Jan Jasper Kosok

Berufsjugendlicher

13.12.2011 | 11:16

Irgendwie Schweigen

Liebe Community,

vor Kurzem haben wir Rahab gesperrt. Dafür hatten wir unsere Gründe. Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass Rahab nicht aus politischen Gründen gesperrt wurde. Die Entscheidung basiert auf einer langen Geschichte verbaler Verfehlungen. Sie ist also auch nicht Ergebnis des Strangs, in dem die Sperre ausgesprochen wurde. Ohne Zweifel wurde sie provoziert (RdH ist ebenfalls gesperrt). Zweifelsohne hat aber auch sie bei der Wahl ihrer Verteidigung nicht nur in diesem Fall die Grenzen dessen, was die Netiquette hergibt, bei weitem überschritten. Dies mehrfach. Ebenfalls wurde sie gebeten, ihren Sprachstil zumindest soweit abzumildern, das er “durchgeht”. Inhaltlich hatte zumindest ich nie groß etwas auszusetzen, ihre Spürnase für Ungerechtigkeiten und User auf Abwegen habe ich bewundert – mit merdeister habe ich darüber z.B. länger gesprochen. Was ich sagen will: Es ging also immer um den Ton. Dies wurde auch immer entsprechend nach außen kommuniziert.

Rahab dürfte eine der Userinnen sein, wegen der in der Geschichte der FC die meisten “Blames” und Beschwerden in unserem Postfach landeten. Sie wurde 3 mal gesperrt. Und 3 mal wieder freigeschaltet. Dieses Maß an Nachsicht hat kein User und keine Userin jemals seitens der Moderation erfahren. Die Entscheidung, Rahab immer wieder eine Chance zu gewähren, traf nicht immer auf Gegenliebe. So wurde – wie ich finde zurecht – moniert, dass wir mit zweierlei Maß messen. Das taten wir, weil Rahab ein Mitglied der ersten Stunde und dementsprechend ein fixerer Bestandteil der FC als manch anderer Frischling war.

Mit der vierten Sperre mussten wir unter diese verbale Narrenfreiheit einen Schlussstrich ziehen. Trotz aller Bemühungen.

Des Weiteren möchte ich für mich einen Schlussstrich unter “Wir müssen reden” ziehen. Ich habe meine Hand anders als manch anderer hier weit ausgestreckt und in den letzten Tagen dafür nichts als Häme geerntet. Die angebotene Kooperation bzw. das Eingehen auf “Wir müssen reden” wurde hier mehrfach als Startschuss zur vermeintlich basisdemokratischen Zerlegung (angerührt mit allerlei Subjektivem, Beleidigungen und Halb- bis Unwahrheiten) all dessen, was wir entscheiden, missverstanden. Das aber macht z.B. Moderation de facto unmöglich. Ich habe zwar ein dickes Fell, bin aber kein Masochist.

Was heißt das? Ich werde die “Irgendwie Sprechen”-Runden jeden Donnerstag fortführen und Interessierte ebenfalls gerne tatkräftig bei ihren Anliegen unterstützen. Maike wird sich um das “Wir müssen reden”-Blog kümmern, in das ab demnächst Ideen, sachliche Kritik und ähnliches einfließen können. Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht. Wer will, kann sich an community-support@freitag.de wenden.

Besten Gruß

JJK

 
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Kommentare
GEBE schrieb am 13.12.2011 um 11:30
"Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht."

Auch wenn man ihnen zustimmt?
memyselfandi schrieb am 13.12.2011 um 11:42
Das zweierlei Maß würde ich gerne in Zulunft als einerlei Maß sehen, unabhängig ob einer schon in der ersten Stunde oder erst später dazu gestoßen ist, dieses zweierlei Maß dürfte nämlich die Ursache für das Ungerechtigkeitsempfinden mancher User sein. Dazu gehört auch, bei den "Wir müssen reden-Blogs" auf alle Vorschläge einzugehen, nicht nur der User, die großes Ansehen bei Ihnen genießen, zumindest wenn die Vorschläge konstruktiv sind. Ansonsten dürfte das Schweigen bald sich von selbst erledigen, jedenfalls bei denen, die sich abmühen und dennoch nie "erhört" werden.
dame.von.welt schrieb am 13.12.2011 um 12:20
Erfreulich wäre, wenn die Redaktion die Regeln wahren würde. Im speziellen Fall Rahab den Fantastilliarden an Beleidigungen, Diffamierungen und ehrenrührigen und justiziablen Unterstellungen an ihre Adresse nicht mit derartigem Desinteresse begegnet worden wäre. Dann wäre es nämlich nicht notwendig gewesen, daß sie sich dagegen verteidigt. Übel genommen wurde ihr, daß sie *mit gleicher Münze* herausgab.

Erfreulich wäre auch, wenn in der Redaktion begriffen würde, daß an den meisten Nutzer hier seit mitunter einigen Jahrzehnten niemand mehr erziehungsberechtigt ist. Wie auch, daß ungerechte Sperrungen der Vergangenheit keine ungerechte Sperrung der Gegenwart rechtfertigen. Abschließend, daß Rassismus keine sachlich zu diskutierende 'Theorie' und 'Position' ist, sondern ein Verhalten, das die *eigene Aggression* in Form von mindestens undifferenzierter, oft glatt herbeigelogener, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit rechtfertigt. www.freitag.de/community/blogs/goedzak/rassismus---und-wie-er-wirkt-von-rahab
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 12:26
"Rahab dürfte einer der User_innen sein, wegen der in der Geschichte der FC mit die meisten “Blames” und Beschwerden in unserem Postfach landeten."
Ja, aber ganz sicher nicht ausschließlich wegen ihres Diskussionsstils: Sie ist Leuten auf die Füsse getreten, wo alle anderen ausweichen. Das ist leider dringend notwendig hier, wo die "Meinmungsfreiheit" so weit geht, dass ihr Hetzer, Lügner und Propagandisten schreiben lasst, solange sie nicht massiv verbal ausfallend werden - da habt ihr eine erstaunliche Toleranz. Die meisten Community-User sind entweder zu ermattet, sich noch dagegen zu wehren oder haben die absolut begründete Angst, selber zum Opfer von häufig persönlichen Angriffen zu werden, wenn sie einschreiten, gegen die sie sich nicht wirklich wehren können.

Ich finde die Entscheidung weiterhin sehr bedauerlich, nicht nachvollziehbar und halte sie für einen ganz großen Fehler.
memyselfandi schrieb am 13.12.2011 um 13:32
Ohne hier ein weiteres Fass aufzumachen: Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn doch angeblich Rahab so oft gemeldet wurde, dass dann ausgerechnet in diesem Text bzw. bei diesem Blogschreiber reagiert wurde, bei anderen dann wohl nicht. Alles Zufall? Mag sein. Aber ich frage mich, wäre der Blogschreiber, der selber nicht mit großen Sprüchen spart(e) in der Vergangenheit, ein anderer, wäre Rahab dann auch gesperrt. Ein Maß für alle Blogger und Publizisten ohne Lieblingsgetue, wenn schon denn schon, sonst kann man es gleich lassen und sollte es auch.
Uwe Theel schrieb am 13.12.2011 um 13:52
Demm, Was Popkontext am 13.12.2011 um 12:26 Uhr schrieb kann und will ich mich ausdrücklich anschließen.

Uwe Theel
Muhabbetci schrieb am 13.12.2011 um 14:15
@Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 12:26

Ich darf mich dir anschließen.

Die meisten Community-User sind entweder zu ermattet, sich noch dagegen zu wehren oder haben die absolut begründete Angst, selber zum Opfer von häufig persönlichen Angriffen zu werden, wenn sie einschreiten, gegen die sie sich nicht wirklich wehren können.

Hier darf ich dir vor allem völlig Recht geben. Ich habe eine Pause eingelegt von ca 2 Monaten weil es mir doch irgendwann zu viel wurde. Heute habe ich gelesen das auch andere einfach keine Artikel einstellen weil sie keine Lust haben auf die Kommentare einiger Kommentatoren.

Ich finde bei dieser Sache die Sperrung Rahab's für nicht gerechtfertigt. Für die anderen Sperrungen kann ich nichts sagen weil ich das Thema nicht kenne.
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 14:31
"Ich habe eine Pause eingelegt von ca 2 Monaten weil es mir doch irgendwann zu viel wurde. Heute habe ich gelesen das auch andere einfach keine Artikel einstellen weil sie keine Lust haben auf die Kommentare einiger Kommentatoren."

Wer mit negativen Kommentaren nicht umgehen kann, der soll auch keine Blogs einstellen. Es war schon immer in der menschlichen Geschichte so, dass jeder, der etwas Ungewöhnliches, Neues, Strittiges etc. anspricht, auch mit negativen Reaktionen rechnen musste. Entweder weiß man damit umzugehen oder eben nicht (ich weiß damit nicht immer umzugehen... bin gerade beim Lernen). Aber die Verantwortung auf die ungeliebte Kommentatoren zu schieben ist keine Lösung.
koslowski schrieb am 13.12.2011 um 14:31
@Popkontext 12:26

Die Deaktivierung von Rahab war falsch, ja, denn sie sollte auch in ihren Stilmitteln den Anspruch auf jene „erstaunliche Toleranz“ haben, die ich an der dFC bisher geschätzt habe. Nun habe ich den Eindruck, dass unter den aktiven Usern/innen die Auffassung an Boden gewinnt, diese Toleranz müsse im Namen des Kampfes gegen „Hetzer, Lügner und Propagandisten“ demontiert werden. Ich hoffe, die Redaktion widersteht dieser Stimmung.
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 14:31
Ging @Muhabbetci schrieb am 13.12.2011 um 14:15
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 14:33
@koslowski schrieb am 13.12.2011 um 14:31

Volle Zustimmung!
der Hetiritter schrieb am 13.12.2011 um 14:44
Mein lieber/meine liebe Popkontext,
meistens bin ich ja auf Ihrer Seite, aber hier irren Sie sich.
Wenn wir an einem Forum teilnehmen, dann haben wir einfach die Bedingungen und die Moderation zu akzeptieren. Das Internet ist ein recht freier Raum und es gibt genügend andere Seiten, wo man seinen Senf dazu geben kann.
Was JJK hier gemacht hat, habe ich noch bei keinem Forum erlebt und man sollte dafür doch mal dankbar sein, anstatt immer weiter dagegen zu rebellieren.
Ich bin kein freundlicher Teilnehmer hier, werde bestimmt auch bald ermahnt und wohl aufgrund vieler Beschwerden gelöscht werden, aber so sind die Spielregeln.
Was hier einige Versuchen ist Schach mit Halmaregeln zu spielen. Man kann hier jeden Standpunkt vertreten, solange er keine Gesetze oder Menschen verletzt.
Das ist fair.
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 14:46
@koslowski
Der Eindruck ist richtig, jedenfalls was mich angeht. Hetze, Lüge und Propaganda gehören nach meiner Auffassunge nicht zur Meinungsfreiheit. Natürlich ist die Frage, wo man die Linie zieht - für einige Fälle gibt es ja sogar im deutschen Gesetz entsprechende Paragraphen, sei es im Politischen die Holocaustleugnung, oder im Persönliche die üble Nachtrede.
der Hetiritter schrieb am 13.12.2011 um 14:49
Warum sind Sie dann hier und nicht bei Facebook?
Wenn man seine Position darstellt, dann muß man damit rechnen, dass nicht die ganze Welt die gleiche Ansicht hat. Das ist auch das Problem vieler sehr links gerichteter Teilnehmer, es wird immer aus der eigenen Sicht geschrieben und diese für allgemeingültig erklärt.
Ich bin mir sicher, wenn Sie die Ansichten meiner schwarzen, brasilianischen Frau kennen würden, würden Sie sie eine Rassisten nennen, weil Sie nicht versuchen werden, ihre Beweggründe zu verstehen.
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 14:56
@der Hetiritter
Ich weiß nicht, was Sie mir da alles unterstellen wollen: Ich habe weder was gegen andere *Ansichten* per se, noch mangelndes Empathievermögen, was unterschiedliche Herkunft welcher Art auch immer angeht. Wie kommen Sie darauf?
der Hetiritter schrieb am 13.12.2011 um 15:15
Muhabbetci ist gemeint...
Wolfram Heinrich schrieb am 13.12.2011 um 15:32
@der Hetiritter
Das ist auch das Problem vieler sehr links gerichteter Teilnehmer,

Hier gibt es sehr links gerichtete Teilnehmer? Und auch noch viele? Ich weiß ja nicht.

Ciao
Wolfram
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 15:41
@der Hetiritter
Und wie kommen Sie darauf, dass Muhabbetci so drauf ist? Kann ich aus dem, was ich von ihm gelesen habe nicht entnehmen...

Und wo hier viele *sehr* links gerichtete Teilnehmer sein sollen frage ich mich auch - ist natürlich eine Sache des eigenen Standpunkts.
der Hetiritter schrieb am 13.12.2011 um 15:47
@ Wolfram Heinrich
@ Popkontext

Mir wird in anderen Foren vorgeworfen Linksradikal zu sein, hier wird mir zum Teil Rechtsradikalismus vorgeworfen.
...aber ihr habt ja recht ;-)
Wolfram Heinrich schrieb am 13.12.2011 um 15:56
@der Hetiritter
Mir wird in anderen Foren vorgeworfen Linksradikal zu sein, hier wird mir zum Teil Rechtsradikalismus vorgeworfen.

Das kenne ich. Ich bin auch schon als Rassist und Antisemit gehandelt worden. Mei. Ein Guter hälts aus, sagt man bei uns in Bayern, und um einen Schlechten ist es nicht schad.

Ciao
Wolfram
Muhabbetci schrieb am 13.12.2011 um 22:33
@ DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 14:31

Da das Thema hier nicht unbedingt meine Wenigkeit ist sage ich nur; ich glaube dass ich ziemlich gut mit negativen Reaktionen umgehen kann. Ich denke das ich das mehr als einmal in den Blogs bewiesen habe. Aber nur weil man mit den Angriffen gut umgehen kann, bedeutet das nicht das man irgendwann einfach eine Pause braucht von all diesen Anfeindungen. Meinen sie nicht auch?
Muhabbetci schrieb am 13.12.2011 um 22:43
@der Hetiritter schrieb am 13.12.2011 um 14:49

Wenn man seine Position darstellt, dann muß man damit rechnen, dass nicht die ganze Welt die gleiche Ansicht hat.
Na ich hoffe doch das nicht die ganze Welt meine Ansichten teilen. Denn dann bräuchte ich gar nicht meine Ansichten zu teilen, da sie ja eh alle teilen, daher....o_o

Wenn ihre farbige brasilianische Frau eine ganze Nation als "so und so" bezeichnet, ja dann würde ich die Meinung vertreten sie wäre "rassistisch".
Anders wäre es wenn sie nur die Meinung vetreten würde, dass es bestimmte Gruppierungen innerhalb einer Nation, Gemeinschaft gibt, die böse Dinge tun. Dann würde ich die Meinung vertreten, dass ihre liebe Frau Kritik ausübt an eben dieser Gruppe.

Wenn ich sage "alle Deutsche sind Schweinefleischesser" dann mag das auf dem ersten Blick richtig erscheinen, da sehr viel Schweinefleisch verzeht wird aber dennoch wäre es rassistisch, denn nicht alle sind Fleischesser. Da gibt es die Vegetarier, Menschen die Schwein nicht mögen, Juden die kein Schweinefleisch essen und dennoch Deutsch sind, Muslime die kein Schweinefleisch essen und dennoch deutsche sind u.s.w.
Also könnte ich höchstens die Meinung vertreten, dass man Deutschland sehr viel Schweinefleisch verzehrt.
Darin liegt der kleine Unterschied zwischen Rassismus und einer Feststellung.
(Mal abgesehen von der Tatsache das mir pupsegal ist wer welchen Fleisch verzehrt)
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 22:57
@der Hetiritter
Was ich vorhin schon anmerken wollte - Ihnen ist bewußt, dass jemand, der aufgrund der Hautfarbe eines Menschen darauf schließt, ob er rassistisch ist / sein kann oder nicht, selber rassistisch urteilt?
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 23:02
@Muhabbetci schrieb am 13.12.2011 um 22:33

Es ist sicherlich so, dass einige Angriffe unter die Gürtellinie gehen und es ist völlig legitim, sie bei der Redaktion zu melden und Unterstützung zu bekommen. Aber zu behaupten, dass man bei diesem oder jenem Forum monatelang nicht schreiben könnte, weil hier schlechte Kommentatoren sind, heißt öffentlichen Druck auf die Redaktion ausüben. (Fast) jeder hat im Forum Freunde und Feinde (es sei denn, man hält sich aus allen ernsten Themen raus und schreibt nur Kuschelkommentare)... und wenn jeder von der Redaktion öffentlich verlangen würde, dass man seinen Feinden sanktioniert, sonst würde man weggehen, dann bleibt nur, alle präventiv einzusperren, um Völkerwanderung zu vermeiden.
Muhabbetci schrieb am 14.12.2011 um 01:51
@DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 23:02

Das Thema ist zwar nicht "Muhabbetci" aber nun gut :)

Also ich habe einmal soweit ich mich erinnere die Redaktion um Hilfe gebeten und das kann man immer noch Lesen bei Integration nein danke Blog.

Auch habe ich nie jemanden gemeldet und gefordert jener sollte gesperrt werden. Weil so etwas nicht in meiner Natur liegt. Warum ich eine Pause eingelegt habe liegt einfach daran, dass mir das ein bisschen zu viel wurde und auch da habe ich der Redaktion nichts von gesagt. Es war meine Entscheidung und ich habe mir die Pause gegönnt. Die ich auch andersweiter genutzt habe. Sie können gerne mal die Blogs anschauen, damit sie sich ein Bild machen können.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 10:14
@ Wolfram

"Hier gibt es sehr links gerichtete Teilnehmer? Und auch noch viele? Ich weiß ja nicht -
d'accord!

Wir haben hart mit RAHAB diskutiert. Meine Kritik an ihrem Rauswurf habe ich bereits geäußert.
Ich plädiere gleichzeitig für einen Umgangsstil, der sachlich bleibt. Dass hier jeder so ziemlich jeden M*** verbreiten kann, ist eine Sache. Mir ist auch aufgefallen, dass Ignoranz das beste Gegenargument ist.

Salut
HN
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 11:17
@ Hetiritter

"Ich bin kein freundlicher Teilnehmer hier, werde bestimmt auch bald ermahnt und wohl aufgrund vieler Beschwerden gelöscht werden, aber so sind die Spielregeln. "

Ist das jetzt Ihr Persilschein, den Sie sich für Ihren Abgang schon mal ausstellen?
Vaustein schrieb am 14.12.2011 um 13:34
@Helena Neumann
"Mir ist auch aufgefallen, dass Ignoranz das beste Gegenargument ist".

Das erinnert mich an einen Rat, den mir ein bayrischer Jurist mal mitgab:

Den? Den tät ich nichtmal ignorieren. ,-))
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 21:40
@ vaustein
Den? Den tät ich nichtmal ignorieren. ,-))
Ist das nicht Wiener Schmäh! .:)))
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 14:04
Hallo JJK,

Du hast zweifelsohne einen stressigen Job. Dafür erst mal eine Anerkennung, dass Du es aushältst und trotz allen Schwierigkeiten weitere Initiativen und Projekte startest. Respekt.

Aber Du bist auch nur ein Mensch, der - wie alle andere - gelegentlich Fehler macht, überreagiert, missversteht, falsch handelt.

Was ist auf dieser Plattform wichtiger: Bequemlichkeit oder Offenheit für die Menschen und die Meinungen... und auch die Fähigkeit, die Menschen so zu akzeptieren wie sie sind? Nur Trolle gehören ausgegrenzt. Rahab ist kein Troll. Richard der Hayek auch nicht.

Wenn Du jetzt alle Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, löschen wirst, dann handelst Du wie die ZEIT in ihren schlimmsten Phasen. Und damit würde der FREITAG einen seinen Hauptreizen verlieren.

Du verweist darauf, dass Du als Moderator oft Häme erhältst. Aber so geht es im Grunde jedem, der irgendwelche relevante Themen anspricht/irgendwelche Reizfaktore ins Gespräch bringt. Das hat nichts damit zu tun, dass Du Moderator bist. Und mit dem FREITAG hat es auch nichts zu tun. So etwas geschieht in jedem Forum, ausnahmslos. Ich habe über Jahren in zwei russischen Foren geschrieben, wo hochintelligente, spitzgebildete und (in den meisten Situationen) barmherzige Menschen seine Beiträge posteten. Geistige Elite. Wenn Du gesehen hättest, wie diese geistige Elite sich manchmal gegenseitig mit Bananenschalen beworfen hat, welche raffinierte Beleidigungen durch den Raum flogen und wie nichtig dabei die Auslöser für diese Streitereien waren...

Wenn wir schon jetzt die idealen Menschen um uns herum hatten, dann hätten wir die linke Politik nicht mehr gebraucht.

Wenn Du es verbieten willst, die öffentlich wirksame Moderationsentscheidungen auch öffentlich zu besprechen, dann kann die Bundesregierung gleich öffentliche Demonstrationen gegen Regierungspolitik verbieten... why not? Ich verstehe, dass Du Dich von Angriffen schützen willst, aber nicht jede Kritik ist ein Angriff. Und die eigene Fehler zugestehen ist kein Verlust, sondern ein Gewinn an Respekt und Verständnis. Und selbst wenn bei Moderation kein Fehler gemacht wurde... Barmherzigkeit! Wozu ist die linke Politik, wenn sie nicht fähig ist, die Menschen zu lieben?

Was Rahab betrifft: Ich unterstütze voll und ganz die Meinung von Bloggern, dass sie entsperrt sein sollte. Aber ich finde es sehr empörend und enttäuschend, dass dabei nur über Rahab geredet wird. Es wurden zwei Menschen gesperrt, herrgott! Zwei! Rahab wir unterstützt, weil sie die gleiche Meinungen äußert, wie die meisten hier. Und den Menschen, der eine andere Meinung hat, darf man einfach so rauswerfen? Klar, erst werfen wie unpassende Leute raus, damit sie dann nach rechts gehen und da aufgehoben werden... und dann fangen wir an, gegen rechts zu kämpfen. So haben wir immer ein Grund, gegen etwas zu kämpfen oder so...

Ein Vorschlag: Anstatt sich morgens mit "Guten Morgen!" oder mit "Hallo!" zu begrüßen, begrüßen wir uns mit der Frage "Gegen wen haben wir heute zu kämpfen?"... Barrikaden in allen strategisch wichtigen Punkten aufbauen, damit man immer und überall bereit ist...
Schachnerin schrieb am 13.12.2011 um 14:46
merdeisters Kommentar zu Rahabs Sperrung:

"rahab geht immer dahin wo es stinkt und fragt:

'Hast Du gefurzt? Hier stinkt's!'

oder sie sagt es direkt,

'Du hast gefurzt. Hier stinkt's!'

Wenn dann jemand erwidert:

'Willst Du sagen, ich habe in die Hose gemacht.'

antwortet rahab,

'Ich kann nicht sagen, was aus Deinem Arschloch gekommen ist, auf jeden Fall stinkt es hier.'

'Das ist wirklich eine Frechheit, mich ein Arschloch zu nennen'

'Man muss über das Arschloch reden, wenn man wissen will, was herausgekommen ist.'

usw. usf.

Nun ist rahab gesperrt und wenn es komisch riecht, weiß 'keiner' mehr warum."

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/eine-minute-herr-innenminister

mir stinkts auch

Abfend Abfend
GEBE schrieb am 13.12.2011 um 15:29
Da lese ich seit Tagen beinahe schon als heroisch zu bezeichnende Lobeshymnen auf „Rahab“ in etlichen Beiträgen. Es ist die Rede von ihrem lexikalischen Wissen, von ihrer Eloquenz, von ihrer Beharrlichkeit, von ihrer enormen Intelligenz usw.
Ja, das mag alles sein und zutreffen. Eines jedoch trifft auch zu: Alle diese ihre hervorgehobenen Eigenschaften haben eines nicht zustande gebracht: neben Intelligenz und Intellekt ganz augenscheinlich nicht das gerüttelt Maß Klugheit an den Tag zu legen (oder legen zu wollen oder können), welches sich im Befleißigen um Deeskalation zeigt.
Oft genug war sehr wohl zu erleben, wie das jeweilige Gegenüber stilistisch und sprachlich schnodderig und pampig angepiekst worden ist. Das war auch eine ihrer Eigenschaften und Mittel. Alles das ist meinetwegen als intellektuell und auch rhetorisch pfiffig zu bezeichnen, aber immerhin hat sie damit auch an der Eskalationsschraube selbst - und es hat auf mich oftmals den Eindruck gemacht: mit gewissem Genuß -, gedreht.
seriousguy47 schrieb am 13.12.2011 um 16:46
Danke für das Offenlegen der Gründe. Das macht einen Unterschied, der eine angemessene Würdigung verdient.
Angelia schrieb am 13.12.2011 um 17:46
vielen Dank für die Stellungnahme. Ich finde die Begründung ziemlich einleuchtend. Zumal ja auch RdH gesperrt wurde.
Ansonsten ist mein Vertauen in die Kompetenzen der Redaktion in den letzen Wochen noch einmal gestiegen. D.H ich für meinen Teil benötige keine weiteren Stellungnahmen bezügl. Sperrungen mehr.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass ich selbst weiterhin die Contanance halten kann ;-)

Ihr macht einen tollen Job.
luggi schrieb am 13.12.2011 um 21:49
sry, wer ist merdeister? Welche Kwalifikationen zeichnen ihn aus, in diesen und ähnlichen Fällen beratende Aufgaben zu erfüllen?

Nee, nee, das Problem ist so einfach nicht zu lösen. Warum? Jeder Weltbürger kann einen Account beim dF anlegen. Und dann darf sie/er als User agieren, soweit so gut, so schlecht.

