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Ein Sinn hinter meinem Alltagsküche-Blog im letzten Jahr war ja das teilen von frischem und einfachem Essen. Gut, leicht und hochwertig, aber auch mit wenig Zeit, wenig Geld und wenig Kochkunst zu bewältigen. Ich glaube bei den wunderbaren Kochblogs von Weinsztein ist das nicht anders, aber sein Grundkurs Arme-Leute-Küche hat mich daran erinnert, dass eben diese auch für mich gibt und sie für mich wirklich eine Menge bedeutet. Es ist kein gutes, frisches, besonders gesundes Essen, aber es schmeckt nach Kindheit, nach Wärme, nach Geborgenheit.
Meine Oma benutzt für ihre Tomatensauce keine Tomaten, keine frischen, keine geschälten, keine gehackten. 3-fach konzentriert müssen sie sein, denn die rote Farbe und ein gewisser Teil des Geschmacks kommen vom Tomatenmark aus der Tube, bevorzugt von Aldi. Die Saucenbasis ist eine einfache Mehlschwitze, also Fett - Margarine oder "gute Butter" - in einem Topf schmelzen, etwa die selbe Menge Mehl hinzugeben und unter ständigem Rühren erhitzen. Nun kommt eine gute Portion Tomatenmark dazu, dabei schnell weiterrühren und gut aufpassen, die entstehende Mischung ist recht trocken und brennt relativ leicht an. Deswegen wird nun mit kaltem Wasser abgelöscht. Ist die Flüssigkeit nicht kalt. bilden sich schnell unschöne Klümpchen, also: kalt. Und schnell rühren! Es sollte eine sämig, hellrote Sauce entstehen, die nun mit Salz und Zucker zu würzen ist und noch 10-15 Minuten vor sich hin köcheln sollte. Diese Zeit eignet sich hervorragend um Spagetti zu kochen.
An guten Tagen kommen noch Würstchen dazu, in Scheiben geschnitten in der Sauce erwärmt.
Ich liebe alleine den Geruch und es hat lange gedauert, bis ich, als Kind, feststellte was Tomatensauce noch sein kann.
Letzte Woche, als mein Herz und der Gedanke an den nahenden Abschied schwer waren, habe ich mir diese Nudeln mit Tomatensauce gekocht. Ich habe im Bett gegessen. Es hat geholfen.
Eine andere Kindheitserinnerung mit einfachstem Essen hat meine Mutter. Auch das ist ein Nudelgericht und sie hat es mir nicht nur immer wieder erzählt, sie hat es auch auf mich übertragen: ich erinnere mich gerne an Abende mit plötzlichen Hungeranfällen vor dem Fernseher, an denen wir unvermittelt in der Küche standen und Gabelspagetti kochten, diese kleinen, feinen Nüdelchen, gebogen und mit Loch, wie allerwinzigste Maccaroni. Diese wurden dann abgegossen und zurück in den Topf gegeben, gemeinsam mit einem dicken Schuss Kondensmilch. Damals hatten wir die immer im Haus, Kaffee wurde immer damit getrunken. Es waren immer diese kleinen Tetrapacks, was ich lustig finde, in Anbetracht der Tatsache, dass wir sie nur Büchsenmilch nennen. Heute trinke ich meinen Kaffee schwarz, höchstens einen Schuss frischer Milch oder Milchschaum darf ihn stören. Büchsenmilch kaufe ich nur auf Vorrat, ein Paket, genau wie die Gabelspagetti, falls ich eines Abends plötzlich Heißhunger bekommen sollte. Aber zurück zur Zubereitung: die Nudeln werden nun mit der Kondensmilch langsam wieder erhitzt, gewürzt mit etwas Salz oder Brühe und viel, viel frisch darüber geriebenem Muskat. Meist reicht schon die kurze Zeit des Muskatreibens aus, damit sich die Milch in eine dickflüssige Sauce verwandelt, die regelrecht in die Nudeln hineinkriecht. Nun heißt es schnell sein, sofort servieren und genießen! Tut man das nicht, wird es leicht pappig und verliert seinen Geschmack.
Nun ist es spät geworden und mein Magen versucht mir mit aller Kraft weiszumachen, dass ich sofort verhungern werde. Ich schiebe das natürlich einzig auf den Text. In einem anderen Fall wäre ich auch wirklich aufgeschmissen, habe ich doch nur eine Handvoll Nüdelchen, aber weder Büchsenmilch noch Muskatnuss. Das geht so nicht.
Bitte, erzählt doch: habt ihr ähnliche Gerichte? Wirklich, wirklich günstige (Familien-)Rezepte, Dinge die euch an Kindheit oder Geborgenheit erinnern?
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Danke, liebe Sarah, ein sehr schöner Beitrag zur Geborgenheitsküche. Und so alltagstauglich!
Mein Lieblingsrezept hatte ich mit Freunden erfunden, wir waren damals in der fünften oder sechsten Klasse. Tomatenmark spielte auch da die Hauptrolle, das gab es damals nur in diesen kleinen roten Döschen. Eine gewürfelte Zwiebel wurde in Margarine angebraten, das Tomatenmark kam dazu, wenig Wasser und Salz. Das musste meist ich rühren, etwa zehn Minuten, dann kam auch da Büchsenmilch dran, und zwar die kleinste Dose Glücksklee. Weiter rühren, während die Aldispaghetti kochten. Die abgetopften Nudeln und die Sauce wurden gleich im Topf vermengt, jeder kriegte eine Gabel. Es war köstlich und wir sahen nachher prima aus. Mein Wohlfühlgericht heute ist noch viel schlichter. Ich koche Spaghetti, drücke mindestens fünf feiste Knoblauchzehen durch die Presse, vermische sie mit Salz, reichlich Butter und den abgetropften Spaghetti. Plane ich, im Bett (oder aufs Sofa gefläzt) zu essen, verwende ich statt Spaghetti diese spiraligen Nudeln, die lassen sich so angenehm löffeln. |
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Lieber weinsztein,
vielen vielen Dank. Es scheint wirklich, dass sich Nudeln hier einfach besonders eignen. |
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ich hätte da auch noch eins, ganz ohne rotes: mehlsuppe mit klütterchen.
wie die geht? - vergessen. eine anleitung findet sich bestimmt irgendwo. auch sehr schön: ein zwei kellen aus der schlachtbrühe mit wellfleisch drin. zu schlürfen, während wer anders das blut rührt. allerdings: wer ein schwein schlachtreif füttern kann, ist nicht mehr arm zu nennen. |
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Zuerst gab's "Dicken Reis mit Brummfliegen" = Milchreis mit Rosinen und - falls vorhanden- Zucker und Zimt. Danach ein bis zwei Reibekuchen- je nach vorhandener Kartoffel- und Zwiebelmenge. Dazu Schwarzbrot und Rübenkraut.
Und hier P. Bawelskis unvergesslichen Nachmittagssnack: Schwarzbrot mit Margarine, Zucker und Maggi. |
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Omlett: zwei Eier schlagen, ab in die Pfanne mit einem einem Klacks Butter, einmal wenden und dann frisch eingekochte Marmelade je nach Hungergefühl draufstreichen... mmmhhh. Dazu Holundersaft, nix Fanta. Der Geschmack der Kindheit. Wobei der Holundersaft kein Luxus war, sondern eben im Sommer an der Reihe war. Danach kam der Herbst und Winter mit viel Pfefferminztee aus dem Garten, getrocknet auf dem Dachboden.
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Das ist ja wie Kartoffeln und Quark ;-)
Also etwas frischer Schnittlauch muss schon sein. Den gibt's bestimmt auch bei Aldi im Topf zum nachwachsen. Am Ende ist der Strom / das Gas für die Kochplatte oder Mikrowelle teurer... |
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du sagst es. deshalb werden wir bald auf die gute alte kochkiste umsteigen. oder einfach im bett kochen.
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Ach, das ist aber hübsch. Diese Nudelsachen - herrlich. Ich war als Kind so ein Vielfraß und stürzte mich auch immer auf Kohlehydrate.
Meine Mutter machte immer gekochte Klöße (gekochte Kartoffeln auspressen, ein bisschen Mehl dran - formen und in köchelndem Wasser ziehen lassen) und dazu Meerettichsoße. (Margarine mit Mehl verschwitzen, Wasser und viel Meerettich dran) Das wars schon und ich konnte davon nicht genug kriegen. All die Kohlehydrate habe ich damals durch ständiges Rennen verbraucht. Heute mache ich das manchmal abgewandelt und natürlich mit Tafelspitz, aber den gabs damals nicht. Und der Klassiker waren bei uns: Kartoffelpuffer. |
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Genau, Klöße aus gekochten Kartoffeln. Da machten es die Beilagen: Saure Sahne (oder Schmand), ausgelassener, magerer Speck und Birnenkompott.
Kartoffelpuffer mochte ich nie, mein Vater war ganz verrückt danach. |
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Da les ich was!!
Meine Mutter hatte ebenfalls jene unnachahmliche Tomatensoße drauf. Für auf die Makkaroni und – – – für auf die Kartoffeln, geschälte und in Salzwasser gekochte. Also nochmal langsam – Makkaroni mit Kartoffeln oder umgekehrt mit Tomatenmarksoße. Eigentlich mein Leibgericht, es sei denn, es gab Pfannekuchen (ja, mit ›e‹) am liebsten der mit Sauerkirschen und Zucker über alles. |
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Da les ich was!!
Meine Mutter hatte ebenfalls jene unnachahmliche Tomatensoße drauf. Für auf die Makkaroni und – – – für auf die Kartoffeln, geschälte und in Salzwasser gekochte. Also nochmal langsam – Makkaroni mit Kartoffeln oder umgekehrt mit Tomatenmarksoße. Eigentlich mein Leibgericht, es sei denn, es gab Pfannekuchen (ja, mit ›e‹) am liebsten der mit Sauerkirschen und Zucker über alles. [so war's gedacht] |
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Da wir (Junge und Mädchen) ohne Vater aufgewachsen sind (mein Vater war bei der Waffen-SS und ist 1945 in den Westen geflohen), bestand unser Frühstück aus Malzkaffee, eingebroktem Brot und etwas Zucker darauf.
Ganz besonders freuten wir uns, wenn es Kartoffeln mit Quark oder Öl gab. Milchbrei mit Zucker und Zimt war eigentlich unser Standardessen. Magermilch war eigentlich immer zu kaufen. Später hielten wir uns ein paar Hühner und dann gab es Bratkartoffeln mit Ei. Wenn wir Glück hatten, gab es noch eine Dillgurke dazu. Selbstgemachte Puffer gab es auch, die nahmen wir sogar kalt mit in die Schule. Der Mundraub war bei uns Jugendlichen sehr ausgeprägt, egal ob es Kohl, Mohrrüben oder Obst war. |
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Fortsetzung Geborgenheitsküche:
Ganz viele Pellkartoffeln mit Butter und Salz. Riesenteller Bratkartoffeln, falls da, mit Speck und Zwiebeln (letztere fein gewürfelt 30 Sekunden vor Schluss dazugeben). Bratkartoffeln mit Speck, ohne Zwiebeln, dazu eine Packung Heringsfilets in Sahnesauce. Schlemmerfilet bordelaise (Zubereitung laut Verpackung). Dazu Pellkartoffeln. Für Perihan: drei mittelgroße Apfelpfann(e)kuchen mit Zucker und Zimt. Für Dilek & Peri: türkischer Brotsalat. Dafür zwei Hände voll Brotwürfel in Olivenöl braten, leicht salzen und in eine Schüssel geben. 50 - 100 g Sucuk (Wurst, türkischer Laden) in dünne Scheiben schneiden, je Seite ohne Fett eine Minute in der Pfanne braten, über die Brotwürfel geben, aber ohne das ausgetretene Fett. Ebenso die Scheiben einer kleinen Zwiebel, Knoblauchwürfel, Stückchen von einer Tomate, Streifen von grünem Salat ("Marul", türkischer Laden). Alles mit einer gut verquirteln Vinaigrette aus Öl, Zitronensaft oder Essig, Senf, Pfeffer, Salz, Prise Zucker vermischen. Vegetarier lassen die Wurst weg, gucken evtl. aber blöd aus der Wäsche. (Dieses Rezept kennen in der Türkei nur einige meiner Freunde, ich hab es abgeleitet von italienischem Brotsalat. Ist prima an warmen Sommertagen. Gesamtkosten: ca. 1 € pro Portion.) |
