freiheitsliebender

Die Freiheitsliebe

08.12.2010 | 11:15

Israelische Organisation erhält den alternativen Nobelpreis

Eine der ältesten und größten israelischen Menschenrechtsorganisationen, erhält den alternativen Nobelpreis, für die Überwindung von Vorurteilen und für die Stärkung von humanistischen Werten, sowie des Kampfes gegen Rassismus und für die Menschenrechte. Gemeint sind die "israelischen Ärzte für Menschenrechte".

Die Ärztevereinigung "Ärzte für Menschenrechte - Israel" ("Physicians for Human Rights – Israel") wurde am vergangenen Montag(06.12.2010) im schwedischen Reichstag in Stockholm für ihren "unbezähmbaren Geist, mit dem sie für das Recht auf Gesundheit für alle Menschen in Israel und Palästina einsteht" mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. So stand es in der Begründung der in Stockholm ansässigen Stiftung für den sogenannten "Right Livelihood Award". Die Gruppe bekommt diesen international hochangesehenen und wichtigen Preis zusammen mit einer nigerianischen und einer brasilianischen Umweltorganisation verliehen.

Seit 1988 mehr als 1000 Mediziner


Die 1988 gegründete Organisation wird inzwischen von mehr als 1000 Mediziner, sowie etlichen anderen Freiwilligen unterstützt. Dazu zählen neben Ärzten auch Apotheker, Krankenschwestern, Übersetzern und Fahrern. Sie fahren in die palästinensischen Gebiete, um die dortigen Ärzte zu unterstützen und den Kranken zu helfen, sie helfen Patienten aus dem abgeriegelten Gazastreifen in Krankenhäuser Israels und der Palästinensischen Autonomiebehörde verlegen zu lassen, kümmern sich in Israel um Flüchtlinge, ausländische Arbeiter und Illegale.
Dabei werden sie von etlichen Menschenrechtsorganisationen unterstützt.

Kampf gegen die Unterdrückung

Neben der medizinischen Hilfe in Palästina kümmert sich die Organisation auch um Häftlinge, Gastarbeiter, Beduinen und Asylsuchende in Israel. Die Hilfe sei auch ein Kampf gegen die jetztige Regierung und deren rassistische Politik, sagt Ruchama Marton, die Gründerin der Organisation, der DW, ein "Kampf gegen die Unterdrückung". Auch äußerte sie eine Hoffnung im Bezug auf die israelische Politik: "Ich wünsche mir, dass unsere Politiker beginnen, sowohl die palästinensischen Nachbarn als auch die Menschenrechte innerhalb Israels zu respektieren."
Die Auszeichnung mit dem alternativen Nobelpreis wird der Organisation sicher mehr Aufmerksamkeit verschafen für deren Arbeit, ebenso wird die Organisation mit dem Preisgeld über 200.000 Euro sicher einige ihrer Arbeiten intensivieren können.

 
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Kommentare
ed2murrow schrieb am 08.12.2010 um 11:25
Lieber Freiheitsliebender,

zwei Dinge ergänze ich Ihnen gerne: Das Preisgeld von 200.000 Euro teilen sich die Preisträger, 2010 sind es vier. Und es wurden nicht brasilianische und nigerianische Umweltorganisationen ausgezeichnet, sondern Nnimmo Bassey, nigerianischer Umweltaktivist und Schriftssteller, und Erwin Kräutler, österreichischer Umweltaktivist und römisch-katholischer Bischof.

LG, e2m
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