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...Du bist gehörlos und hörst Deine eigene Stimme zum ersten mal. Mit 29 Jahren:
via: paper.li/Esowatchcom
Bald zu finden unter NuKu
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Cochlea-Implantate werden bei Merdeister im Sonderangebot vermittelt.
30.09.2011 | 16:29 Technik statt Gott www.freitag.de/community/blogs/streifzug/technik-statt-gott Ich hab' mein Ohr homöopatisch wiedergefunden, nachdem ich 12 grosse Kerzen in der Schlangengrube gezuendet habe... ;-) |
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Damit ist es raus:
1. Ich bin lahmer als der alte Mann 2. Ich lese nicht alle seine Blogs 3. Das ist nur ein Manöver, um davon abzulenken, dass wir ein und dieselbe Person sind. |
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Deswegen die Wegwerfburka;)
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3.
Man will halt in 12 h Wiederholungen und doppelposting seine eigene Wichtigkeit hervorheben! ;-) |
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Ich finde es problematisch, so ein Video unkommentiert einzustellen, weil das Cochlea Implantat vor allem in der Gehörlosengemeinschaft nicht unumstritten ist.
dazu u.a.: meinaugenschmaus.blogspot.com/2011/05/kritik-die-wurzburger-mainpost-nette.html Der Hauptkritikpunkt ist, dass Menschen so auf eine Behinderung reduziert werden; es wird versucht, sie mit dem Implantat so 'gesund' zu machen wie hörende. Das funktioniert aber in den meisten Fällen nicht; sie hinken immer hinterher. Natürlich steht außer Frage, dass Gehörlose in unserer hörenden Kultur einen Nachteil haben. Aber anstatt sie uns angleichen zu wollen, sollten wir eher ein bisschen mehr darauf achten, wie man ihr Leben z.B. durch mehr Schriftsprache im öffentlichen Raum verbessern kann. So ist es erst möglich, dass sich Gehörlose als normal empfinden können, nicht als defizitär und mit einem seltsamen Gerät ausgestattet bzw. ohne dieses minderwertig. Dieses Gerät kann in bestimmten Fällen nützlich sein, sollte aber nicht, wie dies momentan der Fall ist, dazu führen, dass an erster Stelle das Implantat und dann erst das Erlernen der Gebärdensprache steht. Die Gebärdensprache ist visuell fokussiert und geht damit ganz auf die 'Natur' der Gehörlosen ein. Damit wird die Behinderung der Kommunikation, die auch mit dem Implantat in den meisten Fällen noch verbunden ist, vermieden. Mit Gebärdensprache können sich Gehörlose freier ausdrücken. So etwas wie eine emotionale Ebene beim Sprechen durch das Steuern von z.B. Tonhöhen fällt für die meisten Implantatträger weg. Gebärdensprache zu lernen erfordert für mich als Hörende auch eine ganz andere Sicht- und Denkweise. Andersherum ist das sicherlich genauso und macht bei einer reinen Zentrierung auf eine Fähigkeit, die man nicht hat, gewiss auch nicht unbedingt Spaß. |
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Deinen Einwand kann ich teilen, Cassi. Er ist aber auch immer ein Einwand gegen Prothetik: Ist sie stets nur Hilfsmittel oder geht es wie im Falle des Athleten Pistorius vielleicht schon in Richtung Technodoping? Und wie sieht es aus, dass selbstverständlich State oft he Art erst einmal erfunden und erprobt werden muss, bevor (wie etwa bei Herzklappen, auch das sind Prothesen, nur nicht sichtbar) es als solches bezeichnet werden kann?
