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Jaja, sehr anstrengend, die neue, himmelschreiende Mütterlichkeit.
Der Dichter Peter Rühmkorf, mit dem ich es gerade habe, schrieb in sein Tagebuch: "Mutterliebe, ein Fass ohne Boden". Also nicht nur zu Himmel geht sie, sondern auch "tief rein". Amüsant zu lesen. |
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Na, na, na. Wenn da nicht Frau von der Leyen Patin stand (wir wissen: die mit dem Bundesmutterkreuz)!
Manchmal glaube ich, dass es nur daran liegt, dass wir heutzutage mehr Alte als Junge haben, und dass uns immer wieder erzählt wird, wie schrecklich es ist, dass "wir" (also die Deutschen - dies ist in keiner Weise abwertend oder nationalistisch gemeint) aussterben. Also sind "wir" auch besonders besorgt um das, wovon wir so wenig haben. Vielleicht rührt daher diese Art von Getue? Ein hübscher Artikel, weil so hübsch boshaft. |
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HA, ein großes Grinsen auf meinem mütterlichen Mund;)
Hat den Eltern (ja, auch den Vätern) eigentlich noch nie jemand erklärt, dass die Kinder so werden, wie man sie erzieht? |
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Oder sie werden das genaue Gegenteil und dem Alfred ist es Wurst, ob sein Kind später einmal die Jacke anzieht oder nicht.
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schrieb am
08.05.2009 um 14:48
Puh, ich will es hoffen.
Ich meinte mit meinem Kommentar wohl eher, dass (sehr) behütete Kinder es (meiner Meinung nach) etwas schwerer haben, sich eine eigene Meinung zu bilden und zu wissen was sie wollen. Das macht ja schließlich jemand anderes für sie. Also, ab und zu mal fragen, ob Alfred kalt ist, bringt wohl mehr als ihm bis zur Quengelei die Jacke an den Leib zu zerren. Und wenn Alfred Durst hat, soll er sich was holen. Und nicht jedes Klettergerüst muss mit dem Nebensatz "Pass aber schön auf, das du nicht runterfällst!" kommentiert werden. Das ist meine Meinung (zugegeben sehr mütterliche) zur freien Persönlichkeitsentfaltung bei Kindern, hoffentlich werden sie nicht wie ihre Eltern.. |
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Außerdem glaube ich, dass Kindern, die permanent bespielt werden, Zeit und Raum fehlen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. In ihrer Phantasie ist eigentlich genug los, wenn sie da permanent herausgerissen werden, brauchen sie irgendwann die Dauerreize von außen. Manchmal habe ich den Verdacht, diese Kinder sind dazu geboren worden, ihren Eltern die Leere zu füllen. Und ich glaube, dass dies immer häufiger vorkommt.
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schrieb am
08.05.2009 um 16:30
Kann ich nur zustimmen. Mir fällt da die Kontroverse Wolfgang Bergmann vs. Michael Winterhoff & Bernhard Bueb ein. Ich halte zwar gar nichts von fachliteraturgesteuerter Kindererziehung, denn mütterliche und väterliche Qualitäten kann frau/mann sich wohl nicht anlesen, aber was W. Bergmann sagt, ist sehr anregend. Auch was H.-J. Maaz über gestörte Mütterlichkeit und Väterlichkeit schreibt, ist lesenswert.
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Lieber meisterfalk,
ist es nicht bemerkenswert, wie fachliteraturgesteuert nicht nur die Kindererziehung ist, sondern längst auch Ernährung beispielsweise oder Sexualität? Mithin wird in genau jenen Fächern Nachhilfe benötigt, die vor noch nicht allzulanger Zeit intuitiv bewältigt werden konnten. Gleichzeitig schwindet mit immer mehr theoretischem Wissen die Fähigkeit, der inneren Stimme zu vertrauen, sie überhaupt zu hören. (Die mal ein Kanon war aus gesellschaftlicher und familiärer Erfahrungen, Wertvorstellung und Moral.) Wenn emotionale und soziale Kompetenz auf spätem Bildungsweg erlernt werden müss(t)en, dann stimmt doch irgendwas nicht mehr mit dem psychosozialen Gefüge. Psychiater, Analytiker und Sozialarbeiter sind darauf vorbereitet, aber sind es auch die Tagesmütter, Erzieher, Lehrer? Herzlich kk |
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Ein Beispiel wie man es richtig-richtig macht.
Eine Anwältin wurde eines winterlichen Morgens mit dem Fahrrad von der Polizei angehalten, weil ihr Sprössling nackt auf dem Kindersitz sass. Die Anwältin begründete das sonderliche Verhalten damit, dass ihr Sohn unbedingt nackt zum Kindergarten gebracht werden wollte. Sachen anziehen war absolut nicht drin. Und da ihr Sohn ein Recht auf freie Kleiderwahl hat, hat sie in Nackt in den Kindersitz gepackt und ist losgefahren. Dass ist doch toll, oder? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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