Schreiben wir mal, also in Gedenk auf minimalistische demokratische Ansprüche, es gäbe eine Abstimmung zum Verbleib von Usern in der dF, weil seit vielen Jahrzehnten gibt es das Gefasel von Demokratie.
Lieber JJK, ich weiß, es ist schwierig, aber du merxt, solche Entscheidungen schreien nach Demokratie. Denke, Denke, Denke.
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 21:57
"sry, wer ist merdeister? Welche Kwalifikationen zeichnen ihn aus, in diesen und ähnlichen Fällen beratende Aufgaben zu erfüllen?"

Exakt.
Uwe Theel schrieb am 13.12.2011 um 23:20
@luggi schrieb am 13.12.2011 um 21:49

"sry, wer ist merdeister? Welche Kwalifikationen zeichnen ihn aus, in diesen und ähnlichen Fällen beratende Aufgaben zu erfüllen?"

sry, wer ist luggi? Welche Qualifikationen zeichnen ihn aus, in diesen und jenen Fällen mit diesem freundlich, mit jenem unfreundlich zu reden?
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 23:33
Und wer berechtigt Luggi, Unfug zu schreiben? Btw. tatsächlich einer der besten Kommentare (!) zum Thema, der von merdeitster!
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 23:34
...merdeister...
DandelionWine schrieb am 13.12.2011 um 23:39
@Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 23:33

Und wer berechtigt Merdeister, Unfug zu schreiben?
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 00:55
Ich finde das gar keinen Unfug, aber das ist alles Auffassungssache...
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 14:44
???

Ich habe luggi so verstanden, dass er sich auf diesen Satz im obigen Artikel bezog:

"Inhaltlich hatte zumindest ich nie groß etwas auszusetzen, ihre Spürnase für Ungerechtigkeiten und User auf Abwegen habe ich bewundert – mit merdeister habe ich darüber z.B. länger gesprochen."

Beim Lesen des Artikels fragte ich mich auch, und warum schreibt er das jetzt? Wen interessiert es, mit wem darüber diskutiert wurde? Auch noch länger?
Der Artikel - Titel lautet:
'Irgendwie Schweigen',
achso.

Dem luggi für aufmerksames Lesen 3 ***, ; )
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 14:58
@SuzieQ
Danke für den Hinweis, ich hatte das in der Tat falsch verstanden und auf den zitierten Kommentar bezogen. Trotzdem doof, deshalb merdeister ans Bein zu pinkeln, aber angesichts der Verhältnsse hier auch ungeschickt von JJK das zu erwähnen.
luggi schrieb am 14.12.2011 um 21:26
@ SuzieQ und Popkontext

Genau. Genau so ist es. Die Reste des Pinkelstrahls richteten sich nicht gegen merdie; aufmerksame Kommentatoren waren selbstverständlich in der Lage, die Situation schnell zu erfassen.

@ Theel
Ich kann in diesem Forum nicht reden (soweit zu deinem Sachverstand) ... deshalb zu deiner Frage: Ich kann es. Du kannst ja auch reihenweise Rechtschreib- unt Austruggfehler tippen, von mich aus ... Rechtschreibung gilt wo?
SuzieQ schrieb am 13.12.2011 um 21:49
@ Jan Jasper Kosok,

"Ohne Zweifel wurde sie provoziert ...Zweifelsohne hat aber auch sie bei der Wahl ihrer Verteidigung nicht nur in diesem Fall die Grenzen dessen, was die Netiquette hergibt, bei weitem überschritten....Es ging also immer um den Ton."

Nehmen wir mal an, etwas Ähnliches geschieht in Zukunft:
Ein User wird provoziert, auch wiederholt, und ist nicht willens, diese Provokation stehen zu lassen. Damit ist, den Ort der Provokation zu verlassen, nicht mehr gegeben; Verteidigung ist mE auch nicht die angebrachte Lösung auf eine Provokation.

Was tun? Eine Meldung machen?
Wenn die Antwort JA ist, plädiere ich dafür, sichtbar zu machen, wer wann wen weswegen meldet.
Und wielange dauert es bis eine Reaktion auf eine solche Meldung erfolgt?
Beispiel: es ist Freitag kurz vor Mitternacht.

Kann man mit einer Meldung einen Kommentarstrang 'einfrieren'?
Bis zur Klärung eines Ärgernisses? Um zu deeskalieren?

Meldung machen, würde mir nicht behagen, möchte ich doch, dass die Möglichkeiten, sich gegen 'Pöbeleien' zu wehren, beim User bleiben.
Ohne so weit provoziert werden zu können, dass einem der Kragen platzt.
So eine Art Stopp -Schild.

Wenn ich ehrlich bin, finde ich es lächerlich, in einem 'Forum für Erwachsene' solche Fragen zu stellen, aber, wenn man aufmerksam liest, gibt es leider ne ganze Menge verdeckter und offener Provokation, als gäbs nen Preis dafür.

Wie wird in Zukunft in solchen Ausnahmefällen verfahren?
Jetzt sagen Sie bitte nicht, wie bisher auch.
Das Echo war doch etwas laut auf diese hier angesprochene, bisher letzte, Maßnahme, um einfach zur Tagesordnung, sprich Netiquette zurückzukehren.

Und was bedeutet:
"Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht."?
Es ist ja nicht so als sei irgendwie irgendjemand ohne Fehler.
Das sollte jede Seite sacht ansprechen dürfen, sicher ohne kommentarlos gelöscht zu werden.

Werden Sie zur Sperrung von Richard der Hayek noch ein kurzes Wort verlieren?

Vielen Dank und liebe Grüße
SuzieQ
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 13:58
Ein sehr schöner Kommentar, muss ich mal sagen!

Das mit dem Forum für Erwachsene scheint irgendwie im Internet nicht zu klappen, jedenfalls nicht ganz so idealistisch wie einige es sich wünschen. Liegt vielleicht am Medium, aber auch am Meinungsmedium Freitag, das sich oft erst dann einschaltet, wenns schon heftig brennt.

Speziell das Meinungsmedium hat doch folgendes Problem: IRGENDWIE wird man das Gefühl nicht los es werden nicht alle gleich behandelt, es wird nicht nach Inhalt oder Etikette entschieden, sondern nach persönlicher Präferenz der Online-Oligarchen. Nun, so ein Gefühl ist Scheiße persönlich und unkonstruktiv in der Sache.
Ich will auch nicht mit Leuten konfrontiert werden, die ihren Rassismus verbreiten (egal in welche Richtung), genauso wenig will ich mit Leuten konfrontiert sein, die meinen als linke Radierer angeblich Rechte ausmerzen zu müssen bis es glüht und sich auch ab und zu mal irren, aber Hauptsache viel Feind viel Ehr. ABER: es passiert. Gut, geht womöglich nicht anders.
Aber was gehen sollte wäre ein professioneller Umgang mit den Usern, mit allen, und unter Professionalität verstehe ich nicht Lieblinge zu haben mit Narrenfreiheit, die dann trotz eigener fragwürdiger Kommentare andere aus dem Forum kicken wollen, das ist, wie gesagt, völlig geschäftsunfähig und mindestens albern.

Gruß
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 13:58
Ein sehr schöner Kommentar, muss ich mal sagen!

Das mit dem Forum für Erwachsene scheint irgendwie im Internet nicht zu klappen, jedenfalls nicht ganz so idealistisch wie einige es sich wünschen. Liegt vielleicht am Medium, aber auch am Meinungsmedium Freitag, das sich oft erst dann einschaltet, wenns schon heftig brennt.

Speziell das Meinungsmedium hat doch folgendes Problem: IRGENDWIE wird man das Gefühl nicht los es werden nicht alle gleich behandelt, es wird nicht nach Inhalt oder Etikette entschieden, sondern nach persönlicher Präferenz der Online-Oligarchen. Nun, so ein Gefühl ist Scheiße persönlich und unkonstruktiv in der Sache.
Ich will auch nicht mit Leuten konfrontiert werden, die ihren Rassismus verbreiten (egal in welche Richtung), genauso wenig will ich mit Leuten konfrontiert sein, die meinen als linke Radierer angeblich Rechte ausmerzen zu müssen bis es glüht und sich auch ab und zu mal irren, aber Hauptsache viel Feind viel Ehr. ABER: es passiert. Gut, geht womöglich nicht anders.
Aber was gehen sollte wäre ein professioneller Umgang mit den Usern, mit allen, und unter Professionalität verstehe ich nicht Lieblinge zu haben mit Narrenfreiheit, die dann trotz eigener fragwürdiger Kommentare andere aus dem Forum kicken wollen, das ist, wie gesagt, völlig geschäftsunfähig und mindestens albern.

Gruß
Don Quijote schrieb am 14.12.2011 um 14:14
@SuzieQ
Nehmen wir mal an, etwas Ähnliches geschieht in Zukunft:
Ein User wird provoziert, auch wiederholt, und ist nicht willens, diese Provokation stehen zu lassen. Damit ist, den Ort der Provokation zu verlassen, nicht mehr gegeben; Verteidigung ist mE auch nicht die angebrachte Lösung auf eine Provokation.

Was tun? Eine Meldung machen?
Wenn die Antwort JA ist, plädiere ich dafür, sichtbar zu machen, wer wann wen weswegen meldet.


Dazu eine Anmerkung von Rahab:

nachdem RdH in seinem blog
www.freitag.de/community/blogs/richard-der-hayek/gerichtliche-diskriminierung-des-islams-in-deutschland
gegen mich den vorwurf der holocaustleugnung erhoben hatte, habe ich ihn nicht sofort mit der forderung nach widerruf pp konfrontiert, sondern per melde-button die moderation gebeten, dies posting doch bitte einfach zu editieren, da unwahr (unter hinweis darauf, dass ich den blog, aus dem er wohl herauskonstruiert worden sei, gespeichert habe)
es geschah NICHTS.
also griff ich zu selbsthilfe und forderte RdH auf, entweder zu belegen oder aber zurückzunehmen und mich um entschuldigung zu bitten.

da es nun aber Kosok möglich war, aus dem urlaub heraus den blog für kommentare zu sperren, frage ich nun:
was wurde aus meiner per melde-button übersandten bitte?
kam die nicht an?
wurde die ignoriert?
wurde sie auf ‘mal gucken, wie sich das entwickelt’ gelegt?
fragen über fragen
zumal sie auch hier
www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen
keine erwähnung findet – irgendwie ver-schwiegen wird.

so viel dazu.
im babylonischen talmud steht nach darstellung einer solchen ‘geschichte’ zuweilen: nun schließe selbst.


saludos,
Q.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 14:14
@memyselfandi
Zum Thema "Online-Oligarchen": Hier mein beliebter Hinweis, weil das offenbar den meisten nicht bewußt ist: Ja, das IST ein kommerzielles Angebot hier. Wer das nicht will, muss sich mit anderen zusammentun und ein eigenes, kollektiv betriebenes Forum gründen! Anders ist das als Grundsatzproblem nicht lösbar.

Und ich halte es eben unter den gegebenen Verhältnissen eher für problematisch, dass zumindest formal alle gleich behandelt werden: Irgendein Arsch, der sich gerade angemeldet hat, um nur mal ein bisschen zu stänkern, und Leute, die fest in der Community verankert sind und diese auch bereichern - deshalb gibt es hier auch so einen Aufruhr um Rahab und kaum einer bemerkt und wohl niemand bedauert, dass "Ebru" weg ist.

"Lieblinge" im Sinne, dass man Leute stützt, die die Community inhaltlich bereichern und voranbringen finde ich nicht nur ok, sondern sogar wichtig. Da muss man dann allerdings das richtige "Händchen" dafür haben.
Don Quijote schrieb am 14.12.2011 um 14:19
Rahabs Anmerkung beginnt mit dem Satz

nun also doch noch eine anmerkung in eigener sache, die hoffentlich nicht als bashing mißverstanden wird:

Das war nicht im Copy-Puffer, sorry.
Jan Jasper Kosok schrieb am 14.12.2011 um 14:26
Apropos Halb- bis Unwahrheiten. Ich habe aus dem Urlaub heraus nichts gesperrt. Zur Aufklärung: Moderation muss nicht gleich Kosok sein.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 14:32
Dann sind es keine Unwahrheiten, sondern Unwissenheiten, JJK. Ab und zu kommt aber auch die Aufklärung...
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 14:48
@ Don Quijote schrieb am 14.12.2011 um 14:14

Wo bitte ist das nachzulesen?
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 14:51
Achja, der Advent ist so eine besinnliche Zeit.
Man besinnt sich, man besinnt die Anderen.

Man bemerkt, dass man nicht alles überall lesen kann und auf andere angewiesen ist, um sich einen Gesamtüberblick, nähernd, zu verschaffen.

Da helfen diese 'Übersensibilitäten' gar nix.

Mehr als bitten um Aufklärung, Transparenz und Respekt geht nicht, ganz ohne Schmollmund.

Gruß
SuzieQ
Don Quijote schrieb am 14.12.2011 um 14:57
@SuzieQ
Wo bitte ist das nachzulesen?

Hier:
Rassismus – und wie er wirkt

saludos,
Q.
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 15:02
@ Don Quijote

Vielen Dank für den link,

wer ist schon in der Lage, alles zu lesen und so weiter und so fort

Gruß,
SQ
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 15:11
@ JJK schrieb am 14.12.2011 um 14:26

"Apropos Halb- bis Unwahrheiten. Ich habe aus dem Urlaub heraus nichts gesperrt. Zur Aufklärung: Moderation muss nicht gleich Kosok sein."

Sie sind aber , wenn ich mich richtig erinnere, in Ihrem Urlaub kontaktiert worden ( goedzak?, nicht nur ), um die Aufmerksamkeit auf den RdH - Artikel zu richten. Das haben Sie doch veranlasst, bei der Mod, die zuständig war.
Das Ergebnis war Kommentare wurden unmöglich.

Dann gabs nen Anschluss - Blog, bei ChristianBerlin usw.

Es ist manchmal leicht, manchmal schwer, weder halb wahr, noch unwahr. Die Kraft der Worte sollte nie untersschätzt werden.
Gruß
SuzieQ
dame.von.welt schrieb am 14.12.2011 um 15:11
Aber Redaktion/'Onlinechef' ist schon noch gleich Kosok? Der Verfasser des Artikels oben ist auch gleich Kosok?

Ihre Ferien seien Ihnen total und von Herzen gegönnt - es bleibt aber die Frage von Ihnen (14.12.2011 um 14:26) unbeantwortet, warum eigentlich nicht von wem auch immer in der Redaktion/in Ihrer Vertretung auf Rahabs Meldung der Verleumdung durch RdH reagiert wurde?

Sondern der Tatsache, daß sie sich zunächst eben nicht direkt gegen RdH verteidigt hat, sondern sich hilfesuchend an die Redaktion wandte, weder irgendeine *Moderation* folgte noch dieses redaktionelle Versagen in Ihrem 'Irgendwie schweigen' Erwähnung findet - 'apropos Halb-bis Unwahrheiten'.

Die Verleumdung durch erst Cato, dann RdH ist im Übrigen nur ein Diffamierungsversuch an Rahab unter reichlich vielen mehr, zu denen die Redaktion noch nicht mal auf Meldungen reagierte, geschweige denn von selbst - ich wurde z.B. mal von Maike Hank öffentlich angemault, der Emailserver habe schließlich nicht funktioniert, als ich durch die Meldung diverser Kommentare versuchte, das nächste und größtmögliche Faß weiterer Eskalation zu verhindern und es wagte, einen Tag später nachzufragen, weil nullkommanull aus der Redaktion passiert war.

Wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht (von der Technik beim Freitag ganz zu schweigen) - so weit, so Allgemeinplätzchen. Wenn aber Fehler nicht mal mehr zugegeben werden, sondern die einer (meiner Meinung nach zu Unrecht) gesperrten Nutzerin nach x Jahren redaktionell geduldeter Verleumdungen, Beleidigungen, Diskreditierungen inner- und außerhalb der Ex-FC allein angelastet werden - dann wird's eng mit 'irgendwie wasauchimmer'. Das kann ich nur 'irgendwie arm' finden. Ebenso Formulierungen wie 'Verfehlungen', 'Ton', 'Netiquette', 'Bemühungen' - weder sind wir hier bei den höheren Töchtern noch konnte ich bislang besondere Bemühungen seitens der Redaktion zur *Moderation* von Diskussionen feststellen - sondern (nein, keine bösen Absichten, keine politischen Eigenartigkeiten) Überforderung durch mutmaßlich chronische Unterbesetzung und Arbeitsüberlastung. Das aber ist kein Grund für eine biedermeierliche Sperrung und Mundtotmachung, sondern dafür, die Situation endlich zu verändern - das an die Adresse von Jakob Augstein.

Und mal ganz abgesehen von allem anderen - macht sich eigentlich irgendjemand hier noch klar, daß hinter dem Avatar Rahab ein Mensch steckt? Und keine unter Teilnahme vieler Zündhölzchen zu verbrennende Hexe, auf deren Feuer hier jetzt x Süppchen gekocht werden?
Don Quijote schrieb am 14.12.2011 um 15:18
@dame.von.welt
Und mal ganz abgesehen von allem anderen - macht sich eigentlich irgendjemand hier noch klar, daß hinter dem Avatar Rahab ein Mensch steckt? Und keine unter Teilnahme vieler Zündhölzchen zu verbrennende Hexe, auf deren Feuer hier jetzt x Süppchen gekocht werden?

Danke dafür!
Dem möchte ich noch JJKs Usertext hinzufügen:

Es gibt nur off- und online und wie man sich fühlt.

saludos,
Q.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 15:25
@SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 14:51

"Mehr als bitten um Aufklärung, Transparenz und Respekt geht nicht, ganz ohne Schmollmund."

Liebe Sue,

wenn es in einem Verhältnis so weit geht, dass man um Aufklärung, Transparenz und Respekt BITTEN muss, dann läuft in diesem Verhältnis etwas entschieden schief.

Ich frage mich, ob wir hier wirklich auf einer linker (wenn auch nur irgendwie) Plattform sind, wo Menschenrechte und so Ähnliches groß auf der Fahne geschrieben geschrieben sind. Die Linken wollen, dass man sie um Aufklärung, Respekt und Transparenz BITTET? Aber bei der schwarz-gelben Regierung muss man das FORDERN und zwar durch radikale Maßnahmen wie etwas Occupy? Hm... IRGENDWIE stimmt hier etwas nicht?

Unter Augenhöhe verstehe ich etwas Anderes. Oder haben wir keine Augenhöhe verdient, nur weil wir als Gäste bezeichnet werden?
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 15:34
@ DandelionWine

Höflichkeit ist auch eine Form von Kommunikation, ich frage mich gerade, ob es ein Korrekturprogramm gibt, das die einzelnen Worte auf ihre Eindeutigkeit überprüft kann.

Ich sehe mich nicht auf Augenhöhe hier,
ich bin Nutzer, manche sind Benutzer, andere werden benutzt, wieder andere sind Mods, Admins oder verlegen, ...
Ich kann bitten, nicht fordern, ob meine Bitte erhört wird, steht glaub ich nicht in der Netiquette.
Und Occupy derFreitag? Nein, danke, viel zu stressig, : )

Der Schmollmund ging übrigens Richtung Jan Jasper Kosok.
LG
SQ
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 15:44
@SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 15:34

Das mit Schmollmund wäre ich einverstanden, auch wenn es in meine Richtung gehen würde. Ich meine, einfach beleidigt zu sein und die Welt zu hassen, hilft ja nichts, und das betrifft mich wie jeden anderen... also kein Widerspruch.

Aber Augenhöhe hängt nicht davon ab, ob man Nutzer, Benutzer, Gast, Gastgeber, Admin oder liebe Gott ist. Augenhöhe ist in jeder Situation möglich und angebracht. Und das ist eigentlich die einzige Position (Augenhöhe), die wirklich etwas bringt. Würde ich jetzt nicht mit JJK reden, sondern z.B. mit Bundeskanzlerin oder was weiß ich, würde ich die gleiche Augenhöhe wünschen und ggf. einfordern.
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 16:01
@ DandelionWine

Liebe Lara,

ich stehe nicht vor Herrn Kosok, ich 1 m, er 2 m groß und schaue mit großen Augen zu ihm auf, aber selbst, wenn ich auf Augenhöhe ( also wir beide je 1 m oder 2 m groß ) agieren würde, könnte er mit einem Lächeln oder auch Schmollmund kundtun,
so, ich hab jetzt keine Lust mehr und Ende.
So sieht es aus.

Da sag ich dann auch gern mal bitte, ohne Schmollmund.
Und wenn er nicht reagieren mag, will, was soll ich dann tun?
Versuchen, ihm ins Auge zu pieksen?
Nee, dann frag ich nochmal höflich an, mit Zwinkern.

LG Sue
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:11
Liebe Sue, damit bin ich einverstanden... und gerade das versuche ich ja zu tun, also höflich zu fragen. Aber es sind verschiedene Sachen: 1) Ein Missverständnis/Problem zu klären zwischen den Menschen, die sich grundsätzlich respektieren; 2) Um (nicht vorhandenes) Respekt zu bitten.

Liebe Grüße

Lara
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 16:13
@ Jan Jasper Kosok

ehe hier untergeht, was
@ Don Quijote um 14:14 hier einstellte:

Es wäre sehr freundlich und vor allem aufklärend, wenn Sie bestätigen, dass Rahab sich bemühte, die Situation nicht eskalieren zu lassen; und zwar nicht, indem sie RdH sperren lassen, sondern lediglich seine Äußerungen editiert sehen wollte.

Wenn darauf nicht reagiert, sondern die Chose laufen gelassen wurde bis der Punkt, beide User zu sperren, erreicht war,
dann liest es sich nicht fair!

Vielen Dank im voraus
SuzieQ
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 16:36
@Popkontext: DAS ist mir erstaunlicherweise klar, dass das ein kommerzielles Angebot ist, alleine deshalb habe ich schon mehrmals angemerkt, dass es sich bei der FC um das Online-Angebot des Freitag handelt. Soviel dazu. Und auch, DASS es nach inhaltichen sowie fairen Vorgängen laufen sollte und Lieblinge insofern heranzgezogen werden, wenn oder weil sie Inhaltliches liefern.

ABER (und das geht an JJK und Co.): So läuft es hier ja nicht. Ich beobachte das Treiben seit Sommer letzten Jahres, ich hatte sogar Hoffnungen in die Reden-Blogs, auch wenn mir der ton da aufstieß. ABER, es scheint da nicht um Konstruktives zu gehen oder es ist "oben" nicht angekommen. DENN, es gibt anscheinend User, die können austeilen, ohne dass ihnen etwas passiert, auch nicht nach Meldung, die können mobben und bashen, und wenn ihnen jemand quer kommt dürfne die auch noch auf den roten Knopf drücken und veranlassen, dass andere gesperrt werden.
Es gibt welche, die schreiben gute Blogs (seriousguy z.B.), die werden ignoriert, zugunsten der Lieblinge, die nicht Lieblinge sind wegen ihrer "Kompetenz", sondern aufgrund von persönlichen Präferenzen der Oligarchen. Was um Himmelswillen soll das? Was ist das? Und wann kommt es oben an, dass hier zunächst mal alle gleich behandelt werden sollen? Und die, die was zu sagen haben, was auch für die Zeitung dient, werden abgedruckt, und die, die sich nicht benehmen können werden abgemahnt, und zwar alle, auch ein ..eister, der sich hier schon oft genug ungeahndet daneben benahm und bei JJK offenbar absolute Freiheit besitzt. Und das, Herr Kosok, können Sie sich eventuell mal durch den Kopf gehen lassen.

So, ich hab nun die Faxen dicke mit dem Zirkus hier. Und zwar nicht einmal, weil ,an nicht nur mit freundlichen Zeitgenossen plaudert, sondern weil die Leitung von oben nach mir nicht nachvollziehbaren Mustern arbeitet.
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 16:38
@Popkontext: DAS ist mir erstaunlicherweise klar, dass das ein kommerzielles Angebot ist, alleine deshalb habe ich schon mehrmals angemerkt, dass es sich bei der FC um das Online-Angebot des Freitag handelt. Soviel dazu. Und auch, DASS es nach inhaltichen sowie fairen Vorgängen laufen sollte und Lieblinge insofern heranzgezogen werden, wenn oder weil sie Inhaltliches liefern.

ABER (und das geht an JJK und Co.): So läuft es hier ja nicht. Ich beobachte das Treiben seit Sommer letzten Jahres, ich hatte sogar Hoffnungen in die Reden-Blogs, auch wenn mir der ton da aufstieß. ABER, es scheint da nicht um Konstruktives zu gehen oder es ist "oben" nicht angekommen. DENN, es gibt anscheinend User, die können austeilen, ohne dass ihnen etwas passiert, auch nicht nach Meldung, die können mobben und bashen, und wenn ihnen jemand quer kommt dürfne die auch noch auf den roten Knopf drücken und veranlassen, dass andere gesperrt werden.
Es gibt welche, die schreiben gute Blogs (seriousguy z.B.), die werden ignoriert, zugunsten der Lieblinge, die nicht Lieblinge sind wegen ihrer "Kompetenz", sondern aufgrund von persönlichen Präferenzen der Oligarchen. Was um Himmelswillen soll das? Was ist das? Und wann kommt es oben an, dass hier zunächst mal alle gleich behandelt werden sollen? Und die, die was zu sagen haben, was auch für die Zeitung dient, werden abgedruckt, und die, die sich nicht benehmen können werden abgemahnt, und zwar alle, auch ein ..eister, der sich hier schon oft genug ungeahndet daneben benahm und bei JJK offenbar absolute Freiheit besitzt. Und das, Herr Kosok, können Sie sich eventuell mal durch den Kopf gehen lassen.

So, ich hab nun die Faxen dicke mit dem Zirkus hier. Und zwar nicht einmal, weil man nicht nur mit freundlichen Zeitgenossen plaudert, sondern weil die Leitung von oben nach mir nicht nachvollziehbaren Mustern arbeitet.
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 16:38
@Popkontext: DAS ist mir erstaunlicherweise klar, dass das ein kommerzielles Angebot ist, alleine deshalb habe ich schon mehrmals angemerkt, dass es sich bei der FC um das Online-Angebot des Freitag handelt. Soviel dazu. Und auch, DASS es nach inhaltichen sowie fairen Vorgängen laufen sollte und Lieblinge insofern heranzgezogen werden, wenn oder weil sie Inhaltliches liefern.

