Die Stuttgarter Nachrichten (STN) als Medienpartner der Immobilienwirtschaft.
Wie die STN gemeinsam mit der Stuttgarter Zeitung in der Werbung für den "Immobilien Award 2011" der IWS kundtun. (Siehe blog vom 24.09.2011 : "Politiker und Behörden als offizielle Vertrete der Immobilienwirtschaft").
So, als wollten die STN auch noch den unübersehbaren Beweis dafür erbringen, liest sich deren Artikel vom 26.09.2011.
"Auch K21 würde Teile des Parks zerstören
Auch die von Heiner Geißler angeführte Variante eines abgespeckten Kopfbahnhofs mit einem Durchgangsbahnhof würde den Park belasten. Die Schneise würde mit vier statt acht Gleisen im Tiefbahnhof lediglich schmaler ausfallen. Auch die Variante K21 kommt um eine teilweise Zerstörung von Parkflächen zwischen Bahnhof und Neckar kaum herum."
Soviel Ignoranz bei einer lokalen großen Tageszeitung, seit Jahren nahezu täglich mit dem Thema S21 befaßt, ist doch überhaupt nicht vorstellbar ! Einem Buxtehuder Geflügelzüchter-Blättchen würde man diese oberflächliche Darstellungsweise nachsehen. Was hat K21 mit dem sma-/Geißler-Vorschlag des Kombi-Bahnhofs zu tun ? Wieso, wo, in welchem Umfang würde K21 Parkflächen zerstören ?
Und was soll dieser Artikel, der überhaupt keine neuen Aussagen, geschweige denn neue Informationen beinhaltet ? Teil des unauffällig andauernden Trommelfeuers ins träge Hirn der unaufgeweckten Bevölkerungs-Mehrheit ?
Und weiter geht die pure Agitation pro S21 :
"Die Deutsche Bahn und die Stadt Stuttgart sehen in S21 auf Dauer einen Vorteil für den Park: Nach der für 2019/2010 geplanten Fertigstellung von S21 werden die nicht mehr benötigten oberirdischen Bahnanlagen abgebaut. Der Abstellbahnhof im Rosensteinpark kommt nach Untertürkheim. Insgesamt werden über 100 Hektar Innenstadtfläche frei, wovon 20 Hektar zur Erweiterung von Schlossgarten und Rosensteinpark genutzt werden. Weil die Stadt seit 2001 Eigentümerin aller Flächen ist, besteht bei der Parkerweiterung Gewissheit."
Die Verlegung des Abstellbahnhofs ist bei K21 genau so machbar, damit wird bei allen Varianten der größte Flächengewinn erzielt.
"Bahn und Stadt werben auch damit, dass zwar rund 280 große Bäume (Stammumfang über 80 Zentimeter) im Mittleren Schlossgarten und am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz gefällt werden - im Gegenzug aber 5000 Bäume neu gepflanzt werden können. Zudem wird die Decke des Tiefbahnhofs als begehbare Grünfläche in den Park integriert."
Oh, wie hübsch, eine begehbare Grünfläche mitten im Park. Das ist doch ein Gewinn. Und dann noch die 5000 neuen Bäumchen dazu. Können die Stuttgarter dann gemütlich im Park, also in ca. 20 Jahren (!), beim Lesen der Immobilien-Zeitung "Stuttgarter Nachrichten", ein ganzes Leben lang den kleinen Bäumchen beim Wachsen zuschauen . Als farbig-peppigen Kontrast dazu gibt’s kilometerlange blaue Rohre zu bewundern, die zur Bewässerung der Bäumchen den gesunkenen Grundwasser-Stand ausgleichen müssen.
Nette Aussichten.