merdeister

135 rote Waldameisen

03.05.2009 | 21:15

DAS kann ich auch!

Freunde der Nacht, so geht es nicht weiter. Hier wie dort bekommt man mit, das die Inkompetenz eine Grundvoraussetzung zu sein scheint, um eine Position mit viel Verantwortung und hohem Salär zu ergattern.

Da scheint die Elite, und aus der sollte die Führung eines Landes doch bestehen, einfachste Zusammenhänge, nicht zu verstehen, ja nicht zu sehen.

Man empfiehlt den Menschen privat vorzusorgen, der Staat könne nicht mehr für alles und jeden Sorgen. Der Finanzmarkt biete aber Möglichkeiten für jeden im Alter gut zu Leben. Kurze Zeit später fährt eben dieser Markt mit Wucht vor die Wand und plötzlich sind die Menschen, die der Staat zur Eigenverantwortung gezwungen hat, gierig und somit selber Schuld. Erst wirft man ihnen Riester und Rürup Förderung in den Rachen, nur weil sie "sparen" und dann steinbrückt man ihnen ins Gesicht, mit Geld könne man ja nicht einfach noch mehr Geld machen, so gehe das ja auch nicht, da muss man mal mehr reglementieren. Als hätte man sich das nicht vorher überlegen können.

Nächste Baustelle:

Ein Hersteller eines Nischenprodukts arbeitet solide und erwirtschaftet Gewinne. Der Wert des eigenen Unternehmens an der Börse steigt und man beginnt den Hersteller eines Massenprodukts aufzukaufen. Da man selber nicht über soviel Kapital verfügt leiht man sich eben welches und kauft munter weiter. Plötzlich kommt eine Krise und das Nischenprodukt wird kaum noch nachgefragt; zu teuer, zu luxuriös. Jetzt kann Porsche die Kreditraten nicht mehr bezahlen, weil sie nicht genug Geld einnehmen. Wer hat denn da soweit gedacht, wie er seinen Porsche werfen kann?

Nächste Baustelle:

Die oben genannte und mittlerweile gut bekannte Krise, trifft "das Rückgrat" der deutschen Wirtschaft schwer, es werden kaum noch Autos verkauft (als wäre das ein Problem, wenn man sich in unseren Städten einmal umsieht). Seit beginn der Krise wird erwähnt, das sie die Konsumlaune der Bevölkerung (zur Bevölkerung gehört, wer konsumiert?) weiter stabil ist. Man sagt: Die Krise ist noch nicht bei den Menschen angekommen. Die Unternehmen spüren die Krise jedoch sehr wohl, weil sie ja vom Export abhängig sind. Also bestellen sie erst mal keine neuen Firmenwagen, die alten sind noch gut und Verluste macht man bald auch, braucht also keine Prämiummodelle, um Steuern zu sparen. Also nochmal, der Bürger mit seinem Klein- und Mittelklassewagen spürt die Krise nicht, Unternehmen kaufen keine Prämiumkarren. Nun passiert etwas lustiges: Die Regierung legt ein sauteures Programm auf, um den Autoabsatz der Bürger anzukurbeln...die sowieso noch Autos kaufen, hä? Dabei profitiert natürlich vor allem jemand, der genug Geld hat, den Rest des Autos noch zu finanzieren, also Menschen, denen es nicht ganz schlecht geht. Jetzt wo die Abwrackprämie im Sack ist überlegt man sich, wie dem ärmeren Rest des "Urnenpöbels" zu helfen sei. Mit Geld nicht, das ist jetzt wirklich nicht mehr da.

Wenn man, um besser zu sein als die Elite unseres Landes also nur gesunden Menschenverstand benötigt, dann kann ich das auch! Nachdem Andrea Guse schon für den Bundestag kandidiert, rufe ich hiermit zum Putsch auf. Folgt mir und ich werde eine Diktatur des gesunden Menschenverstandes einrichten. Ich brauche noch Minister und Berater, Bewerbung bitte in die Kommentare.

 

PGM - Partei des Gesundes Menschenverstandes

(in 20 Jahren folgt die Umbenennung in: Partei des genialen Merdeister)

 
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Kommentare
I.D.A. Liszt schrieb am 04.05.2009 um 00:30
Also, so ist das!

Nun ja, ich denke, daß ich mich da einbringen kann. Ich kann nämlich auch so ein bißchen DAVON. Meine langjähriges Betätigungsfeld war das N.I.C.H.T.S. (Neues Inkompetenz Centrum für Halbgare und Triviale Salbaderei), welches mich m.E. in besonderer Weise zur Führung wie auch immer gearteter Regierungsgeschäfte befähigt.

Daher könnte ich mir vorstellen, ein Misisterium zu leiten, das sich auf Wesentliches konzentriert, etwa das BÜNULL, das Bundesamt für Überspanntheit, Narretei und Lachlust.
Wenn Sie da vielleicht etwas frei hätten ...

Ansonsten hätte ich auch Interesse an einem Amt für die Verringerung der Bürokratie. Da könnte man sofort nach Errichtung der neuen Regierung ca. 10000 neue Beamtenstellen zur Erfassung, Sichtung und Ablage von überflüssigen Beamtenposten schaffen. In einem weiteren Schritt könnte man etwa 2500 Mitarbeiter mit der Gründung diverser Ausschüsse beauftragen, die Pläne für eine Reduktion des Arbeitsaufkommens in den erfassten, gesichteten und abgelegten Posten erstellen. Danach kann man weitersehen.
Vielleicht haben Sie ja dafür noch niemanden ...

