173
]
"Am meisten haßte ich den Hegelianismus und die Dialektik." (Gilles Deleuze)

Bitte nehmt zur Kenntnis: Es gibt Menschen, die sagen, wir sind links, weil wir das Denken in Differenzen gelernt haben, „weil wir mit dem radikalsozialistischen (und auch ‚kommunistischen’) Begriff keinen Dialog führen, denn wir haben gelernt, dass man das Wesentliche bereits zugestanden hat, wenn man diesen Dialog anknüpft, nämlich die Setzung des Begriffs selbst und seine ‚repressiven’ Folgen... weil wir aus dem Sperrgürtel des Systemdenkens ausgestoßen sind“*, aus der ganzen eschatologischen pseudo-Theologie, aus dem „Wir hier“ und „Die da drüben“, aus dem Terror der Zeitform der kommunistischen Partei (in welchem aktuellen Organisationsgrad auch immer) des „Wir werden schon immer Recht gehabt haben“ (futurum exactum), aus dem Denken, das den Menschen auf Zwecke, auf teleologische Endzwecke hin ausgerichtet sieht (und ihn auch so behandelt hat und immer behandeln wird!), weil es da ja angeblich nur den „Herr“ und den „Knecht“ und die – vermeintlich – objektiven Bewegungsgesetze in der „Geschichte“ gibt.
Diese ganze alles zermalmende und alles einebnende „Hegelei“ (Heinrich Heine), von Marx eben trotz gegenteiliger Behauptung nur notdürftig vom Kopf auf die Füße gestellt, trägt den Terror in sich, den „linken“ Terror - ja, den es objektiv gegeben hat und der sich durch den Terror des Kapitals eben keinen Deut relativiert! -, der Terror der aus dem „Wir brauchen noch ein wenig, bis der Mensch für unsere Wahrheiten so weit ist“ entsteht – egal ob leninistisch, trotzkistisch, maoistisch, stalinistisch***** oder wie auch immer strategisiert -, dieser Terror – noch einmal – den Menschen als Zweck zu betrachten – brave new world, „Oh, schöne neue Welt, die solche Bürger trägt“ (Shakespeare), die nur eine Funktion für den Telos zu sein haben.
Wenn dann nur das „Gute“ und „Böse“ fein sortiert sind, in dieser binären Codierung, wenn es dann nur das „Richtige“ und das „Falsche“ gibt, das „Wir hier“ und „Die da drüben“, dann gibt ja wenigstens noch die „linke“ „Identität“ obendrein. Und so gibt es denn wohl „kein richtiges Leben im Falschen“, sondern nur noch die „Negative Dialektik“, als die Hegelianische Variante von Nietzsches Befund des „Nihilismus“. Doch der hatte wenigstens noch erkannt: „’Jenseits von Gut und Böse’... Dies heisst zu Mindest nicht ‚Jenseits von Gut und Schlecht’“.***
Und dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist, nicht sein wird und sein kann, ist uns bekannt, meine Damen und Herren! Und, wenn ihr verstehen würdet, dass es eben darum darauf ankommt, die Welt zu bauen, statt sie zu beherrschen – und sei es nur im Phantasma eures „Sperrgürtels des Systemdenkens“ -, dann würdet ihr vielleicht das Vermögen (potentia) nicht mehr ständig mit der Gewalt (potestas) verwechseln (oder wie Friedrich Engels die substantia – das Zugrundeliegende – mit der Materie).
Und darum auch ist der sozialistische Weg zum Kommunismus vollständig gescheitert, an den eigenen nicht mehr hinterfragten Prämissen der Beschreibung der Welt und des Menschen auf Zwecke und teleologische Weltbilder hin: „Missgeburt des Dialektischen Materialismus!“** Da helfen auch keine sturen Selbstbestätigungen im sozialistischen Salon mehr, die am Ende nur schräge Subjektivitäten – der „Knecht“, das „Wir hier“ – bei den vielen Menschen (die soviel Hoffung in die „Linke“ setzen) produzieren, die in der Konsequenz ähnlich schlimm sind, wie die, die die workfare-Programme produziert haben. Und geht uns bloß weg mit dem Vorwurf des „Anti-Kommunismus“, diesem Taschenspielertrick, um den „Kommunismus“ dann doch noch für sich reklamieren zu können! Dieses vermeintliche copyright - ebenso wie das für „Anti-Kapitalismus“ - ist schon längst open source. Und am Ende sei daher auch euch die Einsicht zu wünschen: Auch die Grenzen eurer Sprache bedeuten die Grenzen eurer Welt.****
Erst eine solche Einsicht eröffnet dann überhaupt erst einen Weg zur Emanzipation des Menschen: „Wir müssen unseren Weg abstecken, und zwar nicht die Grenzen unseres Imperiums, sondern unsere Fluchtlinien, wie Deleuze sagt.“* Die der Philosophie eigene Radikalität des Denkens lässt sich eben nicht ersetzen durch die Anordnung – der Partei oder von wem auch immer - eines Denkens der Radikalität.
* J.-F. Lyotard: Economie libidinale, 1974
** A. Negri: Die wilde Anomalie, 1982
*** Zur Genealogie der Moral, 1887
**** L. Wittgenstein: Tractatus Logico-Philosophicus, 1921
***** Auf Hinweis von "objektiv" nachträglich und logischerweise eingefügt
|
|
Ein wahrlich durchsichtiger "Taschenspieler"-Trick ist die anarcho-philosophisch daher geraunte historische Verurteilung, mit der Du die unzureichend fundierten Kampfschriften eines feuerbachisch geprägten Marx (Kommunistisches Manifest), die "Kritik der politischen Ökonomie", die Ontologie von Engels und Lenin, die Praxis der Arbeiterbewegungen und Bolschewiki und noch zwei Dutzend anderes Zeugs in einen Topf rührst, hübsch garniert mit den Abgrenzungsparolen der zitierten "Autoritäten".
Legtest Du eine Kritik der erwähnten Eschatologie, des "historischen Materialismus", des Hegelschen Systemdenkens in Engels und Lenins Revisionen der "Kritik ... " vor, mitsamt einer Analyse ihrer Gründe und ursächlichen Irrtümer, z.b. im unzureichenden Staatsbegriff, bzw. dem Staatsidealismus usf., wäre das ehrlich. Und verdienstvoll. So ist's ein verlogenes Getobere mit akademisch-sektiererischen Zügen. |
|
|
wenn einer mutigen Sinns, philosophisch betrachtet, auf einen zehn meter hohen Turm einer Badeanstalt steigt, dort oben geistreich artikulierend, präzise gestikulierend verweilt, statt wieder herabzusteigen, tatsächlich per Arschbombe ins volle Wasserbecken springt, macht es notwendiger Weise gehörig donnernd "Platsch", worauf viele der Umstenhden, angezogen von dem Spektakel, werden IM NU klatschnass, was sie zunächst gar nicht begeistert.
Dahinten gibt es Handtücher! Na dann! Sodan! tschüss JP |
|
|
Puh, datt musste ma raus, wa?
|
|
|
@ luggi
J.F., "Ein Mann will nach oben" In der Berufswahl darauf achten was einem am Besten liegt. Und immer früh aufstehen (Napoleon). Ist das nötige Kleingeld dann vorhanden, klappts auch mit den Frauen. |
|
|
Danke für die geistreiche Anregung!
Mit den Theoriegebäuden, den Thesen, Antithesen, Synthesen wie kommentierenden Urteilen, Vorurteilen, Einordnungen ist es, wie mit sperrigen Rüstungsgütern, Panzern, Lafetten, die auch nicht lebensnah den normalen Strassenverkehr ohne Stopp Signale "Nicht überholbare Schwerlast- Fahrzeuge" rauschend passen, tschüss JP |
|
|
korrigiert und ergänzt heißt es:
"..die auch nicht .lebensnah den normalen Strassenverkehr ohne Stopp Signale "Nicht überholbarer Gefahrengutransport mit Überlänge" "Vorsicht Castor Transport!" rauschend passen, " tschüs JP |
|
|
schrieb am
13.06.2010 um 18:01
Wie ist das Wetter in Hamburg? Drückend?
|
|
|
druckvoll ziemlich krakaelelig theoretisch, weil Kachelmann das Wtter zur zeit wg, monetaner Abwesenheit im Knast nicht kacheln kann.
tschüss Sodann, wer war das noch gleich? ach ja!, es war der Peter JP |
|
|
@ Robert Zion
Warum dieser Einstieg? Warum diese Überschrift Ein Wort an die Herrn „Kommunisten“? Wenigstens das hättest Du Deinen Auslassungen voranstellen können, damit ich Deine Suade besser verstehe. Viele haben ihren Weg vom Herrn Kommunisten zum Diener des Kapitalisten schon hinter sich gebracht. Sie wurden dafür belohnt mit Geld oder Posten. Ganze Parteien sollen schon die Spur zum Gesellschaftssystem mit kapitalistischen Antlitz gewechselt haben und genießen, "ernst genommen" zu werden von den Großen, die schon lange wissen wie man sich oben tummelt und schachert. Es soll schon Parteien gegeben haben, die einstmals Gewaltfreiheit propagierten und anschließend diejenigen waren, die nach dem Weltkrieg zwo erstmals wieder deutsche Soldaten auf fremdes Territorium schickten. So sind sie wohl, die Herren und Damen Antikommunisten im grünen (Hosen)-Anzug. |
|
|
@achtermann 14:51
"Es soll schon Parteien gegeben haben, die einstmals Gewaltfreiheit propagierten und anschließend diejenigen waren, die nach dem Weltkrieg zwo erstmals wieder deutsche Soldaten auf fremdes Territorium schickten" - stimmt, aber nur ganz knapp, denn die "Herren Kommunisten" von der NVA sind nur von Breschnew daran gehindert worden, sich an der Liquidierung des "Prager Frühlings" durch die Truppen des Warschauer Pakts im August 1968 aktiv zu beteiligen. Die staatlich kontrollierten Medien in der DDR nahmen es mit dieser Wahrheit nicht so genau: "Mit fingierten Filmaufnahmen und falschen Pressebeiträgen wollte man den Eindruck erwecken, dass die NVA sehr wohl am Einmarsch in die CSSR beteiligt war und einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung des Sozialismus im System des Warschauer Vertrages leistete." ( Quelle: www.bundesarchiv.de/oeffentlichkeitsarbeit/bilder_dokumente/01095/index.html.de ) |
|
|
koslowski, biste jetzt schon soweit, jeden Scheiß zu verteidigen, bloß aus Gnatz, weil hier ein paar SPD-Hasser rumlaufen oder weil ein paar Ossis Deine Wessi-Sicht auf die DadaeR nicht teilen?
So nach dem Motto, dass es nicht passiert ist, ist egal, es hätte passieren können, das reicht als Beweis. Gehörste auch zu denen, die sich schwarz ärgern, dass in Leipzig damals keine Panzer gerollt sind?! - Es reicht ja, dass Krenz die Panzer in Peking verteidigt hat, wa? |
|
|
Ich will den Beschluss der Grünen für die Teilnahme am Krieg der NATO gegen Jugoslawien nicht verteidigen, sondern darauf hinweisen, dass die DDR-Führung1968 gern die erste deutsche Regierung nach dem 2.Weltkrieg gewesen wäre, die "deutsche Soldaten auf fremdes Territorium" schickte.
Natürlich war ich froh, dass zwei Jahrzehnte später in Leipzig und anderswo weder die Sowjetunion noch die DDR-Führung bereit und in der Lage waren, Panzer gegen die Demonstranten in Marsch zu setzen. Ich verstehe nicht, warum du es für möglich hältst, ich hätte mich darüber "schwarz" geärgert. Zornig war ich 1968 über die Intervention des Warschauer Paktes und habe dagegen demonstriert, und sauer war ich über den MSB Spartakus, der diese Gewaltpolitik damals verteidigt hat. Menschen mit einer "Nicht-Wessi"-Sicht auf die DDR finde ich interessant und höre ihnen gern zu; "SPD-Hasser" reizen mich zum Widerspruch - wahrscheinlich wäre es besser, sie zu ignorieren. Ich werde mich bemühen. |
|
|
Ach, koslowski, stell dich mal nicht so unwissend an. Der Äther ermöglicht eine militärische Teilnahme, ohne dass man einen Fuss auf anderes Territorium setzen muss. Und da war die Bundesrepublik längst vor Ort, mit "elektromagnetischen Wellenstiefeln". Im August 1968 wurde dann richtig rumgetrampelt.
|
|
|
@ Koslowski - "Menschen mit einer "Nicht-Wessi"-Sicht auf die DDR finde ich interessant und höre ihnen gern zu; "
Das ist mir bisher noch nicht aufgefallen, muss ich ehrlich sagen. Sie wissens doch ohnehin alles besser. |
|
|
Lieber Koslowski,
dass der MSB Spartakus 1968 den Einmarsch in die damalige CSSR verteidigt hat, erstaunt mich ein wenig. Der MSB wurde am 22. Mai 1971 gegründet. |
|
|
@luggi 18:06
Habe nichts verstanden, außer den Andeutungen einer Verschwörungstheorie. @Magda 19:28 Einfach genauer lesen, und es könnte ja auch sein, dass es den/die Besser-Ossi gibt. @weinsztein 19:28 Mag sein, die Diskussionen über die Gewalt des Warschauer Paktes im August 1968 war Anfang der 70er Jahre ein dauerndes Konfliktthema zwischen MSB Spartakus und der OSDH ( "Organisation sozialistisch-demokratischer Historiker" ), der ich angehörte. |
|
|
@luggi 18:06
Habe nichts verstanden, außer den Andeutungen einer Verschwörungstheorie. @Magda 19:28 Einfach genauer lesen, und es könnte ja auch sein, dass es den/die Besser-Ossi gibt. @weinsztein 19:28 Mag sein, die Diskussionen über die Gewalt des Warschauer Paktes im August 1968 waren Anfang der 70er Jahre ein dauerndes Konfliktthema zwischen MSB Spartakus und der OSDH ( "Organisation sozialistisch-demokratischer Historiker" ), der ich angehörte. |
|
|
"Einfach genauer lesen, und es könnte ja auch sein, dass es den/die Besser-Ossi gibt."
Ist das der bessere Ossi oder die bessere Ossa, weil die schon immer alles Diktatorische bekämpft haben - oder ist das die Besserossi-Sorte, die man sonst aus der anderen Richtung kennt? :-)))))) Besser Ossi als Aufklärungswessi mit medienbedienter Wissbegier. |
|
|
@goedzak
"So nach dem Motto, dass es nicht passiert ist, ist egal, es hätte passieren können, das reicht als Beweis. Gehörste auch zu denen, die sich schwarz ärgern, dass in Leipzig damals keine Panzer gerollt sind?! - Es reicht ja, dass Krenz die Panzer in Peking verteidigt hat, wa? " Genau das reicht. "koslowski, Genosse, bleib bei der Stange! Biste jetzt schon so weit..? Hör nicht auf die "Hasser". Bloss weil.. Ossis... Deine Wessi-Sicht..." klingt auch nicht fein, goedzak. Da rollen noch so einige Panzer in your own private leipzig. |
|
|
Dieser Text hilft 'objektiv' doch nur den 'Herren Kommunisten'.
Dafür immerhin ein leuchtend-rotes Dankeschön! |
|
|
Ich habe noch nie einen von diesen Kommunisten gesehen von denen sie reden; solche die keinen eigenen Willen und keine eigene Meinung haben und ausschließlich aus dem "Kommunistischen Manifest" zitieren können.
