Sarah Rudolph

Buchstabensüchtig

05.12.2011 | 20:09

Das bisschen Totschlag

1994 veröffentlichten die Goldenen Zitronen das Album "Das bisschen Totschlag". Der gleichnamige Song beschäftigt sich mit den Brandanschlägen von Mölln und Hoyerswerda und der Reaktion der deutschen Öffentlichkeit. 

17 Jahre.

Man sollte meinen, es habe sich nichts geändert. 

 

 

 

"...und ich sag noch, lass uns endlich mal zur Tagesordnung übergehn"

 
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Kommentare
merdeister schrieb am 05.12.2011 um 20:47
Tja, Sarah, so ist das wohl. Die Nazis, die sind in der NPD und wenn wir die verbieten, dann wird alles gut. Vor allem können wir dann weiter über den Muselmann lästern, der, wegen seiner Religion so rückständig ist und seine Frauen schlägt und so.

Wenn man das mal umdrehen würde, das wäre gar nicht so witzig. So wie der türkische Außenminister, der darauf hinwies, man nenne die mordenden Nazis nicht christliche Terroristen, also möge man Al Kaida auch nicht islamistische Terroristen nennen. Das darf er aber nicht sagen! Wegen Unzulänglichkeiten in der Vergangenheitsbewältigung der türkischen Geschichte. Die Türken, die dürfen uns nix sagen, WIR haben ein Holocaustdenkmal, wir haben verstanden.

In der FC habe ich noch keinen Beitrag gefunden, der Ansichten der Mehrzahl republikanischer Präsidenschaftskanditenanwerter zum Thema hat. Die lehnen die Evolution ab, Schwangerschaftsabrüche bezeichnen sie als Mord und Schwul zu sein, halten sie für eine freie Entscheidung (und unnatürlich). All das leiten sie aus ihrer christlichen Religion ab, doch davon schweigt man, das sind ja nur Einzellfälle und die Amis, naja, die sind ja eh komisch.
Wenn unserer Familienministerin dann wisschenschaftliche Ergebnisse karikiert um ihre Botschaft von Deutschenfeindlichkeit und dem ganzen anderen Scheiß unter die Leute zu bringen, wird auch darüber geschwiegen, wenn man über DEN Islam schwadroniert, mit all seinen grausamen Männern und unterdrückten Frauen.
Die Dame ist sich auch nicht zu schade, um für Sätze zu stehen wie:
Zwar halte sie den Islam nicht grundsätzlich für integrationsfeindlich, er sei aber - im Gegensatz zum Christentum - auch kein Schutzfaktor vor Extremismus.

Auf einer ähnlichen Welle schwamm auch der Herr Döhring vor einem Jahr.

Was bleibt einem als Jugendlicher eigentlich noch anderen übrig, als zum Islam zu konvertieren, wenn man rebellisch sein will. Das ist doch wirklich das letzt, mit dem man wirklich jeden schocken kann. Punks im Bahnhof rufen selbst bei Konservativen noch ein müdes lächeln hervor, aber ein Kopftuch oder ein Konvertit, das treibt den Blutdruck hoch.

Und während man sich auf seinen Lieblingsfeind konzentriert können fundamentale Christen im Biologiunterricht ankommen um dort ihren Unsinn zu lehren.

Und das lustigste an diesem ganzen Geseiere über DEN Islam, meist von bekennenden Atheisten, ist, dass sie damit die Fundis unter den Christen stärken, denn sie bestätigen die Schröders und Friedrichs und Döhrings, die behaupten, Gewalt und Terror sei dem Islam immanent, ganz im Gegensatz zu den Christen, die sind eigentlich friedlich. Da dreht mal ein Einzeltäter durch und knallt auf einer Insel ein ganzen Kinderzeltlager ab, oder drei Nazis reisen durch Deutschland und richten Menschne hin, die wie Türken aussehen, anders halt. Oder sie zünden Häuser an, wie in Mölln.

