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Kultur : Parken mers?

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Zu der Lebensqualität einer Stadt gehört auch das (relativ) sorglose Falschparken, wie ich finde.In manchen Regionen ist es ja sogar günstiger, eine so genannte „Knolle“ in Kauf zu nehmen, als in ein stickiges Parkhaus einzufahren. Das gilt aber wohl eher für Köln als für Wien. Ein Vergleich, der sich mir aus aktuellem Anlass geradezu aufdrängt.

Schauen wir uns erst einmal die konkreten Zahlen an. Parken z.B. auf Geh- und Radwegen, an engen und unübersichtlichen Straßenstellen, im Bereich von scharfen Kurven, auf Fußgängerüberwegen sowie bis zu 5 m davor, auf Bahnübergängen, bis zu 10 m vor Lichtzeichen, im Halteverbot oder im eingeschränkten Halteverbot kostet in der Domstadt schlanke 15 Euro. Auch im Rest unserer schönen Republik kann man sich für diese Summe eine Menge leisten. An Parkirrtümern, meine ich.

In der Donaumetropole und Walzerstadt, die mich auch als einwandernden Verkehrssünder doch irgendwie „charmant“ empfangen sollte, sieht das wesentlich ruppiger aus. Wenn ich dort ab März nächsten Jahres beim Falschparken erwischt werde – und das ist so gut wie todsicher – muss ich satte 36 Euro statt der bis dahin fälligen 21 Euro berappen.

Kurz gesagt: Schon nächstes Jahr ist Parken, pardon, Falschparken in Wien mehr als doppelt so teuer „wie in Kölle“. Diese Dissonanz lässt sich im Grunde nur vermeiden, wenn ich stets korrekt parke. In einer fremden Stadt mit kryptischem Schilderwald und Parkzonenzeichen, die nur Eingeborene deuten können, ist das undenkbar.

Was kann ich tun?

Hier ist mein konkreter Plan: Mein Auto wird in Köln mehr oder weniger legal geparkt und ich ziehe einfach mit dem „Fahrradel“ um. An kalten, regnerischen Tagen fahre ich in Wien dann „öffentlich“. Das bedeutet mit Bus oder Straßenbahn. Dort steigen impertinente KontrolleurInnen übrigens weitaus seltener zu als im Rheinland. Zum Glück gilt also: „Am End geht es sich doch noch aus, das mit Wien.“

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.