Aus Erfahrung weiß ich, dass die Verbesserung eines Zustandes, der in welcher Hinsicht auch immer als Handicap bezeichnet wird, von den Betroffenen zuerst gewünscht wird, bevor als Reserve der Umgang damit geübt wird. Und ich bin schon recht froh, dass in weiten Teilen Menschen mit Handicap immerhin nicht mehr als „von Gott gebrandmarkt“ bezeichnet werden. Von einer Barrierefreiheit, vor allem in den Köpfen, sind wir freilich noch sehr sehr weit entfernt. dieausrufer.wordpress.com/bruch-stucke/aber-hallo/ |
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@ Cassandra
Ich hatte das grosse Glueck, erst ab dem 6. Lebensjahr "halbtaub" durch die Gegend zu irren, also das Sprachzentrum wurde "trainiert". Natuerlich hatte ich ab da, was "Grossraumbuerojobs" anging, Nachteile (Das soll ein Nachteil sein?), aber durch freigewordene Kapazitaeten im Hirn habe ich mir und anderen als Chauffeur mehrfach das Leben gerettet, man "Sieht" mehr, nicht geistig, sondern profan visuell. Es gibt Tage, bei denen ich mich schwarzaergere an dem normalen sozialen Leben nicht Teilnehmen zu koennen, dafuer sind dann punktuelle Diskussionen um so fruchtbarer... Weder ein "Blinder" noch ein "Tauber" ist weniger "gluecklich" als der Rest der Menschheit, die Kunst ist, diese Leute zusammenzubringen bzw. Orientierung zu geben. P.S. Ich habe schon blinden Pärchen fremde Laender gezeigt, die waren fasziniert von den "Geruechen" und was sie so "gehoert" haben... LG |
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Hallo Cassandra,
Dein Kommentar spricht soviel an, ich weiß nicht, ob ich auf alles eingehen kann. Da ein sehr großer Anteil der Menschen hören kann, bei einer noch größeren Anzahl die meisten Körperteile, die zum hören benötigt werden vorhanden, weil in unserem Bauplan angelegt sind, ist hören zu können normal. Darin liegt keine Wertung, das ist erst einmal weder gut noch schlecht. Aus der Tatsache, nicht hören zu können, erwachsen den Betroffenden Nachteile. Eine Gesellschaft sollte dafür sorgen, diese Nachteile möglichst gering zu halten. Gehörlosen die Möglichkeit zu bieten (so es diese gibt) wieder hören zu können, entbindet die Gesellschaft nicht von ihrer Verantwortung. Ich sehe nicht den Wunsch, Menschen normieren zu wollen, ich halte das, ehrlich gesagt, für weit hergeholt. Für Gehörlose ist es normal nicht zu hören, ein Cochleaimplantat macht einen normalen Gehörlosen zu einem unnormalen Gehörlosen. So wie ich keinen Gehörlosen zum hören zwingen kann, kann ich ihn nicht zum nicht hören zwingen. Auch nicht, wenn ich Angst um (m)eine Kultur habe, mag sie noch so schön sein oder Perspektiven ermöglichen. Da nicht alle die Vorraussetzungen für das Implantat erfüllen werden, wird die Kultur wohl auch nicht aussterben, verändern wird sie sich ganz bestimmt. Ein Cochleaimplantat kann auch Menschen ihr Hörempfinden wiedergeben, die erst im Laufe des Lebens gehörlos werden, solange der Hörnerv intakt ist. Diese Menschen könnten Probleme haben, an beiden Kulturen zu partizipieren. Wenn irgendein Idiot fordert, alle Gehörlosen mögen sich doch bitte, ein Cochleaimplamptat einsetzen lassen, ihm reiche es, ständig die Gehörlosendolmetscherin auf Phoenix ansehen zu müssen, setze ich mich für die Gehörlosengemeinschaft, solange stehe ich auf der Seite der jungen Frau in dem Video, |
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Hey, ich antworte nochmal, aber zunächst einmal dieses hier:
(leider ohne Untertitel, habe ich nicht auf die Reihe bekommen) |
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noch eins:
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Lieber merdeister,