Sie sprechen basierend auf diesem Stereotypen allen sich selbst als kommunistisch Bezeichnenden ihre Meinung ab; ja sogar die Meinungsbildung ab. Nicht jeder (wahrscheinlich kein) Kommunist schlägt nachdem er die Nachrichten gesehen hat erstmal das dazu passende Marx/Lenin/Trotzki- Werk dazu auf und bildet sich auf diese Weise seine Meinung. Sie sagen man soll nicht mit dem Taschenspielertrick des "Antikommunisten" kommen; aber was soll das denn bitte bedeuten, anti ist griechisch bedeutet |
|
|
gegen und dass sie gegen Kommunismus sind ist doch ihr gutes Recht. Jeder hat seine Meinung , aber das sollte aber auch für jeden gelten- auch für Kommunisten.
P.S: Ich hätte mir aber bei dem Abschnitt über "linken Terror" den Namen Stalin gewünscht, ich verstehe nicht, dass sie diesen Namen vergessen konnten. |
|
|
Sehr geehrter Herr Zion,
noch ein Zitat von Ludwig Wittgenstein, sein Schlusssatz des Tractatus Logico-Philosophicus: "Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." |
|
|
"..ein Zitat von Ludwig Wittgenstein, sein Schlusssatz des Tractatus Logico-Philosophicus:
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.", sagt das Alter Ego, guckt sich verdattert um und merkt, was jeder andere schon längst inhalliert, dass das Ego Wer ist, und wenn ja, , ist das Ego von seiner Herkunft her sehr viele. was folgt daraus, während der eine Teil des Ego schweigt, treibt es den anderen Ego Teil dazu, Zunge zu zeigen. Da ist das Ego im Ganzen betrachet, doch sehr eigen, tschüss JP |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 19:48
Das verstehe, wer kann!
tschüss WTL |
|
|
Letztlich hängt das Ergebnis doch stets von den Begleitumständen ab, oder?
Manchmal ist es eine echte Kunst zu schweigen, wenn man reden möchte, und zu reden, wenn man schweigen möchte. Manchmal ist es ein Zeichen von Schwäche zu schweigen, wenn man reden müsste, und zu sprechen, wenn man besser schweigen sollte. |
|
|
Mensch, bei Euch ist es echt lustig! so was habe ich ja seit mindestens 18 Jahren nicht mehr gelesen. Jedenfalls nicht so ernst gemeint, höchtens in der Titanic. Echt stark das!
|
|
|
schrieb am
13.06.2010 um 18:00
Wällkamm!
|
|
|
Liebe GabiGoldberg, dass Du Dein Schweigen nach fast einem Jahr stillem Beobachten gerade aus solchem Anlass brichst...
:)) |
|
|
Jawohl!,
hier fliegen die Theorie- Koffer als Thesen, Antithesen, Syntaxthesen durch die Luft, bis sie sich gegenseitig fetzend in der Wirkung gegen Null bringen, die Argumente kriegen ferngesteuert elektronisch Flügel, als hätten diese "Star War" Qualitäten längst hinter sich gelassen und bei weitem übertroffen. Nur Sandkasstenspiele der Bundeswehr und NATO gelten in "unseren" Krisen Kreisen auf der Reisen ins Nirgendwo als militanter. jetzt werfe ich meinen Anker tschüss JP |
|
|
Die Kapitalisten glauben, dass sie in der besten aller möglichen Welten leben und die Kommunisten befürchten, dass das wahr ist.
|
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 02:25
"Die Kapitalisten glauben, dass sie in der besten aller möglichen Welten leben und die Kommunisten befürchten, dass das wahr ist."
Theoretisch: Die Kommunisten wünschen stets, das Alte abzulösen, während dessen die Kapitalisten die Innovation brauchen. |
|
|
Nö. Alles praktisch. Beide leben in der gleichen Welt. Nur die einen haben eine optimistische, die anderen eine pessimistische Sichtweise auf die Welt in der sie leben.
|
|
|
Nun wir hier und Ihr da und dort. Es gibt gute Linke und böse Linke und die bösen wollen die Welt beherrschen und nicht aufbauen. Bin ich Kommunistin. Ist die ganze Linke kommunistisch? Und sind das alles nur Männer? Alles Kerle, Sauerei.
Ich muss da mal hingehen - nachfragen.Vielleicht sind die einfach nur links-links- und nicht kommunistisch links. "Und geht uns bloß weg mit dem Vorwurf des „Anti-Kommunismus“, diesem Taschenspielertrick, um den „Kommunismus“ dann doch noch für sich reklamieren zu können! " Ach Mensch, der arme Thomas Mann, jetzt ist er ein Taschenspieler. Die Herren Kommunisten die Herren Kommunisten Die Herren Kommunisten Mammita mia die werden wohl auch nicht die Welt ausmisten, die Welt ausmisten. (Nach dem Lied: "Die Herren Generale") ganz altkommunistisch, älter als altkatholisch. |
|
|
:-)
Es gibt nicht nur linke Linke und rechte Rechte, es gibt genauso rechte Linke, wie linke Rechte. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Reiche auch Arme und Arme auch Beine haben. Wer weiß das schon so genau? |
|
|
:-)
Es gibt nicht nur linke Linke und rechte Rechte, es gibt genauso rechte Linke, wie linke Rechte. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Reiche auch Arme und Arme auch Beine haben. Wer weiß das schon so genau? |
|
|
"Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Reiche auch Arme und Arme auch Beine haben. Wer weiß das schon so genau?"
Ich verbitte mir Ihre Belehrungen. Ich weiß selbst, dass ich reich an Beinen bin. :-)) |
|
|
schrieb am
13.06.2010 um 20:51
>>Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Reiche auch Arme und Arme auch Beine haben. Wer weiß das schon so genau?<<
Aber auch damit, dass Arme zwar Beine, aber keine Reiche haben. Während Reiche eben viele Arme haben. |
|
|
Es heißt ja eigentlich auch nicht beinreich, sondern steinreich.
|
|
|
:-))
Ach ja. Lieber arm dran, als Arm ab, oder? |
|
|
Reiche brauchen viele Arme um sich, weil ihnen ihre Arme nicht reichen
Manche Reiche würden sich lieber ihre Arme abhacken, als ihre Arme gemeinnützig für die Wohlfahrt der Völker zu gerauchen, damit noch mehr Menschen in der Welt in eigens organisierten Armenreich arm dran sind. tschüss JP |
|
|
"Die der (!) Philosophie eigene Radikalität lässt sich nicht ersetzen durch die Anordnung eines Denkens der Radikalität." Irgendwie sehe ich Monsieur Zion auf der Terrasse des Café des Flores sitzen, einen Pastis in der Hand haltend. Wir sind in den fünfziger Jahren. Der kalte Krieg erreicht seinen Höhepunkt. Die Kommunisten sind kurz vor der revolutionären Machtübernahme. Erst in Paris, dann in ganz Europa. Gut, dass die "freie Welt" die Bombe hat. Sie ermöglicht den freien Philosophen, von denen es allein in Deutschland 80 Millionen gibt, vor allem die Partisanen des Hartzismus IV, die sich mit allen Mitteln gegen die "Anordnung des Denkens der Radikalität" wehren, die neue Résistance. Nie waren wir so frei wie heute, doziert Zion. "Wir sind links," - "Ach?" - unterbricht ihn sei Gesprächspartner Jean-Paul mit spöttischem Lächeln, ""Wir sind links, weil wir das Denken in Differenzen gelernt haben." - "Links seid ihr?" fragt Jean-Paul ironisch. "Welche Differenzen meinst du denn?" - "Ehmmm," Zion schüttelt den Kopf. "Differenzen, die die Kommunisten nie erlauben!" - "Zum Beispiel?" - "Zum Beispiel, dass die Linke nicht regierungsfähig ist. Zum Beispiel, dass Hartz IV im Prinzip richtig war. Zum Beispiel, dass der Afghanistaneinsatz im Prinzip vernünftig war, genauso wie die Marktwirtschaft, zum Beispiel, dass die Kommunisten die Differenz einebnen, zum Beispiel, dass man Adorno falsch verstehen darf und Hegel sowieso. Zum Beispiel, dass man Heine auf ein Wort reduzieren darf. Zum Beispiel, dass man seine etwas veralteten Referenzen willkürlich zusammen setzen darf. Zum Beispiel die Differenz behaupten zu können, die Marx'sche Geschichtsauffassung sei auf Herr und Knecht reduzierbar. Oder so different zu sein wie die Marx-Widerleger der fünfziger Jahre mit ihrer Gleichmachung (nicht Differenz!) von Stalinismus und Marxismus.
Robert Zion, ich glaube, wir sind mittlerweile etwas weiter? Ich zumindest. |
|
|
@ wwalkie - herrlich, herrlich. Und durchaus erhellend.
|
|
|
"seine etwas veralteten Referenzen", :))> dachte ich auch so bei mir...
|
|
|
Die Marxisten haben sich bislang darauf beschränkt, Marx zu interpretieren. Es kommt aber darauf an, ihn weiter zu entwickeln...
|
|
|
"Die Marxisten haben sich bislang darauf beschränkt, Marx zu interpretieren. Es kommt aber darauf an, ihn weiter zu entwickeln..."
hübsch gedachter Satz, was hülfe es aber, wenn die Welt voller Teufel wäre, odr ganz von teufeln leer, und der Mensch verfange sich und seine Kräfte vollends wirkungslos in das gegenseitige Deuten, im und außerhalb des Marxismus, statt seine Welt mit der Welt der anderen zu verändern? tschüss JP |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 09:14
>>...und der Mensch verfange sich und seine Kräfte vollends wirkungslos in das gegenseitige Deuten,...<<
Das passiert ja mit den Hobbyrevolutionären. Dann entsorgt man eben mal alles, was man sich zusammenspintisiert hatte. Hauptsache, man muss das warme Nest nicht verlassen... die besitzlosen "Damen und Herren", die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben müssen haben derweil andere Sorgen... |
|
|
Robert Zion:Ich verstehe ihre Intervention ziemlich gut ! Mich hat das Abduck-Verhalten der gegenwärtigen Ossi-Linken vor der Obrigkeit, der herrschenden brutalen insgeheimen Übermacht des Militärs ,das ich an meinem Wohnort zur Genüge kennen gelernt habe und die Freude am gemeinsamen Nachtreten gegenüber andersdenkenden und kritikübenden hier in der Community gelehrt, mich vor denen zu hüten und in acht zu nehmen, die sich heute in Deutschland und besonders in den neuen Bundesländern links nennen wollen ! Es hat sicher die Besser-Wessis gegeben,arrogante Idionten, die sich zwanghaft in allem über andere stellen wollen, gibt es ja in dieser Welt überall mehr als genug. Aber die Besser-Ossis, die habe ich jetzt gerade hier in der Freitagscommunity in erschreckender Menge und Massivität kennen gelernt.
Ich glaube, diese politischen Gruppierungen, die sich rechts links oder auch mittig definieren, müssen immer auch unter dem Aspekt der Mentalität der verschiedenen Völker betrachtet werden. So ist z.B. der italienische und der französische Kommunismus, wie ich finde, etwas ganz anderes,als der deutsche, von den östlicheren ganz zu schweigen. Er ähnelt mehr einem Existenzialismus oder dem Anarchismus, weil er nicht durch die deutsche Spiessigkeit und Nach-oben-Buckeln-und -nach-unten-treten-Mentalität und der trockenen grauen Theorienversessenheit entmenschlicht worden ist. Ich richte meinen Kommentar ausdrücklich an Sie und an niemanden, der hier sein Links-Sein damit zu verteidigen sucht, indem er meint, er könne oder müsse hier massenhafte kommentatorische Lynchjustiz verüben ! |
|
|
schrieb am
13.06.2010 um 23:10
Ein kurzer Blick in die diversen Freitagsblogs und man lernt dann doch immer wieder was Neues.
Z. B. wenn politische Analphabeten mal ganz locker und unbefangen ihren ganz persönlichen und rassistischen Beurteilungsmaßstab in die Debatte werfen und dann damit ganz folgerichtig zu wirklich erstaunlichen Resultaten gelangen wie: dass der „italienische und französische Kommunismus“ (wo ist der eigentlich heute noch zu finden?) ganz anders sei als „der Deutsche“ (der noch weiter „Östliche“ ist so unter aller Sau – da enthält man sich selbstverständlich jeglichen Kommentars) und dass dieser auch mehr eine Spielart des „Anarchismus“ oder „Existentialismus“ sei, während der deutsche Kommunismus ausschließlich als „graue und trockne Theorieversessenheit“ nur Ausdruck einer unmenschlichen völkischen Mentalität sei. Dass man den ehemaligen erfolgreichen, mehrheitlich so ziemlich bornierten Vertretern des klassischen ML in Frankreich und Italien hier nachträglich die Weihen libertärer Revolutionäre verleiht, mag angesichts der Vergangenheit als bizarrer Witz noch durchgehen – saublöd ist's allemal. Bedarf es bei soviel kenntnisreicher Einlassung und geistiger Selbstversenkung noch eines „kommentatorischen Lynchaufrufes“? |
|
|
"Z. B. wenn politische Analphabeten mal ganz locker und unbefangen ihren ganz persönlichen und rassistischen Beurteilungsmaßstab in die Debatte werfen und dann damit ganz folgerichtig zu wirklich erstaunlichen Resultaten gelangen wie: ",
Was soll dieser massive Angriff, gepaart mit der unverfrorenen Abwertung einer Teilnehmerin dieser Community, die zugegeben, etwas holperig, aber engagieert ihre Meinung zur Debatte stellt, die hier niemand teilen muss? Manche lassen ihren guten Ruf sausen, oder ruinieren einen Ruf, den sie hatten, um endlich eine, wenn auch sehr flüchtige Meinung drastifiziert zum Besten wie Schlechtesten dessen zu geben, was sich gerade anbietet, z, B. der Vorwurf des Rassismus. Wo doch die Missverständniss offengelegt, sich so nur heillos nähren. JP. |
|
|
"Z. B. wenn politische Analphabeten mal ganz locker und unbefangen ihren ganz persönlichen und rassistischen Beurteilungsmaßstab in die Debatte werfen und dann damit ganz folgerichtig zu wirklich erstaunlichen Resultaten gelangen wie: ",
Was soll dieser massive Angriff, gepaart mit der unverfrorenen Abwertung einer Teilnehmerin dieser Community, die zugegeben, etwas holperig, aber engagieert ihre Meinung zur Debatte stellt, die hier niemand teilen muss? Manche lassen ihren guten Ruf sausen, oder ruinieren einen Ruf, den sie hatten, um endlich eine, wenn auch sehr flüchtige Meinung drastifiziert zum Besten wie Schlechtesten dessen zu geben, was sich gerade anbietet, z, B. der Vorwurf des Rassismus. Wo doch die Missverständniss offengelegt, sich so nur heillos nähren. JP. |
|
|
"Z. B. wenn politische Analphabeten mal ganz locker und unbefangen ihren ganz persönlichen und rassistischen Beurteilungsmaßstab in die Debatte werfen und dann damit ganz folgerichtig zu wirklich erstaunlichen Resultaten gelangen wie: ",
Was soll dieser massive Angriff, gepaart mit der unverfrorenen Abwertung einer Teilnehmerin dieser Community, die zugegeben, etwas holperig, aber engagieert ihre Meinung zur Debatte stellt, die hier niemand teilen muss? Manche lassen ihren guten Ruf sausen, oder ruinieren einen Ruf, den sie hatten, um endlich eine, wenn auch sehr flüchtige Meinung drastifiziert zum Besten wie Schlechtesten dessen zu geben, was sich gerade anbietet, z, B. der Vorwurf des Rassismus. Wo doch die Missverständniss offengelegt, sich so nur heillos nähren. tschüss JP. |
|
|
"Z. B. wenn politische Analphabeten mal ganz locker und unbefangen ihren ganz persönlichen und rassistischen Beurteilungsmaßstab in die Debatte werfen und dann damit ganz folgerichtig zu wirklich erstaunlichen Resultaten gelangen wie: ",
Was soll dieser massive Angriff, gepaart mit der unverfrorenen Abwertung einer Teilnehmerin dieser Community, die zugegeben, etwas holperig, aber engagieert ihre Meinung zur Debatte stellt, die hier niemand teilen muss? Manche lassen ihren guten Ruf sausen, oder ruinieren einen Ruf, den sie hatten, um endlich eine, wenn auch sehr flüchtige Meinung drastifiziert zum Besten wie Schlechtesten dessen zu geben, was sich gerade anbietet, z, B. der Vorwurf des Rassismus. Wo doch die Missverständniss offengelegt, sich so nur heillos nähren. tschüss JP. |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 03:22
@Phineas Freek, vielen Dank auch noch, dass sie mich so deutlich in meiner Beschreibung bestätigt haben !
|
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 03:28
Sorry, hab aus Schusseligkeit meinen eigenen Kommentar bewertet, anstatt des Blogbeitrags von Robert Zion !
|
|
|
"...vielen Dank auch noch, dass sie mich so deutlich in meiner Beschreibung bestätigt haben!"
