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Die Freiheitsliebe

17.11.2009 | 19:59

Rassismus in Gesamteuropa kein Phänomen sondern Alltag

Die Amadeu Antonio Stiftung und das Institut für Konflikt- und Gewaltforschung (Bielefeld) haben in einer Studie, die europaweit durchgeführt wurde, Personen befragt, wie sie über Menschen mit einer anderen Religion, Hautfarbe, sexueller Einstellung oder auch Herkunft denken.
Das Ergebniss ist europaweit erschreckend! 43% der Befragten sind der Meinung, dass Homosexualität unnatürlich sei.Nach der UN-Charta hat jeder Menschen das Recht auf seinen eigenen Lebensweg, also auch seine sexuellen Praktiken. Mindestens ebenso schlimm ist, dass immerhin ein Drittel der Befragten europaweit der These zustimmt, die besagt, dass Menschen mit weißer Haut denen anderer Hautfarben überlegen sind. Das bedeutet, dass auch mehr als 60 Jahre nach dem Zusammenbruch der Naziherrschaft ihre Rassenideologie von einem relativ großen Teilen der Bevölkerung geteilt wird. Es wird deutlich, dass auch 60 Jahre nach dem 2ten Weltkrieg die Hautfarbe noch immer eine wesentliche Rolle spielt, da sie ja auch sofort erkennbar ist.
Jeder zweite Befragte teilt die Meinung, dass der Islam eine Religion der Intoleranz ist, was im Gegensatz zu dem Koran steht, in welchem jedem Menschen das Recht auf eine eigene Meinung und eigenen Glauben zugesprochen wird. Das heutige negative Bild vom Islam und den Muslimen verdanken wir in hohem Maße den Medien, die in größtenteils negativen Texten über den Islam und seine Anhänger berichten und so die Angst vor dem Islam schüren. Es ist viel zu wenigen bekannt, dass Islam, Judentum und Christentum auf den gleichen Werten beruhen und der Islam im Gegensatz zu den anderen Religionen die Rechte der Frau stärkt, was auch teilweise daran liegt, dass er das zeitlich letzte Buch ist.
Dennoch sind die Vorurteile gegenüber Muslimen besonders groß und sie die Gruppe, die am meisten unter Rassismus leidet.
Ein Viertel der Befragten denkt, dass Juden zu viel Einfluss haben. Auch dies ist eine These, die schon von Hitler genutzt wurde und seine Taten rechtfertigen sollte. Man könnte sich die Frage stellen, wie diese 25% über den Hollocaust denken und mit welchen widersinnigen Thesen man noch versuchen könnte, dieses schlimmste aller Verbrechen in der Geschichte zu legitimieren. Ist es eigentlich doch nach jedem Gesetz und jeder Religion verboten, zu töten und es lässt sich daher auch niemals legitimieren.
Die Frage, die sich diese Menschen stellen sollten, ist doch, wie kann ich mir das Recht nehmen, andere aufgrund von persönlichen Werten oder Aussehen zu hassen oder sogar umbringen zu wollen? Die Frage, die ich mir stelle, ist, warum man es besonders in Deutschland nicht geschafft hat, aus den eigenen Fehlern zu lernen und zu erkennen, dass jeder Mensch die gleiche Rechte hat und jedes Leben den gleichen Wert besitzt.
Aus der genannten Umfrage sollte die jetztige Regierung, wie auch alle anderen Regierungen, erkennen, wie dringend der Kampf gegen Vorurteile und rechte Ideologie von nöten ist und wie intensiv er vorangetrieben werden muss. Gleichgültig wie hoch der Einsatz ist, das Ziel muss ein Staat sein, in dem man ohne Vorurteile anderen Religionen, Herkunftsländern oder sexueller Einstellung ist. Denn das höchste Gut ist das Recht auf Leben und die eigene Freiheit

 
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