deine Antwort auf Cassandras Kommentar ist, wohlwollend formuliert, sehr unzulänglich und nach meinem vorgängiges Bild von dir ungewöhnlich engherzig. Vor etwa 30 Jahren ist mit der sog. "Lebensqualität" ein durchaus fragwürdiger Begriff in die Diskussion gekommen, aber zusammen mit der zugrundeliegenden Ideologie offenbar so öffentlichkeitswirksam, dass eine sachgerechte Kritik kaum dagegen ankommt. Dabei ist der Begriff erstens natürlich zunächst nichts anderes als die positive Umkehrung des faschistischen Begriffs vom "unwerten Leben". Und zweitens auch noch in concreto falsch verwendet. "Qualität" heißt nämlich "So-Sein" und zielt als Gegenbegriff zu "Quantität" (Soviel-Sein) auf die je besondere Beschaffenheit des Gegenstands und daher eben nicht auf einen nur in abstrakten quantitativen Parametern messbaren "Wert". Der Versuch, das je einzelne, individuelle und, wie wir spätestens seit Kant wissen, durch Würde ausgezeichnete Menschenleben von außen mit einem solchen wertbestimmenden Qualitätsbegriff zu kombinieren, ist eine contradictio in adjecto. Das schlimmste und grobschlächtigste Kriterium, an dem dann Maß genommen wird, ist das der "Normalität". Der Begriff impliziert, dass jede Abweichung davon als "abnormal", als "entartet" angesehen wird. Wenn das keine negatives Werturteil ist! Die "Normalität" gibt es aber, wie ich von dir erfahren durfte, nicht nur als gesellschaftliche Norm, sondern auch als biologistische, genannt "Bauplan". In den modernen Naturwissenschaften gibt es keine Individualität. Das würde dem grundlegenden Prinzip der mathematischen Berechenbarkeit zuwiderlaufen, dem sie seit Descartes und Newton folgen. Entsprechend sind in deiner Vorstellung die Menschen Plattenbauten: ein Plan, hunderttausend industriell gefertigte Exemplare. Individuelle Architektur, ein spezifischer Bauplan für ein menschliches Individuum, kommt darin nicht vor, oder auch eben bloß als Abweichung. Als Behinderung. Dafür dient dann ggf. der "humanitäre" Ausgleich: "Eine Gesellschaft sollte dafür sorgen, diese [zuvor von ihr als solche definierten] Nachteile möglichst gering zu halten." Diese Perspektive widerspricht ganz offenkundig deiner Aussage "Ich sehe nicht den Wunsch, Menschen normieren zu wollen, ich halte das, ehrlich gesagt, für weit hergeholt." Die unterschwellige oder offene Normierung ist Cassandras zentraler Kritikpunkt im Hinblick auf die möglichen und die tatsächlichen gesellschaftlichen Implikationen und deren Konsequenzen für die Individuen. Und darauf gehst du tatsächlich höchstens mit Gemeinplätzen ein, die nun wirklich in dem Zusammenhang "weit hergeholt" sind". Z.B. "So wie ich keinen Gehörlosen zum hören zwingen kann, kann ich ihn nicht zum nicht hören zwingen." Also damit kommst du wohl über 200 Jahre zu spät: Feudalismus, Leibeigenschaft und Zunftordnung, wo die Menschen mit physischen Zwangsmitteln zu bestimmten Handlungen oder Unterlassungen gezwungen werden konnten. Seither haben wir eine mehr oder weniger liberale Gesellschaft. Die ist allerdings alles andere als frei von gesellschaftlichen Zwängen, die sich in der Regel sehr viel subtiler durchsetzen und durchgesetzt werden. Trotzdem hat die Freiheit von unmittelbarem physischen Zwang gleichwohl auch in unserer Gesellschaft ihre Grenzen. Das Gewaltmonopol liegt nur jetzt beim Staat. Und wenn in den Medien Artikel erscheinen mit so suggestiven Titeln, wie: "Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?" dann lassen die sich ja nur zusammendenken mit der Frage: Haben die Eltern ein Recht, das zu verweigern? Und wie Behörden und Sozialministerinnen die beantworten, das kann man in dem von Cassandra verlinkten sinnreichen Blog der Jule nachlesen. Aber so weit geht deine innere und äußere Auseinandersetzungs- und Diskussionsbereitschaft nicht, das auch nur zur Kenntnis zu nehmen und darauf einzugehen, oder? Du schreibst zum Schluss: "Wenn irgendein Idiot fordert, alle Gehörlosen mögen sich doch bitte, ein Cochleaimplamptat einsetzen lassen, ihm reiche es, ständig die Gehörlosendolmetscherin auf Phoenix ansehen zu müssen, setze ich mich für die Gehörlosengemeinschaft, solange stehe ich auf der Seite der jungen Frau in dem Video". Wieso verschwendet die ganze medienkritische Gemeinde eigentlich keinen Gedanken darauf, das Video könnte ein tendenziös produziertes und geschickt lanciertes Werbevideo sein? Wieso ist eigentlich gerade da eine Filmkamera zugegen, um die therapeutische Situation aufzunehmen? Und wieso reagiert die junge Frau so gewohnt medienwirksam mit Tränen, statt, wie zu erwarten, erst einmal befremdet, verstört o.