Wochenthema

Jeder Terrorist folgt einer Gesinnung. Die Logik des Anders Breivik

Gehirnwäsche

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Thomas Hylland Eriksen
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Terror | 28.07.2011 07:00 | Lotta Suter

Weiß, christlich, skrupellos

Seine Taten erklären oder ihn ausgrenzen – das scheinen die beiden Reaktionen zu sein, die Anders Breivik seinem Publikum lässt. Darauf müssen wir aber nicht hereinfallen

Große Schrecken halten wir aus, indem wir sie umgehend als das „ganz Andere“ von uns weisen. Oder aber wir erklären uns das Trauma und ordnen es so in unser Verständnis von Normalität ein. Das ist im Fall des jüngsten Terroraktes in Norwegen nicht anders. Die zahlreichen Kommentare und Analysen von Anders Behring Breiviks Tat und von seinem Manifest zur Tat lassen sich in der Regel leicht der einen oder anderen Strategie zur Krisenbewältigung zuordnen.

Jens Breivik zum Beispiel, der Vater des Attentäters, hat seinen Sohn nach der schrecklichen Tat glatt verleugnet. Er bedauerte, dass Anders sich beim Massaker auf der Insel nicht gleich selbst mit umgebracht hatte. Als ein Reporter den ehemaligen Diplomaten fragte, was seine Botschaft für den mutmaßlichen Massenmörder sei, antwortete der Mann, er habe nichts zu sagen. Sein Sohn lebe in einer anderen Welt und würde ihn doch nicht verstehen.

Neben den engsten Familienangehörigen sind es vor allem die rechtsradikalen und rechtspopulistischen Blogger aus Europa und den USA, die Wahlverwandten von Anders Breivik, die sich nun entschieden von dem selbst ernannten „Tempelritter“ distanzieren (siehe Bericht unten auf dieser Seite). Aber auch ein Teil der Medien versucht, sich selber und ihr Publikum durch die Pauschaldiagnose „Wahnsinn“ zu entlasten.

Die linkeren unter den Kommentatoren hingegen verstehen auch noch diesen Massenmord unvorstellbaren Ausmaßes als Ausdruck bestimmter gesellschaftlicher Konstellationen. Der US-Korrespondent des Guardian, Gary Younge, ist nur einer unter vielen, der den Rechtsterroristen Anders Breivik zum Resultat einer bestimmten europäischen Wirtschafts- und Immigrationspolitik reduziert. Solche Stimmen warnen denn auch, dass die demokratischen Defizite der Europäischen Union und die Globalisierungsfolgen den Hang zum Faschismus noch verstärken werden.

Bluträcher der Gerechten

Besonders aufschlussreich, was den Umgang mit dem Schrecken anbetrifft, ist die aktuelle Norwegen-Berichterstattung in den USA. Im eigenen Land aufgewachsene Terroristen werden dort gemeinhin als wirre Psychopathen und brutale Monster dargestellt – und so verbal aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Egal wie oft sich solche Schreckenstaten wiederholen, immer wieder sprechen US-amerikanische Medien von irren Einzeltätern. Dabei sind die Massenmorde an der Columbine High School in Colorado (1999), in einem amischen Schulhaus in Pennsylvania (2006), an der Virginia Tech University (2007), in der Militärbasis Fort Hood in Texas oder im Januar dieses Jahres auf einer Politikveranstaltung in Tucson in Arizona durchaus Beispiele für einen Wahnsinn mit Methode, der noch funktionierende öffentliche Institutionen anpeilt und trifft.

Im Fall von Anders Breivik ist die Ausgangslage etwas anders, denn Norwegen ist weit weg. Und diese geografische Distanz erlaubt es, das Schreckliche etwas näher zu betrachten. Die New York Times etwa fragt diesmal ausführlich nach den Wurzeln und dem gesellschaftlichen Nährboden der Terrortat. Sie benennt islamfeindliche und rassistische US-amerikanische Stimmen, die Breivik beeinflusst haben. Die Zeitung zitiert sogar einen hohen US-Sicherheitsbeamten, der meint, ein Massaker wie das in Norwegen sei in den USA jederzeit möglich. In Michigan etwa wurde im vergangenen Jahr eine apokalyptische christliche Miliz, die sogenannten Hutaree, vom FBI infiltriert und bei der Planung eines Bombenanschlags verhaftet; diese Gruppe besaß ein größeres Waffenarsenal als alle seit dem 11. September 2001 verhafteten islamischen Terrorverdächtigen zusammengenommen.

Ideologisch motivierte Massaker durch einheimische Terroristen sind in den USA natürlich nicht bloß jederzeit möglich, sondern längst Wirklichkeit. Offenbar hat sich Anders Breivik direkt von zwei der prominentesten weißen Terroristen der USA, nämlich von Timothy McVeigh und Ted Kaczynski, inspirieren lassen.

Timothy McVeigh, der Golfkriegsveteran und Attentäter von Oklahoma City aus dem Jahr 1995, nahm ebenso wie nun der junge Norweger den Tod von Dutzenden von unschuldigen Menschen als unvermeidlichen Kollateralschaden in einem grausamen, aber notwendigen Krieg gegen eine dekadente Regierung und Gesellschaft in Kauf. McVeigh wie Breivik sahen sich als militärisch disziplinierte Freiheitskämpfer, als männlich unerschrockene Retter, Ritter und Rächer der Gerechten.

