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Der gestrige Guardian veröffentlichte einen umfänglichen Bericht zum 90sten Geburtstag, den Summerhill diesem August feierte. Angela Neustatter, Enkelin einer Mitbegründerin der Schule und der späteren zweiten Ehefrau von Neill schreibt über die Geschichte der Schule, die sie auch selbst besuchte, und schildert, wie es dort zuging. Dazu berichten 6 ehemalige Schüler zwischen 84 und 26 über ihre Erfahrungen.
Aktuell besonders passend und aufschlussreich für Neills praktische „Erziehung“ fand ich das Beispiel eines von seiner früheren Schule geflogenen Teenagers, der zur Krönung seines Einstandes 23 Fenster einwarf. Bevor er das 24. einwerfen konnte, kam ihm Schulleiter Neill zuvor und warf das Fenster selbst ein. Dieses „Erziehungs“verhalten ist so sicher nicht verallgemeinerungsfähig. Es kommt wohl auf den Einzelfall an. Hier scheint es Wunder gewirkt zunhaben:
„Angus warf keine Fenster mehr ein, wurde ruhiger und war eines der nettesten Mitglieder in der Schulgemeinschaft [one of the sweetest members of the community]. Später produzierte er Schallplatten für Pink Floyd.“
www.guardian.co.uk/education/2011/aug/19/summerhill-school-at-90/print
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Alle 68er haben das damalige rororo Buch gelesen, ich war schon damals ziemlich skeptisch. Ihr Beispiel mit den Fenstern überzeugt mich kein bisschen. Guru-Pädagogen und ihre Anhänger neigen sehr zur Verbiegung der Realitäten und zum Schönmalen ihrer Überzeugungen wie Erfolge, den Stein der Weisen gibt es auch in der Pädagogik nicht. So richten loben kann ich nur die Waldorf- und die Finnland-Pädagogik.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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