ä.? Mit Hilfe entsprechenden Trainings braucht, wie ich gelesen habe, ein von Geburt an gehörloses Kind zwei bis drei Jahre, um die vom Gerät ans Gehirn übermittelten Signale in verständliche und verstandene Sprache umzusetzen. Wieso versteht sie die Therapeutin sofort und kann ihr antworten (so jedenfalls mein Eindruck)? Zurück zu: "Wenn irgendein Idiot fordert, alle Gehörlosen mögen sich doch bitte (,) ein Cochleaimplamptat einsetzen lassen, ihm reiche es, ständig die Gehörlosendolmetscherin auf Phoenix ansehen zu müssen, setze ich mich für die Gehörlosengemeinschaft [ein]. Wieso kommst du, trotz Cassandras Intervention und Links, nicht auf den Gedanken, dass alle Anzeichen dafür sprechen, dass genau dies der gesellschaftliche Trend ist und sein wird: Wir Idioten, die bornierte und bequeme Gesellschaft, brauchen uns nicht zu verändern und Anpassungsleistungen zu erbringen, wenn wir mit den Segnungen des medizinisch-technischen Fortschritts die "Behinderten" verändern können. Ja, und wenn es sein "muss" (!) natürlich auch zwangsweise. Wie naiv muss man sein das zu ignorieren? Und wer, bitteschön, hätte hier gefordert, man solle die daran Interessierten und dazu Bereiten von der Implantation abhalten? Aber gleichwohl wäre es doch angezeigt, AUCH die Stimme der Kultur-Gehörlosen und der Gehörlosen-Kultur anzuhören, ernst zu nehmen und ggf. zu beherzigen, oder? - Wieso eigentlich die Gebärdensprache-Übersetzer nur im Nischen-Kanal Phönix, statt sie in allen Programmen allen Idioten zuzumuten? - Lohnt es sich nicht, darüber nachzudenken, ob in den Schulen nicht neben Englisch und Latein Gebärdensprache als erste Fremdsprache angeboten werden könnte? Es gibt bestimmt eine Menge von eher haptisch und motorisch als phonetisch interessierten und begabten Kindern, die das Fach liebend gerne wählen würden. Damit wären dann zugleich zusätzliche Übersetzer für Gehörlose in Regelschulen obsolet. Die Beispiele ließen sich gewiss ergänzen. Das Entscheidende: Erstens: Eine reiche und liberale Gesellschaft lebt von der Vielfalt von Bauplänen und Individualitäten, das angeblich Natürliche, Normale dient zu nichts als zu negativer, im Zweifel diskriminierender Abgrenzung und Ausgrenzung. Zweitens: medizinisch-technische Lösungen sind in der Regel meist ziemlich armselige, lange Zeit vielfach unausgereifte, Krücken, werden aber von interessierten Kreisen öffentlichkeitswirksam als zu bestaundende Wunderwerke propagiert. Drittens: Wieso klärst du uns als Arzt oder Apotheker nicht über die Risiken und Nebenwirkungen auf? "Zu den allgemeinen Risiken einer Operation treten spezielle Risiken: Eine gewisse Gefahr besteht für den Gesichtsnerv und den Geschmacksnerv, da der Kanal für den Elektrodenträger in seiner Nähe gefräst wird. Der Chirurg muss daher extrem vorsichtig mit Hilfe von Facialismonitoring vorgehen, um die Gesichts- und Geschmacksnerven nicht zu verletzen." (Wikipedia) Und das Risiko müssen junge Leute dann, wohlgemerkt, in ihrem Leben acht- bis zehnmal auf sich nehmen. Pesönliches: Ich bin hochgradig schwerhörig, habe im letzten Jahr das technisch entwickeltste Hörgerät am Markt nicht, wie die propagierten Implantate, voll von der Krankenkasse bezahlt bekommen, sondern deren Anteil betrug 900 EUR, mein Anteil 4500 EUR (kein Verschreiber und kein Witz). Trotzdem: ich kenne den Unterschied zwischen natürlichem Organ und Krücke zur Genüge. Kann mit dieser viele Fernsehfilme nicht einmal verfolgen, geschweige denn eine Unterhaltung in einer Kneipe mit hohem Geräuschpegel führen. Warum würde ich, wenn es mir als bessere Alternative angeboten würde, nicht implantieren lassen? Ich habe einen jungen Mann in meinem näheren Bekanntenkreis, der mit einer eingedellten Gesichtshälfte und entsprechend nur einem Auge auf die Welt gekommen ist. Der ist als Kleinkind häufiger kosmetisch operiert worden, ich fand ihn ok. Sah mit seiner Brille mit einem Blindglas und einem etwas schiefen Mund eher etwas lustig aus, keinesfalls so entstellt, dass man ihn nicht anschauen mochte. Der hat ein gutes Abi gemacht und wollte sich nochmal vor seinem Studium einer kosmetischen Operation unterziehen. Das Ergebnis: Sitzt schwerstbehindert im Rollstuhl, konnte zunächst nicht sprechen noch seine Hände bewegen, ist durch jahrelanges Trainig nun in der Lage, ganz langsam zu reden und mit einer Hand krakselig zu schreiben bzw. eine Tastatur zu bedienen. Zehnjähriges Prozessieren gegen den Operateur bisher kostenintensiv und erfolglos, wird es vermutlich auch bleiben. |
