Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

30.09.2009 | 11:14

Der gebrauchte Wandel

"Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister, ist dem Vernehmen nach bis Montag Wunschkandidat des linken Flügels gewesen. Sein eigener Landesverband hat ihn jedoch mit der Forderung, die gesamte Führungsspitze der Partei abzusetzen, als Anwärter untragbar gemacht. Er hätte wohl arg mit dem Ruf des Putschisten kämpfen müssen." SpOn

 

So schreibt der Spiegel über die fehlgeschlagenen Ambitionen des ersten Berliners, eine tragende Rolle in der sich konsolidierenden SPD zu übernehmen. Nicht, dass man ein großer Fan des Oberbürgermeisters unserer Hauptstadt sein müsste,  wundern sollte man sich jedoch schon. So war in den letzten Tagen eigentlich medial nichts anderes zu hören, als dass die Tage der Parteispitze gezählt wären und dass es jetzt endlich an der Zeit wäre, einen Neubeginn ohne die altbekannten Gesichter zu wagen. Nur so komme man als Partei aus der Krise.

 

Soweit so gut, alle schienen verstanden zu haben. Offen aussprechen durfte man dies augenscheinlich in den Gremien des wankenden, roten Riesens nicht. Anders ist das Wort "Putschist" im Zusammenhang mit der Forderung nach personellen Konsequenzen zumindest nicht zu erklären. Was jetzt stattdessen passiert, gleicht einer Farce. Fraktionschef wird Steinmeier, Gabriel und Nahles, bewerben sich um die restlichen Plätze. Dabei handelt es sich mit Nichten um Mitglieder, die nicht ihren Teil zur Wahlkatastrophe des letzten Sonntags beigetragen hätten. Ganz im Gegenteil.

 

Die Frage, die sich zwangsläufig aufdrängen muss, ist, ob sich die SPD denn wirklich so lernresistent gebaren will. Ist es ihr trotz des Winks mit dem Zaunpfahl, der sich irgendwo zwischen schwerer Körperverletzung und versuchtem Totschlag einordnen lassen dürfte, nicht möglich, Schlussstriche und Konsequenzen zu ziehen, geschweige denn sich einzugestehen, dass es so nicht mehr geht?

 

Offenbar. Denn anders ist nicht zu verstehen, warum sich ein Landesverband und dessen Chef Putschisten schimpfen lassen müssen, obwohl sie nichts anderes taten, als wiederzugeben, was das Wahlvolk und große Teile der eigenen Basis dachten, als am vergangenen Sonntag kurz nach 18 Uhr die ersten Prognosen eintrudelten. Und das vermutlich nicht gänzlich zu Unrecht. Die Wichtigkeit von Karrieren aber scheint dem System SPD immer noch immanenter als der Fortbestand der eigenen Partei. Ganz zu schweigen von ihrer politischen Relevanz.

 
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Kommentare
Anette Lack schrieb am 30.09.2009 um 16:23
Lieber Jan Jasper;

danke für den Blog, er spricht mir aus der Seele. Und dabei hatte Wowereit sich Montag morgen in einem Interview von DeutschlandradioKultur noch so ausserordentlich diplomatisch und wirklich parteikonform geäussert... Mögen oder nicht mögen, das hat er nicht verdient.

"Dabei handelt es sich mit Nichten um Mitglieder, die nicht ihren Teil zur Wahlkatastrophe des letzten Sonntags beigetragen hätten. Ganz im Gegenteil."

Geht das, neues innovatives Theater mit den immeralten Mimen? möchte man sich angesichts des Personalwechsels in der SPD fragen, der ja keiner ist, sondern nur eine Umbesetzung. Ich behaupte: Es wird nicht funktionieren. Aber darum geht es ja in der SPD auch nicht mehr. Mehr Schein als Sein, leider.

Übrigens: Deinen Blog habe ich über die Tageszusammenfassung in meiner Mail-Box entdeckt. Als ich ihn allerdings darüber aufrufen wollte, kam nur "Page not found". Aufrufen ließ er sich nur über die Freitag-Seite.

