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Vor dem Hauptbahnhof bilden die Punks ein Empfangskommando. Ihre Hunde frieren weniger. Drinnen, im Einkaufsparadies, wird dem Teufel Zimt in die Augen gestreut. An jeder Ecke lauert die Bescherung: Farblärm und Glücksversprechen. Bald kommen die Weihnachtslieder.
Draußen bei den Straßenbahnen steht M., wir teilen uns zwei Haltestellen. Er will ins Lofft, freies Theater, ausverkaufte Performance: "Ich wollte schon immer eine Chica Almodóvar sein". Am Tag darauf geht er ins Centraltheater: "Nackter Wahnsinn - Was ihr wollt (Ich will nicht dass mir jemand sagt welche Rolle ich zu spielen habe)". (Wegen der Sparzwänge muss auf Kommata verzichtet werden.)
Gestern, erzählt M., hat er mittags für seine Kollegen gekocht. Eigentlich kann er sagen: für seine Angestellten. Das sagt er nie. Wie er es schafft, fast jede Theater-Inszenierung zu sehen ... bei kaum einer Vernissage zu fehlen ... Kuratorien anzugehören ... Kulturprojekte zu organisieren ... als Unternehmer Erfolg zu haben ...
Er nimmt sich Zeit und gibt sie wieder her.
Wir tauschen Rote-Bete-Rezepte, schwärmen von Krautgerichten. Und nie wieder sollen Kartoffelspeisen in den Gefrierschrank. So fühlt es sich an: an einem Novemberabend für einen Moment sicher zu sein.
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danke dir! manchmal ist der mensch einfach wetterfühlig. dazu scheinen sie wohl da zu sein, diese jahreszeiten. wozu sonst?
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"Ich wollte schon immer eine Chica Almodóvar sein" - Habe mir gerade vorgestellt, mich wie Dustin Hoffmann als Schauspieler-Chica zu verkleiden, um (nicht Jessica, sondern) Penélope näher zu sein...
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lieber! deine phantasie scheint ja an diesem wochenende recht, nun, verwandlerisch unterwegs zu sein. warum auch nicht, andere machen shakespeare daraus. oder shakespeare macht andere daraus. was weiß denn ich. ach!
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Da wir ja alle Mitglieder einer tendenziell verschworenen Community sind, kann ich Euch ja an meinen Phantasien teilhaben lassen.
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unbedingt!
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Ich wünschte, wir hätten viele Rote Beete.
leider verkaufen die Großhändler de.wikipedia.org/wiki/Rote_Bete aber die tags gefallen mir, ausnehmend: Bong Forzjonös. |
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auch wieder wahr! gestatte, dass ich das oben korrigiere. also auf deinen hinweis hin aus linker feldfrucht die alte mitte mache, wo die rübe wohl hingehört. womit gleichzeitig an das radieschen und den guten tuchy erinnert sei:
"Ja, und hier –? Ein kleines Wieschen? Da wächst in der Erde leis das bescheidene Radieschen: außen, rot und innen weiß." |
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und: danke! natürlich.
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Luggi; Was ist "Bong Forzjonös"?????????????
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er meint bomm fortzschioneuse.
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Bonn Forz-Joneus.
Altes Regierungs-Phiertel in Bong. |
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oder eben doch: phong bo zong oes, grenzstadt mit hoffnung.
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ja sry, das habe ich aus den Tiefen der "Mansfelder Mundart" entlehnt ... so ähnlich wie "Musje Niedlich"
Weitere Anfragen bitte an Elsterglanz: www.elsterglanz-dieband.com/ Hinnerletter. |
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wusstest du, dass zwei tuben elsterglanz bei manufaktum jetzt 10,80 Euro kosten? hätte sich dieses qualitätsbewusstsein eher durchgesetzt, könnten wir heute sagen: sry, leute, aber wir wollen euch nicht übernehmen.
so bleibt die erkenntnis: es ist nicht alles neu, was glänzt. |
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beides, oder? ich kenne naturgemäß wenige unternehmer, aber dieser scheint wirklich zu wissen, was soziale verantwortung ist. er ist stark genug, weich sein zu können.
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Kay, beides, natürlich denn darum geht's. Sonst geht nichts.
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ja, tschuldigung, ich stehe etwas unter kleist.
aber: gelbliche haut, goldene augen, mittelblonde haare mit goldenem schimmer ... und dann die erkenntnis, dass gelb allein auch nicht glücklich macht. ist doch klar, dass der november-typ das gelbe vom ei nicht mehr sehen kann. er ist es! |
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Diese Sprache!
Diese Bilder! Den Zimt! Zum Teufel! Da haben wir die Bescherung. Mehr Komma! Mehr davon. |
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Weihnachtsmarkt: Immer der Nase nach und auf jeden Geruch reingefallen. Zuviel von Allem und doch nicht genug.
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:-))
Zur Sicherheit |
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Wunderbar!
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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