ABER (und das geht an JJK und Co.): So läuft es hier ja nicht. Ich beobachte das Treiben seit Sommer letzten Jahres, ich hatte sogar Hoffnungen in die Reden-Blogs, auch wenn mir der ton da aufstieß. ABER, es scheint da nicht um Konstruktives zu gehen oder es ist "oben" nicht angekommen. DENN, es gibt anscheinend User, die können austeilen, ohne dass ihnen etwas passiert, auch nicht nach Meldung, die können mobben und bashen, und wenn ihnen jemand quer kommt dürfne die auch noch auf den roten Knopf drücken und veranlassen, dass andere gesperrt werden.
Es gibt welche, die schreiben gute Blogs (seriousguy z.B.), die werden ignoriert, zugunsten der Lieblinge, die nicht Lieblinge sind wegen ihrer "Kompetenz", sondern aufgrund von persönlichen Präferenzen der Oligarchen. Was um Himmelswillen soll das? Was ist das? Und wann kommt es oben an, dass hier zunächst mal alle gleich behandelt werden sollen? Und die, die was zu sagen haben, was auch für die Zeitung dient, werden abgedruckt, und die, die sich nicht benehmen können werden abgemahnt, und zwar alle, auch ein ..eister, der sich hier schon oft genug ungeahndet daneben benahm und bei JJK offenbar absolute Freiheit besitzt. Und das, Herr Kosok, können Sie sich eventuell mal durch den Kopf gehen lassen.

So, ich hab nun die Faxen dicke mit dem Zirkus hier. Und zwar nicht einmal, weil man nicht nur mit freundlichen Zeitgenossen plaudert, sondern weil die Leitung von oben nach mir nicht nachvollziehbaren Mustern arbeitet.
SuzieQ schrieb am 15.12.2011 um 17:35
@ JJK

"Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht."

Jetzt habe ich verstanden!
Beiträge, die zukünftige Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht, weil diese Entscheidungen nicht diskutabel sind.

Also nicht mehr: Wir müssen reden!
oder
Irgendwie sprechen
sondern
Die FC muss schweigen, wenn die Moderation gesprochen hat.
Neues Motto: "Howgh"

Keine Fragen mehr.
SuzieQ
merdeister schrieb am 16.12.2011 um 17:41
memyselfandi schrieb am 14.12.2011 um 16:36

die sich nicht benehmen können werden abgemahnt, und zwar alle, auch ein ..eister

Die Usersuche nach "eister" ergibt vier Treffer, zwei davon kann man in der oben genutzten Form abkürzen. Einer davon bin ich. Falls ich gemeint sein sollte, wäre ich für Beispiele dankbar, damit ich mein Verhalten ggf. anpassen kann.
GeroSteiner schrieb am 14.12.2011 um 00:25
Lieber JJK,

vielen Dank für die klaren Worte.

Ich kann die Entscheidung jetzt nachvollziehen und damit auch respektieren. Ich muss sie aber immer noch nicht akzeptieren, womit es, wenn es denn wirklich noch eines ist, wohl zu meinem eigenen Problem wird.

Sie schreiben: "Ich habe meine Hand anders als manch anderer hier weit ausgestreckt und in den letzten Tagen dafür nichts als Häme geerntet. Die angebotene Kooperation bzw. das Eingehen auf “Wir müssen reden” wurde hier mehrfach als Startschuss zur vermeintlich basisdemokratischen Zerlegung (angerührt mit allerlei Subjektivem, Beleidigungen und Halb- bis Unwahrheiten) all dessen, was wir entscheiden, missverstanden. Das aber macht z.B. Moderation de facto unmöglich. Ich habe zwar ein dickes Fell, bin aber kein Masochist."
Das stimmt. Und ich stelle fest, dass das das Ergebnis ist, wenn das von Ihnen entgegengebrachte Vertrauen in die Selbstheilungskräfte der Community nicht als Vorleistung, sondern als Schwäche verstanden wird.

Ich wünsche mir aber für die Zukunft, dass wir hier nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Nicht alle haben versucht, Ihre Entscheidungen basisdemokratisch zu zerlegen. Viele haben auch versucht zu verstehen. Es soll sogar welche geben, die selbst in Unkenntnis der wahren Beweggründe für Ihre Entscheidung diese (trotzdem) respektiert haben.

Ich wünsche mir auch, dass im Falle einer Sperrung, die ja der Höchststrafe für Blogger gleichkommt, diese zeitnah von der Redaktion begründet wird.
Das nimmt viel Dampf vom Kessel und wehret dem Aufruhr der bloggenden Klasse.

Ich wünsche mir für die Zukunft ebenfalls, dass wir es in einem Prozess gegenseitiger Wertschätzung schaffen, die Beweggründe der bloggenden Seite, wie auch die der Redaktion zwar nicht zwingend akzeptieren, aber wenigstens immer respektieren. Das wäre schon mal ein Gewinn. Denn jeder hier hat zu jedem Zeitpunkt die Möglichkeit zu entscheiden, ob er bleiben oder gehen will.

Die Formulierung "Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht" klingt für mich eher dünnhäutig, denn souverän, ist aber immerhin konsequent - oder wie man manchmal auch hört: "eine klare Ansage".

Denn eines darf man auch nicht vergessen - nichts ist schlimmer, als keine Entscheidung zu treffen. Das ist immer falsch. Wenn man eine Entscheidung trifft, hat man immerhin die Chance, zu fünfzig Prozent richtig zu liegen. Für die, über die entschieden wird, gilt, dass eine falsche Entscheidung zu akzeptieren und hinzunehmen, meistens die richtige Entscheidung ist.

So möchte ich denn mit Nietzsche schließen, der da mal gesagt haben soll: "Lieber schuldig bleiben, als mit einer Münze zahlen, die nicht unser Bild trägt!" - so will es unsere Souveränität. Das würde es dann ja auch ohne Rechtfertigung erklären.

Mit besten Grüßen
GeroSteiner
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 01:01
Das ist aber ein schöner Wunschzettel, mein ich so.

Kommunikation in der Community ist und bleibt das Thema.
Was mich etwas erstaunt hat, war die Vehemenz, mit der hier von Bloggerseite etwas 'Demokratisches' eingefordert wurde, und es erinnerte mich im Zusammenhang mit der 'Wir müssen reden' - Situation an den kleinen Finger und die ganze Hand.

Darin sah ich auch die ausbleibende Reaktion der Redaktion begründet, die Aussage
"Ich habe zwar ein dickes Fell, bin aber kein Masochist." belegt für mich, dass gelesen wurde, was geschrieben stand, aber abgewartet wurde, um souverän zu bleiben / bleiben zu können.
Es arbeitet aber, auf beiden Seiten, jetzt müssen sie zusammenarbeiten, ohne allerdings aus den Augen zu verlieren, wer welche Position innehat.

Transparenz ist ein Stichwort und
Respekt sollte nicht vergessen werden.

Grüße SQ
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 01:07
Ich kann Jans Entscheidung aus persönlicher Sicht nachvollziehen. Uns aber alle über einen Kamm zu scheren finde ich auch problematisch - ich habe gestern wie eine Irre gegen die Leute angeschrieben, die meinten, es müsse hier basisdemokrarisch zugehen und erklärt, dass das nur in ebensolchen Strukturen geht. Da ist jetzt gewaltig viel Porzellan zerschlagen - auf beiden Seiten.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 01:08
ging @GeroSteiner.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 01:10
@SuzieQ Ganz genau.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 02:04
@SuzieQ Wobei es mir - und ich würde auch mal beahupten den anderen - bei "Wir müssen reden" eben um eine gemeinsame Gestaltung im gegebenen Rahmen ging. Weshalb ich das auch ein wenig schade finde, dass Jan das hier so anführt. Weder @thinktankgirl noch @Ullrich Läntzsch noch @aber haben in diesem Kontext geschreiben und von uns kam auch keine Forderung nach "Basisdemokratie" oder "Herrschaftsfreiheit" o.ä., sondern nach sachlichen Gesprächen zur Verbesserung der Community.
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 14:58
@ Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 02:04

Ich denke, ohne dieses, möglicherweise in seiner vollkommenen Wirkung nicht bedachten:
'Community, übernehmen sie',

wären solche Allmachtsphantasien ( sorry, klingt härter als es ist, ihr wisst wies gemeint ist) gar nicht erst aufgekommen, z: B. Forderungen stellen.

Aber auch da wurde erstmal abgewartet, nicht von Beginn an von Seiten des Freitag Vorschub geleistet, sondern, und jetzt mach ich mich wieder unbeliebt:
Manch einer hier möchte wohl ganz gern mal einen anderen ins offene Messer laufen lassen, ist, finde ich ein Sch***-Hobby, machste nichts, außer aufpassen, und ich frage mich, ob es im Fall Rahab nicht genau so abgelaufen sein könnte.

Gruß SQ
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 15:15
@SuzieQ
Ja, damit meinte er aber nur die Organisation des Treffens. Was natürlich auch nur Bequemlichkeit war. Das haben offenbar hier einige Leute mißverstanden - oder mißverstehen wollen.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:22
@GeroSteiner schrieb am 14.12.2011 um 00:25

Lieber Gero, Du bist total bezaubernd, aber Deine Logik kann ich nicht nachvollziehen.

"Denn eines darf man auch nicht vergessen - nichts ist schlimmer, als keine Entscheidung zu treffen. Das ist immer falsch. Wenn man eine Entscheidung trifft, hat man immerhin die Chance, zu fünfzig Prozent richtig zu liegen. Für die, über die entschieden wird, gilt, dass eine falsche Entscheidung zu akzeptieren und hinzunehmen, meistens die richtige Entscheidung ist."

Nein, nichts ist schlimmer als nicht in der Lage sein, die eigene Entscheidung zu ändern... denn wenn man mit der falscher Entscheidung falsch liegt, dann nicht zu fünfzig Prozent, sondern zu hundert. Wenn man richtig liegen will, dann muss man es können, die Liegeverhältnisse zu optimieren.

Und das mit der falscher Entscheidung, die man akzeptieren und hinnehmen müsste... ich verstehe, dass ich etwas nicht verstehe, aber was ich nicht verstehe, das verstehe ich noch nicht. Ich erinnere mich , wie Du Dich gegen der falschen Atompolitik empört hast, gegen diese Geschichte mit Guttenberg-Dissertation, gegen deutsche Verhältnisse mit USA usw., usf. Deiner Meinung nach waren das falsche politische Entscheidungen, die nicht zu akzeptieren und nicht hinzunehmen waren.

Wenn Du z.B. zum Arzt gehst und er Dich falsch behandelt, wirst Du es auch nicht akzeptieren und nicht hinnehmen, denke ich mal? Wenn die Lehrerin in der Schule Deinem Kind ungerecht schlechte Noten verpasst, wirst Du es nicht akzeptieren und nicht hinnehmen.

Warum muss man dann HIER die falsche Entscheidungen zu akzeptieren und zu hinnehmen? Warum sollten hier andere Normen gelten als überall in der Gesellschaft? Warum haben die Linken das Recht auf falsche Entscheidungen, aber die anderen nicht? Das sind natürlich verschiedene Größen: falsche Atompolitik und falsche Entscheidung bezüglich der Sperre eines Bloggers. Aber es fängt immer und überall mit kleinen Sachen an... und wenn es schon mit kleinen Sachen nicht klappt, warum soll ich an die Worte bezüglich großen Sachen glauben? Ein gesperrter Blogger ist ein Mensch... größer und wichtiger als ein Mensch kenne ich in dieser Gesellschaft gar nichts!

"So möchte ich denn mit Nietzsche schließen, der da mal gesagt haben soll: "Lieber schuldig bleiben, als mit einer Münze zahlen, die nicht unser Bild trägt!" - so will es unsere Souveränität. Das würde es dann ja auch ohne Rechtfertigung erklären."

Höre ich hier ironische Untertöne oder stecke ich zu viele Hoffnungen in die hiesige Intelligenz?
Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 19:45
@ Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 01:07

ich habe gestern wie eine Irre gegen die Leute angeschrieben, die meinten, es müsse hier basisdemokrarisch zugehen und erklärt, dass das nur in ebensolchen Strukturen geht.

Liebe Popkontext,

an diesem o.a. Satz stimmen m.E. mindestens zwei Dinge nicht:

Der Vorwurf einer linksradikalen Forderung nach Basisdemokratie wurde von den meisten Kritikern der Intiative "Wir müssen reden!" gegen die Initiative erhoben, ohne dass in deren Reihen je solche Forderungen erhoben worden waren. Es ging nie um Übernahme. Wer davon anfing zu reden war JA und was er damit meinte, ist bis heute nicht klar.

Bezüglich der sogenannten Übernahme durch die Initiative handelt es sich also nur um einen Popanz, der bei genauem Lesen sich nur allzu schnell als nichtexistent entlarven läßt. Dass JJK diesem jetzt auch aufgesessen zu sein scheint, ist traurig, denn er hatte für mich bis jetzt beeindruckend gut gearbeitet (ich meinen hier nicht die Sperrung von Rahab, sondern die Zusammenarbeit mit der Initiative).

Du, Popkontext kannst also nicht gegen Leute angeschrieben haben, "die meinten, es müsse hier basisdemokrarisch zugehen", sondern allenfalls gegen die, die behaupteten, die Initiative hätte derartiges im Sinn.

Das Zweite, was an Deinem Text nicht stimmen kann, ist die Formulierung "(ich, Popkontext, habe)... erklärt, dass das nur in ebensolchen Strukturen geht", würdest Du damit doch genau das als zu Forderndes behaupten, gegen was Du "wie einen Irre" zuvor angeschrieben hättest.

Ich würde das für einen der späten Stunde (1:07 Uhr) geschuldeten Lapsus halten, würdest Du nicht dann noch behaupten, "auf beiden Seiten (wäre) jetzt gewaltig viel Porzellan zerschlagen (worden)".

Die Frontstellung, die Du da zwischen Initiative und Redaktion zu konstruieen scheinst hat es von Seiten der Initiative aus den Gründen, die ihre Kritiker vorgeben nie gegeben und ich sehe auch sonst keine solche, es sei denn man interpretiert den Wunsch nach verbesserter Kommunikation und mehr praktizierter gegenseitiger Anerkennung und Berücksichtigung der den Freitag prägenden Ideen auf beiden Seiten als unbootmäßige Übernahmeforderung durch die Nutzer als solche.

Warum fragt denn dann aber keiner, ob die damit gleichzeitig unterstelllte Haltung des Freitag nicht nur eine des gewöhnlichen bürgerlichen Besitzindividualismus (John Locke) sei?

Wir sollten nicht so tief sinken, den Kakao durch den man uns zieht, auch noch zu trinken (E. Kästner).

Liebe Grüße

Uwe
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 20:20
@Uwe

Ich habe das dumme Gefühl, dass ist ein einziges Mißverständnis - entweder verstehe ICH deine Kritikpunkte nicht, oder du hast von vorn bis hinten mißverstanden, was ich sagen wollte.

"Der Vorwurf einer linksradikalen Forderung nach Basisdemokratie wurde von den meisten Kritikern der Intiative "Wir müssen reden!" gegen die Initiative erhoben, ohne dass in deren Reihen je solche Forderungen erhoben worden waren. Es ging nie um Übernahme. Wer davon anfing zu reden war JA und was er damit meinte, ist bis heute nicht klar."

Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst - ich bezog mich vor allem darauf, dass sich JJK indirekt in die Richtung geäußert hat, also zumindets alles in einen Sack gesteckt hat. Was ich sagen wollte ist doch eben, dass es nie um Übernahme ging.

JA meinte mit "Community, übernehmen sie" mE. doch die Organisation eines Community-treffens, ganz bestimmt nicht die des Freitag und hat es uns auch nicht unterstellt, dass wir das wollten.

"Dass JJK diesem jetzt auch aufgesessen zu sein scheint, ist traurig, denn er hatte für mich bis jetzt beeindruckend gut gearbeitet."
Genau, das habe ich ihm auch nochmal persönlich geschrieben.

"Du, Popkontext kannst also nicht gegen Leute angeschrieben haben, "die meinten, es müsse hier basisdemokrarisch zugehen", sondern allenfalls gegen die, die behaupteten, die Initiative hätte derartiges im Sinn."
Das hast du völlig falsch verstanden: Ich habe in *meinem* Namen gegen die Leute angeschrieben, die in den letzten Tagen meinten, der Freitag müsse basisdemokratisch und hierarchiefrei sein, weil das unter den gegebenen Bedingungen absurd ist. Damit wollte ich meine Haltung deutlich machen und zeigen, dass es uns mit "Wir müssen reden" - da würde ich mal alle einnehmen - nie um irgendwas wie Übernahme ging, auch wenn JJK das jetzt impliziert. Von anderen habe ich den Vorwurf allerdings auch gar nicht gehört - nur, dass wir uns innerhalb der Community wichtig machen wollten und Bla...

"Das Zweite, was an Deinem Text nicht stimmen kann, ist die Formulierung "(ich, Popkontext, habe)... erklärt, dass das nur in ebensolchen Strukturen geht", würdest Du damit doch genau das als zu Forderndes behaupten, gegen was Du "wie einen Irre" zuvor angeschrieben hättest."
Das hast du offenbar auch falsch verstanden. Langform: Basisdemokratisch kann es nur zugehen, wenn die Struktur, aus der heraus das Forum betrieben wird auch basisdemokratisch ist. Also sozusagen ein Kollektivforum, oder jemand stellt das ohne jegliche Eigeninteressen (d.h. ohne Intention einzugreifen) zur Verfügung und sagt: Organisiert euch hier basisdemokratisch selbst. Das ist bei der FC nicht der Fall, also kann man auch keine Basisdemokratie fordern.

"auf beiden Seiten (wäre) jetzt gewaltig viel Porzellan zerschlagen (worden)".
Sehe ich so, wo ist das Problem?

"Die Frontstellung, die Du da zwischen Initiative und Redaktion zu konstruieen scheinst hat es von Seiten der Initiative aus den Gründen, die ihre Kritiker vorgeben nie gegeben und ich sehe auch sonst keine solche, es sei denn man interpretiert den Wunsch nach verbesserter Kommunikation und mehr praktizierter gegenseitiger Anerkennung und Berücksichtigung der den Freitag prägenden Ideen auf beiden Seiten als unbootmäßige Übernahmeforderung durch die Nutzer als solche."
Ich konstruiere keine Frontalstellung, sondern arbeite gegen sie an, in dem das gemeinsame Interesse an Verbesserungen betone. Aber de facto gibt es nun mal die Seite der Redaktion und die Seite der Blogger/innen, was sich nicht wegdiskutieren läßt.

"Warum fragt denn dann aber keiner, ob die damit gleichzeitig unterstelllte Haltung des Freitag nicht nur eine des gewöhnlichen bürgerlichen Besitzindividualismus (John Locke) sei?"
Die exakte Definition von "bürgerlichem Besitzindividualismus" habe ich nicht parat. wenn du sagen willst, der Freitag will auch zumindest in letzter Konsequenz bestimmen, was hier passiert, weil ihm die Seite gehört, dann ja.

Ehrlich gesagt verstehe ich NICHTS von deinen Kritikpunkten - entweder habe ich mich sehr unklar ausgedrückt oder du hast das VÖLLIG falsch interpretiert.
GeroSteiner schrieb am 14.12.2011 um 20:55
@DandelionWine
Sie können denken, was Sie wollen, aber es wäre nett, wenn Sie richtig lesen und dann erst interpretieren, deuten, hineingeheimnissen.

Aus:"Für die, über die entschieden wird, gilt, dass eine falsche Entscheidung zu akzeptieren und hinzunehmen, meistens die richtige Entscheidung ist."
machen Sie:"Und das mit der falscher Entscheidung, die man akzeptieren und hinnehmen müsste... "
und fangen an, gegen etwas zu argumentieren, was da gar nicht steht. Das Schlüsselwort ist "meistens", aber nicht "stets" oder "immer".

Angesichts der vielen unfruchtbaren Diskussionen, die aus nicht akzeptierten Entscheidungen entstehen, ist es meistens zielführender, nicht gegen die vermeintlich falsche Entscheidung zu argumentieren, sondern in einem zeitlichen Abstand eine neue Entscheidung herbeizuführen.

Das gilt insbesondere auch für Sperrungen von Usern und der zeitlich versetzten Verwendung von frischen und unverbrauchten Zweit-, Dritt- und Viertnicks.

Von Ironie verstehe ich zwar nichts, die ist mir völlig fremd, aber zum Ausgleich habe ich dafür auch keinen Humor.
Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 21:24
@ Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 20:20

Liebe Barbara,

grundsätzlich habe ich auch schon beim Schreiben meines vorigen Kommentars angenommen, dass wir eigentlich einer Auffassung seien.

Mich verwirren nur immer wieder solche Formulierungen, wie jetzt auch wieder:

"Ich konstruiere keine Frontalstellung, sondern arbeite gegen sie an, in dem (ich; Erg.: U.T.) das gemeinsame Interesse an Verbesserungen betone.

Wenn wir darin übereinstimmen, dass die aufzulösende Frontstellung jene ist, die zwischen der Initiative und ihren Kritikern besteht, diese Fronstellung von Letzteren ohne Grund aufgebaut wurde, dann bin ich mit der Formulierung einverstanden.

Daraus würde dann aber auch unmittelbar folgen, dass nicht angenommen werden könnte, dass eine der Seiten, die Porzellan zerschlagen hätte, die Initiative wäre.

Ich hoffe jetzt ist alles klar. :-)

lg
Uwe
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 21:39
@Uwe
Nein, mit *Seiten* (!) meinte ich die objektiv nun mal vorhandenen - Blogger/innen und derFreitag (Redaktion / Verleger). Ich benutze aber eben absichtlich nicht das Wort "Fronten", weil das Krieg (gegeneinander) impliziert. Dass ich Wert auf die gemeinsamen Interessen lege und die "Anderen" nicht als die Bösen oder die Feinde sehe betone ich gefühlt ständig ;)...Abgesehen davon hätten wir dann auch ganz schlechte Karten. Da würde ich eher zur Gründung eines eigenen Forums tendieren.
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 22:29
@ Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 19:45

"Der Vorwurf einer linksradikalen Forderung nach Basisdemokratie wurde von den meisten Kritikern der Intiative "Wir müssen reden!" gegen die Initiative erhoben, ohne dass in deren Reihen je solche Forderungen erhoben worden waren. Es ging nie um Übernahme. Wer davon anfing zu reden war JA und was er damit meinte, ist bis heute nicht klar."

Das macht mich neugierig, denn wo erkennen Sie Kritiker der Initiative, die noch dazu den Vorwurf einer linksradikalen Forderung nach Basisdemokratie erhoben?
Warum wäre eine solche Forderung mit Übernahme gleichzusetzen?
Sollte ich Initiative von Initiatoren getrennt betrachten?

Hier
www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/eine-minute-herr-innenminister#comment-343221
finden Sie Ihren Satz:
"Ich widerspreche dem Rauswurf, der Zensierung Rahabs auf das Entschiedenste und fordere die Rücknahme dieser Maßnahme."

"und zur gescheiten Kommunikation hier:"
www.freitag.de/community/blogs/aber/wohin-steuert-die-community#comment-344377
diesen Satz von Ihnen:
"Dein Vorschlag, die Community solle bis zur Redaktions-Entscheidung "ruhig" sein, klingt mir jedenfalls zu wenig basisdemokratisch und ich widerspreche ihr. ..."

( Beide links wurden von Ihnen selbst gepostet in Ihrem Kommentar:
www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab#comment-344399 )

Das sind jetzt drei Ihrer eigenen Kommentare, wobei ich den 'Free Rahab' noch weglasse.

Also nochmal die Fragen:
Wo erkennen Sie Kritiker der Initiative, die noch dazu den Vorwurf einer linksradikalen Forderung nach Basisdemokratie erhoben?
Warum wäre eine solche Forderung mit Übernahme gleichzusetzen?
Sollte ich Initiative von Initiatoren getrennt betrachten?
Haben 'Wir müssen reden - Initiative' und die Diskussion um eine User - Sperrung nichts miteinander zu tun?

Oder müssen wir erst Begriffe definieren, falls alles Missverständnisse sind?
Ich schlage Deutsch als Sprache vor.

Gruß
SuzieQ
Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 23:01
@ SuzieQ am 14.12.2011 um 22:29

1) Dass Einzelne oder eine Gruppe innerhalb eines noch größeren Ganzen, im Einzelfall die Rücknahme einer schon getroffenen Entscheidung fordern, ist insofern "basisdemokratisch", als dass getroffene Entscheidungen dabei nicht in jedem Fall als für ewig geltend anerkannt werden müssen, sondern weiter der Kritik und einer eventuellen Änderung unterworfen bleiben können.

Mit Übernahme der Macht beim Freitag hat das gar nichts zu tun.

2) Diese Frage ist aber auch gar nicht das zentrale Motiv der Initiative, sondern es geht darum, Formen und Werkzeuge zu finden, wie der Informations- und Kommunikationsfluss zwischen Nutzern und Redaktion so verbessert werden kann, dass höhere Transparenz und höhere Identifikation mit den Inhalten bei allen Beteiligten erreicht werden kann, damit die Qualität der Inhalte gesteigert werden kann.

3) Der Vorwurf der angeblich angestrebten Machtübernahme wird der Initiative also zu unrecht gemacht, weil das basidemokratische Element der transparenten Kommunikation einseitig als (totaler) Machtanspruch interpretiert wird.

4) Die Initative hat sich unabhängig und vor dem Fall der Sperrung von Rahab gebildet und greift längst bestehende Entwicklungen und Fragen auf, die weit über diese Spezialproblem hinausgehen, es aber grundsätzlich mit einschließen.

Die Probleme beginnen immer da, wo Intransparenz, mangelnde Information und Kommunikation sich mit autoritären Strukturen und einseitiger Interessendurchsetzung paaren.