Grüße nach Berlin, Anna
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 16:30
Liebe Anna,

ich kann mich ebenfalls nur wundern. So planlos wie vor der Wahl soll es offensichtlich weitergehen. Die eineinhalbte Reihe nachrücken zu lassen wird jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Liebe Grüße nach HH, Jan Jasper

PS: Dass der BLog in der Tageszusammenfassung falsch gelistet wird, liegt unter Umständen daran, dass ich ihn umbenannt habe. Müsste ich mal ergründen.
mh schrieb am 30.09.2009 um 16:35
das würde erklären warum es ab und an mal vorkommt...

ansonsten: ich habe absolut gar kein mitleid mit "wowi". das ist ein eiskalter machtpolitiker, der jeden gnadenlos über die klinge springen lässt, wenn es denn zu seinem vorteil ist.

in dem sinne erfreulich, dass ihm das system, von dem er sich ernährt, nun ebenso schadet.

mfg
mh
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 16:40
Man muss definitiv kein Fan sein. Dass aber intern von "Putsch" die Rede ist, wenn es im Grunde genommen nur um Konsequenz geht, ist schon bezeichnend. Mitleid kommt in dem ganzen Schlamassel eh nicht groß auf. Dazu fehlt mir bei der SPD zu sehr das Kindchenschema.

LG,

JJK
mh schrieb am 30.09.2009 um 16:50
da es funktioniert hat, wars ja richig so drauf zu reagieren.

ohnehin scheint das alles recht geplant zu laufen. münte bleibt als verhandlungsmasse im amt bis steinmeier gewählt ist .. derweil wird versucht die linke kalt zu stellen und wenigstens einen gemäßigten an die spitze zu bringen.

und bisher funktioniert auch alles .. kann nicht sehen, dass der linke flügel innert der spd bisher irgend eine form von sieg davongetragen hat. die schaffens bestenfalls sich nun in stellung zu bringen, damit sie mal was machen dürfen wenns bei den landtagswahlen in nrw zur endgültigen katastrophe wird .. in dem zeitfenster agiert auch merkel, bis dahin wird es gutes geben, danach kommen die reformen.

mfg
mh
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 16:55
Ich glaube, wir sind uns relativ einig. Wer auch immer, links oder links-liberal, innerhalb der SPD für Wandel zuständig ist, schläft oder will schlafen, bis alles vorbei ist.

Raus kommt dabei eben genau das, was die SPD leider Gottes schon die letzten paar Jahre ist. Eine langweilige, große, schwerfällige Partei.

LG JJK
Anette Lack schrieb am 30.09.2009 um 17:03
Lieber MH; lieber Jan Jasper;

"Wer auch immer, links oder links-liberal, innerhalb der SPD für Wandel zuständig ist, schläft oder will schlafen, bis alles vorbei ist."

Bitte lest doch dazu mal das Interview, das GerhardHM mir in Klaras Blog ans Herz gelegt hat, denn es interessiert mich in diesem Zusammenhang, was Ihr davon haltet:

www.stern.de/wirtschaft/news/maerkte/eric-hobsbawm-es-wird-blut-fliessen-viel-blut-700669.html

Könnte es nicht sein, dass der alte, aber geistig absolut fitte (hoffentlich bin ich mit 92 auch so!!) Herr recht hat? Dass die SPD also gar nicht schläft (das hat sie allerdings in Bezug auf die Linke getan), sondern, wie alle anderen Parteien auch, dieser Krise einfach rat- und planlos gegenübersteht? Und sie ihr Nichtwissen jetzt mit blindem Aktionismus resp. übereilter Personalpolitik bemänteln will?

Übrigens eine sehr schöne Überschrift. Ob es für diesen Gebrauchten auch eine Abwrackprämie gibt? ;)

Herzlich, Anna
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 17:32
@Anna Ich hab es jetzt mal kurz überflogen und muss sagen, dass der alte, geistig fitte Kerl natürlich in ein paar Punkten Recht hat, wobei sich mir bei oberflächlicher Betrachtung nicht sofort erschließt, in welchem Zusammenhang die Krise zur SPD im Speziellen steht. Und bevor ich mutmaße, nehm ich mir das lieber noch mal nach der Arbeit vor.

