Warum schlagen die Wellen um den Bundespräsidenten so hoch? Augenscheinlich bewegt ein privater Hauskredit über eine halbe Millionen Euro die Menschen mehr als Milliarden Steuergelder, die zur Rettung von maroden Banken ausgegeben werden. Es gibt wenige Menschen, die eine Bank besitzen, aber es gibt Millionen Menschen in unserem Land, die jeden Monat ihren Hauskredit mit hohen Zinsen abzahlen müssen. Sie haben keine Traumkonditionen für ihr Darlehen bekommen. Sie haben offensichtlich nicht das richtige Amt und nicht die richtigen zahlungskräftigen Freunde.
Ich erwähne das Beispiel, weil es gleichzeitig ein Problem der Linken beschreibt. Bei all unseren guten Analysen werfen wir häufig einen Blick von außen auf unsere Gesellschaft. Wir erklären globale Finanz- und Wirtschaftskrisen. Wir erläutern die Zusammenhänge von Kapitalquoten, Kreditausfallversicherungen, Staatsschulden, Eurobonds und Exportüberschüssen. Unsere Prognosen über den Fortgang der Krise sind häufig zutreffend. Wir haben zum Beispiel die katastrophale Entwicklung in Griechenland präzise vorausgesagt. Doch das Wissen über die Krise und genaue Prognosen führen nicht dazu, dass die Menschen in der Krise verstärkt der Linken vertrauen. Wir werden erst wieder erfolgreicher, wenn es uns besser gelingt, die großen Zusammenhänge mit den alltäglichen Erfahrungen der Menschen zu verbinden. Aber auch das ist nicht hinreichend. Auch wenn wir in der Analyse der Finanz- und Wirtschaftskrise des Kapitalismus richtig liegen, nutzt das den Menschen wenig. Sie erwarten konkrete Alternativen.
Wie Eisbären auf schmelzenden Eisschollen
Wir stellen in unserem Programm die Eigentumsfrage. Das ist richtig. Aber der Einzelne fragt sich doch, was kann ich dafür tun? Ein Einzelner kann nicht die Deutsche Bank verstaatlichen. Die Deutsche Bank ist für die meisten Menschen so weit weg, wie Eisbären auf den schmelzenden Eisschollen. Der Streit in unserer Partei, wie grundsätzlich die Kritik am Kapitalismus sein muss und wie sehr wir ihn durch Reformen verändern können, ist sofort beendet, wenn wir uns gemeinsam der Eigentumsfrage konkret zuwenden.
Wenn zum Beispiel die Berliner S-Bahn ein ständiges Ärgernis ist, dann liegt es daran, dass die Deutsche Bahn immer noch an die Börse will. In die S-Bahn wurde jahrelang nicht investiert, sondern aus der S-Bahn wurde immer mehr Geld herausgepresst, um den Börsengang der Bahn vorzubereiten. Ich teile die Meinung vieler Berlinerinnen und Berliner, dass die S-Bahn in den Händen der Stadt besser aufgehoben wäre als in den Händen der Deutschen Bahn. Das ist die Eigentumsfrage konkret. So wird sie in vielen Städten Deutschlands gestellt.
Viele Menschen haben erkannt, dass es für sie persönlich besser ist, wenn „Lebensmittel“ – und der öffentliche Nahverkehr ist ein „Lebensmittel“ – in den Händen der Allgemeinheit blieben. Das gleiche gilt natürlich auch für Wohnungen, Krankenhäuser, Stromversorger, Schulen, Theater und Universitäten. Wenn die Linke sich intensiv um die Eigentumsfrage kümmert, dann wird sie viele Verbündete finden, mit denen sie gemeinsam diese Gesellschaft wirklich verändern kann. Doch dazu muss sich die Partei selbst ändern.
Die Probleme der Menschen
Als im Oktober des vergangenen Jahres fast 97 Prozent der Parteitagsdelegierten unserem Programm zustimmten, stellte niemand die Frage, ob wir als Partei überhaupt dazu in der Lage sind, dieses ambitionierte Programm umzusetzen. Es hat auch keiner gefragt, wie wir uns als Partei selbst verändern müssen, um diesem Programm gerecht zu werden. Dem müssen wir uns in diesem Jahr zuwenden.
Es ist völlig klar, dass wir das Programm als Partei nur umsetzen können, wenn wir viele Menschen von unseren Auffassungen überzeugen und sie gewinnen, gemeinsam mit uns die Gesellschaft zu verändern. Wie soll das gehen? Es ist notwendig, noch genauer die Probleme der Menschen zu verstehen und darüber nachzudenken, ob unsere Lösungsvorschläge wirklich hilfreich bei den täglichen Herausforderungen sind. Dazu brauchen wir wieder eine engere Verbindung von außerparlamentarischer und parlamentarischer Arbeit.
Ein Problem ist nicht gelöst, wenn ein Antrag der Linken in einem Parlament gestellt und dann abgelehnt wird. Wir wurden nicht gewählt, um Regierungspolitik kritisch zu begleiten oder zu beklagen, wir wurden gewählt, um Politik so zu verändern, dass die Probleme der Menschen gelöst werden. Der Verweis, dass wir in den Parlamenten nicht die Mehrheiten haben, ist für viele Menschen nicht befriedigend. Er macht sie wütend. Sollen sie auf die Lösung ihrer Probleme so lange warten, bis wir die Mehrheiten in den Parlamenten errungen haben? Nein, so lange wird keiner warten wollen.
Regieren oder opponieren?
Die Frage, ob regieren oder opponieren besser ist, ist in unserer Partei sehr umstritten. Dieser Streit führt niemals zur Lösung eines einzigen Problems. Diese Frage lässt sich nicht abstrakt, sondern nur konkret beantworten. Ich bin überzeugt davon, dass die Überführung der S-Bahn in die Hände der Stadt, um auf dieses Beispiel zurückzukommen, sowohl in der Regierung als auch in der Opposition erreicht werden kann. Wir werden schnell an Attraktivität gewinnen, wenn unsere Politik konkreter wird und zum Mitmachen anregt. Wenn wir unsere Politik in diesem Sinne ändern wollen, dann müssen wir uns als Partei grundlegend ändern. Es reicht nicht, nur jünger, moderner und weiblicher werden zu wollen.
Wir wollen eine progressive, emanzipatorische Partei sein, wir wollen anders als die anderen Parteien sein, verhalten uns aber häufig konservativer und patriachalischer als die anderen. Wir fordern in unserem Programm zum Beispiel mehr Demokratie. Wir wollen Volksentscheide. Die Menschen sollen über grundsätzliche Fragen ihres Lebens selbst entscheiden. Wenn es aber darum geht, wie wir unsere Parteiführung auswählen wollen, fallen wir in alte Muster zurück, die eher an die Wahl eines Papstes erinnern.
