freiheitsliebender

Die Freiheitsliebe

13.07.2010 | 10:48

Hilfe wird kriminalisiert - De Maizieres makabere Politik - IHH Verbot

Der Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat heute den in Frankfurt ansässigen Verein IHH verboten. Die IHH (Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V.) ist ein Verein, welcher es sich zu seiner Aufgabe gemacht hat, in Gebieten mit hoher Armut und einem schlechten Sozialsystem, soziale Institutionen mit aufzubauen.
Der IHH hat somit in verschiedensten Gebieten der Welt Hilfe geleistet, unter anderem auch in Gaza, dieses Engagement in Gaza ist es aber was das fragwürdige Verbot rechtfertigen soll.

Unterstützung der Hamas

Als Grundlage für das Verbot wird die angebliche Unterstützung der Hamas genannt, wenn man die Begründung allerdings genauer anschaut, erkennt man wie Absurd das Verbot ist. Durch die Unterstützung sozialer Vereine in Gaza, müsste die Hamas weniger Geld in diese investieren, woraus der Bundesinnenminister ableitet, dass die Hamas dann mehr Geld für Waffenverkäufe hätte.
Nach dieser Logik unterstützten auch Deutschland und die EU die Hamas, denn beide unterstützen soziale Projekte in Gaza oder Projekte die menschenwürdige Bedingungen schaffen sollen.
Dem Verbot fehlt somit jegliche Logik, dies bestätigt auch Wolfang Gehrcke von der Linken.

„Diese Begründung ist absurd. Jedes Medikament, dass in den Gazastreifen geliefert wird, jedes Lebensmittel würde in dieser Logik die Hamas entlasten und ihr Geld für Waffenkäufe belassen. So gesehen müsste man die Bevölkerung sterben oder verhungern lassen, um die Hamas nicht zu unterstützen. Das ist menschenunwürdig. Dadurch kann auch die falsche Politik der Hamas nicht überwunden werden. Organisationen, die humanitäre und soziale Hilfe für die Palästinenserinnen und Palästinenser leisten, bedürfen der Unterstützung der Regierung nicht ihres Verbots.“


„Mit der Begründung des Bundesinnenministers müsste wohl auch die UNO oder das Rote Kreuz mit einem Verbot belegt werden. Denn was hier abgestraft wird, ist die Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Gaza-Streifen" so äußerte sich der Vorsitzende der IHH e.V., Mustafa Yolda, weiterhin beschrieb er wie sich de Maziere mit seinem Verbot an dem Leiden der Kinder in Gaza schuldig mache „Nun soll offensichtlich jegliche humanitäre Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Gaza-Streifen abgeschnitten werden. Es ist makaber, dass der Bundesinnenminister diejenigen, die Waisenkinder versorgen, bestraft, statt diejenigen zu kritisieren, die Kinder zu Waisen machen“.

Konsequenz für alle Hilfsorganisationen


Statt nun humanitäre Arbeit zu unterstützen werden Vereine die dies tun auch noch verboten. Wenn auf Grundlage solcher Argumente Vereine verboten werden könnten, so könnte es bald sehr viele Vereine treffen die sich in irgendeinerweise in Gaza engagieren. Als Folge daraus würde die Bevölkerung nur noch durch die Hamas unterstützt, was sie noch enger in deren Arme treiben würden, als es durch die Blockade ohnehin schon geschieht.
Der Bundesinnenminister erreicht somit genau das Gegenteil von dem Ergebniss das er erzielen möchte.

 

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Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 11:21
Kommentar mit noch mehr Zeitung

Innenminister de Maizière verbietet den Verein IHH, der die radikalislamische Hamas mit 6,6 Millionen Euro unterstützt haben soll. Dahinter sollen Funktionäre der Milli Görüs stecken. weiter www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/deutsche-spenden-an-hamas/

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat den Verein "Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH) verboten. Der in Frankfurt am Main ansässige Spendenverein unterstütze die palästinensische, radikalislamische Hamas und richte sich damit gegen den Gedanken der Völkerverständigung, teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums gestern mit. weiter www.welt.de/die-welt/politik/article8438669/Hamas-Spendenverein-verboten.html
Alien59 schrieb am 13.07.2010 um 13:47
Das ganze hat Schily seinerzeit mit dem Al-Aqsa Verein durchgezogen. Gleiche Begründung. Wenn man das - veröffentlichte - Urteil des BVerwG liest, bleibt am Ende nur ein Grund für das Verbot übrig: Israel passte der Verein nicht, weil er Palästinensern half.
Gestern tweetete auch prompt beifällig die israelische Botschaft: "Bundesinnenministerium verbietet IHH, die Terrororganisation hinter der Gaza-Flottille" - was nicht stimmt, weil die deutsche IHH nicht an der Flottille beteiligt war. Aber das ist der Grund für das Verbot.
Beschämend, dass sich Deutschland so zum Vasallen macht.