Breiviks wortreiche Rechtfertigung der Tat hingegen orientiert sich am Harvardmathematiker und Unabomber Ted Kaczynski, der die USA von 1978 bis 1995 durch seine Briefbombenkampagne verunsicherte. Breivik hat Kaczynski in seinem 1.500-Seiten-Wälzer anscheinend sogar plagiarisiert. Zwar sind die beiden Männer durch Jahrzehnte der gesellschaftlichen Entwicklung getrennt. Und während der eine gegen Technologisierung und die Gefährdung der reinen Natur wetterte, schreibt der andere Hasstiraden gegen Islamisierung und die Gefährdung der rein weißen Christenheit (siehe Analyse rechts auf dieser Doppelseite). Doch einig sind sich die beiden in der Dringlichkeit ihres persönlichen Kreuzzuges, für den die edle Aufgabe alle Mittel heiligt.

Beide beschimpfen sie Linke, Humanisten und „kulturelle Marxisten“ als Schwächlinge, deren Mangel an Standhaftigkeit alle ins Verderben führe. Beide Manifest-Autoren haben sich so intensiv in eine pseudointellektuelle Konstruktion ihrer Weltsicht verstrickt, dass sie dabei den Faden zur Wirklichkeit verloren.

Diese Art Realitätsverlust habe er in seiner eigenen Familie erfahren, schreibt der US-amerikanische Autor Frank Schaeffer in Christian Jihad?, einem Text zum Attentat in Norwegen. Als Sohn des militanten evangelikalen Pastors Francis Schaeffer, der unter anderem die konservative christliche Gemeinschaft L’Abri in der Westschweiz gründete, erlebte Schaeffer junior eine fundamentalistisch eingeengte Kindheit. Frank Schaeffer glaubt, die radikalen Schriften seines 1984 verstorbenen Vaters würden in den USA bis heute Abtreibungsgegner, Schwulenhasser und Tea-Party-Anhänger zu Gewalttaten aufhetzen. Schließlich gebe es eine indirekte, aber tödliche Verbindung zwischen aggressiver Rhetorik und aktivem Terrorismus.

Das Unfassbare bewahren

Wer wie sein Vater aus ideologischem Fanatismus – sei dieser nun christlich oder islamisch oder sonst wie gefärbt – der gewählten Regierung und den in demokratischen Prozessen festgelegten Gesetzen ständig die Legitimität abspreche, bereite den Boden vor für Einzelkämpfer oder Milizen, die beanspruchen, Richter und Henker in einem zu sein.

Frank Schaeffer, der in einem ziemlich konspirativen Milieu aufgewachsen ist, warnt auf alternet.org, einer Webseite des Independent Media Institute: „Es braucht nicht viel Fantasie um sich auszumalen, wie eine ‚sezessionistische‘ Gruppe oder Mitglieder irgendeiner ‚Miliz‘ ihren US-amerikanischen Pass, ihre weiße Haut und ihre gutbürgerliche Identität als Deckung benutzen und sich eine Massenvernichtungswaffe beschaffen, mit der sie uns dann alle von der ‚tyrannischen Regierung befreien‘, oder aber die ‚Abtreibungsmetropole‘ New York oder ‚das von Schwulen besetzte‘ San Francisco bestrafen wollen.“

Ausgeschlossen sind solche Szenarien bestimmt nicht einmal in Europa. Aber wer sich zu sehr auf das Denken und die Strategien von Terroristen konzentriert, gerät selbst schnell ins Konspirative, hypostasiert wiederum die Bedrohung und übernimmt das Schwarz-Weiß-Denken der Terroristen. Arme Ritter wie Anders Breivik agieren nie rein zufällig, sondern haben einen emotionalen und politischen Hintergrund, den es sorgfältig zu analysieren gilt. Vollständig verstehen können muss man einen Massenmörder aber nicht. Er bleibt ein Stück weit unfassbar. Das Erschrecken steht uns durchaus zu. Einen Moment lang wenigstens – dann kehren wir hoffentlich zurück zum geduldigen und einigermaßen vertrauensvollen Wiederaufbau einer offenen Gesellschaft.

 
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Artikelaktionen
Kommentare
apatit schrieb am 28.07.2011 um 08:06
… ist dieser Massenmörder nicht auch ein Produkt unserer Zeit, auch wenn`s keiner sagen möchte?!...
Steffen Kraft schrieb am 28.07.2011 um 11:52
Vgl. den ersten Absatz des Texts:

Große Schrecken halten wir aus... indem wir uns das Trauma erklären und es so in unser Verständnis von Normalität einordnen.
Lethe schrieb am 28.07.2011 um 12:13
wir werden Leute wie Breivik jedenfalls nie verstehen lernen, wenn wir versuchen, ihn als Teil des Unnormalen, Unerwartbaren, Heimsuchenden deklarieren statt ihn aus der Normalität der menschlichen Spezies zu erklären. Für uns ist es nun mal normal, andere unserer Art als Verfügungsmasse unserer eigenen Absichten aufzufassen. Das "absolut böse" (Janne Kristiansen) des Anders Breivik besteht lediglich darin, dass er gruppenintern vorgeführt hat, was üblicherweise nur gruppenübergreifend in dieser Deutlichkeit praktiziert wird. Dass er, auf unfreiwillige Art, ein Spiegel ist.

www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/EKLAT-Politiker-lobt-Ideen-des-Taeters;art4306,1055832
Urmel auf dem Eis schrieb am 31.07.2011 um 00:56
Für das Vergessen Stehende(r):

"Für uns ist es nun mal normal, andere unserer Art als Verfügungsmasse unserer eigenen Absichten aufzufassen. Das "absolut böse" (Janne Kristiansen) des Anders Breivik besteht lediglich darin, dass er gruppenintern vorgeführt hat, was üblicherweise nur gruppenübergreifend in dieser Deutlichkeit praktiziert wird. "

Was wollten se denn mit diesem inhaltsleeren und unaussagefähigem Geschwurbel sagen ?
Das ein Einzelner sich im Kreis aufgestellt hat ?
christiansteifen schrieb am 28.07.2011 um 10:10
Die Medienlandschaft sollte davon absehen Breivik permanent mit Ted Kaczynski zu vergleichen, denn dies fördert eine »pseudointellektuelle Konstruktion ihrer Weltsicht in der sie den Faden zur Wirklichkeit verliert«.