5) Wenn Sie in diesem Zusammenhang Bedarf an Begriffsbestimmungen haben, nur zu, legen Sie den auf den Tisch. Meine Muttersprache ist Deutsch

mfg
ut
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 23:22
@ Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 23:01

Ist das wieder eine spezielle Art von Humor oder gänzlich humorlos?
Denn:

1) Fragte ich nicht nach der Definition von basisdemokratisch, abgesehen davon, dass Basisdemokratie auf den Freitag nicht anzuwenden ist.

2) Ist auch keine Antwort auf eine meiner gestellten Fragen

3) Wo finden Sie denn diesen Vorwurf, den Sie vor sich herschieben? Und die entsprechenden Kritiker?

4) Das ist doch mal ne Antwort, also der erste Teil zumindest.
Wo Probleme beginnen, könnte ich nicht pauschal bestimmen.

5) Nein, kein Bedarf an Begriffsbestimmungen. Nur für den Fall, dass Missverständnisse auftreten sollten.

Aber Bedarf an Antworten. Von Ihnen. Was sagen Sie zu Ihren zitierten Kommentarauszügen?
Die kompletten Kommentare sind ja anzuklicken.
Und sehen Sie sich die an Sie gestellten Fragen nochmals an, und beantworten Sie diese doch bitte.

uawg
SuzieQ
Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 02:49
Vielleicht kann dieser Text von ChristianBerlin helfen?

Ich halte ihn für wegweisend in diesem Fall:

www.freitag.de/community/blogs/aber/wohin-steuert-die-community#comment-345281
Fro schrieb am 14.12.2011 um 04:05
Hallo JJK, meinen konstruktiv gemeinten Beitrag in Ihrem Blog „wir müssen reden 4“ können Sie gerne löschen – sorry für die Störung – war nur geschockt von Ihrer Entscheidung und irritiert, dass auf die vielen fragenden Beiträge der FC keine Erläuterung seitens der Moderation folgte.
…...

Die FC als Teil des Freitagsprojektes kann m.E. nur „irgendwie etwas“ werden und Qualitäts-Output generieren, wenn sich hier alle irgendwie wohl fühlen (können). Die Leser, die User, die Redaktion. Das mag mitunter schwierig sein oder gar unmöglich erscheinen, aber es anzustreben müsste doch eigentlich allgemeiner Konsens sein.

Die Zufriedenheitsbilanz fällt nach dieser Sperr-Entscheidung m.E. nicht besonders gut aus. Die einzigen, die es möglicherweise freuen wird, sind die, die Rahab wegen einer von ihr diagnostizierten Islamfeindlichkeit oder Frauenfeindlichkeit aufs „Korn“ genommen hat und einige Leser, die mit ihrem Diskussionsstil überhaupt nicht klar kommen.
Auf der anderen Seite haben um die dreißig User ihre Unzufriedenheit mit der Sperrung zum Ausdruck gebracht. Ich plädiere nicht für Mehrheitsentscheidungen – das hielte ich für unsinnig, aber wenn so viele zu ähnlichen Schlüssen kommen - nämlich, dass die Entscheidung gemessen am Anlass unangemessen ist –, müsste man sie dann nicht wenigstens – aus Respekt gegenüber den Usern und auch um des lieben Friedens willen – anhören, und prüfen was da dran ist...?
Und wäre es bei so einer schwerwiegenden Entscheidung, wie einer endgültigen Sperrung einer „Stammschreiberin“, nicht sinnvoll in Zukunft vorher auch die Meinung/den Rat der Schreiberkollegen einzuholen – sich einfach in der Entscheidungsfindung helfen zu lassen? Mit dem Effekt, dass der allgemeine (auch Ihr) Zufriedenheitspegel stabil gehalten wird, oder sogar noch steigt, weil eine weitestgehend faire Entscheidung getroffen wird?
Es geht ja nicht darum, Ihnen in Ihre Arbeit hinein zu reden, sondern darum gemeinsam ein alle betreffendes Problem zu lösen und den FC-Betrieb zur Zufriedenheit aller Beteiligten (auch der Leser) zu optimieren.

Noch ein Vorschlag: Könnte man nicht eine Abteilung „Internes“ (nur für Eingeloggte) einrichten, um interne Community-Diskussionen vom allgemeinen Blogbetrieb fernzuhalten?

Beste Grüße
Fro
Ullrich Läntzsch schrieb am 14.12.2011 um 06:29
Lieber Fro,

in fast allen Punkten gebe ich Ihnen Recht. Nur:

Ich plädiere nicht für Mehrheitsentscheidungen – das hielte ich für unsinnig ...

Da muß ich vorschlagen dürfen, noch einmal darüber nach zu denken.

Schluck - aber selbstverständlich Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 09:56
@Fro
Ich stimme dir absolut zu. Und den Vorschlag "eine Abteilung „Internes“ (nur für Eingeloggte) einrichten, um interne Community-Diskussionen vom allgemeinen Blogbetrieb fernzuhalten" finde ich auch sehr gut - spätestens nach dem ich erlebt habe, was unter Augsteins Blog "Community, übernehmen sie" abging und das Gegenteil von zielführend und kontruktiv war, sondern wo sich offenbar jede/r bemüßigt fühlte, mal präventiv einfach seinen Eimer Dreck auszuschütten und dann wieder zu verschwinden.

Die Idee scheitert bis auf eine kleine E-Mail-Liste allerdings an dem Anspruch absoluter und totaler Offenheit und Transparenz, die besonders auch JJK bisher vertreten hat. Vielleicht ist das ja ein Lernprozess, dass gewisse Dinge doch nicht unter den Augen ALLER Welt diskutiert werden müssen. Eine interne Diskussionsseite nur für Eingeloggte finde ich eine gute Lösung.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 10:01
Ullrich Läntzsch
Lieber Herr Läntzsch.
Sie schrieben:
"Ich plädiere nicht für Mehrheitsentscheidungen – das hielte ich für unsinnig ..."

d'accord: das käme einem Tribunal gleich - entsetzlich!

LG
Helena Neumann
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 10:12
@Helena Neumann
Es ist einfach unrealistisch - ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. Wir sind hier nicht auf einer selbstverwalteten Webseite, sondern dem Internetangebot des Freitag - der hat auch die Entscheidungsgewalt, ob das immer geschickt ist oder nicht. Punkt.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 10:49
@ Popkontext

Ich bin gegen Mehrheitsentscheidungen. Es gibt ein Hausrecht, und da entscheidet der Hausherr, welche Umgangsformen ihm genehm sind oder auch nicht!
Nähmen Sie meine Kritik am Rauswurf RAHABS a.a.O. zur Kenntnis, dann wüssten Sie, warum ich ihr "böse" bin.
Mehrheitsentscheidungen über das Verhalten anderer haben einen Tribunalcharakter. Einerseits wurde oben gesagt, Rahab habe die meisten "Blames"::::, andererseits, wer mutet einer Zweimanntruppe zu als Kontrollorgan, Super-Nannys unterwegs zu sein, oder Umgangsformen bei gleichzeitigem Inhaltscheck zu bewerkstelligen? Ich widerstzte mich auf Dauer auch so einer Zumutung.

Ich habe unlängst in dFreitag den Artikel "Im braunen Netz" gelesen, dass es ein Politikportal gibt , ausgestattet mit satten Steuergeldern und integriert im verschachtelten Springer-Firmennetz, indem Rechtsradikale sich nicht nur weidlich ausmähren, sondern dies auch weitestgehend unbehelligt tun können. Man man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch verstanden habe: Zuständig für die Moderation ist eine Dreißigstundenkraft und zwei "unbezahlte"(?) Wasserträger, die nennt man wohl "Praktikanten". Das Portal ist übrigen im Gegensatz zu dFreitag mit einem beträchtlichen Budget aus Steuergeldern ausgestattet und „irgendwie“ von staatlicher Seite unterstützt.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 10:56
@Helena Neumann
Irgendwas ist immer noch nicht angekommen, worum es mir geht: Nämlich dass jede Diskussion über Mehrheitsentscheidungen und Basisdemokratie, egal wie man dazu steht, MÜSSIG ist, weil es sich hier nicht um eine selbstverwaltete Webseite handelt, sondern der Betreiber auch das Hausrecht hat und entscheidet, welche Sachen er zulassen will und was nicht.

Eine andere Sache ist, dass der Betreiber auch das Ohr an der Community haben sollte, im eigenen Interesse,
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 10:59
Danke übrigens für den Hinweis auf den Artikel:
www.freitag.de/politik/1148-im-braunen-netz
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 11:12
@ POPKONTEXT
KORREKTUR!
Sorry, oben steht mein unkorrigierter Text

Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt!
Ich bin gegen Mehrheitsentscheidungen. Es gibt ein Hausrecht, und da entscheidet der Hausherr, welche Umgangsformen ihm genehm sind oder auch nicht!
Haben Sie meine Kritik am Rauswurf RAHABS a.a.O. nicht zur Kenntnis genommen?
Mehrheitsentscheidungen über das Verhalten anderer haben einen Tribunalcharakter. Einerseits wurde oben gesagt, Rahab habe die meisten "Blames"(…) andererseits, wer mutet einer Zweimanntruppe zu als Kontrollorgan, Super-Nannys unterwegs zu sein, oder Umgangsformen bei gleichzeitigem Inhaltscheck zu bewerkstelligen? Ich widersetzte mich dem auf Dauer auch!
Ich habe unlängst in dFreitag den Artikel "Im braunen Netz" gelesen, dass es ein Politikportal gibt , integriert im verschachtelten Springer-Firmennetz, indem Rechtsradikale sich nicht nur weidlich ausmähren, sondern dies auch weitestgehend unbehelligt tun können. Man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch verstanden habe: Zuständig für die Moderation ist eine Dreißigstundenkraft und zwei "unbezahlte"(?) Wasserträger, die nennt man wohl "Praktikanten". Das Portal wird irgendwie“ von staatlicher Seite unterstützt. Im Gegensatz zu dFreitag ist es ausgestattet mit einem beträchtlichen Budget aus Steuergeldern. Die Entschuldigung der Verantwortlichen fiel auf Nachfrage über solch unkontrollierte Auswüchse äußerst dünn aus.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 11:23
Das hat sich überschnitten! Danke, dass Sie diesen sehr lesenswerten Artikel rausgesucht haben!
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 11:45
@Helena Neumann
Ich habe mich schon gewundert, warum wir immer noch aneinander vorbeireden: Es ist nämlich völlig Wurst, ob Sie oder ich für Mehrheitsentscheidungen sind oder nicht, das ist allein Sache der Seitenbetreiber.

Und doch müssen die Moderator/innen sowas wie Supernannys sein, was ohne Frage eine extrem schwierige Aufgabe, die auch nur über sehr viele Lernprozessen, wo man Fehler macht, funktioniert. Aber an sich ist es schon die Aufgabe der Moderator/innen, eben zu schauen, was in der Community abgeht und entsprechend einzugreifen. Und es ist nicht nur die Not, sondern auch dezidiert die Politik, die hier gefahren wird, so wenig wie möglich einzugreifen und alle gleich zu behandeln. Finde ich nur bedingt geschickt und würde es anders handhaben, aber ist eben Sache der Redaktion. Mit den mit dem Relaunch geplanten technischen Veränderungen in Bezug auf mehr Autonomie in der Moderation des eigenen Blogs wird sich da aber auch sowieso was ändern.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 14:46
@Popkontext
"Aber an sich ist es schon die Aufgabe der Moderator/innen, eben zu schauen, was in der Community abgeht und entsprechend einzugreifen."

Das ist gechenkt, liebe Popkotext. Ich bin übrigens für so wenig wie mögliche Eingriffe!

Hier geht es um Probleme der Mitteilungsform und da muss die Moderation, das ist mein Eindruck,immer häufiger eingreifen.

"Mit den mit dem Relaunch geplanten technischen Veränderungen in Bezug auf mehr Autonomie in der Moderation des eigenen Blogs wird sich da aber auch sowieso was ändern."

Na, ob das das Verständnis füreinader stärkt, bleibt abzuwarten. Ich erwarte jetzt kein Grundsatzdiskussion.
Ihre
HN
Ehemaliger Nutzer schrieb am 14.12.2011 um 15:00
dass, keine
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 15:34
@Fro schrieb am 14.12.2011 um 04:05

"Noch ein Vorschlag: Könnte man nicht eine Abteilung „Internes“ (nur für Eingeloggte) einrichten, um interne Community-Diskussionen vom allgemeinen Blogbetrieb fernzuhalten?"

Warum? Bevor die Menschen entscheiden, ob sie sich anmelden und mitmachen wollen, dürfen sie ja auch etwas über diese Plattform erfahren. Außerdem werden die Sperren und andere Starfsanktionen nicht intern durchgeführt, sondern öffentlich. Und ich z.B. habe keine Lust, Verleumdungen ausgesetzt zu werden. Es sind schon merkwürdige Vorstellungen über Transparenz hier...
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 15:37
P.S.: Würdest Du auf die Idee kommen, dass z.B. die Bundesregierung es verbieten darf, über Occupy-Aktionen in den Medien zu berichten? Es wird wohl immer wieder mit zweierlei Maß gemessen? Genauso wie mit Solidarität: Die anderen öffentlich zur Solidarität mir Schwächen und Unterdrückten aufzurufen, aber selbst konkret keinem Menschen Solidarität leisten (wollen)?
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 15:51
@Lara
Du bist doch eine intelligente Frau: Ist es so schwer zu verstehen, was der Unterschied zwischen einer *gewählten* Regierung ist und einem kommerziell betriebenen Onlineangebot?
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:03
@Popkontext

Ist es so schwer zu verstehen, dass dieses "kommerziell betrieben Onlineangebot" meint bestimmte (linke) Politik und bestimmte Werte und Menschenrechte vertreten zu dürfen und zu müssen... auf sich selbst bezieht diese Politik und diese Werte aber nicht?

Ist es so schwer zu verstehen, dass in einer normalen gesunden vernünftigen Gesellschaft die Augenhöhe überall gilt, auch bei einem kommerziell betriebenem Onlineangebot?
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 16:15
@Lara
Wir leben nicht in einer egalitären Gesellschaft, un diese Plattform ist nicht basisdemokratisch organisiert. Man bemüht sich hier um Augenhöhe, soweit es unter den gegebenen Bedingungen *möglich* ist. Genauso wie linke der Freitag auch hierarchisch strukturiert ist. Der Redakteur hat dem Freien zu sagen, wo's langgeht, der Resortleiter den Redakteuren, der Chefredakteur den anderen, außer dem Verleger / Herausgeber, der wieder allen zusagen hat, was passieren soll. Selbst wenn im Idealfall Widerspruch erlaubt ist und die Umgangsformen respektvoll sind, wird derjenige gehen müssen, der nicht das macht, was Augstein oder Grassmann letztendlich sagen. So ist das, auch bei den Linken.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:30
@Popkontext

Ist Dir eigentlich bewusst, was Du geschrieben hast? Das ist so absurd, so menschenverachtend und vor allem so weit von den angekündigten Werten der linken Politik, dass ich es im Einzelnen nicht mal kommentieren werde... wenn es auf so ein Niveau angekommen ist, dann hat für mich jede weitere Auseinandersetzung kein Sinn. Sorry. Das ist jetzt nicht gegen Dich persönlich gemacht. Aber mit solchen Positionen werde ich mich nicht auseinandersetzen. Wenn Augstein die Sache auch so sieht, wie Du beschreibst, dann hat er in meine Augen entschieden verloren.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:44
@Popkontext

Eine kleine Ergänzung dazu: Wenn die Sache so ist, wie Du es beschreibst, dann habe ich in jedem Supermarkt (auch ein kommerzielles Angebot!) wesentlich mehr Rechte als auf dieser linken Plattform.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 16:52
P.S.: Ich gehe jetzt lieber einkaufen.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 16:52
@DandelionWine
Was daran "menschenverachtend" ist erschließt sich mir nicht. Das sind ganz normale Hierarchiestrukturen bzw. Vereinbarungen, die man mit einem Anbietern wie hier den Freitag eingeht.

Wie Augstein das genau sieht, weiß ich natürlich auch nicht - ich bin mit aber relativ sicher, dass er das NICHT einfach so als basisdemokratische Spielwiese für die Allgemeinheit sponsert.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 16:57
@Lara
"dann habe ich in jedem Supermarkt (auch ein kommerzielles Angebot!) wesentlich mehr Rechte als auf dieser linken Plattform."
Ich glaube nicht, dass du dich da mal so einfach so an die Kasse setzen kannst oder ein paar Sachen für umsonst mit rausnehmen. So etwas ist es, hier Basisdemokratie und Herrschaftsfreiheit zu fordern.
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 17:06
@Popkontext

Zum eine: Er sponsert hier gar nichts, und das hat er selbst festgestellt, und zwar in folgender Worten: Ich unterstütze den Freitag nicht, ich investiere!

Hier geht es nicht um eine Wohlfahrt, sondern es ist eine Plattform mit gegenseitigen (auch semikommerziellen) Interessen. Und - fast es Dir nicht aufgefallen ist - hier gibt es jede Menge Leuten, die seine Texte für lau veröffentlichen lassen... und einige von diesen Texten sind verdammt gut. Und übrigens gibt es im Internet haufenweise Plattformen, wo man eigene Texte posten kann. Wenn Leute zum Freitag gehen, dann nicht deswegen, dass sie sonst nirgendwohin gehen könnten, sondern weil sie aus bestimmten Gründen Interesse an den Freitag haben... weil sie z.B. Freitags Werte richtig finden, hier die Gleichgesinnten treffen, weil man sich für linke Politik interessiert usw., usf. Wenn aber Freitag die eigene angekündigte Werte nicht beachtet, dann kann man gleich auf Facebook oder sonst wohin gehen... da gibt es keine Sperren wegen Nichtigkeiten und sonst irgendwelche königliche Maßnahmen gegen Untertanen.

Jetzt muss ich aber wirklich einkaufen gehen.

Eine Frage: Du schreibst "ich bin mit aber relativ sicher, dass er das NICHT einfach so als basisdemokratische Spielwiese für die Allgemeinheit sponsert"... kannst Du mir bitte erklären WIE Jakob Augstein diese Plattform sieht?
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 18:10
@Lara
"Ich unterstütze den Freitag nicht, ich investiere!"
Ja, damit sagt er doch schon, dass er zumindets indirekte kommerzielle Absichten mit dem Online-Angebot hat - was ich nie angezweifelt habe. Und in seinen weiteren öffentlichen Äußerungen hat er gesagt, dass er eine technisch, strukturell und inhaltlich innovative Plattform für linkes Denken schaffen will, das aber für alle offen sein soll, die sich konstruktiv beteiligen wollen. So habe ich ihn jedenfalls verstanden und genau das ist auch der Ansatzpunkt, warum ich mir erlaube, hier auch Kritik zu üben und Dinge einzufordern - eben, dass man sich mehr um die guten Texte kümmert etc. - das ist ja auch in deren Interesse, weil sie damit a) das Projekt für gute Schreiber/innen attraktiver machen und b) für lau gute Texte bekommen. Der / die Schreiber/in hat davon, dass sein / ihr Text ein größeres Publikum erreicht

Und eben weil jede Firma, die ein kommerzielles Produkt anbietet, auch gucken muss, was die Kunden wollen, weil die sonst zur Konkurrenz gehen oder gar nicht erst kommen. Leider kommen nicht nur Leute zum Freitag, weil sie das Blatt und die Denke so interessant finden, sondern auch weil sie aus irgendwelchen Motivationen einfach irgendwo im Internet oder gezielt ein linkes Projekt stören wollen - und wenn das klar wird, sollte man die eben auch so schnell wie möglich wieder rausbugsieren. Ebenso gibt es leute, die so große psychische Probleme haben, dass sie für andere zu einer untragbaren Belastung werden. Da muss man auch sehen, wie man damit umgeht.

Welche Werte siehst du nicht beachtet - außer in solchen Ausnahmefällen wie jetzt bei Rahab, den ich auch für eine Fehlentscheidung halte und auch schade finde, dass die das nicht zugeben können? Der Unterschied zwischen FC und Facebook ist u.a. derzeit, dass man Störenfriede nich tlöschen oder blockieren kann - deshalb glaube ich, dass sich hier auch einiges ändern wird, wenn das nach dem Relaunch, so er einmal kommt, möglich ist.

Ich sehe hier übrigens auch keine "Gutsherrenart" oder "königliche Maßnahmen gegen Untertanen", nur manchmal Fehlentscheidungen, die ich auf generelles mangelndes Einschätzungsvermögen oder auf Überarbeitung zurückführe, keineswegs auf Bösartigkeit.
Fro schrieb am 14.12.2011 um 20:20
@Ullrich Läntzsch schrieb am 14.12.2011 um 06:29

Hallo Ullrich ich verstehe natürlich deinen Wunsch nach Demokratisierung. Mit Mehrheitsentscheidungen, die darüber bestimmen, wer zu einer Gemeinschaft gehören soll und wer nicht, sollte man aber gar nicht erst anfangen. Natürlich sollte man die Mehrheitsmeinung bei der Beurteilung einer Sache als erstes prüfen, weil eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie richtig liegt - aber sicher ist es ja nicht. Letztlich muss das gemacht werden, was schlau ist (mögl. allen nützt, alle zufriedenstellen kann). In diesem Falle müssen wir einfach auf die Vernunft der hiesigen Bestimmer vertrauen (wegen der Eigentumsverhältnisse die Popkontext oben auch ansprach). Erkenntnismaterial haben wir der Moderation ausreichend geliefert. Wenn sie sich das Wissenspotenzial der FC zu Nutze macht und bei ihren Entscheidungen die Zufriedenheit aller Beteiligten im Blick hat, dann ist es schlaudemokratisch – das ist besser als nur mehrheitsdemokratisch und natürlich auch besser als das Diktat eines schlauen Moderators, der sich natürlich auch mal irren kann..

Konstruktiver Vorschlag:
Falls die Moderation einmal nicht mehr weiter weiß, oder in der Entscheidungsfindung unsicher ist, sollte sie einfach mal die Publikumsfrage stellen. (alter Trick von Leuten die Millionäre werden wollen).
Und falls der Moderation wegen irgendwelcher Umstände eine Fehlentscheidung unterläuft, wird sie vom Publikum freundlich und konstruktiv darauf aufmerksam gemacht. Das sollte man in der Regel per Mail machen - wäre natürlich gut, wenn man sich auf eine aufmerksame Prüfung durch die Mod verlassen könnte.
Es mag aber auch Probleme und Fragen/ Vorschläge zur Optimierung geben, die man sinnvollerweise in einem Blog mit den Schreiberkollegen diskutieren will.
Wenn man das in einem internen Bereich in entspannter Atmosphäre lösungsorientiert und ohne viel Rumgeschwurbel machen würde, könnte viel Schreiberenergie gespart werden, die man gut für andere Themen verwenden könnte.

Das ging auch an
DandelionWine schrieb am 14.12.2011 um 15:34

Und: So eine Abteilung „Internes“ fände ich auch sinnvoll, weil einige Blogs, die allein Community-Angelegenheiten betreffen, die Leseatmosphäre für den geneigten Leser stören – neulich sah ich da tagelang eine Überschrift, in der die Redaktion der Zensur verdächtigt wurde...
Alternativ – falls man es offen gestalten will - könnte man aber einen für jeden anklickbaren Button installieren.
Streifzug hatte hier mal die Idee einer „Werkstatt“ eingebracht. In dem Rahmen könnte das Ganze ja als Unterabteilung laufen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 17:59
Lieber Fro,

@ Mehrheitsentscheidungen

das ist das Dilemma mit der Demokratie, sie wird immer wieder Fehlentscheidungen produzieren. Die einzige Alternative ist das Palaver - nicht im umgangssprachlich-diffamierenden Sinn sondern aus dem afrikanischen Ursprung entsprechend, da bedeutet es Versammlung aller Beteiligten, wobei Entscheidungen erst nach der Zustimmung aller getroffen werden. Dies dürfte uns wohl zu fremd sein. So viel Zeit werden wir uns kaum nehmen, daher schlage ich ja das Element der Mediation vor, so wie es unorganisiert und spontan auch längst guter FC-Brauch ist. Diesen schönen Brauch würde ich nur gern ein wenig verstärken. Am Ende stände dann eine Mehrheitsentscheidung. Eine Frage, die man dann sicher stellen kann ist die: Wer darf mit entscheiden? - Wie wäre es, wenn da nur die mit entscheidne dürfen, die tatsächlich als Mediatoren tätig waren? Auch die Frage, wer ist, oder wie wird man/frau Mediator, läßt sich stellen. Und selbstverständlich muß es Rahmenbedingungen von Redaktion und Verlag geben. Aber als klare Regeln und nicht als FRISS VOGEL ODER STIRB.

Grüße
thinktankgirl schrieb am 14.12.2011 um 15:22
Da wir gerade dabei sind, Halb- und Unwahrheiten sowie Halb- und Unwissen hier aufzuarbeiten, hätte ich gerne mal verbindlich erklärt, wie die Sperrpraxis verläuft.
Bis zum 13.Juli 2011 war ich der Meinung, daß die Praxis für ALLE so aussieht:

- Verwarung
- gelbe Karte
- Sperrung.

Und wie ich sehe auch weiterhin so angewandt wird:

Der Freitag schrieb am 13.12.2011 um 15:40
@Smith
Sie wurden schon an anderer Stelle verwarnt. Hier sind Sie nun bereits unsachlich in die Diskussion eingestiegen und tragen seither zur weiteren Eskalation des Streits bei.
Diese erneute Verwarnung ist als Gelbe Karte zu verstehen.


Nun wurde ich von Ihnen, Herr Kosok, am 13.07.2011 10:11 ohne dieses Prozedere gesperrt. So einfach aus dem Blauen heraus: ohne Verwarung noch Gelber Karte. Bis dato hatte ich in meiner zweieinhalbjährigen FC-Zugehörigkeit keinerlei Vorstrafen in Form von Gelben Karten oder Sperrungen aufzuweisen.

Deshalb möchte ich gerne wissen, mit welcher Regelung ich in Zukunft zu rechnen habe.