Die französischen Sozialisten haben uns vorgemacht, wie mobilisierend die Auswahl eines Spitzenkandidaten sein kann. Viele Menschen schauen sehr genau hin, ob wir selbst den demokratischen Anspruch leben, den wir proklamieren. Wenn wir es nicht tun, werden wir an Glaubwürdigkeit verlieren. Unsere Mitglieder erwarten zu Recht, dass sie in Entscheidungen der Partei stärker einbezogen werden, auch wenn es um die Auswahl des neuen Parteivorstandes geht. Deshalb finde ich die Idee einer Mitgliederbefragung generell richtig und zeitgemäß. Wir brauchen dafür jedoch „wasserdichte“ Verfahren.
Warum eigentlich zusammenwachsen?
Einige Genossen wollen die Personaldiskussion in unserer Partei sehr schnell beenden, um dann wieder über Inhalte diskutieren zu können. Ich meine, eine Personaldiskussion ist nur dann überflüssig, wenn lediglich über Personen und nicht gleichzeitig über die Inhalte, die diese Personen vertreten, gesprochen wird. Uns muss die Verbindung von Personen und Inhalten gelingen, dann wird auch diese Debatte eine neue Qualität erhalten.
Es ist eine große Schwäche der Linken, dass es ihnen nicht genügt, das Richtige zu tun. Sie wollen, bevor sie beginnen, die Welt zu ändern, sich gegenseitig vergewissern, dass sie gute Menschen sind. Das führe dann dazu, so der amerikanische Soziologe Richard Sennett, dass man ohne zu handeln, völlig zerstritten auseinander gehe. Die vielen Zwistigkeiten, die es auf allen Ebenen unserer Partei gibt, könnten reduziert werden, wenn man sich schneller einigen würde, konkrete Probleme durch Handeln zu lösen. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem italienischen Partisanen. Er erzählte mir, dass es die größten inneren Probleme nicht im Kampf gegen die deutschen Faschisten gegeben habe. Die größten Konflikte habe es in den langen Kampfpausen gegeben, wenn man in schlechten Unterkünften anfing, sich um Kleinigkeiten zu streiten. Ich glaube, alle Appelle, sich nicht zu streiten, werden verhallen, wenn wir nicht endlich die Hinterzimmer verlassen.
Immer wieder spielt der Ost-West-Konflikt in unserer Partei eine Rolle. Dabei wird häufig auf die unterschiedlichen Kulturen in Ost und West verwiesen. Einige haben die Hoffnung, dass wir als Partei schon irgendwie zusammenwachsen werden. Warum eigentlich? Ich will mit keinem Menschen zusammenwachsen. Ich will, dass wir unterschiedliche Kulturen tolerieren und Kulturlosigkeiten, die immer auch Respektlosigkeit beinhalten, als solche benennen.
Wir haben als linke Partei einen internationalistischen Anspruch. Da werden wir doch wohl in der Lage sein, unterschiedliche Kulturen innerhalb der Partei auszuhalten. Wir klären unsere Konflikte nicht, indem wir alle mal zusammen ein Bier trinken gehen. Wir werden uns nur wirklich schätzen lernen, wenn wir gemeinsam das tun, was wir uns in unserem Programm vorgenommen haben. Wir werden nur erfolgreicher, wenn wir uns ändern! Wir müssen uns ins reale Leben stürzen und uns den Problemen der Menschen zuwenden.
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Das klingt alles gut. Die Linke muss in ihrer ganzen Medienstrategie etwas verändern. Ich sage nicht, dass sie Gysi ins Dschungelcamp schicken sollen, aber sie müssen engagierter, modernern, offener, selbstkritischer, vielleicht auch pathetischer, leidenschaftlicher an die Öffentlichkeit gehen. Sie dürfen nicht steife, graue Politikautomaten sein. Sie brauchen Persönlichkeiten, "Ecken und Kanten". Sie müssen als Menschen wahrgenommen werden und nicht als "Politiker". Zeigen Sie, was Liebe ist, was Ekel ist. - Unterstützen Sie offen Projekte wie das Bedingungslose Grundeinkommen, beteiligen Sie sich an kulturellen Veranstaltungen. - Beweisen Sie Ihre Notwendigkeit, statt sie nur zu behaupten. Beweisen Sie, dass alles bezahlbar ist. Stellen sie große Fragen, geben sie große Antworten. - Betonen Sie Ihre Gemeinsamkeiten und setzen sie diese um mit all ihrer Verschiedenheit. - Zerlegen Sie sich bloß nicht!! - Zeigen Sie die Verlogenheit der Grünen und der SPD! - Und setzen Sie sich offen und ehrlich mit der Stasi-Vergangenheit auseinander. Schmeißen Sie alle raus, die in der Stasi Unrecht begangen haben. - Und gehen Sie häufiger ins Kabarell, lernen Sie ehrlich, herzlich zu lachen, gehen Sie auf tolle Menschen zu, auch wenn sie nicht in Ihrer Partei sind. Denken Sie an das Große und Ganze....
Liebe Grüße! |
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.... "Gehen Sie häufiger ins Kabarett"**** sollte es heißen ;-) ....
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die linke kann doch machen, was sie wollen, die presse schreibt das , was sie für nötig halten, um der linken zu schaden, jedenfalls die von springer oder spiegel.
und solange das so ist, wird die linke immer zwischen 5% und 10% herumkrebsen. menschen sind beeinflussbar. |
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Die Linke in Deutschland – und nicht nur dort – hat ein Problem: Trotz einem in die Breite wie in die Tiefe wachsenden Unbehagen angesichts der herrschenden Verhältnisse gelingt es ihr nicht, entscheidenden Einfluss auf den Gang der Dinge zu nehmen. Sie findet zwar Zustimmung für manche ihrer Forderungen, die beispielsweise gegen den Abbau sozialer Sicherungsnetze oder die Privatisierung von Gemeingütern gerichtet sind, doch solche Sympathien drücken sich noch viel zu selten in Wählerinnen- und Wählervoten aus – geschweige denn, dass die Linke gesellschaftliche Bewegungen auslösen könnte. Dort, wo politische Aufläufe entstehen (Widerstand gegen Stuttgart 21, Occupy-Gruppen), sind Linke durchaus beteiligt. Die Kraft solcher kollektiven Erscheinungen speist sich jedoch nicht in erster Linie aus den Quellen traditionell sozialistischer bzw. kommunistischer Politik, sondern kommt meistens woanders her. Partei- und Bewegungspolitik erweisen sich so als nicht kongruent – sie folgen unterschiedlichen Logiken.