Kaczynski schreibt in seinem Manifest streckenweise erschreckend nüchtern und klar argumentiert über die von ihm befürchtete, zwangsweise Entwicklung einer kapitalistisch-hedonistischen Technikgesellschaft. Dass seine Überzeugung so fatalistisch ausfällt und ihn zu Gewalttaten motiviert hat, ist schade und schlimm für die Opfer.

Ihn mit Breivik zu vergleichen, bloß weil dieser von ihm abgeschrieben hat, ist jedoch nicht nur ein wenig zu billig, sondern zeugt von einem kapitalistisch-hedonistischen Abschreibejournalismus, den man hier eigentlich nicht erwarten würde.

Schließlich würde auch niemand einen ehrlichen Studenten mit Guttenberg vergleichen, bloß weil dieser aus dessen Hausarbeit abgekupfert hat.

Breivik hat meines Erachtens psychisch schwer einen an der Schwarte, ist motiviert von Minderwertigkeitsgefühlen gepaart mit völlig abgehobenen, surrealen Idealen. Der Mann hält sich für den »Justiciar Knight Commander of the PCCTS, Knights
Templar« und verbringt weite Strecken in seinem »Manifest« mit der Beschreibung seiner schwachsinnigen Taten. Er führt Interviews mit sich selbst und stellt unhaltbare Thesen auf. Er beschwert sich seitenlang über die technischen Fehler frei verfügbarer Bombenbauanleitungen und beschreibt, wie er bargeldlos viele Zutaten mit seiner Visa-Karte im Internet und in Läden kauft (!sic) um diese anschließend paranoid auf GPS-Empfänger zu untersuchen. Insgesamt geht er jedoch intelligent und zielgerichtet genug vor, um seine Vorhaben in die Tat umzusetzen und nicht vorzeitig entdeckt zu werden.
Steffen Kraft schrieb am 28.07.2011 um 11:52
Vgl. den ersten Satz des Artikels oben:

"Große Schrecken halten wir aus, indem wir sie umgehend als das „ganz Andere“ von uns weisen."
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 15:28
@christiansteifen

"Breivik hat meines Erachtens psychisch schwer einen an der Schwarte, ist motiviert von Minderwertigkeitsgefühlen gepaart mit völlig abgehobenen, surrealen Idealen. Der Mann hält sich für den »Justiciar Knight Commander of the PCCTS, Knights
Templar« und verbringt weite Strecken in seinem »Manifest« mit der Beschreibung seiner schwachsinnigen Taten. Er führt Interviews mit sich selbst und stellt unhaltbare Thesen auf. Er beschwert sich seitenlang über die technischen Fehler frei verfügbarer Bombenbauanleitungen und beschreibt, wie er bargeldlos viele Zutaten mit seiner Visa-Karte im Internet und in Läden kauft (!sic) um diese anschließend paranoid auf GPS-Empfänger zu untersuchen. Insgesamt geht er jedoch intelligent und zielgerichtet genug vor, um seine Vorhaben in die Tat umzusetzen und nicht vorzeitig entdeckt zu werden."

Das ist der Augenschein, was aber ist der Weg zur Wahrheit?
Es sollen ja auch schon Geheimdienste, darunter die CIA/Mossad/ MP 6/STASI Doktorarbeiten, Manifeste für Kundschafter des Friedens, Kundschafter, Hitmen der Optionen auf Krieg, innen wie außen, in deren Montblanc Feder diktiert haben

Ist es nicht so, dass Sie hinten, ohne belastbare Beleg, praktizieren, was Sie vorne so vollmundig abwertend beklagen?
christiansteifen schrieb am 28.07.2011 um 16:24
@ Joachim Petrick: Oooch kommense. Ich vergleiche nicht, ich unterscheide. Es geht mir nicht um die Wahrheit, sondern um meine Meinung. Und meine Meinung habe ich mir nach der Lektüre von »Industrial Society and Its Future« und nach Überfliegen von »A European Declaration of Independence« relativ gewissenhaft gebildet. Die ist im groben, dass Breivik scheinbar ziemlich verquaste Motive hatte und Kaczynski intellektuell ausgesprochen faszinierend ist. Kurzum, es ist nicht so, und von belastbaren Belegen sollten sie mit Ihrem Geheimdienstgefasel wohl schweigen, oder?

@ Steffen Kraft: Womit vergleichen? Mit Ihrem Zitat? Stimmt überein. Aber im Ernst, Sie adressieren einen Punkt den ich nicht angesprochen habe, jedoch teile: Der feine Herr Breivik hat sorgfältig gelesen und recherchiert, wie wir alle. Eben da unterscheidet er sich nicht groß von uns, nur hat er eben eine andere, allerdings nicht weniger aufwändige Lösung für sein Anliegen gefunden. Eine Gesellschaft die demokratisch-hierarschisch organisiert ist, durch sich überschneidende legislative Zeiträume zergliedert, wird wohl immer dazu neigen, einige wenige so im Dunkel zu lassen, dass derart verstörende Ideen Wirklichkeit werden. Betrachtet man die Sache durch die quantitative Brille ist aber alles halb so wild. 68 Leute, na und? Alkohol und Rauchen fordern täglich mehr Opfer und deren Schuld wage ich ebenso zu bezweifeln.
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 20:38
@christiansteifen

"Ich vergleiche nicht, ich unterscheide. Es geht mir nicht um die Wahrheit, sondern um meine Meinung."

Besser kann man/frau das hohe Gut Meinungsfreiheit nicht definieren.
Danke!

