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Generation rechts?

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Politik : S(tadtzerstörung)21: Was nun? Aus S21 BRD21 machen?!

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"Geschätzte Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Eure in der Republik einmalige Bürgerbewegung gegen das urbane und verkehrsindustrielle Programm "Stuttgart 21" (S21), welches wie die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Turin nach Lyon durch das Susa-Tal Teil der Jahrzehnte alten EU-Agenda TEN ("Transeuropäische Netze", "Transeuropean networks") ist, steht vor einem Großen Ratschlag. Überwacht von Geheimdiensten und Polizei, verraten und verkauft von den etablierten Parteien, im Widerstand gegen ein sinnfreies, verfassungswidrig über Mischfinanzierung aus Mitteln von Bund und Land subventioniertes kommerzielles Industrie- und Immobilien-Programm der vom Allgemeingut zum Staatskonzern mutierten Deutschen Bahn AG, seid Ihr nach Jahren der selbstorganisierten und mühsam allein gegen alle aufgebauten Bürgerbewegung fest verankert in der Bevölkerung, die Euch auch nach den von Kapital und Staat im Stadtgebiet zelebrierten Zerstörungsorgien und Demütigungsversuchen viel Sympathie, viel Respekt und signifikante Unterstützung gibt, nicht nur in Stuttgart selbst, sondern in der ganzen Republik..."

So beginnt ein umfänglicher, gauckfreier (?), also wichtiger, "Rat" an den Stuttgarter Widerstand, den Daniel Neun heute bei Radio Utopie eingestellt hat.Obwohl ich an einigen Stellen massiv Widerspruch anmelden würde, finde ich es hier lohnend, mich an der Maßgabe zu orientieren, Freiheit sei immer daran zu messen, ob es auch die Freiheit des/ der anders Denkenden ist.

Weniger sicher bin ich mir darin, ob und wieviel ich aus Neuns Generalabrechnung mit seiner BRD hierher kopieren darf. Teilzitate bergen, andererseits, die Gefahr der inhaltlichen Manipulation. Also lasse ich es, empfehle aber die Lektüre "vor Ort". Hier nur noch Neuns Schlussresüme und meine abweichende Meinung dazu:

1. Kurs halten
2. Aktionskonsens halten
3. Medienarbeit koordinieren, Techniker für Optimierungen beauftragen und Autoren einsammeln
4. Verein gründen, Mitglieder bundesweit einsammeln
5. Alle Partei-Organisationen aus dem “Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21″ rausschmeissen, aber Parteimitgliedern weiterhin die Teilnahme ermöglichen
6. Kandidat für die Wahl zum Stuttgarter Oberbürgermeister am 7. Oktober aufstellen (ich halte Stadtrat Hannes Rockenbauch für einen ehrlichen, integren und politisch geeigneten Kandidaten, der aus seiner Teilnahme an der Beschlichtigung Heiner Geisslers gelernt hat)
7. Wahlkampf vorbereiten. Das heisst: ein Plakat und ein Video erstellen, Künstler und Bürgerrechtler im ganzen Land ansprechen. Nein, nicht in der ganzen verdammten EU. Im ganzen Land. Der Rest wird sowieso angeschlichen kommen. Nur um mal zu gucken. (“OFF!! OFF!!! THAT FUCKING GERMAN DEMOCRACY MUST BE SWITCHED OFF!!”)
8. Wahlkampf führen. Wahlkampf führen. Wiederhole: einen Kampf führen. Und die Grünen plattmachen, besiegen, fix und fertig. Daß sie noch bei uns in Berlin, im Regierungsviertel Rotz und Wasser heulen.
9. Immer an die alte 30 Jahre Grundregel von Joseph Beuys denken: “Wer nicht denken will fliegt raus”.

www.radio-utopie.de/2012/02/29/mein-rat-an-den-stuttgarter-ratschlag-kurs-halten-aktionskonsens-halten-zur-ob-wahl-antreten/

Ich halte demgegenüber den Punkt 6 derzeit für Punkt 1. Eine Kandidatur von Hannes Rockenbauch halte ich nicht für klug:

Erstens hat er objektiv keine Chance (Volksabstimmungsillusion reloaded?). Seine Kandidatur wäre also Wahlhilfe für die hoch attraktiven CDU-Kandidaten.

Zweitens meine ich, Rockenbauch neulich so verstanden zu haben, dass er Vater wird und deshalb etwas kürzer treten will. (Ganz herzlichen Glückwunsch und alles Gute dafür von mir!) Eine Elternzeit aber halte ich für zu wertvoll, als dass man sie für einen sinnlosen Wahlkampf opfern sollte.

www.fluegel.tv/beitrag/3849

Schließlich braucht der Stuttgarter Widerstand - inklusive Rockenbauch und die SÖS - , will er all das versuchen, was Neun rät, Ruhe im Rücken und eine Basis, auf der er erweitert weiter arbeiten kann. Dies schiene mir am besten unter einem OB Fritz Kuhn gegeben. Wer meint, Kuhn verhindern oder sabotieren zu müssen, weil er grün ist, der versteht nur "Bahnhof". Neuns Perspektive geht darüber aber weit hinaus und erfordert eine kluge Einteilung der einzusetzenden Zeit und Kraft. Sinnlose, rechthaberische und nachtreterische Nebenkriegsschauplätze stehen dem entgegen. Bahnhof und Park sind verloren. Die politische Abrechnung sollte klug und maßgeschneidert erfolgen und nicht von blindwütiger Rache geleitet sein.



Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.