merdeister

135 rote Waldameisen

23.09.2011 | 12:28

Fundstücke 38 - Bachmannblüte

[Fette Links führen zu englischen Texten]

Im aktuellen Skeptiker ist ein Bericht über Wasser, unter anderem geht es um das schlechte Gedächtnis von Wasser. Auch in Spektrum der Wissenschaft geht es um die entmystifizierung des Wassers, die GWUP berichtet. Das schlechte Gedächtnis hat einem Jungen in Österreich das Leben gekostet, weil seine Eltern und deren Arzt einen schweren Immundefekt ausschließlich homöopathisch "behandelten".

"Jakob hätte in eine Spezialklinik gehört. Aber man hat ihn ohne Behandlung sterben lassen. Die Ödeme an seinen Knien beweisen eine Mangelernährung", betonte Widhalm. Dabei seien alle Beteiligten genau über die Krankheit und die Behandlung informiert gewesen. Die Eltern gestanden ein, dass sie aus heutiger Sicht wohl anders hätten entscheiden müssen. "Aber damals war die Angst größer, dass man uns Jakob wegnimmt." Der Arzt bekannte sich nicht schuldig. Er sei nur seinem Auftrag zur homöopathischen Behandlung nachgekommen.

Da wir gerade beim Thema sind, gibt es noch ein kleines Update zur Boiron-Affäre um den italienischen Blogger Samuel. Die Ruhrbarone fragen: "Kennen Sie Oscillococcinum?"

"Dass hinter alternativ-medizinischen Verfahren und Mitteln nicht selten ebenso lobbyistische Organisationen und Gewinn-orientierte Hersteller wie bei vielen herkömmlichen Mitteln stecken können, wird selten angesprochen – schließlich ist das Vertrauen in das jeweilige Heilverfahren ein wichtiger Faktor beim subjektiven Heilungsprozess."

Falls jemand am Blog von Samuel interessiert ist, der ihm eine Klagedrohung eingebracht hat, findet hier eine Übersetzung ins Deutsche.

Sir Paul Callaghan ist an Magenkrebs erkrankt und bekam von seinem Arzt die Empfehlung, eine Pause von der Chemotherapie zu nehmen. Diese Pause nutzte er um ein alternativmedizinisches Verfahren auszuprobieren, nämlich hochdosierte Vitamin-C Infusionen.

"Let me be clear. I do not deviate one step from my trust in evidence-based medicine," Sir Paul said in his blog. However, if there was a potentially effective but unproven drug, "Why would I not try it?" he reasoned. "Am I mad? Probably."

Sicher ist hingegen eine vollkommene Nutzlosigkeit von Nashornhorn für Medizin und vor allem für die Nashörner. Wer Nashornhorn zur Potenzsteigerung einnimmt, kann genausogut an den Fingernägeln kauen. Es müssen ja nicht die eigenen sein und man kann es ins Vorspiel einbauen. Wenn man nicht gerade Nashörner abschlachtet, ist es sicher keine schlechte Idee, die Ressourcen vor Ort zu nutzen, um Menschen gesund zu halten. In Afrika scheinen sich viele Staaten auf die traditionellen Heilmethoden zurück zu besinnen. Vermutlich auch aus Mangel an Alternativen. Es bleibt zu hoffen, das Wirksames von Wirkungslosem und Schädlichem getrennt wird.

Schlimmer als das hier kann es eigentlich nicht kommen:

Via:Quackwatch

Traditionell soll auch Ginko in der TCM eingesetzt werden. Nun gibt es Hinweise auf Störungen des Herzrythmus, die von Ginko biloba hervorgerufen werden. Ich finde das gar nicht so schlimm, denn in den letzten Jahren gab es immer wieder Beispiele, wie aus Nebenwirkungen von Medikamenten Hauptwirkungen wurden. Mal sehen, was passiert.

Passend zu Behauptungen von Michelle Bachmann, die HPV-Impfung wäre schädlich, kommt ein Film in die Kinos in der es um eine tötliche Viruserkrankung, eine, die Erkrankung bekämpfende Wissenschaftlerin und einen die Erkrankung verharmlosenden Blogger, der natürlich auch Impfgegner ist.

"Wie verbreitet sich eine Pandemie? Mit Verve und allen Mitteln des großen Budgets geht Soderbergh dieser Frage nach, reiht übergangslos Location an Location, Hongkong, Chicago, London, Minneapolis, Tokio, San Francisco. Er zeichnet die Bewegungen seiner Protagonisten nach, ihre Kontakte, jeden Handschlag, jede Umarmung, und zieht die Aufmerksamkeit auf die kleinen, diskreten Mittler des Lebens in der Gesellschaft: die berührten Gegenstände, das Wasserglas, das im Café noch kurz zuvor der jetzt hustende Angestellte in der Hand hielt. Von Anfang an lässt sich der Katastrophenfilm in zwei sehr unterschiedliche Richtungen lesen: Einerseits und ganz offensichtlich stellt er dar, wie Krankheitserreger ihre Wege der Übermittlung finden und wir als Individuen im Angesicht eines tödlichen Virus das Vertrauen in die Gesellschaft zu verlieren beginnen. Quelle

Bachmann hat einem Konkurrenten auch vorgeworfen, Geld von der Pharmaindustrie bekommen zu haben. Vermutlich möchte sie einfach auch auf deren Payroll...

Dieser unkritische Bericht über Wahrsagerei aus der FAZ hätte in Taiwan sicher großen Anklang gefunden, nutzen dort doch Regierungsvertreter Wahrsager zur Absicherung ihrer Macht.

"In the past three months alone, light was shed several times on the perturbing connection between political decision-making on the island and the supernatural. According to US diplomatic cables recently released by WikiLeaks, the then-opposition, now-ruling Kuomintang (KMT) fought out its internal power struggle in the run up to the 2008 presidential elections not only with skillful"

In China demonstrierten Menschen vor einer Fabrik, in der der Solarzellen hergestellt werden. Denn was uns eine Atomkraftfreie Zukunft bescheren soll, zerstört weit weg die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Am Schluss noch ein Tipp für alle Kinderbuch-Autoren: Sollte jemand mit dem Gedanken spielen ein Kinderbuch zur Evolutionstheorie zu veröffentlichen, so sind die USA zur Zeit kein Markt auf den man schielen sollte. Mit dem Hinweis, dass mein Rücken nicht auf einen sehr intelligenten Designer schließen lässt, wünsche ich ein schönes Wochenende.