Obgleich Vergleiche ja von Unterscheidungen leben!, oder?
Uwe Theel schrieb am 29.07.2011 um 00:49
@ Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 15:28

Zum mindestens dritten Mal in einem anderen Thread gefunden:

"Es sollen ja auch schon Geheimdienste, darunter die CIA/Mossad/ MP 6/STASI Doktorarbeiten, Manifeste für Kundschafter des Friedens, Kundschafter, Hitmen der Optionen auf Krieg, innen wie außen, in deren Montblanc Feder diktiert haben "

Diese die Unschuldsvermutung um Breivik stützende Formulierung wäre zu ergänzen mit der entlastenden Hypothese:

Da die Krimnalpolizei in Neustadt auch schon einmal einen einarmigen Mörder gefaßt hat, (die historische Vorlage zur Fernsehserie "Auf der Flucht"), dieser aber seit 10 Jahren schon wieder entlassen ist und niemand gesehen hat, dass kein einarmiger Mann neben Breivik auf der Ferieninsel war, könnte es sein, dass Breivik unschuldig ist.
Urmel auf dem Eis schrieb am 31.07.2011 um 01:09
christiabsteifen,

"und Kaczynski intellektuell ausgesprochen faszinierend ist"

Ja, ist er. Unbedingt.
Und Mc Veight auch. Gore Vidal hat bis kurz vor der Hinrichtung dieses jungen Kriegs-Veterans mit ihm korrespondiert und seine wirkliche Geisteshaltung (entgegen der der veröffentlichten Meinung) dokumentiert.

Die o.G. waren/sind, (K. sitzt meines Wissens in der US-Gefängnis-Psychiatrie ein) beide intellektuell unbestechlich und "drehten durch".
zelotti schrieb am 02.08.2011 um 13:01
Aber der Kaczynski hat nicht seine Verhaftung narzisstisch angestrebt,
Amanda Donata schrieb am 28.07.2011 um 13:33
Liebe Autorin,
meinen Dank, daß Sie sich so engagiert gegen das Böse in dieser Welt einsetzten – in diesem Fall gegen diesen das Leben raubenden, mörderischen Todesengel aus Norwegen.
Wie Sie den schwierigen Komplex entfalten und Schuld und Schuldigen beim Namen nennen, finde ich bemerkenswert.
Nicht weniger bemerkenswert scheint mir Ihre Unbestechlichkeit des Urteilvermögens. Merci.
Dennoch stört mich ein Punkt an Ihrer Veröffentlichung – Ihre geoutete Überschrift, die mich in der schlichten und undifferenzierten Art an die Schreibwut des „Stürmers“ und an den „Völkischen Beobachter“ erinnern – das war doch nicht Ihre Absicht. Warum vermieden Sie das passende Wörtchen „freimaurerisch“? War es zu lang? Und warum nennen Sie obigen Mordschützen bloß einen „selbsternannten Tempelritter“? Haben Sie schiß?
Doch unterlassen Sie es bitte, religiöse Gemeinschaften so infam mit einem Massenmörder in Verbindung zu bringen. Hätten Sie in ähnlichem Falle es mit „jüdisch“ wiedergegeben, dann dürfen Sie gewiß sein – rein virtuell - hätte ich Ihnen die Augen ausgekratzt;-)
Das Unglück von Oslo und Utøya ist schlimm genug.
Vermeiden Sie bitte in Zukunft Überschriften, die zur Hetze antreiben – es ist ein böses Erbe der deutschen Nazi-Presse, schließen Sie sich nicht an – mein Appell an Sie. Danke.
Amanda Donata schrieb am 29.07.2011 um 12:33
Erlauben Sie, bitte ..

Kleiner Appendix:

Habe Freunde, welche sich als gläubige Christen verstehen. Mir fällt dabei auf, daß sie sich oft klein machen und schweigen, wo ein Protest angebracht wäre. Für mich persönlich ist klar, was ich bin und zu wem ich gehöre. Wir müssen dies nicht erst glauben, weil wir es von Geburt an sind. Empfinde es leichter und unverkrampfter. Nun, ..

Fand es amüsant, als mir am frühen Morgen eine christliche Freundin diese Verse als einen netten Wochenendgruß zumailte und ein paar Gedanken dazu schrieb; ich denke, konnte Mirjams Überlegungen nachvollziehen ..:

Will diese Verse Ihnen nicht vorenthalten - und denken Sie selber einmal darüber nach:

Losung für Freitag, den 29. Juli 2011

Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.
Prediger 12,14

Er wird einem jeden vergelten nach seinen Taten.
Römer 2,6

Adonai sei gepriesen, der Frömmelei bedarf ich nicht .. Sie verstehen ..;-)

AD

www.youtube.com/watch?v=QIGy2x2KhCg&feature=related
ChristianBerlin schrieb am 31.07.2011 um 18:37
.. Sie verstehen ..;-)

Ich nix verstehen. Das fängt schon am beim Kernvorwurf:

Dennoch stört mich ein Punkt an Ihrer [sic!] Veröffentlichung – Ihre [sic!] geoutete Überschrift

Die Überschriften macht üblicherweise nicht die Autorin oder der Autor selbst, sondern die Redaktion. An deren Adresse müsstest Du deshalb die Kritik (mutmaßlich) zuerst richten.

Beim Freitag war ich übrigends, wenn es um meine Beiträge ging mal glücklich, mal weniger glücklich mit den Überschriften.

Hier hätte ich nichts zu meckern gehabt, obwohl ich ehrenvoll finde, dass die die Christen, zumal die evangelikalen, zu denen Deine Freunde offenbar gehören. Richtig geraten? Der Zusatz "gläubige" verrät, dass Deine im weitesten Sinne evangelikal sein dürften, was bedeutet und nicht jeden, der sich selbst so nennt, so nenen würden, nur weil er einer sich selbst so bezeichnenden christlichen Religionsgemeinschaft wie der katholischen oder evangelischen Kirche angehört.