Über eine Auskunft würde ich mich freuen.
bertamberg schrieb am 14.12.2011 um 16:35
@ thinktankgirl schrieb am 14.12.2011 um 15:22

Berechtigte Frage.
seriousguy47 schrieb am 14.12.2011 um 15:45
"Rahab dürfte eine der Userinnen sein, wegen der in der Geschichte der FC die meisten “Blames” und Beschwerden in unserem Postfach landeten. Sie wurde 3 mal gesperrt. Und 3 mal wieder freigeschaltet. Dieses Maß an Nachsicht hat kein User und keine Userin jemals seitens der Moderation erfahren. Die Entscheidung, Rahab immer wieder eine Chance zu gewähren, traf nicht immer auf Gegenliebe. So wurde – wie ich finde zurecht – moniert, dass wir mit zweierlei Maß messen. Das taten wir, weil Rahab ein Mitglied der ersten Stunde und dementsprechend ein fixerer Bestandteil der FC als manch anderer Frischling war. Mit der vierten Sperre mussten wir unter diese verbale Narrenfreiheit einen Schlussstrich ziehen. Trotz aller Bemühungen."

Obwohl ich mich aus dieser Sache eigentlich heraushalten möchte und mir persönlich - mangels Information - auch gar kein Urteil bilden kann, möchte ich doch noch einmal sagen, dass ich die zitierte Begründung für schlüssig halte, und dass ich die Tatsache, dass überhaupt so begründet wird, für ein zentrales Qualitätsmerkmal der hiesigen Moderation ansehe.

Diese Entscheidung zu respektieren, wie es Gero Steiner formuliert hat, halte ich deswegen für das Minimum, das man als GAST hier aufbringen sollte, auch wenn man die Entscheidung - aus welchen Gründen auch immer - persönlich nicht akzeptieren mag.

Mir selbst scheint die Entscheidung angesichts DIESER Begründung ziemlich "alternativlos", denn sie nicht zu treffen hätte bedeutet, hier eine Zwei-Klassen-Community zu etablieren, in der die, die eine genügend große und laute Lobby hinter sich haben, gleicher gewesen wären als die anderen. Was aber im ersten Schritt noch als Würdigung tatsächlicher oder vermeintlicher "Verdienste" daher gekommen wäre, hätte später sehr schnell dazu führen können, dass diese sich auf "Mehrheit" berufende Lobby in eigener Sache nicht nur genehme Blogger geschützt, sondern auch unbequeme abzuschießen versucht hätrte.

Genau dies passierte, nach meiner subjektiven Einschätzung, bei der ZO Community, wo das Management zeitweise einer lautstarken Lobby geradezu hörig zuzuarbeiten schien. Wurde dies kritisiert, meldete sich diese Lobby als "wahre" Stimme der Community zu Wort und bestätigte als quasi unabhängige, demokratische Instanz, dass das Management zu Unrecht angegriffen wurde. So entstand eine sich selbst verstärkende Günstlingswirtschaft, die sich in dem Moment gegen das Management selbst wandte, als alle anderen "Feinde" erfolgreich verjagt worden waren. Der endgültigen Schließung der Community ging - so meine Wahrnehmung - also eine ziemlich heftige Selbstzerfleischung voraus.

Dies wünsche ich FC nicht, sondern, ganz im Gegenteil, viel Erfolg bei dem Versuch, ein linkes bzw. linksliberales Denk- und Diskussionsforum in der BRD-Medienlandschaft zu etablieren. Und JJKs Beitrag hier werte ich als wichtigen Schritt in diese Richtung und in Richtung Bewahrung der FC vor Entwicklungen, die die ZO-Community vernichteten - auch wenn natürlich die Schuld dafür sich bequem einer bösen Redaktion zuschieben lässt. dass funktioniert ja immer....

Den Beitrag hier kann man, anders formuliert, als lange hinausgeschobene Unabhängigkeitserklärung des Managements lesen. Und ohne solche Unabhängigkeit ist Moderation schlicht nicht möglich. Deshalb hoffe und wünsche ich, dass meine Lesart korrekt ist.

Es gibt da aber noch etwas anderes. Ähnliches passierte nämlich schon lange in der ZO Community. Und da möchte ich denen, die damals dort und jetzt hier ihren Protest und ihr Unverständnis kundtun - und nur diesen! - doch auch mal die Frage stellen, weshalb sie, in Kenntnis dessen, was damals bei ZO passierte, hier nicht den Versuch unternahmen, einer offenbar geschätzten Bloggerin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, BEVOR daselbe Kind wieder einmal in denselben Brunnen fiel. Wer mitbestimmen und der Moderation hineinreden will, sollte bitte auch den anderen Teil der Medaille beachten: die Mitverantwortung. Nur den bequemen Teil zu wählen, erhöht nicht unbedingt den Anspruch auf Gehör.

[Mir selbst fällt - dies noch als letzte Klarstellung - nichts Negatives zu Rahab ein. Ich bin ihr aber auch nicht sehr oft begegnet. Und offenbar nie in "kritischen" Threads.]

Angesichts des möglichen Abgrundes an Hass und Diffamierung, den ich bei einigen mit diesem Kommentar auslösen KÖNNTE, behalte ich mir vor, zu diesem Thema weiter nichts zu sagen.
GEBE schrieb am 14.12.2011 um 16:05
Werter @seriousguy47,
Ihren Kommentar oben kann ich inhaltlich absolut nachvollziehen und unterstützen!
SuzieQ schrieb am 14.12.2011 um 16:44
Was bei ZO gelaufen ist, weiß ich nicht,

mir geht durch den Kopf, warum 'der Mensch' als solcher nicht in der Lage ist, aus den Fehlern, die anderswo gemacht wurden, für sich selbst die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, um es auf eigenem Gebiet besser zu machen.

Unabhängig davon, ob es sich um eine Community, eine Grundschule oder eine Regierung handelt.
bertamberg schrieb am 14.12.2011 um 16:48
@ seriousguy47 schrieb am 14.12.2011 um 15:45

Sehr erhellend, danke für den Kommentar. Wenn hier Hass und Diffamierung folgen sollten, dann fehlt es wohl an Zivilität.

"Obwohl ich mich aus dieser Sache eigentlich heraushalten möchte und mir persönlich - mangels Information - auch gar kein Urteil bilden kann, möchte ich doch noch einmal sagen, dass ich die zitierte Begründung für schlüssig halte"

Das gilt auch für mich. Seit ich aber gelesen habe, wie viele Blogger die Entscheidung, Rahab zu sperren als sachlich nicht gerechtfertigt ansehen, komme ich zu dem Schluß, dass die terminale Strafe zu oft eingesetzt worden ist oder zu oft widerrufen worden ist und daher in Zukunft transparente, abgestufte Strafen ausgesprochen werden sollten. Ansonsten wäre das Bloggen mit Damoklesschwert garantiert.
Achtermann schrieb am 14.12.2011 um 17:59
@serousguy47

Deine Ausführungen teile ich. Wichtig ist, sich immer mal wieder zu vergegenwärtigen, dass wir hier einen Gaststatus haben. Als Gegenleistung habe sich den Freitag abonniert. Basisdemokratische Strukturen einzufordern, ohne auch nur in irgendeiner Form Verantwortung mitzutragen, ist für mich ein Widerspruch, der nicht aufzulösen ist. Ein Projekt oder eine Einrichtung zu leiten, wie z.B. den Freitag, hat weitaus mehr mit persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung zu tun als manche hier annehmen mögen, die diese Plattform als Servicestation für persönliche Meinungen und Stimmungen betrachten.

Beschreibungsversuche wie, es werde "derjenige gehen müssen, der nicht das macht, was Augstein oder Grassmann letztendlich sagen" halte ich wegen der Komplexität der Sache für völlig verfehlt. Sie mögen den eigenen Standpunkt verfestigen, insbesondere dann, wenn noch Beifall zu erwarten ist, tragen jedoch keineswegs dazu bei, das Projekt Der Freitag in erhellender Form zu beschreiben. Verantwortung für das Ganze zu haben bedeutet auch Regelsetzungen, die das Ganze nicht gefährden. Allererdings müssen diese Regeln transparent sein und gut zwischen Gleichheit innerhalb der FC und einer Einzelfallentscheidung abgewogen werden.
dame.von.welt schrieb am 14.12.2011 um 18:10
@seriousguy
Mitverantwortung? Für was denn genau? Dafür, daß sich jemand anderes, nämlich Rahab, 'benimmt'? Oder dafür, daß hier der präzise gleiche Fehler gemacht wurde wie bei ZO: ***die Verwechslung von Ursache und Wirkung***? Nämlich - die Sperrung einer Nutzerin, in deren Gegenwart sich stets Rassisten, Sexisten, Anmaßende lautstark entblätterten und ihr gegenüber extrem beleidigend und diskreditierend auftraten, sie nicht nur von beiden Redaktionen nicht dagegen geschützt, sondern ihr auch noch das Recht auf Selbstverteidigung abgesprochen wurde. Sperrung um des lieben Freitags-(Zeit-)Friedens willen - das kann doch nicht in Ihrem Sinn sein? Das mag ich angesichts Ihrer vielen Artikel und Ihres Engagements gegen S21 nicht glauben!

Wie Sie vermutlich wissen, teile ich in vielen Punkten Rahabs Haltung, formuliere mich aber i.d.R. sehr bewußt netiquette-kompatibel. Das schützt mich übrigens nicht mal ein bißchen vor Verleumdungen, Beleidigungen, Anmaßungen durch einige Nutzer - es schützt mich lediglich vor der Sperrung durch die Redaktion. Es schützte übrigens auch Rahab nicht, nicht mal vor der Redaktion, als sie z.B. als gomer_a in sachlich, freundlich, informativ rund ein Jahr nach ihrer Sperrung bei ZO schrieb und gesperrt wurde, nur weil sie bereits zuvor gesperrt wurde.

Es sind ihre Inhalte, die extrem stören - die (auch von ihr) verletzte Form und die deswegen hier wie bei ZO ausgesprochenen Sperrungen halte ich für Vorwände.

Meine Kritik an der Redaktion hier wie an der unter Johannes Kuhn bei ZO gilt in beiden Fällen dem Gemesse mit zweierlei Maß, nämlich eine Nutzerin nicht vor Übergriffen geschützt zu haben, Diskussionen nicht zu *moderieren*, sondern Rahab zu sperren, weil sie sich selbst gegen justiziable Übergriffe verteidigte - was m.M.n. die Aufgabe der Redaktion wäre, allerspätestens, wenn sie darum gebeten wird.

Sperrung ist der einfachere Weg - ist aber nicht Fairness, Transparenz, Gerechtigkeit, Nachvollziehbarkeit oder gar der Anspruch des Freitag nach 'Zivilität im Netz', nach Einebnung der Barrieren und Hierarchien zwischen Nutzern und Redaktion oder geeignet als Fundament zum Aufbau einer Community.

Was die Begründung ihrer finalen Sperrung durch frühere Sperrungen angeht: Rahab ist definitiv aus dem Alter 'raus, wo sie mittels Eckestehen zu erziehen wäre. Sie wurde überdies aus meiner Sicht ungerecht gesperrt, so z.B. einmal, weil sie völlig zutreffend 'völkische Denke' als 'völkische Denke' bezeichnete. Es wurde auch niemals die Ursache für Eskalationen diskutiert, geklärt, befriedet, beseitigt, beigelegt, sondern die Eskalation lediglich vertagt.

Was schwebt Ihnen als 'Rat und Tat', als Schutz vor dieser Verwechslung von Ursache und Wirkung denn vor? Was hätte Rahab Ihrer Ansicht nach anders machen müssen? Hätte sie nicht mehr gegen Rassismus, Sexismus, Anmaßung anschreiben sollen? Hätte sie am allerbesten gar nicht mehr schreiben sollen?

Mir wär's lieb, wenn Sie sich dazu noch mal äußern würden - ich hege auch garantiert keinerlei 'Abgrund an Hass und Diffamierung' gegen Sie, finde aber Ihre Einschätzung Rahabs/der aktuellen und der damaligen Situation ziemlich schräg. Eigentlich biedermeierlich - mir scheint, Sie erschießen versehentlich? die Botin der Scheißnachricht: es GIBT Rassismus, Sexismus und Anmaßung, auch beim Freitag.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 18:15
@achtermann
"derjenige gehen müssen, der nicht das macht, was Augstein oder Grassmann letztendlich sagen"
Da hast du was falsch verstanden: Das diente nur zur Beschreibung dessen, dass es auch in der Linken durchaus Hierarchiestrukturen gibt, was manche hier ja offenbar nich tsehen wollen, und bezog sich in der aussage auch nicht auf die FC, sondern die Mitarbeiterinnen des Freitag. Bitte sauber zitieren!
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 18:34
@achtermann
Und könntest du diesen Satz bitte erläutern? verstehe ich nicht:
"Sie mögen den eigenen Standpunkt verfestigen, insbesondere dann, wenn noch Beifall zu erwarten ist, tragen jedoch keineswegs dazu bei, das Projekt Der Freitag in erhellender Form zu beschreiben."
Uwe Theel schrieb am 14.12.2011 um 20:44
@
Achtermann schrieb am 14.12.2011 um 17:59

Deine (= @serousguy47) Ausführungen teile ich. Wichtig ist, sich immer mal wieder zu vergegenwärtigen, dass wir hier einen Gaststatus haben. Als Gegenleistung habe sich den Freitag abonniert.

Entschuldigung achtermann, wenn das einen Prämisse für irgendetwas sein soll, dann ist sie ohne jede Substanz, denn umgekehrt wird ein Schuh daraus:

Der Freitag hat beim Nutzer unentgeltlich eine Leistung eingekauft, nämlich die, dessen Kommentare unentgeltlch dem Nutzer gegenüber, selbst kommerziell verwerten zu können.

Der Nutzer muß dazu nicht einmal Abonnent sein, sondern alle Nutzer des FC-Blogs sind schlicht Autoren, die dem Freitag ein derartiges Nutzungsrecht abgetreten haben.

Mit dem Abonnement hat ein Abonnent nur ein wöchentlich zu erhaltenes Printexemplar des Freitag eingekauft, der Freitag sich verpflichtet dieses zu liefern.

Sonst gibt es keine Rechtsverhältnisse zwischen Lesern, bzw. Leser+FC-Nutzern und dem Freitag.

Tatsächlich genießen Nutzer nur ein Gastrecht, dass zwar nicht justiziabel ist, wohl aber ist das Hausrecht des Verlages ein justiziables Recht, das JJK als verantwortlicher Redakteur auch jederzeit durchsetzen kann und es von Fall zu Fall getan hat.

All das hat aber rein gar nichts mit dem Vorwurf, den Sie jetzt wiederholt erhoben hast zu tun, dass die Initiative "Wir müssen Reden!", oder auch nur Teile davon die "Übernahme des Freitag" mit daraus folgenden Haus- und sonstigen Rechten in und am Freitag gefordert hätte.

Diese Behauptung ist ein Popanz, der von Ihnen und einigen anderen hier gänzlich unbegründet und vor allen Dingen unbelegt, laufend erhoben wird, um einen scheinbaren Grund für die Zurückweisung der Inititaive zu haben.

Die Frontstellung, die Sie da zwischen Initiative und Redaktion zu konstruieen scheinen hat es von Seiten der Initiative aus den Gründen, die ihre Kritiker vorgeben schon gar nicht, nie gegeben und ich sehe auch sonst keine solche, es sei denn man interpretiert den Wunsch nach verbesserter Kommunikation und mehr praktizierter gegenseitiger Anerkennung und Berücksichtigung der den Freitag prägenden Ideen auf beiden Seiten als unbootmäßige Übernahmeforderung durch die Nutzer als eine solche.

P.S. : Ich klammerte hier ausdrücklich den Fall der Sperrung Rahabs aus.
Achtermann schrieb am 14.12.2011 um 23:37
@ Uwe Theel

Entschuldigung achtermann, wenn das einen Prämisse für irgendetwas sein soll, dann ist sie ohne jede Substanz.

Klar, ohne jede Substanz. So ist das mit meinem Buchstabensalat. Substanzlos. Auch dieses unter deinen immer wiederkehrenden apodiktischen Urteilen bringt mich nicht dazu, dir nicht zu antworten. Das mit dem Abo und der Plattform gilt für mich. Ich sehe das als Leistung und Gegenleistung. Du siehst dieses Verhältnis umgekehrt. Dem Freitag-Herausgeber hat es eine Ehre zu sein, dass du, werter Uwe Theel, auf dessen Plattform schreibst. OK, diese Sichtweise akzeptiere ich. Sie basiert einfach auf der unterschiedlichen Einschätzung der Bedeutungsschwere des eigenen Egos. Diese ruft, gerade wenn es an der Grandiosität der eigenen Selbsteinschätzung nicht mangelt, manchmal voreilige Schlussfolgerungen hervor, wie etwa diese:

All das hat aber rein gar nichts mit dem Vorwurf, den Sie jetzt wiederholt erhoben hast zu tun, dass die Initiative "Wir müssen Reden!", oder auch nur Teile davon die "Übernahme des Freitag" mit daraus folgenden Haus- und sonstigen Rechten in und am Freitag gefordert hätte.

Solche Interpretationen muss ich zurückweisen. Ziel meiner Äußerungen war, darauf hinzuweisen, dass ein Zusammenhang besteht, ich sag's mal ganz altmodisch, zwischen Rechten und Pflichten. Wer Rechte einfordert, ist meine These, muss auch Verantwortung tragen. Blogger können für das Projekt Der Freitag nur sehr begrenzt in die Verantwortung genommen werden, da, wie du richtig schreibst, "es keine Rechtsverhältnisse zwischen Lesern, bzw. Leser+FC-Nutzern und dem Freitag" gibt. Was sie tun können, ist die Übernahme von Eigenverantwortung mit Blick auf den Freitag, wenn sie Texte verfassen, im weiteren Sinn, sich an die üblichen Umgangsformen halten. Wenn diese Grenzen ohne Unterlass überschritten werden und nicht wenige Mitblogger darunter leiden, muss die Redaktion sich ihrer Admin-Rechte erinnern und Konsequenzen ziehen.
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 23:47
@achtermann
Hast du meine Frage über dem Kommentar von Uwe übersehen? Ich will dir gern folgen konnen un nicht fehlinterpretieren - deshalb wüßte ich gern, wie du das meinst, vielleicht mit anderen Worten?
seriousguy47 schrieb am 15.12.2011 um 00:35
@ dame.von.welt

Liebe Dame,

"es GIBT Rassismus, Sexismus und Anmaßung, auch beim Freitag."

Davon weiß ich - Freitag betreffend - nichts, was daran liegen mag, dass ich seit über einem Jahr meinen Tunnelblick auf S21 gerichtet habe. Aber ich weiß nun mal nichts davon. Ich würde aber von den Verantwortlichen erwarten, dass Sie solches - sofern es unstrittig und unkorrigierbar ist - unverzüglich und dauerhaft abstellen. Könnte es sein, dass da unterschiedliche Menschen etwas unterschiedlich definieren, tolerieren und ihre gegenseitigen Definitionen partout nicht akzeptieren wollen?

"Was schwebt Ihnen als 'Rat und Tat', als Schutz vor dieser Verwechslung von Ursache und Wirkung denn vor?"

Also es kann manchmal helfen, jemanden klar zu machen, was droht und den Vorschlag zu machen, sich erst einmal aus dem Kampfgetümel zurückzuziehen und/oder bestimmte Themen und/oder bestimmte Blogger einfach zu meiden. Aber da mir nichts Konkretes bekannt ist, kann ich auch nur im Allgemeinen und im Vermuten bleiben. Sie geben aber selbst eine Antwort, die auch mir vorschwebt: "formuliere mich aber i.d.R. sehr bewußt netiquette-kompatibel".

Ist es zuviel verlangt von Rahab, es ähnlich zu versuchen? Falls die Antwort "Ja" sein sollte, kann ich JJKs Entscheidung nicht kritisieren, denn er kann nicht moderieren, wenn Einzelne nicht mitspielen und für sich Sonderregelungen beanspruchen.

"Rahab ist definitiv aus dem Alter 'raus, wo sie mittels Eckestehen zu erziehen wäre."

Klingt nicht sehr respektvoll gegenüber der Moderation hier. Und wenn man es auf den Kern der Aussage reduziert, in meinen Ohren nicht sehr gut für Rahab. Wir sind hier eine Gruppe in dauernder Kommunikation. Das braucht Regeln. Deren Einhaltung wird - hoffentlich - durch (drohende) Sanktionen gesichert. Wer sich dagegen grundsätzlich wehrt, gefährdet die ganze Gruppe....Vielleicht sollte man auch noch einmal Michael Jaegers Beitrag über Individuum und Gruppe lesen?

"Es wurde auch niemals die Ursache für Eskalationen diskutiert, geklärt, befriedet, beseitigt, beigelegt, sondern die Eskalation lediglich vertagt."

Sollte es bei FREITAG so sein, würde ich es sehr bedauern. Aber ich kann nicht zu etwas Stellung beziehen, was mir nicht bekannt ist.

Ich selbst kenne Rahab fast nur aus dem, was ihre Verteidiger in solchen Situationen über sie sagen. Wenn das zutrifft, bedauere ich ihren Abgang. Aber man kann einem Menschen auch nur entgegenkommen oder helfen, wenn er/ sie dazu bereit ist, Hilfe oder Entgegenkommen anzunehmen. Wenn nicht, muss er/ sie die Konsequenzen tragen. Die so oft wiederkehrenden Muster werfen zumindest die Frage nach Lernbereitschaft und Lernfähigkeit auf. Andererseits scheint mir JJKs Begründung schlüssig.

Und ich stelle mir abschließend auch die Frage, welche Funktion eigentlich diese immense Aufmerksamkeit haben könnte, die dieser Fall generiert.....
Uwe Theel schrieb am 15.12.2011 um 00:49
@ Achtermann am 14.12.2011 um 23:37

0) Ich komme ohne Problemem wieder zum Du zurück, möchte aber bitten alle Polemik doch außen vor zu lassen:

1) Wenn ich von Substanz sprach, dann meinte ich logische und inhaltliche Substanz, eine These durch das Argument zu stützen. Da ist nichts persönlich oder moralisch gemeint.

2) Wieso meine Ansichten, wenn ich Deiner These, der das Argument fehlte, folge, apodiktisch vorgetragen seien und Deine Ansichten nicht, bleibt mir verborgen. Aber das nur am Rande

3) Möglicherweise habe ich mich zu knapp ausgedrückt, aber dass ich intendiert hätte, der freitag könnte froh sein mit meinen Texten beglückt zu werden, das ist wohl doch etwas sehr übers Ziel hinausgeschossen gedacht, die (apodiktischen?) Annahmen über mein Ego sind unbegründete Spekulation.

Zur Sache:

1) De jure geht der Nutzer ein Vertragsverhältnis mit dem Freitag ein, unter dem er ihm die Nutzung seiner Texte gestattet. (Nachzulesen in den AGBs. des Freitag. Das Ganze geschieht auf Grundlage des Urhberrechtsgesetzes, das keine andere Sicht der Dinge vorsieht, als die von mir geschilderte). Das klingt vielleicht apodiktisch, aber es ist die Rechtslage.

D.h. Der Freitag "kauft" eine Leistung beim Nutzer, für die er zahlen müsste, wenn der Nutzer es nicht freiwillig kostenlos zur Verfügung stellte.

Deine umgekehrte Sicht der Dinge, dass der freitag dem User etwas zur Verfügung stellte, trifft zwar de facto zu, hat aber de jure keine Folgen, da der Freitag mit seinem für den User durchaus nicht kostenlosen Angebot der Plattform ohne die Userentscheidung dort zu schreiben, keinen Content erwerben würde. Dass das Angebot des Freitag nicht kostenlos ist, ergibt sich daraus, dass der User durch Selbstausbeutung (Verzicht auf das ihm lt. Gesetz zustehende Honorar) dem Freitag das Angebot (mit)finanziert.

3) Das Hausrecht des Freitag: Das Hausrecht des freitag einen User im Extrem ad infinitum auszusperren, wie über seine Texte im Rahmen der Festlegunegn in den AGBs zu verfügen ist wieder Ausfluss des Verzichts des Users auf Festlegung eigener Rechte. Insofern ist er eben kein zufälliger "freier" Gast, der dem Freitag (umgekehrt s.o.) "dankbar" zu sein hätte, sondern Vertragspartner mit weniger Rechten als der Vertragspartner Freitag. Beide Vertragspartner sind natürlich an Einhaltung der Grundrechte, wie aller einschlägigen Vorschriften des BGB incl. seiner Klauseln von "Treu und Glauben" sowie der "guten Sitten" gebunden.

Wenn ein User BGB oder StGB verletzt, dann hat der freitag de jure das Recht den Vertrag als gebrochen zu betrachten. Wenn aber strafmündige erwachsene Menschen sich unterhalb dieser Grenze "fetzen", dann liegt es nicht im Geschmacksempfinden des Freitag, der eventuell Erziehungsaufgaben warzunehmen hätte, hier einzugreifen, sondern er kann sich nur vor Mitschuld im Hinblick auf Straftatbestände schützen, bzw. darauf achten, daß vertraglich, bzw. gesetzlich festglegte Pflichten und Rechte eingehalten werden.

Im Falle des zwischen Freitag und User geschlossenen Vertrages gelten ausschließlich die in den AGBs festgelegten Rechte und Pflichten beider Vertragspartner. Es gibt nur ihnen gegenüber eine "Verantwortlichkeit", genauer Vertragspflicht jene zu wahren, bzw. diese einzuhalten.

Was Du darüberhinaus über die "Verantwortung" des Bloggers geschrieben hast, fiele wieder in den Bereich von Moral und gutem oder schlechtem Benehmen, was aber weitestgend eben nicht justiziabel ist. Worunter Du oder ich dann litten, das machte einem anderen vielleicht nichts bis wenig aus, da sollte man sich nicht selbst zum Richter für alle machen oder die angenommenen "Eltern" rufen.

All das, was ich hier schrieb ist das Gegenteil eines Freibriefes für "basisdemokratisches" Verhalten, wie es sich hier im Blog als befürchtete Folge des Durchmarschs der Initiative "Wir müssen reden!" an der ein oder anderen Stelle schon vorgestellt und als Kritik vorgebracht wurde.

