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Unter dem Slogan „Schluss mit Sack“ („Stop the Sag“) startete jetzt der New Yorker Senator eine Kampagne gegen das Tragen von Baggy-Hosen, um das Image von Afroamerikanern aufzupolieren.
Mitten in Brooklyn thront ein Riesenplakat über den Dächern. Zu sehen sind zwei Männer, die ihre Baggy-Jeans so locker tragen, dass man ihre Boxershorts sehen kann. Darunter die Botschaft von Senator Eric Adams: „Raise your pants, raise your image!“ Was so viel heißt wie: „Wenn ihr eure Hosen hochzieht, steigt euer Ansehen!“ Die Argumentation zu dieser Anzeige, kann man sich in einem Youtubevideo, das bereits letzte Woche online gestellt wurde ansehen. Darin erklärt Adams, pensionierter Polizeichef, dass die Geschichte gezeigt hat, dass immer wieder negative Karikaturen und Stereotypen von Minderheiten und Gesellschaftsgruppen entstehen und es nur schwer ist diese wieder aufzuheben. Auch bis heute habe sich das nicht verändert. Doch heute sei man schlauer und kann etwas dagegen tun. Auch auf dem Plakat zu finden: „You can do better than this.“ Denn die Hosen, die bis in die Kniekehle reichen sind laut Adams kein Trend. Durch sie entstehe ein negatives Bild. Insbesondere da das lockere Tragen von Hosen mit Gefängniskleidung angefangen hat.
Mit dieser Meinung ist Adams allerdings nicht der erste. Er folgt damit einem Trend. Denn schon 2007 gab es in Dallas eine vergleichbare Kampagne mit dem Titel „Pull your pants up“. Anfang dieses Jahres wurde dann der American-Idol-Kandidat mit dem Song „Pants on the Ground“ zur Internetsensation. Selbst Barack Obama soll sich negativ zu dem lockeren Tragen von Hosen geäußert haben.
Dabei bleibt die Frage, ob das lockere Tragen wirklich so verwerflich ist und ob das überhaupt ein Stereotyp von Afroamerikanern ist. Denn sie sind nicht die Einzigen, die den Gürtel gerne mal lockerer schnallen oder erst gar keinen anziehen. Es stimmt zwar, dass das „Lockertragen“ im Gefängnis entstand, da man dort keine Gürtel und weite Hosen tragen musste, weswegen ihn Rapper übernahmen. Aber spätestens in den 90ern hatte er sich zu einem Modetrend in der Hip-Hop-Kultur etabliert und schwappte auch auf andere Gruppen über.
Es ist wirklich erschreckend zu sehen, dass einige nur das sehen, was sie sehen wollen. Noch schlimmer ist es allerdings der Öffentlichkeit diese Sichtweise aufzuerlegen und für eine solche Kampagne als Stadt auch noch 2.000 US-Dollar zu bezahlen.
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Die Kampagne ist natürlich -freundlich ausgedrückt - Nonsense. Und Schubladendenken, Vorurteilspflege und ändert nichts an der schlechten Lebenslage der Betroffenen.
Davon abgesehen finde ich heruntergelassene Hosen ebenso unapettitlich wie überforderte BHs bei Frauen. Das ist sicher Geschmackssache, aber ein gepflegtes Outfit hat schon was. Oder? |
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"Wenn das so ist, Frau Pastor, dann ziehen Sie die Hosen mal wieder hoch!"
Bauernregel (Norddeutschland) Oh, Thema verfehlt ... |
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Sonderbar ist die Kampagne schon. Allerdings ist es der Style auch. Es sieht schon ein wenig komisch aus, wenn die Jeans fast abzustürzen droht und von hinten aussieht, als wäre etwas sehr Peinliches geschehen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mit dem Habitus dieser Spezies ohnehin nicht so viel anfangen kann. Es ist ein zuweilen merkwürdiges Zurschausstellen von Coolness, die überzogen komisch wirken kann. Allerdings ist es genau so albern, dagegen eine Kampagne zu fahren. Jugendkultur ist eben Jugendkultur - man muss sie nicht mögen, man muss aber auch nicht versuchen, sie zu disziplinieren. Letztlich ist jede Mode oder Subkultur ein Ausdruck von Lebensfreude und Kreativität und daran finde ich nichts, was zu kritisieren wäre.
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Mir gefällt es ja besser, wenn "darunter" gar nichts getragen wird :-); andererseits finde ich "...für eine solche Kampagne, als Stadt, auch noch 2.000 US-Dollar zu bezahlen ..." - diese Kampagne ausgesprochen preiswert ;-).
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Die angesprochenen werden einen Weg finden, darauf zu reagieren.
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Prolegomena zu einer Kritik des Minirocks.
Teil I: In der Kürze liegt die Würze |
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Hier sagen wir "çatal", Gabel. wenn man den Anfang der Pofalte sieht :-)
Ehm wurde selbst auch schon so genannt :-( |
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Wenn jemand mit heruntergelassenen Hosen zum Vorstellungsgespräch bei einer Bank geht, ist er selbst Schuld. Wer sich für einen Job bei der Müllabfuhr bewirbt, wird auch eher nicht im Anzug kommen. Ich denke, Kleidung signalisiert eher die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht als zu einer ethnischen Einheit - wie schon andere schrieben, es sind nicht allein Afroamerikaner, die diese Hosen tragen. Ich mag das auch nicht, aber das ist halt Geschmacksache. Rassismus wird man so nicht begegnen. Viel bedenklicher ist der Zwang, bereits als Kind nur noch in Markenklamotten herumlaufen zu "müssen" um dazuzugehören. Das wäre eine Kampagne wert: "Ein Schuh ist ein Schuh. Es kommt allein auf den Fuß an, der drin steckt".
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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