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Kultur : Der Mut zur Philosophie - Kapitel II

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Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
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Dies ist der 2. Teil meiner Blog-Serie 'Der Mut zur Philosophie'.

1. Omni-Philosophie

Jede / jeder kann und soll eine Philosophin / ein Philosoph sein. Das nenne ich Omni-Philosophie (von lateinisch omnis = jeder).

In dem Sinne entwickle ich letztendlich meine eigene Philosophie, die sich über die Zeit wie ein Mosaik zusammensetzt. Jeder Mensch hat eh seinen eigenen Weg im Leben zu finden, und seinen eigenen Weg zu Gott und der Welt.

2. Weg vom Anti

Ich schaue, dass weg vom Anti hin zum Positiven komme. Mir gelten die '5 linksalternativen Säulen' etwas: antikapitalistisch, antifaschistisch, antimilitaristisch, antiautoritär, antiTINAistisch (TINA = 'there is no alternative').

Positiv denken heißt eigene Ideengebäude errichten, statt immer nur gegen andere Ideengebäude einzutreten. Und aktiv handeln heißt diese Ideengebäude auch ausführen, statt immer nur andere Ideengebäude zu verhindern. Die Kritik der bestehenden Systeme (inklusive des eigenen) wird dadurch allerdings nicht hinfällig, man darf nur nicht in dieser Kritik steckenbleiben.

3. Kommunizieren

Die erdachten Ideengebäude wollen auch weitergegeben und diskutiert - also kommuniziert - werden. Der Mensch ist ja nicht nur ein Individualwesen, sondern auch ein Gesellschaftswesen. Diese beiden Schwerpunkte werden mir durch den Humanismus und den Sozialismus repräsentiert.

Kommunizieren heißt nicht nur, dass man sich über Materielles verständigt, sondern auch, dass man sich über Spirituelles verständigt, denn der Mensch ist nicht nur ein materielles Wesen, sondern auch ein spirituelles Wesen. Der spirituelle Schwerpunkt wird mir durch den Universalismus repräsentiert.

4. Weltanschauungsfreiheit und Meinungsfreiheit

Weltanschauungsfreiheit (zu der auch die Religionsfreiheit gehört) ist eine Grundvoraussetzung zur Philosophie. Meinungsfreiheit ist eine Grundvoraussetzung zur Kommunikation. Also: Gegen Repression und Zensur.

Ein Spannungsfeld dabei: Vorwürfe von Missionierung und Meinungsdiktatur betrachte ich als indirekte Repression und Zensur. Andererseits unterscheide ich zwischen Weltanschauung und Ideologie, sowie zwischen Meinung und Indoktrinierung. Analog zur Satire, wie sie Kurt Tucholsky gesehen hat: Satire darf alles, aber nicht alles ist Satire.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.