Wenn Du das so nicht gemeint hast, dann frage ich mich wo dann Deine Sorge herkommt, die Redaktion müsste die Verantwortung für den dazu allenfalls - und sei es nur manchmal - begrenzt fähigen Blogger als "Eigenverantwortung" übernehmen? Das drückt mir die Annahme eines wenig reifen und letzlich autoritären Verhältnisses zwischen Redaktion und Usern aus.
dame.von.welt schrieb am 15.12.2011 um 09:29
Lieber seriousguy,
Sie schreiben: 'Ich würde aber von den Verantwortlichen erwarten, dass sie solches (Rassismus, Sexismus und Anmaßung) - sofern es unstrittig und unkorrigierbar ist - unverzüglich und dauerhaft abstellen.'
Sehen Sie, da wären wir schon zwei. Das passiert aber wenig bis gar nicht, weswegen ich mich hier so unwohl fühle, daß ich mein Engagement hier in Kürze einstellen werde, es eigentlich seit Oktober schon eingestellt habe.

Zum 'sehr bewußt netiquette-kompatiblen Schreiben' - weder schützt es mich vor Beleidigungen, Anmaßung, Sexismus noch schützte es Rahab als gomer_a, wo sie genau das tat UND bei ZO gesperrt wurde. Weil sie als Rahab bereits gesperrt war (s.a. die Begründung von JJK, Rahab zu sperren, WEIL sie bereits gesperrt war). Ich hatte mit Rahab in der Vergangenheit genau darüber etliche Gespräche, in denen ich ihr 'sehr bewußt netiquette-kompatibles Schreiben' zum besseren Schutz ihrer Magenschleimhaut anempfahl - ich hatte unrecht. Es schützt nicht. Es hilft nicht.

Betrachten Sie nun bereits den Netiquette, AGB, StGB wahrenden redaktionellen Eingriff gegen Rassismus, Sexismus, Anmaßung' als 'Entgegenkommen'? Was bringt Sie auch auf die Idee, Rahab bedürfe der 'Hilfe'?

Sie beziehen übrigens bereits Stellung, indem Sie die Erklärungen von Jan Jasper Kosok für 'schlüssig' halten, obwohl Ihnen laut eigener Aussage weder Rassismus, Sexismus, Anmaßung noch die reine Vertagung von Eskalationen mittels temporärer Sperrung 'bekannt ist' und Sie Rahab 'fast nur aus dem kennen, was ihre Verteidiger in solchen Situationen über sie sagen'.
Warum machen Sie das? Etwas als 'schlüssig' zu befinden, worüber Sie offensichtlich sehr wenig wissen?

Bitte überlegen Sie einmal, wie verständnislos Sie reagieren würden, hielte ich Mappus Erklärungen für 'schlüssig' - nein, tue ich nicht und nein, ich möchte JJKs obige Erklärungen NICHT mit denen von Mappus vergleichen, sondern lediglich Ihrem 'S21-Tunnelblick' etwas entgegen kommen.

Damit zur 'Funktion' und der 'immensen Aufmerksamkeit': Sie erinnern die Causa Rainer Kühn? Der zusammen mit dem, vorsichtig formuliert, rechtslastigen Magnus Göller zusammen rausflog? Rahab wurde zusammen mit einem, vorsichtig formuliert, anhänglichen und ausschließlich provokanten Nutzer gesperrt.
In welche Ecken werden denn hier Nutzer geschoben, die wohl unstrittig immensen Kontent in die FC gespült haben - jeweils wegen Verletzung der Netiquette, die von der Redaktion, s.o. 1. Absatz, NICHT durchgesetzt wird?

Die Netiquette wird genau dann durchgesetzt, wenn es der Redaktion reicht. Das nennt man auch Hausrecht. Die 'immense Aufmerksamkeit' entsteht dann, wenn die Durchsetzung des Hausrechts als ungerecht empfunden wird, das wenigstens möchte ich für mich in Anspruch nehmen. Eine der 'Funktionen' scheint aber zu sein, daß nun einige ihre ganz eigenen Süppchen auf dem von vielen Streichhölzchen entzündeten Hexenfeuer für Rahab kochen möchten (was der nächste Grund ist, warum ich zu dieser 'Community' nicht mehr gehören möchte). Eine der Funktionen ist also die beim Freitag übliche Selbstreferenzialitis.

Meine 'immense Aufmerksamkeit' hat die Tatsache, daß JJK in seinem Artikel verschweigt, daß Rahab sich, so auch im Fall der Unterstellung der Holocaustleugnung von RdH, an die Redaktion wandte, um dergestalt justiziable Anwürfe *moderiert* zu sehen - oft ohne Erfolg, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Und, weil einer Ex-Nutzerin nicht nur das Recht abgesprochen wurde, sondern sie sogar dafür rausflog (und mit einem auch als Pranger zu verstehenden Artikel mit 'Halb- bis Unwahrheiten' vorgeführt wird), daß sie sich NACH erfolgloser Kontaktaufnahme mit der Redaktion selbst zur Wehr setzte.

Wäre sie übrigens tatsächlich eine so bösartige, trickreiche Anwältin, wie andernorts von u.a. ChristianBerlin konstruiert wurde, hätte sie von der Redaktion wohl die Herausgabe des Klarnamens von u.a. RdH verlangt und ihm per Gericht das Maul stopfen lassen, nein? Und womöglich - ich habe die AGB bzgl. der Haftung für Nutzerbeiträge gerade nicht parat - auch noch den Freitag dafür belangt, welcher Dreck hier *unmoderiert* rumstinkt.

Die Art und Weise der Ausübung des Hausrechts erscheint mir als das etwas größere Thema als Benimmregeln. Damit sind nämlich aus meiner Sicht die hehren Vorhaben des Freitag (Herrschaftsfreiheit, Einebnung der Hierarchien zwischen Nutzern und Redaktion, Zivilität) als reine Worthülsen entlarvt, was der nächste Grund ist, warum ich hier wohl nix mehr verloren habe.

Die 'so oft wiederkehrenden Muster' sind nicht nur Rahabs Part, sondern Medienpolitik. Bei der Zeit gleichermaßen wie auch beim Freitag. Rahab ist lediglich diejenige, die Scheiße magisch anzieht. Und in nicht enden wollender Geduld darauf hinwies, daß es stinkt. Macht es für Sie wirklich einen so grundlegenden Unterschied, ob sie nun 'Scheiße, es stinkt' oder 'Kot, es riecht etwas unfein' schrieb? Falls nicht, dann sollten Sie vielleicht doch einmal über tiefere Gründe für Rahabs Sperrungen nachdenken. Mein Schluß - man tötete lieber die Botin, als dem unfein riechenden Kot wirksam entgegen zu treten. Sowas spaltet.
seriousguy47 schrieb am 15.12.2011 um 15:33
@dame.von.welt

Liebe Dame.

"Die 'so oft wiederkehrenden Muster' sind nicht nur Rahabs Part, sondern Medienpolitik. Bei der Zeit gleichermaßen wie auch beim Freitag."

Das könnte der Schlüsselsatz sein, an dem unsere Wahrnehmung sich unterscheidet. Und es ist der Grund, weshalb ich mich hier überhaupt äußere. Zwischen der Ex-Community bei ZO und der Community hier liegen für mich - bei allen (auch negativen) Ähnlichkeiten - Welten. Woran das immer auch sonst noch liegen mag, das eher linke Spektrum der Blogger und die Art, wie hier gemanaged wird scheinen mir jedenfalls zwei Gründe dafür zu sein, weshalb ich hier bislang keineswegs wüste Gemetzel nach ZO-Art feststellen kann. Vor allem aber die kaum mehr zu unterbietende Dämlichkeit der Zensur bei ZO ist mir hier noch nicht begegnet. Ganz entscheidend aber ist für mich die Tatsache, dass und wie hier BEGRÜNDET wurde.

Was davon INHALTLICH zu halten ist, entzieht sich meinem Beurteilungsvermögen. Und dazu wollte und will ich auch nichts sagen, außer, dass ich Rahabs Fehlen bedaure. Das aber ist ein Gefühl, kein Urteil und keine Kritik.

FORMAL ist das Verhalten von JJK für mich in Ordnung und hebt sich wohltuend von dem ab, was bei ZO abging. Dieser Unterschied ist für mich wichtig und bewahrenswert. Deshalb, und nur deshalb habe ich mich hier eingemischt.

Es ist durchaus nicht so, dass ich hier nur mein S21-Zeug abwerfe und dann wieder das Weite suche. Natürlich schaue ich jedesmal, was so an Beiträgen da ist und lese gelegentlich auch mit. Dabei habe ich aber von all dem, was Sie an Negativem schildern nichts mitbekommen - was nur eine subjektive Feststellung ist.

Alarmiert war ich, als ich die Überschrift "Wir müssen reden" an meinem Tellerrand aufscheinen sah. Mein erster Gedanke war: Jetzt geht es also auch hier los. Und in diesem Alarmzustand bin ich auf diese Sperr-Threads gestoßen und habe schließlich versucht zu sagen, was ich sagen kann. Meine Intention dabei: es möge hier bitte nicht so werden wie bei ZO.

Und damit möchte ich es für mich bewenden lassen.
dame.von.welt schrieb am 15.12.2011 um 19:01
@seriousguy,
es ist hier, was die Selbstreferenzialitis angeht oder das, was Sie 'wüste Gemetzel' nennen, in meiner Wahrnehmung längst so, wie es bei ZO vor Relaunch war, nur etwas intellektueller und bösartiger.

Mit 'Medienpolitik' meinte ich bei ZO die unguten Entwicklungen von oben ab dem Auftauchen von Wolfgang Blau - das nur zur Klärung. Was beim Freitag, auch mittels Relaunch, passieren wird, steht völlig dahin.

Da Sie aber die schiere 'Tatsache, dass und wie hier BEGRÜNDET wurde', ausdrücklich gutheißen, ungeachtet von 'Halb- bis Unwahrheiten' (nämlich u.a. dem Verschweigen, daß Rahab die Redaktion um Editierung der Verleumdung ersucht hat, BEVOR sie sich öffentlich verteidigte und dafür rausflog) - möchte ich es für mich damit ebenfalls bewenden lassen. Da für Sie die 'Schlüssigkeit' einer dergestalt konstruierten 'Begründung' einer Verteidigung gegen haltlose und justiziable Verleumdungen übergeordnet zu sein scheint, ist weiterer Austausch wenig sinnvoll - da sind dann wohl Ihre und meine Prioritäten zu unterschiedlich.

Vielleicht interessiert Sie abschließend noch, was
ed2murrow am 08.12.2011 um 13:44 dazu schrieb www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/eine-minute-herr-innenminister

'Sehr geehrter Herr Kosok,
lieber Jan,

die Entscheidung, Bloggerin Rahab zu sperren, halte ich nicht nur für, sondern sie ist falsch.

Kurze Begründung: Gegen die Bloggerin wurde der Vorwurf strafwürdigen Verhaltens erhoben. Holocaust-Leugnung, das sollten Sie wissen, ist ein Straftatbestand des Volkverhetzungsparagraphen 130 StGB, dort insbesondere des 3. Absatzes (Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren). Die diesbezügliche Verdachtsäußerung ist nicht nur eine Beleidigung im herkömmlichen Sinne, sie steht vielmehr bereits tatbestandlich als falsche Verdächtigung im Sinne des § 164 StGB im Raum – eine Staatsanwaltschaft hätte bezüglich des anderen gesperrten Users keine Schwierigkeiten, einen Anfangsverdacht zu begründen.

Gegen diesen Anwurf hat sich Rahab verteidigt. Denn, und das ist das Wesentliche, einem solchen kann man nicht aus dem Weg gehen: Er steht im Raum und zwar beständig. Bis er entweder durch Tatsachen untermauert, entkräftet oder zurückgenommen ist. Das alles hat der andere gesperrte User nicht getan, so dass die Reaktionen von Rahab gerechtfertigt waren und es bis zum jetzigen Zeitpunkt sind. Mehr noch: Rahab hat die am wenigsten einschneidende Form der Verteidigung, nämlich die öffentliche gewählt. Ich bin mir sehr sicher, dass sich die online-Redaktion der Tatsache bewusst ist, dass weniger diskussionsbereite, dafür aber stringentere Teilnehmer an diesem Forum im Falle der Nichtlöschung derartiger Anwürfe jenes Users binnen Tagesfrist per einstweiliger Verfügung das Forum beräumt hätten.

Weil aber nicht das maßgeblich zu sein scheint, sondern die angebliche Verfehlung Rahabs in moralische Gefilden transponiert wird, eben jenes aus dem Weg gehen, dazu nur ein Satz: Wenn immer nur Klügere nachgeben, geht alles den Gang der Dümmeren.

Mit besten Grüßen, e2m' (dem ich mich anschließen möchte)
seriousguy47 schrieb am 15.12.2011 um 22:23
@dame.von.welt

Liebe Dame,

ich bitte um Verständnis dafür, dass ich hier - bei aller prinzipiellen Sympathie für Rahab - nicht Partei ergreifen kann und will.

Es scheint an irgendeinem Punkt ein Machtkampf unter Mitschwingen jeder Menge Metaebenen entstanden zu sein.... Das Problem in solchen Foren scheint mir ohnehin die Vorherrschaft der Metaebenen über die Sache zu sein, weshalb die Fokussierung auf die Sache vielleicht auch ein Weg zur Lösung ist....

An diesem Punkt scheint mir der Titel "Irgendwie Schweigen" ziemlich gut gewählt zu sein. Lassen wird die Sache doch jetzt, nachdem der Protest vorliegt, ein bisschen ruhen. Geben wir JJK und allen anderen Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und das, was vorgebracht wurde, sich setzen zu lassen. Je heftiger weitergekämpft wird, je mehr Porzellan zerschlagen wird, je bösere Motive unterstellt werden, desto unmöglicher wird es, die Situation zu reparieren. Ich selbst könnte es, bei all den verbrannten Brücken nicht. Also fordere ich es auch nicht von anderen.

Mein Vorschlag: alle versuchen, aus der Sache für die Zukunft zu lernen. Was, bleibt jedem selbst überlassen und wird die Zukunft der Community entscheiden.
hadie schrieb am 16.12.2011 um 11:07
Der Kommentar wurde von der Moderation editiert.
Achtermann schrieb am 16.12.2011 um 17:00
@ Popkontext

Und könntest du diesen Satz bitte erläutern? verstehe ich nicht: "Sie mögen den eigenen Standpunkt verfestigen, insbesondere dann, wenn noch Beifall zu erwarten ist, tragen jedoch keineswegs dazu bei, das Projekt Der Freitag in erhellender Form zu beschreiben."

Losgelöst vom Kontext kann es sein, dass Verständnisschwierigkeiten auftreten können. Ich wies darauf hin, dass eine Aussage wie die deinige, es werde "derjenige gehen müssen, der nicht das macht, was Augstein oder Grassmann letztendlich sagen" der Komplexität, eine Firma zu führen, wie Der Freitag eine ist, nicht gerecht wird. Sie vereinfacht stark die Gesamtzusammenhänge, etwa Arbeitsverträge, Redaktionsleitung, Vertrieb, Rechtsfragen, und haben die Funktion, die eigene Position, wie sie hier zum Ausdruck gebracht wurde, zu verstärken, ja zu verfestigen, ohne sich der Thematik im eigentlichen Sinn zu stellen, auch mit dem Ziel, ihr gerecht zu werden. Der populistische Standpunkt, der in dieser abschließenden Aussage zum Ausdruck kommt, kann schnell Beifallskundgebungen erzeugen und scheint auch darauf abzuzielen. Hätte ich aus dieser Aussage Anstrengungsbemühungen, dem Sachverhalt gerecht zu werden, entnehmen können, wäre sie wohl nicht geschrieben worden. Letztlich liegt es in der Sache selbst. Jemand schreibt einen Gedanken nieder, ein anderer greift ihn auf, trifft aber nicht den Kern der Aussage wie sie gemeint war. Manchmal geschieht das in böswilliger Absicht, bisweilen hat sich der Schreibende, und da schleiße ich mich ausdrücklich nicht aus, schlecht ausgedrückt.
Popkontext schrieb am 16.12.2011 um 17:18
@achtermann
Danke für die Erklärung. Ich verstehe zwar noch immer nicht, worauf du hinauswillst, aber manchmal redet man einfach aneinander vorbei.
Anchesa schrieb am 16.12.2011 um 19:23
@seriousguy47

Ich kann da nur zustimmen, mir kommts auch wie ein Kampf vor, in dem die Redaktion - oder JJK persönlich - in die Kniee gezwungen werden soll.
Das ist zumindest mein Eindruck, nachdem ich von außen dazu kam, und alles gelesen hab.
Aber wie sollte das weitergehen ? Angenommen, beide - Rahab und RdH - dürfen wieder posten, was würde sich ändern ? Wäre der persönliche Streit der beiden beendet ? Glätten sich die Wogen ? Ich glaube nicht !
Welche Wahl hat die Redaktion also ?
Tun sie nicht genau das richtige ? Nämlich ruhig bleiben ?
ChristianBerlin schrieb am 17.12.2011 um 10:45
@Anchesa

Tun sie nicht genau das richtige ? Nämlich ruhig bleiben ?

Richtig. So kehrt irgendwann Frieden ein - Friedhofsfrieden:

Neuer Negativrekord beim Freitag: mit 29 Kommentaren kommt man ins Ranking, der Spitzenreiter hat gerade mal 61
ChristianBerlin schrieb am 17.12.2011 um 10:57
@Anchesa

Da Du neu bist, noch eine Erläuterung zu der Tabelle. Vor 5 Wochen hatte ich geschrieben:

Im Moment scheint tatsächlich weniger los zu sein in der Community als noch vor ein paar Monaten. Das kann man relativ objektiv an den Charts ablesen – die absoluten Kommentarzahlen, Stillstand oder Bewegung sind ein sicheres Indiz für viel oder wenig Beteiligung und Resonanz.

Da lag die Schwelle noch bei 60 bis 80 Kommentaren, der Spitzenreiter lag zumindest noch bei ca. 200. Dass jetzt der Spitzenreiter gerade mal 61 Kommentare hat und man mit 29 Kommentaren in die Charts gelangen kann, ist ein neuer Negativ-Rekord, aber auch eine Chance für Newcomer, entdeckt bzw. überhaupt bemerkt zu werden.

Versuchs doch mal. Manche Kommentatoren sind zwar im Moment extrem beißwütig, aber das überlebt man allemal, solange man trotzdem noch weiß, was man will und was man sagt.

LG Christian
ChristianBerlin schrieb am 17.12.2011 um 11:11
@Anchesa

mir kommts auch wie ein Kampf vor, in dem die Redaktion - oder JJK persönlich - in die Kniee gezwungen werden soll.

Wir kämpfen hier gegen niemanden, nur um und für die Sache, und die da heißt:

Das Moderationsteam hat es diesmal auf die Titelseite geschafft.

Durch dieses Streit kamen JJK und sein Moderationsteam jetzt sogar auf der Titelseite des neuen Freitag - was will man mehr? ;)

LG Christian
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 11:38
@Christian

Etliche Kanditaten für die Spitzenreiter sind rausgenommen worden, um die Wogen zu glätten. Somit ist dein Screenshot für diese Woche nicht repräsentativ.
In den letzten 7 Tagen sind ca. 170 Blog-Beiträge eingestellt worden.
3 haben über 100 Beiträge und 2 davon behandeln das dornige Thema, 1ist der hiesige und dann ist da noch einer mit 60 Beiträgen, der nix mit all dem zu tun und trotzdem nicht erscheint.
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 12:07
Sorry, falsch gekuckt:

Der Blog-Beitrag mit 60 ist in der Liste.
ChristianBerlin schrieb am 17.12.2011 um 14:51
@thinktankgirl

Mir war klar, dass und wie die Liste manipuliert ist. Trotzdem. Ich kenne aber nur 2, die rausgenommen wurden, JJK "irgendwie schweigen" und Aber "Wohin steuert die Community".

Welches ist denn der dritte Beitrag, der in der Momentaufnahme keine 7 Tage alt ist, mehr als 100 Kommentare hat und nicht in den Charts erscheint?

Unabhängig von solchen Chart-Manipulationen kann nicht ohne Effekt bleiben, wenn fleißige Kommentatoren wie Rahab und Columbus gleichzeitig verschwinden und einige andere sich erst mal zurückhalten und überlegen, ob sie hier überhaupt weitermachen.

Wenn daraus ein Prinzip machen und auch rückwirkend alle "internen" Blogs zum Freitags-Konzept oder zu Moderationsentscheidungen aus den Charts wegdenken, sieht es im Moment dennoch flauer aus denn je. Oder nicht?
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 15:12
Der dritte:

ttg - Sperrpraxis in der FC

Und dann gibts noch einen vierten, den ich oben allerdings schon mitzählte, da Abers Blog 9 Tagen alt und somit eigentlich draussen ist (im doppelten Sinne):

Läntzsch - Relaunch
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 18:34
Lieber Uwe Theel,

@ Der Freitag - Nutzung fremder Texte

Ein weiterer Aspekt ist übrigens der geldwerte Vorteil, den der Freitag, durch die FC dadurch gewinnt, weil die Anzahl der Klicks auf die Seiten des FC, sich in dem Gewinn ausdrückt, den der Freitag mit der Werbung macht.

In diesem Sinn bringt die kostenlose Überlassung unserer Texte für den Freitag durchaus wirtschaftlichen Nutzen, weshalb auch daher das Verhältnis nicht so zu bezeichnen ist : wir, die FC, die armen Bittsteller, und der Freitag, der generöse Onkel, der uns völlig selbstlos Speicherplatz und Serviceleistung zur Verfügung stellt.

Wobei dies eine für mich alberne Diskussionsschiene darstellt. Aber, wenn hier Blogger und Kommentatoren sich in Akten freiwilliger Unterwerfung, weil sie womöglich Angst vor demokratischen Entscheidungen haben, dann hilft vielleicht das mir an sich unwichtige Argument des Geldes. Denn wenn die Devise des Freitags sein sollte, wer zahlt schafft an - was ich nicht glaube -, dann sollten sich die Vertreter dieser mE falschen These klarmachen, daß es der Freitag ist, der hier den wirtschaftlichen Vorteil nutzt. Ich habe damit kein Problem.

Grüße
Ullrich

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 18:51
Lieber Serious Guy,

@ Ich würde aber von den Verantwortlichen erwarten, dass sie solches (Rassismus, Sexismus und Anmaßung) - sofern es unstrittig und unkorrigierbar ist - unverzüglich und dauerhaft abstellen.

Sehen Sie genau da liege schon anders. Meines Erachtens sollte es nicht Aufgabe der Redaktion seinen gegen Rassismus, Sexismus und gegen jedwede menschenverachtende Einstellung abzustellen. Sondern es ist - und findet laufend statt - eine Aufgabe der Community. Eine Aufgabe für jeden einzelnen! Es sind hier erwachsene Menschen unterwegs, die nicht wie Kindergartenkinder die Redaktion um Hilfe bitten müssen. Die Redaktion sollte auf Regeln hinweisen, klar, die Redaktion ist die einzige Instanz, die am Ende eines Prozesses - im Sinne eines bedauerlichen Scheiterns, als ultima ratio dann die Aussperrung vollziehen kann, worauf sich die FC zuvor geeinigt hat. Hört sich mühsam an, wird auch mühsam sein, aber auch nicht mühsamer, als ich es hier oft genug erlebt habe, wie Kommentar auf Kommentar, es darum ging, Erkenntnisprozesse auszulösen. Und ja das funktioniert. Nicht immer, aber immer wieder. Dies gilt es zu stärken und nicht abzublocken.

Ein wenig erscheint es mir auch, wie eine Verweigerung der Realität, Meinungen die mir nicht passen, dadurch zu bekämpfen, daß man ihre Verbreitung behindert ist das am wenigsten geeignetste Instrument, sie zu verändern.

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 19:01
Lieber Christian,

schön Ihr Screenshot - nur solltest Du da vielleicht beachten, das meistkommentiert wird zensiert: alles zu wir-müssen-reden Fällt unter den Tisch ...

Grüße
Ullrich
Zeitleser schrieb am 17.12.2011 um 19:41
War es zum Schluss bei ZO ein Gemetzel? Und wird nun hier gemetzelt? Also das halte ich für übertrieben. Metzeln - wie der Monsieur aus Frankreich es gerne tat, war ja eher erhellend nach dem Motto, so kann man es auch formulieren. Er ist närrisch in seinen pauschalen, von keiner Einsicht in historische Notwendigkeiten getrübten Verdammungsurteilen über das deutsche System speziell des GG und seiner Meinung, dass alle die da gegenwärtig regieren besonders trübe Tassen sind, man kann darüber lachen oder sich mit ihm miterregen, wenn man selbst sich rasend darstellen will. Aber er war in der Form nie unflätig, sein Charme als Alterszorniger hat vergessen lassen, was er an extremen Brocken so alles gesagt hat. Jedenfalls nichts, was die Juristen nicht als massive Aggression sehen könnten.

Und da ist für mich die Scheidegrenze. Wer sich unflätig und grob gegen Wahrheiten aus provokatischer Absicht äußert, wird wissen was er tut und will. Er / sie nutzt den Kredit den man als Neuer / Neue hat aus, zertrümmert so viel an Porzellan wie möglich, freut sich über die Wirkungen und zieht weiter, wenn man ihn / sie aus der guten Stube hinausgeworfen hat.
Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 19:56
@Ullrich Läntzsch
"alles zu wir-müssen-reden Fällt unter den Tisch ..."
Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen bitte von wegen Zensur und so - die "Wir müssen reden"-Sachen waren, soweit sie da aufgrund der Anzahl der Kommentare hingehörten, auch bei den meistkommentierten zu finden.

Was derzeit nicht unter den meistkommentierten auftaucht ist die Diskussion zu Rahab und der Sperrpraxis hier. Das hat Jan oben begründet warum! Dass er "Wir müssen reden" da mit reinbringt, worauf ja bisher positiv reagiert wurde, ist mir auch nicht verständlich, aber offenbar hält er das aus meiner Sicht grundfalsch für den Beginn einer Anarchie hier, die er inzwischen nicht mehr akzeptiert.
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 20:14
Liebe Popkontext,

nun mein Blog vom 11.12. hätte ab dem 12.12. unter meinstkommentiert stehen müssen.