Die nächsten Fundstücke kommen, wie die Link von wunderbaren Cassandra aka Cassionette.

 
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Kommentare
poor on ruhr schrieb am 23.09.2011 um 13:13
Das mit den Nashörnern ist ja der Hammer. Fürchterlich.

Gut auch der Hinweis auf China und Solarzellen. Da gibt es noch eine große Doppelmoral im Westen.
merdeister schrieb am 23.09.2011 um 16:47
Doppelmoral ist überall beliebt. Vielleicht ist sie...genetisch ;-)
I.D.A. Liszt schrieb am 23.09.2011 um 19:08
Ja Nashorn-Horn! Das taugt aber auch nicht die Bohne.

Ich nehme immer Einhorn-Horn. Das zerstoße ich bei Vollmond um Mitternacht in einer Lösung aus Alraun-Blätter-Extrakt. Die Alraune mußte dafür natürlich bei Vollmond neben der Mauer eines aufgelassenen Friedhofs gegraben werden.

Für weitere Zutaten des Rezepts stehe ich jederzeit zur Verfügung.
merdeister schrieb am 23.09.2011 um 23:15
Einhorn kommt selten allein. Ratschläge sind immer erwünscht.

Den Kommentar aus dem anderen Blog, der bei gleichem Text einen anderen Titel trug (ich habe keine Ahnung, wie ich das gemacht habe) rettete ich, bevor ich ihn löschte.

merdeister schrieb am 23.09.2011 um 23:17
So sieht übrigens die Miniaturansicht aus, wie man sieht, kann man da nix lesen:

Kunibert Hurtig schrieb am 23.09.2011 um 20:15
Lieber Merdeister ...
wie immer interessant ... doch Ignoranz hat einen soliden Boden, darum noch mal ein Auszug aus einem meiner gelöschten Blogs:

Die Homöopathie (HP) arbeitet mit Lösungen, die von dieser mit C30 oder C50 bezeichnet werden. Damit ist gemeint, dass die Konzentration heilender Wirkstoffe verdünnt wird. Die HP spricht in diesem Zusammenhang von potenzieren, was jedoch im mathematischen Sinne irritiert, bedeutet der Begriff doch die Vervielfachung einer Größe: 10(exp)2 = 100 10(exp)3 = 1.000 10(exp)4 = 10.000 usw. Es entsteht danach eine exponentielle Reihe.
Die HP versteht unter potenzieren jedoch die Verdünnung einer Lösung nach diesem Potenzgesetz, aber die Potenz wird als Divisor in der Gleichung eingesetzt: 1 / 10(exp)X, wobei X für 20, 30, 40, 50 stehen kann. Das heißt, dass eine Lösung nach dem Potenzgesetz verdünnt wird. Die HP arbeitet mit solchen Verdünnungen. Was bedeutet das?
Nehmen wir einmal Natriumchlorid (NaCl), Molekulargewicht ~58,44. Erinnern wir uns an die Loschmidt’sche Konstante: 6.022 * 10(exp)23. D.h., dass 58,44 g NaCl etwa 6.022 * 10(exp)23 Molekülen entsprechen. Die Verdünnungen, mit denen die HP arbeitet, bedeuten in diesem Zusammenhang (z.B. C50), dass ~ 10(exp)27 Wassermoleküle 1 Molekül eines beliebigen Wirkstoffes enthalten. Nun enthalten jedoch 18 ml flüssigen Wassers eben diese 6,022 * 10(exp)23 Moleküle. Für die von der HP als wirksam apostrophierte C50 Lösung bedeutet dies: 180.000.000 ml = 180.000 Liter = 180 qm Wasser, also ein Wasserblock von 5.65 m Kantenlänge der Heillösung enthalten 1 Molekül des Heilmittels!!!
Wie kommt nun die Heilwirkung einer solchen Verdünnung zustande? Denn es ist ja niemandem zuzumuten, 180 qm Wasser zu trinken, um an das heilende Molekül heran zu kommen.
Nun denn … durch Schütteln und Klopfen an der Lösung wird die Information, die das Heilmolekül enthält, auf die Wassermoleküle als neutralen Träger übertragen, ergo eine Erinnerung postuliert, dass das Wasser weis, was in ihm einmal gelöst war. Dies bezeichnen Homöopathen als
informelle Struktur (1).
Erkenntnistheoretisch hat Carl Friederich von Weizsäcker in seinem Werk: Vom Aufbau der Physik, dtv Verlag, den Begriff der Information abgeleitet:
Diesen Gedanken liegt der fundamentale Ansatz zu Grunde, dass ALLES prinzipiell Information ist. Das bedeutet, dass auch ein Wasserstoffatom, gleichwohl im konservativen Kontext als materiell definiert, durch die Informationen, die es aus Messvorgängen preisgibt, erkennbar wird. Als materielle Entität gibt es sich seiner Umgebung zu erkennen, indem es die räumliche Ausbreitung zu maximieren versucht. Dieses ist jedoch jeder anderen Entität in der Umgebung ebenfalls zu Eigen. Die dabei räumlich auftretenden Verlagerungen sind makroskopisch nicht erkennbar, sondern machen sich durch einen statistischen Wert, nämlich der Temperatur, bemerkbar. Das ist, grob gesprochen, die einzige Information die wir zunächst aus einem System informationstheoretisch extrahieren können. Man nennt dieses Phänomen: thermisches Rauschen.
Der implizite Anspruch dieses Ansatzes ergibt sich daraus, dass die Individualität einer einzelnen Entität unabänderlich ist, ihre Anordnung in Raum und Zeit jedoch freien Gesetzen unterworfen: Darum sind wir! Es bedeutet aber auch, dass wir Entropie dissipieren, mithin den thermodynamisch unwahrscheinlichen Zustand unserer Existenz dadurch stabilisieren, indem wir ein Temperaturgefälle aufrecht erhalten.
In Umgebungen, die diesen Bedingungen nicht genügen, z.B. in einem Reagenzglas mit Wasser, regiert das Regime eines entropischen Maximums, das v.g. thermische Rauschen.
Um es also deutlich zu sagen: Es gibt keine informelle Struktur, das ist Schamanenwissen. Es existiert auch kein neutraler Träger. Wasser besteht in flüssiger Form aus Clustern von 1.000 – 10.000 durch die molekulare Bipolarität aneinander gelagerten Molekülen, die stetig zerfallen und neue Bindungen suchen.
de.wikipedia.org/wiki/Wassercluster
Dem Artikel ist u.A. zu entnehmen, dass die in diesen Clustern vorherrschende Wasserstoffbrückenbindung (van der Waals Kraft) ca. 10(exp)-12, ergo 1 Pikosekunde stabil ist, danach zerfällt und eine neue Bildung eingeht. Mithin zerfallen diese Information tragenden Cluster ca. 1.000.000.000.000 (eine Billion) Mal in der Sekunde.
Durch den steten Zerfall und die Reorganisation der Cluster zerfällt auch die materielle Basis jeder informellen Struktur, da die HP auf die Brownsche Molekularbewegung (denn diese ist das makroskopische Äquivalent der thermischen Bewegung) keinen Einfluss hat. Das heißt, dass die angenommene strukturelle Information zur Unkenntlichkeit dissipiert womit die v.g. Information irreversibel verloren geht. Wenn die Homöopathie sich auf diese Grundsätze beruft, fußt ihre Basis auf naturwissenschaftlichem Unsinn.
Der zweite Tatbestand, die Verdampfung/Verdunstung des Lösungsmittels stellt eine weitere Hürde für die informelle Struktur dar. Wenn diese ganzheitlich, also vergleichbar einem Hologramm über die Impflösung verteilt ist, hat die HP immer mit dem Phänomen zu kämpfen, dass ein Teil der von ihr dem Impfstoff mitgegebenen Informationen mit den entweichenden Wassermolekülen ebenfalls entweicht, die Strukturinformation sich also stetig ausdünnt, bis sie im Extremfall verloren ist. Ein Ausweg aus diesem Dilemma böte sich an, wenn das aus der Oberfläche austretende Wassermolekül die ihm anhaftende Information zurücklässt, sie also auf die verbleibenden Wassercluster überträgt. Wie die HP allerdings diesen Vorgang physikalisch definieren will, erschließt sich mir im Moment nicht.
Aber es gibt noch eine Hürde die zu überwinden ist: Die Zeit! Wenn die Informationsübertragung 1:1 stattfindet und jeder Vorgang nur eine Millionstel Sekunde dauert (10(exp)-6 sek.) muss der Homöopath 10(exp)24 Sekunden warten, bis seine Lösung wirksam wird. Das bedeutet: ~3.17 * 10(exp)17 Jahre. Das übersteigt das Alter des uns bekannten Universums. Und selbst wenn behauptet wird, die Informationsübertragung geschehe innerhalb einer Billionstel Sekunde (10(exp)-12), ergäbe das immer noch 10(exp)18 Sekunden, sind das immer noch ~3.17 * 10(exp)10 Jahre, auch so alt ist das Universum nicht. Die HP hat vor dem Urknall begonnen, ihre Lösungen anzusetzen … Ein erstaunliches Ergebnis.
Sodann wird behauptet, die der(n) Lösung(en) mitgegebene Information sei immateriell. Das ist, mit Verlaub gesagt Blödsinn, denn Information bedarf stets einer Struktur, die diese Information transportiert. Das ist im einfachsten Fall ein Photon, das die Information seiner Polarisierung, seiner Wellenlänge und mithin seines Impulses trägt, oder im Fall der DNS z.B. ein molekulares Cluster, das die Informationen für eine Replikation implizit enthält. So etwas nennt man ein autopoisisches (Autopoisie, mal bei WIKI schauen), also ein selbstorganisierendes System. Durch Schütteln und Klopfen kann man da nichts erreichen, denn die Zuführung kinetischer Energie führt, wenn auch kaum merklich, zu einer Temperaturerhöhung, mithin zu einer Entropiezunahme.
In diesem Zusammenhang wird eine weiteres Argument vorgebracht: Das der
Quantenkohärenz.
Dieses Prinzip besagt, dass eine Vielfalt von Atomen oder Molekülen durch Kopplung sich wie ein einziges Atom oder Molekül verhalten, mithin einen kohärenten Schwingungszustand aufweisen. Auch dieses ist vollkommener Blödsinn. Denn Quantenkohärenz ist gebunden an Zuständen, die die HP nicht berücksichtigen kann. Als Beispiel ist zu nennen: das Einstein-Rosen-Podolski Gedankenexperiment (1935):
de.wikipedia.org/wiki/EPR-Effekt
Dieser Effekt beschreibt prinzipiell, dass es in der Quantenwelt gebundene Zustände gibt, die ohne Zeitverzögerung übertragen werden können. Dies wurde von der Quantenmechanik postuliert. Einstein lehnte diese Vorstellung prinzipiell ab, da nach der Relativitätstheorie keine Information schneller übertragen werden kann, als die Lichtgeschwindigkeit vorgibt.
Experimente mit Lichtstrahlen (LASER) haben jedoch in der Zwischenzeit ergeben, dass eine solche Informationsübertragung sehr wohl existiert. Die Polarsationsmessung an Photonen hat über eine Entfernung von mehreren Kilometern ergeben, dass zwei gekoppelte Photonen (Kalzitkristall) mit etwa 10.000 facher Lichtgeschwindigkeit Informationen über ihren Zustand austauschen. Eine Erklärung steht noch aus, die klassische Physik hat dafür kein Modell. Nur: mit HP hat das nun gar nichts zu tun.
Ein anderer Effekt ist die Kopplung von Quantenzuständen in einem so genannten Einstein-Rosen-Podolski Kondensat. Das ist eine Ansammlung von Atomen, die mit Hilfe von Laserimpulsen in einen kohärenten Zustand transformiert werden und sich hernach wie ein einzelnes Atom verhalten … Aber: dieser Zustand existiert nur bei ca. -273,1 °C, mit anderen Worten in der Nähe des absoluten Nullpunktes; dort ist jegliche thermische Bewegung eliminiert.
Weiterhin wurde von der HP behauptet die Heisenbergsche Unschärferelation spiele eine gewisse Rolle:
Die Quantenphysik geht von Ganzheiten aus, die bei Zerlegung zerstört werden, und nicht zur Ganzheit (zeitlich später) wieder zusammengebastelt werden können.
Hier ist zu entgegnen:
Die Quantenphysik betrachtet Trajektorien, also Ort, Zeit und Impuls einer quantenmechanischen Entität. Die Trajektorie kann vermessen werden; dabei wechselwirkt das vermessene System mit dem vermessenden System: das registriert einen Messwert. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt, um Energieaustausch oder –Übertragung, die das vermessene System aufnimmt und selbstverständlich auf dieses wirkt. Das System wird also auf keinen Fall zerstört, sondern gestört und stabilisiert sich auf einer anderen, nicht vorhersagbaren Trajektorie. Daraus folgt, dass von der Quantenmechanik entweder nur den Ort (Streumuster einer Probe) oder die Geschwindigkeit (Impuls der Probe) messen werden kann. Und das ist der simple Inhalt der Heisenbergschen Unschärferelation
Als Zeugen für die behaupteten Hypothesen werden Leute benannt, die hier beschreiben sind und deren Wirken und Wollen ausnahmslos widerlegt ist:
de.wikipedia.org/wiki/Wassercluster
(1) beschreibt die thermodynamische Unmöglichkeit der Informationsspeicherung
de.wikipedia.org/wiki/Masaru_Emoto
beschreibt das Dilemma eines Mannes mit Versionen von Visionen
www.masaru-emoto.net/english/e_ome_home.html
Die Homepage desselben
de.wikipedia.org/wiki/Eis
Formen von Eis
upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/68/Phasendiagramm_eis.png
Das Phasendiagramm dazu
de.wikipedia.org/wiki/Schnee
Formen von Schneekristallen. Allein dieser Artikel gibt tief zu denken. Denn wie sollte strukturelle Information zu so vielfältigen Formen führen?
de.wikipedia.org/wiki/Jacques_Benveniste
Einer der Auguren, auf die die HP sich beruft … vollkommen gescheitert
de.wikipedia.org/wiki/Germanische_Neue_Medizin
Ryke Geerd Hamer, grandios verpeilt, indem er sein subjektives Scheitern bei der Rettung seines Sohnes als Fundamentalansatz einer neuen Medizin verklugfiedelte.
Allein: S. Freud hat schon auf die somatischen Wirkungen psychischer Zustände hingewiesen, Alexander Mitscherlich in seinem Werk: Krankheit als Konflikt, Studien zur psychosomatischen Medizin 1 auf diesen Zusammenhang verwiesen. Ergo: Nichts Neues
de.wikipedia.org/wiki/Schweinegrippe-Impfung
de.wikipedia.org/wiki/Narkolepsie
de.wikipedia.org/wiki/Van-der-Waals-Gleichung
de.wikipedia.org/wiki/Chaostheorie
de.wikipedia.org/wiki/Seltsamer_Attraktor
Es bleibe dem Leser überlassen, aus den vorherigen physikalisch – thermodynamischen Ableitungen seine Schlüsse hinsichtlich der Homöopathie zu ziehen. Gesagt sei jedoch: Es handelt sich um Wissen, das zu einem Großteil schon jedem Abiturienten mit auf den Lebensweg gegeben wird. Widerspruch gegen die vertretenen Thesen ist gewollt und erwünscht!
Kuni
merdeister schrieb am 23.09.2011 um 23:19
Danke, diesen Beitrag hatte ich bereits vermisst ;-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.09.2011 um 16:30
Physikalisch gut aufgebröselt, Herr Kuni...
das sonderbare ist nur, dass die Mittel trotzdem (individuell, nicht im Massenversuch) wirken, auch oberhalb der Avogadroschen Zahl, darunter sowieso, als sogenannte Niedrigpotenzen mit noch nachweisbaren Wirkstoffmolekülen. Was geht da vor- millionenfache Massenhysterie?? erfundene Kasuistiken, durchgedrehte Ärzte und Profs?, möglicherweise fehlen noch eindeutige Erklärungen zum Wirkmechanismus?? Aber es funkioniert, auch ohne Placebo, komische Sache.