Das mag mit dem zu tun haben, was Gesine Lötzsch in ihrem Gastbeitrag beschreibt: Soziale Bewegungen setzen dort an, wo Möglichkeiten eigenen wie gemeinschaftlichen Handelns erkennbar werden. Parteipolitik zielt aufs «große Ganze» und geht deshalb in vielen Fällen an den alltäglichen Erfahrungsbereichen vorbei. Das ist kein Plädoyer für die Beschränkung auf das «ganz Konkrete». Im Gegenteil: Es geht um die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Ebenen der Wirklichkeit. Wofür sonst sollte eine politische Partei da sein? Gesine Lötzsch schlägt vor, die Eigentumsfrage ins Zentrum zu stellen, und konkretisiert dies am Beispiel der öffentlichen Nahverkehrs. Auch hier stellt sich selbstverständlich die Frage, wie das individuelle Unbehagen über die mangelhaften Leistungen einer S-Bahn in kollektives Handeln umschlagen kann. Solches Handeln braucht zudem in vielen Fällen einen langen Atem, wie sich am Kampf gegen das überrissene Stuttgarter Bahnhofsprojekt zeigen lässt. Resignation und Rückzug sind deshalb ständig lauernde Gefahren, denen soziale Bewegungen ausgesetzt sind. Der Philosoph Ernst Bloch hat einmal formuliert: Man solle ins Gelingen verliebt sein und nicht ins Scheitern! Notwendig ist ein Gespür für «Zeit, Ort und Bedingungen», wie die US-amerikanische Organizerin Ai-Jen Poo schreibt («Organizing with Love», in: «Luxemburg», Heft 4/2011, S. 72 – 84). Dies gilt nicht nur für Bewegungspolitik, sondern auch für die Politik einer Partei, die sich den unterschiedlichen Milieus der Gesellschaft öffnen will. Ich empfehle ganz dringend die Lektüre der Zeitschrift, die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegeben wird. |
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schrieb am
11.01.2012 um 19:34
Die Linke wird sich auch noch mehr den umweltpolitischen Themen zuwenden müssen.Eine Forderung nach bezahlbarer Grundversorgung für Ernergie,Strom und Wasser muß permanet auf der Tagesordnung stehen.Dieses sind Aufgaben die jeder vor Ort nachvollziehen kann.
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Vielleicht solltet ihr erst mal eure innerparteilichen Konflikte klären, bevor man euch als ernsthafte Alternative zum "nicht Wählen" betrachten kann!
Ihr seit keine geeinte Linke, ihr seit ein zerstrittener Haufen! Und so lange kann man euch nicht wählen - vor allen Dingen dann nicht, wenn auch eure Funktionäre wie die Made im Speck leben. Warum muss ein grosser Parteiarsch bei euch auch noch überdurschnittlich verdienen? |
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Die Linke ist eine plurale Partei, denn wir sind aus verschiedenen Richtungen zusammengekommen.
Was unsere Politiker und Funktionäre betrifft, so sehe ich mich als nicht wohlhabendes Basismitglied nicht in der gleichen Klasse (speziell in sozialistischer Terminologie) wie diese. Aber verglichen mit den Kapitalisten, die zig Millionen und Milliarden scheffeln und horten, sind unsere Politiker und Funktionäre schier Weisenknaben. |
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schrieb am
12.01.2012 um 14:43
zum Vorwurf von antares56 soviel:
• Herr Ernst fährt einen Porsche Baujahr 2001, Zeitwert ca. 22,0 T€ Einkommen Herr Ernst: • 7.668,00 € als Bundestagsabgeordneter • 1.913,00 € als Mitglied des Fraktionsvorstandes (nimmt er meines Wissens nicht mehr in Anspruch) • 3.500,00 € als Parteichef 13.081,00 € gesamt Zum Vergleich: Grüne: • 7.668,00 € für Parteivorsitzende • 11.502,00 € für Fraktionsvorsitzende im Bundestag SPD: • 19.977,00 € für Parteivorsitzende CDU-Kanzlerin: • Verzichtet auf Gehalt als Parteivorsitzende • 20.000,00 € als Kanzlerin FDP: • 19.977,00 € für Fraktionsvorsitzende Quelle: www.stern.de |
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Wer so "illu"stre Personen wie die Redler in den eigenen Reihen hat, wie soll der gewinnen können?
Die einzige wird sie wohl nicht sein. |
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Ach,die Probleme - Lötzsch ist von ihnen geradezu umzingelt: "ein Problem der Linken", "die Probleme der Menschen" (immerhin, nicht der "Leute"), die "auf die Lösung der Probleme warten", Die Probleme der Partigiani, die "konkreten Probleme", die durch Handeln zu lösen wären, die "Probleme, die nicht gelöst werden", die "Probleme der Menschen" (noch einmal), denen die Parteiglieder sich "zuwenden müssen", indem sie sich "ins reale Leben stürzen". Vielleicht ist diese Sprache das Problem. Dieses Verschieben der argumentativen Ebenen: "Warum schlagen die Wellen um den Bundespräsidenten so hoch?" fragt die Autorin. Um dann zu suggerieren, dass Die Linke die konkreten Sorgen der (einfachen) Menschen nicht mit den "großen Zusammenhängen" verbinden könne.Warum macht Lötzsch diese Volte? Sind die Mitglieder der Linken so unbedarft, dass sie solcher Argumentationskrücken bedürfen? Dass sie nicht erkennen, dass "ein Problem nicht gelöst ist", wenn ein Antrag gestellt wird. Welches Bild hat sie von ihren Genossen?
Allerdings geht es wohl weniger um Die Linke als "Problemlösungspartei" im und gegen den Kapitalismus, sondern um das simple Lancieren einer Mitgliederabstimmung in der K-Frage. "Die französischen Sozialisten haben uns vorgemacht, wie mobilisierend die Auswahl eines Spitzenkandidaten sein kann," schreibt die Vorsitzende der Partei. So war's. Nicht nur die Parteimitglieder waren mobilisiert, sondern auch "Externe". Das Resultat entsprach dem Wunsch der Medien (und Sarkozys?): Es kreisten die Primaires und gebaren .... Francois Hollande (der weiterhin für Atomkraftwerke und ein späteres Renteneintrittsalter "kämpft", die Rose in der Faust, versteht sich). Auf der "Strecke" blieben die Kandidatinnen, vor allem Martine Aubry (soviel zur Frauensolidarität) und der eher linke Arnaud Montebourg. Auf der "Strecke" blieben aber auch die Kandidaten der echten Linken, die im binären Wahlkampf keine Chance mehr haben. Aber Hollande wird eine größere "Problemlösungs-Kompetenz" nachgesagt. Ja dann.... |
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schrieb am
12.01.2012 um 17:42
@ wwalkie
Ich finde den Artikel von Frau Lötzsch in sich konzis und hier bei dFreitag überfällig. Dass Sie, wwalkie, retournieren insbesondere in Hinblick auf die französische Linke dafür danke ich auch Ihnen! In Brandenburg fällt mir "Die Linke-Basis" immer noch als ein Haufen von ewig Gestrigen auf. Dieses Beharren auf Ost-West ist schade und wohl eher der Realität gezollt, dass „Die Linke“ im Westen ein seltsamer Haufen aus verquaste Altkommunisten ist, allein sprachlich und begrifflich in den 1970zigern hängen geblieben. Da kann ich verstehen, dass Frau Lötzsch den feinen Unterschied betont. Während sich die Ost-Linken zusehends aus ihrer Betonierung befreiten, steht der West-Linken noch die ideologische Abrissbirne bevor. Zur Eigentumsfrage hat Maria Jacobi am 11.01.2012 um 20:58 schon im meinem Sinne argumentiert und Fragen gestellt! Dennoch wünsche ich mir künftig mehr solcher Artikel hier bei dFreitag! Die Frage, was ist links, was linksliberal steht ja im Raume. |
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schrieb am
12.01.2012 um 17:44
verquasten
in meinem Sinne |
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Natürlich möchte ich auch etwas von Frau Lötzsch im Freitag lesen (zumal demnächst - vermute ich - Gabriel seine momentane Charmeoffensive auch auf den Freitag ausdehnen wird).Natürlich reagiere ich - an mehr als an einer Kinderkrankheit der Linken leidend - (sprach-)sensibler auf Lötzsch als auf Gabriel (von dem ich halt weniger erwarte).