Da geht es schon los, mit den Bedeutungsunterschieden beim Begriff "christlich". Kierkegaard hat zwischen dem (normativ gedachten) "Christentum" und der (empirischen) "Christenheit" unterschieden. In diesem Sinne war das christliche Abendland manchmal alles andere als christlich, man kann so gar sagen, dass die Christenheit unchristlich geglaubt, gepredigt und gehandelt hat, weil das, was sie aufführte, sich weit entfernt hatte vom Christentum, dem erklärten Maßstab des eigenen Glaubens, Handelns und Verkündens, bestehend in dem aus ersten drei Jahrhunderten überlieferten Beispiel der Apostel und Märtyrer im Glauben, Handeln und Verkündigen.

Die mutmaßlich von der Redaktion des Freitag gewählte Überschrift zielt erkennbar auf die Bedeutung des Wortes "christlich", in der der mutmaßliche Massenmörder sie sich selbst anheftete. Er wollte im Sinne Kierkegaards die Christenheit retten, das kulturhistorische Abendland, nicht das Christentum in seiner religiösen, geistlichen oder theologischen Substanz. Das Auftauchen der des Begriffes, mit dem der mutmaßliche Mörder diesen Anspruch selbst zum Ausdruck brachte, ist für mich ein Hinweis auf diese Absurdität.

Eigentlich gehört - und da teile ich dann Deine Kritik - gehört dieser Widerspruch oder diese Absurdität dann aber im Text reflektiert. Ein guter Redakteur entnimmt die Begriffe der Überschrift einem poiniterten Spitzensatz des Textes, der sein Thema oder seine These auf den Punkt bringt. Hier fügt die Überschrift dem Text einen fremden, nur angedeuteten Gedanken hinzu - was sehr dafür spricht, dass ein Dritter am Werk war, der da noch eine schlaue eigene Idee reinbringen wollte, letztenendes aber damit nur vom Text und seiner Aussage ablenkt und überdies in dieser Knappheit ein gewaltiges Missverständnis riskiert.

Insofern danke, dass Du das Thema angesprochen hast und wir hier (wieder mal) drüber geredet haben.

LG Christian
Amanda Donata schrieb am 01.08.2011 um 16:00
Lieber Christian,
ganz falsch geraten. Ich bin Jüdin. Aber meine Großeltern hatten 'mal Kontakte zu Deutschen, welche, glaube ich, dem schwäbischen Pietismus angehörten. Das sollen ganz vernünftige Leute gewesen sein, ehrenhaft und gottesfürchtig - kein bißchen Nazi ..

"Gläubig" .. als Christ muß man gläubig sein, oder? Gläubiger Christ ist jemand, der bewußt seinen Glauben lebt, hab' ich mir sagen lassen. Ich lebe mit den Überlieferungen ganz normal und entspannt ohne Kampf und Krampf. Und das ist schön. ..

;-)))
www.youtube.com/watch?v=ZyByD_y1fCA
www.youtube.com/watch?v=R8jtK7-1unU&feature=relmfu
www.youtube.com/watch?v=dwhOS-IoSDg&feature=relmfu

Lg
Amanda
ChristianBerlin schrieb am 02.08.2011 um 20:34
Liebe Amanda,

danke für die Erwiderung und für die drei Links. Da wird mir ja richtig nostalgisch.

Jüngel und Moltmann - bei den beiden habe ich in den 80ern in Tübingen studiert. Jüngel hab ich zuletzt 1999 bei der EKD-Synode in Leipzig getroffen, inzwischen ist er leider kein Synodaler mehr. Und mit Elisabeth Moltmann-Wendel, der Mutter des deutschen theologischen Feminismus, habe ich noch vor 4 Jahren telefoniert. Sie hatte einen sehr schönen Leserbrief zu einem Artikel von mir veröffentlicht. Volltreffer!

Ganz falsch geraten habe ich bestimmt nicht, nur das Geratene vielleicht falsch ausgedrückt. Dass Du selbst Jüdin bist, geht aus Deinem Profil klar hervor, ein Wort, das im Hebräischen alles sagt. Und dass die Christen, die sich als "gläubige" Christen bezeichnen, Pietisten gewesen sein könnten, hatte ich mit "evangelikal" gemeint, wozu man inzwischen im weiteren Sinne allerdings auch die Pfingstler rechnet.

Als Theologe bin ich Deiner Meinung, im theologischen Sinne wird man Christ durch den Glauben. Das Christentum war am Anfang keine ethnische Religion, sondern der Versuch einer Transformation einer solchen über ethnische Grenzen hinweg - Judentum light für die Gojim, damit sie auch den einen Gott mitfeiern konnten.

Als Realist weiß ich aber, dass daraus dann doch wieder eine Art ethnische Religion der Europäer geworden ist, in der es nicht mehr auf Glauben ankam, man war quasi Christ durch Geburt bzw. durch die damit verbundene Initiation der Kindertaufe.

Dass man in diesem Sinne durch ethnische Zugehörigkeit zum europäischen Staatsvolk per Gesetz von Geburt an zur Christenheit gehört, war aber nicht so im ursprünglichen Christentum. Der Pietismus war deshalb einer von mehreren Versuchen, das wieder zu ändern und es auf die das Leben verändernde Macht des Glauben ankommen zu lassen - Kierkegaard, der zwischen Christentum und Christenheit unterscheidet, war der Sohn eines pietistischen Vaters, von dem er sich zunächst als Student der Theologie und der Philosophie auf der Höhe seiner Zeit distanzierte, dessen pietistische Auffassungen er später aber als Posthegelianer und Frühexistenzialist auf einem reflektierten intellektuellen Niveau für sich zurückeroberte.