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Fortsetzung Geborgenheitsküche:
Ganz viele Pellkartoffeln mit Butter und Salz. Riesenteller Bratkartoffeln, falls da, mit Speck und Zwiebeln (letztere fein gewürfelt 30 Sekunden vor Schluss dazugeben). Bratkartoffeln mit Speck, ohne Zwiebeln, dazu eine Packung Heringsfilets in Sahnesauce. Schlemmerfilet bordelaise (Zubereitung laut Verpackung). Dazu Pellkartoffeln. Für Perihan: drei mittelgroße Apfelpfann(e)kuchen mit Zucker und Zimt. Für Dilek & Peri: türkischer Brotsalat. Dafür zwei Hände voll Brotwürfel in Olivenöl braten, leicht salzen und in eine Schüssel geben. 50 - 100 g Sucuk (Wurst, türkischer Laden) in dünne Scheiben schneiden, je Seite ohne Fett eine Minute in der Pfanne braten, über die Brotwürfel geben, aber ohne das ausgetretene Fett. Ebenso die Scheiben einer kleinen Zwiebel, Knoblauchwürfel, Stückchen von einer Tomate, Streifen von grünem Salat ("Marul", türkischer Laden). Alles mit einer gut verquirteln Vinaigrette aus Öl, Zitronensaft oder Essig, Senf, Pfeffer, Salz, Prise Zucker vermischen. Vegetarier lassen die Wurst weg, gucken evtl. aber blöd aus der Wäsche. (Dieses Rezept kennen in der Türkei nur einige meiner Freunde, ich hab es abgeleitet von italienischem Brotsalat. Ist prima an warmen Sommertagen. Gesamtkosten: ca. 1 € pro Portion.) |
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Wie bei fast allen Rezepten sollte man der Phantasie ungehemmten Lauf lassen. DerTürkische Brotsalat freut sich auch über hauchdünne Scheiben der Fenchelknolle und/oder vom Stangensellerie. Oder so.
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Ich hatte das Glück, dass meine Mutter (gefühlt) die beste Kartoffelpufferbraterin der nördlichen Hemisphäre war. Mein damaliger persönlicher Verzehrrekord: 16 Stück (Durchmesser ca 14cm) - Apfelmus oben drauf.
Rezept? Woran ich mich erinnere: Gasherd, Gusseiserne Pfanne, frisch durchgemuste Kartoffeln, viel Zwiebel, Salz... und natürlich viel Mutterliebe. Ich bin in meinem langen Leben bisher leider keinem Kartoffelpuffer begegnet, der da irgenwie heranreichte. Mit Frikadellen geht es mir ähnlich... |
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Prima Rezept, Fro.
Aber was ist aus Ihnen geworden, der als Kind 16 Kartoffelpuffer (hochdeutsch: Reibekuchen) von 14 cm Durchmesser mit Apfelmus obendrauf zu verzehren im Stande war? Apfelmus auf Reibekuchen ist Kochkulturfrevel, damit unverzeihlich. So was gibt es im Rheinland auf der Kirmes, da gehört es auch hin. Kenner bestreichen eine Scheibe Pumpernickel oder Schwarzbrot mit Rübenkraut (Zuckerrübensirup) und belegen es mit Reibekuchen. Besser noch: die Kartoffeln nicht "durchmusen" wie Mutti es tat, sondern grob raspeln, neben Zwiebelwürfeln, Salz, Petersilie ein Ei oder zwei dazu geben, rühren, zu reibekuchenähnlichen Plätzchen ausbacken und mit einer Scheibe Emmentaler belegen, evtl. mit Gruyere oder einer Scheibe Appemzeller. (Lieber Fro, meine Anmerkungen zu Deinen oder Deiner Mutter Puffern sind scherzhaft gemeint. Anders meine die Dir liebevoll dargereichten Alternativen.) (Liebe Community-Redaktion, die mich mit einer Gelben Karte bedachte: ist mein Kommentar so genehm? Oder ging ich schon wieder zu weit?) |
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Danke für dein Rezept weinsztein. Und: du hast in mir Kindheitserinnerungen geweckt – mein Leben lang habe ich überlegt, wie meine Mutter die Kartoffeln für die Kartoffelpuffer kleingekriegt hat – jetzt weiß ich: es war eine Reibe...