Liebste Frau Ehrlicher, für Sie ist alles eine Bestätigung, hab ich Recht? Bütte, bütte, ein einziges Mal können Sie doch mal jemandem Recht geben, der Ihnen nicht Recht gibt!!! |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 12:09
@goedzag: Und wie ist das mit Ihnen selbst ?
|
|
|
ich will mal hoffen, frau ehrlicher, dass du wenigstens die tiere nicht so besinnungslos aufspießt und in schaukästen ablegst wie du es mit menschen tust.
|
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 16:44
@Rahab hetzte am 14.06.2010 um 12:17 auf ziemlich abscheuliche Weise gegen mich !
|
|
|
Das nenne ich:
"Sich selbsterfüllende Prophezeiung!" Ehrlicher arbeitet engagiert mit und wehrt sich am längsten. Sind wir hier Agiprop im Panoptikum? tschüss JP |
|
|
@ Ehrlicher
„Dem unscharfen Schemen ihres Anliegens, Dame Ehrlicher, pflichte ich als unveräußerliches Recht auf Meinungsfreiheit wohl bei, aber eine Bestätigung ihrer Person in Gänze, dem Wortlaut ihrer Kommentare, kann ich und will ich als Demokratiebeauftragter in der Freitags Community- nicht leisten, schon gar nicht als Vorratsbestätigungshaltung.“ Deine meine Vereinahmung durch „Bestätigungsabrufung“ hat so ein übergriffig pfiffiges Geschmäcke in der FDP, wie: „Genosse/in“, äh Parteifreund/in, Sie bestätigen doch ausdrücklich, ohne irgendeinen Vorbehalt, im Ganzen, was ich gestern gesagt, heute sage und Morgen hier auf Erden unseres Großen 18 % FDP- Parteitages verkünden werde“ Demokratiebeauftragter/in ist hier übrigens „Bei Gefahr für unsere Demokratie im Verzug bzw. im grauenhaften Anzug“ vom ungeschriebenen Gesetz von Alters her jedermann/-frau. tschüss JP |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 20:04
@Joachim Petrick, schrieb am 14.06.2010 um 19:21
u.a. Deine meine Vereinnahmung...usw. Spätestens ab da habe ich ihren Text überhaupt nichtmehr verstanden. Bitte erklären Sie mir in einfachen Worten, was das mit welchem Text von mir zu tun hat und was es überhaupt bedeuten soll ! |
|
|
@ Ehrlicher
Pardon!, gerade entdecke ich, dass Deine Vereinnahmung per Bestätigung nicht meiner Person, sondern einer anderen Person mit dem Anfangsbuchstaben P. galt. AU WEH! Trotzdem! Vielleicht findest Du meinen Text und Hinweis auf den Demokratiebeauftragten in der Freitags- Community- gut oder nicht gut. Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen. Soweit ich weiß und nichts weiß, soll diese Stelle des Demokratiebeauftragten/in demnächst durch den Freitag, wie von anderen Medien für Communities ausgeschrieben werden. Hättest Du Interesse, eine Stelle als Demokratiebeauftragtin auf dem Ticket des Freitag zu übernehmen? tschüss JP |
|
|
Sehr geehrte Frau Ehrlicher, ich gebe Ihnen Recht in ihrem Hass auf MONSANTO!!! - Na, ja, viel ist das noch nicht, aber auch nicht nichts, oder?
Ich habe aber verstanden und sehe ein, dass Sie niemandem Recht geben dürfen, denn das stünde Ihrer programmatischen Menschenverachtung nicht gut zu Gesicht. (Nur, um nicht missverstanden zu werden: Ich meine mit 'Menschen' nicht DEN Idealmenschen, den Sie nach Ihrem Bilde in Ihrem Köpfchen imaginieren, den lieben Sie ganz gewiss innigst, sondern DIE wirklichen Menschen, wie sie massenweise rumlaufen und sich durch's wirkliche Leben zu schlagen versuchen - wie ich einer bin.) PS: Dass Sie ab und an jemandem applaudieren, der den vielen Unerleuchteten, die Ihnen dauernd dumm kommen, mal an den Karren fährt, gehört wohl zum Spiel dazu. PS 2: Im Falle des Herrn Zion sollten Sie mit Ihrem Beifall allerdings vorsichtig sein. Wenn ich ihn nicht ganz falsch verstanden habe, richtet sich seine Polemik allgemein gesagt gegen Gralshüter, Ideologen und Protagonisten reiner Lehren, die sich ihre Ansichten nicht von der Realität eintrüben lassen wollen... |
|
|
schrieb am
15.06.2010 um 09:43
@goedzag,ich kann mit Ihnen leider nicht kommunizieren, da Sie sich ein Phantom ausgedacht haben infolge völligen Unverständnisses meiner hinter den Texten liegenden Anliegen, mit dem ich nichts zu tun habe.
|
|
|
:))
|
|
|
nein, ehrlicher,
ich habe nicht gehetzt, ich habe einer hoffnung ausdruck gegeben. wenn du tiere (und pflanzen und minerale) gut in dem sinne behandeln kannst, dass du sie zu ihrem recht kommen läßt, dann finde ich das in ordnung. ich wünsche mir nur, dass du auch deine mitmenschen, seien es mit-forist_innen seien es frauen-unter-burka, in gleicher, sie zu ihrem recht kommen-lassender weise behandelst. ist an diesem wunsch, dieser hoffnung irgendetwas falsch? |
|
|
schrieb am
15.06.2010 um 12:11
@Rahab und dame.von.welt: Ich finde es eine niederträchtige Unterstellung, mir anhängen zu wollen, ich hätte menschlich etwas gegen diejenigen Frauen, die, aus welchen Gründen auch immer, Burka tragen(müssen). Ich hatte nur ein Beispiel gegeben von vielen , die angeführt werden können, warum das Burkatragen in unsere städtische und auch auf dem Land schon überzivilisierte Gesellschaft schon aus rein praktischen Gründen nicht gut hineinpasst !
|
|
|
ehrlicher
ich will dir garnichts anhängen. ich frag mich allerdings, wie du mit tieren/pflanzen/mineralen umgehst, die "in unsere städtische und auch auf dem Land schon überzivilisierte Gesellschaft schon aus rein praktischen Gründen nicht gut hineinpass(en) !" kommen die in den zoo? das gewächshaus? die mineraliensammlung? damit irgendwann überhaupt noch ein mensch eine praktische anschauung gewinnen kann, wie so was 'auf freier wildbahn' aussehen könnte? oder werden die zwangsweise "unserer städtischen und auch auf dem Land schon überzivilisierten Gesellschaft" angepaßt? aus "rein praktischen Gründen"? ist es ein "rein praktischer" grund, der dich dazu bringt, frau-unter-burka als "Kegel am Straßenrand" zu bezeichnen und vermutungen darüber zu äußern, welche verbrechen - von bankraub bis zu sexueller gewalt an kindern - sich im schutz dieses kleidungsstückes begehen ließen? ist es ein "rein praktischer" grund, der dich von "Besser-Ossis, die habe ich jetzt gerade hier in der Freitagscommunity in erschreckender Menge und Massivität kennen gelernt" schreiben läßt? was wäre der eigentlich, dieser "rein praktische Grund"? was soll diese sortiererei von menschen? |
|
|
schrieb am
15.06.2010 um 20:12
@Rahab,ich hatte von Anfang an bei Dir den Eindruck, dass Du immer mindestens eine Person hier brauchst zum kommunikativen Zerfleischen ! Dame von Welt, die Dir ja etwas ähnelt, hat mir die Freude gemacht, sich von mir zu verabschieden. Das fand ich anständig !
Ich sage Dir nun zum ich glaube dritten mal Adieu ! |
|
|
Ehrlicher schrieb am 14.06.2010 um 16:44
Nein, Frau Ehrlicher, ich empfand Rahab eher zu nachsichtig. Ich hätte Ihnen noch viel mehr zu sagen, aber ich möchte von Ihnen nicht in anderen blogs zitiert werden, die mir aus ästhetischen und vor allem aus politischen Gründen zu eklig sind. Sie verstehen sicher, was ich meine. |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 07:06
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich heute diesen Text so nichtmehr schreiben würde. Nicht, dass er etwas aussage, was genauso meiner Wahrnehmung entsprach, das nicht. Aber wenn ich jetzt gerade wieder an Kirgiesien denke-das ganze Elend-überall züngelt es -und irgendwann ist der Flächenbrand da und wir haben alle keine Muße mehr,vor dem Rechner zu sitzen und Albereien oder Stänkereien oder auch "empörte Meinungen" hineinzutippen. Ich plädiere da für die Demut,zu schauen,wo in der Welt einmal was richtig gemacht wurde. Wer es wie gemacht hat. Das Geschwafele bringt doch auch alles nichts. Ich finde keine Partei mehr wählbar. Hatte immer SPD oder Grüne gewählt und jetzt zuletzt die Linkspartei, weil Lafontaine sie zur Friedenspartei machen wollte. Hat auch nichts genutzt. Und wenn diese Linken mit ihren Theorien an die Regierung kämen,würde das auch nichts verbessern. Es ist keine Liebe mehr in der Welt und die kriegt man mit Theorien,die andere zu anderen Zeiten entwickelt haben, auch nicht verbreitet. Es tut mir leid, dass ich mich an der Diskussion hier beteiligt habe, aber andererseits - man lernt ja nie aus. Habe wieder was gelernt. Es sind immer noch nur mal einzelne, die über den geistigen Pegelstand hinausblicken. Aber immerhin gibt es sie. Man kann nur die Hoffnung haben, dass die sich mehren. Dass tatsächlich so etwas wie ein geistiger Quantensprung sich innerhalb der Menschengeistigkeit ereignet, sonst wird sie an ihrem Machbarkeitswahn in Angst und Schrecken und Siechtum einfach untergehen, oder ? Wer hat eine klügere Idee ?
|
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 12:02
Ein Satz hat einen Flüchtigkeitsfehler, es muß heißen: nicht, dass er etwas aussage(mein erster Text), was nicht genauso meiner Wahrnehmung entsprach...
|
|
|
@ Ehrlicher am 16.06.2010 um 07:06
wg Quantensprung Der Quantensprung beschreibt in der Quantenmechanik Zustandsänderungen im subatomaren Bereich, die dort nicht kontinuierlich (anlaog) sondern nur "stufig" (quantisiert) erfolgen. Diese Übergänge von einem (Energie)Zustand in den anderen sind aber so klein, dass sie als einzelner praktisch keine Änderung am Gesamtsystem bewirken. Um eine wirklich große, bedeutende Veränderung zu bewirken, brauchten Sie also schon viele, sehr viele (geistige) Quantensprünge. ### Ach ja: Was bitte ist ein oder der "geistige Pegelstand", in welchen Einheiten mißt der genau was? |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 01:02
Das ist nur fühlbar, Herr Theel, nur fühlbar !
|
|
|
"Ein Wort an die Herrn „Kommunisten“,
was ist mit dem Wort an die Damen Kommunistinnen? Wenn Kommunisten/innen nicht mehr Genossen/innen gerufen, sondern zu Herren, Damen werden, heißt es in Deckung gehen, denn es wird brenzlig . "Atomblitz von links", nennt sich dann der Tagesbefehl im Bundeswehr Manöver!, oder? tschüss JP |
|
|
...bei allen verschwurbelten und esoterischen Schwachsinn von Ehrlicher, mag der oben gepostete Kommentar noch harmlos sein - deswegen ist mein "Angriff" und meine Polemik nicht weniger trefflich und legitim.
Und auf einen guten Ruf lege ich (und wie ich hoffe auch die allermeisten Kommunisten) keinen Wert. Denn die Einsicht, dass die Menschen Abhängigkeit und Armut solange ausgesetzt sind, solange Sie im Lohn ihr Lebensmittel suchen, stellt sich nicht über den "guten Ruf" von Kritikern ein. Wer seine Überzeugungen vom sittlichen Image der Führungspersönlichkeiten abhängig macht, die um sein Vertrauen werben, der ist mit seinen demokratischen und faschistischen Häuptlingen bestens bedient. Und das ich die vernebelte Supjektivität von Menschen wie Ehrlicher bestätige ist nur folgerichtig.... |
|
|
aber doch Berufung in Ämter als Surrogat Derivat für guten Ruf?
tschüss JP |
|
|
hast Du schon einmal von dem Demokratiebeauftagten Professor Rüdiger Bender aus Erfurt gehört?
Der lässt im Deutschlandfunk von heute, schön, nicht nur Dich, sondern uns alle hier in der Freitags Community herzlich grüssen. "Na dann Demokraite!, sieg mal schön!" tschüss JP |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 18:49
"aber doch Berufung in Ämter als Surrogat Derivat für guten Ruf?"
bitte? "hast Du schon einmal von dem Demokratiebeauftagten Professor Rüdiger Bender aus Erfurt gehört?" Nein. "Der lässt im Deutschlandfunk von heute, schön, nicht nur Dich, sondern uns alle hier in der Freitags Community herzlich grüssen." fein. "Na dann Demokraite!, sieg mal schön!" bitte? |
|
|
Danke! Phineas!für die Bestätigung!?
Ha! Ha! Ha! tschüss JP |
|
|
schrieb am
14.06.2010 um 21:34
"Danke! Phineas!für die Bestätigung!?"