Herr merdeister ist nun endgültig ins Medizinische gewechselt... sehr amüsant, der "große Kritiker der Alternativmedizin" ich hoffe, ich bin nicht der Einzige den das belustigt.
Herzlichst Wilfried Zupp
merdeister schrieb am 30.09.2011 um 21:39
Tja Willi Zupp, da sind aber ein paar Fallstricke in Ihrer Argumentation. Wenn man genug Menschen individuell, ganz wie es unter Homöopathen Sitte ist, behandelt und die Hälfte Placebo bekommt und der Rest Placebo mit Namen Lateinischer Name D30, dann hat man auch eine Masse Menschen zusammen. Homöopathie und Placebo unterscheiden sich dann aber nicht in der Wirkung. Der Placeboeffekt hat auch nichts mit Massenhysterie zu tun, er ist wahrscheinlich Teil unseres täglichen Lebens.
Die Frage, warum Menschen die es besser wissen müssten (Ärzte, Professoren) dem Spuk anhängen halte ich jedoch für berechtigt.

Aber es funkioniert, auch ohne Placebo, komische Sache.
Der Satz ergibt keinen Sinn. Gar nicht. Aber gelacht habe ich.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 02.10.2011 um 13:08
Lieber Herr merdeister,

natürlich gibt es den Placebo-Effekt, das weiß auch jeder homöopathisch arbeitende Arzt oder Heilpraktiker. Hahnemann selbst nennt die "Gute Zurede" ein wirksames Therapeutikum. Bei "banalen" Beschwerden hilft Placebo und liebevolle Betreung immer mit...
Aber, chronische Krankheiten lassen sich mit Placebo nicht kurieren. Eine Depression, Rheuma, chron Infektanfälligkeit, neurotische Ängste, psychot. Zustände, chron. Colitis u.s.w. sind aber homöopathisch in den letzten 200 Jahren unzählige Male geheilt worden. Wenn man sich intensiv in die Materie einliest, nicht nur kurz überfliegen, kann man erkennen, dass die vielen dokumentierten Fälle nichts mit Placebo zu tun haben. Sind die tausenden Ärzte und Therapeuten alle durchweg Trottel oder Betrüger?? Am allerbesten ist es natürlich, wenn man die Erfahrung an sich selbst erfährt. Sie sind zum Glück noch relativ jung und gesund, aber nichts überzeugt mehr als eine eigene Erfahrung. So wie damals C. Hering antrat um die Homöopathie zu widerlegen, und aus eigenem Erleben zum Homöopathen wurde. Also ran, Herr merdeister, das kritische (und wichtige) Potential haben Sie ja...
schönen Sonntag, W. Zupp

