Mein Gott, was soll schon wieder die Aufregung.
Kann doch jedem mal passieren, dass er sich ein bisschen vertut.
Die grün-roten Regierungs-Größen werden halt auch diese vielen Unterlagen zu Stuttgart 21 nicht so genau gelesen haben. Den Eindruck habe ich nicht das erste Mal, bei der SPD-Tunnelfraktion sowieso, die haben entweder noch gar nichts über S21 und K21 u.s.w. gelesen oder halt nix verstanden. Früher gabs ja bei der SPD mal die Gruppe der "Kanalarbeiter", die sind jetzt als ("revival band") Tunnelarbeiter wieder da !?
Es geht um gerade mal 107 Mio. oder 13 % mehr. Contingencies. Die gibt’s in jeder Projekt-Kalkulation. Ähnliche Rechenmethode wie bei der DB Kostenermittlung, nur dass DB mit etwas größeren Puffern rechnet. Zum einen. Zum andern die DB eben auch lernfähig und innovationsfreudig ist :
"Bahn will die Zusatzkosten auslagern"
Bad Banks haben wir seit den Geldmarkt"turbulenzen" [ psst, nicht so laut! "Die Märkte", die sind so sensibel.] schon einige serviert bekommen, warum jetzt nicht mal Bad Projects ? ("Schlechte" - oder treffender : "Böse Projekte"). Gleiches Prinzip wie bei den Bad Banks : Alles was im Moment die Optik stört, wird –wupps- im Niemandsland versteckt und irgendwann, wenn keiner mehr weiß, was da überhaupt war, dem verschlafmützten Bürger übergebraten.
Kreative Buchhaltung auch bei den Tunnelbaukosten. Trotz kurzfristig (im Februar 2011) von der DB geänderter Bauweise beim knapp 10 km langen Fildertunnel, wobei sich der Tunnelquerschnitt von 4,05 Meter auf 4,55 bis 4,70 Meter erweitert (!), kein Hinweis auf höhere Kosten !? Den wesentlich größer gewordenen Tunnel-Querschnitt kompensiert also wohl die grundsätzlich gewiß kostengünstigere Tunnelbohrmaschine im Vergleich zur zuvor geplanten Spritzbeton-Bauweise. Da aber weder für die eine noch für die andere Variante je irgendwelche Kostenschätzungen genannt wurden, erübrigt sich jede Frage hierzu.
Und dass die DB bei den, wegen dem geänderten Bauverfahren erneut auszulegenden Bauwerks-Plänen, versehentlich die falschen Pläne ausgelegt hat, das fällt dann wieder unter Rubrik 1 (siehe oben), kann jedem mal passieren, deswegen die großzügig bemessene Auslegungsfrist von 5 Wochen für die mehreren hundert betroffenen Grundstücks-Eigentümer zu verlängern, kommt ja gar nicht in Frage. www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.stuttgart-21-fuer-geaenderten-fildertunnel-lag-falscher-plan-aus.f57c84d9-652b-4e39-8636-da05535c7b3c.html
Es wird nicht langweilig im S21-Land . . .