Als Realist weiß ich auch, dass trotz der Kritik Sören Kierkegaards Christentum und Christenheit oft gleichgesetzt werden und dass mit "christlich" manchmal nicht eine Gläubigkeit gemeint ist, sondern ein kultureller Anspruch, der sich etwa so formulieren lässt:

Wir bejahen einen Weltauftrag der Christen, Nächstenliebe und Solidarität für Arme und Randgruppen im eigenen Land und weltweit. Wir orientieren uns an der Wirklichkeit, am Gemeinwohl, an den Grundrechten des Menschen und den Grundwerten des Christentums.

Diese Sätze stammen nicht von Anders Breivik, sondern aus der sogenannten "Berliner Rede über das C" eines Politikers, der kurioserweise Teufel heißt, die heute in der FAZ und Sonntag schon in der F.A.S. zu lesen war.

www.faz.net/artikel/C30923/erwin-teufel-ich-schweige-nicht-laenger-30476693.html

Die zitierten Sätze geben m.E. einen ganz und gar säkularisierten Begriff des Christlichen wieder, bei dem man an nichts transzendentes Glauben und sich vor keinem ewigen Richter verantworten muss, sondern nur von der Werthaltigkeit der eigenen Werte überzeugt sein muss.

Pietisten wäre das zu wenig, um es in ihrem Sinne schon als christlich zu begreifen.

Wie auch immer, ich freue mich jedenfalls, dass Du Dich des Themas angenommen und hier Deine Kritik angebracht hast, obwohl ich nicht sicher bin, ob sie richtig adressiert wurde.

LG Christian
Wolfram Heinrich schrieb am 02.08.2011 um 23:24
@Amanda Donata
Doch unterlassen Sie es bitte, religiöse Gemeinschaften so infam mit einem Massenmörder in Verbindung zu bringen.

Das Wort "christlich" in der Überschrift bezieht sich ganz offensichtlich auf die ersten Vermutungen in den Medien, es handele sich um einen islamistischen Anschlag.

Ciao
Wolfram
ChristianBerlin schrieb am 03.08.2011 um 10:46
@Wolfram Heinrich

Schöne Replik. Ich glaube das zwar nicht, finde aber Deinen indirekten Hinweis sehr überzeugend, dass uns die Redewendung "islamistischer Anschlag" weniger stört, obwohl dabei ebenfalls eine religiöse Gemeinschaft mit Massenmord in Verbindung gebracht wird.

Wobei ich denke: Man darf es nicht unterlassen, wenn es stimmt, wenn Massenmord tatsächlich religiös oder pseudoreligiös legitimiert wurde. Das gab es in der Geschichte aller Religionen, nicht nur der monotheistischen - auch wenn deren erklärtes Anliegen eigentlich auf eine gewaltlosen Befriedung zielt.

Man sollte es aber unterlassen, wenn es nicht stimmt oder nicht belegbar ist und damit nur eine infame Suggestion wäre. Dann geb ich Amandas Kritik Recht. Und wenn das, was Du vermutest, die einzige Substanz hinter der Überschrift ist, wären wir hier bei der Bildzeitung gelandet - gleiche Methode.

Deshalb glaube ich das nicht. Vielleicht fragen wir einfach mal @derFreitag, was mit "christlich" gemeint ist? - manchmal geben unsere Redakteure uns ja bereitwillig Auskunft.

LG Christian
Wolfram Heinrich schrieb am 03.08.2011 um 12:25
@ChristianBerlin
Schöne Replik. Ich glaube das zwar nicht, finde aber Deinen indirekten Hinweis sehr überzeugend, dass uns die Redewendung "islamistischer Anschlag" weniger stört, obwohl dabei ebenfalls eine religiöse Gemeinschaft mit Massenmord in Verbindung gebracht wird.

Das mit dem islamischen (oder vornehmer: islamistischen) Terror ist inzwischen ja eine feste Propagandafloskel geworden. Du siehst im Fernsehen irgendwelche vollbärtigen Idioten, die irgendwas grölen, in dem wahnsinnig viele "ch"-Laute vorkommen und zwischendurch kannst du die Lautfolge "Allahu akbar" so einigermaßen identifizieren. Das ist das Bild vom Islam, das der normale Dimpfl in seinem Hirn hat.

Wobei ich denke: Man darf es nicht unterlassen, wenn es stimmt, wenn Massenmord tatsächlich religiös oder pseudoreligiös legitimiert wurde.

Richtig, das sollte man nicht. Massenmord wird ja fast immer religiös oder pseudoreligiös legitimiert. Mit "pseudoreligiös" meine ich areligöse oder sogar antireligiöse Ideologien. Denn eines ist klar: Für die wirklich Großen Schweinereien auf dieser Welt brauchst du einen festen, onerschötterlichen Glauben. Wo der Skeptiker noch nachdenkt, ob er jetzt zuhauen soll oder doch besser nicht, hat der Gläubige Mensch dir schon längst das Messer im Leib versenkt.
Ich bin gelernter Katholik, meine Mutter ist evangelisch und sie hat mal den klassischen Satz gesagt: "Mir sind die Evangelischen lieber als die Katholischen, denn die Evangelischen sind nicht ganz so verrückt wie die Katholischen." Damit hat sie, die im übrigen niemals auch nur dran gedacht hat, aus der Kirche auszutreten, recht, wenn man unter "evangelisch" nicht die evangelikalen Fundamentalisten versteht, sondern die evangelischen Landeskirchen in Deutschland, die sich irgendwie zwischen Gottes Wort (das teilweise ja ganz entsetzlich ist) und den Erfordernissen des Alltags hindurchwurschteln. Das Durchwurschteln ist zwar logisch ausgesprochen inkonsistent (entweder gilt Gottes Wort in der Bibel und dann gilt es ganz, inkl. all der Ungeheuerlichkeiten, die dort stehen oder es gilt nicht, dann könnte man die Religionsgemeinschaft auch auflösen und einen irgendwie gearteten Ethischen Bund gründen), aber es ist in der Praxis immer noch weit angenehmer als der Fundamentalismus welcher Art immer.
Logisch denkende Menschen sind in der Wissenschaft eine feine Sache, im ideologischen Alltag sind allemal die Ja-mei-tu-da-nicht-so-genau-hinschauen-Denker angenehmer.

