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Die Freiheitsliebe

16.03.2011 | 19:31

Den Nahen Osten neu denken!

Die meisten internationalen Politiker sprechen sich immer wieder für eine Zwei-Staatenlösung aus, dies scheint auch verständlich, wenn man sich die Lage anguckt und erkennt, wie unversöhnlich sich die beiden Seiten scheinbar gegenüberstehen. Der Versuch der Zwei-Staaten-Lösung darf momentan aber als aussichtslos betrachtet werden, nun könnte es an der Zeit sein, die Nahost-Politik einmal zu überdenken. Wieso sollte es zwischen Israelis und Palästinensern nicht zu einer Lösung kommen, die nichts mit der Zwei-Staaten-Lösung zu tun hat?

Wissenschaftler und Philosophen in Israel und Palästina fordern schon seit längerer Zeit, dass man einmal die vorhandenen Ideen zu einer Beilegung des Konfliktes überdenken soll.

In Europa und in den USA konzentieren sich die Politiker nur auf die Zwei-Staaten-Lösung, da sie diese als einziges Mittel sehen um den Konflikt beizulegen. Diese Festlegung auf eine einzige Möglichkeit, die im Angesicht der ständig größer werdenden Siedlerbewegung immer unrealistischer erscheint, könnte den Frieden im Nahen Osten für etliche Jahre behindern, wenn nicht sogar komplett blockieren. Zwei Staaten – Zwei Völker?

Die Annahme man bräuchte zwei Staaten um zwei “verschiedenen Völkern” eine Heimat zu bieten, erscheint nur realistisch, wenn man nationalistische über humanistische Werte erhebt. So würde die Zwei-Staaten-Lösung auch dafür sorgen, dass die beiden Staaten sich an nationalistische Werte klammern und nicht die Gemeinsamkeiten suchen, die es zwischen den dort lebenden Menschen gibt. Dieses Festhalten an nationalistischen Werten trägt auch (Mit-) Schuld an der festgefahrenen Situation. Nationalisten auf beiden Seiten, welche momentan erheblichen Einfluss besitzen, da die Linken es nicht geschafft haben, neue und realistische Ideen zu präsentieren, betonen die Unterschiede und erheben Forderungen auf Großstaaten. Träume, von denen die Nationalisten auf beiden Seiten wissen, dass sie niemals erfolgreich sein werden.

Minimalziele widersprechen sich!

Die Gespräche über die Zwei-Staaten-Lösung, die erst einen Frieden schaffen und dann zu dem Aufbau eines freien Palästinas führen sollen, finden immer nur zwischen wenigen Politikern statt und lassen die Zivilgesellschaften außen vor. Ebenfalls fördern diese Gespräche meist nur die Unterschiede zwischen beiden Seiten und vergrößern sie, da betont wird, welche sich widersprechenden Minimalziele beide Seiten haben, dass Palästinenser oder Israelis ihre Minimalforderungen aufgeben erscheint nahezu unmöglich. Auch ein Blick auf die Karten und die immer weiter wachsenden Siedlungsblöcke lässt einen lebensfähigen unabhängigen palästinensischen Staat immer unrealistischer werden.  Daher ist es dringend notwendig, andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, die den Menschen im Nahen Osten Frieden bringen. Die wohl ehrlichste Möglichkeit, die den Nahostkonflikt beilegen könnte, ist die Ein-Staaten-Lösung.

Die Ein-Staaten-Lösung eine neue Idee?

Dies ist eine Idee, die schon seit der Gründung Israels von verschiedenen Intelektuellen, Wissenschaftlern und Philosophen vertreten wird. Zu den ersten Unterstützern der Ein-Staaten-Lösung oder auch Bi-Nationale-Lösung gehört wohl Albert Einstein, der sich schon sehr früh für einen Staaten aussprach, in dem nicht zwischen den Anhängern der verschiedensten Religionen unterschieden werden sollte. Eine Idee, die bei den Ultrareligiösen auf beiden Seiten für Wut sorgt, da sie die Träume eines Staates unter der Vorherschaft von Anhängern der eigenen Religion zunichte macht. In einem modernen Staat sollte die Religion allerdings keine übergeordnete Rolle spielen, weswegen die Ideen, die die Ultrareligiösen und Nationalisten auf beiden Seiten vertreten, für eine moderne Zivilgesellschaft ohnehin nicht wünschenswert sind!

 

Nachdem ich heute eine Einleitung in das Thema gegeben habe, wird morgen ein Artikel erscheinen, der sich mit den Vorteilen der Ein-Staaten-Lösung beschäftigt.

 
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