140 Tote gibt es durch rechten Terror in Deutschland. Und hier fürchtet man sich vor Jugendlichen, die ihre Schule verklagen.
merdeister schrieb am 05.12.2011 um 20:49
Tschuldigung, dass ich Dich hier so vollspamme, das lag mir schon eine Weile auf der Seele...
goedzak schrieb am 05.12.2011 um 22:27
Nun, ich habe mein Teil vom Spam mit übernommen. :)
merdeister schrieb am 05.12.2011 um 23:38
Die beiden Spammer vom Dienst. Beschwerden bitte an Moderation.
Alien59 schrieb am 06.12.2011 um 06:45
Für den Spam gibts von mir fünf Sternchen. Für den Beitrag auch.
Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 09:19
Dein Spam, lieber Merde, ist einen eigenen Beitrag wert, trifft er doch haargenau auf den Punkt, was mir seit Wochen im Kopf (und vor allem im Bauch) herumschwirrt, sich mangels Zeit, Energie und Muße aber nicht in Textform pressen lies. Danke dafür.
Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 09:35
Und: Danke Alien
Baszlo schrieb am 06.12.2011 um 11:29
@merdemeister
"Und das lustigste an diesem ganzen Geseiere über DEN Islam, meist von bekennenden Atheisten, ist, dass sie damit die Fundis unter den Christen stärken, denn sie bestätigen die Schröders und Friedrichs und Döhrings, die behaupten, Gewalt und Terror sei dem Islam immanent, ganz im Gegensatz zu den Christen, die sind eigentlich friedlich."

Also, die bekennenden Atheisten die ich kenne (ich bin auch selber einer), bekennen sich zur Aufklärung und kritisieren Islam, Christentum und Judentum gleichermaßen, denn es handelt sich dabei im Grunde ja um nur eine (furchtbare) Religion, die denselben Gott anbetet und denselben Regeln folgt.
Die echte Islam Hetze kommt meist von bekennenden Christen, wie man z.B. auf PI-News, jederzeit nachlesen kann. Ein Atheist der da Partei ergreift, wäre ja schön blöd, denn als "Heide" ist er für alle diese Religionen ein "Ungläubiger", der in der Hölle braten wird.
Rahab schrieb am 06.12.2011 um 11:56
und wieder stehe ich vor der frage, ob nicht *die* aufklärung ganz zwangsläufig zu *das* atheismus und damit *das Auschwitz* führen mußte.
Muhabbetci schrieb am 06.12.2011 um 12:28
Zu der Musik kann ich nichts sagen, mal abgesehen von der Tatsache dass ich die Personen gar nicht kenne ( ich schäme mich ja schon :( ).

@merdeister

Darf ich mich deinem Spam leise und heimlich mit anschließen? :)
Richard der Hayek schrieb am 06.12.2011 um 12:43
@Rahab
Ausschwitz als Folge des Atheismus zu deuten zeugt von großem Einfühlungsvermögen, da kann man nur noch den Hut ziehen.
Ich möchte ja gerne religiös werden, aber Christentum mit dem Papst und den furchbaren Kreuzzügen, das gefällt mir nicht so.
Haben Sie einen Hinweis für mich, was mir gefallen könnte ?
Baszlo schrieb am 06.12.2011 um 12:50
@michselbst

"merdemeister" - Verzeihung, das war keine Absicht! Ich habe meinen Schreibfehler selbst gerade erst bemerkt und das war auch keine freudsche Fehlleistung, da ich dem Beitrag auch weitgehend zustimme. Nix für ungut...
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 14:00
Es ist ja wirklich so, dass unsere lieben Sicherheitsorgane auf dem rechten Auge blind sind und es mag zwar sein, dass die Goldenen Zitronen schon vor Ewigkeiten das bischen Totschlag gesungen haben, aber wer hört wirklich bei den Musiktexten zu, ausser natürlich der Text ist von Bob Dylan? Und, so viele, obwohl wirklich jeder Mord zu verurteilen ist, sind das schon. In Brasilien habe ich mal ein Massaker in Nova Iguacu mitbekommen, 30 Tote, die Täter waren auch noch Polizisten.
Naja, ich habe mir mal die Mühe gemacht und habe das Alte und Neue Testament genauso gelesen wie den Koran und war vom letzteren sehr erschrocken. Dann habe ich mal versucht mitzuzählen wie oft zu Gewalt gegen Anders- bzw. Nichtgläubige aufgerufen wird und da ich schon einen guten Teil gelesen hatte, kam ich trotzdem auf 250 (Striche) Aufrufe.
Auch die Propaganda mit Islam heißt Frieden kann ich nichts abgewinnen, denn eigentlich bedeutet es Unterwerfung.
Ich bin übrigens evangelisch-lutherisch und somit etwas parteiisch, wer aber Zeit und Lust hat, der sollte wirklich mal den Koran lesen.
Der Islam ist nicht nur eine Religion, sondern ordnet das gesamte Leben der Gläubigen bis ins letzte Detail. Dort wo der Islam sich ausgebreitet hat, haben sich die Völker wirklich kaum weiterentwickelt. Ich würde gerne etwas anderes sagen und ich habe wirklich viele Freunde aus islamischen Ländern, aber wenn wir unter uns sind, dann sagen die genau das gleiche.
merdeister schrieb am 06.12.2011 um 14:58
@bazlo
Kein Problem, passiert öfter.

Ich habe auch an ein paar bestimmte Atheisten gedacht, die sich in ihrer Kritik natürlich nicht auf den Islam beschränken, jedoch das Christentum eher lächerlich machen und ihm vor allem vergangene Sünden vorwerfen, während der Islam verteufelt (hihi) wird und Menschen, die ihm Anhängne anderes gesehen werden, als Christen.

@rahab

wie hängt den Atheismus und Ausschwitz zusammen, vor allem im Anblick dieser Diskussion. Ganz ohne Not, wirst Du Godwins Law sicher nicht erfüllt haben.

@muhabbetci

leise immer ;-)

@der Hetiritter

Über Twitter kam gerade die Geschichte aus der Bibel, von der Frau, die zwei streitende Männer bei den Hoden packt, um sie auseinanderzuhalten. Die Frau verlor daraufhin die Hand. Haben Sie die Geschichte auch gelesen (vielleicht steht sie ja nicht drin)?
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 15:14
Klingt nach dem Alten Testament, will mich da aber nicht festlegen, erst Altes, dann Neues und dann den Koran gelesen. Und der Koran ist einfach nicht zu toppen. Übrigens ist für mich als evangelisch-lutherischer das Alte Testament mehr ein Geschichtsbuch, wir leben nach dem Neuen Testament. Wobei ich hier auch wieder gerne die verrückten Evangelikalen aus den USA anführen möchte, das sind auch Extremisten und im Krampf gegen den Terror in der ersten Reihe gesessen haben.
zephyr schrieb am 06.12.2011 um 15:29
@Baszlo am 06.12.2011 um 0:35

"...die bekennenden Atheisten die ich kenne...bekennen sich zur Aufklärung..."

Hm. Meines Wissen sah Kant die Idee Gottes als ein NOTWENDIGES Postulat der Vernunft an. Aber vielleicht beziehen sich die bekennenden Atheisten einen anderen Vertreter der Aufklärung?
Baszlo schrieb am 06.12.2011 um 16:02
@zephyr

Kant war auch nicht der Aufklärung letzter Schluss und heutige Atheisten beziehen sich auch eher auf Dawkins.
goedzak schrieb am 05.12.2011 um 22:36
Es gab übrigens, Sarah, vor 1994 und "sogar" vor 1989 schon Songs, die sich mit tödlichem Neonaziterror beschäftigten. Denke an den 'Willy' von Konstantin Wecker oder von den Mimmis 'Gebt den Faschisten keine neue Chance'.

Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 09:34
Die Mimmis <3

Ich weiß doch, lieber goedzak, ich weiß doch.
Eigentlich saß ich gestern mit dem Sohnkind "Die drei ???" -hörend auf dem Sofa - und schlief ein. Als ich wieder aufwachte, liefen Die Goldenen Zitronen. (Kampfstern Mallorca dockt an) Zum ersten Mal, seit Jahren wieder, und dann klingelte es irgendwie in meinem Hinterkopf, und ich durchsuchte dieses Internet nach dem bisschen Totschlag, das war nämlich schon früher mein Lieblingssong von ihnen. Ich habe mir genau nichts dabei gedacht und war doch erschrocken, wie aktuell es klingt. Ist.

