freiheitsliebender

Die Freiheitsliebe

13.12.2010 | 17:34

Sanktionen gegen Israel nicht ausschließen

Die Gruppe der "Elder Statesmen", der unter anderem Bundeskanzler Helmut Schmidt, Exbundespräsident Richard von Weizsäcker, Ex-NATO-Generalsekretär Javier Solana, Spaniens früherer Ministerpräsident Felipe Gonzales und der ehemalige Präsident der EU-Kommission Romano Prodi angehören, hat einen Brief verfasst, der ein radikales Umdenken in der Nahostpolitik fordert.

Das Scheitern der aktuellen Verhandlungen und die Unfähigkeit der USA Druck auf Israel auszuüben, um deren völkerrechtswidrige Besatzung der palästinensischen Gebiete zu beenden, hat die Gruppe motiviert diesen Brief zu verfassen.

Israel behandeln wie jedes andere Land

Die Gruppe fordert Israel zu behandeln wie jedes andere Land, dass würde bedeuten auch Sanktionen gegen Israel nicht mehr auszuschließen. So rät die Gruppe der EU, dass sie Israel bestrafen solle, wenn das Land sich den Forderungen der internationalen Staatengemeinschaft widersetzt und weiterhin UN-Resolutionen und internationales Recht übergeht. Nicht mit Anreizen, wie es zuletzt die USA versuchten, sondern mit Strafen soll Israel zum Einlenken bewegt werden. So soll nicht weiterhin über ein Siedlungsstopp verhandelt werden, sondern der Abbau der Siedlung gefordert werden und falls dies nicht geschieht, sollen auch Sanktionen eingesetzt werden.


Europäische Rat soll Friedensprozess beurteilen

Außerdem soll der europäische Rat zu einem bestimmten Zeitpunkt, etwa die nächste Sitzung im April 2011, eine Beurteilung des Friedensprozesses vornehmen. Sollten bis dann keine Fortschritte erzielt werden, «hat der Rat keine andere Wahl, als die Angelegenheit an die internationale Gemeinschaft weiterzuleiten». Diese soll dann eine «Vision und eine Strategie für die Lösung des Konflikts» entwicklen. Dies würde zur Folge haben, dass nicht mehr die USA die Veerhandlungen leitet, sondern die UNO, welche sich in diesem Konflikt wesentlich neutraler verhält, als die USA, welche Israel als ihren engsten Verbündeten betrachten.

Keine Waren aus besetzten Gebieten

"Die EU macht seit Jahrzehnten unmissverständlich klar, dass sie die Siedlungen in den bestzten Gebieten als illegal erachtet, doch Israel baut sie weiter. Wie jedes andere Land sollte Israel für seine Handlungen zur Verantwortung gezogen werden. Die Glaubwürdigekit der EU steht auf dem Spiel." so schreibt die Gruppe. Sie fordert nicht nur ein Ende des Siedlungsbaus, sowie deren Abbau, sie fordert auch, dass in der EU keine Waren mehr aus den besetzen Gebieten verkauft werden dürfen. "Wir erachten es als schlichtweg unerklärlich, dass solche Produkte immer noch in den Genuss bevorzugter Handelsabkokkmen zwischen der EU und Israel kommen" so die Gruppe um Prodi und Schmidt.

 
Senden Bookmarken Drucken
freiheitsliebender
Jung und politisch!
Mitglied seit:
2 Jahre 29 Wochen
Zuletzt aktiv:
26.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 161
Kommentare: 97
Mein Web:
Logbuch
00:34
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:12
Dreizehn hat gerade einen Kommentar geschrieben.
00:10
marvinius hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:58
brefcourte hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:52
koslowski hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG