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Was ist Gesundheit? Wann ist man krank? In den Diskussionen über Medizin und Alternativmedizin geht häufig unter, wie schwer es ist, Gesundheit zu definieren. Unter Umständen unterhält man sich über vollkommen unterschiedliche Dinge. Da ich das Problem nun schon länger mit mir herumtrage, jedoch nicht weiter komme, versuche ich einmal, meine Überlegungen hier zur Diskussion zu stellen.
Die WHO macht es sich einfach und sagt, Gesundheit sei "ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen". Aha! Demnach ist niemand Gesund den ich kenne. Im Gegensatz dazu gibt es im Konzept der Salutogenese* ein Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, in dem sich jeder Mensch befindet. Die gute Nachricht dabei ist, dass auch niemand ganz Krank ist. Jeder bewegt sich irgendwo in diesem Kontinuum und hat mehr gesunde oder mehr kranke Anteile. Doch was bringt einem das Wissen um dieses Kontinuum?
Mit dem Konzept des Kohärenzgefühls bietet der Erfinder der Salutongenese Aaron Antonovsky ein Erklärungsmodell an, welches einfach darstellt, wovon es abhängt, wo sich der oder die Einzelne im Kontinuum befindet.. Dabei hat er im Wesentlichen drei Faktoren herausgearbeitet, welche die Gesundheit eines Menschen beeinflussen:
Näheres dazu kann man in diesem Text nachlesen.
Im Gegensatz zum erst einmal relativ abstrakten Konzepts Antonovskys haben Roper, Logan und Tierney ein Konzept entworfen, welches sich ganz Konkret mit dem Alltag eines Menschen beschäftigt. Es handelt sich um das Pflegemodell der drei welches auf 12 Lebensaktivitäten (LA) beruht ( auch activities of living). Bei den Aktivitäten handelt es sich um:
Die Liste ließe sich sicher noch weiter aufteilen oder ergänzen
In jeder Lebensaktivität bewegt sich ein Mensch (auch hier) auf einem Kontinuum zwischen Abhängigkeit und Unabhängigkeit. Wo man sich in diesem Kontinuum befindet ist zum einen abhängig vom Lebensalter, zum anderen von 5 Faktoren:
Im Pflegemodell von Roper, Logan und Tierney geht es auch darum, Ressourcen zu fördern. Unter Umständen kann ein Mangel an Selbständigkeit in der einen, durch eine gute Selbständigkeit in der anderen LA ausgeglichen werden. Im folgenden Bild soll das an einem Beispiel erläutert werden:
Ein Mensch ist in der LA "Ausscheiden" (5) nicht unabhängig, weil er sein Wasser nicht mehr gut so halten kann. Die Unabhängigkeit in der LA "Bewegen" (8) kann hier als Ressource genutzt werden, weil der Mensch sich trotzdem schnell auf die Toilette begeben kann. So mag ist sein soziales Leben vielleicht weniger eingeschränkt, als es das ohne diese Ressource wäre.
Verschiebt man auch die anderen Sterne in den LA, ergibt sich ein Abbild der Abhängigkeit oder Unabhängigkeit eines Menschen. Da ich davon ausgehe, dass der Grad an Unabhängigkeit gut mit dem von Gesundheit korreliert, könnte man den Durchschnittswert aus den LA in das Gesundheits-Krankheitskontinuum einsetzen und hätte einen Wert für den objektiven Grad an Gesundheit.
Nun muss der objektive Grad an Gesundheit nicht mit dem subjektiven übereinstimmen. Als Beispiel kann hier ein Diabetiker gelten (Typ 1), der den Ausfall einer wichtigen Funktion eines Körperorgans zu beklagen hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich dieser Mensch krank fühlt. Und das obwohl er nicht lange ohne von außen zugeführtes Insulin überleben würde. Umgekehrt ist es auch möglich, dass Menschen sich, obwohl organisch vollkommen gesund, krank fühlen. Und zwar ein langes Leben lang. Vielleicht wäre es sinnvoll zwischen objektiver und subjektiver Gesundheit zu unterscheiden, ohne zu unterschlagen, dass beide sich beeinflussen. Das Kohärenzgefühl beeinflusst, so wie ich es sehe, vor allem die subjektive Gesundheit und darüber die objektive Gesundheit.
Soweit meine kruden Thesen.
*Einer der weniger guten Wikipedia-Artikel
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Lieber Merde,
danke für Deinen Exkurs. Hatte nun Gelegenheit, die Kurzinterviews Schmidt/di Lorenzo zu lesen und war ziemlich überrascht, auch (ein ganz klein wenig) über die Gesundheit von Schmidt in seiner Zeit als Kanzler zu erfahren. Und da drängt sich mir auch ein anderes Frageduo auf: Als gesund/krank angesehen werden vs. sich selbst so zu sehen. Und damit auch die reichlich unterschiedlichen Herangehensweisen von Heilung, u.a. zu der Frage, ab wann sich ein Patient mit seinen (!) Beschwerden ernst genommen fühlt (Hypochonder mal beseite lassend). |
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Ein Mensch, der sich ernst genommen fühlt kann ja unter Umständen mit seiner Behandlung zufrieden sein, obwohl sie keine (objektive) Verbesserung brachte. Umgekehrt genauso.
Vielleicht neigen Ärzte dazu sich ein wenig zu sehr auf den Aspekt des "als gesund/krank" ansehen zu konzentrieren. Wobei ich denke, dass sich das ändert. Zum Beispiel werden in der Krebstherapie zum Teil Lebenszeit und Lebensqualität gegeneinander abgewogen. Das eine ein ziemlich objektives Maß, das andere eher subjektiv. |
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Täglich, stündlich, minütlich hören wir von unseren drohenden gesundheitlichen Defiziten. Nicht nur die Politik schreckt mit dem Zusammenklappen des Gesundheitssystems. Vor allem sind es kommerzielle Unternehmungen, die uns einbläuen, wir stünden am Grab, wenn wir dieses oder jenes vorbeugende Produkt nicht einwerfen würden. Die Muckibuden von damals sind die Gesundheitszentren von heute, in denen man sieben Tage die Woche von morgens bis nachts seinen Körper stählen kann. Jede staatliche und halbstaatliche Einrichtung wie Stiftung Warentest bis hin zur Deutschen Gesellschaft für Ernährung belagert uns der gesundheitlichen Aufklärung wegen. Da ist doch das Bewusstsein von Krankheit virulent. Wer angesichts dieser medialen Befeuerung kein Hypochonder ist, ist seelisch krank und muss in eine Nervenklinik eingeliefert werden.
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Und in der Nervenklinik stehen dann alle vor der Tür und rauchen :-)
Du postulierst also einen Gesundheitsterrorismus? |
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@ merdeister
Die Techniker-Krankenkasse führt allerlei Statistiken. Sie stellte fest, dass ein Mann im Jahr 2010 durchschnittlich an 184 Tagen unter Medikamenten stand, bei Frauen waren es 180 Tagesdosen. Kein Durchschnittsdeutscher wird sich die Hälfte des Jahres krank gefühlt haben. Umso problematischer ist der Gesundheitsbegriff. Weiterhin hat die TK analysiert: Vor allem das Volumen für Medikamente zur Behandlung des Nervensystems ist allein in den letzten fünf Jahren um über 40 Prozent gestiegen. Der Hauptanteil der verschriebenen Medikamente entfällt jedoch mittlerweile auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechsel-Präparate. Mehr als die Hälfte der verordneten Tagesdosen (89,5) entfällt auf Arzneimittel, mit denen vor allem Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes behandelt werden. |
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schrieb am
03.07.2011 um 17:18
>>Und in der Nervenklinik stehen dann alle vor der Tür und rauchen :-)<<
Und trinken ein Bier dazu: Nicht die Substanz, sondern die Dosis macht das Gift ;-) |
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Hauptsache es hilft.
Die Studie habe ich mir heruntergeladen. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie in diesem Zusammenhang passt... |
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Hm, beschäftigen sich Ärzte denn üblicherweise mit diesem Thema aus dieser Sicht?
Die Betrachtung Unabhängigkeit / Abhängigkeit / Lebensaktivität ist unter Gesichtspunkten des potentiellen *Patienten* natürlich nachvollziehbar und wenn die Behandlung ausschließlich unter diesen erfolgte, wäre es ideal. Anderen Beteiligten kommt es dagegen mehr darauf an, wie gut jemand im Zusammenhang funktioniert. Ein quietschfideler Altersheiminsasse ist um einiges schwerer zu pflegen und zu verwalten als das sedierte Äquivalent, wo jeder Handgriff der Behandlung eingeübt und routiniert ablaufen kann. Oder in GB bekommen ja ältere Menschen kein neues Hüftgelenk mehr bzw. es geht da wirklich hauptsächlich nach anderen (finanziellen) Kriterien ab. Chronisch Kranke, die auf Kontrolluntersuchungen und Beobachtungsprogramme angewiesen sind, weil sie sonst die nötigen Medikamente nicht mehr verschrieben bekommen, sind nicht unabhängiger. Garantieren aber Absatz. Ab einem gewissen Punkt ist Monitoring Selbstzweck und nutzt den Patienten nichts mehr. Da gibt`s halt auch einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Denn Untersuchungen werden z.T. auch als Einschränkung erlebt. Jede Stunde, die bei Ärzten verbracht wird, ist auch Lebenszeit, die verloren geht. Ohne dass damit automatisch Maßnahmen zu einer Verbesserung der Lebensqualität resultieren. Auf der anderen Seite sind es manchmal nur kleine Maßnahmen, die viel Ärger ersparen. Zahnarztkontrollen, früh erkannte Stoffwechselkrankheiten, Sehtest / Brille ... kann die Lebensqualität enorm verbessern im Vergleich zum nicht-Eingreifen. Man weiß dann erst hinterher, wieviel besser es geht. Ohne eigene Anstrengung, zu wissen, was man will, geht`s aber nicht. Sich allein allen Medizinern gleichermaßen anzuvertrauen reicht einfach nicht. "Was bringt die Ärzte um ihr Brot A) die Gesundheit B) der Tod Drum hält der Arzt, auf dass er lebe uns zwischen beiden in der Schwebe" ;) |
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Wie ist es um das Problem bestellt, sich gesund zu fühlen und vom Arzt zu erfahren, dass man krank sei, weil er irgendwelche Werte gemessen hat, die über bzw. unter bestimmten Normen liegen? Blutdruck, Blutfettwerte u.ä. unterliegen Grenzwerten, die von der Medizin variabel gehalten werden. Eine Veränderung solcher Grenzwerte kann zur Folge haben, dass Millionen von Menschen plötzlich als nicht gesund eingestuft werden. Wer hat daran Interesse, Absatzmärkte zu erhöhen? Ich höre immer öfter, dass Privatpatienten zunehmend schneller ein Krankheitsbild attestiert bekämen, weil die niedergelassenen Ärzte an ihnen weitaus mehr verdienen, im Schnitt den 2,3-fachen Satz. Da wird man doch unsicher, wenn Diagnosen sich nicht nur an Symptomen orientieren, sondern auch auch sachfremde Interessen eine immer größere Rolle spielen.
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schrieb am
03.07.2011 um 20:36
>>Wie ist es um das Problem bestellt, sich gesund zu fühlen und vom Arzt zu erfahren, dass man krank sei, weil er irgendwelche Werte gemessen hat, die über bzw. unter bestimmten Normen liegen?<<
Das ist zweischneidig. Zum Beispiel ein Mensch mit einem Blutzucker von über 180 mg/dl spürt keinen Schmerz oder sonstige Alarmsignale. Er wird wahrscheinlich ein bisserl "gemütlich" sein und grössere Anstrengungen scheuen und aussergewöhlich grosse Mengen Wasser in sich hineinschütten, aber das muss man nicht als "krank" empfinden. Wenn man aber auf den Laborwert nicht reagiert, weil der Mensch sich ja nicht krank fühlt, dann wird der hohe Blutzucker irgendwann zu Nierenversagen und ein paar anderen sehr nachhaltigen Störungen des Wohlseins führen. Dass andererseits gerne ein bisserl dramatisiert wird, weils dem Geschäft dienlich ist, stimmt sicher auch. Und das Überinterpretieren von leichten Abweichungen kann dazu führen, dass tatsächlich alarmierende Untersuchungsergebnisse von ahnungslosen Patienten nicht ernst genommen werden. Am Besten besorgt man sich selber ein paar Grundlagenkenntnisse. |
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Für Systemkritik bin ich prinzipiell ja zu haben. Mir läge hier jedoch daran, das Individuum in den Mittelpunkt der Diskussion zu stellen.
Das Beispiel von Claudia passt ja auf viele Typ 2 Diabetiker ("Altersdiabetes"). Um den zu therapieren bräuchte es in vielen Fällen lediglich eine Umstellung der Lebensweise. Anders essen, mehr bewegen, abnehmen. Dafür müsste man den Menschen aber klar machen, warum sie davon profitieren, obwohl sie sich nicht krank fühlen. Vielleicht kann man hier mit der objektiven und der subjektiven Gesundheit arbeiten? |
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Mensch merdie,
der Mensch steht im Mittelpunkt der Werbung und Desinformation ... und viele Ärzte, Apotheker und "Zahnarztfrauen" unterstützen das. Anders essen ... mach mal. Geh voran als Beispiel. Sammle Erfahrungen und keine unpraktischen Dogmen. |
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Ein echter luggi!
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Trotzdem: Gute Besserung ;-)
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Was ist Gesundheit?
"Die WHO macht es sich einfach und sagt, Gesundheit sei "ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen". -> Das ist ja sonderbar Anmaßend und gar ein Eingriff in die Persönlichkeit, wenn eine Institution der Meinung sei, es sei Krank, wenn er sozial nicht "integriert" sei. Haben wir nicht gerade so ein Thema im Äther der Medien gehabt? Die Deffinition ist zuviel des guten Willens über die Frage nach Gesundheit. Aber scheinbar wollen die "Erfinder" dieser Deffinition wissen, warum es so sein soll.... Auch die "geistige Gesundheit" ..... kommt mir bekannt vor. Nur eben nicht in guter Erinnerung. Gesundheit ist nichts mehr, als abwesenheit von Schmerzen, und anderen organischen Beschwerden/Fehlfunktionen, Einschränkungen. Und das Geistige ist zwar vom Organ abhängig, aber nicht das Organ selbst. Diese Aufteilung leitet sich auch einfachst aus den jüngsten neurologischen Forschungen ab. Dort nämlich kann man dem Organ und seiner Aktivität zusschauen, aber den Inhalt (also dem Geiste) kommt man mit technischen Mitteln noch nicht verlässlich auf die Schliche. Sei das Organ vollständig und Funktionsfähig, dann sei die geistige Gesundheit wahrscheinlichst gegeben. Die Deffinition der Gesundheit also sollte/darf/muß sich eben nur auf organische Ebenen begrenzen. Alles andere ist anmaßende Bevormundung. Anders gesehen.... wenn man der Salutogenese oder dem Konzept des Koherenzgefühls glauben würde.... wo sich eben Geist und Gesundheit scheinbar immer in einem Ergänzungszustand befinden.... machte die Einschätzung der WHO wieder einen Sinn. Nur dass sie sich an einer Begründung für ihre Deffinition nicht aufhält - wie es bei oben genannten wenigstens im Ansatz geschieht. --- "Vielleicht wäre es sinnvoll zwischen objektiver und subjektiver Gesundheit zu unterscheiden, ohne zu unterschlagen, dass beide sich beeinflussen." -> Nun gut. Wenn es sich so zuträgt... dann sei aber auch mal interessant, warum dies so sei. Wieso die Psycho (also der Geist und seine soziale Interaktion) derart relevant für subjektive Gesundheit sei.... die offenbar auch die organische (also objektive) Gesundheit auf Dauer beeinflusst. Solcherlei Erfahrungen habe ich scheinbar schon gemacht, dass ich solcherart Bedingtheit erkennen konnte. Nun sei aber auch vieles in unserer Wahrnehmung einfach nur Einbildung. Irgendwas braucht der Mensch ja zur Erklärung für einen Empfundenen oder/und scheinabar beobachteten Zustand/Umstand/Ablauf. |
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schrieb am
04.07.2011 um 11:26
@chrislow:
>>Das ist ja sonderbar Anmaßend und gar ein Eingriff in die Persönlichkeit, wenn eine Institution der Meinung sei, es sei Krank, wenn er sozial nicht "integriert" sei.<< Wenn wir mal das Pferd nicht am Schwanze aufzäumen, sondern fragen, wie sich eine soziale Desintegration/Teilhabeverweigerung auswirkt: Dann können wir schon drauf kommen, dass solche Lebenssituationen Krankheit fördern. Das hat nichts mit einer von schwurbelden "Volksgenetikern" postulierten angeborenen Sozialschwäche ("morbus Hartz") zu tun. Sondern die Erkenntnis: "Von nun an bleibst du arm und asozial, ob mit oder ohne Arbeit" lässt psychische Gesundheit kaum zu. (oder nur unter sehr hohen psychischen Anstrengungen.) Davon mal abgesehen: Die statistisch gesündesten Zähne hat, wer die Zuzahlung z.B für eine Überkronung nicht aufbringt. Für den Menschen selber ist das aber schon ganz schön scheisse, und zu sagen: "Da darf man nicht drüber reden, denn das wäre eine Diskriminierung der Hartzrasse" zementiert den Zustand. Deswegen finde ich es schon richtig, im Zusammenhang mit Gesundheit die gesellschaftliche Teilhabe nicht zu tabuisieren. |
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Die Definition der WHO ist wohl eher eine Art Kompromiss, als böse Absicht.
Objektive Gesundheit verstehe ich nicht als körperlich, sondern als von außen objektivierbar, das kann auch die geistige Gesundheit sein. So kann sich ein an Schizophrenie erkrankter Mensch durchaus als Gesund erleben, weshalb er auch keinen Grund für eine Behandlung sehen mag. Die Unterscheidung war allerdings meine Idee und stammt nicht aus der Salutogenese, es könnte also auch eine Schnapsidee sein :-) Claudia hat wieder ein schönes Beispiel gebracht, wie sich objektive und subjektive Gesundheit beeinflussen könnten. |
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Trotzdem ist mir diese Deffinition nicht geheuer. Entweder sie ist eben Anmaßend oder schlecht / unvollständig / unpräzise widergegeben.
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Siehe unten. Ich mag die Definition auch nicht. Sie ist richtig wiedergegeben (außer meine Copy&Paste Funktion ist kaputt)
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Medikamente zur Behandlung des Nervensystems.... also neurologisch wirksame Pillen. ...
Diese Gattung von Medikation gehört scheinbar nicht so recht in die Kategorie der Gesunderhaltung. Oder doch? jedenfalls ist der Gedanke an die kranke Organchemie und seine Botenstoffe.... sonderbar gewöhnungsbedürftig. Grundsätzlich scheint sich eh alles um solcherart Funktionen zu handeln. Welches Medikament eine Veränderung herbeiführen will, muß eben genau an diesen Schnittstellen wirksam werden. Aber vor einiger Zeit gab es doch die Diskussion über Neuro-Tuning. Hier scheint eine noch nicht deutlich erkennbare Abgrenzung zu befinden. Ab wann ist es gegen die "Krankheit" und ab wann sei es das Enhancement. Andererseits sei es für manch Menschen nur gerecht, wenn sie durch solche Medikamente wenigstens auch nur einen Hauch einer Chance haben, an Gesellschaft teilzunehmen und persönlich dadurch überhaupt erst einen Fortschritt erzielen können. Dabei fragte sich aber, warum sie es ohne nicht schaffen würden? Ausserdem ist der Fortschritt/der ausgeglichene Nachteil nicht gegeben, wenn aufgrund der Wirkung alle Menschen anfangen würden, Neuroenhancement anzuwenden. Man kann diese Welt und ihre Bewohner einfach nicht gleich genug machen.... |
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Was Du hier aufwirfst ist ja sozusagen die Frage der Normierung einer Position im Gesundheits-Krankheits-Kontinuum.
Eigentlich ist das aber eher ein eigenes Thema, vielleicht in einem eigenen Blog. Im Blog zur PID klang sowas hier und da schonmal an und @Mandelbrot hatte auch einen Blog zur "Verbesserung" des Menschen geschrieben. |
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Hallo zusammen,
man kann die Frage auch erstmal ent-verkomplizieren und auf eine elementare Ebene bringen. Die Frage, was ist Gesundheit, lässt sich nicht trennen von der Frage, was ist der Mensch - denn es geht ja wohl um menschliche Gesundheit. Ich denke, vollkommende Gesundheit ist ein Ideal, an das man sich annähern kann. Der Maßstab für Gesundheit muss sich am ganzheitlichen Menschen orientieren, Körper, Seele und Geist! Ein Psychotiker kann vor körperlicher Gesundheit strotzen, im klinischen Sinn, während ein Rheumatiker ein geistig, oder emotional gesunder Zeitgenosse sein kann. In einer kleinen Einführungsschrift zur Homöopathie habe ich folgende Definition entdeckt: a) Gesundheit auf der körperlichen Ebene ist Schmerzfreiheit und Wohlgefühl b)Gesundheit auf der (seelischen) Gefühlebene ist ein angenehmer Zustand von Frieden und Ernsthaftigkeit infolge der Freiheit von Leidenschaft. c) Gesundheit auf der geistigen Ebene ist Klarheit in Denken und Wahrheitsfindung durch Freiheit von Egoismus. hört sich irgendwie simpel an, aber vielleicht steckt da ja auch ne Menge Weisheit drin. Abschließend war noch zu lesen: In dem Maß, in dem wir uns gegen uns selbst oder andere zerstörerisch verhalten, werden wir immer ungesünder werden.- Scheint auch was dran zu sein. Herzlichst, Wilfried Zupp |
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Den ersten Absatz finde ich eher nicht entkomplizierend sondern sehr unscharf. Es geht mir darum, den Begriff Gesundheit greifbar zu machen.
Vielleicht können Sie etwas mehr ausführen, wieso sie es wichtig finden, zu definieren, was ein Mensch ist, bevor Sie sich um die Gesundheit Gedanken machen wollen. Wobei ein ganzheitlicher Mensch für mich eine Tautologie ist. Zu der Definition: a) hört sich nett an, könnte aber auch die Wirkung einer Droge beschreiben. b) Nach der Definition wäre ich wohl eher nicht gesund, wegen gelegentlich fehlender Ernsthaftigkeit. c) Auch hier wäre ich krank, denn frei von Egoismus bin ich ganz sicher nicht... ich finde das nicht mal erstrebenswert. Die Definition ist zwar sehr konkret, erfüllt so gesehen meinen Wunsch, ist aber ziemlich starr. Dass mich Homöopathen als krank bezeichnen würden, wundert mich aber nicht ;-) |
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schrieb am
04.07.2011 um 17:27
Lieber Herr merdeister,
die so formulierte Gesundheit ist ein Idealzustand, den wohl kaum einer erreicht, aber an ihm kann Gesundheit gemessen werden. Bei der heute herrschenden (Bloß-) Körperfixiertheit finde ich schon wichtig auch auf den Rest der menschlichen Exsistenz hinzuweisen, auf seine Ganzheit. Und der Mensch kann auf den verschiedenen Ebenen erkranken, oder die Symptomatik verschiebt sich auf eine andere Ebene. Bei schwer geistig Gestörten habe ich beobachtet, dass sie so gut wie nie akute Krankheiten entwickeln, ein bekanntes Phänomen. Ich denke, dass es auch eine Rangfolge der Erkrankung bzw Gesundheit gibt, einen Körper der relativ gleich ist haben alle, Gefühle sind schon viel persönlicher, und das Zentrum ist der Geist, unser Denken unsere Vernunft, in der Kombination von Denken und Fühlen ist jeder einzigartig. Geisteskrankheit bedeutet dann höchste Unvernunft. Und höchste (auch moralische) Vernunft höchste Gesundheit, auch wenn die Knochen weh tun. Es gibt keine Gesunden, nur solche die noch nicht ausreichend untersucht wurden ;-) zu a) natürlich ohne Drogen.... zu c) man spricht doch auch von gesundem Egoismus zu b) Ernsthaftigkeit find ich auch komisch, heitere Gelassenheit find ich besser. Und dann gibt es noch die, die behaupten der Mensch ist grundsätzlich krank, und eben deshalb heilbar, da wird's dann schwierig, wenn die Sinnfrage nach Gesundheit/Krankheit auftaucht, wohl eher eine Frage für Geisteswissenschaftler, aber auch nicht unwichtig. Herzlichst, Wilfried Zupp |
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Lieber Willi Zupp,
Sie schreiben: "Und der Mensch kann auf den verschiedenen Ebenen erkranken, oder die Symptomatik verschiebt sich auf eine andere Ebene." Was meinen Sie mit Ebenen? "Bei der heute herrschenden (Bloß-) Körperfixiertheit finde ich schon wichtig auch auf den Rest der menschlichen Exsistenz hinzuweisen, auf seine Ganzheit." Was bedeutet Körperfixiertheit in diesem Zusammenhang? "Bei schwer geistig Gestörten habe ich beobachtet, dass sie so gut wie nie akute Krankheiten entwickeln, ein bekanntes Phänomen." Können Sie das, über Ihre Beobachtung hinaus, belegen? Was bedeutet "schwer geistig gestört"? "Ich denke, dass es auch eine Rangfolge der Erkrankung bzw Gesundheit gibt, einen Körper der relativ gleich ist haben alle" Können Sie das etwas konkretisieren? Wenn man sagt, ein Mensch hat in der Regel zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf, ist die Aussage sicher richtige, da hört es aber auch schon auf mit den Gemeinsamkeiten. "Und höchste (auch moralische) Vernunft höchste Gesundheit, auch wenn die Knochen weh tun." Meine Oma hätte Ihnen da widersprochen, aus persönlicher Erfahrung. Ich war geneigt direkt auf Ihren Kommentar zu antworten, da vieles aber unscharf formuliert ist, versuche ich erst mal meine Fragen zu klären, bevor ich antworten gebe :-) |
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schrieb am
06.07.2011 um 09:26
Lieber Herr merdeister,
mit Ebenen sind die körperliche, seelische und geistige Ebene gemeint. Körperfixiertheit meint Körperkult, Schönheitswahn, Wellnesstrend, der Körper als Maschine mit auswechselbaren Elementen. Psychotiker und Schizophrene sind geistig schwer Gestörte. Ein gutes Beispiel einer solchen, in den Geist metastasierten Krankheit, liefern Menschen mit schizophrenen oder auch depressiven Gedanken, welche jedoch einen gesunden und starken Körper besitzen. Unterdrückt man diese rein geistigen Symptome, rücken die Symptome oft wieder mehr und mehr in den Körper. Gibt man einem an Schizophrenie erkrankten Menschen Psychopharmaka, macht dieser oft Herz-, Atmungs- oder Hautsymptome, da man mit Psychopharmaka keine geistige Erkrankung heilen kann, sondern man drängt sie weg, mit Vorzug in Melancholie, Depression oder maanchmal auch in den Körper. Bei Schizophrenie-Erkrankten haben Homöopathen auffällig oft eine erworbene Syphilis in ihrer Vorfahrenschaft gefunden und man prüft und bindet diese Vorfahrenschafts-Werte mit der höchsten Wertigkeit, nebst den chemischen Belastungen durch z.B. Medikamente oder Impfnebenwirkungen, in der homöopathischen Arzneimittelfindung mit ein. In unserem Beispiel sieht die Homöopathie die Schizophrenie als akute Krankheit an und die vererbte Syphilis als die chronische Krankheit, weil der Zustand der vererbten Syphilis dauernd besteht, aber nicht immer aktiv ist. Die chronische Krankheit Syphilis, bildete somit im Vorfeld den Boden für die akute Schizophrenie, welche sich gerne durch Stress, Angst, Umbrüche, Impfungen, Operationen usw. aktivieren lässt. Ist die Schizophrenie geheilt, fährt man mit der "Löschung" der vererbten chronischen Krankheiten fort, denn die vererbte Syphilis ist in unserem Beispiel die eigentliche Ursache der Erkrankung und nicht die akute Schizophrenie, somit gilt hauptsächlich die Syphilis zu heilen. Die Schizophrenie ist in unserem Beispiel nur ein Meilenstein, auf dem Weg zur Heilung der syphilitischen Vererbung. Wiederholt sich die Schizophrenie in Schüben, ist die Schizophrenie immer noch als akutes Geschehen zu betrachten, also ein akuter Ausbruch einer chronischen, zu Grunde liegenden Krankheit. Möchte man die Schizophrenie vollständig heilen, muss man zuvor die vererbte Form der Syphilis gründlich heilen, sonst verstärkt oder verlagert man das Schizophrenie-Geschehen in andere Bereiche des Menschen. Verlagert man ein Schizophrenie-Geschehen, ist dieses Geschehen für eine gewisse Zeit nicht mehr zu sehen aber es ist nicht geheilt, im Gegenteil, alles was man unterdrückt wird später i.d. Regel noch heftiger auftreten. Deshalb gilt als oberstes Gebot, die Ursache einer Krankheit zu behandeln, sonst verstimmt man die Lebenskraft schlussendlich nur noch mehr! Somit kann ein Teufelskreis beginnen und der Erkrankte kann zuletzt nur noch als unheilbar eingestuft werden. audesapere.ch/homoeopathie/homoeopathie.html Meine Oma sagte immer, solange ich im Kopf noch alles beisammen habe, ist es gut - sie hat intuitiv erfasst, dass der geistige Kontrollverlust die schlimmste (letzte) Krankheit ist. Übrigens ein ganz wichtiges Thema, dass Sie hier angezettelt haben, mit guten Gedankenanstößen. Herzlichst, Wilfried Zupp |
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M...eister, sehr gut,
mal 3 Schritte aus dem Focus zurückgetreten um die Sicht zu erweitern. Den Grafiken (LA) werden aber wahrscheinlich in den naechsten 100 Jahren noch ein paar 1000 Parameter hinzugefuegt, was aber ihren Grundgedanken nicht schmälern soll. Wenn einer 12 h Blogs ohne Brille schreibt wie Sie und ich, weils ihm Spass macht, dann streckt er sich das Kreuz und geht mit sich im reinen ins Bett und hat am nächsten Tag keine "Verspannungen", nein, ich bin weder Yogaheini noch mache ich Atemübungungen... Wenn aber einer 12 h am Rechner mit Brille sitzt und stupide Exeltabellen fuer den Chef kopieren muss, nur damit er die Miete zahlen kann und was zum Beissen hat, nach 10 Jahren "verfolgt" ihn bestimmt ein Bandscheibenvorfall, Sehnenscheidentzündung am Ellenbogen, (neurologische) Kopfschmerzen, "Unwohlfühlen" (Mobbing & fehlendes Selbstbewusstsein) ohne dass ein Labortest Aufschlüsse geben kann. Ich persöhnlich bevorzuge in den gehetzten Zeiten Fluoxetin (Prozac), wenn "ANDERE" an mir verdienen, fühle ich mich "auch besser", was nicht heissen soll, das es nicht wirklich Leute gibt, die das brauchen. Aber WARUM brauchen sie es? Kann es am Chef liegen? Dem man längst mal was auf die Nase hätte geben sollen? z.B. etc. etc. etc. P.S. Wilfried Zupp, ziehen Sie sich warm an :-)))) LG |
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Die beiden Personen unterscheiden sich, wenn ich das richtig verstanden habe vor allem im Eustress und Disstress, den sie bei von außen ähnlich aussehenden Tätigkeiten erleben. Finde ich gut, das kann man sich einbauen.
Hat das Kohärenzgefühl Einfluss darauf, ob jemand einen Reiz als Eu- oder Disstress erlebt? |
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Mein Social Readjustment Rating Scale 20:
beat the M...eister ;-) Scale 30: Kauf Blumen für die Schwiegermutter :-( Scale 80: Kein Bier mehr! :-((((( Eustress scale 100: Schlag dem Chef auf die Nase, macht ja keiner... (Hab's schon gemacht :-)))) ) Ach so, zur frischen Luft, als FFM Landei haben mir die Kerosinablassenden Boing's 747 unheimlich gut getan, die vor der Landung den Kram in die Luft ablassen mussten, da sie keine Extrarunden mehr drehen durften, laut Tower... Deshalb drehe ich jetzt lieber Runden im "gefährlichen" Urwald ohne Tetanusimpfung, aber die Neurodermitis halte ich seitdem Neutral... Hautarzt habe ich schon seit 30 Jahren nicht mehr gesehen, lieber mit "Harnstoff" und Salz selber versorgen, Igitt Igitt... ;-) und Gruss ;-) |
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lieber merdeister, hab mal was - vor langer zeit - in einem naturheilkundebuch über relative und absolute gesundheit gelesen. danach sind wir praktisch allesamt nur relativ auf der höhe, einzig ein paar auserwählte sind unkaputtbar, absolut oder kerngesund.
vom zerbröselnden altern abgesehen, kennt doch jeder seine schwachen punkte, zumindest bei ein bisschen fremd- und selbstbeobachtung. die sogenannt kerngesunden sind mir noch nicht begegnet. nicht zu vernachlässigen ist das umfeld für die gesundheit, damit meine ich zwei dinge: das natürliche umfeld etwa in halbwegs intakter landschaft und das künstliche umfeld der gesellschaft. landluft, auch wenn sie manchmal schweinisch stinkt, ist besser als stadtluft, wenn die auch schon mal frei machte. gewohnheiten wie das alkoholtrinken sind teil des gesellschaftlichen umfeldes, die den grauen zellen und anderen organen zusetzen (können). mensch ist ein soziales wesen, sagt man. wenn die sozietät kränkelt oder aber echt krank ist, bleibt das nicht ohne einfluss auf das individuum. hilfeleistung ist zentral für die bestimmung des homo sapiens. vorausschauende hilfeleistung ist zumindest so wichtig wie nachträgliche. ein kardinalfehler sowohl der psycho- wie der physistherapie ist der eingeschränkte blick auf das individuum. |
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Angenommen ich grübe ein paar Arbeiten aus, die besagen, dass Stadtluft (in der Regel) ungefähr genau so gesund oder ungesund ist, wie Landluft, würde das Deine Meinung wahrscheinlich nicht ändern (ich bin auch lieber im Grünen ;-)). Dann wäre meine Interpretation, dass Landluft Deinem Kohärenzgefühl eher zuträglich ist, als Stadtluft und für Dich Deine Aussage wahr ist.
Manchmal, so einmal im Jahr bis alle 2 Jahre, da geht es mir mal nicht so gut, aus irgendwelchen Gründen und dann betrinke ich mich, ganz doll und am nächsten Tag geht es mir schlecht...aber irgendwie gut :-) |
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Weniger Ärzte bedeuten weniger Krankheit, und je weniger die Leute zum Arzt gehen, um so schneller werden sie gesund. Seme Erfahrungen aus dreißig Berufsjahren schrieb Dr. Fry in der Ärztezeitschrift The. Practilediglich unter „harmlosen Krankheiten, die nach einiger Zeit von selbst wieder weggingen", sie würden ärztliche Hilfe nicht brauchen.
Natürlich habe er sie trotzdem behandelt, sie angehört und abgehört, denn sie waren mit Beschwerden zu ihm gekommen, die sie loswerden wollten. Und die wurden sie auch los - aber ob mit seiner Hilfe oder von alleine, das könne er nicht sagen. Er habe seinen Patienten zwar Medikamente gegeben, doch nur ganz wenige, und die in geringer Dosis; auf diese Mitteilung lege er großen Wert. John Fry sagt, er traue der Wirkung von Medikamenten herzlich wenig zu, und von seiner eigenen ärztlichen Kunst seien Wunder nicht zu erwarten. Wunder - das seien Krankheiten, die von selber verschwinden. Viele Leute würden mit ihrer Erkrankung gar nicht zu ihm kommen, sie kurierten sich selbst, aber hinterher würden sies ihm erzählen. wurde ein gewisser Dr. John Fry in der ZEIT zitiert. |
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Im Rahmen meiner Ausbildung habe ich einen Chefarzt gehört, der sagte zum einen, Ärzte würden nie zuhören und zum anderen, würden sie oft nicht auf die gestellten Fragen antworten.
Wenn merdeister fragt: "Was ist Gesundheit?" und ttg antwortet: "Wir brauchen keine Ärzte", wer ist dann von beiden eher wie ein Arzt (nach Maßstäben dieses Chefarztes)? Ein Interessanter Artikel ist es trotzdem und ich würde auch nur in Details widersprechen. Das ist hier aber nicht das Thema :-) Warum, im Kontext dieses Blogs, gehen dann viele Menschen trotzdem zum Arzt? Welchen Einfluss, im Kontext dieses Blogs, hat der Arzt auf ihre Gesundheit? |
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Warum gehen Menschen trotzdem zum Arzt ?
Wenn die ganzen Homöopathen, Rutengänger, Schamanen, Magier, Natur- und Wunderheiler versagt haben, versuchen sie halt alles, auch das Hoffnungslose. |
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Wenn merdeister fragt: "Was ist Gesundheit?" und ttg antwortet: "Wir brauchen keine Ärzte", wer ist dann von beiden eher wie ein Arzt (nach Maßstäben dieses Chefarztes)?
Jetzt rat mal, worin der Zusammenhang besteht! Hat aber nichts damit zu tun, daß ich nicht zugehört hätte. |
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Toll, wie Du Diskussionen immer voran bringst...
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merdeister schrieb am 04.07.2011 um 23:07 Toll, wie Du Diskussionen immer voran bringst... Wenn du nicht persönlich werden würdest, könnten wir tatsächlich voran kommen ... |
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@ merdeister schrieb am 04.07.2011 um 16:29
War es nicht so, dass ttg antwortete: Weniger Ärzte bedeutet weniger Krankheit und weniger Todesfälle? Gibt es einen Unterschied zwischen "weniger" und "keine"? Kommt es nicht nach Fry darauf an, was der Arzt macht,und ist das nicht die eigentliche Kritik, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird ? Worin bestände wirklicher Fortschritt ? |
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Ah, der Sekundant ist da.
@bertamberg,ttg thinktankgirl schrieb am 04.07.2011 um 14:59 Ich bekam ein Zitat, fast ohne Kommentar, ohne Erklärung, was es mit der Frage des Textes zu tun haben könne, jedoch ein Lieblingsthema ttgs betreffend und so dem Thread eine eigene Agenda aufdrückend, woraufhin ich merdeister schrieb am 04.07.2011 um 16:29 um Erläuterung bat, bereits ahnend, dass kein konstruktiver Dialog sich entspinnen würde und bekam thinktankgirl schrieb am 04.07.2011 um 22:11 eine Antwort, die noch mehr Raum zur Interpretation ließ, als der Eingangskommentar, meinen Eindruck verstärkend, wenn es nicht nach ttgs Nase geht, geht's mit ihr gar nicht, was ich merdeister schrieb am 04.07.2011 um 23:07 entsprechend kommentierte und darauf ermahnt wurde thinktankgirl schrieb am 05.07.2011 um 08:03 nicht persönlich zu werden, was wohl bedeutet, nicht die Art und Weise zu kritisieren, mit der das ttg hier diskutiert, worauf bertamberg schrieb am 05.07.2011 um 14:57 bertamberg nach Fortschritt fragt und die Bühne verlässt. Ich auch. |
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ALLES Quatsch! (außer m's Artikel natürlich!)
Ich sage: Menschen, die von sich behaupten, sie seien gesund, sind lediglich noch nicht gründlich genug untersucht worden! (Die finden immer was, die doctores....) Und: Auf hoher See, in der FC, vor Gericht und beim Arzt, sind wir alle in Gottes Hand! (ich trink jetzt noch einen und rauch ne Kippe) Gruß und Danke für den schönen Artikel Tom ----------------------------------- Projekt "Gesundheit" is was für Apostel |
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Rauchen würde ich unter LA 9 oder 10 verbuchen.
Soll heißen: Wenn Rauchen zu einem Menschen gehört, braucht es auch Platz in einer Definition von Gesundheit und darf nicht einfach als "Pfui" ausgeklammert werden*. *Ich bin ein äußerst intoleranter Nichtraucher :-) |
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So wie ein amputierter Fuß oder Verbrennungen 3. Grades *duckundweg*
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Gesund ist alles, was nicht schmeckt, keine Beine und keine Kohlensäure hat.
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Es wird Zeit, den gesunden Menschenverstand wieder einzuführen.
Amputierte Teile haben den Phantomschmerz, den hat der große Designer extra eingeführt, damit sein von mir zitiertes Axiom auch stimmt. Wieso schmerzen Verbrennungen 3. Grades nicht ? Beim Verbrennen auf jeden Fall, man muß nur richtig interpretieren. Gerosteiner: zu diffizil, da muß man zu lange prüfen. |
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"Wieso schmerzen Verbrennungen 3. Grades nicht ?"
Weil die Schmerzleitenden Nervenfasern zerstört sind. Das heißt aber nicht, dass man keine Schmerzen an, denn am Rand der 3.gradigen Verbrennung gibt es ja 2. und 1.gradige :-/ |
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Das Grab mit Grabmal und eine Akte im Krankenhaus.
Die kommt dann ins Gesundarchiv. |
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"Das Grab mit Grabmal und eine Akte im Krankenhaus."
Das Denk mit Denkmal und die Mutter mit Muttermal. Und seit alters her ist es der Mutter ein Kreuz um ihre nicht anerkannten Verdienste. |
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merdeister schrieb am 04.07.2011 um 15:55
"Die Definition der WHO ist wohl eher eine Art Kompromiss, als böse Absicht." -> Gut und Böse sind schwer zu lancieren. Und Kompromisse sind es sowieso. Auf jeden Fall scheint es aber Absicht zu sein. Mir geht es aber darum, dass es sich bei solcherart Standartisierungen um den kleinsten Nenner handeln sollte, den es dabei geben kann. Und das wäre eben: Abwesenheit von orgnischen Schäden, die in der Folge also Schmerz und Krankheit (weil derart Deffiniert) auslösen könnten. Über Zusammenhänge von Körper und Geist .... sollte informiert werden - aber dann wenigstens ausführlich im Detail und nicht so lala... und Oberflächlich, wie es mir aus den vielen Beschreibungen entgegenschielt. Die Beispiele, wie sich objektive und subjektive Gesundheit beeinflussen können .... scheinen mir aber ebenso in objektive und subjektive Ansichten variabel in der beurteilung zu sein. Ich könnte nämlich der Meinung sein, es wäre eine subjektive Ansicht, dass einer mit dem objektivem Faktor der heilsbringenden sozialen Integration auf eben die "Ausgeschlossenen" (oder sich verweigernden) einredet....Beide Seiten reden also aneinander vorbei.... Wie gut und böse sei auch und das viel mehr der gesunde Geist abhängig von der Information über die Umgebungsbedingungen des betroffenen/des subjekts. Da aber scheint es mir nicht weit her zu sein. Denn so viel Emphatie mögen die bewertenden wohl nicht aufbringen wollen, dass sie alle Informationen dazu wissen wollten. Es wird also frei nach einem selbstgefälligen Ideal festgelegt, was "gesund" sei und was nicht...was nicht gefällt, wenn einer sich emphatiefrei vorstellt, was es am besten sei.... ich stelle mir nämlich gerade vor, dass ich für mich (und alle anderen - frei nach der Maßgabe, was für mich gut ist, sei auch für andere ebenso - der Schluß von mir auf alle) eben die Gesundheit rein auf das körperliche beschränkt wissen will. Aus einem mir nicht erfahrbaren Grund will dies scheinbar aber niemand so akzeptieren. Und ich weis wohl, dass darin (in der Deffinition) ein Vorteil steckt - aber nicht zuletzt gerade für andere. Um also geistige Gesundheit bei/für andere zu fordern, bedarf es wahrlich wichtige Gründe, die auch genannt werden müssen... und natürlich so überprüfbaar, dass sie also geradezu zwingend seien. Aber hier scheints mir mit Begründung nicht nur etwas zu dünn auszusehen. Ich sags noch mal: Gesundheit im Geiste suchen und finden zu wollen, ist eine Zielsetzung, die kaum einem Menschen gerecht wird. Diese dann auch noch mit der körperlichen Gesundheit zu verbinden ist eine besondere Strategie, die mir irgendwie bekannt vorkommt. Vielleicht hilft mir mal einer, woher ich das kennen könnte...! Ach, gabs da nicht auch ein Gerücht, dass es zu Sovjietzeiten keine politischen Gefangenen gab? (weil alle Opposition nicht in Gefängnissen, sondern in Krankenhäusern/Psychiatrien "untergebracht" waren....?) Und ein paar Jahre vorher gabs mal die Ansicht, es sei Krankheit (entartet), wenn man Jude oder Zigeuner sei.... oder sonst noch was anderes, als reiner Deutscher.... Diese Thematik wandelt immer auf Messers Schneide.... weshalb zurückhaltung angesagt sei.... eben kleinster Nenner. |
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Mir scheint, ich konnte nicht deutlich machen, worum es mir geht.
Die WHO Definition ist meiner Meinung nach nicht zu gebrauchen, ob das mit Absicht so ist, weiß ich nicht. Einer Beschäftigung mit dem Thema steht irgendwie im Weg, dass immer Gründe gefunden werden, warum Menschen daran gehindert werden, gesund zu sein. Darum geht es mir aber hier nicht. Wenn ich richtig verstanden habe, würdest Du Gesundheit eher wie folgt Definieren: "Abwesenheit von orgnischen Schäden, die in der Folge also Schmerz und Krankheit (weil derart Deffiniert) auslösen könnten." Dann näherst Du Dich dem Problem nur von der anderen Seite: Was ist Krankheit? Das Gegenteil von Gesundheit! Was ist Gesundheit? Es geht mir darum, was Gesundheit ist, dazu habe ich einen Entwurf erstellt und zur Diskussion gestellt. Dein Kommentar hat Interessante Punkte, sie passen jedoch nicht zum Thema, bzw, konntest Du mir deren Relevanz für die Frage: "Was ist Gesundheit?" Nicht klar machen (oder ich bin nicht in der Lage sie zu sehen, je nach Perspektive). |
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Geistige Gesundheit liegt mir dabei zu sehr im Auge des Betrachters. Es gehört also nicht in die mindeste Anforderung einer standartisierten Beschreibung. Außerdem sei die organische vollständigkeit und Funktionsfähigkeit ausreichend, um zu bewerten, ob die Anforderungen für die Gesundheit (und also die rein Funktionale Vielfalt und Möglichkeit der Einsatzfähigkeit des Körpers .... und auch des Geistes) vorhanden ist. Wie sich der Geist dabei darstellt, gehörte also nicht in die Bewertung der Gesundheit.
Eine geistige akzeptanz die in der Gesellschaft allgemeine "Normalität" erkannt werden wird/will, soll anderswo bezeichnet werden. Nicht in den Beschreibungen der Gesundheit. "ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen". Nach der Definition bin ich also schon seid meiner Geburt ununterbochen als Krank zu bezeichnen. So ist es also kein Wunder.... Wieso aber hat mir niemand geholfen? Ach ja, es muß einer die Krankheit (also den Mangel an den Bedingungen) auch an richtiger Stelle (etwa beim Arzt, Psychiater, oder Bürgermeister... oder sonstwo) kundtun... beklemmenderweise aber sei ein Kind von weniger als 10 Jahren kaum in der Lage dazu ... geschweige denn irgendwer würde es auch nur im Ansatz ernst nehmen.... Sieht man mal wieder, dass es niemals reicht, nur einen schönen Satz zu verfassen. Den habe ich übrigens erst in diesem Beitrag das erste mal gelesen... also bewusst als existent wahrgenommen. Mal hochgerechnet, wieviel Menschen dieser Welt eine Kenttnis dieser Aussage haben...!? 2 Prozent aller Menschen... höchstens....darunter die Verfasser der Aussage und ihre beteiligten Mitarbeiter... wo vielleicht noch 1 % übrig bleibt.... |
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ok,... du hast einen Entwurf erstellt und zur Diskussion gestellt.
und ich erkläre, das geistige Gesundheit da niht hineingehört. Womit alle Definitionen in deinem Artikel quasi übers Ziel hinaus ....und also unzutreffend wären. Das tut mir leid. Vielleicht sollte man die geistige Gesundheit nict in einem Satz mit der körperlichen packen. Ebenso, wie das soziale Wohlergehen. ...? |
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Jetzt komm ich drauf, was mir bei der Frage im Sinn schwirrt.
alle drei zusammengefasste Bedingungen der WHO sind eigendlich aufbauende Bedingungen, wo sich die körperliche Gesundheit nur einstellen kann, wenn geistige vorhanden - die sich nur ergeben kann, wenn soziales Wohlergehen vorhanden.... Oder in anderer Reihenfolge.... ? Die anderen Beschreibungen (Salutogenese und andere beschriebene oben) sind im Zweifel auch nur die detailiertere Form der Schlagworte der WHO.... kurz und Bündig ...ohne großes Glaber .... schnelle Antwort.... Passt ja in die moderne Zeit.... |
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@zusammen, da ich hier schon was von land- und stadtluft gelesen hab, verlinke ich hier mal was zu feinstaub, der ja eher in der stadt als auf dem land anzutreffen oder auch einzuatmen ist. ;-)
"Nach einer Langzeitaussetzung von Mäusen an hohen Feinstaubkonzentrationen, wie sie in manchen Städten zu finden sind, zeigten sich auch morphologische Veränderungen am Hippocampus" www.heise.de/tp/artikel/35/35063/1.html |
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Wenn ich aufs Land in den Urlaub fahre, dann folgt die ersten Tage noch ein kurzes Aufblühen von diversen Hautunreinheiten und dann ist Ruhe... und allerreinste Haut.... nix trocken, nix Mitesser... nix rau...
Und da die Haut ein großes Organ sei ... und natürlich ein wichtiges, denke ich mir, dass dieser von mir regelmässig beobachteter Ablauf auch ein besonderer Hinweis auf besondere Belastungen in der Stadt sind... was nicht die Luft sein muß... aber sicher sonst auch ist. Und ich wohne noch nicht mal in der Innenstadt. Allerdings redet man ja auch von Stress durch zu viele Menschen.... und die habe ich an diesen Urlaubsorten nicht. |
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Es scheint eine seltsame Attraktivität darin zu bestehen, Birnen mit Äpfeln zu vergleichen. Dem Salutogenese-Modell und dem Lebensaktivitäten-Modell liegen ganz verschiedene Perspektiven zugrunde, die jede ihre Berechtigung hat, aber wenn mit dem einen Konzept das andere entwertet werden soll... wozu das?
Dazu sind beide Modelle ein Beleg für das, was Medizinhistoriker am laufenden Band haben: Déjà vu-Erlebnisse. Till Bastian benennt in www.freitag.de/kultur/0710-psychosomatik fünf Ebenen der Gesundheitsgefährdung, die sich den "fünf komplexen Aktivitäten" von Nancy Roper zuordnen lassen. Beides ist nicht denkbar ohne die 5-Entien-Lehre des von vielen immer noch als Quacksalber angesehenen Paracelsus. Aber wer keine Parallelen zu sehen vermag, der ist .. . dazu verdammt, das Rad immer wieder neu zu erfinden. Kann ja auch Spaß machen, warum nicht. |
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Mir scheints eh, dass dieses und andere Räder seit dem zweiten Weltkrieg für die Gesellschaft neu erfunden werden mussten ... und immer noch muss.
Manches Rad aber scheint nicht für jeden verfügbar zu sein...!? Aha, ... braucht es vielleicht auch nicht? Weshalb solcherlei Diskrepanzen in der Akzeptanz der Lehren aufkeimten? Also, ... die Homöophatie hat ja das selbe Problem.... |
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bertamberg schrieb am 06.07.2011 um 18:52
"Dem Salutogenese-Modell und dem Lebensaktivitäten-Modell liegen ganz verschiedene Perspektiven zugrunde" Damit haben Sie in der Tat Recht. Bei der Salutogenese handelt es sich um einen Prozess, das Modell von Roper et al ist dazu gedacht, einen Zustand zu beschreiben. So wie ich das oben versucht habe, passt das nicht zusammen. Ich werde mir also noch ein paar Gedanken machen können, da, zumindest in diesem Thread, niemand ein Konzept von Gesundheit anbieten konnte, welches ich Überzeugend fand. Auch der alte Bombast bildet da keine Ausnahme. Danke für die Kritik. |
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Hm, Bombast war der zweite oder vierte Vorname, und Paracelsus ist ein Schimpfwort seiner Kritiker. Historisch am besten belegt ist "Theophrast von Hohenheim", wie Pirmin Meier in seinem Buch Paracelsus -Arzt und Prophet, Zürich 2004 darstellt.
Noch ein wesentlicher Unterschied: Roper et al. haben den Blick des Pflegers, der von außen die Lebensaktivitäten beurteilt im Hinblick auf das, was der Betreute an Betreuung vielleicht brauchen könnte. Die Salutogenese richtet den Blick auf die inneren Ressourcen, die jemand hat oder nicht hat, um sich in und auch gegen seine Umwelt zu behaupten. Gesundheit ist kein statischer Zustand, sondern gerade durch Reaktionsfähigkeit gekennzeichnet. Won daher hilft die Frage: Wie entsteht Gesundheit? weiter als zu fragen: Was ist Gesundheit? Man kann auch fragen: Was muss ich weglassen oder dazufügen, damit jemand gesund wird oder bleibt? Wenn ich mir ansehe, was an Empfehlungen kursiert, finde ich ein Sammelsurium an Scheuklappenperspektiven und und persönlichen Steckenpferden statt einer systematisch geordneten, bei Bedarf abarbeitbaren Checkliste, die ich jedem wünschen würde. |
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Krankheit und Gesundheit aus AYUR VEDISCHER Sicht, ein 30 Min. Vortrag. Empfehlungswert!
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Giorgio Agambens Betrachtung des "bloßen Lebens" ... sei eine Idee, die der Frage nach "Was ist Gesundheit" beispielhaft aufzeigen kann, was ich mit mindest festlegbaren Gesundheit meine... .
Dabei sei die einfache Existenz wohl nicht aus der zivilisatorischen Sicht gesehen und also das Individuum nicht als zivilisatorisch unterentwickelt gesehen, sondern als in sich ruhende Einheit, die zur Zivilisation erst fähig ist, so sie diese will und stellt damit also die Vorraussetzung für kulturelle Selbstbestimmung. Was nicht hiesse, dass sich entschieden werden muß und darauf alle Individualität abgelegt werden wird (müssen). Dqas Individuum sei nicht der Schwanz der meute, sondern der mindeste Teil derer... und somit eben eine Grundlage einer Gemeinschaft. Wie es sei, wenn man meinte, es wäre derart Ideal und nur richtig, wenn man dem Individuum zwangsweise eine integrationspflicht aufgrund von Krankheitsphobien und sonstigen Wechselwirkungen auferlegen wollte, kann man sicher gut in China und anderen asiatischen Megastädten erkennen. meine Einschätzung dieser Städte ist nicht die von vielen Menschen, sondern eines großen Organismusses, indem dem einzelnen Individuum sein Bewusstsein für sich selbst abhanden gekommen ist (wie auch immer dies vollbracht wurde). |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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