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Lieber Oranier,
Ihre Ausführungen an merdeister kann ich in vielen Teilen nachvollziehen und als berechtigt akzeptieren. Sie lassen aber das Alltägliche, und das ist merdeisters Thema, außen vor. Das versuche ich nun zu kompensieren. Ich kenne auch einen Menschen, der ganz ähnlich demjenigen, den Sie beschrieben haben, eine gewisse Auffälligkeit im Gesicht trägt. Mit dem Unterschied, dass dieser Mann sich keinen Operationen unterzogen hat, weil a) als es noch möglich gewesen wäre es dafür keine OP-Möglichkeit gab und b) reine Kosmetik etwas ist, was dieser Mensch als nicht lebensnotwendig erkannt hat. Im Laufe der Jahre hat dieser Mann gelernt, dass Abweichung von Norm nicht etwa „nur“ ein politischer und damit abgeleiteter Begriff ist, wie Sie ihn völlig richtig herausgearbeitet haben. Unter dem Stichwort „Facial Symmetry“ (den Eintrag bei der englischen wikipedia sehe ich als zureichendes Kompendium der einschlägigen Literatur) und dabei im Spezifischen bei Fehlen dieser Symmetrie werden vielmehr unwillkürliche Mechanismen in Gang gesetzt. Sie sind denen, die man mit „jemanden nicht riechen können" umschreibt, nicht unähnlich und beziehen sich lediglich auf einen anderen Sinn: „The mind can make this mental comparison in a split second to look for aberrations, distortions, or lopsided features.” Den Rest überlasse ich Selbststudium und –lektüre nach Gusto, da nicht Thema, das alle interessiert. Dieser Mann fühlt sich nicht beeinträchtigt, dass er dem ästhetischen Empfinden vieler seiner Mitmenschen nicht genügt. Denn ganz überwiegend sind diese zivil genug, kein Aufheben darum zu machen. Gewisse instinktive Reaktionen können auch sie freilich -beim ersten Anblick- nicht völlig verbergen (vor allem nicht für das entsprechend geschulte Auge), und es gibt auch einige, die ihrer Ablehnung freien Lauf lassen, besonders dann wenn Hemmnisse besonders leicht fallen, im berauschten Zustand etwa. Und das ist etwas, auch wenn man es nicht als Behinderung einstufen kann (die einzige Barrierefreiheit die man sich da wünschen könnte, wäre tatsächlich die in den Köpfen der anderen) oder als Handicap, was man gerne los wäre. Denn der Mann trägt es jeden Tag mit sich herum. Und er gäbe viel darum, sich der kleinen LaserOP (Dauer: ca. 10 Minuten) unterziehen zu können, die 1961, als die Gesichtsgefäße begannen, sich zu verändern, technisch noch nicht existierte. Nicht weil er anderen besser gefallen würde oder eben aus den ästhetischen oder gar aus politischen Gründen. Sondern weil es das Leben vereinfacht (hätte). So simpel kann das sein. Und ich wette, er würde bei der OP auch eine Kamera mitlaufen lassen, um das vorher/nachher fest zu halten und nicht um dem Doc zusätzliche Werbung zu verschaffen. Ich kann den Film nicht nur ansehen, ich kann mich mit dem Mädchen freuen, vor allem, weil es nichts davon weiß, wer sich alles wieso beim Anblick den Kopf zerbricht. Buchstäblich. |
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ed2murrow
Sehe leider den Zusammenhang mit meinen Ausführungen nicht, sorry! |
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Oranier
Eine ihrer zentralen Aussagen lautet: "Wieso kommst du, trotz Cassandras Intervention und Links, nicht auf den Gedanken, dass alle Anzeichen dafür sprechen, dass genau dies der gesellschaftliche Trend ist und sein wird: Wir Idioten, die bornierte und bequeme Gesellschaft, brauchen uns nicht zu verändern und Anpassungsleistungen zu erbringen, wenn wir mit den Segnungen des medizinisch-technischen Fortschritts die "Behinderten" verändern können. Ja, und wenn es sein "muss" (!) natürlich auch zwangsweise. Wie naiv muss man sein das zu ignorieren? Und wer, bitteschön, hätte hier gefordert, man solle die daran Interessierten und dazu Bereiten von der Implantation abhalten?" Ich habe den Gesichtspunkt des Individuums, das davon betroffen ist, dazu gesellt. Mehr nicht, vor allem aber nicht weniger. |
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Werter ed2murrow,
