Red Bavarian

Blog von Red Bavarian

19.05.2011 | 09:10

„Pardon wird nicht gegeben!“

Ein paar kritische Gedanken und Wahrheiten anderer Art nachfolgend zum Freitags-Artikel 'Die Wahrheit muss erlaubt sein'.

Was die real existierende EU angeht, so nenne ich nur einmal drei Stichwörter: Frontex, Indect und Global Europe. Zum Letzteren zitiert aus 'The Left - Prekarisierung in Europa', Seite 5: »Im EU-Binnenmarkt wird dem Wettbewerb bis in höchste Urteile des Europäischen Gerichtshofs Vorrang vor guter Arbeit und sozialen Standards gegeben Außenwirtschaftlich wird dies durch "Global Europe", eine 2006 verkündete aggressive Strategie der EU zur Öffnung weltweiter Märkte für europäische Unternehmen, betrieben. Motor dieser Politik ist nicht zuletzt der bisherige Exportweltmeister Deutschland. Durch diese Freihandelspolitik geraten gerade ärmere Bevölkerungsgruppen in Entwicklungs- und Schwellenländern unter die Räder. Übrigens genauso wie eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Entwicklung der Binnenwirtschaft in Europa.«

Und Krieg: 'Amtlich bestätigt: Die Kriegslügen über Libyen'. Aus der Broschüre Der Linken 'Bundeswehr raus aus Afghanistan' zitiert, Seite 10: »Die Taliban haben an Unterstützung gewonnen, weil sie Widerstand gegen die Besatzung organisieren. Seth Jones von der armeenahen US-Denkfabrik RAND Corporation meint in Bezug auf die wachsende Unterstützung: "Der Hauptteil der Taliban besteht aus Tausenden lokalen Kämpfern und ihren Unterstützernetzwerken. Die meisten kämpfen nicht für den Dschihad. Vielmehr motiviert sie ihre Arbeitslosigkeit, die Enttäuschung über das Ausbleiben von Veränderungen seit 2001 oder ihre Wut über einen von den afghanischen, US- oder NATO-Armeen getöteten oder verwundeten Nachbarn oder Verwandten."«

Und aus dem Artikel 'Die Kanzlerin der Stammtische' auf den Nachdenkseiten zitiert: »Wir erleben einen Rückfall ins Ende des 19. Jahrhunderts mit der deutschen Großmannssucht unter Willem zwo: „Pardon wird nicht gegeben!“« »Man braucht sich nicht zu wundern, wenn die Deutschen in Europa zunehmend Sympathie verlieren, ja sogar zunehmend Ablehnung und sogar Hass auf sich ziehen. Und das in einem Land, das wie kein anderes ökonomisch von seinen europäischen Nachbarn abhängig ist.«

Muss man sich da wundern, wenn den westlich-kapitalistischen Großmannssüchtigen dann auch kein Pardon gegeben wird, von den sekkierten Menschen im Süden, im Osten und hier im Westen?

 
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Red Bavarian
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