P.S. eine homöopathische Arzneimittelprüfung wäre für Sie, als relativ Gesunden, eine gute Möglichkeit die Wirkung homöopathischer Mittel zu erfahren. Ich verspreche Ihnen, Sie werden Symptome entwickeln ( aus dem "Nichts" herraus) . Also, ran ans Abenteuer Forschung, pragmatisch und lebensecht, bei Verfahrensfragen bin ich gern behilflich.
merdeister schrieb am 02.10.2011 um 15:18
Das ist sehr nett. Welches Mittel schlagen Sie denn vor und welche Potenz? Über welchen Zeitraum sollte ich das Mittel nehmen?

Und besonders wichtig: Darf ich mir auch uninformierte Glubolis kaufen, und einen Doppelblindtest machen? Damit ich nicht weiß, wann ich was nehme?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 02.10.2011 um 17:50
Um die Wirksamkeit der Mittel zu erfahren, reicht eine einfache Prüfung vollkommen. Eine einzige Gabe wirkt nicht (fast nie - außer im Krankheitsfall bei entsprechender Symptomatik) , weshalb das inszenierte Londoner Theater mit Arsen C 30 nur Pharma-Propaganda war. Natürlich passiert da NICHTS. Vithoulkas hatte den Londoner Aktivisten einen Langzeit-Versuch mit Alumina C 200 angeboten, um nach entsprechender Zeit, die Stuhlgang-Veränderungen aufzuzeigen - die haben abgelehnt.

Eine seriöse AZMP geht über einen langen Zeitraum, mit unterschiedlichen Potenzen. Mit Mercurius D12, kann man sich bei häufiger, regelmäßiger Einnahme, schon richtig (arznei) krank machen.

Eine "kleine" Selbstprüfung würde ich auf 2 Monate ansetzen. Das Mittel das Sie prüfen sollten, wäre Lycopodium clavatum.
1 Woche Lyc. D6, 2 mal tägl.
1 Woche Lyc. D12, 2 mal tägl.

3 Wochen Lyc. C 30, einmal tägl.
3 Wochen Lyc. C 200, alle drei Tage einmal

Wenn deutliche Symptome auftreten, auch unangenehme, kann die Prüfung jederzeit abgebrochen werden. (starker Kaffee und ätherische Öle andidotieren die Wirkung meist zuverlässig) Immerhin wird bei der Prüfung ein künstlicher Krankheitszustand erzeugt, ähnlich einer Vergiftung- ist nichts für Hasenfüße. Prüfungen mit Niedrigpotenzen sind fast schon heroisch.
Symptome heißt: veränderte Befindlichkeit: körperlich, emotional und geistig.
Häufig verändert sich das Traum-Erleben, es können auch unangenehme Gefühle auftauchen, alte Hautausschläge u.s.w. - wichtig ist, dass die Symptome keine reale Erklärung finden.
Höhere Potenzen ohne fachliche, ärztliche Begleitung im Alleingang prüfen, würde ich nicht empfehlen.

Ich hoffe, Ihr Kommentar war ernst gemeint.
Herzlichst Wilfried Zupp

P.S. die Mittel wirken deutlicher ohne Kaffeegenuß. Chemische Arzneien unterbinden die Wirkung fast immer, Drogen auch-- Alkohol in Maßen zum Glück nicht !! Ein Vollrausch aber auch.
merdeister schrieb am 02.10.2011 um 19:23
Mein Kommentar ist ernst gemeint.

Das mit dem Kaffee könnte ein Problem werden, darauf würde ich nur ungern so lange verzichten, auf den Rest geht das für ein paar Wochen problemlos.
Kann man den Kaffee mit einer höheren Potenz ausgleichen?
Kann ich gleich mit einer hohen Potenz einsteigen? (Sie raten mir davon ab, aber würde das auch wirken)
Und ganz wichtig: Kann ich mir uninformierte Globulis besorgen und jemanden beauftragen, zwei Mengen (echt und unecht) abzufüllen und dann nicht wissen, womit ich anfange? Ich würde dann das eine einige Wochen nehmen und dann das andere. Oder breche ich damit homöopathische Regeln?

Was mich natürlich wirklich beeindrucken würde, wäre das Verschwinden meines Tinnitus.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 02.10.2011 um 20:23
Lieber Herr merdeister,