danke für die Klarstellung, dass Sie nur eine Komensation leisten wollten für meinen Text, den Sie im übrigen großenteils "als berechtigt akzeptieren", woran mir allerdings sehr gelegen ist und wofür ich mich artig bedanke, wohl aber nicht einen Zusammenhang mit meiner Darlegung im Sinn hatten, den ich wegen der persönlichen Anrede erwartet und wie ich ihn vermisst hatte. Für Alltägliches fühle ich mich in der Tat auch nicht zuständig, Nun präzisieren Sie aber neuerlich: "Ich habe den Gesichtspunkt des Individuums, das davon betroffen ist, dazu gesellt. Mehr nicht, vor allem aber nicht weniger. "DEN Gesichtspunkt DES Individuums, das davon betroffen ist" - das wäre allerdings in dieser absoluten Verallgemeinerung eher mehr als weniger. Wessen Gesichtspunkte, meinen Sie, kommen denn dagegen in meinen und in Cassandras Darlegungen zum Ausdruck, zumal aber in den von Cassandra hier verlinkten Blogs des betroffenen Individuums Jule, wenn nicht die von betroffenen Individuen? Da herrscht bei mir Ratlosigkeit. Weniger ratlos hinterlässt mich allerdings Ihr Bekenntnis, das an Klarheit nichts zu wünschen übrig lässt: "Ich kann den Film nicht nur ansehen, ich kann mich mit dem Mädchen freuen, vor allem, weil es nichts davon weiß, wer sich alles wieso beim Anblick den Kopf zerbricht. Buchstäblich." Weist Sie das doch als den guten Menschen aus, im Vergleich zu den buchstäblichen Kopfzerbrechern, denen es ganz offensichtlich an der angezeigten Empathie und Menschlichkeit ermangelt. Freundlichst oranier |
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Bester Oranier,
dass es nicht ganz leicht ist, miteinander ins Schreiben zu kommen, wissen wir beide. Vielleicht sollte ich für das nächste Mal die Bescheidenheit üben, die Sie mir ebenso freundlich stets attestieren und mich darauf beschränken zu schreiben: Neben gesellschaftlichen Trends gibt es individuelle Bedürfnisse, denen diese Trend scheißegal sind. Aber, wie soll ich sagen: Das wäre erst recht etwas dünn. Wie immer mit Hochachtung, e2m |
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Wo liegt der Widerspruch zwischen euch, ed2murrow und oranier? An der Sache, um die es geht, finde ich jedenfalls keinen.
Oranier schreibt weiter oben, "dass alle Anzeichen dafür sprechen, dass genau dies der gesellschaftliche Trend ist und sein wird: Wir Idioten, die bornierte und bequeme Gesellschaft, brauchen uns nicht zu verändern ..., wenn wir ... die 'Behinderten' verändern können." Ed2murrow wechselt hieran anschließend die Perspektive (und eben nicht: die Sache!), indem er über einen wie auch immer 'Betroffenen' etwas aussagt, also das Objekt des Satzes von oranier zu als Subjekt hernimmt und darstellt: "Und er gäbe viel darum, sich der kleinen LaserOP ... unterziehen zu können ... Nicht weil er anderen besser gefallen würde oder eben aus den ästhetischen oder gar aus politischen Gründen. Sondern weil es das Leben vereinfacht (hätte)." Ihr zwei redet über ein und dieselbe Sache, als wären es zwei verschiedene; weil ihr ihre Schauseiten schon für die Sache selber nehmt. Einen Hinweis liefert ed2murrows Satz: "Sondern weil es das Leben vereinfacht (hätte)." Besteht denn ein Hindernis für die so oder anders 'Betroffenen' nur aus dem körperlichen Gebrechen selber? Wohl kaum, auch wenn oranier weiter oben den extremen Fall eines Bekannten schildert, der anderes nahelegt. Aber eine wie auch immer und mal mehr, mal weniger gravierend ausfallende Behinderung besteht immer auch aus einem gesellschaftlichen Moment, nämlich der gnadenlosen Versubjektivierung einer Defizienz, der Berhinderte früher oder später dahin bringt, sich selbst als ein minderwertiges, zweit- oder dritt- oder gar letztrangiges Exemplar der Gattung zu fühlen und sich nicht eben selten selbst dafür zu verachten. Das ist überhaupt der allerschwärzeste Augenblick für Betroffene (und ich weiß durchaus, wovon ich rede), gerade der aber ist mit den körperlichen Beschwerden allein nicht hinreichend erklärt. Grüße! |
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Der Begriff Lebensqualität ist nicht vor etwa 30 Jahren in die Diskussion gekommen. Schon gar nicht als die positive Umkehrung des faschistischen Begriffs vom "unwerten Leben".
