Der letzte Satz ist vollkommen zutreffend. Ein wohltuend differenzierter Artikel. Daß die relative Unbeliebtheit der Deutschen wenig mit der Nazi-Vergangenheit zu tun hat, sieht man daran, daß ihr Image teilweise dort sehr gut ist, wo die Deutschen im Zweiten Weltkrieg am schlimmsten gewütet haben. In Rußland z.B. hält man viel auf die "zuverlässigen, pünktlichen, akkuraten, arbeitsamen, gewissenhaften ..." Deutschen, die ihre Arbeit "ordentlich" erledigen und gute Qualität abliefern. Alles böse, böse Sekundärtugenden ? Nun, man lernt ihre Vorteile zu schätzen , wenn man einige Zeit irgendwo gelebt hat, wo Dinge etwas weniger gewissenhaft und ordentlich erledigt werden. Und was den "Befehlston" angeht: In manchen Gegenden Spaniens, wo auch viele Brite hinfahren, sind die Deutschen als Touristen deutlich beliebter, weil sie sich respektvoller verhalten.
Eins sei vorausgeschickt: Ich habe das Buch von Bude (noch) nicht gelesen. So, wie er in verschiedenen Besprechungen wiedergegeben wurde, scheint er mir von zwei Prämissen auszugehen, die beide nicht stimmen. Erstens, alle Menschen sind gleich befähigt und können alle gleich viel lernen (wenn man sie nur ließe). Die "Bildungsverlierer" z.B. läßt man nicht. Zweitens, Menschen konkurrieren um Wissen, d.h. was einer gelernt hat, kann ein anderer nicht mehr lernen - es ist quasi "weggelernt". Beides ist natürlich Mumpitz. Wer Bude gelesen hat, möge mich berichtigen, sollte ich falsch liegen.
Sehr guter Artikel. Es sei noch hinzugefügt, daß die Autoren der Wissenschaftsjournale, die Wissenschaftler nämlich, null komma nichts für die Veröffentlichugnen bekommen. Mehr noch, sie müssen dafür bezahlen, um veröffentlicht zu werden, natürlich wiederum mit öffentlichen Mitteln, mit denen ja schon die Forschung finanziert wurde. Man stelle sich das in irgendeiner anderen Verlagsbranche vor.
"Beschiss im Forschermilieu" läuft genauso, der Drehbuchautor hat sich möglicherweise vom Fall Hermann / Brach inspirieren lassen: www.g-o.de/dossier-detail-110-5.html Was mich sehr ärgert ist, daß dieser Tatort der "Bevölkerung" suggeriert, Wissenschaftler seien irgendwie gut situiert und wohnten sämtlich in vom Institut gestellten (!) Designerbuden mit jeder Menge moderner Kunst an der Wand. Auch, wie die Leute gekleidet waren - mir hat's die Schuhe ausgezogen. Sehr schlechte Recherche. Ach ja, das auch noch: Gene exprimieren nicht !
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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