Danke für die Hinweise und das Video!
Sarah
R Stilzchen schrieb am 06.12.2011 um 14:17
Wie ich das hasse, dieses ewige "das habe ich doch schon immer gesagt" oder von mir aus gesungen. Es geht doch gegen Mord, Totschlag, Körperverletzung und Bedrohung. Das sind alles Straftaten, die unser Staat verfolgt.
Ich kann auch das Gerede vom "rechten" Terror nicht akzeptieren. Sind CDU, CSU und FDP und deren Wähler nicht eher rechts als links? Sind die am Terror beteiligt oder begrüßen sie ihn. Hat die SPD den "linken" Terror der RAF unterstützt? Die SPD war und ist doch wohl eher links als rechts.
Wenn Terror überhaupt in ein Rechts-Links-Schema passt, dann doch wohl als extreme Ausformung außerhalb des demokratischen Spektrums. Dann könnte man von "rechtsextremen" und "linksextremen" Mördern sprechen, wobei die letzteren wohl in Rente gegangen sind.
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 14:30
Ja, nieder mit allen Extremisten!!!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.12.2011 um 14:43
Bravo! :-)
Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 14:45
Liebe/r R.Stilzchen, es geht doch nicht im Geringsten darum, dass irgendwer irgendwas schon immer gesagt oder gesungen hat.
Es geht darum, dass die Reaktionen auf diese Morde auch heute so sind, wie sie Die Goldenen Zitronen damals persifliert haben. Wobei: wo bleiben eigentlich die Lichtermärsche für die Opfer? Diese guten, rechtschaffenen Ausländer, da!
Und "rechtschaffen" sind sie ja auch erst, seit klar ist, von wem sie ermordet wurden. Vorher waren es irgendwelche Namenlosen "Döner", die ja ganz sicher mit der organisierten Kriminalität zu tun haben.
Seien wir also schnell alle Betroffen und verbieten die NPD, denn wo kämen wir denn sonst hin, das Ansehen der BRD wird noch beschädigt!
Ja, das sind Straftaten, die unser Staat verfolgt. Aber die einen eben mit mehr oder weniger als Verve als die anderen. Und mit mehr oder weniger Scheinheiligkeit.

Den zweiten Punkt verstehe ich dann aber auch nicht. Mein Beitrag ist u.a. mit Rechtsextremismus getaggt. Von rechtem Terror lese ich nichts.
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 14:58
Verrückte gibt es immer und überall.
Ich habe wohl zu viele Jahre im Ausland verbracht, dass ich mich um die "paar" Opfer von der NSU aufregen könnte.
Immer diese Aufgeregtheit, meine Frau fing auch schon an über die Gewalt in Deutschland zu meckern, da habe ich meiner lieben Brasilianerin mal kurz erklärt, dass in Deutschland über jeden Mord in der Gegend Wochen berichtet wird, denn es gibt nicht so viele Morde. Als wir noch in Brasilien lebten, gab es jeden Tag in der Zeitung neue Morde, vielleicht in 3 Zeilen wurde über das Urteil eines zurückliegenden Mordes geschrieben.
Hier wird es bis zum letzten ausgekostet.
In der U-Bahn wird jemand verprügelt, darüber kann man schon mal einen Monat in der Presse diskutieren, das ist auch gut so, besonders wenn man deswegen die Täter am Ende auch noch findet.
Wir sollten nicht immer so aufgeregt sein, weil irgendwelche Idioten jemanden umbringen, so ist die Welt. Und glauben Sie mir, in Hamburg werden immer noch mehr Deutsche von Ausländern umgebracht als umgekehrt. Das ist aber auch kein Problem, denn in über 80% der Fälle gehen die dafür in den Bau.
merdeister schrieb am 06.12.2011 um 15:00
Den "Terror" habe ich wohl in diese friedliche Diskussionsrunde hineingetragen.
Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 15:14
Stimmt, so ein Mord ist gar nicht mehr so schlimm, wenn der Täter dafür in den Bau geht.
Kein Problem.
merdeister schrieb am 06.12.2011 um 15:26
Ach, dann bin ich nicht der einzige, dem ein wenig Essen hochkam...
Sarah Rudolph schrieb am 06.12.2011 um 15:39
Doch. mir ist gleich der Appetit vergangen.
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 15:43
Ja, richtig erkannt. Mein Vater wurde übrigens ermordet, bin also einer, der bei diesem Thema wirklich mitreden kann. Ich schreibe es schon wieder, ich bin evangelisch-lutherisch und den Rachegedanke versuchen wir soweit es uns möglich ist nicht aufkommen zu lassen. Auch ist mir als christlicher Mensch bekannt, das es verwirrte Gestalten gibt und man nie alle Vorkehrungen treffen kann um so etwas zu verhindern. Wir sollten uns von niemanden in Angst und Schrecken versetzen lassen, denn das ist ja das Ziel dieser Taten.
Baszlo schrieb am 06.12.2011 um 15:58
@Hetiritter

Hier geht es aber nicht um ein "paar Morde", sondern um faschistischen Terror, der in Deutschland, bekanntlich schon einmal zu millionenfachen Mord führte.