Die als Frageform placierte Anschuldigung, das Video könnte ein tendenziös produziertes und geschickt lanciertes Werbevideo sein, mit den angehängten Scheinerklärungen, lässt darauf schließen, dass die Erläuterungen zum Video nicht gelesen wurden. Weil sie in Englisch sind? Solche Art der "Beweisführung", im Zweife gegen den Angeklagten, erinnert nun tatsächlich an bestimmte Vorgehensweisen im faschistischen Zeitalter. Die Risiken eines operativen Eingriffs gibt es schon bei jedem Zahnimplantat. Der als Kritik daherkommende Text basiert auf keinerlei Fakten, sondern ist eine dumpfe Brühe von Unterstellungen, Falschaussagen und Behauptungen. |
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Lieber oranier,
vielleicht wird die Missverständlichkeit des Blog, sowie meines, zugegeben mäßigen, Kommentars durch unterschiedliche Perspektiven erklärt. Cassandra als jemand, die sich mit dem Thema näher befasst hat, Du als jemand, der von Thema direkt betroffen ist, und ich, als jemand mit nur wenig Erfahrung mit gehörlosen Menschen hat. Was die sprachliche Bewertung von Lebensqualität angeht, kann ich nichts entgegensetzen, dafür kenne ich mich nicht gut genug aus. Inhaltlich habe ich den Begriff jedoch anders kennengelernt. In der Medizin ist der Begriff Lebensqualität nicht unwesentlich vom Fach der Onkologie geprägt worden. Dabei wurde irgendwann klar, dass es für den einzelnen nicht unbedingt von Vorteil ist, die ganze Palette möglicher Behandlungen auszupacken. Gerade bei schwerkranken Menschen mit schlechter Prognose kann das dazu führen, den Tod zwar hinauszuzögern, die Zeit bis dahin jedoch vorwiegend im Krankenhaus zu verbringen und mit Nebenwirkungen beschäftigt zu sein. Die Zahlen in den Graphiken in denen die Überlebenszeit angegeben werden, wurden nicht mehr als einziger Erfolgsparameter gesehen. Diese Art des Abwägens ist in immer mehr Bereiche der Medizin eingezogen und führt im Idealfall zu einem mit dem Patienten abgestimmten Therapiekonzept. Ohne das Konzept der "Gesundheitsbezogenen Lebensqualität", wäre die Palliativmedizin, wie sie in den letzten Jahren (wieder?) entstanden ist, vielleicht nicht so weit. Früher wurde Lebensqualität an Messwerten festgemacht, die unter Umständen für den Patienten selber gar keine Relevanz hatten. Beim aktuellen Konzept wird bedacht, dass ein Mensch seine aktuelle Situation mit seinen Erwartungen vergleicht. Ziel ist es, diese Erwartungen, soweit es möglich ist, zu erfüllen. Vielleicht ist nach dieser Erklärung deutlich, warum ich etwas erschrocken war, den Begriff als "nichts anderes als die positive Umkehrung des faschistischen Begriffs vom "unwerten Leben"" hingestellt bekommen zu haben. Natürlich könnte man den Begriff missbrauchen, nur Frage ich mich dann, ob es, wenn der Wille zum Missbrauch da ist, wirklich auf den Begriff ankommt. Vielleicht gibt es auch einen besseren Begriff, für das Konzept. Zur "Norm" und dem Begriff "normal", habe ich auch ein anderes, durch meine Alltag geprägtes Verhältnis. Ich gehe jeden Tag mit Werten um, für die es eine Norm gibt und mit Werten, die aus dieser Norm fallen. Dabei hat so ein Wert in der Regel noch keine Bedeutung, erst der Kontext in dem er auftritt erlaubt mir in zu bewerten. Leider wird häufig nicht beachtet, dass ein Wert außer der Norm oder ein abnormer Wert, ohne Symptome relativ wenig Aussagekraft hat, ja sogar in die Irre leiten kann. Eine Abweichung von der Norm ist nicht gleichzusetzen mit einer Erkrankung, Behinderung oder einem Leiden und sie ist auch nichts schlechtes oder gutes. Sie ist erst einmal nur da, erst der Kontext, in dem sie Auftritt, lässt eine Bewertung zu. Der Begriff "Bauplan" ist von Dir sehr eng ausgelegt. Auch für ein Einzelstück braucht man einen Bauplan. Und selbst ein weitgehend übereinstimmender Bauplan bedeutet nicht, dass es keine Individualität gäbe. Eine Abweichung vom Bauplan ist in bestimmten Ausmaßen der Norm entsprechend. Geht es über ein Maß hinaus, weicht er von der Norm ab. Ob er daraus Vor- oder Nachteile hat, ist nicht gesagt. Wir werden natürlich nicht nur von unserem Bauplan, dem Genom, sondern auch durch Epigenetik und Umwelteinflüsse geprägt. Eine Norm dient in meinem Alltag