Und da nervt mich einiges. Diese verbale Wuseligkeit. Dieses dauernde Lauern auf irgendein "zu lösendes Problem", damit die Massen endlich erkennen, wer ihre Interessen wirklich vertritt. Dieses immer noch "Volkstümliche" - trotz Brecht und alledem. Diese Angst vor dem "Elitären', dieses - Pädagogen kennen das zum Erbrechen - "die Menschen(die "Leute")-dort -Abholen-wo-sie-sind, die Lidl-Kassiererin im letzten Gysi-Interview im Freitag) usw. usw. Das kann nur zu Verbiegungen/Verbeugungen vor dem "Populären", vor BILD, führen. Die "ideologische Abrißbirne" für die Westlinken sollten Sie nicht fordern, nicht wirklich. DIE (großgeschrieben) Westlinken gibt es nämlich nicht. Wenn die Dogmen der 70er (die ja schon die Dogmen der zwanziger Jahre waren) mit der Abrißbirne weggeputzt würden, wär's schlicht und darum schlecht vorbei nicht nur mit Lenin, Stalin und Konsorten, sondern auch mit Marx, Luxemburg, den Frankfurtern, Bloch u.v.a. Und dann ist nichts mehr "left". |
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@wwalkie: Ich gehöre weder zu einer Masse, noch will ich eine Masse, sondern ich will bewusste und tätige Individuen, die für ihre Interessen eintreten, anstatt sich in Fatalismus und Resignation zu ergehen. Ein Beispiel: Vorige Woche haben wir wieder Unterschriften gegen die massiven Preiserhöhungen des Verkehrsbetriebs unserer Stadt gesammelt, eine Fortsetzung unserer Aktionen über die vergangenen Monate. Es gibt inzwischen viele Menschen, denen diese Preiserhöhungen rauchen. Konkret habe ich neben Nichtreaktionen etliche positive Reaktionen auf unsere Aktionen erlebt, und Aussagen wie: "Ihr habt Recht", "Wir finden gut, was ihr tut", "Wir wünschen Euch Erfolg". Aber es gibt offensichtlich Lücken zwischen dem Denken und dem Tun vieler Menschen. Wir ich höre auch immer wieder Aussagen wie: "Die dort oben machen doch eh, was sie wollen", "Da kann man halt nichts dagegen tun".
Da tut sich eine immer größere Diskrepanz auf zwischen der Bevölkerung und den Herrschenden. Das Schlimme ist, dass immer noch so viele Leute denen vertrauen oder zumindest Freibriefe geben, von denen sie in die Pfanne gehauen werden. Ich bin niemand, der sich partout aufdrängt, aber letztendlich hauen sich die Leute somit auch selber in die Pfanne, und das ist traurig. |
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schrieb am
16.01.2012 um 00:12
@ Die "ideologische Abrißbirne" für die Westlinken sollten Sie nicht fordern, nicht wirklich. DIE (großgeschrieben) Westlinken gibt es nämlich nicht.
Da haben Sie sicher recht. Ich dachte halt an den Wahlkampf in NRW und Hessen. Und überhaupt, wie steht es um die "Die Linke" im Westen? Ich habe davon wenig Ahnung! Nein, die dürfen auch Lenin weiter lesen (hat Stalin eigentlich geschrieben - rein programmatisch?), wenn sie denn die richtigen Konsequenzen daraus ziehen. Danke für die Korrektur - das war schlampig dahergeschrieben. Übrigens habe ich nichts dagegen, wenn Gabriel hier schriebe! Dann gäbe es eine Diskussion über die SPD und den Neolibralismus, die Finanzkrise, an der diese Partei ihr Schüppchen beigetragen hat! |
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"Viele Menschen haben erkannt, dass es für sie persönlich besser ist, wenn „Lebensmittel“ – und der öffentliche Nahverkehr ist ein „Lebensmittel“ – in den Händen der Allgemeinheit blieben. Das gleiche gilt natürlich auch für Wohnungen, Krankenhäuser, Stromversorger, Schulen, Theater und Universitäten. Wenn die Linke sich intensiv um die Eigentumsfrage kümmert, dann wird sie viele Verbündete finden, mit denen sie gemeinsam diese Gesellschaft wirklich verändern kann."
Ein Wort vorweg: wenn die Genn. Lötzsch so en passant die "Eigentumsfrage" erwähnt, meint sie nicht nur die S-Bahn in Berlin, die Krankenhäuser etc. sondern die Überführung aller(!) Produktionsmittel in staatliches oder genossenschaftliches Eigentum. Das für jene, die mit der marxistischen Terminologie nicht so vertraut sind. Nun meine Antwort auf das Zitat: Tatsächlich? Alles was da im Zitat steht, hatten wir ja schon mal. Was daraus wurde, wissen alle die, die dabei waren. Es wurde Murks daraus. Ehe die Genn. Lötzsch ihre Partei auffordert, anders zu werden, müsste sie uns konkret, konkret!!! erklären, wie und was anders gemacht werden soll, damit nicht wieder Murks daraus wird. Konkret in einer BRD, die, nach dem Willen der PDS sozialistisch , aber Mitglied der EU ist und im Westen von Frankreich, im Süden von Italien und im Osten von Polen flankiert wird, von denen keiner dem Lötzschen Gedankenflug zu folgen bereit sein wird. Lötzsch sollte mal bei Lenin nachlesen, denn der war mit dem zaristischen Rußland in einer ähnlichen Situation. Und bei Solschenizyn, der beschreibt uns, wie Lenin und sein Nachfolger das Problem gelöst haben. Die Genn. Lötzsch kann niemand, der seinen Verstand beisammen hat, Ernst nehmen. |
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schrieb am
12.01.2012 um 14:25
Auszug aus dem Program der Linken:
"Wir wollen mehr öffentliches Eigentum in verschiedenen Formen. Strukturbestimmende Großbetriebe der Wirtschaft wollen wir in demokratische gesellschaftliche Eigentumsformen überführen und kapitalistisches Eigentum überwinden. Auf welche Bereiche, Unternehmen und Betriebe sich die demokratische Vergesellschaftung erstrecken und in welchen öffentlichen oder kollektiven Eigentumsformen (staatliches oder kommunales Eigentum, Genossenschaften, Belegschaftseigentum) sie sich vollziehen soll, muss im demokratischen Prozess entschieden werden. DIE LINKE setzt sich dafür ein, geeignete Rechtsformen zu schaffen, welche die gemeinschaftliche Übernahme von Betrieben durch die Beschäftigten erleichtern und fördern. Allumfassendes Staatseigentum ist aufgrund bitterer historischer Erfahrungen nicht unser Ziel. " Immer schön auf dem Teppich bleiben, Maria. |
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"Die Linke verhält sich häufig konservativer und patriachalischer als andere Parteien – sie muss sich ändern, findet Vorsitzende Gesine Lötzsch."
