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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

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Meine Frau weint

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Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
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Kultur : Irgendwie Links: Kommunikationsterror höhlt die Verfassung aus

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Mittwoch, 29.02.12

Das Internet höhlt die Verfassung aus, glaubt Joachim Gauck, Thomas Knüwer, Indiskretion Ehrensache

“Mit dem Bundespräsidenten Joachim Gauck werden wir, die wir an Fortschritt und Innovation interessiert sind, jene Menschen, die Unternehmen mit digitalem Hintergrund führen oder gründen, noch viel Spaß haben. Er ist mit solchem Irrsinn – ich nehme mir hier die Freiheit, meine Meinung zu äußern, das Internet gibt mir dazu ja die Möglichkeit – auf dem besten Weg unser Gesellschaft komplett zu entzweien.“

Gaucks Aussage zum Internet: Unglücklich aber kein Drama, Martin Weigert, Netzwertig

“Gaucks Stellungnahme ist unglücklich und einseitig. Ich glaube aber, man sollte den Äußerungen eines bisher wenig durch Kompetenzen und Aktivismus in Netzfragen in Erscheinung getretenen Politikers ohne eigene Website, der noch dazu einer im Allgemeinen weniger internetaffinen Generation angehört, nicht allzuviel Bedeutung beimessen. Gleichzeitig stellt sich natürlich die Frage, wieso Gauck, der sich ja offenbar seines begrenzten Verständnisses in Technologie- und Internetfragen bewusst ist, dann die Schirrmherrschaft einer Studie rund um die Sicherheit im Internet übernimmt. Mit einer Differenzierung seines Zitats hätte sich der gebürtige Rostocker den jetzt drohenden Aufschrei der “sogenannten Netzgemeinde” ersparen können.”

Kommunikationsterror: 17 Tipps gegen die Mail-Flut, Sascha Lobo, SpOn

“Das Prinzip E-Mail ist dysfunktional, am nervigsten sind Mail-Kaskaden. Hermetisches Schreiben reduziert die Antwortwahrscheinlichkeit.“

Informations- und Kommunikationsmanagement: Meine persönlichen Richtlinien, um nicht in Arbeit zu versinken, Martin Weigert, Netzwertig

“Über die Jahre habe ich mit verschiedenen Arbeitsroutinen experimentiert. Einige davon erwiesen sich als unbrauchbar, andere als ideal, um mit (relativ gesehen) minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis zu erzielen. In meinem Fall bedeutet “maximales Ergebnis”, über entscheidende und in Zukunft die Debatte prägende Themen frühzeitig und mit möglichst geringer Vorabarbeit informiert zu sein, lesenswerte Artikel zu verfassen und die allgemeine “Stimmungslage” in der Webwirtschaft auf dem Schirm zu haben, ohne dafür 24 Stunden täglich dem Job zu opfern – letzteres geschieht leicht, immerhin steht das Silicon Valley gerade auf, wenn die hiesige Onlinewelt in den Feierabend geht.”

It’s the end of the ‘net as we know it, Johnny Häusler, Spreeblick

“Die Debatte um Urhebervergütungen wird, wie viele andere Fragen auch, von Google, Apple und Facebook beantwortet, also von USA-basierten Unternehmen, die ebenso eng mit Geheimdiensten der Welt zusammen arbeiten wie mit dritten Unternehmen. Die Tatsache, dass wir zur Zeit solchen Unternehmen mit unseren Daten und der generellen Entwicklung des Netzes offenbar mehr vertrauen als der eigenen Regierung, ist allein der verwerflichen politischen Realität der letzten Jahre inklusive fadenscheiniger Netzsperren-Forderungen, Vorratsdatenspeicherung und undurchsichtigen Handelsabkommen anzukreiden. Die Schuld daran, dass nur noch rund die Hälfte aller Wahlberechtigten in Deutschland glaubt, dass ihre Stimme wichtig wäre oder einen Einfluss hätte, tragen Politikerinnen und Politiker, die aus ihrer ganz eigenen Filterblase heraus eine Misstrauensgesellschaft heran gezüchtet haben.”

Titanic-Chef Fischer über die Generation Facebook: "Korrupte, innerlich erloschene Menschen", Interview mit Leo Fischer, Meedia

“Leo Fischer: Es ist die Politik unserer Zeitschrift, die Leserschaft nach Möglichkeit zu ignorieren, daher ignoriere ich auch alle Kommentarthreads. Der Unterschied zwischen dem, was der Spiegel zu Gauck schreibt und dem, was der durchschnittliche Facebooktroll dazu äußert, unterscheidet sich meines Erachtens nur durch die Anzahl der verwendeten Smileys."

Justus Haucap zum Fair-Share-Streit: "Die Verleger wollen einfach Geld", Interview mit Justus Haucap, iRights

“Justus Haucap: Im Kern wollen die Verleger einfach Geld. An den Business Schools sagt man, es gibt Market-Strategies und Non-Market-Strategies. Eine Market-Strategy ist beispielsweise, ein Produkt attraktiver zu machen. Eine Non-Market-Strategy ist es, über politisches Lobbying oder juristische Wege an Geld zu kommen. Die Verleger scheinen mit dem politischen Lobbying, mit der Idee eines neuen Leistungsschutzrecht, nicht voranzukommen, nun versuchen sie einen juristischen Weg über das Kartellrecht. Die überzeugende Marktstrategie scheint dagegen weiter zu fehlen. Aus Sicht des Kartellrechts steht letztendlich der Verbraucher im Vordergrund. Er hätte von einer erfolgreichen Fair-Share-Beschwerde der Verleger aber nichts."

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.