als Referenzwert, um Abweichungen davon einschätzen zu können. Wie groß ist die Abweichung, in welche Richtung. Das Bedeutet nicht, ich würde einen Menschen unbedingt normieren wollen, unter Umständen kann ihn das das Leben kosten. Mein Satz: "So wie ich keinen Gehörlosen zum hören zwingen kann, kann ich ihn nicht zum nicht hören zwingen." war anders gemeint. So wie es Interesse daran gibt, Gehörlosen ein Cochlea-Implantat zu verpassen, gibt es Interesse daran, ihnen keines zu verpassen, um die Kultur der Gehörlosen zu schützen. Zu beidem sollte man aber niemanden zwingen, sondern den Menschen die Möglichkeit geben, sich selbst zu entscheiden. In den Blogs von Jule wurde einige Geschichten beschrieben, in denen Eltern ihre Kinder weggenommen wurden oder ihnen wurde damit gedroht, ihnen die Kinder wegzunehmen, wenn sie denen kein Implantat einsetzen lassen. Im ersten Moment erscheint die Entscheidung der Eltern schwer zu verstehen. Liest man die anderen Texte von Jule, ist die Reaktion der Jugendämter schwer zu verstehen. Und ich frage mich, wieso man nicht einfach so lange gewartet hat, bis die Kinder alt genug waren, um selber zu entscheiden, was sie wollen. Ob das Video lanciert ist, weiß ich nicht, ich habe keinen Hinweis zu einer Website, einem Blog oder ähnlichem der Gezeigten gelesen. Sie hat sich für die Kommentare und die Resonanz bedankt. Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht ganz klar darüber, ob ich Dir, cassi, e2m und jap folgen kann, in der Aussage zum gesellschaftlichen Trend der Normierung von Menschen. Das mag daran liegen, dass ich schon zu sehr drinstecke und Teil des Problems bin. Ab jetzt halte ich die Augen und Ohren offen. Zur Qualität in der Berichterstattung zu medizinischen Themen ließe sich sicher einiges sagen, folgende Seite beschäftigt sich damit (es geht um etwas ähnliches wie ein Cochlea-Implantat): www.medien-doktor.de/2011/05/%E2%80%9Eoperation-eroffnet-neue-horwelten%E2%80%9C/ www.medien-doktor.de/2011/06/%E2%80%9Elautsprecher-im-innenohr%E2%80%9C/ Zum Abschluss leihe ich mir Jules Worte: "Ich bin nicht gegen das Cochlear Implantat, da ich auch selber eine Trägerin bin, sondern ich bin gegen dieses Denken, dass jedes gehörlose Kind damit versorgt werden MUSS, d.h. dass die Eltern keine freie Wahlmöglichkeit haben, was das Beste für ihr Kind ist." |
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Das war natürlich Quatsch, es muss heißen:
Zum Abschluss leihe ich mir Jules Worte: "Ich bin nicht gegen das Cochlear Implantat(...), sondern ich bin gegen dieses Denken, dass jedes gehörlose Kind damit versorgt werden MUSS, d.h. dass die Eltern keine freie Wahlmöglichkeit haben, was das Beste für ihr Kind ist." |
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Lieber J-AP,
ich unterschreibe jedes Wort, das Du da geschrieben hast. Aber ich verweise dennoch darauf, dass ich von "dazu gesellen" gesprochen habe, was allerdings auf taube Ohren stieß, weil hier kein Voice-Chat ist ;) Zur Nacht |
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Lieber Merdeister,
ich habe innerlich Oranier zu seinen Ausführungen zu Lebensqualität deswegen zugestimmt, weil bei der Wahrnehmung von Behinderung mir in anderen Ländern viel Aberglaube untergekommen ist. Abweichung von Norm als ein Makel, als "Kainsmal" noch weit vor der utilitaristischen Sichtweise oder der Ideologisierung eines Volkskörpers (was uns übrigens zu den esoterischen Ursprüngen des Nazismus zurückführte, aber das ist ein anderes Thema). Epilepsie etwa in der Antike als heilige Krankheit als umgekehrtes Beispiel. Oder die Albinoproblematik in www.sueddeutsche.de/panorama/aberglaube-in-afrika-albinos-abgeschlachtet-1.147634 Das Interessante dabei ist die Abstrahierung vom Menschen selbst, nicht mehr er wird wahrgenommen, sondern nur noch ein (un)heiliger Zustand. So besehen kann dann gar keine "Lebensqualität" mehr hergestellt werden, weil es ohnehin dem Diktum anheim gefallen ist. Im übrigen kann ich Dir versichern, dass Du ganz und gar nicht ein Teil des Probelms bist, sobald Du Dir dessen bewußt bist, nicht wahr?! |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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