Fretag, 13.04.12
Die Armee des Glücks, Vimeo (Achtung, Freitag, der 13.!)
Apple vs. USA: Streit um Preisabsprachen bei E-Books, Heise
“Was seit einigen Tagen als Gerücht die Runde machte und am Mittwoch bereits vorab bekannt wurde, ist nun mit der Einreichung der Klage durch das US-Justizministerium und 16 US-Bundesstaaten offiziell: Apple wagt im Streit um Preise für elektronische Bücher eine Kraftprobe mit den US-Wettbewerbshütern. Diese werfen dem iPad-Hersteller und fünf großen Verlagen vor, sich abgesprochen zu haben. "Wir sind der Überzeugung, dass die Kunden als Folge dieser Vereinbarung für populäre Titel Millionen Dollar zuviel gezahlt haben", erklärte US-Justizminister Eric Holder am Mittwoch in Washington. Das Ministerium reichte deshalb Klage ein.“
Kartellrechtsklage gegen Apple: Entfesselte Monopole, Felicitas von Lovenberg, FAZ
“Mittel- bis langfristig aber steht die Abschaffung der Buchpreisbindung auf der europäischen Behördenagenda, zumal diese nur im deutschsprachigen Raum gilt. Was das bedeuten könnte, malt eine Studie aus, die das norwegische Kulturministerium kürzlich vorgestellt hat. Dieser Untersuchung zufolge sind Qualität, Vielfalt und Titelbreite in Ländern mit preisgebundenen Büchern gesicherter als in Märkten ohne Preisbindung. Außerdem sind die Durchschnittspreise für Bücher in Ländern ohne Buchpreisbindung höher - weil Nachlässe vor allem auf Bestseller gewährt werden, während andere Titel zum Ausgleich teurer sind. Norwegen erwägt nun, die Buchpreisbindung wieder einzuführen. Den letzten Stein zu stützen könnte nötig sein.”
Worum wird in der Urheberrechts- debatte eigentlich gestritten?, Dirk von Gehlen
“Natürlich kann man sagen, dass diese Veränderungen gesellschaftlich nicht gewünscht sind und ihre Nutzung deshalb juristisch mit Strafen belegt werden soll. Wer diese Forderung jedoch ausspricht, sollte auch dazu sagen, zu welchen gesellschaftlichen Kosten dies möglich ist. Wer jedoch einzig eine vermeintlich falsche Haltung bei einer bestimmen Gruppe von Menschen dafür verantwortlich macht, dass wir derzeit über die Ausgestaltung des Urheberrechts debattieren müssen, der handelt unredlich. “
Hauptsachen und Nebenwege, Wolf Lotter, Brand Eins
“Alle anderen "Relevanzen" sind aus dritter Hand. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem, was "man" für wichtig hält beziehungsweise wichtig halten "muss", und dem, was in Bezug auf die eigenen Talente und Fähigkeiten, auf die selbst gesteckten Ziele und Entscheidungen tatsächlich relevant ist. Man kann das in der Sprache gut hören - etwa wenn Menschen davon sprechen, man müsse "ja auch dieses oder jenes berücksichtigen". Das zeigt klar an, dass man sich mit Dingen beschäftigt, deren Wichtigkeit vorgegeben wird - von der Kultur, von Freunden, Kollegen, den Peergroups oder größeren Gemeinschaften, mit denen wir unablässig darüber verhandeln, was uns wichtig ist - und was wir an Prioritäten von den jeweils anderen übernehmen. Doch das, was wir auf diese Art bewerten, dient immer seltener als Entscheidungsgrundlage. Nur der Vergleich mit anderen und anderem, die Benchmarks, machen uns noch sicher.”
Sachen, die ich mache, wenn ich nicht hier bin., Juliane Leopold interviewt von Zanet Zabarac, Monkeypennys Musings
“[.] Jeder Journalist sollte die Verantwortung für seinen Artikel übernehmen und von sich selbst aus mit Social Media arbeiten. In der realen Welt gestaltet sich dies wegen des Zeitdrucks aber schwierig. Man kann keinen Journalisten dazu zwingen, mit Nutzern zu arbeiten, aber ein guter Journalist wird das tun, weil dies seine Arbeit stark bereichern kann.”