Ein Teil der Mitglieder Der Linken verhält sich so, nämlich insbesondere Gewerkschafter und Ex-Sozialdemokraten, wie ich auch selber festgestellt habe, und es inzwischen auch in der Partei kundgetan habe. Als alternativer und emanzipatorischer Linker komme ich mir in Der Linken mitunter vor wie in einer Koalition, wo es nicht wirklich rund läuft. |
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Als Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht ihren Status kürzlich auf „in einer Beziehung“ geändert hatten, wurde der Linken so viel mediale Aufmerksamkeit zu Teil, wie nur selten zuvor. Dieser Umstand ist zwar bedauernswert, er ist aber Teil unserer Realität. Die Linke muss akzeptieren, dass ein ausgeklügeltes Parteiprogramm, sinnvolle Anträge im Bundestag und hochgradig intellektuelle Diskussionen niemanden interessieren außer ihr selbst. Sowohl die Presse als auch die Bürger dieses Landes wollen charismatische, charmante und überzeugende Führungspersönlichkeiten sehen. Sind diese Personen gefunden und in der Parteispitze etabliert, so besteht tatsächlich eine reelle Chance die SPD als „Volkspartei“ abzulösen. Den Fokus sollte man dabei darauf legen, sich vom stereotypischen Bild des Politikers zu lösen. Die Linke hat dazu als einzige Partei eine Chance, da sie nicht mit den Interessen der Wirtschaft verbandelt ist und offen die Wahrheit sagen kann. Diesen Vorteil sollte sie viel effektiver nutzen. Des Weiteren muss sich die Linke von dem Wort „Sozialismus“ vollständig verabschieden. Damit meine ich ausdrücklich nicht die Idee sondern den Begriff. Die Deutschen wollen keinen Sozialismus – auch keinen demokratischen. Die Schlagzeile „Linke verabschiedet sich vom Sozialismus und setzt zukünftig auf soziale Marktwirtschaft“ würde den Damm in die richtige Richtung brechen. Auch wenn herkömmliche PR vielleicht nicht den moralischen Ansprüchen der Partei genügen, so muss sie sich zumindest in diesem Punkt fügen, um tatsächlich einmal mit Handlungen und nicht nur „abgelehnten Anträgen“ überzeugen zu können.
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schrieb am
12.01.2012 um 08:12
>>Sowohl die Presse als auch die Bürger dieses Landes wollen charismatische, charmante und überzeugende Führungspersönlichkeiten sehen.<<
Also reden wir mal über Fangmethoden der Wahlstimmenfischer. Warum wohl unterstützt die Mainstreampresse Politiker, die mit „Charisma“ und „Charme“ statt mit Inhalten „überzeugen“? Wir wissen ja durchaus, dass die Lobbyparteien SPD/CSU/Grüne/CDU/(FDP) Werbeagenturen unter Vertrag haben. Werbeagenturen haben die Aufgabe, ein Produkt mit einem „Image“ zu beladen, das in keinem Zusammenhang mit dem Gebrauchswert des Produktes steht. Bei Parteien heisst das eben, „Charme“ und „Charisma“ des kandidierenden Personales aufzubauen, sodass möglichst Viele vergessen, was sie in Regierungszeiten getrieben haben. Warum soll eine Linke, die Korruption/Gefälligkeitsentscheidungen für eine zahlungskräftige Kundschaft nicht zu verbergen hat, mit den gleichen Werbestrategien so tun, als hätte sie etwas zu verstecken? Ich denke nicht, dass man mit solchen Tricks Nichtwähler an die Wahlurnen zurück locken könnte, denn die fallen auf genau diese Werbestrategien nicht mehr herein. Allenfalls könnte eine fetzige Werbekampagne ein paar Wähler von den anderen Parteien abziehen. Dafür aber wird eine linke Partei nicht gebraucht. Man muss sich doch nur mal die Praxis anschauen: Die Grünen konnten der FDP Wähler abluchsen und haben dafür selbstverständlich Inhalte über Bord geworfen. Die Piraten kommen aber schon zu spät um die FDP zu fleddern. Auch wenn es schwierig ist, in einer konsumistisch konditionierten Gesellschaft („BILD empört für Sie!“) mit konkreten Analysen und Programmdebatten zu überzeugen: Eine Linke sollte ja INHALTLICHE ALTERNATIVE und nicht inhaltlicher Discounter sein. Die Rolle des inhaltlichen Discounters haben übrigens schon die "rechtspopulistischen" Gruppierungen eingenommen. >>Die Linke hat dazu als einzige Partei eine Chance, da sie nicht mit den Interessen der Wirtschaft verbandelt ist und offen die Wahrheit sagen kann.<< So ist es. Und dafür kann man eben nicht die Werbestrategien der Lobbyparteinen abkupfern, um ihnen ein paar Wähler abzuluchsen. Es braucht eigene Strategien der Faktendarlegung und des Anregens zum Denken statt des blinden Konsumierens. --- >>Die Schlagzeile „Linke verabschiedet sich vom Sozialismus und setzt zukünftig auf soziale Marktwirtschaft“ würde den Damm in die richtige Richtung brechen.<< Das wäre werbewirksam, ja. Das wirft aber auch Fragen auf: - Was müsste die Linke tun, damit zum Beispiel Friede Springer und die Familie Mohn ihr Personal anweisen, derartige Schlagzeilen zu produzieren? - Was genau bedeutet „soziale Marktwirtschaft“? In welcher konkreten Situation waren Besitzer der Produktionsmittel bereit, Arbeitskraftverkäufern die Zugeständnisse zu machen, die unter dem Schlagwort „soziale Marktwirtschaft“ bekannt sind? Kann eine Bundesregierung diese Situation wiederherstellen? - Wie können Leute, die seit ca. 2 Jahrzehnten auf „Ausbau des Niedriglohnsektors“ und möglichst vollständige Privatisierung des öffentlichen Infrastruktur setzen, von einer Rückkehr in die ökonomische Situation der 60er Jahre überzeugt werden? - Wie würde dann mit der Umwelt- und Rohstoffproblematik und der Ausbeutung der "3. Welt" umgegangen? Wie wir ja durchaus wissen, waren "new deal" und "soziale Marktwirtschaft" ausschliesslich in den Industriezentren der damaligen Welt wirksam. Die Menschen in den "Hinterhöfen" profitierten davon nicht, im Gegenteil wurde das wachsende materielle Wohlstandsgefälle zwischen "erster Welt" und "dritter Welt damals in Gang gesetzt. Nur wenige "Schwellenländer" schafften den Aufstieg zur "ersten Welt", aber um den Preis einer Parallelgesellschaft: Teils gutsitierte Industrieangestellte, teils davon ausgeschlossene Niedrigstverdiener in den Slums. Wie könnte eine "soziale Marktwirtschaft" im ökonomischen Machtzentrum BRD wiederhergestellt werden ohne den Hinterhof des Wohlstandes im Prekariat festzubinden? - Würden nicht gerade die kritikfähigen Wähler verloren gehen, wenn „soziale Marktwirtschaft“ als werbewirksames Nostalgieschlagwort ohne plausibles Konzept auf den Wählermarkt geschmissen würde? |
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Sie vergessen bei ihrer Argumentation eines: So wie bisher funktioniert es ganz offensichtlich nicht. Die Linke will doch handeln, sie will verändern. Um das zu erreichen, muss sie sich einen Plan machen, wie sie mehr Wählerstimmen ergattern kann. Denn nur diese befähigen die Partei auch, reelle Macht auszuüben.