jetzt wird's ja tatsächlich spannend. Die Geschichte mit den unarzneilichen Globuli bringt nicht viel, weil die Wirkung der sich entwickelnden Symptomatik bei der Prüfung unterbrochen wird. Die Symptome entwickeln sich in der Regel kontinuierlich, es ist ein Prozess, eine Steigerung, das Bild entwickelt sich. Man kann nicht sagen, drei Tage echte Arznei - diese Symptome - ein paar Tage Placebo - huch, jetzt gibt es keine Symptome. Bei Gruppen-Prüfungen wird mit Placebo geprüft. So geht es einfach nicht. Wie bei einer echten Krankheit entsteht während der Prüfung eine Kurve.
Man kann auch gleich mit höheren Potenzen einsteigen, klappt auch. Ist weniger heroisch!
Menschen, die Kaffee wie "Wasser saufen" können auch während einer Prüfung Kaffee trinken, ihr Körper ist an das "Gift" adaptiert.
Der Tinnitus wird nur dann verschwinden, wenn Ohrgeräusche im Lyc.-Bild sind. Im Lyc.-Bild ist "Summen und Dröhnen" (Boericke) in den Ohren vermerkt....
aber der Tinnitus müsste zu Heilzwecken viel exakter differenziert werden, also individualisiert werden: wie ist das Geräusch?, wann tritt es auf? wodurch wird es besser oder schlechter, welche Begleitsymptome-- jeder Tinnitus ist anders!
Ich finde, echte Kritik muss sich an der Realität bewähren. Wenn ich ein Orchester beurteilen will, gehe ich ins entsprechende Konzert. Was sich in der Wirklichkeit bewährt, hat Substanz, was da durchfällt kommt in der Papierkorb.
Sie sind ja ganz schön unvoreingenommen experimentierfreudig...
Gute Nacht, W. Zupp
KalleWirsch schrieb am 02.10.2011 um 21:20
Ein Homöopath, der eine AZMP ohne therapeutische Begleitung vorschlägt und sei es nur in dem er die Anleitung dazu postet, ist verantwortungslos. Auch wenn merdeister danach fragt. Es lesen ja noch andere Leute als merdeister mit, der schlau genug ist, dieses nicht zu tun. Oder in seinem schulmedizinischen Betonkopf einfach keine Lust hat;) Die Antodote sind bei Homöopathen außerdem sehr umstritten. Es gibt eine Menge, m.E. vernünftige Homöopathen, die der Meinung sind, wenn man das richtige Mittel gefunden hat, dann wirkt es auch. Da kann dann auch Pfefferminzöl und Kaffee nichts gegen machen. Die Antidot Theorie riecht für mich verdammt nach Ausrede: "Da haben Sie bestimmt ein ätherisches Öl zu sich genommen, wenn das Mittel nicht hilft. Das merkt man ja oft gar nicht bei den heutigen Lebensmitteln."

Ich bin ja mit merdeister in Bezug auf Homöopathie so gar nicht einer Meinung und werde es wohl auch nie sein (also bitte verschone mich mit einer Diskussion mein Lieber;)), aber wenn ich mir manchmal den Quatsch bis verantwortungslosen Quatsch durchlese, der hier so von Hömoöpathen gepostet wird, dann gruselt es mich und ich verstehe, wieso merdeister so anti ist.

Jetzt fehlen nur noch die Impf- und AIDS Lüge und ich raste wieder aus.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 07:43
Lieber Kalle Wirsch,
jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Da, nach Herrn merdeisters Meinung homöopathische Mittel nicht wirken, und Homöopathie nur auf dem Placebo-Effekt beruht, ist es doch sinnvoll, sich auf direktem Wege ein eigenes Bild zu machen, und das anschließend zu dokumentieren - das ist echter Journalismus ! Er wird ja nicht Belladonna Urtinktur prüfen...
zumal Herr merdeister sich seit langer Zeit mit den Fragen der Homöopathie beschäftigt.
Nicht jedes Antidot wirkt bei jedem, aber mit kräftiger China-Öl-Inhalation, oder Kampher bricht man die Mittelwirkung ab. Von einer Antidot-Theorie halte ich auch nicht viel.
Herzlichst Wilfried Zupp
merdeister schrieb am 03.10.2011 um 10:39
@Kalle,
Homöopathen sind nicht zimperlich, wenn es um "Skeptiker" geht.

"Das Prüfungssymptom lautet: „Erzeugt berstenden Kopfschmerz, der vom Nacken hochsteigt mit heftigem Klopfen und einem Ausdehnungsgefühl, als wollte der Kopf zerspringen, verträgt nicht die geringste Erschütterung … usw.“"
dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=1752

Immerhin der offizielle Blog des Deutschen Zentralvereins hömöopathischer Ärzte.
merdeister schrieb am 03.10.2011 um 10:39
Achso, das steht nicht im Beitrag sondern in den Kommentaren, die Redaktion macht aber fröhlich mit :-)
Schachnerin schrieb am 03.10.2011 um 11:20
Herr Zupp,
Sie sind ein Scharlatan und ein Sadist. Das meine ich auch ernst.
Eine Wirkung von Lycopodium:
die Zähne werden gelb und locker

www.simillimum.net/lyc.txt.htm

Das Haar wird schon in jungen Jahren grau. Das Gesicht sieht alt und runzelig aus.
www.bunkahle.com/Homoeopathie/Homoeopathie.htm

Von Erektionsschwäche steht auch etwas bei den Symptomen.
Schachnerin schrieb am 03.10.2011 um 11:23
@merdeister,
dieses Symptom wird von dem Mittel Glonoinum (Nitroglycerin) verusacht.

Eine Frau hat sich mit einem homöopathischen Mittel (Arsenicum D6) vergiftet. Sie ist gestorben!
www.hom-gmunden.com/pdf/artikel.pdf
merdeister schrieb am 03.10.2011 um 12:11
@schachnerin
Ihre Sorge berührt mich. Haben Sie keine Sorge, ich werde nicht mit niedrigpotenzen herumspielen schon gar nicht mit Arsen oder Quecksilber.

Hier ist noch ein Beispiel von einem Homöopathen und nicht irgendeinem, der Skeptiker herausfordert.
www.quackometer.net/blog/2010/02/george-vithoulkas-makes-a-fool-of-himself.html
Kunibert Hurtig schrieb am 03.10.2011 um 12:11
Willi Zupp schrieb am 02.10.2011 um 17:50

www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Baerlapp&search=lycopod

Bärlapp wird aufgrund der möglichen unerwünschten Wirkungen hauptsächlich in der Alternativmedizin in homöopathischer Potenz verwendet. Früher als harntreibendes Mittel; Die Sporen wurden zur Herstellung von Feuerwerk (Blitzpulver) und zum Feuerspucken gebraucht.
Unerwünschte Wirkungen
Starker Durchfall, Erbrechen, Reizungen der Schleimhäute.
Und weiter:
de.wikipedia.org/wiki/B%C3%A4rlappsporen
Im Mittelalter waren Bärlappsporen fester Bestandteil magischer Rituale und Zauber. Schon damals wusste man um die helle Stichflamme, die entsteht, wenn man Lycopodium in eine Feuerquelle wirft.
Mit Verlaub gefragt, Willi Zupp, wollen Sie hier mittelalterlichen und pyrotechnischen Mummenschanz als Alternativmedizin verhökern? Ich meine, das würde schon passen, da hatten wir hier schon mal einen, der sich diesbezüglich intensivst engagierte. Aber was die Befürworter homöopathischer Strategiegebilde allenthalben an die Wand werfen, kommt den Ritualen neolithischer Schamanen doch recht nahe … vielleicht versteht die HP sich ja als Nachfolgerin der Tradition.
Mercurius D12
homoeopathie-liste.de/mittel/mercurius-solubilis.htm
In der Chlorfabrik bei BAYER – (in früheren Jahren) wurde neben Chlor auch Natrium gewonnen, in dem man eine konzentrierte NaCl – Lösung über eine Quecksilberstrom leitete. Die technischen Einzelheiten lassen wir beiseite. Aus diesem Strom dunstete stets und immer etwas Hg aus, was nach ca. 10 Jahren zu Haarausfall, Zahnfäule und irreversibler Schädigung des Groß- UND Kleinhirns einherging.

