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Blog von Das Pop-Blog

02.09.2011 | 11:46

#BF11: Kruder & Dorfmeister

In meinem früheren Leben habe ich für eine Weile in einem Plattenladen gearbeitet. Es gab da gerade dieses Phänomen mit der langsam gewordenen elektronischen Musik. Café-del-Mar-Sampler verkauften sich wie verrückt und überall, wo Kruder & Dorfmeister draufstand, wurde der Tonträger ungehört mitgenommen. Es wurde überall gechillt, nicht mehr nur in der Techno- und Houseszene, wo man sich zwischendurch ja auch mal von alle dem Partymachen erholen musste, sondern die musikalische Entspannung zu elektronischen Downbeat-Klängen hatte längst den Mainstream erreicht. Dennoch war es seinerzeit nicht uncool, Kruder & Dorfmeister zu hören  – ein eigenartiges Phänomen.

 

Es war ja wirklich so: man kam kaum mit dem Nachbestellen der CDs hinterher – allen voran das legendäre K&D-Sessions-Album, auf dem die beiden Österreicher unter anderem ihre Remixe für Depeche Mode, Rocker's Hifi, Count Basic, Bomb the Bass undsoweiterunsofort zu zwei langen Tracks zusammenfügt hatten und während derer es sich besonders gut auf irgendwelchen Sofas herumlümmelte. So war es nicht verwunderlich, dass wir das besagte Album irgendwann heimlich als Kuschelrock-CD für Raver bezeichneten. Und uns selbst dem Ganzen dennoch nicht entziehen konnten. Im Laufe der Jahre habe ich so eine seltsame Hassliebe zu diesem Album entwickelt. Zurzeit befindet es sich sogar mal wieder auf meinem mp3-Player!



Und nun kommen Kruder & Dorfmeister also zum Berlin Festival, nachdem sie im vergangen Jahr das Jubiläumsalbum Sixteen F**king Years of G-Stone Recordings Anniversary Sessions herausbrachten und im Wiener Burgtheater dazu mit Gästen aufspielten.
Beim Radiosender FM4 hieß es: "It's an audiovisual brainfuck, a new standard". Dann sagen wir eben: Okay, let's get fucked. Denn wir können nach wie vor auch nicht anders. Am Freitag, im Club Xberg.

 
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Das Freitag-Blog zur Musik. Hier schreiben Jan Jasper Kosok, Maike Hank, Daniel Windheuser, Sophia Hoffmann und Antonia Märzhäuser. In nächster Zeit vor allem für das Berlin Festival.
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