Daher sollte man diese Art Terror wirklich etwas ernster nehmen!
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 16:16
Nein, es geht hier nicht um millionenfachen Mord, sondern nur um ein paar Morde.
Deshalb muß man das auch nicht ernster nehmen.
Ismene schrieb am 06.12.2011 um 16:58
Mord ist Mord. Und jeder Mord muss gleich ernst genommen werden.

Es macht für mich (gefühlt) einen Unterschied, ob jemand im Affekt zuschlägt oder klatblütig einen Mord plant. Was ich aber ganz besonders erschreckend finde, ist dass hier Menschen umgebracht wurde aufgrund eines zufälligen Merkmals. Menschen, die niemandem etwas getan hatten. Täter, die keine Beziehung zu ihrem Opfer hatten. Das macht das ganze so verstörend. Und das rechtfertigt es auch von Terror zu sprechen und nicht von ein paar Morden.
der Hetiritter schrieb am 06.12.2011 um 19:59
Terror ist die Verbreitung von Angst und Schrecken, also sind wir wieder bei meinem vorletzten Beitrag.
Um jetzt auch mal eine Assoziation zu bringen,
Andere assozieren mit rechten Terror gleich den 2.WK, andere mit Sozialismus die Taten von Stalin und Mao etc. pp.
Es geht darum Angst und Schrecken zu verbreiten und hier lassen sich scheinbar einige genau dafür instrumentalisieren und gehen somit den Tätern in die Fänge...
siggy schrieb am 06.12.2011 um 22:05
So lange unsere Gesetze zwischen "Deutschen" und Nichtdeutschen unterscheiden (Asyl, Ausländer usw. - "Recht") wird der Rassismus in diesem Land weiter leben und gedeihen.
Die Gewalt der Rechten (aber im Umkehrschluss auch die der Linken) resultiert aus der Appartheitspolitik in diesem Staat. Erst wenn dem GG-Auftrag dergestalt gefolgt wird, dass alle Menschen gleich sind, wird das Morden ein Ende haben.
Die Menschenwürde ist kein moralischer Grundsatz mehr. Wie sollte er es auch sein, wenn unsere Regierung selbst aus rassistischen Gründen die Menschen im Mittelmeer ersäuft?
Richard der Hayek schrieb am 06.12.2011 um 22:19
Das würde auch nicht helfen, solange ein Herr Erdogün extra nach Deutschland reist, um die türkischen Menschen hier aufzufordern, ja an ihrer Identität fest zu halten.
Und solange die islamischen Organisationen nichts gegen einen Herrn Vogel unternehmen. Das ist einfach unangenehm.
Dieses Jahr wurde ein Deutscher in der Türkei ermordet, weil er christlich missionierte: kleine Ungleichgewichte der Kulturen, oder ?
der Hetiritter schrieb am 07.12.2011 um 08:30
Meine Frau ist eine schwarze Brasilianerin und sie hatte in Hamburg bisher keinerlei Probleme wegen ihrer Hautfarbe. Erst als wir eine Tour durch Ost-Deutschland gemacht haben, wurde es "brenzlig".
Der rechte Terror ist vor allem ein regionales Problem.
Hier haben die Behörden/Sicherheitsorgane vor Ort Massnahmen zu ergreifen, dass hat somit rein gar nichts mit den Gesetzen zu tun.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 07.12.2011 um 08:38
der Hetiritter schrieb am 07.12.2011 um 08:30
Meine Frau ist eine schwarze Brasilianerin und sie hatte in Hamburg bisher keinerlei Probleme wegen ihrer Hautfarbe.

Mein Freund ist auch mit einer dunkelhäutigen Brasilianerin (aus Curitiba) verheiratet.
Sie wohnte 2 Jahre in Deutschland, lebt jetzt wieder mit meinem Freund in Brasilien und sie hatte auch niemals von Problemen wegen ihres Aussehens berichtet.
der Hetiritter schrieb am 07.12.2011 um 12:21
Curitiba, da gibt es das leckere Fleisch das bei Niedertemperatur im Boden 24 Stunden gegart wird. Übrigens ist der Rassismus in der Region in und um Curitiba immer noch viel größer als in Deutschland.
Mein türkischer Nachbar wurde mal bei uns in der Straße von ein paar "Glatzen" angemacht, da haben wir (Deutsche, Polen und Kolumbianer) die aber aus unserem Viertel gejagd.
Ja, bei uns brauchen eher die Glatzen Polizeischutz als die Ausländer ;-)
Sarah Rudolph
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