Welcher? Ha! Ha! Ha!" Hä? |
|
|
hier der Link zu Rüdiger Benders Auszeichnung als "Demokratiebeauftragter":
gruene-erfurt.de/home/home-volltext/archive/2010/januar/07/ruediger_bender_auszeichnung_fuer_engag 07.01.2010 Rechtsradikalismus Kreisverband Rüdiger Bender: Auszeichnung für Engagement gegen Rechtsextremismus Rüdiger Bender, an vorderster Front gegen Rechtsextremismus in unserem Bundesland, wurde von den Lesern der Thüringischen Landeszeitung (TLZ) zum 'Menschen des Jahres 2009' gewählt. Als Dozent für Philosophie unter anderem an der Universität Erfurt tätig, setze er sich beispielsweise gegen Mitbewerber wie dem Pop-Sänger Clueso durch. Rüdiger engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsradikalismus und hat sich dabei nicht nur auf den Erfurter Raum beschränkt, sondern unterstützte auch Bündnisse in anderen Thüringer Städten. Wir freuen uns über die Auszeichnung eines engagierten Mitglieds unseres grünen Kreisverbandes. tschüss JP |
|
|
welcher?,
Na die Bestätigung durch Bitte, worauf ich in Phasen der kurzen Dialoge nur Danke sagen tu. tschüss JP |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 02:56
"mein "Angriff" und meine Polemik nicht weniger trefflich und legitim. "
Klasse. Und diese Sprache. Und diese Gestik. Roundabout sattsam Ästhetik. Darf ich Stunden nehmen? |
|
|
Werter Ex-SED-Genosse (Zitat) Zaworka,
darf ich anmerken, dass ich an Ihrer vorherigen Linientreue so meine Zweifel habe, an Ihrer gegenwärtigen auch? Sie wirken auf mich ähnlich flexibel wie ein FAZ-Kommentator zu einem dort online veröffentlichten Bericht über die Freitag-Community. Kann ja sein, dass ich irre. |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 12:41
Zum Einstieg, Zaworka, empfehle ich dann doch lieber erst mal den Einstiegskurs der VHS oder die Anmeldung bei einem Jugenddebattierclub - dann schaun wir mal...
|
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:36
"darf ich anmerken, dass ich an Ihrer vorherigen Linientreue so meine Zweifel habe, an Ihrer gegenwärtigen auch" Aber immer! Linientreue ist das Übelste, was ich kenne. Wars das?
FAZ geht so, mehr nicht. |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:40
Den Einstiegskurs in politische Theorie, Phineas können Sie direkt an Bildungseinrichtungen von mir bekommen und gelegentlich hat mir der PDS-Jugenddebattierclub schon aufmerksam zugehört. Mein falscher Name hier verhindert, daß Sie das erfahren. Na Gott sei Dank, Herr...?
|
|
|
ich habe nur versucht, durch Verwirrung, eine kleine Entschleunigung der n. m. E. eskalierenden Debatte herbeizuführen.
Ich erhoffe Nachsicht. tschüss JP |
|
|
Also ich fand Ihren Beitrag ganz hervorragend, zutreffend und sehr unterhaltsam geschrieben. Was Sie meinen ist, dass die Lebenswelt in den Industrieländern heute nicht mehr die des Woyzeck aus Büchners gleichnamigen offenem Drama ist und die Antwort darauf eben nicht mehr die des “der hessische Landbote” und der Revolution sein kann.
Im übertragenen Sinn meint Ihr Beitrag, dass sich das Spektrum der Möglichkeiten und gesellschaftlichen Formation vom klassischen Arbeiterheer, (wenig Bürgertum) versus Feudalherren verschoben hat. Insofern gibt es mehr vielseitigere unterschiedliche Interessenlager und, wegen der sich rasant veränderten Welt, ganz andere Problemstellungen, aufgrund dessen Dialektik, mangels binärer Verhältnisse, als Denk- und Veränderungsmethode zwangläufig versagen muss. Ebenso natürlich auch alle sozialistischen, kommunistischen Konzepte, die in einer anderen Lebenswelt entstanden sind. Der Witz an der Sache ist, diese Konzepte und Ideologien sind antiquiert, da sie in der Vergangenheit dafür arbeiteten, dass wir überhaupt zu einem Kapitalismus mit sozialen Komponenten gelangten und die Lebenswelten nun so sind wie sie sind. Mit andern Worten, wir leiden heute innerhalb ganz anderer Rahmen- Bedingungen unter wesentlich komplexeren Verhältnissen und müssen unser Denken und Handeln entsprechend offen, erweiternd und nicht geschlossen, nostalgisch ausrichten. Das ist Alles, mehr haben Sie doch gar nicht, wenn auch wunderbar paraphrasiert und mit philosophischen Grundgedanken garniert, gesagt. Meine ich verstanden zu haben. Mir hat es gefallen. |
|
|
@ Angelia am 15.06.2010 um 23:47
Hallo Angelia, long time, no see diesmal scheinen wir mit unserer Meinung etwas außeinander zu liegen. Was könntest Du zu meiner Entgegnung auf Herrn Zion Uwe Theel am 15.06.2010 um 23:52 www.freitag.de/community/blogs/robert-zion/ein-wort-an-die-herrn-kommunisten#comment-134404 sagen? LG ut |
|
|
Na so richtig taufrisch scheinen Sie, lieber Robert Zion, mit Ihrer „Kommunismuskritik“, die sie den von Ihnen imaginierten alten Herrn da vorhalten aber nicht daherzukommen:
Wer seine Kritik des Kommunismus auf Lyotard mit aufbauend betreiben will und dabei insbesondere ein Systemdenken im zugrundeliegenden dialektischen Materialismus, dem Objekt seiner Kritik, anprangert, der müßte sich eigentlich sagen: Hier treibe ich den Teufel mit dem Beelzebub aus. Lyotard versucht – gegen Marx – die Moderne, genauer die Postmoderne zu definieren. Der Einfachheit und Kürze wegen entnehme ich der Wikipedia eine entsprechende Darstellung des Übergangs von der Moderne in die Postmoderne die dort in zwei Formationsphasen beschrieben wird, deren zweite, entscheidende gekennzeichnet sei durch … Prozesse der Theoriebildung und Methodenfindung. Hierunter fallen unter anderem Arbeiten von Michel Foucault, Jacques Derrida, Roland Barthes, die Dekonstruktivismus, Poststrukturalismus und Diskursanalyse als analytische Methoden entwickelten, wie auch von Luce Irigaray, die auf Basis der Arbeiten des Psychoanalytikers Jacques Lacan die feministische Theoriebildung vorantrieb. Bahnbrechend für die Postmoderne als unter diesem Begriff fassbare geistig-kulturelle Bewegung war schließlich Jean-François Lyotard mit seiner Schrift Das Postmoderne Wissen, die 1979 zuerst veröffentlicht wurde und den Begriff „Postmoderne“ allgemein bekannt machte. … (er) bereitete (…) mit seiner These des Endes der großen Erzählungen die Basis für viele Entwicklungen in Philosophie, Kunst, Kultur, sowie den Gesellschaftswissenschaften. Nach Lyotard gibt es drei große Meta-Erzählungen: 1. Aufklärung 2. Idealismus 3. Historismus Diese bilden in der Postmoderne keine vereinheitlichende Legitimation und Zielorientierung mehr. Die Emanzipation des Individuums, das Selbstbewusstsein des Geistes, das im Sinne Hegels in eine Ganzheitsideologie mündet, und die Idee eines sinnhaften Fortschritts der Geschichte hin zu einer Utopie sind die großen Erzählungen, denen man nicht mehr glauben kann. Folglich kann es auch kein Projekt der Moderne mehr geben, keine große Idee von Freiheit und Sozialismus, der allgemeine Geltung zu verschaffen ist und der sich alles gesellschaftliche Handeln unterzuordnen hat. Es gibt keine übergeordnete Sprache, keine allgemeinverbindliche Wahrheit, die widerspruchsfrei das Ganze eines formalen Systems legitimiert. Wissenschaftliche Rationalität, sittliches Handeln und politische Gerechtigkeitsvorstellungen spielen je ihr eigenes Spiel und können nicht zur Deckung gebracht werden. Erkennen wir die Begrifflichkeit “Erzählung”an, und setzen wir den Beginn der Moderne in der Französischen Revolution mit Ihren Wurzeln in der Aufklärung an. Noch Zustimmen könnte ich der Behauptung des tatsächlich beobachtbaren/beschreibbaren - Zerfallens von “Gewißheit” des gesamtgesellschaftlichen Zusammenhangs für den einzelnen Menschen in unzählige einzelne Erzählstränge, die keinem gemeinsamen “Bildungsgesetz” mehr zu gehorchen scheinen, wenn auch der Einzelne seinen individuelle “Erzählung” gerade noch, wenn er Glück hat für sich “unter einen Hut” kriegen kann, aber der Dekonstruktivismus kann mir diesen “Gesamtzerfall” nicht erklären. Mich erinnert das stark an die in Deutschland durch Niklas Luhmann quasi eingeführte “Systemtheorie” in der Soziologie und Politologie, die hier insbesondere der “kritischen Theorie”, damit “linker Theorie” auf analoge Weise schon einmal entgegentrat. Mir erscheint seit daher der behauptete Epochenwechsel “Moderne-Postmoderne” nur als eine ideologische, also antiemanzipatorische Pseudoerklärung der “Lösung” sein soll, dass das Individuum zwar für sich immer einen kohärent zu erklärenden Weg finden könne, aber er sich dabei nicht auf ein ebenso kohärentes Gesamtsystem, sei es selbst als dialektisch Gefaßtes zu verstehen, mehr, verlassen kann, bzw. je hat verlassen können. Das ist im Kern das Bürgerliche Bild vom Menschen der selbst seines Glückes Schmied sei, der in Wahrheit doch nur der sich und seiner Geschichte entfremdete ist. Gäbe es diesen Wechsel “Moderne-Postmoderne” aber tatsächlich, der den „Irrweg des Kommunismus überflüssig mache, der dessen behauptete Determinismus vermiede, dann wäre die Diskussion über die Wurzeln der Moderne (Aufklärung, Vernunft, etc.), ihre Wirklichkeit, Wirkung selbst selbst nur noch von historischer Bedeutung, und uns bliebe nur noch die Beschreibung “irgendwie” funktionierender Subsysteme die wir “konstruieren”, “dekonstruktieren” können je nach Interessen- und Machtlage, deren “Erzählungen” aber niemandem mehr irgend etwas wirklich versprechen, geschweige denn garantieren könnten, dies auch gar nicht mehr sollen. Trotzdem aber will die Postmoderne immer noch das einheitliche Glücksversprechen für den modernen Menschen weiter geben, das sich wohl dann irgendwie „naturwüchsig“ einlöste. Als hätten wir das nicht alles schon einmal gehört. Aber selbst wenn wir annehmen würden, dass mit der Postmoderne bei Lyotard keine neue Menschheitsepoche gemeint sei, bliebe für mich die Frage offen, warum der beobachtbare, vom einzelnen Subjekt durchaus auch real erfahrbare Zerfall der Möglichkeit zum Gewinn von Gewissheit beweisen soll, dass es keinen “einheitlichen” Denk- und Handlungsansatz (mehr) geben sollte, der - selbstverständlich - erst im “Widerstreit” eines Diskurses kommuniziert, verhandelt und umgesetzt werden muss. Was sollte “dialektisches Denken” sonst heißen, warum sollte sich so Einheit des Gedankens, damit Gewißheit des Handelns, mindestens für jeweils den nächsten Schritt im Leben nicht herstellen lassen? Sie, Herr Zion, bleiben es schuldig zu bestimmen, was denn das „Denken in Differenzen“ mehr sei, als die nur deskriptiv begründetet Anerkennung der Existenz von verschiedenen Lebenserzählungen, die insgesamt keine gemeinsame Geschichte mehr haben die alle Erzählungen zusammenhalten könnte. Der Dialektische Materialismus stellt hier in der Tat einen höheren Anspruch, den Sie so einfach nicht zurückweisen können. Ihr Ansatz ist der Versuch eines Gegenentwurfs zur Aufklärung, wie der heute wieder üblich ist. |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 00:14
Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen. So stehen die gesellschaftstheoretischen Fronten, wie von Theel beschrieben. Und damit steht es, nun ja, mindestens 3 Tore für die Kommentare, 0 Tor für den Beitrag. Oder vielleicht doch eines, ein Eigentor?
|
|
|
Danke, Uwe Theel.
Hochachtungsvoll weinsztein |
|
|
Finde ich nicht, aber gefühlte 6 - 3 für Zion. Die technische Explosionszeichnung des Unterteiles eines Gerätes beweist noch keinen Nutzen des Gerätes.
|
|
|
Lieber Uwe
Scön dich zu treffen :-) jetzt fühle ich mich durch dein Posting echt gefordert. Dabei habe ich doch nur reflektiert, wie ich den Artikel verstanden habe, hmm... Na gut, wenn du mich fragst, was ich zu deinem Posting vom 15.06.2010 um 23:59 sage, dann folgendes ähmm...ohhhhhh... au weia, denn ich bin, was Lyotard betrifft, nicht wirklich fundiert eingelesen. Aber gut. Gemeint ist wohl, dass jede Form von Theoriebildung, sei es philosophischer, religiöser, politischer, wissenschaftlicher usw. Art, jeweils nur einen Ausschnitt dessen darstellt, was und vor allem wie es uns erscheint. Als die Welt noch unüberschaubar war, war es einfach zu Gewissheiten zu gelangen. So ließ sich eine einleuchtende Ideologie aber auch ein Gesellschaftssystem relativ einfach und logisch gestalten. Vor allem war die Theorie an der Wirklichkeit noch relativ einfach mess- und nachweisbar. Das Drama der Post-Modernen ist, je mehr Wissen wir über die Welt und uns selbst erlangen, um so mehr wird uns bewusst, dass wir im Grunde gar nichts wissen. Das Maximale, was wir noch erreichen können, ist eine temporäre Klarheit. Von Gewissheiten ist weit und breit nichts mehr zu erkennen, außer der Gewissheit, dass es keine gibt. In diesem Zusammenhang fällt auch die Letztbegründung, der archimedische Punkt bzw. der Geltungsanspruch auf Wahrheit weg. Im Grunde kann man jeden Disput von irgendeinem x-beliebigen Punkt aus beginnen, sofern man den Punkt, die Aussage, für sich selbst stehen lässt. Wir müssen anhand zuverlässiger Kriterien nur immer prüfen, ob wir uns unseres Wissens gewiss sein können. Und selbst dann können wir wegen des Beobachter-Problems nicht sicher sein, ob unsere Prüfkriterien richtig sind. Unter diesen Bedingungen ist jede Form der Ideologiebildung, sei es Kapitalismus oder Kommunismus, irrelevant. Hinzu kommt, dass man nun davon ausgeht, der Mensch könne sein menschsein nur im historischen Kontext verstehen. Nicht nur wird frau nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht (Simone de Beauvoir) sondern das man (Mensch) Das bedeutet auch, dass es im Rahmen der Gesellschaftssysteme oder Gesellschaftsideologien nicht besonders weit her ist mit der Emanzipation und Selbstverwirklichung. Denn jedes theoretische System hat eine Vorstellung davon, wie ein Mensch ist und wie er innerhalb des Systems sein soll. Wir wissen im Grunde gar nicht, wie ein Mensch ist. Alles basiert auf Kontingenz. Wir wissen nur, dass wir sind. Wie geht man nun mit einer derartig offenen Situation um? Und wie kommt man trotzdem z.B. zu gerechteren Verhältnissen? Richard Rorty hat sich dazu die liberale Ironikerin ausgedacht. Die liberale Ironikerin braucht keine Letztbegründungen und Antworten und trotzdem engagiert sie sich für mehr Solidarität und weniger Grausamkeiten. Mehr fällt mir jetzt nicht ein. |
|
|
Danke Angelia für die Antwort!