LG JJK
Anette Lack schrieb am 30.09.2009 um 17:46
@ Jan Jasper:

"...wobei sich mir bei oberflächlicher Betrachtung nicht sofort erschließt, in welchem Zusammenhang die Krise zur SPD im Speziellen steht."

Ich habe da schon Zusammenhänge gesehen, aber ich kann mich irren bzw. missverstehe ich Dich da gerade? Ich meine, im Zusammenhang meiner o.angeführten These, dass die SPD gar keine neue Richtung einschlagen kann, weil sie nicht weiss, wohin der Weg führen soll..

Ein paar Auszüge aus dem Interview:

"In den letzten 30, 40 Jahrenwurde eine rationale Analyse desKapitalismus systematisch verweigert."

Frage: Sie wissen nicht, wohin sie gehen?

Hobsbawm: Ja, und das macht die Sache soschrecklich ungemütlich: Sie wissen einfach nicht, was sie tunsollen! Was wir im Augenblick erleben,ist ja etwas, was es nach der radikalen Moraltheologie des Marktes gar nicht geben kann und darf, es ist also etwas, was das Denkvermögen der Akteure sprengt."

Frage: Aber danach sieht es nicht aus:Mit der Abwrackprämie etwa hierin Deutschland wird die Wegwerfgesellschaftsogar noch staatlichsubventioniert.

Hobsbawm: Die Politiker sind Gefangene desalten Denkens, das ist beängstigend."

Vgl. mit Deinem Blog: "Die Frage, die sich zwangsläufig aufdrängen muss, ist, ob sich die SPD denn wirklich so lernresistent gebaren will."

Die SPD war bzw, ist doch ganz offensichtlich eine "Gefangene des alten Denkens"? Bzw. einige ihre mächtigsten Mitglieder.

Freundliche Grüße, Anna
mh schrieb am 30.09.2009 um 17:57
@anna: les ich heute abend drüber. will derweil eine frage in den raum werfen:

wieso besteht seitens der bürger so eine starke bindung an die parteien?

hier gehts um ein knallhartes geschäft: politik.

wieso leistet man sich da solche sentimentalitäten? in einem ausmaß mE, das durch die parteien in keinsterweise reflektiert wird.

mfg
mh
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 17:59
@Anna Alles sehr richtig, nur trifft es natürlich auf alle (!) Politiker und nicht nur die der SPD zu. Insofern stellt sich mir die Frage: Was macht die SPD "falscher"?

Dass die Parteien wirtschaftsideologisch etwas hinter her hängen, sieht man allein daran, dass sie immer noch an die Mitte glauben. Mit Mitte ist allerdings nicht die Mitte der Gesellschaft, sondern der Medianwähler gemeint. Und der ist strategisch gesehen eh ein wenig passé, das ebenfalls schon länger.

Ob die Krise das Ende des Kapitalismus einleutet und deswegen Ratlosigkeit herrscht, ich weiß und glaube es ehrlich gesagt nicht. Mein Tipp ist eher: Falsche bzw. zu viele Berater/Agenturen. Ganz lapidar.

LG JJK
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 18:00
@mh Stimmt. Wenigstens Autogrammbälle oder Sammelbilder könnten sie uns vorsetzen.
Anette Lack schrieb am 30.09.2009 um 18:01
Lieber MH;

hab jetzt auch keine Zeit mehr, morgen mehr, nur soviel:

"wieso leistet man sich da solche sentimentalitäten?"

Das habe ich mich hier in den letzten Tagen angesichts einiger Blogs auch gefragt. Und einige Antworten gefunden...

See you tomorrow? Anna
mh schrieb am 30.09.2009 um 21:43
einer der gründe, warum der kapitalismus bis heute überlebt hat, ist seine anpassungs- und regenerationsfähigkeit. mir ist kein anderes bisheriges system bekannt, in dem es menschen zeitweise so gut gehen kann, ebenso wie der immer wiederkehrende boom dafür sorgt, dass man es beibehält.

das generelle funktionsprinzip ist dabei immer das gleiche, seit jahrhunten, inklusive regulierung und deregulierung ... es ist zutiefst menschlich.

und während hier gerne mal auf die marktwirtschaft geschimpft wird, sehe ich in sowas wie der sozialen marktwirtschaft durchaus ansätze um die negativen seiten des ganzen zu zähmen. in der richtung wird es sich auch weiterentwickeln müssen und das ist dann dieser "wir haben ein neues system"-effekt. praktisch nur evolution.

