. Werke von R. Schuhmann und J. Brahms stehen auf dem Programm. Die Schubertiade kann berauschend wie eine Droge wirken und deshalb werde ich auch in diesem Jahr wieder in den Bregenzer Wald fahren. Die Nebenwirkungen sind positiv zu bewerten, allerdings sollte man sich für Klassik begeistern können.
Nähere Informationen über weitere Veranstaltungen findet man im Internet unter:
Eindrücke, die ich 2009 und 2010 in der Community bei ZEIT-online schilderte:
Viele musikalische Grüße
Corina Wagner