Ich fand, daß Dir da schon was eingefallen ist. Deinen Schilderung des Zerfalls von Gewißheit in der Moderne - Die Postmoderne ist für mich keine eigenständige Sache - hast Du wunderbar geschildert, die Reaktion der "Postmodernisten" - umgangssprachlich und besser - treffend geschildert. Gehe ich davon aus, dass es ein Heils - oder Glücksversprechen für den Menschen gibt - und sei es, dass er es sich selbst macht - (berühmt die persuit of happiness ) so muß ich den Weg mindestens halbwegs definieren können, da kommt die Metaebene ins Spiel, das Reden über das Reden. "Ideologiebildung" ist nie irrellevant: Die Basis schafft sich ihren Überbau (Marx). Natürlich können wir wissen, wie und was der andere Mensch ist, wenn wir mit ihm in der Praxis (über)leben, während wir mit ihm reden. "Solidarität" statt Wahrheit" (Rorty) - Warum so bescheiden: Betrachte ich Kontingenz als "technischen" Ausdruck der Freiheit des Menschen "so" oder "so" zu handeln, dann sollte ich mir "einfach" (ich weiß; so einfach ist es nicht!) überlegen, was ist solidarisch und ich werde im rahmen der wahrheit für den Nächsten handeln. Im Zweifel nennt man das dann Kommunismus, das Einfache, das so schwer zu machen ist. Liebe Grüße Uwe Theel |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 01:16
Hallo, Angelia, diesen link "liberale Ironikerin" finde ich jetzt mal sehr interessant, bin dankbar für diesen Tip.
Reizt mich,mehr darüber zu lesen. Werde mir was besorgen ! Da ist viel von dem, was ich auch sehe. |
|
|
Lieber Uwe
gern geschehen. Dein Posting muss ich noch mal in Ruhe lesen und gehe später darauf ein. Heute muss ich erstmal den Irrsinn unserer Regierung finanzieren. liebe Grüße Angelia und bis später |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 10:15
Ich hab mir das erstmal ausgedruckt.
|
|
|
Lieber Uwe
Vielen Dank für deine Antwort. Was meinst du mit - nicht eigenständiger Postmoderne- , dass es neben dieser Geisteshaltung andere gibt? Sicher ;-) Weltanschauungen haben wir reichlich. Ich denke, ein Zweig des Postmodernen Denkens hat sich, unglücklicherweise, verselbstständigt. Dies schlägt sich in einer allgemeinen Plan- und Orientierungslosigkeit genauso nieder, wie im reagieren, statt zu agieren. Das liegt m.E. zum einen daran, dass man die Möglichkeit der temporären Klarheit im Kleinen völlig negierte. Andererseits ist das Denken der meisten Menschen wohl immer noch an die großen Entwürfe und Ideologien gewöhnt und somit auf Absolutheits- und Wahrheitsansprüche fixiert. Auch kann unser Gehirn, behauptet die Hirnforschung, Unsicherheit und Ungewissheit ganz schlecht ertragen. Man sollte sich bewusst machen, dass Theorien zwar realitätsabbildend, aber eben abstrahierend verallgemeinernd, abstrakt, in sich als solche logisch geschlossen gebildet werden. Theorien sind somit in sich geschlossene abstrakte Idealzustände. Sie eignen sich deshalb zwar hervorragend zur Ideologisierung, scheiterten aber alle durch die Bank früher oder später an der Realität ... Ideologien führten im schlimmsten Fall zum Totalitarismus - Wegen des Absolutheits- und Wahrheitsanspruchs. Wenn man diesen Anspruch nicht aufgeben kann oder will, ist Ideologiebildung in der Tat nicht irrelevant - Die Konsequenzen werden immer und immer wieder von der Menschheit getragen werden müssen. Postmodernes Denken, lehnt die großen Entwürfe ab, setzt sich pragmatisch ein großes realistisches Ziel, ggf. auch zum vermeidlichen Glück, teilt den Weg in Teilziele ein. Denn man kennt ja nur temporäre Klarheit. Deshalb auch Solidarität statt Wahrheit, weniger Grausamkeiten statt abstrakt Humanismus. Frau Merkel aber auch Westerwelle sind da allerdings Sonderfälle,. Sie verknüpfen einfach Beides miteinander. + und - = 0 Noch irgendwelche Fragen ;-)) Kontingenz: Etwas was nicht berechenbar ist, ist technisch nicht anwendbar. Rorty meint, dass Wahrheit eher ein zufälliger Befund ist und obendrein willkürlich. Mit Freiheit hat das nicht viel zu tun. Solidarität mit anderen braucht nach Rorty keine Wahrheit. Das Einzige, was man benötigt, ist die Fähigkeit den Standpunkt des Anderen einzunehmen, d.h. diesen sowohl intellektuell zu erfassen als auch seine Situation emotional nachfühlen zu können. Hört sich leicht an, ist aber manchmal verdammt schwer, zugegeben. Zumal man das Ganze dann auch noch in Worte zwecks Argumentation kleiden soll. ;-) (Und das hat nichts mit Mitleid zu tun!!! Ehrlicher, falls du mit liest. Arggh... ) Lieber Uwe, da irgendjemand schrieb wir sollten Goethe nicht mehr zitieren noch etwas zum Glück und zum Einstieg ins Wochenende. Erst die Erinnerung muss uns offenbaren die Gnade, die das Schicksal uns verlieh. Wir wissen stets nur das wir glücklich waren, doch das wir glücklich sind, wissen wir nie. Liebe Grüße Angelia bis nächste Woche |
|
|
@ Angelia am 17.06.2010 um 22:21
Danke, schöne Antwort, Angelia, macht Spaß! Man müßte nur mehr Zeit haben zum antworten: ad Postmoderne: Die Postmoderne als Ansatz, Geschichte als Konstruktion von "Erzählungen" zu begreifen, die allerdings auch kommuniziert werden müssen, halte ich für reizvoll und eben Kommunikation befördernd, wenn man die Gechichten einander erzählt, um sich zu verstehen. Das ist lebendig. Sobald Postmoderne sich aber anschickt, sich als nachbürgerliche Epoche der Geschichte, als Gegenmodell zu linken Visionen - ich scheue das Wort nicht - auf dieser ebene sich aufzustellen, bleiben meine Einwände, wie im letzten Posting angedeutet, bestehen. Ich persönlich kann keinen Widerspruch sehen, den großen Entwurf anzunehmen und trotzdem immer nur den einen Schritt vor dem übernächsten geduldig zu tun. Ideologische Verhärtung erwächst m.E. nicht aus dem Wagen des langen Blicks nach vorne selbst, wo die Dinge dann irgendwann halt noch nicht so deutlich werden, sondern durch die Verweigerung, das Angestrebte solle für alle gelten, d.h. daß im gegenteil nur partikulären Interessen gedient werden sollte. Alle müssen ihre Erzählung in die Runde einbringen können. ad Kontingenz und Wahrheit: Ich kenne Rorty nicht (genügend) um zu sagen, ob er begründen kann, warum er die Wahrheit nicht braucht, wenn er Solidarität bilden will. Solidarität selbst ist doch ein Teil der Wahrheit, der Natur des Menschseins. Freiheit des Menschen heißt, ich deutete es schon einmal an, sich gegen oder für die Freiheit des Nächsten zu entscheiden. Diese Entscheidung mag dem anderen, ja sogar dem Handelnden als zufällig erscheinen. Wenn man anfängt darüber nachzudenken, den anderen nicht nur in seiner möglichen Negation (systemimmanenten Nützlichkeit) betrachtet, dann fällt diese Zufälligkeit, für mich schnell in sich zusammen, meistens jedenfalls. Statt mit dem gemeinsam von uns verehrten "unverbietbaren" Goethe schließe ich parallel mit Hegel (wegen dem Nachdenken "hinterher" - was ist sich erinnern anderes? -., das dem alten Frankfurter auch nicht fremd gewesen zu sein scheint, wie das von dir gewählte Zitat bezeugen kann): "Wenn die Philosophie ihr Grau in Grau malt, dann ist eine Gestalt des Lebens alt geworden, und mit Grau in Grau lässt sie sich nicht verjüngen, sondern nur erkennen; die Eule der Minerva beginnt erst mit der einbrechenden Dämmerung ihren Flug.“ Ein schönes Wochende wünscht Uwe Theel |
|
|
Lieber Uwe
Ich bin deiner Meinung, dass unser Thema “Postmoderne” wirklich nicht nur Zeit, sondern auch eine intensive Beschäftigung nötig hätte. Denn die These, dass Geschichte Konstruktion von "Erzählungen“ mittels Kommunikation und Sprache ist, hat den Zweig der Kommunikationswissenschaft regelrecht beflügelt. Ich möchte nicht darüber dozieren. Aber an einem Beispiel möchte ich den Zusammenhang zwischen Sprache und Vision verdeutlichen: Der linke Visionär will eine gerechte Welt. Der postmoderne linke Visionär eine gerechtere Welt Du siehst lieber Uwe, wir reden, was die Visionen betrifft, über eine sprachliche Marginalie, die aber große Auswirkungen auf das Denken und Handeln hat. Somit ist Geschichte auch immer eine Erzählung des Denkens. Sprache ohne Denken geht nicht. Ich finde das höchstspannend. Das Postmoderne Denken kann nichts weiter sein als ein Angebot, das z.B auf deine These: “Solidarität selbst ist doch ein Teil der Wahrheit, der Natur des Menschseins“ reagierte mit der Frage: „Ist das wirklich so lieber Uwe?“ Womit ich quasi nahtlos den Kreis zum Hegelzitat schließe. Hinterher sind wir, im besten Fall, immer schlauer. ;-) Liebe Grüße Angelia |
|
|
Liebe Angelia,
ich habe heute den ganzen Tag die letzten Arbeiten an einer Drainagerinne gemacht. Die ist jetzt drin und funktioniert bei Regen und Sturzwasser "wirklich". Lieben Dank daher für Deine Nachfrage nach der Wirklichkeit von Gedanken. Da hilft nur Nachdenken. Ein Wahlspruch von Marx soll gewesen sein "De omnibus dubitandum", was ihn aber nicht gehindert hat Großes mit großer Bestimmtheit zu sagen. Nun bin ich nicht Marx, aber ich bin mit Dir offensichtlich einig, das das gegenseitige Erzählen von Gechichte(n) nicht nur höchst reizvoll, sondern auch sehr ergiebig sein kann. Für heute spanne ich aber nur noch ein wenig ab, schließe mit einem, hier ein wenig zweckentfremdeten Watzlawick "Man kann nicht nicht kommunizieren" und hoffe, Du hattest ein wirklich schönes Wochenende. LG ut |
|
|
"Es gibt Menschen, die sagen, wir sind links, weil wir das Denken in Differenzen gelernt haben, „weil wir mit dem radikalsozialistischen (und auch ‚kommunistischen’) Begriff keinen Dialog führen, denn wir haben gelernt, dass man das Wesentliche bereits zugestanden hat, wenn man diesen Dialog anknüpft, nämlich die Setzung des Begriffs selbst und seine ‚repressiven’ Folgen... weil wir aus dem Sperrgürtel des Systemdenkens ausgestoßen sind“*, aus der ganzen eschatologischen pseudo-Theologie, aus dem „Wir hier“ und „Die da drüben“, aus dem Terror der Zeitform der kommunistischen Partei (in welchem aktuellen Organisationsgrad auch immer) des „Wir werden schon immer Recht gehabt haben“ (futurum exactum), aus dem Denken, das den Menschen auf Zwecke, auf teleologische Endzwecke hin ausgerichtet sieht (und ihn auch so behandelt hat und immer behandeln wird!), weil es da ja angeblich nur den „Herr“ und den „Knecht“ und die – vermeintlich – objektiven Bewegungsgesetze in der „Geschichte“ gibt."
Danke. Nicht das erste Mal aber schön laut räumt jemand mit der Vorstellung auf, die Avantgardepartei sei - so ganz nebenbei - das rechtmäßige Institut für die allgemeine Verstimmung und die damit einhergehende Veränderung. Zion stellt fest, was Lautis und frontal verletzende Mikros an Gespräch oftmals übertönen und durch gegossene Rede-Module in Programm(nicht)diskussionen ersetzt wird. Und das alles stolpert seit Tagen als Anti-Gauck-Debatte durch die entsetzten formlinken Medien, in denen selten Neues und Waghalsiges ungeschleudert Platz neben eilends zusammengestöpselten Absätzen finden kann. Da ist der Freitag-Blog regelrecht eine Revolution neben ausgegrenzten Kleinunternehmungen mit komplizierten Ansprüchen. Und er bleibt keineswegs das Mehr an Differenz schuldig. Er ist dieses abgefragte Mehr an Differenz, so wie alle Hunderttausend Teile, durch die es sich fügt, ohne nur eine einzige Bibel, ein Götzenbild zu brauchen. Es wird Zeit, es ist Zeit und es war lange an der Zeit, die konzedierte Megawelle auf ihre tatsächliche innerliche Breitenwirkung hin zu untersuchen und ihren wirklichen Ursprung allen zuzugestehen. Und er berührt die Hoffnung als Last auf der Programmwaage der Linken, die im Berliner Senat mehr als möglich zur Strapaze gebracht wurde, indem sie, dilletantisch komplimentiert der Sorge um den Stadtsack, wie auch in Dresden weichen mußte - mit allerlei Erklärungen zur Vision, die als Hoffnung selbst stets mit sich selbst tanzen muß. Doch wenn man all das durchrechnet, dann wird es ohne DIE LINKE. nicht gehen. Und wer ist DIE LINKE.? Ist sie die Summe aller ihrer Mitglieder, frei von strömungskollektiver Macht nach Innen? Und die Gretchenfrage, wenn Sie schon dem Crossoverprojekt (nennen wirs mal "Nautilus" oder Code SOLIMOD) so freizügig Hilfe leisten, wäre doch ernstlich, wie man es bei Ihnen mit der Einrichtung hält? Denn IKEA und Hellerau beißt sich in einer Kemenate, gelinde gesagt. Glauben Sie, man wird Ihnen auch nur am Seiteneingang Einlaß mit der These gewähren, daß es den Antikommunismus nur gäbe, weil es den Kommunismus (noch nicht) gibt? Ist Ihnen nicht Umweltverschmutzung genau so recht? In dem Glauben an die mehr als nur (in der Politik) übliche binäre Codierung als paranoiden Unterlaß, den wir alle nicht bemerken, müßten andere, als ausgerechnet Sie - weil Sie es ja sowieso dürfen - den inneren Wandel des Feststoffs besorgen und auch herleiten. "Im Tale grünet Hoffnungsglück" reicht da wohl kaum. "Aus dem hohlen finstern Tor Dringt ein buntes Gewimmel hervor." Hiermit ist lediglich angezeigt, daß erst die Sentenz am Schluß des Stückes dieses Hoffnungsglück in den Spaziergang auflöst. upload.wikimedia.org/math/2/7/e/27e61b1bb404542bf1dcc5a055640122.png Man schaut gespannt zu. |
|
|
Word up, mr. zaworka!