Nun die IHH, die seit Jahren in den verschiedensten Krisengebieten humanitäre Hilfe leistet, als "Hamas-Spendensammelverein" und was noch alles zu bezeichnen, ist Verleumdung.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 18:44
So jubilierte auch: die jungeWelt!
Hilfe für Gaza verboten
Von Rüdiger Göbel

darin zuletzt die Sätze: "Der jetzt verbotene Verein hat übrigens nichts mit der Free-Gaza-Flotte zu tun, die Ende Mai von der türkischen Stiftung IHH (Insani Hak ve Hürriyetler Vakf) organisiert worden war. Beim Sturmangriff der israelischen Marine(!) waren am 31. Mai neun Aktivisten getötet worden. Nicht alle Agenturen vermochten die beiden IHH gestern auseinanderzuhalten – vielleicht auch das Ministerium in Berlin nicht?"
Ich finde: Damit ist alles gesagt.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 18:45
firenze4 schrieb am 13.07.2010 um 14:06
Der deutsche Innenminister De Maizière zeigt mit dem Verbot der IHH seine krasse Realitätsferne und Unterwürfigkeit gegenüber der Israellobby, welche seit Jahrzehnten die deutsche Nahostpolitik bestimmt. Ich selber wusste nicht mal etwas über die Existenz der IHH, finde aber die Begründung des Verbots zutiefst ignorant, zynisch und beschämend. Die radikal-islamistische Hamas, einst von Israel gefördert, ist keine Terrororganisation. Das ist die mehr als dumme Definition der westlichen Politiker in den USA, der EU und Israels, die die Interessen ihrer geostrategischen Ziele in dieser Region bedient. Diese Haltung wird die radikalen Kräfte der islamischen Welt eher stärken und die Aussenwahrnehmung Deutschlands in der islamischen Welt weiter beschädigen. Die Behauptung des Ministers, dass die Hamas eine Bedrohung der Existenz Israels sei und die friedliche Verständigung des israelischen und palästinensischen Volkes beeinträchtige ist so lächerlich wie verlogen, nimmt man die totale Asymmetrie der Machtverhältnisse in Augenschein. Es ist Israel, das nachweislich mit seiner seit Jahrzehnten gegen das palästinensische Volk geführten gezielten Vernichtungspolitik einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten vereitelt weil es an einem solchen im Sinne seiner Expansionspolitik gar nicht interessiert ist. Übrigens darf sich nach internationalem Völkerrecht ein zu unrecht besetztes (oder blockiertes) Land auch mit militärischer Gewalt gegen seine Besatzer wehren, ohne mit dem Attribut Terrorismus bedacht zu werden.
Wenn Herr De Maizière einmal den Mut hätte, seine Nase in den Goldstone-Bericht oder das Buch „Gaza“ der Dradio-Korrespondenten Bettina Marx zu stecken, um sich ein realistisches Bild von der Lage im Ghaza.Streifen zu machen, dann könnte er die „so genannten Sozialvereine“ nicht diffamieren und vielleicht einsehen, dass die Hamas gezwungen ist, wohl auch über die IHH Geld zu sammeln, um wenigstens die Folgen des bestens dokumentierten israelischen Staatsterrors gegen das palästinensische Volk im Ghaza-Streifen ein wenig auszugleichen.
Rupert Neudeck schreibt in seinem neuesten Buch Abenteuer Menschlichkeit „Das besondere Brett, dass wir Deutschen uns in Bezug auf Israel vor den Kopf genagelt hatten, entdeckte ich erst sehr spät. Dann aber um so deutlicher“. Ich kann nur hoffen, dass Minister De Maizière den gleichen Prozess durchmacht.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 14:18
Immer weiter lesen
Razzia bei Hamas-Spendenverein
Organisation mit Sitz in Frankfurt seit gestern verboten
isk.Frankfurt. Von außen sieht das Gebäude an der Weilburger Straße im Frankfurter Stadtteil Gallus wie ein gewöhnliches Wohnhaus aus. Die Fassade ist rosa gestrichen, ein Giebel mit großer Fensterfront zeigt zur Straße hinaus.
siehe F.A.Z. vom 13.07.2010, weiter mit FAZ-Quicklogin
Alien59 schrieb am 13.07.2010 um 16:30
"

AKTUELLES
Bundesinnenminister de Maizière verbietet die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) »Schafft das IHH - Verbot Grundlagen für Maßnahmen gegen medico international ?

… So leistet zum Beispiel medico international von Frankfurt am Main aus mit seinen Hilfsprogrammen in GAZA mit den Worten des Innenministers de Maiziere “dem Terror und der Gewalt in den palästinensischen Gebieten Vorschub.”

Denn der IHH wird vorgeworfen, durch Zuwendungen an die Sozialorganisationen im GAZA-Streifen “in Wahrheit die Terrororganisation Hamas als Ganzes” zu unterstützen."