Deine Kulturkritik kann ich leider nicht teilen. Apfelmus muss sein. |
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Lieber Fro,
danke für die schönen Ergänzungen! Rievkooche! Nur aus dem Grund nicht genannt, weil wir sie schon im letzten Jahr irgendwo in den Blogs erwähnt hatten. Aber eigentlich ist das ja völlig egal. Grob gerieben sollten sie sein, ja, mit viel Zwiebeln und auch hier einem guten Hauch Muskat. Durch nichts zu ersetzen ist die Liebe : ) Und, lieber weinsztein, natürlich gehört Apelmus dazu, was hast du nur gegen das Rheinland?! Ich liebe es die fettigen Dinger in der Hand zu zerreißen und in das Mus zu tunken. so. lecker. Aber dabei belasse ich es ja nicht. Einen wunderbaren Kontrast zu den heißen, schweren Reibekuchen bildet gekühlter Joghurt, mit viel frischer Minze und etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Meine Mutter schwört auf Lachs. Als ich letzte Woche zurück in dieses Rheinland kam, gab es genau das Abends zu essen. Weil mein Sohn darauf bestand unbedingt Rotkohl essen zu müssen, kamen wir auf die so glorreiche wie alberne Idee, einen kleinen Teil des Kartoffelteigs abzuzweigen und ein wenig von dem fertigen Rotkohl darunter zu mischen. Diese - lustig lila gestromten - Küchlein wurden ebenso verschlungen, wie der Rest. Die feine Süße und Säure des Rotkohls passten einfach perfekt. (Nur schlecht war mir danach, aufhören fällt dann immer so schwer) |
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Liebe Sarah,
auf der Kirmes esse ich auch schon mal Reibekuchen mit Apfelmus, mag's aber lieber kräftiger. Die Idee, dem Kartoffelteig fertiggekochten Rotkohl beizumischen, finde ich gut. Sehr gut passt auch gedrücktes Sauerkraut im Puffer, später auf dem Teller begleitet von gebratener Geflügelleber mit einer Honig-Balsamicosauce. Tipp für Deine Mutter: den Reibekuchen mit üblich gekochtem Sauerkraut belegen, darauf ein Klecks Creme fraiche , darauf Lachs. Dieser Genuss macht rund und schön. |
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Brötchenauflauf: Reste alter Brötchen oder Weißbrot, getrocknet, in Milch einweichen. Zucker und Rosinen dazu, in eine Glasform geben, im Backofen überbacken. Dazu Pflaumen- oder Kirschenkompott.
(Die Kompottvarianten meiner Kindheitserinnerungen lassen sicher durchblicken, dass es bei uns einen Obstgarten gab.) |
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@Alien59
so ähnlich ist der Kirschmichels entstanden. |
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Oder auch arme Ritter (nicht die der traurigen Gestalt)
Altbackene Brötchen, in Milch einweichen, durch gequirltes Ei natürlich ziehen und ausbacken in einer Lache aus wohlschmeckendem Butteraroma oder so, Grüsse an alle, die Geborgenheit in Arme-Leute-Küche finden, wenn nicht hier, wo dann SQ |
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im waisenhaus in BetHanye gab's burgol. ohne was.
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Meine Mutter konnte nicht kochen. Meine Großmutter aber! Ihren Kartoffelstampfer habe ich noch heute. Aus Holz ist er und hat inzwischen Sprünge. Nie würde ich mich von ihm trennen. Man benötigt im Grunde mehr Zeit zum Reinigen als für die Zubereitung. Für die "Pannscheiben" existierte einst ein besonderer Topf aus Gußeisen. Der ist aber verschollen.
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Eine gusseiserne Pfanne tut's auch. Ich verwende für Pannscheiben die preiswerteste beschichtete Ikea-Pfanne (unter 2 €).
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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