Es geht nicht darum inhaltliche Qualität über Bord zu werfen und dafür die PR-Trommel zu rühren. Ganz im Gegenteil. Es geht darum inhaltliche Qualität richtig zu verkaufen. Denn nicht jeder gute Verkäufer hat automatisch ein schlechtes Produkt, welches er irgendwie verschleiern will. Es gibt auch gute Produkte von guten Verkäufern. Außerdem sollte die Linke bedenken, dass sie nicht die intellektuelle Elite sondern die breite Masse für sich gewinnen muss. Es ist purer Idealismus zu glauben, dass diese Masse sich intensiver als zwei Stunden im Monat mit politischen Inhalten beschäftigt und dass sie sich plötzlich davon überzeugen ließe, nicht mehr blind zu konsumieren. Dieser Zustand wird sich erst dann ändern, wenn es den Menschen - frei nach Marx - so schlecht geht, dass sie gar keine andere Wahl haben als einen Umbruch zu gestalten. Die Linke kann entweder warten bis es so weit ist oder sich stattdessen ein professionelles und erfolgversprechendes Konzept zum Wählerfang geben. Die politische alternative Linkspartei funktioniert nur, wenn sie sich genau darauf konzentriert. Sowohl auf dem Weg zur Regierungsverantwortung als auch in der Regierung selbst müssen schmerzliche Kompromisse eingegangen werden. Doch ein guter Kompromiss ist immer noch besser als weitere sechzig Jahre SPD und CDU. „Was müsste die Linke tun, damit zum Beispiel Friede Springer und die Familie Mohn ihr Personal anweisen, derartige Schlagzeilen zu produzieren?“ Eben genau das tun. Sich vom Begriff des Sozialismus trennen. An dieser Schlagzeile käme auch Springer nicht vorbei. „Was genau bedeutet „soziale Marktwirtschaft“? In welcher konkreten Situation waren Besitzer der Produktionsmittel bereit, Arbeitskraftverkäufern die Zugeständnisse zu machen, die unter dem Schlagwort „soziale Marktwirtschaft“ bekannt sind? Kann eine Bundesregierung diese Situation wiederherstellen?“ Ordoliberalismus. Die Bundesregierung könnte diese Situation wiederherstellen, ja. Sie muss selbst die konkreten Situationen schaffen, in denen die Besitzer der Produktionsmittel für Zugeständnisse bereit sind. Es gibt dazu zwei Alternativen: 1. Die Anwendung des Nudge-Konzepts zur Anregung der Arbeitgeber eigene Vorteile aus Gerechtigkeit zu ziehen. 2. Gesetze und deren Kontrolle „Wie können Leute, die seit ca. 2 Jahrzehnten auf „Ausbau des Niedriglohnsektors“ und möglichst vollständige Privatisierung des öffentlichen Infrastruktur setzen, von einer Rückkehr in die ökonomische Situation der 60er Jahre überzeugt werden?“ Garnicht. „ Wie könnte eine "soziale Marktwirtschaft" im ökonomischen Machtzentrum BRD wiederhergestellt werden ohne den Hinterhof des Wohlstandes im Prekariat festzubinden?“ Mit Hilfe des Faktors „Ehrbarkeit“ in die ökonomische Grundgleichung. Gewinnmaximierende Unternehmen tun etwas kurzfristig Rationales: Ihren Gewinn maximieren. Langfristig gesehen bedeutet das den ökologischen Untergang des Planeten, der eng mit der Ungerechtigkeit auf der Welt verknüpft ist. Davon haben auch die Unternehmer nichts. Es muss also eine Möglichkeit geschaffen werden, Unternehmen bindende Fairnesskriterien aufzubürden. Außerrdem muss über den Wachstumsbegriff neu nachgedacht werde. Qualitatives Wachstum in den Industrienationen und zunächst einmal quantitatives Wachstum in den Entwicklungsländern. „Würden nicht gerade die kritikfähigen Wähler verloren gehen, wenn „soziale Marktwirtschaft“ als werbewirksames Nostalgieschlagwort ohne plausibles Konzept auf den Wählermarkt geschmissen würde?“ Konzeptlosigkeit war nie das Thema. In Sachen Wirtschaftspolitik muss die Linke aber noch einiges tun. Vor allem im Bezug auf die Alternativen. Was soll man sich unter demokratischem Sozialismus konkret vorstellen? Staatliche Banken von korrupten staatlichen Funktionären anstatt korrupten privaten Managern geführt? Das hilft uns nicht weiter. Die Linke muss soziale Marktwirtschaft detailliert definieren. Dabei darf auch der Markt nicht zu kurz kommen. Denn ein funktionierender Markt ist auch ein funktionierendes System. |
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Die Linke muss sich ändern, natürlich.
1.Wagenknecht muss weg! 2. Lafo bleibt weg! 3. Anstelle der beiden Turteltäubchen leistet man sich fähige PR Leute. 4. Es wird nichtmehr über die Legalisierung harter Drogen schwadroniert. 5. Keine Geburtstagsgrüße mehr an persönliche Vorbilder mit fragwürdigen Ideologien. 6. Die eigenen kapitalistischen Kosumgüter sollten die jeweiligen Akteure öfter mal in Fernsehkameras halten, um klar zu machen, dass man den Lebensstil von etwaiigen Würdenträgern wie Bundespräsidenten und Schatzmeistern nicht verteufelt. 7. Große Koalition mit derPartei auf Bundesebene anstreben ! |
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8. Gewisse Hardcorefans loswerden, welche ganze Foren zusammenschreiben, deren restliches Publikum einfach nicht einsehen will, dass der Kommunismus die einzig wahre Gesellschaftsordnung ist.
