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Politik : ist ein linker für langzeitarbeitslosigkeit?

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ich verstehe mich, seit ich denken kann, als linker. aber so einige themen der jüngeren vergangenheit lassen mich darüber nachdenken, was einen linken eigentlich auszeichnet. wofür oder wogegen sollte sich ein linker engagieren?

so komme ich zunächst auf den begriff der freiheit und der autonomie. als linker engagiere ich mich dafür, dass jeder/-e ein selbstbestimmtes leben führen können sollte. diese autonomie der lebensgestaltung sollte soweit gewährt werden, wie es die gemeinschaft aushält, vielleicht auch sogar darüber hinaus. auf jeden fall hat die eigene freiheit dort eine grenze, wo sie die freiheit anderer einengt oder gar bedroht.

zur eigenen freiheit gehört aber auch die fähigkeit, die dafür erforderlichen materiellen mittel selbst erwirtschaften zu können. also jede tätigkeit, die aus eigenem engagierten tun erwächst, verlangt nach einer gesellschaftlichen wertschätzung auch in form von geld.

als linker bin ich also angehalten, die möglichkeiten der teilhabe von jedem/-er in möglichst großem umfang zu ermöglichen.

was ist nun aber mit menschen, die partout nichts gesellschaftlich relevantes tun, sondern ein leben lang, teilweise sogar über mehrere generationen, bewusst sich auf die hilfe der solidargemeinschaft verlassen?

ich denke, diese - wahrscheinlich sehr kleine - gruppe von menschen verdient kein engagement von linken. unsere solidarität gehört den arbeitern/-innen, die in irgendeiner form etwas gesellschaftlich relevantes tun, sie gehört nicht den schmarotzern dieses systems. in keiner gesellschaft, die überleben will, kann eine größere anzahl an menschen mitgeschleppt werden, die auf kosten der arbeit anderer leben will.

diese aussage gilt natürlich mindestens mit gleicher intensität für reiche und superreiche, die ohne arbeit von ihren zinsen leben, aber sie gilt eben auch für arme, die sich in einer leidenden geste in ihrer nische einrichten!

die linke engagiert sich für die werktätigen!

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