da stehen wir, als menschen, aber noch so weit am anfang (kurz nachm aus der höhle gekrochen), dass es schon fast als gut zu bezeichnen ist, wie weit wir mittlerweile sind.

also nein, ich glaube nicht dass der kapitalismus verschwinden wird, er wird sich erneut anpassen und sich wieder ein stück verändern und natürlich, irgendwann sieht es dann vollkommen anders aus als jetzt. das schliesst nicht aus, dass sozialismus ein teil davon werden kann, nur nicht bestimmend da zu untypisch für unsere generellen handlungsweisen, den instinkten.

wenn man noch hitler mitgemacht hat, dann muss man wahrscheinlich auch der meinung sein, dass systeme sich durch krisen immer nur im krieg auflösen. das ist historisch betrachtet auch richtig .. nur eben nicht in obiger definition. wobei wir bekanntermaßen auch heute noch kriege führen .. nur eben nicht mehr daheim.

das kollektive gedächtnis funktioniert, wirtschaftlich betrachtet im höchstfall übrigens 20 jahre. neue generation, alte fehler. man weiß ja alles besser .. deswegen sind auch immer die jungen, finanztechnisch agierenden, die anführer der scheiternden weltfinanzrevolutionen.

die reaktionen der staaten und notenbanken waren mE auch absolut systemkonform und somit ok. da hat man schon gelernt. lehman-pleite war ok .. es gab dadurch auch eine marktbereinigung.

hat nur alles nichts mit der spd zu tun .. denn da hat er recht. politik kann vieles, nur nicht sinnvoll agieren.
Anette Lack schrieb am 01.10.2009 um 15:05
@ MH:

@ Jan Jasper:

Das Ende des Kapitalismus? Nein, das glaube ich auch nicht. Letztlich ist er vielleicht doch die Staatsform bzw. das System, dass der Charakterskizze des westlichen Menschen (hier begebe ich mich mal fast auf philosophisches Terrain und bündele mal hier auch kurz Aussagen von verschiedenen Staatstheoretikern) am nächsten kommt:

- z.B. dem archaisch verankerten Wunsch, sich herauszuheben aus der Masse;
-einer gewissen Habgier, die sich mit Disziplin eindämmen lässt, oder einer bestimmten, dem entgegenwirkenden Sozialisation von klein auf;
- dem Wunsch nach Anerkennung, die sich für viele auch durch Geld ausdrückt - und doch niemals dauerhaft befriedigen lässt, wodurch der Wunsch nach "mehr" ständig genährt wird.

Letztlich nährt der Kapitalismus, der uns auch immer wieder vorgeführt wird, ja auch einen Traum: Den, dass er/sie "es" schaffen kann; dass ihr Glamour strahlen wird über die 15-Minuten-Aufmerksamkeit hinaus, die Andy Warhol mal jedem zugestanden hat; ein Überfluss an Geld, der (scheinbar) auch beinhaltet, dass ich mir alles kaufen kann, Schönheit, Spaß, Glück... Sehr gut zu beobachten an der kapitalistischsten aller Gesellschaften, den USA.

Dabei gibt es intakte Gesellschaften, die nicht konfliktlos, aber durchaus intakt ohne den Kapitalismus funktionieren. Aber eben nicht in den West-Ländern. Die nächste Frage wäre, inwieweit das Zusammenleben, wie es hier funktioniert oder eben nicht funktioniert, Neurosen befördert bwz. hervorruft, die dann durch Geld kompensiert werden müssen... S.o.

Herzliche Grüße, Anna
Jan Jasper Kosok schrieb am 01.10.2009 um 15:18
Die Frage nach der psychischen Verträglichkeit des Kapitalismus fand ich schon immer spannend. Ich glaube nämlich, dass er es nicht ist, und dann wieder doch, im ständigen Wechsel. Eben immer so lange, bis es sich wirtschaftlich lohnt, Rücksicht zu nehmen. Green New Deal und Co wäre ein Beispiel. Oder Mitarbeitermotivation, der Firmenpsychologe, Bonussysteme, Kitas etc pp.

