Donnerstag, 26.04.12
Schweinsteiger, Direktyoutube
Wie das Betreuungsgeld für mich doch noch zum Aufreger wurde, Antje Schrupp
“Die gegen das Betreuungsgeld sind, argumentieren ja gerne mal mit dem Vorwurf, dass dann diese ganzen Unterschichts-Assis ihre Kinder nicht mehr der wertvollen staatlichen Erziehung aussetzen, sondern sich lieber die Kohle selbst einstecken (das Argument wird gerne noch mit einem Schuss Rassismus angereichert, wenn dann noch der “Migrationshintergrund” ins Spiel gebracht wird). Und genau dieser Ball ist es, der jetzt von denen aufgegriffen wird, die für das Betreuungsgeld sind: Keine Sorge, kontern sie, diese Unterschichts-Assis kriegen eh keines.“
ACTA noch nicht so ganz vor dem Aus, Augusta King, Netzpolitik
“Die Sorgen derjenigen, die schon im Februar auf die Straßen gegangen sind und jetzt am 9. Juni bereit sind, weiter zu demonstrieren, sind also berechtigt und können nicht einfach mit dem Argument der Desinformation weggewischt werden. Die ACTA-Befürworter im Parlament hoffen weiterhin darauf, dass der Druck aus der Zivilbevölkerung nachlässt… und Kritiker in den eigenen Reihen mit nichtssagenden Zusicherungen der EU-Kommission beruhigen zu können.”
ACTA wegspenden, Sascha Lobo
“Und das alles bedeutet: selbst, wenn gerüchteweise ACTA schon jetzt nicht mehr durch das Europa-Parlament kommen sollte – müssen Abgeordnete überzeugt werden. Gerade die, die nicht auf Twitter sind. Damit der internetproblematische Teil von ACTA nicht in eine neue Abkürzung verpackt und doch durchs Parlament gepresst wird. Es geht um echte Überzeugung, nicht um situative Abstimmungssiege. Deshalb müssen engagierte, sachkundige, mit den richtigen, ausgedruckten Materialien ausgerüstete Leute zu denjenigen Politikern fahren, für die Chat ein falschgeschriebenes Land in Afrika ist. Und mit denen reden, persönlich. Das kostet natürlich Geld – und dieses Geld soll von Euch kommen.“
Aufstand der Selbsternannten, Sascha Lobo, SpOn
“Die aktuellen Konflikte um die Digitale Welt sind Nebenkriegsschauplätze - es geht, wie schon oft und oftmals zuvor - um die Machtfrage.“
Sascha Lobo: Gefragt und gehasst, Andrea Hanna Hünniger, Zeit
“Die erste Generation digitaler Eingeborener stöhnt schon in der Schule über ihre tranigen Informatiklehrer, hacken kann jeder die Computersysteme oder die iPhones der Biologielehrerin. Was früher ein Nerd war, ist längst Durchschnitt. Vielleicht wird man später einmal dieses über die Zeit sagen: Es war eine eigenartige Übergangszeit, damals konnte man noch Kinofilme im Netz sehen, ohne zu bezahlen, waren das goldene Zeiten, in der ein Punk alles noch mal für Doofe erklären musste. Schön war’s doch. Sascha Lobo ist vielleicht irgendwann einmal das Symbol für diese Zeit des Übergangs. Eine Zeit, in der sich alles verändert. Von diesem Wesen mit dem roten Kamm geht auch etwas Dinosaurierhaftes aus.“
Wo die Neutralität aufhört, MB, Spielverlagerung
“Mancher Romantiker wird nun sagen, der FC Barcelona sei lieber untergegangen, als seine Prinzipien zu verraten. Ich für meinen Teil sehe leider nur, dass die mit Abstand beste Mannschaft, die ich je das Privileg hatte sehen zu dürfen, erneut an einem pragmatischen, teils unfairen, Gegner gescheitert ist.”