Und Sie, verehrter Willi Zupp, verweisen mit dem nonchalanten Mit Mercurius D12, kann man sich bei häufiger, regelmäßiger Einnahme, schon richtig (arznei) krank machen. Hinweis darauf, dass es sich um eine hochtoxische Substanzklasse handelt. HG wird im Übrigen nicht vom Körper abgebaut sondern akkumuliert sich in verschiedenen Geweben.

Willi Zupp schrieb am 30.09.2011 um 16:30
Physikalisch gut aufgebröselt, Herr Kuni...
das sonderbare ist nur, dass die Mittel trotzdem (individuell, nicht im Massenversuch) wirken,


Die Wirkung einer Stoffklasse oder eines Stoffes kann nur klassifiziert werden, wenn entsprechende Reihenversuche (inklusive Blindversuche etc.pp.) zu einer Wahrscheinlichkeitsaussage hinsichtlich der zu therapierenden Beschwerden oder Leiden beim Probanden kommen. Demgegenüber liegt individuelle Befindlichkeit, die zudem nicht mit statistischen Befunden belegt werden kann, nicht nur außerhalb einer Beweiskraft, sondern die Wirkung ist durchaus auch auf suggestive Elemente (sicher auch in der klassischen Medizin) zurückzuführen.

Die skandalösen Fälle der HP, die oft auch auf dem OP-Tisch landen oder in einer polierten Holzkiste, sind demgegenüber nur die Spitze des Eisberges. Wie viele Fälle sich letztlich der klassischen Medizin anvertrauen und geheilt – zumindest die Leiden gelindert – werden, darüber schweigt die HP sich aus.

Im übrigen, lieber Willi Zupp, ging es in meiner obigen Abhandlung nicht um den Nachweis irgendeiner Wirksamkeit, sondern um die absolut hirnrissigen Behauptungen der HP, in Wasser Erinnerungen speichern zu können, die einem Leidenden Linderung versprechen. Eine C30 oder gar C200 Verdünnung ist, mit Verlaub gesagt, vollkommener Schwachsinn, siehe die mathematische Herleitung des Verdünnungsgesetzes.
Kuni
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 12:13
@ Schachnerin,
leider sind Sie sehr uninformiert, geehrte Foristin, eine AZMP erzeugt keine manifesten Symptome, und auch nicht alle Symptome, die in der materia medica aufgelistet sind. Es ist eine künstliche Krankheit die erzeugt wird;
die nach Absetzen des Mittels wieder verschwindet.
Es war ein Vorschlag an Herrn merdeister, weil er sich so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt, eine praktische, persönliche Ergänzung für ihn. Es bleibt seiner Entscheidung überlassen, wie realistisch er sich in die Materie "einarbeiten" will. Er arbeitet ja eher journalistisch, er würde nicht aus therapeutischen Motiven prüfen.
l.g. W.Zupp
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 12:25
lieber Herr Kuni,

ich verstehe ihre Aufregung nicht, ich hatte schon verstanden worauf sich Ihr Beitrag bezog.
Natürlich haben viele Medikamente, auch homöopathische, eine Vorgeschichte in der Volksheilkunde, so auch der Bärlappsamen, so die IgnazBohne, die Arnika u.s.w.
Mercurius D12 ist ein frei verkäufliches Medikament- Hömöopathie wirkt doch gar nicht, oder doch ?? Wenn's praktisch wird, dann kommen sonderbare Bedenken ins Spiel- Theoretisieren ist eine Sache- sich persönlich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen eine andere...
Herzlichst Wilfried Zupp

P.S. und wirklich rührend, wie alle dem Herrn merdeister beispringen, ich glaub', der ist autonom genug, ( und besser informiert, als seine "Beschützer") um selbst zu entscheiden was er tut.
merdeister schrieb am 03.10.2011 um 12:44
Eine D12 mit Quecksilber dürfte ziemlich sicher sein:
de.wikipedia.org/wiki/Trinkwasserverordnung

Es sind 0,001 mg/l Quecksilber erlaubt, was, grob überschlagen, D6 oder 7 entsprechen dürfte.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 12:58
@ Kuni P.P.S.
wunderbar, welche Diskussion hier in Gang gekommen ist.
"unerwünschte Nebenwirkungen", bei welcher Prüfungspotenz denn, doch nicht bei einer Hochpotenz, oder ? die ist doch "Schwachsinn";
und: HG akkumuliert im Körper... Wasser auf die Mühlen der Impfkritiker...
Herzlichst Wilfried Zupp
Kunibert Hurtig schrieb am 03.10.2011 um 19:24
Willi Zupp schrieb am 03.10.2011 um 12:25

Die Auseinandersetzung mit der HP hat hier eine gewisse Tradition und die Apologeten der klassisschen Medizin treten immer wieder im Pulk auf und der Schamanenmedizin KONTRA zu geben.

Die Problematik liegt einfach darin, dass die HP die Naturwissenschaft nur dann anführt, um eine ihrer Behauptungen zu unterstreichen. Wird die Naturwissenschaft jedoch ins Feld geführt, um die Behauptungen der HP als Unsinn zu entdecken, erwartet die HP Glauben und die Nat.-Wis. wird als unzureichend hinsichtlich jeglicher Art von Erkenntnisgewinn hingestellt, weil z.B. ihre Messmethoden gar nicht geeignet sind, zu erfassen, was die HP unterstellt ... was bei einer C30, C50 oder gar C200 Potenzierung ja nun bei Leibe nicht schwierig sein dürfte.