Es wird Zeit, es ist Zeit und es war lange an der Zeit, die konzedierte Megawelle als solche zu Benennen. Zeit für Geländetaufe. |
|
|
Lieber herr Zaworka,
ihr Geschwurbel hat nicht einmal Witz, wenn höchsten ungewollte: Sie sprechen vom Freitag-Blog, soweit sie nicht mit ihm konform gehen als einer "konzedierten Megawelle". Ich weiß nicht, ob ihnen klar ist, dass Sie es also sind, der, wenn - auch widerwillig - die Legitimation dieser Megawelle (linker Kritik nicht nur an Gauck) anerkennt, scheinbar trotzdem aber nicht mit Ihr einverstanden ist. Soweit so gut. Sie wollen diese Kritik umleiten, sagen zwar nicht wirklich wie, stellen aber eine "Seitentür" vor, die offen stünde, wenn, ja wenn man nicht mit der Systemfrage davor stünde. Entschuldigung, ab durch diese Tür will eine genuine Linke im Gensatz zu ihrer als solche camoufliert daherkommende "Bewegung" gar nicht gehen. Es ist entlarrvend, dass sie von einem gewisssen "Pferde" im als allzuleicht als rechts zu entlarvenden Jargon auch noch beigesprungen (Pferde machen das so) bekommen. Das "Gelände" aus dem solche Bewegung kommt, kennen wir. |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 11:58
Ihr Gelände, Herr Theel, ist jedenfalls der Tunnel ohne Lichteinfall, deshalb tun Sie mir auch so leid !
|
|
|
@ Ehrlicher am 16.06.2010 um 11:58
Ginge ich recht in der Annahme, dass Sie beieindruckt wären, wenn ich Ihnen schriebe: Sie sind vom Strahl der Erleuchtung so getroffen, das sie blind sind. ? Sollten Sie mir dann leid tun? Ehrlich gefragt. ut |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 15:03
Ja, bitte Herr Theel, wir sollten alle Mitleid miteinander haben.
|
|
|
Wissen Sie Frau Ehrlicher,
Menschen sollten zuvörderst gemeinsam und in Absprache Verantwortung für das übernehmen, für das sie eintreten, was sie tun. Mitleid sollen und müsssen die erfahren, die unverschuldet und ohne sich selbst helfen zu können in Leid leben, solange die Gemeinschaft ihnen trotz aller Anstrengung nicht dort heraushelfen können. Mitleid ist also die ultima ratio im Leben für den Anderen, nicht die "Standardanwendung" den anderen eben nur noch, wenn auch liebend zu (er)tragen. Mich würde es nicht wundern, wenn Ihnen die Welt zu oft nur als schwarzer Tunnel erscheint. LG ut |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 16:45
Sie wählen also im Zweifelsfall doch lieber die Niedertracht ! Schade !
|
|
|
Hallo Ehrlicher, der gern von Ihnen zitierte Nietzsche hatte höchselbst ein sehr angespanntes Verhältnis zum Mitleid. Er meinte, dass es für Menschen kaum etwas Demütigenderes gibt.
|
|
|
@ Ehrlicher schrieb am 16.06.2010 um 16:45
Sie wählen also im Zweifelsfall doch lieber die Niedertracht ! Schade ! Liebe Frau Ehrlicher, ich bitte doch recht sehr: Geht`s vielleicht noch ein wenig kurzschlüssiger? Mir unbelegt und aus dem Hut gezaubert Niedertracht und also gleichzeitig Mitleidslosigkeit zu unterstellen, wo ich den Stellenwert des Mitleids unter den Menschen nur etwas päziser faßte, als Ihr mehr als überfließendes Verständnis auzudrücken scheint, ist wohl nicht begründbar und führt das Gespräch auch nicht weiter. Wozu brauchen Sie einen solchen selbst aufgebauten Popanz? |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 23:37
|
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 23:38
Herr Theel:
"kennen wir" Sehen Sie, daß ist gemeint. |
|
|
@ Zaworka am 16.06.2010 um 23:38
Sehen Sie, das haben Sie vergessen: "Die einzige Wissenschaft die wir kennen, ist die der Geschichte" (K. Marx/F. Engels, Deutsche Ideologie I. Feuerbach. MEW 3. S. 18) Oder einfach: Aus Erfahrung kann man auch klug werden. |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 00:12
@Angelia,um Nietzsche zu verstehen, sind Sie viel zu intelligent !
|
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 00:21
Naja, Herr Theel, wenigstens bleiben Sie doch höflich, das bin ich hier garnichtmehr gewöhnt. Dafür wünsche ich Ihnen aufrichtig eine gute Nacht. Das, was sie Popanz nennen, ist einfach nur so meine spontane Wahrnehmung, nicht weiter der Rede wert.
|
|
|
"...nicht weiter der Rede wert." So ist es.
|
|
|
meine Liebe, Danke für das Kompliment, aber Nietzsche kann man nicht "verstehen" Nietzsche muss man erfassen und hinnehmen. Schon allein der Versuch, ihn für irgendeine Denkrichtung zu instrumentalisieren, untergräbt nicht nur seine Genialität, sondern deutet darauf hin, dass man Nietzsche nicht mal im Ansatz erfasst hat.
|
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 09:43
@Angelina,gut erkannt,oder "erfühlt"? Ich würde sogar noch weiter gehen und sagen,nur der begreift Nietzsche wirklich, der auch tiefes Mitleid mit ihm empfindet.
Mir hat er mit Anfang 20 eine ganz neue Türe aufgemacht -zu mir selbst und vor allem zur Sprache -zur Deutschen Sprache ! Abgesehen von seiner Gefühlstiefe und Redlichkeit und seiner messerscharfen Analytik des allen und seinem Mut zur absoluten Einsamkeit ist er für mich der größte Sprachästhet. Erst er hat mich die Deutsche Sprache lieben gelehrt. Aber vielleicht sollte es nicht heißen "auch", sondern "weil", denn:"Schönheit ist der Schein der Wahrheit". |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:44
Sagen Sie das im Auftrag Ihres Gehirns, Herr Theel?
(Gazzaniga) |
|
|
@ Zaworka am 18.06.2010 um 01:44
Ja, Herr Zaworka, und soweit ich das beurteilen kann unter Nutzung beider Gehirnhälften und wenn Sie demnächst nicht auf eine sachliche und faire Ebene kommen, wenn Sie mich ansprechen, dann schalte ich das nächste mal, extra für Sie, auch noch mein Stammhirn verstärkt zu. |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 01:25
Was kann ich, Herr Theel, dafür, daß Ihnen Gazzanigas These nüscht sagt. Bedaure. Da noch Sachlichkeit zu verlangen, ist beim besten Willen Treppenwitz.
|
|
|
Ehrlicher
"Es sind immer noch nur mal einzelne, die über den geistigen Pegelstand hinausblicken. Aber immerhin gibt es sie. Man kann nur die Hoffnung haben, dass die sich mehren. Dass tatsächlich so etwas wie ein geistiger Quantensprung sich innerhalb der Menschengeistigkeit ereignet, sonst wird sie an ihrem Machbarkeitswahn in Angst und Schrecken und Siechtum einfach untergehen,.." Ganz Wunderbar. Ehrlicher und ihre Freunde von der Esofront als geistiger Quantensprung. |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 15:03
Ich habe keine Freunde an der Esofront.
|
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 19:50
Dann haben wir ja etwas gemeinsam ...
|
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 23:42
Herr Freek,
Ihr Unterbewußstsein hatte 12.49 Uhr eine Verbindung zu Theel. Es sieht ein "Wir" und ein "Die". Würden Sie diese Gruppen bitte benennen, die ein "WIR" und ein "DIE" füllen. Und ESO-Front? Was is dat denn? |
|
|
schrieb am
16.06.2010 um 23:44
Herr Freek,
Ihr Unterbewußstsein hatte 12.49 Uhr eine Verbindung zu Theel. Es sieht ein "Wir" und ein "Die". Würden Sie diese Gruppen bitte benennen, die ein "WIR" und ein "DIE" füllen. Und ESO-Front? Wat is dat denn? |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 00:59
"Ihr Unterbewußstsein hatte 12.49 Uhr eine Verbindung zu Theel.
Es sieht ein "Wir" und ein "Die". Würden Sie diese Gruppen bitte benennen, die ein "WIR" und ein "DIE" füllen." ...empfehle Sofortbewerbung bei the next Uri Geller Show... "Und ESO-Front? Wat is dat denn?" Ja wat denn wohl! |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:53
Phineas Freek schrieb am 17.06.2010 um 00:59
Geller? Diese ewigen Verbiegungen. Da passen Sie besser aufs Sofa ... Was die Esoterik betrifft - Ihr Nickname ist schon cool, so cool, daß ich ich frage, ob Sie sich auf der Basis mit einem "angenommenen" Esoteriker streiten wollen. Was soll das werden? "Schily vs. Mickey Mouse"? Um mich einzuordnen, würde ich gern wissen, wo in der Esoterik Sie mich verorten und woran Sie das Bis dahin bleibt Ihr Unterstellungsgewäsch eben - Gewäsch. |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 12:49
...der große antikommunstische Mentalist und Gauckknecht Zaworka - heute mal ohne Ihre Assistentin und erleuchtete Empathin Ehrlicher unterwegs?
Und wieder die immer gleichen knechtsmoralischen Stinkmarken setzen - ja mei,von mir aus.... |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 01:36
Phineas Freek schrieb am 18.06.2010 um 12:49
"...der große antikommunstische Mentalist und Gauckknecht Zaworka - heute mal ohne Ihre Assistentin und erleuchtete Empathin Ehrlicher unterwegs? Und wieder die immer gleichen knechtsmoralischen Stinkmarken setzen - ja mei,von mir aus...." Gauckknecht. Finden Sie das lustig? Gauckknecht? Bauknecht ? Proletarier? Wenn Sie meinen, ich würde sein Pferd satteln, irren Sie. Sie werden sehen, was passiert. Im letzten WG geht Gauck mit links durch. Und falls nicht, fehlts der Linken in der BV an demokratischem Verständnis - Partizipation. Schon mal gehört. So wird das dann öffentlich heißen - und sie ahnen gar nicht, wie schlimm ich das finde. Im Ernst. E so genanndes Dihlemmah. Und dann haben Sie umsonst mit Apatit und H.Vanna für "Stammbücher" gestritten. Und dann komt von Oben die Linie, mit der sies geradebiegen können, so wie "Hamwer doch gesagt, Gauck ist der Hammer und wir müssen ja auch mal mit VH-Bewältigung anfangen usw.". Unn in ennem Dihlemmah mußmer immer zwischen de Übeln wähln, wissense. Und das kann man voraussehen - isso. Ich sehs mir im Kino an. Versprochen. |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 02:57
Ach Herrje und Guten Morgen, Zaworka, ich bin wirklich nicht die richtige Adresse für diesen saudummen und staatsbürgerlichen Zank um den geeigneten Kandidaten für das Bundeshäuptlingsamt.
Im Gegensatz zu den genannten Mitstreitern halte ich den Gauck für einen mehr als geeigneten und überhaubt DEN ultimativen Kandidaten für dieses ehrenvolle und repräsentative Amt. Da ideologischer Inhalt und Zweck dieses schönen AMTES mir schon grundsätzlich und begründet zuwider sind, ist es mir völlig gleichgültig welche Charaktermaske nun der bessere Staatsdarsteller ist. Wie gesagt, in all seiner bornierten, selbstverliebten und protestantischpfäffischen Unverschämtheit ist dieser radikale Einpeitscher für alle ungemütlichen Ansprüche der aktuellen Staatsraison genau die richtige Figur. Dieses Prachtexemplar vollendeter Erfolgs - und Anpassungsfähigkeit würde mit den propagandistischen Aufgaben dieses schönen Amtes regelrecht verschmelzen. Dieser abgrundtief widerwärtige Lackaffe und Dauerprediger bringt es sogar fertig, den CDU-Kandidaten Wulff noch irgendwie ein bisserl sympathischer erscheinen zu lassen. Seis drum - nicht mit Thema. Gute Nacht |
|
|
Lieber Robert Zion,
ich finde Dein Posting ziemlich interessant und möchte Dich auf eine Veranstaltung hinweisen, von der ich mir einige Diskussionen erhoffe, die in Deine Stoßrichtung gehen: den Kongreß Idee des Kommunismus an der Volksbühne Berlin. Viele Grüße. volksbühne-berlin.de/deutsch/spielplan/?reihe=42&PHPSESSID=452564bb4b4be9badca2ac6888f98a4e |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 01:02
Super Idee. Profieinseifer der Grünen auf einem Kommunismuskongreß...
|
|
|
"Idee des Kommunismus an der Volksbühne Berlin", das klingt aber spannend.
|
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:54
Kommunismus: "Jede Idee dient den Interessen der Herrschenden" (Kalle M.)
|
|
|
Man hat es schon recht schwer, Herr Zion, nicht wahr, so als grüner rosaroter Panther?
Mal ganz im Ernst: An wen richtet sich diese Ihre Tirade eigentlich? Nun ja, nach allem, was von ihnen hier im Freitag bisher so zu lesen war, ist die Absicht Ihres Aufsatzes eigentlich recht durchsichtig: Da war Ihnen als Repräsentant Ihrer Partei wohl nach der Landtagswahl in NRW etwas ein Dorn im Auge. Sie versuchen hier, grüne NRW-Politik durch die Hintertür zu betreiben, indem sie politisch Ungenehme, weil als offensichtlich ernsthafte Konkurrenz zu Fürchtende, zu diffamieren trachten. Mit den Herrn Kommunisten dürften wohl die Anhänger und Mitglieder der Linkspartei gemeint sein. Die übliche, altbackene Gleichung und Gleichsetzung. Herr Zion, Sie und die Partei, für die Sie Politik machen, könnten bald ein politisches Auslaufmodell sein. Ihre Rezepte sind nämlich auch nicht neu. Das ist alles so vorhersehbar und daher zutiefst langweilig. |
|
|
Moment, Moment, Fräulein Ida.
Das war eine Satire von Robert Zion, er ist ein bekannter Kabarettist. |
|
|
Wo tritt er denn als nächstes auf?
Ich würde gern mal live über ihn lachen. |
|
|
@I.D.A.Lisszt 00:27
"Herr Zion, Sie und die Partei, für die Sie Politik machen, könnten bald ein politisches Auslaufmodell sein." Ziemlich gewagte These: Nach einer aktuellen Umfrage von Forsa liegen die Grünen derzeit bei 18% (die LINKE bei 11%). Das macht die Attacke von Zion nicht plausibler, aber man sollte seine Absage an theoretische Reflexionen eines Politikers nicht mit Prognosen über den Untergang seiner Partei begründen. |
|
|
schrieb am
17.06.2010 um 22:16
Aber Untergangsfilme werden gut besucht ...
Nein, im Ernst: Auch Pink Panther macht aus dem Text keinen Wiederkommer. Und wenn, hab ich wieder Kummer, ohne ihn dann aber zu äußern. Insofern gilt diese Meldung hier vielleicht zweimal, also doppelt, ein double post. so, nun weiter, war ja genug Quatsch hier. |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 01:58
IDA -
"Sie versuchen hier, grüne NRW-Politik durch die Hintertür zu betreiben, indem sie politisch Ungenehme, weil als offensichtlich ernsthafte Konkurrenz zu Fürchtende, zu diffamieren trachten." Das ist, eingedenk der Wahl seines bürgerlichen Namens die Vordertür. Von einer ernsthaften Konkurrenz würde ich nicht sprechen wollen. DIE GRÜNEN bringen nicht jedem Ihrer Parteimitglieder und bekannten Wähler die Wahlurne nach Hause. Das ist nicht nett aber es bedeutet auch, daß sie da noch etwas Spielraum haben. DIE LINKE., das muß man feststellen, hat Ihre Stimmen da sicher härter und kostenintensiver erkämpft. Und die Grünen sind gleichauf. Was meinen Sie, ist das Konkurrenz genug? |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 02:27
IDA (II) - "Mit den Herrn Kommunisten dürften wohl die Anhänger und Mitglieder der Linkspartei gemeint sein.
