Mittwoch, 23.11.11
Wall Street Isn't Winning – It's Cheating, Matt Taibbi, Rolling Stone
“And we hate the rich? Come on. Success is the national religion, and almost everyone is a believer. Americans love winners. But that's just the problem. These guys on Wall Street are not winning – they're cheating. And as much as we love the self-made success story, we hate the cheater that much more.“ via Marcel Weiß
Beschwert euch!, Sascha Lobo, SpOn
“Eigentlich ist die Beschwerde erste Digitalbürgerpflicht, bis das Internet gesundgemeckert ist. Nicht zu unfreundlich, um die Welt-Laune-Entropie nicht zu sehr ins Negative zu ziehen, aber doch deutlich: Höfliche Hartnäckigkeit hilft. Vielleicht gibt es schon in 500 Jahren eineGravamina internetis germanicae, auf der das digitale Land unserer Nachfahren aufgebaut sein wird. Und wenn nicht, können sie sich immerhin darüber beschweren.“
The future of news and why “digital first” matters, Matthew Ingram, GigaOm
“Newspapers as a distribution system just aren’t equipped to handle news as a process; printing a single version of a news event with no links and no updates (until at least the following day) fundamentally doesn’t make sense in today’s news environment. Looking at the news from a blogger’s point of view — as an amalgamation of Twitter and Storify and video and photos, with comments and updates and links — makes a lot more sense, but it doesn’t translate well into a print-focused culture.”
Ein paar Notizen zu diesem ganzen Internetzeugs, Jens Scholz
“Daher ist der logische nächste Entwicklungsschritt der, die privaten Anteile der sozialen Kommunikation den zentralen Diensten wie Facebook und Google abzunehmen und weitestgehend zu privatisieren und zu dezentralisieren oder zumindest auf viele kleinere aber im Detail besser funktionierende Dienste zu verteilen. Es wird ja gerade auch den weniger kritischen Netznutzern klar, dass der Teil des Internets, den die Wirtschaft oder der Staat kontrolliert ihre Privacy-Belange nicht im gewünschten Maße berücksichtigen und schützen. Im Gegenteil, entsprechende Machtproben werden ignoriert oder auch sanktioniert, wenn der Nutzer nicht spurt - Facebook und Google+ löschen regelmäßig ohne Vorwarnung "inappropriate Content" oder suspendieren die Accounts von Leuten, die ihrer Meinung nach nicht ihren Realnamen angeben. Gleichzeitig wird immer klarer, dass staatliche Stellen gerne und ausgiebig in den Nutzerdaten der großen Sozialen Netzwerke herumschnüffeln wollen und sich im Zweifel auch einfach die entsprechenden Gesetze dafür zurechtschnitzen.”
Der Gute Mann von Axel Springer, Stefan Niggemeier
“Springer ist bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern und Versäumnissen jetzt schon in den siebziger Jahren angekommen. Womöglich dauert es jetzt nur noch zwanzig, dreißig Jahre, bis der Vorstandsvorsitzende sich auch öffentlichkeitswirksam selbstkritisch Gedanken macht, wie „Bild“ in den vergangenen zehn Jahren gelogen, manipuliert, Menschenleben zerstört und ein ganzes Volk wie die Griechen verhetzt hat. Aber vielleicht weiß man dazu ja einfach noch zu wenig.”
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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