Empfehlung der Woche

Generation rechts?

Generation rechts?

Rüdiger Maas

Hardcover, gebunden

288 Seiten

24 €

Zur Empfehlung
THEATER DER WELT Chemnitz 2026

THEATER DER WELT Chemnitz 2026

Theaterfestival

Festivalzentrum: Spinnbaugarten

Vom 18. Juni bis 5. Juli 2026!

Zur Empfehlung
Das Los des Fremden

Das Los des Fremden

Brandt Andersen

Drama

USA 2025

104 Minuten

Ab 18. Juni 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus

Zeppelin Museum Friedrichshafen

Seestraße 22 | 88045 Friedrichshafen

Vom 22. Mai 2026 bis 4. April 2027!

Zur Empfehlung

Kultur : Auf Abwegen

Zum Kommentar-Bereich

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion


Pete Doherty ist für viele latent indie-abhängige Bekannte vergangener Turnschuhguckerdiskotage ein großer Mann, jeglicher Kritik zum Trotz. Für andere wiederum ist er einfach unterhaltsam, was vor allem mit dem Gossip zu tun hat, für den er bereitwillig Nahrung liefert. Etwas umsichtigere Kollegen äußern sich über letzteres besorgt: Es sei nicht schön, einem Menschen beim Sterben zuzusehen. Das ist wohl wahr, irgendwie. Dass es sich verkauft, beweisen die Medien allerdings täglich.

Wie auch immer. Vor kurzem, auf einem Secret Gig anlässlich des On3 Festivals in München, war es mal wieder soweit. Dreamboat schlug über die Stränge. Und diesmal hatte es weniger mit seinem gewohnt betäubtem Auftritt zu tun, sondern viel mehr damit, dass er in seiner ihm eigenen Art das "Deutschlandlied" (ab 2:52 oben) interpretierte, Strophe 1, live im Radio.

In England vermutlich kaum der Rede wert - man ist Prinzen in "Uniform" gewöhnt-, erntete er in Deutschland Spott und Schmach gepaart mit Fremd- und eigener Scham. Es ist schließlich lang her, dass dieses Lied die Hörer des Bayrischen Rundfunks beglückte. Entsprechend fix (Anm.: nicht fix) wurde er in Absprache mit seinem Management von der Bühne gezerrt. Dies wiederum rief ein geteiltes Echo hervor. Er sei schließlich Künstler, hieß es auf der einen, er wäre nicht mehr zu retten, auf der anderen Seite.

Jetzt soll er sich entschuldigen. Ob man sich damit einen Gefallen tut, ist allerdings fraglich. Zumindest eine Live-Übertrasgung wäre nicht empfehlenswert.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.