Die übliche, altbackene Gleichung und Gleichsetzung. " Naja, das ist eben voraussichtlich falsch, weil Sie das so brauchen. Ansonsten ist Zion (fernab des Kabarettismus nach weinsztein) ja wohl eher ein Verfechter von Differenzierung. Uhhnd dahhh haben wir (mit grafischer Hilfe): Sozialistische Linke (o) Antikapitalistische Linke (X) KPF (X) Club der Marxisten (X) Emanzipatorische Linke (!!!) Cuba Si (X) Strömungslose Mitglieder (o) Strömungslose Machtpolitiker (o) Strömungslose Politiker (X) nicht aufgenommene Linke radikale (SAV (X) nicht vermitgliederte Linke (linke Bewegung) (!!!) Nun können Sie ja alle, die hier irgendwie auch Strömungen und Nichtströmungen repräsentieren unter Kommunisten verwursten, nur, weil Sie meinen, daß er es zu meinen meint. Wenn Sie aber meinen, daß er damit die (noch herrschenden) Machtverhältnisse in der Linkspartei meint, dann, so meine ich, könnte das stimmen. Das gleichwohl bedauert er, wohl hoffentlich, für die, die sich (noch nicht) ohne Beton Häuser bauen könnten (Lesen: Crossover, jetzt nicht lesen: Das Kapital - die Entfremdungsdiskussion steht woanders in der MEGA). Das auch, falls Sie das meinen, sind die, welche das regeln könnten. Die meisten von denen werden immer in Jugendgruppen gehalten und gedrängt, bis ihnen Bärte (Das Leben des Brian) wachsen, damit sie Kondratjew nicht allzu ernst nehmen. Wenn die sich mal dazu durchringen könnten, so meine ich, ein (wie sag ichs meinem Kinde) Macht-Wort zu sprechen, dann , ja dann... Mich erschüttert immer, daß so viele Mitglieder der Linken Ihre Partei nicht kennen, IDA. Und insofern hoffe ich, Ihnen geholfen zu haben, zu verstehen, daß Robert Zett natürlich nicht "alle Mitglieder der Linken gemeint" hat und sich damit auch keine "übliche Gleichsetzung" herleiten läßt. Die nehmen allerdings leider Sie dadurch vor, daß Sie Ihnen bekanntes (oder entgangenes) Wissen vorenthalten. Das ist Schade, macht aber nichts, dafür gibt es ja die Analyse. Und die bekommen Sie heutzutage gratis: www.youtube.com/watch?v=8PNRrOGJqUI (der Mann mit den Antennen auf dem Kopf ist der Marsmensch oder vielleicht ein Kommunist?) |
|
|
@ koslowski schrieb am 17.06.2010 um 21:59
Nach einer aktuellen Umfrage von Forsa liegen die Grünen derzeit bei 18% (die LINKE bei 11%) Die Daten, leiber Koslowski, sollten auch Sie selbst vorsichtiger interpretieren: Als Die Grünen sich zu den ersten 11% hin einmal entwickelten, waren sie so etwa Die Linken der damaligen Republik. Ihr damaliger Gegner und und zukünftiger Partner, Ihre wohl politische Heimat, die (rechte) Sozialdemokratie befindet sich inzwischen im freien Fall auf unter die 30%-Marke, während Die Linke, natürlich auch deswegen eher wachsende Tendenz zeigt. Wirklich Linke Kräfte hatten, haben es in der BRD nie leicht, gerade auch durch dominante teile der deutschen Sozialdemokratie. |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 02:10
Dann liegt der Stopp bei 15% - wenn Sie es schon arithmetisch angehen wollen -. Addieren wir die 15% linke Sozialdemokraten - wenn Sie es schon strukturell angehen wollen (macht wieder 30 %) - und - last but not least - treten die restl. 10% "rechte" Sozialdemokraten in die CDU ein und frischen die auf 32 - 35% auf?
Nee? Na dann erzählen Sie mal noch einen. Außerdem sprechen Sie da über einen Zeitraum von 20 und mehr Jahren bei schlechterdings steigendem Bekanntheitsgrad innenpolitischer (Macht-)Verhältnisse der Linkspartei, wenn sie die nicht rasch ändern. Was man Ihnen da erzählt hat (das da mit dem Grünen-Vergleich), setzt voraus, daß die Kommunisten in der Partei (Wagenknechts Sprecherinnenamt in der KPF ruht bekanntermaßen für die Dauer ihrer Vorstandsmitgliedschaft - wohlweislich) sich von der öffentlich wahrnehmbaren Macht fernhalten und DIE LINKE. (so traurig ich es finde und auch wenn Sie es mir zum 100.sten Male nicht abkaufen) sich traditionell von allem - auch vom Manifest - zu lösen hätte. Dann aber stürbe ihr letztes Bissel EVA (USP)... und keiner weiß, wie es danach weitergehen sollte. Kurzum: Die Genossen müssen einen Weg finden, der sie hoffähiger macht, als sie es sich gedacht haben, salonfähig zu werden. Denn der "politische Gegner", wissen die PID-PUT-Spezialisten schon im Freitagblog zu berichten, rastet nicht, noch rostet er. Er hat, daß ist darüber alles Übel, det janze Jeld. Im Osten 60.000 Genossen, im Westen gerademal 20K auf der Uhr - und zeruppt, wie Willy Buschs Hühner nach dem Vierseitenfutter. Gesine Lötzsch wird sich mächtig anstrengen müssen, den Ostlobbyisten die Teilung auszureden, die sie für die Realpolitik brauchen. Und so weiter und so weiter. Ihre Schablone geht nimmer auf, wenn Sie die Grünen und die SPD jetzt kleinrechnen. Demut - so wollen es die Alten - ist der pragmatische Weg nach oben und diese schwere Prüfung wird ob dieser geplünderten Staatskassen hoffentlich auf sich warten lassen. Oder können Sie sich eine 80.000er Mitgliederpartei vorstellen, die den Kawenzmann im Bundeskanzleramt gibt? Nicht jede Torchance wird gut g'spuit. Tröööt |
|
|
Mit einem dauer-echauffierten Begleitclown (der sich irgendwo als geläuterter Ex-SED-Genosse vorstellte) findet ein blog von Robert Zion bedeutend mehr Resonanz als früher.
Gute Idee, sollte man sich merken. Klappt ja, Herr Zaworka, gut gemacht. |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 02:39
So spät noch wach, Herr Weinzstein?
Danke auch, mit den Ideen hab ichs nicht so. Mein Intermezzo hier können Sie getrost weiterhin unernst betrachten. Dieser "geläuterte" Ex-SED-Genosse" hat erst nach der Partei - quasi ex machina - gelernt, sich durch normalen Gebrauch der Gesellschaft zu reindoktrinieren und wenigstens die Meinungsfreiheit zu nutzen. Traurig, daß ausgerechnet Linke das nicht verstehen. Wen wunderts aber wirklich. Das ist wahrlich ein interessantes Phänomen, daß das, was viele behaupten sich als in diesem Falle wahr herausschält. In Sachen Gauck war es mir bspw. ein eher erschreckendes Bedürfnis, inmitten des Prozesses herausgefunden zu haben, daß allein sprachliche Fehlgebräuche zu einer Relativierung der übelsten Sprache (nennen wir sie mal LTI) durch die Verfechter der gegenläufigen Praxis geführt haben. Ich bedaure das - ehrlich, aber ich stecke nun mal nicht im Kopf von Cuba Si. Daß Ihnen das nicht passt, ist schon klar. |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 03:00
Übrigens, bester weinsztein - mich beeindruckt, daß auch bei Ihnen der parteinahe Ultrareflex greift, Menschen, die anderer Meinung sind, zu beleidigen. Ich zitiere gern: "dauer-echauffierten Begleitclown (der sich irgendwo als geläuterter Ex-SED-Genosse vorstellte)".
In diesem Falle allerdings wetteifert die mir angedichtete Resonanz (und ich bin hier wahrlich zart eingestiegen) mit der Beleidigung um Verdrängung. Zu Ihren Unterlagen: ich mag die Grünen nicht besonders, aber ich mag sie immer mehr, so wie alle älter werdenden Linken, die schon mal aus dem Häusschen waren und gern in aller Ruhe und mit etwas Stil politisch denken und handeln wollen. Dereinst wissen Sie, war ich eingenommen von dem Bild, daß man immer (ihimmmeher) "aktiv" "engagiert" und an "vorderster Front" "kämpfen" muß für "eine Idee" und "die Sache". Nur sehr schnell hat sich das Pharaonische auch für mich blicken lassen (es lugte so hervor) und ich selbst, lassen Sie es mich so sagen: ... und ich selbst war hin und weg gerissen davon, wie man mir den Blick und das Wort versteinert durch Zuhören stahl, egal, was ich da sagte. Sie klatschten und klatschten und ich redete, was auch immer ... Das - bester weinsztein - gab mir zu denken, weshalb ich wohl da stünde und redetetetete. Im Interesse wessen geschah dieser mechanisierte Applaus? - fragte ich mich. Bald kam ich auf die Antwort - es ging eben nicht mit rechten Dingen zu. Noch heute denke ich darüber nach. Als ich diesen Automatismus einmal halböffentlich infrage stellte, widerfuhr mir Böses, weil ja auch andere davon Gebrauch machen und ihn leben wollen. Deswegen interessiert mich Zions Text; weil er etwas anreißt, was immediat mit diesen Mechanismen zusammenhängt, denen man nicht recht entfliehen und sie auch nur schwer aufklären kann. Das hat er in fantastischer Weise versucht und, auch wenn es ihm nicht so ganz gelungen ist, so ist der Ansatz trefflich. Als von Ihnen so bezeichneter "Begleitclown" (früher nannte man die anders - wohlwollender), möchte ich jedoch partizipieren. Zion schreibt in einem Blog, ich kommentiere, wie sie auch. Dasmacht uns beiden zu solchen "Clowns" - fast eine Army of Clowns beschäftigt sich hier Tag für Tag mit Blogeinträgen. Das muß man sich nicht merken, sondern man muß es einfach selbstverständlich benutzen, wann immer man möchte. |
|
|
Ja, Herr Zaworka,
ich wach? Ja, Sie doch auch. Dass es Ihnen gelang, sich als Ex-SED-Genosse - "quasi ex machina" - zu reindoktrieren, freut mich wirklich sehr. Muss ein weiter Weg gewesen sein. Viel Erfolg für Ihren weiteren Lebensweg und für blogs wie Kommentare hier wie dort wünscht Ihnen von Herzen weinsztein |
|
|
schrieb am
18.06.2010 um 03:14
Danke, Herr weinsztein -
". Muss ein weiter Weg gewesen sein." Nein, nein. Insgesamt zählen meine Jahre nur schlappe 10 ab 1986, also hatte ich Bedenkpausen und Bestätigungsintermezzi. Fleischhauer, über den DIE LINKE. nicht redet, kennt das Problem und hat es nahezu zutreffend umschrieben. Es gibt kein Für und Wider in dieser Frage. Mitunter schon in der DDR-Zeit sagt man so über manchen, daß "der ok" sei, aber nur "in der falschen Partei". Das ist, wie mit dem Sozialismus: "ist ne gute Sache, nur war es in der DDR falsch." Finde ich auch, nur nicht verkürzt. Die Ideologie hat mir also 20 Jahre geklaut, die Praxis lediglich knappe 10. Zum DEM: ohne den deus bleibt es nur "aus der Maschine". Der via Ideologie maschinell etablierte Ritus dieser Partei, den (anders) Herr Zion bschreibt, bedurfte einer tatsächlich komplizierten Ablösung, um zwischen den Etagen der Ideologie unterscheiden zu können und so nicht DAS Linke ablegen zu müssen, an das sich die Partei ja unmißverständlich kettet (ist ja auch verständlich, die Legitimationsfrage leuchtet ein und ist zunächst theoretisch ungefährlich). |
|
|
Hallo Robert Zion,
warum dieses Schreiben ohne Adresse? Da ich weiß, dass du in NRW unterwegs bist, liegt natürlich "Die Linke" nah - zumal ihr jetzt in der Minderheitsregierung auf diese angewiesen sein werdet. Seltsam bleibt der Text auch ohne diese Ausflüchte. Warum den Begriff des Kommunismus den Alt-DKPisten oder anderen KP-TraditionalistInnen in oder meinetwegen auch außerhalb besagter Partei überlassen? Denn Kommunismus und überholtes Denken (hier: in formierten Massen) über Emanzipation sind definitiv ein Widerspruch in sich. Kommunismus ist bleibt die historisch je denkbare(n) Form(en) der Assoziation freier Individuen. Diese Formen etwa in Anschluss an Antonio Gramsci, Peter Weiss oder eben auch Negri aufzuspüren statt sich in dramatischen Abgrenzungsgesten von den Hegel-Opas zu ergehen, halte ich für lohnenswerter. Solidarische Grüße, Manni |
|
|
@ Robert Zion
Sehr geehrter herr Zion, da sie ja ein, wenn auch putziges Raubtierchen ihrem Blog vorangestellt haben, gestatte ich mir die Frage, ob Sie die Teilnehmer Ihres Blogs ähnlich betrachten? Man wirft Ihnen etwas zum Fraß vor, traut sich aber nicht selbst in die Arena hinein, um mit Anteil zu nehmen. mfg ut |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 02:18
Ja mei, Herr Theel, haben Sie denn den Betrag nicht gelesen, der um das Bild herum von Herrn Zion in so komischen Zeichen gemalt ist? Da hat doch Herr Zett gesagt, was ansteht. Einfacher für die bd. Hälften: Er steht quasi in der Mitte der Arena, die sie gerade bemerkt haben und kriegt aufn Kopp. Er hat sich zum Fraß vorgeworfen, der Gute. Und er wußtes sogar.
--------- Wenn Sie sich selbst anrufen, kommt dann ein Besetztzeichen? |
|
|
@ Zaworka schrieb am 19.06.2010 um 02:18
Wisen Sie, Sie kleiner Knecht vom Z, bei ihnen (Plural) ist es wirklich schlimm: Da ist kein Anschluss unter "dieser" Nummer. Auch nur eingebildete Selbstmörder haben keine Verbindung. |
|
|
schrieb am
19.06.2010 um 02:42
Nee, Herr Theel - mit dieser Nummer kommen Sie wirklich nicht an.
Sie teilen hier aus, wie die Helden und einstecken können Sie nicht den leisesten Pfiff. Kommt er immer wieder mit dem Knecht - wie lustig ist das denn? Ziehen Sie sich doch mal die Fakten rein, anstatt immer mit diesen Wurzelmännchenzwischenrufen herumzuhüpfen: lesefixpro.soft-ware.net/download.asp ------------ "In der Nähe solcher Menschen sollte man keine Steine liegen lassen." Desiree Nosbusch |
|
|
Liebe Desiree N.-Z.,
dass Sie nur pfeifen, aber keine gescheiten Blogbeiträge schreiben können, habe ich schon bemerkt, sonst würde ich Ihnen auch entsprechend antworten. Oder sollte ich da intelligentes Schreiben von Ihnen an mich übersehen haben? ut. P.S.: Die Adresse "Kleiner Knecht" war übrigens bisher nur dieses eine Mal an Sie rausgegangen, wieso schreiben sie "wieder"? |
|
|
schrieb am
20.06.2010 um 02:18
Herr Theel:
Ja. |
|
|
Zaworka schrieb am 20.06.2010 um 02:18
Herr Theel: Ja. Na da war ich wohl nicht der Einzige, denn außer Ihrem fruchtlosen Gehakel mit Weinsztein, fand ich keinen Dialog mit irgendwem, der sonst nennenswert stattfand, bzw, den ich intelligent nennen könnte. Ihre ersten neun Kurzeinwürfe, waren überflüssig wie ein Kropf und ihre Einlassung auf Robert Zions Blogbeitrag (einen Absatz davon), den kann man getrost als pseudoakademischen Wortgeklapper abbuchen, aus dem nur eines heraustönt, dass Sie mit RZ in seinem plumpen Antikommunismus einig sind und der Linkspartei keine linkspolitische Kompetenz zubilligen. Dies alles mit verkrüppelten Argumenttrümmern aus grauer Vorzeit (Avantgarde), ohne diese Begriffe zeitgemäß zu erläutern. So geht`s net, Herr Zaworka. P.S.: Frage: ist Ihr Nick eine Chiffrierung von "Zuarbeiter"? |
|
|
schrieb am
20.06.2010 um 22:57
"Na ": Jaja.