Auch derzeit mit 107 Kommentaren an 1. Stelle.

Wahrscheinlich wären es dann mindestens doppelt so viel.

Ich habe kein Problem. Die FC hat eins. Das große Problem hat der Freitag.

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 20:36
Das Problem, das der Freitag hat wird aber dadurch, dass hier derzeit einige Leute offenbar komplett am Rad drehen nicht besser. Das Forum ist, wie Jan richtig schreibt, im Moment unmoderierbar, weil JEDE Moderationsenmtscheidung, die irgendwem nicht passt, ob zu Recht oder nicht, hier bis ins kleinste breitgetreten wird, Leute absurde Dinge wie Selbstverwaltung und Demokratie in einen Froumsangebot eines Unternehmens (!!!!) forden und es zudem offenbar generell an JEDER Empathie und jedem Respekt gegenüber der Seite des Freitag fehlt.

Die Leute WAREN gesprächsbereit, aber wie ich schon woanders schrieb: Wenn ich mit jemandem ins Gespräch kommen will, um Verbessereungen zu erreichen, kann ích ihm nicht gleichzeitig konstant in die Fresse hauen. Und mich dann noch wundern, wenn er nicht mehr reden will.
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 21:05
@ popkontext

- welche einige Leute drehen offenbar komplett am Rad
- wer fordert hier Selbstverwaltung
- warum ist Demokratie in einem linken Projekt absurd
- wem fehlt es an jeder Empathie und jedem Respekt gegenüber des Freitags
- wer haut dem Freitag konstant in die Fresse

Fakten! Du weißt was ich meine ...
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 21:18
Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 19:56

... aber offenbar hält er das aus meiner Sicht grundfalsch für den Beginn einer Anarchie hier, die er inzwischen nicht mehr akzeptiert.

ANARCHIE nach ttg:

Marodierde Haufen stürmen das Verlagsgebäude des FREITAG. Der berüchtigte Bucaneer La Talpa fordert von Käptn Augstein die sofortige Absetzung des volontierenden Medizinstudenten. Der rostige Säbel an Augsteins Kehle zittert im schnellen Takt seines Pulses. Doch Big Johns Hand zittert nicht, als er Steuermann Jan am Fahnenmasten hochzieht. Seine Wut ist eiskalt, denn dieser Mann hat seine geliebte Kneipenwirtin fortgejagt. In seinen Augen ist kein Erbarmen.
Im Maschinenraum spielen sich entsetzliche Szenen ab. Ein als Pastor verkleideter Pirat zwingt den Programmier die perfid gefälschten Umfrageergebnisse zu berichtigen. Hohnlächelnd baut sein Kumpan aus herumliegendem Computerschrott schreckenerregende Skulpturen.
Zu Tode verängstigte Redakteure versuchen aus dem Haus zu flüchten. Aber es gibt kein Entrinnen. Denn da steht Schwarzkatz-Jenny mit ihrem Panzer. Und sie schiesst kaltlächelnd aus allen Rohren.
Wilde Schreie kommen aus dem Haus. Wir nehmen uns alles, alles, alles, gröhlt der betrunkene Haufen. Ein scheel grinsendes Individuum schleppt auf seinem Rücken den Goldschatz davon.
Das war das Ende eines stolzen, unabhängigen Hauses
Uwe Theel schrieb am 17.12.2011 um 21:20
@ Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 20:36

Das Problem, das der Freitag hat wird aber dadurch, dass hier derzeit einige Leute offenbar komplett am Rad drehen nicht besser."

Nicht nur ich frage Dich zum wiederholten Male

wer mit welchen Aussagen in >b>welcher Weise "am Rad gedreht" habe.

Dieser abstrakte und unbegründete Vorwurf hinter dem die bloße Behauptung steht, der freitag solle von der oder einer Initiative "übernommen werden" oder ihm die Autonomie, sein Hausrecht ausüben zu können genommen werden, wurde, bevor überhaupt irgendeine ausführliche Diskussion im Zusammenhang mit "Wir müssen Reden!" nach deren Start am 11.11.2011 in Gang gekommen war meiner Erinnerung in grundsätzlicher Form von z.B.

koslowski (12.11.2011)
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333359

Einer von vielen (12.11.2011 - inzwischen deaktiviert)
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333569

streifzug (12.11.2011)
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333171

achterman (13.12.2011)
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie#comment-333601

von anfang an in den Raum gestellt. Ich habe jetzt nur den einen Blog "Community, übernehmen Sie!" stichprobenartig ausgewertet. Die Reihen der Zitate und der Ähnliches äußernden Blogger ließe sich noch erweitern.

Fakt ist, dass diese Blogger zu den Kritikern um nicht zu sagen Gegnern des Projektes gehören. Weder sie noch JJK haben bisher belegen können, wo die Mitglieder der Intiative das Ihnen Vorgeworfene getan hätten, es wird nur gebetsmühlenartig wiederholt, es wird ein Popanz aufgeblasen.

Mit deratigen Äußerungen Popkontext, beförderst Du das Gegenteil von dem, was Du sagtst, dass Du tun willst: Du beförderst Wasser auf die Mühlen der Kritiker.

lg
ut
Uwe Theel schrieb am 17.12.2011 um 21:42
@ thinktankgirl am 17.12.2011 um 21:18

Die 5 Sternchen hast Du von mir!

Uwe
Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 21:48
Uwe, das hatten wir gefühlt schon 1000x un dich sage jetzt auch zum letzten Mal was dazu:

Es ist ein Unterschied, ob man einen sachlichen Dialog mit den Betreiber/innen dieses Forums unter Akzeptanz der gegebenen Verhätnisse und gegenseitigem Respekt sucht - oder ob man hier den Eindruck hinterlässt, man will den laden übernehmen, in dem man "Demoktratie" fordert und demnächst vielleicht noch Redakteure und Herausgeber wählen will und keine Moderationentscheidung mehr akzeptiert.

Dass JJK das auf "Wir müssen reden" bezogen hat, obwohl er ganz offenbar von der Reaktion hier auf die Sperrung Rahabs so verärgert und enttäuscht ist ist falsch. Das habe ich ihm auch gesagt.

Reicht 1000x bitte?

@thinktankgirl

- welche einige Leute drehen offenbar komplett am Rad
-----------> Die, die hier konstant von mangelnder Demokratie und Zensur reden, die keine Moderationsentscheidung mehr akzeptieren wollen etc.

- wer fordert hier Selbstverwaltung
------------>Lies bitte die Kommentare zu den diversen Artikeln, die in den letzten Tagen in Bezug auf die Diskussion um Rahab hier augetaucht sind

- warum ist Demokratie in einem linken Projekt absurd
------------> Weil man auch die ökonomische und strukturelle Grundlage des Projekts beachten muss. Hier handelt es sich, trotz des linken und offenen Anspruchs, NICHT um ein Projekt, indem Leute *wählen*, sondern das Angebot eines Unternehmens. Demokratie setzt eine Wahl voraus.

- wem fehlt es an jeder Empathie und jedem Respekt gegenüber des Freitags
-----------------> Indem man keine Moderationsentscheidung mehr akzeptiert ud alles konstant öffentlich ausführlichst in Frage stellt, verweigert man dem Moderator jeden Respekt, und auch dem Angebot, was hier gemacht wird. Auch wenn es natürlich nicht völlig uneigennützig ist, hat der Freitag ökonomisch nichts davon, sondern es ist mit ziemlicher Sicherheit ein Zuschussgeschäft.
Und hast du in den letzten Tagen irgendwann mal versucht, dich an Jans Stelle zu versetzen? Sowas bezeichnet man als Empathie.

- wer haut dem Freitag konstant in die Fresse
-------------->s.o.

Ich habe auch keine Lust mehr, das weiter auszudiskutieren, weil sich sowieso alles im Kreis dreht und es offenbar zu keinen neuen Erkenntnissen kommt.
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 21:55
@Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 21:48

Wie bereits anderweitig angemerkt, wenn du keine Namen und Fakten für deine Behauptungen nennen kannst, dann ... irgendwie schweigen!
Uwe Theel schrieb am 17.12.2011 um 22:20
@ Popkontext am 17.12.2011 um 21:48

und wenn Du es 1000000 Mal wiederholst, solange Du nicht sagts, wie, wo , wer "den Eindruck hinterlassen habe, man wolle den laden übernehmen, in dem man "Demoktratie" forderte und demnächst vielleicht noch Redakteure und Herausgeber wählen wolle und keine Moderationentscheidung mehr akzeptierte" (Zitat Popkontext; Konj. von U.T.) ist Deine Aussage eine hohle Unterstellung, die durch nichts gerechtfertigt ist.

Gegenüber ttg redest Du jetzt schon von der Tatsache, dass dieselben von Dir nicht genannt werdenden "Anarchisten" (den Begriff hast Du hier eingeführt) "keine" Moderationsentscheidung mehr akzeptiert werden würden.

Das ist absurd.

Dein Pochen auf den "kommerziellen Charakter" des Freitag-Unternehmens ist völlig fehl am Platze. Niemand hat dies je bestritten, oder würde als Linker die Implikate, die damit schon de jure verbunden sind, übersehen oder blödsinninge Schlüsse daraus ziehen.

Deine Verkürzung des Zusammenhangs auf die Diskussion, die sich um Rahabs Sperrung ergeben hat, zeigt, dass Du den wirklichen Zusammenhang um den es geht scheinbar nicht begriffen hast. Offensichtlich ist es so, dass Du, meinetwegen auch unberechtigte Kritik an der Redaktionsentscheidung, damit aber auch jede berechtigte in einen Topf wirfst, um hier objektiv etwas wesentlich anderes und Größeres zu Fall zu bringen, mindest dies billigend in Kauf nimmst.

Oranier jedenfalls hat in seinen Beiträgen wesentlich konstruktiver über den Fall der Sperrung Rahabs gesprochen, als Deine Einordnung des Falles jetzt offenbart.

Ich will mir auch nicht vorstellen müssen, dass Du glauben solltest, dass Deine "Verteidigungsreden" für die Redaktion deren Position und Sicht der Dinge richtig wiedergeben. Mir sind jedenfalls derartige Schilderungen von dort so nicht bekannt.

Dass JJK "angefressen" sei, kann ich nachvollziehen. Wenn Du mit 1 1/2 Leuten diesen Job machen müsstest, gingest Du zuzeiten auch auf dem Zahnfleisch. Ich halte die Leute dort aber nicht für so bescheuert, dass sie darüber ihre strategischen Ziele aus dem Auge verlieren, ein nicht ganz nur "irgendwie" linkes Meinungsprojekt hinzuschmeißen, bloß weil Du an die Wand malst, dass ein Anarchistenkonsortium eine feindliche Übernahme der kapitalistischen Freitag CoKg vorhätte.

Bis Bald

im Salon au désespoir

Uwe
Popkontext schrieb am 18.12.2011 um 00:04
@Uwe
Langsam verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass der Grund dafür, dass du meine Sachen in aller Regelmäßigkeit zu 90% komplett mißinterpretierst offenbar damit zu tun hat, dass du die Beiträge gar nicht richtig liest. Anscheinend ist das auch bei Jans Beitrag oben der Fall.

Deshalb hier nochmal, was er geschrieben hat - vielleicht klappt das nochmal mit dem Nachdenken:

"Ich habe meine Hand anders als manch anderer hier weit ausgestreckt und in den letzten Tagen dafür nichts als Häme geerntet. Die angebotene Kooperation bzw. das Eingehen auf “Wir müssen reden” wurde hier mehrfach als Startschuss zur vermeintlich basisdemokratischen Zerlegung (angerührt mit allerlei Subjektivem, Beleidigungen und Halb- bis Unwahrheiten) all dessen, was wir entscheiden, missverstanden."

....

"Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht. Wer will, kann sich an community-support@freitag.de wenden."
Ullrich Läntzsch schrieb am 18.12.2011 um 00:11
Liebe Popkontext,

einefach Behauptungen in die Welt setzen, sie widerlegt zu bekommen und dies zu ingnorieren, trägt nicht dazu bei deinen Argumentationen die Aufmerksamkeit zu schenken, die ich an sich gern bereit bin aufzubringen.

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 18.12.2011 um 00:17
@Ullrich
Welche Behauptungen habe ich in die Welt gesetzt und sie widerlegt bekommen?
Ullrich Läntzsch schrieb am 18.12.2011 um 01:04
Liebe Popkontext,

hier Dein kompletter, anfolged widerlegter Kommentar:

Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 19:56
@Ullrich Läntzsch
"alles zu wir-müssen-reden Fällt unter den Tisch ..."
Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen bitte von wegen Zensur und so - die "Wir müssen reden"-Sachen waren, soweit sie da aufgrund der Anzahl der Kommentare hingehörten, auch bei den meistkommentierten zu finden.


Wer meinen Blog

www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab

als reinen Beitrag zur Sperrung Rahabs begreift, hat ihn nicht zu gelesen, daher hier noch einmal den Absatz von doch wohl allgemeiner Relevanz:

Ja, es kann auch angemessen sein jemanden aus der FC auszuschließen. Ich denke ich kann mir die Stichworte dafür sparen, wann sich eine Diskussion darüber erübrigt. Was sich aber nie erübrigt wäre ein dem vorausgehender demokratischer Akt - eine Abstimmung. Aber ohne eine Abstimmung, zu der die gesamte FC zugelassen sein muß, hinterläßt jeder Ausschluß ein ungutes Gefühl.

Grüße
Ullrich

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 18.12.2011 um 01:04
Liebe Popkontext,

hier Dein kompletter, anfolged widerlegter Kommentar:

Popkontext schrieb am 17.12.2011 um 19:56
@Ullrich Läntzsch
"alles zu wir-müssen-reden Fällt unter den Tisch ..."
Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen bitte von wegen Zensur und so - die "Wir müssen reden"-Sachen waren, soweit sie da aufgrund der Anzahl der Kommentare hingehörten, auch bei den meistkommentierten zu finden.


Wer meinen Blog

www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab

als reinen Beitrag zur Sperrung Rahabs begreift, hat ihn nicht zu gelesen, daher hier noch einmal den Absatz von doch wohl allgemeiner Relevanz:

Ja, es kann auch angemessen sein jemanden aus der FC auszuschließen. Ich denke ich kann mir die Stichworte dafür sparen, wann sich eine Diskussion darüber erübrigt. Was sich aber nie erübrigt wäre ein dem vorausgehender demokratischer Akt - eine Abstimmung. Aber ohne eine Abstimmung, zu der die gesamte FC zugelassen sein muß, hinterläßt jeder Ausschluß ein ungutes Gefühl.

Grüße
Ullrich

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 18.12.2011 um 01:31
@Ullrich
EBEN! Darum ging es mir ja - dass die aus meiner Sicht auch tatsächlich sowohl taktisch als auch inhaltlich falschen Sperrung Rahabs einige Leute hier veranlasst hat, diverse auch weniger zentrale Moderationsentscheidungen öffentlich ausführlichst in Frage zu stellen, "Zensur" zu scheinen und mehr "Demoktratie", "Basisdemokratie" und "Herrschaftsfreiheit" zu fordern und die Community praktisch unmoderierbar zu machen, ohne den ganz großen Eklat herauszufordern. So habt iht JJK gar keine Chance gelassen, vielleicht die Rahab-Sperrung nochmal sachlich zu diskutieren. Da ist nicht wider-, sondern *be*legt.

Guckt euch mal an, wie die Freitags-Leute auf das "Wir müssen reden"-Projekt reagiert haben - auch in Bezug auf Kommentarbeteiligung:
www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/wir-muessen-reden

Es gab weiter gute Ansätze - gute, wichige Gespräche, Gesprächsangebote, neue, sachliche Blogs, die die Kommunikation zwischen Community und Redaktion verbessern sollten. Sehr konstruktive Ansätze zur Verbesserung der bestehenden Problem. Das ist jetzt erstmal alles futsch, weil hier einige Leute - ob ihnen das bewußt ist oder nicht - den Elefant im Porzellanladen abgegeben haben. Ist es so schwierig zu begreifen?

Wenn ihr einen demokratischen und herrschaftsfreien Blog haben wollt, macht einen eigenen auf - das war von Anfang an mein Vorschlag. Und das auch völlig unironisch und sachlich gemeint. Da ich auch um die Probleme weiß, die mit Moderation / Nichtmoderation verbunden sind, wäre ich auch als große Freundin des Selbermachens allerdings nicht dabei. Habt ihr euch schon irgendwann mal Gedanken um die andere Seite gemacht? Das meine ich mit mangelnder Empathie. Wenn du von Mediation sprichst, ist Empathievermögen ein ganz entscheidender Punkt.
Popkontext schrieb am 18.12.2011 um 01:34
- auch in Bezug auf Kommentarbeteiligung *der Moderation* (und JA).
thinktankgirl schrieb am 18.12.2011 um 10:46
@Popkontext

Den Begriff "herrschaftsfrei" habe ich dir an einem anderen Ort bereits erklärt.
Wenn du es nicht verstanden hast, wiederhole ich es gerne nochmals.

Und die Elefanten im Porzellanladen haben wir dort auch schon einmal abgehandelt.

Du versuchst hier mit den ständig selben Andeutungen - die wir anderweitig eigentlich bereits geklärt hatten - eine Front zwischen einigen Usern und der Moderation aufzubauen.
Ich frage mich allmählich, was du damit bezweckst. Allerdings behalte ich meine Überlegungen für mich, da sie a) nur Mutmassungen und b) wenig schmeichelhaft sind.
Ullrich Läntzsch schrieb am 18.12.2011 um 10:57
Liebe Popkontext,

nein, da bin ich beharrlich, nenne es meinetwegen hartnäckig, aber deine Aussage vom 17.12. - 19:56

die "Wir müssen reden"-Sachen waren, soweit sie da aufgrund der Anzahl der Kommentare hingehörten, auch bei den meistkommentierten zu finden.

Das ist nun einmal objektiv falsch. Was ist denn daran so verdammt schwer, dies einzugestehen?

Es ist mühsam, nervraubend, einfach unerfreulich, mit jemandem zu diskutieren, der nicht bereit ist, einen Irrtum auch mal einzugestehen.

Grüße
Ullrich
thinktankgirl schrieb am 18.12.2011 um 11:24
Und noch was Popkontext:

Es gibt einen Unterschied zwischen:

- Hi ttg, dein Blog war blöd, weil du deinen eigenen - ttgs - Interessen geschadet hast

und wie du es machst

- Hi ttg, dein Blog war blöd, weil du meinen - popkontexts - Interessen geschadet hat

Du verstehst was ich meine?
seriousguy47 schrieb am 18.12.2011 um 15:42
@ Ullrich Läntzsch

"die Redaktion ist die einzige Instanz, die am Ende eines Prozesses - im Sinne eines bedauerlichen Scheiterns, als ultima ratio dann die Aussperrung vollziehen kann, worauf sich die FC zuvor geeinigt hat."

Genauso war das mit dem Zitat prinzipiell gemeint. Falls allerdings zutrifft, was dame.von.welt immer wieder geschrieben hat, dann kann diese ultima ratio im Einzelfall ziemlich schnell gefordert sein und sollte dann auch schnell erfolgen: z.B. schnelle Löschung von Beleidigungen plus Verwarnung.

Ob das hier ein Kindergarten ist oder nicht, liegt leider immer beim Einzelnen und kann von der Community eher nicht beeinflusst werden. Und dann braucht es halt eine Nanny....
seriousguy47 schrieb am 18.12.2011 um 15:52
@ Anchesa

Ja, so schnell kann man eine Sternenohrfeige geklatscht bekommen!

Ich möchte mich aber für den "Eindruck" bedanken, der, wenn er von "außen" kommt, erhellender sein kann als manches von "innen". Was die Sache selbst betrifft, kann er richtig sein, selbst wenn von der Redaktion Fehler gemacht worden sein sollten.
Anchesa schrieb am 19.12.2011 um 19:54
Lieber ChristianBerlin,
vielen Dank für die Tips, sie sind sehr hilfreich, bin noch ziemlich unsicher hier unterwegs ;-)
Die "Friedhofsstille" - die ja eigentlich keine Stille ist, ist aber ganz angenehm für nen Neuling, das doppelte "Pensum" würd ich noch nicht verkraften :-)
LG Anchesa
Anchesa schrieb am 19.12.2011 um 19:54
Lieber ChristianBerlin,
vielen Dank für die Tips, sie sind sehr hilfreich, bin noch ziemlich unsicher hier unterwegs ;-)
Die "Friedhofsstille" - die ja eigentlich keine Stille ist, ist aber ganz angenehm für nen Neuling, das doppelte "Pensum" würd ich noch nicht verkraften :-)
LG Anchesa
weinsztein schrieb am 15.12.2011 um 02:25
[Lieber JJK,
der Sie da schweigen und Beiträge zu Moderationsentscheidungen zu löschen in Aussicht stellen. Bitte lesen Sie!]

Erfreulich wäre, wenn die Redaktion die Regeln wahren würde. Im speziellen Fall Rahab den Fantastilliarden an Beleidigungen, Diffamierungen und ehrenrührigen und justiziablen Unterstellungen an ihre Adresse nicht mit derartigem Desinteresse begegnet worden wäre. Dann wäre es nämlich nicht notwendig gewesen, daß sie sich dagegen verteidigt. Übel genommen wurde ihr, daß sie *mit gleicher Münze* herausgab.

Erfreulich wäre auch, wenn in der Redaktion begriffen würde, daß an den meisten Nutzer hier seit mitunter einigen Jahrzehnten niemand mehr erziehungsberechtigt ist. Wie auch, daß ungerechte Sperrungen der Vergangenheit keine ungerechte Sperrung der Gegenwart rechtfertigen. Abschließend, daß Rassismus keine sachlich zu diskutierende 'Theorie' und 'Position' ist, sondern ein Verhalten, das die *eigene Aggression* in Form von mindestens undifferenzierter, oft glatt herbeigelogener, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit rechtfertigt. www.freitag.de/community/blogs/goedzak/rassismus---und-wie-er-wirkt-von-rahab

Sie, Rahab, ist Leuten auf die Füsse getreten, wo alle anderen ausweichen. Das ist leider dringend notwendig hier, wo die Meinungsfreiheit so weit geht, dass ihr Hetzer, Lügner und Propagandisten schreiben lasst, solange sie nicht massiv verbal ausfallend werden - da habt ihr eine erstaunliche Toleranz. Die meisten Community-User sind entweder zu ermattet, sich noch dagegen zu wehren oder haben die absolut begründete Angst, selber zum Opfer von häufig persönlichen Angriffen zu werden, wenn sie einschreiten, gegen die sie sich nicht wirklich wehren können.
Ich finde die Entscheidung weiterhin sehr bedauerlich, nicht nachvollziehbar und halte sie für einen ganz großen Fehler.

Und ich halte es eben unter den gegebenen Verhältnissen eher für problematisch, dass zumindest formal alle gleich behandelt werden: Irgendein Arsch, der sich gerade angemeldet hat, um nur mal ein bisschen zu stänkern, und Leute, die fest in der Community verankert sind und diese auch bereichern - deshalb gibt es hier auch so einen Aufruhr um Rahab. Und kaum einer bemerkt und wohl niemand bedauert, dass "Ebru" weg ist.

"Lieblinge" im Sinne, dass man Leute stützt, die die Community inhaltlich bereichern und voranbringen finde ich nicht nur ok, sondern sogar wichtig. Da muss man dann allerdings das richtige "Händchen" dafür haben.

[Von mir nach gusto ausgewählte und von mir zu Hundertprozent unterschriebene Zitate aus Kommentaren von DameVW und Popkontext. Ich wünschte, auch Redakteurinnen und Redakteure würden dazu etwas schreiben.]
oranier schrieb am 15.12.2011 um 20:14
@ JJK

Ich bin des trocknen Tons nun satt (Mephisto).

Nachdem ich mich hier bisher in der Kontroverse zurückgehalten und zu differenzieren versucht habe (was Angriffe nicht verhindert hat), nun ein Kommentar von mir, weil ich für unerträglich halte, was hier z.T. abgeht.

Als ich von Rahabs Sperrung erfuhr, habe ich mich erst mal versucht über die Hintergründe schlau zu machen und nicht gleich loszupoltern, wie es hier auf z.T. unqualifizierte Weise beobachtbar ist. Meine Spontane Reaktion war: So kann man das nicht machen, und zwar aus sachlichen Erwägungen heraus, nicht aus Gründen der Sympathie, die Rahab bei mir wegen der von dir oben hervorgehobenen Qualitäten und Aktivitäten genießt.

Wo wirklich so etwas stattfindet, was nicht nur mein Eindruck war: jemand äußert eine Beleidigung, gar einen solchen Vorwurf wie Holokaustleugnung, ist es tatsächlich verfehlt, beide über einen Leisten zu schlagen. Bei näherem Hinsehen kam bei mir eine Differenzierung auf zweierlei Weise zustande: erstens ist es aufgrund der Textgrundlage mit dem Vorwurf, zumindest als bewusstem, keineswegs so eindeutig, wie es erscheint, wenn nur von Rahabs Darstellung und Vorhaltungen sich leiten lässt. Davon hat sich nach meiner Beobachtung selbst so ein kluger Mann wie Wolfram Heinrich, offenbar nicht so vertraut mit der komplizierten Sache: Juden als Volk oder als Religionsgemeinschaft, vorschnell vereinnahmen lassen. Meine spontane etwas polemische Reaktion auf ihn tut mir im Nachhinein etwas leid und ich entschuldige mich dafür, zumal ich die notwendige Diskussion dadurch offenkundig nicht befördert, sondern behindert habe. Ungeachtet dessen war und bleibt meine Differenzierung richtig: Wenn jemand behauptet, der Massenmord an den Juden sei kein Genozid gewesen, kann diese Nrhauptung bei nicht so differenziert Denkenden oder Wissenden in der Tat nahelegen, hier werde der Holokaust zumindest relativiert.

