Freitag, 23.08.11
Loriot alias Vicco von Bülow gestorben, Diogenes Verlag
“Loriot alias Vicco von Bülow, geboren am 12. November 1923 in Brandenburg an der Havel, ist am Montag Nacht, 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche gestorben. Die Bestattung findet im engsten Familienkreis statt.”
Vernetzung macht süchtig, Interview mit Douglas Coupland, Frankfurter Rundschau
“Seit einer Stunde zeigt mein Telefon aus unerfindlichen Gründen die falsche Zeit an. Ich dachte, vielleicht ist es wirklich erst sechs Uhr morgens, dann sah ich, dass ich jetzt im Telekom-Netz eingewählt bin, und ich habe mich gefragt, ob ich jetzt überhaupt noch verbunden bin. Das verändert unser Empfinden von Zeit – und es setzt ganz sicher in den gleichen Hirnregionen an wie Opiate. Wir werden irgendwann süchtig nach der Vernetzung. Ich habe gestern den Autor Christoph Koch getroffen, er hat ein paar Wochen ohne Internet gelebt: interessant, aber ich möchte das nicht machen.“
Die Debatte über die Debatte im Netz – sechs Thesen, Digitale Notizen
“Um die Debattenkultur also zu heben, muss es gelingen, Gruppen zusammenzuführen. Leserschaften zu formen. Communitys zu bauen. Das ist keineswegs so neu, wie es klingen mag. Zeitungen funktionieren seit jeher nach diesem Prinzip. Hier ein Blatt für die eher konservativ Denkenden, dort eines für die links-liberalen. Anfangs funktionierten Zeitungen ja sogar als Parteiorgane. In einer Zeit, in der deren Bindungskraft zu schwinden scheint, ist es vielleicht eine gute Möglichkeit für Zeitungen, Leserschaften als Nutzerschaften zu binden. Ihnen eine gemeinsame Haltung oder Weltsicht zu vermitteln (jedenfalls eine Verbindung) und so eine für Netz-Debatten einende Sprache zu geben.”
Crazy: 90 Percent of People Don't Know How to Use CTRL+F, The Atlantic
“"90 percent of the US Internet population does not know that. This is on a sample size of thousands," Russell said. "I do these field studies and I can't tell you how many hours I've sat in somebody's house as they've read through a long document trying to find the result they're looking for. At the end I'll say to them, 'Let me show one little trick here,' and very often people will say, 'I can't believe I've been wasting my life!'"”
How Google could dig itself out of the Google+ real-name hole, Mathew Ingram, GigaOm
“Many online communities such as Slashdot and Metafilter have shown that the use of pseudonyms doesn’t have to mean a decline in the conversation and the rise of trolling or other bad behavior, and Slashdot in particular has shown that social pressure — by labelling some accounts with terms such as “anonymous coward” — can convince users to sign up with either real names or verifiable pseudonyms. If Google wants to promote real names, it should try encouraging users instead of just banning accounts.”