Sie sehen, daß meine Tätigkeit im N.I.C.H.T.S. durchaus fruchtbar war, wenn nicht sogar furchtbar.
Und wenn die vorgeschlagenen Ministerien schon besetzt sein sollten, kann ich auch irgendetwas anderes machen. Was, spielt eigentlich keine Rolle. Wichtig ist nur, daß es hoch besoldet ist, ich einen angemessenen Stab von Staatssekretären, Referenten und Sekretärinnen habe, eine Dienstwohnung, einen Dienstbugatti mit Chauffeur und jeden Mittag Pizza Diavolo bekomme.
ich arbeite mich schon ein

Wenn Sie eine Diktatur einrichten wollen, wie werden Sie angeredet? "Mein Früher"? Oder "Sie Arsch"? Im letzteren fall hätte die Diktatur ja wenigstens das ganze Jahr über Fasching, wodurch sich für die Mehrheit der Regierten (umgangssprachlich auch: "Verbraucher") ja gedanklich nichts ändern würde.

Ich verbleibe mit vorzüglicher Nichtsachtung und in Erwartung einer bräsigen Antwort,
I.D.A. Liszt
merdeister schrieb am 04.05.2009 um 19:47
"Sie Arsch" würde mir gefallen.

Mit dieser Diktatur spart man sich auch den Arsch durch die Institutionen oder den Arsch der Institutionen.
Fasching wäre das ganze Jahr und wer nichts vernünftiges zu sagen oder tun hat, muss betrunken sein, damit jeder erkennt, dass er oder sie gerade nicht ernst genommen werden kann. Damit spart man viele "Experteninterviews" und Bildschlagzeilen...ach was, die wird verboten. Kai Diekmann wird Vereidugungsminister und muss jeden der 10000 neuen Beamten persönlich vereidigen und dann alle bereits vorhanden Beamten (wg. neuem Dienstherrn).
Die Redakteure werden auch versorgt, die schreiben Protokoll in den neuen Ausschüssen.

Sie werden der Supermister für die Mistterien BÜNULL und BUJA (Bundesmistterium für Jecke Antworten).

Hiermit führe ich dann auch die Regel ein, das man erst 3 Jahre als Mister ein Mistterium leitet und wenn etwas Vernünftiges dabei herauskommt, wird man Minister und führt ein Mysterium.
Wer es nicht bringt kommt in den Ausschuss für Ausschuss.

Insofern:

Auf, auf, Arsch, Arsch!
h.yuren schrieb am 31.07.2009 um 13:37
kinners, ich melde mich freiwillig, das ist ja zum schießen! frage mich aber schon in vorauseilendem gehorsam, ob es nicht kriegstechnisch (meine bewerbung für das kriegsministrantentum anbei) möglich sei, den feind totzulachen, sich selbst aber den ernstfall vorzubehalten.
hache, hache
merdeister schrieb am 02.08.2009 um 22:17
Hiermit sollten wir Deinem Wunsch recht nahe kommen.

www.youtube.com/watch?v=LhmnOpoGAPw
Deaktivierter Nutzer schrieb am 02.08.2009 um 22:26
He, merdiester, das Ding hier habe ich ja damals völlig übersehen, Du Schelm, Du. Da wir ja schon Verpflichtungen gegenüber der Gemeinschaft haben, weiß ich nicht, ob ich die Doppelbelastung durch ein Ministeramt stemmen könnte. Käme auf die Höhe des Salärs an.
merdeister schrieb am 03.08.2009 um 07:09
Dein Menschenverstand ist sicher einiges wert :-)
Da werden wir uns schon einig.
h.yuren schrieb am 03.08.2009 um 09:28
danke für den prima musterprozess der totlacher, merdeister.
aber das mit dem ministerjob hab ich mir noch mal durch den kopf gehen lassen. lieber nicht. denn ich müsste diese strickartigen bunten lappen anschaffen und ziemlich oft mit seemannsknoten am hals haben. ich bin doch kein poller oder ne duckdalbe. ich mach lieber den berater für alles, die graue eminenz. ist der posten noch frei?
merdeister schrieb am 03.08.2009 um 15:14
Aber Helder, in einer Diktatur des gesunden Menschenverstandes ist doch die Kleiderordnung nicht der Etikette untergeordnet, sondern den Bedürfnissen des Träger angepasst. Wir haben zwar noch keinen Finanzminister aber eine Krawattensteuer gehört ins Regierungsprogramm.
Ich habe auch schon eine Idee für den Vernünftigen Konsum von Fleisch und anderen Tierprodukten. Die Progressive Fleischsteuer. Am Anfang des Monats gilt für Fleisch der normale Mehrwertsteuersatz und steigt täglich um drei Prozent, bis zum Ende des Monats. Gleichzeitig wird die Abgabemenge pro Haushalt und Tag begrenzt (um Hamsterkäufen vorzubeugen). So kann jeder Fleisch essen und wer jeden Tag Wurst auf dem Teller braucht, muss richtig löhnen. Mit Milch und Eiern ist sicher ähnliches möglich...
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