Man sollte es aber unterlassen, wenn es nicht stimmt oder nicht belegbar ist und damit nur eine infame Suggestion wäre. Dann geb ich Amandas Kritik Recht. Und wenn das, was Du vermutest, die einzige Substanz hinter der Überschrift ist, wären wir hier bei der Bildzeitung gelandet - gleiche Methode.

Nein, da stimme ich nicht mehr zu. Wenn ich der verantwortliche Redakteur für diesen Beitrag gewesen wäre und die passende Überschrift hätte suchen sollen, so wäre ich womöglich auf die gleiche Lösung gekommen. Dieses "Weiß, christlich, skrupellos" spielt vielleicht auch auf die "Wasp"s der Amerikaner an, die White Anglosaxon Protestants. Der Attentäter war eben kein irgendwas (mit vielen "ch"-Lauten) grölender Idiot, sondern der ganz normale Idiot aus der Nachbarschaft. Blond, blauäugig, christlich. (Okay, in Bayern hast du nicht so viele Blonde, aber weiter im Norden halt schon.)

Ciao
Wolfram
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 15:17
@Lotta Suter

"Die meisten Rechtsterroristen wollen zudem das herrschende System destabilisieren, um Politik und Gesellschaft gemäß ihren Vorstellungen leichter verändern zu können. "

Die Krux mit den Vorstellungen der Rechtsterroristen ist, dass sie nur für den "Krieg an sich als erstrebenswerte Lebensform" , aber für den gesellschaftlichen Frieden, wie Adolf Hitler "Mit mir verhandelt Niemand den Frieden" (Aussage Hitlers gegenüber seinem Generalfeldmarschall Erwin Rommel nach der Invasion der Alliierten am 06. Juni 1944)", keine Vorstellungen haben.

Bei allen nachvollziehbaren Überlegungen, sollten wir nicht außer Acht lassen, Breivik ist bisher nur Beschuldigter, nicht Angeklagter, auch wenn er sich selber durch sein Geständnis, womöglich aus "Sündenstolz", begründet oder unbegründet, als Massenmörder bezichtigt.

Wie kann jemand wie Breivik mit einem Einzelschussgewehr allein 76 fliehende Personen töten. Das gibt doch für die Ermittlungen erschreckende Rätsel auf?

Das Erschreckende ist allemal, dass sich hier die unischtbare Front gegenüber der europäischen Sozialdemokratie mit ihrer Massenmord Fratze offenbart.

Im Jahre war es der Stockholm Mord an Olaf Palme, dem schwedischen Mnisterpräsidenten, der doch tatsächlich damals gegenüber der NATO, den Warschauer Vertrags- Staaten, gegenüber dem US- Präsidenten Ronld Reagan mitten im Kalten Krieg eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa gefordert hatte und der schwedischen Rüstungsindustrie Waffengeschäfte an den Golf für den Irak im "Iran- Irak Krieg" zu untersagen gedachte..

.
Uwe Theel schrieb am 28.07.2011 um 15:43
@Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 15:17

Sag mal Joachim, sind bei Dir inzwischen sämtliche Sicherungen durchgeknallt?

Dein verschwörungtheoretischer Ansatz ("Breivik, Krieger im unbekannten Krieg der Nato") gipfelt inzwischen mehrfach in Sätzen wie


Bei allen nachvollziehbaren Überlegungen, sollten wir nicht außer Acht lassen, Breivik ist bisher nur Beschuldigter, nicht Angeklagter, auch wenn er sich selber durch sein Geständnis, womöglich aus "Sündenstolz", begründet oder unbegründet, als Massenmörder bezichtigt.


oder

Woher wissen wir , dass Breivik wirklich der Täter ist, auch wenn der erste Augenschein das verdächtig einleuchtend nahelegt?

die in ihrem Tenor den Breivik als Täter ausschließen wollen?

Deine offensichtliche Verteidigung der Sozialdemokratie nimmt absurde Züge an. Da macht es diese für sich selbst sogar noch besser.
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 20:35
@Uwe Theel

Meine Argumetationskette bewegt sich in etwa auf Höhe der Aktenlage in Oslo zum fall Breivik , zumindest soweit diese über Pressemitteilungen Einsicht zuläßt.

Das geht ganz ohne Sicherungen, also können die auch nicht durchknallen.

Du willst scheinbar rechtstaatliche Verfahrensregeln im Eifer Deiner Spiegelfechterien überspringen, wenn nicht gar außer Kraft setzen?
christiansteifen schrieb am 28.07.2011 um 22:22
@JP Bingobongo, der Kenner spricht:
»Wie kann jemand wie Breivik mit einem Einzelschussgewehr allein 76 fliehende Personen töten. Das gibt doch für die Ermittlungen erschreckende Rätsel auf?«

- Breivik hat für das was er vorhatte trainiert
- Breivik nutzte eine Ruger 14 Mini, Kaliber .223 und hatte 10 30er Magazine dabei, also 300 Schuss ohne nachladen zu müssen.
- Breivik war mit seinen Opfern auf einer ziemlich kleinen Insel

Nur mal so zum Thema Meinungsfreiheit und wofür die denn gut sei: Auch bei Meinungen ist es schön, wenn man zumindest ansatzweise weiß wovon man spricht.
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 22:54
@christiansteifen

"Nur mal so zum Thema Meinungsfreiheit und wofür die denn gut sei: Auch bei Meinungen ist es schön, wenn man zumindest ansatzweise weiß wovon man spricht."