Geht noch weiter, lesenswert.
www.barth-engelbart.de/?p=667
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 18:51
Interessant: Hartmut Barth-Engelbart. Erfüllt mit diesen Kursivierungen vielleicht das Vorurteil über den Lehrer.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 17:12
Immer weiter lesen
Terrorverdacht: Islamisten bestreiten getarnte Terror-Förderung
Berlin. Die umstrittenen islamistische Organisation Milli Görüs streitet ab, hierzulande eine Tarn-Organisation zu betreiben. Das Verbot des Hamas-Spendenvereins IHH setzt die Organisation nun unter Druck. ... Gesucht wurden Unterlagen und Datenträger, die näheren Aufschluss darüber geben, was für die Experten von Bundesinnenministerium und Bundesamt für Verfassungsschutz nach einjährigen Ermittlungen klar zu sein scheint: Die mit knapp 30.000 Mitgliedern in 330 Moscheegemeinden größte islamistische Organisation hier zu Lande, „Milli Görüs“, steckt hinter einer Tarn-Organisation namens IHH ... weiterlesen ...
Politik, 12.07.2010, Dirk Hautkapp www.derwesten.de/nachrichten/politik/Islamisten-bestreiten-getarnte-Terror-Foerderung-id3229167.html
Rahab schrieb am 13.07.2010 um 17:28
wenn ich mal mit dem kopf denke, dann komme ich ganz schnell darauf, dass etwas, wonach ich in form von unterlagen und datenträgern, welche näheren aufschluss über das geben sollen, was doch schon klar ist - eben gar nicht klar ist!
also kann ich -weiterhin mit dem kopf denkend - mal annehmen, dass da eine kriminalisierungsstrategie verfolgt wird, die, wenn sie schon nicht 'echte kriminelle' zu tage fördert, zumindest mal diskreditierend wirkt.

und dann frage ich mich auch, wann denn die "jüdische stimme" dran sein wird, die ebenfalls ein schiff nach Gaza schicken will
->www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/aerger-schaffen-ohne-waffen/

der letzte absatz
"Bis sie im August 2008 zu ihrer ersten Passage nach Gaza aufbrach, war Edith Lutz noch als Lehrerin an einer Gesamtschule angestellt gewesen. Die Kündigung erreichte sie, bevor das Schiff den Anker eingezogen hatte. Der Vorwurf: Sie habe ihre "Dienstpflichten" verletzt. Mehr will Edith Lutz dazu nicht sagen. Sie sucht jetzt eine neue Stelle. Denn nach den Sommerferien will sie ja zurück in der Eifel sein."
kommt mir auch sehr bekannt vor. woran erinnert das wohl?
Rahab schrieb am 13.07.2010 um 17:29
bitte an der geeigneten stelle
etwas, wonach ich in form von....suche, welche....
lesen
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 18:54
"dass etwas, wonach ich in form von unterlagen und datenträgern, welche näheren aufschluss über das geben sollen, was doch schon klar ist - eben gar nicht klar ist! " - das hat auch der erste Kommentar im www.derwesten.de geschrieben. Hätte ich doch zur Erleichterung der Hitze gleich mitverlinken sollen. Zu spät. Schade. Das journalistische Vermögen. Wahrscheinlich.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 18:56
bei der Hitze, natürlich ...
Deaktivierter Nutzer schrieb am 13.07.2010 um 17:54
Immer noch weiter lesen
Was mit dem IHH-Verbot insgesamt gemeint ist, - bei dieser Assoziation zur kürzlichen Gaza-Flotte - was es mit ihm, dem IHH-Verbot aus deutscher Perspektive auf sich hat, bleibt offen vor diesem Interpretationshintergrund (siehe Link). Dort wird im zurückschauenden Schluß auch Eike Geisel zitiert, den ich immer schon gerne gelesen habe: „Im Namen des Friedens gegen Israel zu sein, ist etwas Neues. Denn dieses Ressentiment hat alle praktischen und politischen Beweggründe abgestreift. [...] Dieser neue Antisemitismus erwächst weder aus niedrigen Instinkten noch ist er Ausfluss ehrbarer politischer Absichten. Er ist die Moralität von Debilen. ..."
www.lizaswelt.net/2010/07/volksgemeinschaft-gegen-israel.html
Rahab schrieb am 13.07.2010 um 18:18
schade! nicht mal Eike Geisel kennt sich in der geschichte aus. weshalb er seiner leserschaft eine im grunde ur-alte inner-jüdische wie inner-zionistische auseinandersetzung als neu verkauft. wahrscheinlich würde also Geisel heutigentags auch Martin Buber für einen antisemiten halten ...
so tobt sich - ich komme immer mehr zu diesem schluß - unbearbeiteter deutscher antisemitismus als israel-freundschaft durch dick und dünn aus? scheint so!
ed2murrow schrieb am 13.07.2010 um 18:06
Alien59 schrieb am 14.07.2010 um 17:27
Und was steckt noch dahinter? Maiziere reibt sich wohl schon die Hände....
alienineurope.wordpress.com/2010/07/14/ihh-verbot-und-hintergrund/
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