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schrieb am
13.01.2012 um 09:18
Sponsoring - Einblicke in das Schattenreich der Parteienfinanzierung – war ein Monitor Thema bei ARD. Da hat sich bei mir die Erkenntnis verdichtet, Deutschland braucht die Linkspartei, die sind wenigstes relativ unverdächtig wenn es um verdeckte/ Spenden o. Parteifinanzierung geht.
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Mit 6-7 % kann man die Welt nicht verändern. Das heißt, dass die Linke bei den großen Themen wie den Bankencasinos nur Kritik äußern kann, während sie bei den kleineren Themen wie der Geschichte mit der S-Bahn durchaus fähig ist etwas zu verändern. (indem sie z.B. Verhandlungen vorantreibt oder Unterschriften sammelt usw.) Das würde der Partei helfen ihre Streitigkeiten zu schlichten und bei den Wählern würde es auch gut ankommen.
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@Gesine Lötzsch
Danke für den Gastbeitrag! "Wir werden schnell an Attraktivität gewinnen, wenn unsere Politik konkreter wird und zum Mitmachen anregt. Wenn wir unsere Politik in diesem Sinne ändern wollen, dann müssen wir uns als Partei grundlegend ändern. Es reicht nicht, nur jünger, moderner und weiblicher werden zu wollen." Geht es wirklich, nach dem Credo der Holschuld, ums Mitmachen Anregen oder nicht eher doch, eher nach dem Credo der Bringschuld, darum, sich als etabliert einigermaßen fianziell gut unterfütterter Linkspartei über das parteifinzierungsgesetz dazu aufzuraffen, in der Zivilgesellschaft bei Initiativen, wie der Occupy Bewegung mitzumischen, dieser personell und materiell unter die Arme zu greifen. Das würde jetzt in Berlin sehr helfen, der Occupy Bewegung geheizte Räume, samt sanitäre Anlagen, bereit zu stellen. Ein weniger gutes Beispiel des "Mitmachens" ist wiederum die Teilnahme von Klaus Ernst am Difilee Marsch für Bundespräsident Christian Wullf zum Neujahrsempfang. Was für einen schräge prekäre Nummer: N. m.E. gibt sich die Linkpartei deshalb wohl weniger konservativ denn staatstragend!, oder? siehe dazu: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/klaus-ernst-mit-dem-wullfschen-klammerbeutel-gepudert 13.01.2012 | 01:11 Klaus Ernst mit dem Wullfschen Klammerbeutel gepudert. klaus_ernst linkspartei christian_wulff wullf bundespräsident neujahrsempfang transparacy_international michael_konken djv Klaus Ernst, Co- Vorsitzender der Linkspartei fühlte sich, womöglich als gestandener Gewerkschafter in der Automobil- und Metallindustrie "VW/Porsche lassen grüßen!", zum Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Christian Wulff, nebst Gattin Bettina, als forscher Porschefahrer befohlen wie gerufen und schon war er, breit lächelnd da, allzeit bereit, sich von Bundespräsident Christian Wulff, händeschüttelnd, mit dem Dauerlächler Klammerbeutel pudern zu lassen. Nur gemietete Knallchargen grinsen auf solchen Staats- Empfängen, im Defilee aufmarschierend, noch breiter als Klaus Ernst. Da bewahrheitet sich die alte leise Volksweise: "Kein Meister ist vorm Himmel gefallen". Da übt Klaus Ernst halt noch. |
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Erstmal finde ich, dass die Linke gute Oppostionspolitik gemacht hat, es gab auch schon andere Zeiten. Aber da ist eine qualitative Verbesserung eingetreten. Doch die Leute nehmen es schon wahr. Die Linke muss sich damit abfinden, dass sie von vielen Menschen nicht gewählt werden wird, die trotzdem zuhören, wenn die Linke etwas Gescheites sagt, oder eben weghören, wenn nicht.
Also die Linke kann ihre Qualität nicht nur an Stimmen festmachen (gilt für jede Partei, aber bei der Linken ist die Grenze, die man überwinden muss, um sie zu wählen besonders groß). Wieso hier lamentiert wird, dass man konkret nichts oder zu wenig tut, ist mir unklar. Von wem wird die Linke gehindert, die occupy Bewegung mehr zu unterstützen, zu der sie doch originär passt? Was hindert sie zu Großdemos aufzurufen für die Verstaatlichung der S-Bahn? Alternativ fände ich es noch cleverer in dem Punkt den Schulterschluss mit den Piraten zu suchen und kostenfreie Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu fordern (wenn Steuergelder zahlen, ist sie auch verstaatlicht) evtl kann man wegen umweltfreundlicher Verkehrspolitik dafür auch noch die Grünen mit ins Boot kriegen. Selbst linke SPDler müssten weich werden, wenn sie ausreichend realisieren, dass nur arme Menschen durch den Nahverkehr unzumutbar geschröpft werden. Ich weiß nicht was Sie den Menschen vermitteln müssen, wo das Problem ist: Sie haben die herrlichste Spielwiese der Welt. Opposition, stabile Wählerstimmen, genügend Prominenz und jeder Trend und jede Entwicklung derzeit lässt sich für die Linken vortrefflich ausschlachten. Einen Artikel drüber zu schreiben, dass man aus den Hinterzimmern muss, ist noch nicht so ganz der Griff an die Türklinke ^^ |
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Sehr geehrte Frau Lötzsch,
zunächst einmal ein Dankeschön für Ihren Beitrag, in dem sie durchaus selbstkritisch auf die Probleme ihrer Partei eingehen. Ich greife einmal Ihre Überschriften heraus und versuche anhand dieser relativ kurze Statements abzugeben, weil meine Vorkommentatoren breits sehr viel Gescheites geschrieben haben. Eisbären auf schmelzenden Eisschollen Hier gebe ich Ihnen voll und ganz Recht. Die Frage, ob die deutsche Bank verstaatlicht werden soll oder nicht, ist weitestgehend irrelevant. Er verstellt den Blick auf das Wesentliche. Im Grundgesetz sind in den Artikeln 14 Abs. 2 und 15 die Grundlagen dafür geschaffen, einerseits Privateigentum gemeinwohlverträglich zu reglementieren bzw. Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel gegen Entschädigung zu vergesellschaften. Ein weiteres Problem sind Monopole bzw. Oligopole insbesondere dann, wenn es um die elementare Daseinsvorsorge geht. Typisch dafür sind die Energieversorger in Deutschland. Vier Unternehmen, Vattenfall, RWE, EnBW und EON teilen sich den Markt auf, verdienen Milliarden und entlassen dann sofort ihre Mitarbeiter, wenn die Bundesrepublik aus der Atomkraft aussteigt. Die ganze Privatisierungswelle in Deutschland ist ein einziger Skandal. Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es einen einfachen Satz: Beteiligungen, die etwas abwerfen, soll man nicht verkaufen und Beteiligungen, die nichts oder wenig abwerfen, kann man nicht verkaufen. Die Verzettelung in Einzelthemen, an den sich einzelne Vertreter ihrer Partei regelrecht aufreiben, ist bei der Linken besonders auffällig. Es fehlt der Blick auf die Metaebene, der aber dann auf die einzelnen Themen herunter gebrochen werden muss. Hier geht es um Transparenz und Verständlichkeit. Die Probleme der Menschen Ein Parteiprogamm ist zwar wichtig, interessiert aber die Menschen außerhalb ihrer Partei überhaupt nicht, weil sie es nicht lesen. Die Probleme der Menschen zu erkennen, die zu ihrer Wählerzielgruppe gehören, ist zwar wichtig. Wenn sie aber keine konkreten Schritte anbieten können, diese Probleme zeitnah zu beheben, werden sie unglaubwürdig. Solange sich die Linke aber im Bund nicht in der Regierung befindet, hat sie nur wenige Möglichkeiten, ihre Umsetzungskompetenz unter Beweis zu stellen. Hier fehlt der Linken die nötige Geschmeidigkeit in ihrer Argumentation und die von ihrer Partei praktizierte Fundamentalopposition ist da alles andere als hilfreich. Lafontaine und auch Ernst betonen dann immer wieder, dass die Linke die anderen Parteien vor sich hertreibe. Das, liebe Frau Lötzsch interessiert keine alte …. Erschwerend kommt hinzu, dass die Linke überall dort, wo sie mitregiert hat, zum Teil gegen ihre Grundsätze gehandelt hat. Das kommt nicht gut an. Des Weiteren fehlt der Linken der Blick für den kleinen Mittelstand, der den Großteil der Menschen in Deutschland beschäftigt. Die Linke muss es schaffen, dass beide Seiten sich nicht gegeneinander aufhetzen lassen, sondern im Prinzip im gleichen Boot sitzen, weil die Regierung im Grunde genommen eine mittelstandsfeindliche Politik macht. Regieren oder Opponieren Solange die Linke im Bund nicht mitregiert, kann sie nur opponieren. Wenn die Linke mitregieren will, müsste sie sich zunächst einmal zu ihrer Koalitionsfähigkeit bekennen. Dafür müsste sie Positionen aufgeben, die bei ihrem möglichen Koalitionspartner nicht verhandelbar sind. Und da geht es bei den Linken ans Eingemachte, wenn ich z.B. an die Beteiligung an Kriegseinsätzen denke. Dass das Erscheinungsbild der Linken von Uneinigkeit bzw. Zerstrittenheit geprägt ist, hat damit zu tun, dass zentrale Themen in ihrer Partei nicht aufgearbeitet, sondern unter den Teppich gekehrt werden. Dieser Dreck und Unrat stinkt dann solange vor sich hin, bis er an die Oberfläche gelangt und dann macht sich übler Geruch breit. Warum eigentlich zusammenwachsen? Das Problem besteht darin, dass die Linke im Osten Volkspartei ist - allerdings mit sinkender Tendenz – und im Westen diesen Status nie erreicht hat, sieht man einmal vom Saarland ab. Die Linke muss nicht zusammenwachsen, sie braucht aber eine Strategie, die ihre Wähler in Ost und West erreicht und sie braucht eine Führung, die beide Kulturen unter einem glaubhaft vermittelten Leitmotiv verbindet. Nach innen können sie sich „streiten“ wie sie wollen, nach außen sollte wenig bis gar nichts davon dringen. Genau das gelingt aber nicht, trotz einer Zustimmung zu ihrem Parteiprogramm von 97%. |
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Was mir ein wenig zu denken macht ist dieses "wir" in dem Beitrag. "Wir müssen" darüber reden. Ich glaube am einfachsten geht es immer mit individuellem Handeln, mit dem besseren Beispiel, das andere nachmachen können.
Das ist ja auch in der Krise das Problem. Da müssen Pläne in der Schublade liegen. Man braucht mehr Generalstab und weniger Kassandra. Kassandra ruft: Ich hatte recht. Normalo fragt: Was tun? Kassandra tut nix. Sie wusste ja, was kommt. Sie bildet mit den Normalos keine Leidengemeinschaft. Von Generälen erwarten wir Pläne in der Schublade, gerne auch was verrückteres, das kommt an. Man bräuchte Projekte wie die Mondlandung, die Frauenkirche, die Menschen inspirieren, und in derem Umfeld interessante Technologien für die Zukunft reüssieren. Bei der S-Bahn ist den Leuten ganz egal wem sie gehört. Da zählt nur, was es kostet, und dass die Anbindung stimmt. Nicht die Kapitalstruktur des Eigentümers. Aber Kleinteiligkeit ist ein Vorteil. Wenn die S-Bahn nur S-Bahn wäre, als Genossenschaft der Berliner, das wäre wohl am besten. Dann ginge es nur darum, welche Strecke wir als nächstes bauen. Die Entfremdung durch Abstraktion vom Gegenstand zeichnet alle Konzerne aus. Asien ist auch deshalb erfolgreich, weil dort überall Ingenieure in den höchsten Staatsämtern sitzen, also Leute, die auf technische Problemlösung fixiert sind, für die es normal ist, was zu bauen. |
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Es war falsch sich gegen die Urabstimmung zur Wahl eines Pateivorsitzenden zu stellen ,besser wäre sogar den gesamten Parteivorstand so zu wählen.und damit die Grundstimmung in der Bevölkerung nach direkter Demokratie zu ignorieren.Sollten wahltaktische Gründe eine Rolle gespielt haben.So hat man sich
damit einen Bärendienst erwiesen. Grundlage sollte die Umsetzung des neuen Programms sein und nicht die unterschiedlichen "Kulturen " in Ost und West. Die Papstwahl geht anders,Da gibt es weniger schwarzen Rauch als bei den Linken zur Zeit. |
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"Raus aus den Hinterzimmern"
Mir sagt der Beitrag von Gesine Lötzsch weitestgehend zu, allerdings merke ich als aktives Mitglied aus meinem konkreten Erleben an: Wir - ob Basismitglieder oder Politiker - hocken längst nicht nur in Hinterzimmern, sondern wir sind auch stark in der Öffentlichkeit aktiv, und wir rotieren hier in Bayern mitunter regelrecht. |
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Ernst ist ja gut und schön. Aber manchmal ist weniger Ernst mehr.
Und wenn in den Hinterzimmern überlegt wird, Konzepte erdacht und sich die Haare gerauft werden... dann ist das gut für die Zukunft dieser Republik! Keine Botox-Kartoffeln Und diese ein wenig dümpelnde Republik braucht ein linke Perspektive. Alleine schon deshalb, weil der blaugelben Underground-Partei (BlueYellow Submarine) Partei nichts weiter einfällt als weiterhin auf Wachstum zu setzen. Wo uns das hinführt, hat die "Aldisierung" längst aufgezeigt. Gedopte Hühner, überzüchtetes Mastvieh, gespritzte und genmanipulierte Lebensmittel. Soll doch Bayer in die USA gehen - auch wenn es mir um die 140 Angestellten leid tut - aber hier wollen die meisten Menschen keine "Botox-Kartoffeln". Und das ist doch ein gutes Zeichen! |
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