Sobald "der Kapitalismus" versteht, dass ein gesunder Mensch/Planet ihm mehr bringt als ein kranker, schwenkt er um. Danach folgt dann wieder Raubbau an anderer Stelle usw usf.

So richtig gut funktionieren tut das allerdings alles nicht. Das liegt aber vielleicht auch einfach an der Enge dieser Welt, an der natürlich auch der Kapitalismus Schuld ist.

Das ist ein ganzes Küchentischgespräch. Und ich muss ja noch arbeiten, daher nur kurz und wirr. ;)

LG,

JJK
mh schrieb am 01.10.2009 um 22:30
ich fürchte nur, dass du die frage anhand des menschlichen handelns behandeln kannst und zum gleichen ergebnis kommst, als wenn du sie nur auf den kapitalismus beschränkst.

mfg
mh
Jan Jasper Kosok schrieb am 02.10.2009 um 09:13
@mh Da hast du vermutlich Recht. Vielleicht ist der Kapitalismus selbst ja auch menschlich. Wenn man mal all die historischen Konnotationen bei Seite lässt und sich auf sein Wesen konzentriert. Vielleicht. ;)
misterl schrieb am 30.09.2009 um 17:13
Zahlt Ihr Eure Gebühren nicht; seit Ihr alle Schwarzseher? ;-)

Ernsthaft. Das die ?PD am Tage drei ihres Desasters immernoch einem Hühnerhaufen gleicht, bei dem die Noch-Verantwortlichen in neuen oder alten Funktionen versuchen solange wie möglich tragende Stützen zu sein ist an sich keine Überraschung. Man braucht ja von außen wie von innen immer noch sich verantwortliche fühlende Ansprechpartner für alles mögliche.

Der wirkliche und wahrhaftige Wandel passiert nach der NRW-Wahl (wie immer die für die ?PD ausgeht) in langen Debatten um Inhalte und Personen die integrativ dafür stehen, (Fein-)Abgrenzung zu "Die Linke" und den GRÜNEN und der Union. Zudem muß man eine Haltung zu seiner eigenen Regierungszeit finden und dem Personal das dafür steht. Das sind mehr als eine Hand voll - virtuellen Gruss auch aus dem Bundesrat. Nein, das alles wird sehr sehr lange dauern, zwischenzeitlich auch Personal verbrauchen und am Ende steht das Aus für die ?PD und Spaltung in diverse Zweige oder die Wiedergeburt mit einem Partner, der dann seinerseits Links außen seine Spaltung erfahren wird.

Letztlich ist Letzters die Option der ?PD.
Jan Jasper Kosok schrieb am 30.09.2009 um 17:34
Um wie viele Monate/Jahre geht es hier? ;)
misterl schrieb am 30.09.2009 um 19:23
Einige Jahre und im Abstand von Landtagswahlen und deren Ergebnissen wird man wieder und wieder "rumlaborieren".

Für die NRW-Wahl traue ich mich zur Prognose, dass sie in Relation zur jetzigen Wahl gut ausgehen wird. Alleine aus der Motivation heraus, dass Personal weg ist und der eigene Schock der vermeintlich eigenen Wählerschaft wieder etwas stärker zu den Wahllokalen rufen wird. Dazu müsste die ?PD faßt nichts beitragen, außer dem, was sie gerade macht. Sich neu zu sortieren zu probieren und zu erlauben.

Bis zur freundlichen oder feindlichen Übernahme der "Die Linken" durch die SPD oder umgekehrt - aprox 3-7 Jahre. ;-)
Jan Jasper Kosok schrieb am 01.10.2009 um 15:11
3-7 sind interessant. Also gleich strategisch günstig gewählt. vielleicht reicht ja auch einfach das Modell CDU/CSU. Aber irgendwo dahin sollte die Reise langfristig gehen. Das wurde mir gestern mit einem Bier, einem Redakteur, auf einem Balkon schlagartig klar.
Robin Steinke schrieb am 01.10.2009 um 22:15
"... wenn die SPD einmal begriffen hat, wie man etwas nicht macht, dann tut sie das immer und immer wieder" *Volker Pispers
Jan Jasper Kosok
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