"Ihre": Naja "und der Linkspartei keine linkspolitische Kompetenz zubilligen" - doch, kommt drauf an, wie sie sich gerade "fühlt" und da klemmts etwas. Aber ich soll ja laut Ihnen und H.Vanna ein Rechter sein. Gut, also ich sympathisiere mit der Linken als Rechter. Spannend. "Dies " Höhö, der Salonlinke dröhnt. "(Avantgarde), ohne diese Begriffe zeitgemäß zu erläutern": Unrechtsstaat? "So geht`s net, Herr Zaworka." So gehts. Sagen Sie jetzt, wie es geht? ------- Das mit dem "Zuarbeiter" lasse ich mal unkommentiert. Mit ein wenig Nachdenken lösen Sie das auf stille Weise und behelligen mich damit nicht mehr, ja. |
|
|
@ Zaworka am 20.06.2010 um 22:57
Ich habe Ihnen allenfalls Antikommunismus, aber nicht rechte Gesinnung zugerechnet. Mich blind mit H.Vanna zu assozieren entbehrt nicht der Komik. Aber in einem komme ich Ihnen vielleicht nah: Mit Ihnen zu diskutieren, das "fühlt" sich nicht so richtig gut an und zwar hauptsächlich deshalb, weil Sie über Halbsätze bei Ihren "Argumenten" hier nie groß herauskommen, diese mehr polemisch provozieren, als gedankenvoll oder gedankenanregend sind. Da es bei Ihen also doch immer recht dunkel bleibt, werde ich Sie auch nicht mehr behelligen. ------- ad "Zuarbeiter": Damit war nur gemeint, ob Sie hier den Platzhalter für Herrn Zion machen, der sich ja hier nicht blicken läßt und Sie angaben, sie wüßten warum. |
|
|
schrieb am
22.06.2010 um 03:04
Herr Theel,
"weil Sie über Halbsätze bei Ihren "Argumenten" hier nie groß herauskommen" schreiben Sie. Das hier scheint ein Kommentarblog zu sein. Wenn Sie einen Aufsatz wünschen, geben Sie ihn in Auftrag. Ich nehme hier schon angesichts der Halbwahrheiten Dritter nicht für mich in Anspruch, ganze Theorien unterbreiten zu wollen und verzichte daher auf tiefer greifendes grafisches Material. Sie können gewiß sein, daß ich nicht so unbedarft daher antikommunistiziere, wie das ein begrenzter Blog nebst Komment. zuläßt. Aber das halbsätzlich Gesagte der Einen ist wahrer, als das halbsätlich Gesagte der Anderen. Ab wann haben wir denn hier (und wo) ausgereifte Theorien. Ich befürchte, daß selbst guter Journalismus mit 1000 und ein paar Zeichen lediglich halbe Argumente bieten kann. ---------- Kürzer und in einem Halbsatz gesagt: "Nützt doch nüscht." |
|
|
Bei solchem Halbwissen nutzen keine Argumente, da lasse ich lieber Friedrich Hebbel reden:
„Unendlich viele Menschen haben nie einen Gedanken gehabt und sehen doch wie Denker aus; sie sind wie Kartenspieler: unendliche Kombinationen durch wenige, gegebene Blätter. Solchen Menschen ist nichts begreiflich zu machen.“ |
|
|
schrieb am
20.06.2010 um 21:11
"Unendlich viele Menschen"?
|
|
|
.. was nicht bedeuten soll, dass es nicht topologischen Singularitäten gibt, auf die ich all meine Hoffnung für die Zukunft setze.
|
|
|
Am besten finde ich, dass der Autor Robert Zion an der Diskussion nicht teilnimmt. Wahrscheinlich ist er einfach nur fasziniert, dass sein "grottenschlechter" (mein B-Jugendtrainer) Text durch eine unlesbare Diskussion (Selbstzünder Zaworka) geadelt wird.
Na ja, mein kursorischer Gesamteindruck. Ein Armutszeugnis für den Autor. |
|
|
schrieb am
22.06.2010 um 02:55
lucas kilton
Die Unlesbarkeit, lucas kilton, dürfte die Summe der Beiträge sein. Hatten Sie hier schon einmal was gesagt? Aha. Mit bloß "grottenschlecht" sind Sie bestens untergebracht in einer Textfliegerstaffel, die mit Ihren kurzen Zwischenlandungen in FC-Blogs darauf bedacht ist, das ihr innewohnende Markenzeichen, das verstehe ich ja noch, zu verteidigen. Doch darüber hinaus, und das wird hier völlig diffus und unseriös einfach nur bestritten, ist "links" (gewissermaßen ja in der Vergangenheit nicht ohne die Linken in Institutionen, wie Parteien entstanden) auch ein postinstitutionelles, d.h. recht "gewöhnlicher" Aspekt, der m.E. kommunistische Teilaspekte als Selbstverständlichkeit würdigt. Genauso dubios wirkt auf mich dieses altbackene Geplapper der konservativen Ideologen über die Notwendigkeit christlicher Werte und "Tugenden". Dazu gehört auch das Außerkraftsetzen hyperdimensionaler Diskussionsstrukturen, die uns nun endlich durch das Netz gegeben sind. Nein - Sie wollen Ordnung, Geradlinigkeit und "Lesbarkeit", weil Ihnen im Unterton das Weghören abhanden gekommen ist. (Jetzt gehts gleich wieder los. Ich hätte das und das überhört ..., kenne ich, Danke Cuba.Si). Anstatt die überlesbaren Beiträge zu überlesen, konzentrieren Sie sich exakt darauf, um anschließend dem Urtext und der angestrebten Diskussion deswegen eine Unlesbarkeit zu attestieren. Geschickt, schon in der Herangehensweise. Weder Ihre (Ihr) Beiträg/e, noch die der hier regelrecht voll Zornes geifernden Kollegen sind imstande, die Aussage des Textes dahingehend zu begreifen, daß Schnittstellen zu finden sind, die über das Parteigrenzendenken hinweg weisen. Es wird Zeit, daß die Demarkationsline zwischen den inzwischen "fortgeschrittenen" global agierenden Konzernen und der Ein-Mann/eine-Partei-dagegen-Logik als überkommen verstanden werden kann. Nicht wenige Linke sind heute Porschefahrer, Internetmultis und "Reiche" - DIE LINKE. davon nicht ausgenommen, versteht sich. Mag sein, daß die inkonsequente Friedenspolitik den Grünen vorzuwerfen ist, kein Zweifel, aber auch hier wird sich ganz sicher die Linkspartei fügen (was nicht wünschenswert wäre). Die Diskussion um dei Menschenrechte in Kuba deutete das vor einigen Jahren schon an (Brie u.a.). Aber indem man die eigene Politik fließend umdefiniert, ohne die Verhältnisse überhaupt ändern zu können, wird man nicht besser. Ich hoffe, wieder etwas zur Unlesbarkeit beigetragen zu haben. |
|
|
Robert Zion:
Sie zitieren einen französischen Linken mit den worten: „Am meisten haßte ich den Hegelianismus und die Dialektik." (Gilles Deleuze) So kam es, dass Deleuze am Ende mit Spinoza und Lacan gegen Faschismus und Kapitalismus focht. Dass Sie zur Not auch mit Foucault-Zitaten operieren, wenn es gilt, die völkerrechtswidrige Kriegspolitik der Grünen zu ornamental zu verniedlichen, ist bekannt. Dialektisches Denken verabschiedeten Sie schon früher. Sie schrieben in dem Text „Blut und Tränen - Die Grünen, der Kosowo-Krieg und heute“ im Neuen Deutschland:http://www.robert-zion.de/downloads/Neues_Deutschland_21_03_09.pdf "Der Kosovo-Krieg war völkerrechtswidrig und als solcher ein Fehler. Aber, ob es der Linken gefällt oder nicht, dies war nun einmal die historische Situation." Es ging also in der historisch fixen Situation nicht anders, voila la Realpolitik! "Das, was Joschka Fischer die „Rückkehr der Geschichte“ genannt hat, war mit dem Kosovo-Krieg wohl eher eine für die Grünen geradezu brutale Ankunft als Akteur in dieser Geschichte." Wie brutal muss da erst die Ankunft der Bomben für die Opfer gewesen sein, die als Akteure aus der Geschichte radiert wurden? "Tatsächlich mussten die Grünen dieses endlose, dreckige Kriegsgeschrei der Geschichte sehr schnell und nahezu unvermittelt begreifen, denn 1998 hatten sie eine parteihistorische Entscheidung getroffen, vor der früher oder später jede linke Partei steht: Regierungsbeteiligung statt Fundamentalopposition und damit verantwortungsethischer Pragmatismus statt gesinnungsethischer Rigorismus.“ Verantwortungsethisch rigoroser Pragmatismus mittels Bombardement ist etwaiger Nicht-Regierungsbeteiligung unbedingt vorzuziehen, wogegen "gesinnungsethischer Rigorismus" ja nur moralisierender Tugend-Terrorismus ist.Sie beherrschen die Kunst, das dreckige Kriegsgeschrei als historische Notwendigkeit zu verklären, jedenfalls gut. La Realpolitik heißt in Frankreich ja der Opportunismus.Der erste Kampfeinsatz seit der Gründung der Bundeswehr 1955 war "eine parteihistorische Unterscheidung"! Früher oder später, heißt es bei Ihnen, steht „jede linke Partei“ vor ihr, man komme ihnen bloß nicht „mit dem Hochhalten utopischer Fernziele und der hochmoralischen Haltung.“ Ja, Ihr Jargon hat sich nicht geändert, heute heißt es: „Diese ganze alles zermalmende und alles einebnende „Hegelei“ (Heinrich Heine), von Marx eben trotz gegenteiliger Behauptung nur notdürftig vom Kopf auf die Füße gestellt, trägt den Terror in sich, den „linken“ Terror - ja, den es objektiv gegeben hat und der sich durch den Terror des Kapitals eben keinen Deut relativiert!“ „Ein Gespenst geht um…“ Es verteilt grüne Luftballons, unterstützt den deutschen Kriegsterror und soll auf den Namen „Pennywise“ hören… Während Sie den Terror bereits in Marx Grammatik wittern, wissen Sie den Entscheid der SPD-Grünen-Regierung zum konkreten Terror der Kriegsführung auf einen schlappen, psychologischen Minderwertigskeitskomplex zu reduzieren. Die Opferperspektive kommt Ihnen gar nicht erst in den Sinn, die Exekutoren sind hier die Opfer ihrer Politik: „Rot-Grün hat hier nur noch exekutiert, in weiten Teilen auch die Selbstsicherheit ihrer eigenen Ideale. Und darum auch entscheidet sich die Frage, ob die Grünen nun Friedenspartei sind oder nicht, eben nicht an dem, was sie vor dem Kosovo-Krieg gewollt hat, sondern an dem, was sie danach auf Basis der Grundentscheidung des Mitregierens und des begangenen Völkerrechtsbruchs weiterhin unterlässt oder tut:“ Die Grünen – eine Friedenspartei, unabhängig davon, ob sie gerade Krieg will, oder nicht. „Und gerade weil die Grünen Fehler gemacht, den Krieg, die Lüge und die Macht auch untereinander ausgetragen haben, desillusioniert und danach auch weniger wurden und daran eben nicht zerbrochen sind, waren und sind sie eine linke Partei.“ Gerade wegen der imperialistischen Kriegsführung und Machtgeilheit links zu sein, das muss den Grünen erstmal ein antiquierter dialektischer Denker nachmachen.Umso größer der Horror vorm Gespenst des totgeglaubten Marxismus: „(…)der Terror der aus dem „Wir brauchen noch ein wenig, bis der Mensch für unsere Wahrheiten so weit ist“ entsteht – egal ob leninistisch, trotzkistisch, maoistisch, stalinistisch***** oder wie auch immer strategisiert -, dieser Terror – noch einmal – den Menschen als Zweck zu betrachten – brave new world, „Oh, schöne neue Welt, die solche Bürger trägt“ (Shakespeare), die nur eine Funktion für den Telos zu sein haben.“ Warum zu Shakespeare schweifen, wo doch Adorno viel Näherliegendes über Huxleys „Brave New World“ geschrieben hat, einen Roman, der den Horror von Kapitalismus und Konsumgesellschaft beschreibt? „Die europäische Katastrophe, die ihren langen Schatten vorauswarf, hat zum ersten Male in Amerika den Typus der intellektuellen Emigration hervorgebracht. (…) Dem Intellektuellen von drüben wird unmißverständlich bedeutet, daß er sich als autonomes Wesen auszumerzen habe, wenn er etwas erreichen - unter die Angestellten des zum Supertrust zusammengesschlossenen Lebens aufgenommen werden will. ... Huxleys „Brave New World" ist deren Niederschlag, oder vielmehr ihre Rationalisierung. Der Roman, eine Zukunftsphantasie mit rudimentärer Handlung, versucht, die Schocks aus dem Prinzip der Entzauberung der Welt zu begreifen, es ins Aberwitzige zu steigern und die Idee von Menschenwürde der durchschauten Unmenschlichkeit abzutrotzen. (…) Das Jetzt und Hier spontaner Erfahrung, längst angefressen, wird entmächtigt: die Menschen sind nicht mehr bloß Abnehmer der von den Konzernen gelieferten Serienprodukte, sondern scheinen selber von deren Allherrschaft hervorgebracht und der Individuation verlustig. ... Die „Brave New World" ist ein einziges Konzentrationslager, das, seines Gegensatzes ledig, sich fürs Paradies hält. (…) Das verewigte Klassenverhältnis wird in die Biologie verlegt, indem die Zuchtdirektoren über die Zugehörigkeit zu den mit griechischen Buchstaben registrierten Kasten schon bei den Embryos entscheiden.“ Robert Zion: „Und geht uns bloß weg mit dem Vorwurf des „Anti-Kommunismus“, diesem Taschenspielertrick, um den „Kommunismus“ dann doch noch für sich reklamieren zu können! Dieses vermeintliche copyright - ebenso wie das für „Anti-Kapitalismus“ - ist schon längst open source.“ Was soll an diesem antikommunistischen Reflex, der eine Einteilung in „ihr“ und „wir“ vornimmt, und sich verbittet, beim Namen genannt zu werden, bis auf die Anglizismen neu sein? Die binäre Codierung oder die Feinsortierung in „Kommunisten“, „Antikapitalisten“ und „Damen und Herren“ des Kapitalismus unter dem Aspekt der totalitären Ewigkeit: „Und dass der Kapitalismus nicht das Ende der Geschichte ist, nicht sein wird und sein kann, ist uns bekannt, meine Damen und Herren!" What a wonderful, brave new world this could be... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
keine Versandkosten
kein Aufpreis
Einzelpreis: 3.60 €
>> bestellen