Die zweite Differenzierung: Gesetzt, die Sache wäre so und so eindeutig, wie von Rahab nahegelegt, wäre es nicht an ihr, darüber in eine Endlosstreit-Schleife zu geraten, was offenbar nicht singulär war, sondern die Sache bei der Moderation, wo die nicht funzt, vielleicht sogar bei der Staatsanwanltschaft anzuzeigen. Ich habe so etwas bei der FR schon einmal exekutiert, wo der Moderator sich zierte, einen erwiesenen rassistischen Kommentar zu löschen bzw. den Kommentator zu sperren. Habe einen entsprechenden Briefentwurf an die Frankfurter Staatsanwanltschaft gepostet, und die Sache wurde ratz-fatz bereinigt. Einschließlich meiner Blog-Mitgliedschaft, versteht sich. Allerdings sind dann mit mir zusammen gleich sechs weitere geistreiche Kommentatoren ausgezogen, und da deren so viele dort nicht waren, hat sich das FR-Blog von diesem Aderlass nie erholt (das ganze ist lange her und aus dem Gedächtnis geschrieben. Die Reihenfolge und die konkreten Anlässe von mehreren Konfliktfällen können von der Darstellung abweichen).

Diese Aspekte habe ich hier versucht, differenzierend zu bedenken zu geben, es interessiert entweder kein Schwein oder es wird missdeutet und gegen meine Person gewendet. Zur inhaltlichen Problematik hatte ich noch eine Erörterung angekündigt, auf die ich angesichts dieser Reaktionen und Nichtreaktionen aber wohl verzichten werde.

Aus genannten Gründen, auch, da hier komplexes Fachwissen bei euch nicht vorausgesetzt werden kann (immerhin hast du wohl einen Blick in Wikipedia über das Judentum geworfen. Ein solcher hätte auch WH darin belehren können, dass Juden sich ggf. sowohl als Religionsgemeinschaft als auch als Volk verstehen. Mehr ist von dir da nicht zu erwarten.)

Insofern ist deine erläuternde Darstellung des Vorgangs, die Abstraktion von der Sachauseinandersetzung und die Konzentration auf die Form der Diskussion rational und nachvollziehbar und zu respektieren, auch wenn ein schaler Rest von Unbefriedigtsein bleibt.

Was ich etwas bedauere, ist, dass du nicht einfach die Information geschaltet hast, ohne Kommentarmöglichkeit. Die hat erkennbar nichts Neues hervorgebracht, nur weiteres böses Blut erzeugt.

Was ich von den klügeren Unterstützern Rahabs nicht erwartet hätte, ist das taktische Ungeschick. Es dürfte doch klar sein, dass die Redaktion im Moment deiner Blog-Benachrichtigung dringend die Lufthoheit zurückerobern musste, sollte hier kein Chaos ausbrechen.

Also spreche ich dich hier stellvertretend für die Besonneren an, und bitte dich, erst einmal Ruhe einkehren zu lassen und Distanz einzunehmen. Achte vielleicht verstärkt auf Gerechtigkeit, Konsequenz und Transparenz bei der Beachtung der Regeln, und wenn der Zahn der Zeit Gras über diese Wunde hat wachsen lassen, kehre bitte zurück zu deinen kooperativen Ambitionen und Aktivitäten. Die FC braucht das und dich.

In Freundschaft und Solidarität

oranier
oranier schrieb am 15.12.2011 um 20:22
P.S.
An alle, die meinen, reflexartig auf mich losgehen zu müssen, ohne sich mit meinen differenzierten Argumenten ernsthaft auseinanderzusetzen:

Ihr mich auch!
Uwe Theel schrieb am 15.12.2011 um 21:15
@ oranier schrieb am 15.12.2011 um 20:22

"Ihr mich auch!

Not only for old time sake:

I will not.

Uwe
g. schrieb am 16.12.2011 um 04:58
Bekommt man als Redakteur wenigstens eine Erschwerniszulage, wenn man manche Diskussionen lesen muss?
oranier schrieb am 16.12.2011 um 15:36
Liebe Kommentatoren und Kommentatorinnen!

Man muss auch Irrtümer zugeben können. Das gehört zu den Grundprinzipien intellektueller Redlichkeit bei geistigen Auseinandersetzungen. Diese Fähigkeit bzw. diese Bereitschaft habe ich bisher bei meinen Kontrahenten vermisst. Aber den Maßstab muss ich auch zumal an mich selbst anlegen. Gelegentlich wird man auch durch äußere Anlässe dazu ermuntert.

Denn nun bin ich, bzw. ist einer meiner Kommentare, heute Morgen sozusagen selbst Opfer eines Verfahrens der Redaktion geworden, das mich befürchten lässt, dass ich mich in meiner Einschätzung geirrt habe.

Der Vorgang ist weniger der, dass ich mich in dem Blog "Wohin steuert die Community" vehement gegen die Charakterisierung von sprachlichen Äußerungen als Gewaltakten gegen Leib und Leben gewandt habe und die Redaktion in ihrer Begründung der Kommentarschließung, ausgerechnet statt von zu heftigem Streit oder unerträglichen Wortgefechten, von "sich gegenseitig zerfleischenden Diskussionsteilnehmern" spricht. Das mag man noch als Gedankenlosigkeit oder Ignoranz gegenüber einem Kommentator verbuchen, den man lieber für spitzfindig hält, statt das man bereit ist, seine in solchen Fragen womöglich etwas hörere Qualifikation anzuerkennen und seine entsprechende Kritik zu beherzigen.

Genau in dem Kontext ist aber wohl zu sehen, was mich doch sehr stutzig gemacht hat: Jemand bedenkt einen, wenn auch knapp, begründeten Kommentar von mir mit einem Attribut, das schon in seiner konventionellen Bedeutung mehr als pauschal herabwürdigend ist, ein Schimpfwort, das an die Stelle des Arguments gesetzt erscheint, das aber zusätzlich durch den spezifischen Gebrauch, den der Propagandaminister Goebbels davon gemacht hat, durch und durch antisemitisch verseucht ist.

Das haftet einem solchen Wort als Konnotation fürderhin an, das lässt sich nicht einfach weg ignorieren. Es ist allerdings möglich, davon nichts zu wissen. Das habe ich diesem Jemand deshalb deutlich zu machen versucht, ihn auch gegen seinen Widerspruch darauf hingewiesen, dass die antisemitische Verwendung kein Zufall war, sondern durch die Wortbedeutung selber nahegelelgt wird.

Was macht zu meinem großen Erstaunen die Redaktion? Lässt die Schmähung stehen und löscht meine kritische Replik.

O-Ton:

"Das, Herr @oranier, ist Rabulistik in der höchsten Ausbaustufe."

***** Teile des Kommentars wurden von der Moderation editiert.

Wenn das keine Analogie zum hier im Umgang mit Rahab Kritisierten ist, dann weiß ich es nicht.

Mein erster Reflex war, die Redaktion zu bitten, meinen vorstehenden Kommentar zu löschen, der dergestalt womöglich auf einem viel zu naiven Verständnis beruht.

Jedoch habe ich mich eines besseren besonnen, getreu dem zitierten Lutherwort: "Das Wort sie sollen lassen stahn". Hier, damit man die Dinge zurückverfolgen kann.

Ich nehme also ausdrücklich zurück, was ich oben geschrieben, behaupte zwar nicht das Gegenteil, halte das aber jedenfalls nunmehr für möglich, wenn nicht gar für wahrscheinlich.

Grüße
oranier

Nachtrag:
1. Meine Kritik richtet sich ausdrücklich an die Redaktion, nicht an den Kommentator, dem ich sowohl eine andere Sichtweise zubillige als auch die Möglichkeit, die Sache in Freiheit nachträglich zu bedenken.
2. Den Begriff samt seiner antisemitischen Verseuchung erörtere ich ggf. noch ausführlicher in einem eigenen Blogtext.
oranier schrieb am 16.12.2011 um 16:09
Kann das auch hier noch eben anhängen, wird vielleicht sogar eher wahrgenommen als ein Blogtext von oranier.

Mir war sowohl die problematische Bedeutung des Begriffs als auch die fragwürdige Konnotation klar. Das kann ich vorderhand nicht von jedem, auch nicht von der Redaktion erwarten. Es ist bzw. war mein Metier. Es konnte sich aber auch die Redaktion und kann sich jeder selbst kurz und knapp im Anschluss an meine kritischen Hinweise ein Bild davon machen.

Z.B. hierüber:

1.
www.schlagfertigkeit-blog.de/was-ist-rabulistik/

2.
www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=7025
Antisemitismus und Literatur
Ein Interview mit Marcel Reich-Ranicki
Von Bettina Röhl

MRR: Es gibt etwas im Zusammenhang mit diesem Thema, das mich tief gekränkt hat. Iris Radisch hat, als sie von meinem Buch hörte, von dem Kapitel über meine Rolle in der "Zeit" an Dieter Zimmer telefoniert, gemailt irgendwie, der gerade in San Francisco war, irgendwo in den USA, und hat ihn um eine Stellungnahme im Namen der "Zeit" gebeten. Und Dieter Zimmer, mit dem ich in guten, in sehr guten Beziehungen war, und der viele Jahre den Literaturteil der "Zeit" geleitet hatte, und der unentwegt mit meinen Manuskripten, also mit mir zu tun gehabt hatte, hat etwas gemacht, was ich für eine Schweinerei halte: Er hat die Sache kommentiert, ohne mein Buch oder wenigstens das betreffende Kapitel gelesen zu habe - man hätte ihm diese entscheidenden fünf, sechs Seiten faxen können. Er hat gesagt: Das, was ich da schriebe, sei vollkommener Wahnsinn. Sowas hat es nie in der "Zeit" gegeben usw.
Ich habe in meinem Buch geschrieben, dass ich den Gedanken, dass antisemitische Regungen das Verhältnis zu mir irgendwie bestimmt hätten, weit von mir gewiesen habe. In dem Buch mit der offiziellen Geschichte der "Zeit" von Karl-Heinz Janssen - da stand drin, warum meine Kandidatur für die Arbeit in der Redaktion abgelehnt wurde von den Redakteuren: Meine Rabulistik wurde befürchtet.
Ich habe daraufhin das Institut für Zeitgeschichte in München angerufen und gebeten nachzuforschen, ob mein Eindruck stimmt, dass das Wort Rabulistik während des Dritten Reiches von Goebbels benutzt worden ist, die haben alles im Computer. Das Institut hat mir am nächsten Tag geantwortet: 16 Mal in den Reden, 15 Mal in den Tagebüchern taucht das Wort "rabulistisch" bei Goebbels auf. So ungefähr. Und meine Frage war dann: In welcher Verbindung? Immer dieselbe: jüdisch - rabulistisch. Jüdisch - marxistisch-rabulistisch. Es war ein antisemitischer Ausdruck. Ich habe das in meinem Buch schon geschrieben.
thinktankgirl schrieb am 16.12.2011 um 16:24
@oranier

ich mal hier einen auf Mediation :-)

Ich hab eben in books.google.com das Suchwort Rabulistik eingeben.
Man kann da in bestimmten Zeiträumen suchen.
Vor Goebbels wurde das Wort bereits häufig benutzt und quasi nie im antisemitischen Zusammenhang und aber häufig zur unfreundlichen Charakterisierung von Advokaten.
SuzieQ schrieb am 16.12.2011 um 16:36
Im Artikel 'Wohin steuert die Community' steht

Der Freitag schrieb am 16.12.2011 um 10:06
"Aufgrund der nunmehr sich gegenseitig zerfleischenden Diskussionsteilnehmer, haben wir uns dazu entschlossen, die Kommentarfunktion für diesen Beitrag zu schließen."

Bevor ich das las, dachte ich, wenn alle mal ein Mützchen Schlaf genommen , werden die Wogen sich geglättet haben.

Dem war nicht so, wenn ich es richtig sehe, gab es heute einen einzigen Kommentar, der allerdings zeigte, dass drüber schlafen nicht unbedingt bedeuten muss, jetzt nehm ich mal die Schärfe raus, im Gegenteil.

Von daher, @ oranier, würde ich mir den Schuh nicht unbedingt anziehen, Dein(e) Kommentar(e) sei(en) Grund für das Eingreifen der Redaktion gewesen!

Ganz abgesehen davon, dass die Begründung:
Aufgrund der nunmehr sich gegenseitig zerfleischenden Diskussionsteilnehmer, arg weit her geholt scheint und den Diskussionsteilnehmer abspricht, diesen Disput selbst zu regeln, bzw. respektvoll(er) miteinander umzugehen als es noch letzte Nacht der Fall war.

Ist ja wie im Kindergarten.

Hier im Artikel steht:

"Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht."

Jetzt frage ich mich, erneut, nach der Bedeutung dieses Satzes.
Sind Kommentare auch Beiträge?
Oder sind Blog-Artikel Beiträge?
Usw.

Gruß
SuzieQ
DandelionWine schrieb am 16.12.2011 um 16:46
""Beiträge, die Moderationsentscheidungen betreffen, werden kommentarlos gelöscht."

Jetzt frage ich mich, erneut, nach der Bedeutung dieses Satzes.
Sind Kommentare auch Beiträge?
Oder sind Blog-Artikel Beiträge?"


Die Beiträge sind das, was die Redaktion löschen will. Dialektische Betrachtung.
seriousguy47 schrieb am 16.12.2011 um 16:53
@ oranier
Hallo oranier,

"Rabulistik (von lateinisch rabere „toben“ bzw rabula „marktschreierischer Advokat“) ist ein veralteter Name für die Kunst, in einem Wortstreit durch rhetorische Tricks Recht zu bekommen, unabhängig oder sogar entgegen der Sachlage, z. B. mittels „Wortverdreherei“ und „Haarspalterei“, insbesondere durch das Anhäufen immer neuer Argumente. Auch in der älteren Literatur der Rechtswissenschaft ist Rabulistik für Spitzfindigkeiten oder eine abwegige oder dem Buchstaben, aber nicht dem Geist des Gesetzes folgende Argumentation gebräuchlich. Rabulistik ist heute ein Teil der Rhetorik und kann als Nebenthema der Kommunikationsstrategie auftauchen."

de.wikipedia.org/wiki/Rabulistik

Wenn es bei den Nazis zur Charakterisierung "jüdischer" Menschen verwendet wurde, war es sicher mehr als eine Beleidigung. Wenn es einem heute vorgeworfen wird, kann man es als Beschimpfung betrachten und z.B. Belege einfordern. Oder selbst das Gegenteil belegen. Oder es einfach schweigend übergehen. Ich würde es aber als überzogen betrachten, wenn man es außerhalb eines entsprechenden Kontextes (z.B. Rassismus) als Teil eines antisemitischen Wortschatzes sehen würde. Je weniger Leute sich noch konkret an das Nazi-Reich erinnern, desto weniger dürfte sich eine solche Konnotation auch beim Leser einstellen.

Man kann natürlich schauen, in welchem Kontext der steht, der mit dem Wort operiert. Aber man sollte an die Redaktion keine überzogenen Ansprüche stellen. Ich meine, wenn jeder Spezialist für bestimmte Bereiche immer die allerhöchsten Ansprüche stellt, geht es hier nicht mehr weiter. Das ist einfach nicht zu leisten. Also: nicht immer gleich zur Lupe greifen! ;)
SuzieQ schrieb am 16.12.2011 um 16:54
Du hast echt ein 'Händchen' für Kartenspiele, Lara.
DandelionWine schrieb am 16.12.2011 um 17:08
Okok, ich halte die Klappe... das war Schrei tief aus der Seele.
ChristianBerlin schrieb am 16.12.2011 um 23:31
Lieber Oranier,

in der (anti-rassistischen) Sache hast Du nach meiner Einschätzung genauso Recht wie Rahab.

Trotzdem hat Dich jetzt im Rabulistik-Streit die Maxime getroffen:

Es dürfte doch klar sein, dass die Redaktion im Moment deiner [JJKs] Blog-Benachrichtigung dringend die Lufthoheit zurückerobern musste, sollte hier kein Chaos ausbrechen.

ohne dass Deine ergänzende Empfehlung:

Achte vielleicht verstärkt auf Gerechtigkeit, Konsequenz und Transparenz bei der Beachtung der Regeln

berücksichtig worden wäre.

Die Entschuldigung dafür lieferst Du selbst.

Der Moderation kann man die Klärung nicht zumuten, sie ist nicht fachkompetent.

Da liegt das oder zumindest ein Problem. Zu meiner These:

"Man kann auch auf einer Seite, die sich langsam aufbaut, vernünftig miteinander umgehen."

hatte @Uwe Theel seinerzeit (in meinem REDEN Blog) ergänzt:

Das Entscheidende dabei aber wäre, dass es nicht nur um den Umgang miteinander gehen kann, sondern auch und vor allem um die Inhalte.

Die Frage ist für mich, ob vorliegend zur nötigen Kompetenz einfach nur die Kenntnis des Interviews mit MRR gefehlt hätte, in dessen Fall der "Rabulistik"-Vorwurf tatsächlich verborgenen Rassismus in der Mitte der Gesellschaft verraten hat oder vielleicht auch nur ein gewisses Sensibel.

Ich hoffe, Du kannst, dass es diesmal Dich erwischt hat, mit Humor betrachten und mit Fassung tragen. Du weißt ja, wer sich einsetzt, setzt sich aus. ;)

LG Christian
thinktankgirl schrieb am 17.12.2011 um 15:22
Noch ein paar Kombinationen:

- jüdischer Bolschewismus (kann ich jetzt niemand mehr Bolschewist schimpfen, ohne strukturell antisemitisch zu sein?)

- jüdische Physik (Gut, wem wirft man schon vor Physiker zu sein. Die BWL gab es damals ja leider noch nicht.)

- jüdische Psychoanalyse ( im Amerikanischen gibt es den shrink, leider haben wir nichts Vergleichbares, das man nun strukturell und überhaupt irgendwie besetzen könnte)
Blackbird schrieb am 27.12.2011 um 23:57
@oranier

Das ist Rabulistik niederster Güte. Sich des Vorwurfs der Rabulistik zu entledigen, indem man auf die Verwendung des Begriffs durch einen Nazi verweist und damit gleichzeitig die Kritiker des eigenen Ergusses in die Nähe desselben zu rücken ist schäbig.

Man entzieht sich des Vorwurfs der Rabulistik nur dadurch, daß man diese nicht anwendet.
oranier schrieb am 18.12.2011 um 00:33
Alles, was hier zu meinen Kommentaren, nicht zuletzt von ChristianBerlin, vorgetragen wird, ist dermaßen weit weg von meinen Worten, Gedanken und Intentionen, dass es mich im Wortsinne sprachlos macht. Will sagen: ganz offensichtlich fehlt mir die schriftsprachliche Kompetenz, um mich wenigstens soweit verständlich zu machen, dass auch nur im Ansatz so etwas wie Verständigung dabei herausgekommen wäre oder herauszukommen verspräche.

Also lasse ich den Versuch bis auf weiteres, lese lieber ein gutes Buch und wünsche euch noch weitere derart erhellende Diskussionen.

Freundlichst
oranier
keiner schrieb am 26.12.2011 um 22:50
@ J.J. Kosok

>>Rahab dürfte eine der Userinnen sein, wegen der in der Geschichte der FC die meisten “Blames” und Beschwerden in unserem Postfach landeten. Sie wurde 3 mal gesperrt. Und 3 mal wieder freigeschaltet.<< - in welcher Hinsicht soll diese Behauptung relevant sein?

Zuviel Arbeit für die Moderatoren? Bei zu vielen anderen Usern unbeliebt? Kurzum, ein Störenfried?

Vor einiger Zeit erregte Marcel Walldorfs Skulptur ‘Pinkelnde Petra’ Ihre Aufmerksamkeit, was Sie zu der vielleicht von der Bildzeitung inspirierten Frage veranlasste ‘Ist das noch Kunst?’

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/pinkelnde-petra-ist-das-noch-kunst

Bild: www.bild.de/regional/dresden/kultur/skandal-ist-das-wirklich-kunst-15330104.bild.html

In einer Radiodiskussion hat neulich Jakob Augstein die Vermutung geäussert, die Bildzeitung nehme in vielerlei Hinsicht die Funktion rechtsgerichteter Parteien wahr, und am Beispiel der Skulptur von Walldorf lässt sich das ganz gut nachvollziehen.

Die Bundespolizeigewerkschaft nämlich ist sich ganz sicher: Keine Kunst. Weitergehend als Sie, der Sie ja auch Ihre Zweifel anklingen lassen, findet sie, eine Schande für die gesamte Gesellschaft sei dieses so genannte Kunstwerk. „Völlig unverständlich, dass es dafür auch noch einen Preis gibt” , so Rüdiger Reedwisch, Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft

www.forum-bundespolizeigewerkschaft.de/Forum/topic.php?id=460&s=e88b9bd309424a6ece93ec830474b2a2

(Bild: “Für dieses Werk erhält der Künstler auch noch einen Dresdner Kunstpreis!”)

Abgesehen davon, dass ich es ziemlich stumpf fand und finde, eine Frage aufzuwerfen, die eigentlich nur die Nazis glaubten beantworten zu können, findet in Ihrem Artikel dazu keinerlei weitere Einordnung oder Erörterung statt oder sich gar ein Hinweis auf den Amerikaner Duane Hanson

www.ludwigforum.de/Sammlung/sammlung_einleitung/hauptwerke/hanson.html

- obwohl sich der Vergleich geradezu aufdrängt. Und es doch einigermassen interessant ist, dass heute eine pinkelnde Polizistin die Gemüter fast ebenso zu erhitzen scheint wie Hansons seinerzeitige Darstellung auf einen Schwarzen einprügelnder weisser Polizisten.

Nein, der dürftige Artikel zeigt, dass es Ihnen, wie auch der Bildzeitung, lediglich auf die Frage ankam. Und da Sie auf den ZEIT- Beitrag zum Thema verweisen, in dem u.a. berichtet wird, Walldorf habe beobachtet, dass sich Polizisten in Online-Foren verabredeten, ihn zu schikanieren, wird die Funktion dieser Frage klar: Sie delegitimiert das Kunstwerk und höhlt damit den Schutz aus, den das verfassungsmässige Recht der Freiheit der Kunst dem Künstler gewährt.

Dies ist das Muster, nach dem sich die schleichende Nationalsozialisierung der Gesellschaft abspielt. Sei es Annette Schavan - die in Bezug auf das islamische Kopftuch von freier Religionsausübung nichts wissen will, sondern behauptet, es handle sich dabei um ein Zeichen für politischen Islamismus - oder Thilo Sarrazin, der Muslimen ihre angebliche und dann auch noch genauso angeblich genetisch bedingte Dummheit bescheinigen zu müssen glaubt (zur Rettung des sich selbst abschaffenden Deutschlands), unter besonderer Berücksichtigung arabischer Obsthändler: alles offensichtlich in der Rubrik ‘Das wird man doch mal sagen dürfen’.

Dass ein Rechtsradikaler dann so eine Kopftuchträgerin in einem Gerichtssaal ermordet oder eine Mörderbande namens Nationalsozialistischer Untergrund schon längst gerade muslimische Kleinunternehmer in Serie umbringt, dürfte weder von diesen Brandstiftern noch den Parteien, denen sie nach wie vor angehören, auch nur im Entferntesten mit ihren Äusserungen in Zusammenhang gebracht werden.

Dieses ‘Wird man doch noch sagen dürfen’ gilt aber keineswegs umgekehrt.

Die Fesstellung, dass der Islam zu Deutschland gehöre, oder die Tatsache, dass Christian Wulff eine türkischstämmige Frau zur Ministerin in seinem Kabinett gemacht hat, dürfte intern die ‘moralische’ Legitimation für die gegenwärtige breit ausgerollte Kampagne der Bildzeitung liefern, die auf die Integrität des Bundespräsidenten zielt und ihn symbolisch zu einem Verantwortlichen für die Finanzkrise stempeln soll.

Wenn Wulff auch vermutlich nicht zurücktreten wird müssen, wird Bild am Ende das produziert haben, was die Nazis seinerzeit ‘Bonzen’ nannten, und zukünftige Äusserungen des bis vor kurzem doch ziemlich beliebten Bundespräsidenten dürften, gerade in Herzensangelegenheiten der Bildmacher, kaum noch Bindewirkung haben oder gar Nachdenklichkeit hervorrufen.

Und, vielleicht ist das tatsächlich eine Leistung, in dieser Hinsicht ist es Ihnen gelungen, aus diesem Forum hier ein Abbild der Gesellschaft zu machen: fast jeder rassistische oder antisemitische Mist - gerade auch von Richard der Hayek - darf hier stehen bleiben , Rechtsextreme dürfen sich verabreden und kühl kalkulieren, wie sie Rahab so provozieren können, dass der der Kragen platzt - und Sie faseln von der Nachsicht, die Sie Rahab gegenüber angeblich bewiesen hätten. (Siehe auch die Kommentare von Dame von Welt in diesem thread.)

Bild, Bams und Glotze fand der ehemalige Kanzler Schröder ausreichende Regierungsinstrumente, und wahrscheinlich hätte er - der ja beispielsweise Putin zu einem lupenreinen Demokraten erklärte - auch Ihre Ankündigung, Kommentare, die sich mit Moderationsentscheidungen beschäftigten, kommentarlos zu löschen, ganz toll gefunden, sozusagen Meinungs- und Pressefreiheit pur: Jeder darf sagen, was er will - solange Sie und Ihre Entscheidungen dort, wo es die User direkt angeht, nicht kritisiert werden.

Mit so einer Definition von z.B. Pressefreiheit könnte vermutlich auch ein Assad prima leben, was?

Und so eröffnet mir diese Betrachtung hier doch auch einen positiven Teilaspekt: Sie sind zum Glück nur ‘Online-Chef’ beim ‘Freitag’.

Aber natürlich sind, wie ich oben dargelegt habe - entgegen Ihrer Behauptung! - politische Gründe ursächlich für die Sperrung Rahabs.
Uwe Theel schrieb am 26.12.2011 um 23:10
Da brauch ich nix mehr schreiben, das ist fünf Sterne wert.

Danke keiner.
Jan Jasper Kosok
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