Nein, rührend ist das nicht, merdeister weiß sehr wohl selbst darzustellen, was er will; es ist lediglich lästig, immer wieder das Gleiche zu schreiben, da die Apologethen der HP praktisch immer bei NULL beginnen und die ganze Arie wieder von Vorne beginnt.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 20:25
Lieber Herr kuni,
ich habe nicht vor hier eine Grundsatzdebatte zur Homöopathie anzuzetteln, das ist sinnlos.

ich habe merdeister eine Anregung gegeben, um realistischer ans Thema ranzukommen, mehr nicht. Ihre theoretischen Überlegungen sind unzulänglich, weil einseitig und ohne Fachkenntnis - nicht schlimm... aber für mich nicht relevant und diskussionswürdig.
ich beende hiermit auch meine Beiträge zu diesem Blog.
Herzlichst, Ihr Wilfried Zupp
Ehemaliger Nutzer schrieb am 03.10.2011 um 20:25
Lieber Herr kuni,
ich habe nicht vor hier eine Grundsatzdebatte zur Homöopathie anzuzetteln, das ist sinnlos.

ich habe merdeister eine Anregung gegeben, um realistischer ans Thema ranzukommen, mehr nicht. Ihre theoretischen Überlegungen sind unzulänglich, weil einseitig und ohne Fachkenntnis - nicht schlimm... aber für mich nicht relevant und diskussionswürdig.
ich beende hiermit auch meine Beiträge zu diesem Blog.
Herzlichst, Ihr Wilfried Zupp
Kunibert Hurtig schrieb am 04.10.2011 um 08:33
Willi Zupp schrieb am 03.10.2011 um 20:25

Ihre theoretischen Überlegungen sind unzulänglich, weil einseitig und ohne Fachkenntnis - nicht schlimm... aber für mich nicht relevant und diskussionswürdig.

Ich bitte um die Ergänzungen hinsichtlich der Unzulänglichkeiten sowie um jene umfassenden Ansatz für Fachkenntnisse, den Sie implizit für sich reklamieren. Sie gestatten dann, dass ich die Relevanz dann beurteile ... oder stehlen Sie sich hier jetzt still und leise von hinnen um eben dieser Diskussion aus dem Wege zu gehen? (... wie schon Andere?)
freundlichst Kunibert
Kunibert Hurtig schrieb am 23.09.2011 um 21:17
In China demonstrierten Menschen vor einer Fabrik, in der der Solarzellen hergestellt werden. Denn was uns eine Atomkraftfreie Zukunft bescheren soll, zerstört weit weg die Lebensgrundlage vieler Menschen.

Der Artikel, den Du verlinkt hast verweist auf brutale Umweltzerstörungen! Siliciumoxid (also QUARZ) ist ein chemisch enertes Material, dass praktisch jeder Säure standhält, aber von Fluor
de.wikipedia.org/wiki/Fluor
oder Flusssäure (HF)
de.wikipedia.org/wiki/Flusss%C3%A4ure
angegriffen wird.
Diese Brühe wird ungefiltert in die Flüsse gekippt und vergiftet Menschen und Tiere. Eibne Rettung ist kaum möglich, da es aus dem Körper nicht entfernt werden kann und schwere pysiologische Schäden anrichtet.
Im allgemeinen geht die chinesische Führung mit solchen Umweltverbrechern schonend um, es sei den, die Schadstoffe kommen in den Export, wie z.B. beim Melamin-Skandal.
de.wikipedia.org/wiki/Melamin
Wenn man bei SPON mal nach Melamin googelt, finden sich dutzende, meist auf verbrecherische Aktivitäten verweisende Artikel. Bei der SZ wird man ebenfalls fündig.
Kuni
merdeister schrieb am 23.09.2011 um 23:20
Vielleicht täuscht der Eindruck, doch ich habe das Gefühl öfter Meldungen zu hören, in denen chinesische Bürger auf die Straße gehen und sich wehren. Vielleicht erreichen sie dadurch etwas...oder ich täusche mich.
Kunibert Hurtig schrieb am 24.09.2011 um 09:17
merdeister schrieb am 23.09.2011 um 23:20

Vielleicht erreichen sie dadurch etwas...oder ich täusche mich.

Das wird abzuwarten sein. Mittelfristig kann sich ggf. etwas bewegen; nur bleibt immer noch die Frage, wie man einen Staat führen will, der aus ca. 500 Volksgemeinschaften besteht - die alle ihre eigenen Sprachen sprechen und teilweise einander spinnefeind sind.
Chinesen sind oder fühlen sich, ganz im Sinne konfuzianischer Traditionen, nur der eigenen Familie verpflichtet. Den Staat hat (haben) das Volk (die Völker) immer nur als mandarines Unterdrückungsregime kennengelernt, das sich an ihrem Blute labt ... und das hat sich wohl nicht geändert.
tlacuache schrieb am 03.10.2011 um 13:01
..."500 Volksgemeinschaften"..."ganz im Sinne konfuzianischer Traditionen, nur der eigenen Familie verpflichtet. Den Staat hat (haben) das Volk (die Völker) immer nur als mandarines Unterdrückungsregime kennengelernt, das sich an ihrem Blute labt" ...

Keine Sorge, das klappt noch nicht mal mit
80 Volksgemeinschaften ...
der Menschen einer schrieb am 03.10.2011 um 11:48
@merde ist er, Dein Link zur mit einer Klage bedrohten Seite funzt nicht, deshalb hier die Abhilfe: j.mp/oulF1q

e2m schreibt:
"Dieser Blog wurde von „einem großen Multi der Homöopathie“ mit Klage wegen übler Nachrede bedroht. Ich bin gezwungen, jeden Hinweis auf das Unternehmen zu löschen.
Offensichtlich muss auch die Meinungsfreiheit für gewisse Unternehmen derart verdünnt werden, dass sie praktisch … nicht mehr existiert."
der Menschen einer schrieb am 03.10.2011 um 11:51
Das bezieht sich auf das "hier":

Falls jemand am Blog von Samuel interessiert ist, der ihm eine Klagedrohung eingebracht hat, findet "hier" eine Übersetzung ins Deutsche.
merdeister schrieb am 03.10.2011 um 12:05
Danke für den Hinweis. Bei mir funktioniert es jetzt.
merdeister
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