Sie streben also doch nach der reinen Wahrheit, ich dagegen erstrebe meine Meinung nahe der Wahrheit.

Was macht Sie denn so selbstgewiss, dass Sie mir hier so frischwärts frech kommen, weil Sie über bestimmte Medien wie ich u. a. gebrieft wurden?
Uwe Theel schrieb am 28.07.2011 um 23:08
@ Joachim Petrick am 28.07.2011 um 20:35

Die Höhe Deiner Argumenationskette, will ich hier nicht näher bestimmen, wohl aber deren Qualität:

Unter dem Deckmäntelchen der Unschuldsvermutung, spinnst Du hier bis in höchste Nato- und Regierungskreise hoch ein Szenario der mehr oder weniger offensichtlichen Verschwörung nach dem anderen zusammen , ohne einen einzigen Beleg anzuführen, das Geständnis des Breivik und die Tatsache der 76 Toten in diesem Zusammenhang praktisch ignorierend.

Weder Du noch ich sind hier die Vorsitzenden eines Gerichtes, wohl aber könnten wir beide politische Kritiker sein. Davon sehe ich Dich aber meilenweit entfernt. Statt wie ich Tat und Geständnis, sowie die Bekennerschrift politisch aus den herrschenden Verhältnisse heraus analysierend einzuordnen, webst Du Dir den Fall Breivik in Dein schon vorher für dich bestehendes Szenario passend ein.

Das ist das Gegenteil von Aufklärung, das ist Mythenbildung
Uwe Theel schrieb am 28.07.2011 um 23:16
@ Joachim Petrick am 28.07.2011 um 22:54

Was soll denn das Geschwurbel von der Wahrheit?

Ich wollte es Dir auch schon schreiben:

Christiansteifen benennt Dir Bewaffnung, Skill und Tatumstände. Breivik hatte 45 Minuten Zeit auf einer ungeschützen Insel auf unbewaffnete KINDER mit einer modernen Hochleistungswaffe zu schießen, mit einem Ergebnis, dass Du mit der Logik der Holocaustleugner ("Die Öfen hatten gar nicht die Kapazität die genannte Anzahl von Öpfern zu verbrennen") in Frage stellst.

Sag mal geht`s noch? - Hast Du jemals ein modernes Gewehr in Händen gehalten, geschweige denn damit scharf geschossen?
zelotti schrieb am 02.08.2011 um 13:07
Nun sieht sich allerdings der Mann als eine Art Soldat, denn er bekennt sich zu den Taten aber sieht keine Schuld.

Die Frage ist ja durchaus, wie kommen solche Personen auf diese Ideen.
wio schrieb am 28.07.2011 um 21:37
Die Sünden der Väter...

Mit absoluter Sicherheit ist der Vater nicht so ganz unschuldig am Amoklauf seines Sohnes. Er hat seinen Sohn schon vor etlichen Jahren im Stich gelassen und sich einfach aus dem Staub gemacht - sowas kommt übrigens öfter vor als manche denken.

Nicht die politische Gesinnung von Anders Breivik, sondern die Familiengeschichte ist der Schlüssel um diesen Wahnsinn verstehen zu können.
Joachim Petrick schrieb am 28.07.2011 um 22:57
@wio

"Nicht die politische Gesinnung von Anders Breivik, sondern die Familiengeschichte ist der Schlüssel um diesen Wahnsinn verstehen zu können."

Interessant Überlegung.

Der Vater war norwegischer Diplomat, der jetzt seinen Sohn verleugnet und ihm vorhält, dass er sich nicht nach dem Massenmord selber umgebracht hat, als ob der Massenmord hinnehmbar, nachrangig, wenn sich der Mörder selbst liquidiert.
Seltsam.
Amanda Donata schrieb am 29.07.2011 um 19:13
Der Fall: Suter/Breivik

Wie gefällt Ihnen dieser Zusammenhang? Pure Polemik? Keineswegs. Fordere die Schreibwilde heraus, sich eines triebdiagnostischen Verfahrens zu unterziehen, bestehend aus einer Testserie, bei der sie lediglich Gesichter in sympathisch und unsympathisch in primärer und secundärer Option unterscheiden möge. Die Probandin hätte allein einer mehrstufigen Sortierung zu folgen, welche in 33 Sitzungen ihr (vorläufiges) Ausmaß der Testsammlung erreicht hätte, damit eine befriedigende Auswertung überhaupt möglich ist. Hintergrund- und Vordergrundprofil der Testperson würden analysiert, und die ermittelten Vektoren in der Auswertung gäben im Zirkel des Analytischen Aufschluß über den "edelen" Charakter jener Person, ob sie etwa in einem Extremfall eine schreibende "Massenmörderin" sei oder ein "lammfrommes" Wesen mit dem Drang sich tugendhaft (christlich ..) den Menschen und ihren Problemen zu widmen ...

In jedem Fall täte jede/r gut daran, sich selber einmal an dem Experiment (in einer Fachklinik) zu beteiligen um seinen eigenen Wesensern zu entlarven.
(bitte folgen Sie nicht dem Geschreibsel von Wikipedia; besorgen Sie sich die Veröffentlichungen L. Szondis in Buchform.
Lesen Sie z.B. "Kain, Gestalten des Bösen.
Danke.

Glauben Sie etwa, dieses Lied www.youtube.com/watch?v=idI1f1qv7jI&feature=related habe der Teufel erfunden? .. Kommen Sie zurück zum Leben, zur Liebe zum Menschen ..
Amanda Donata schrieb am 29.07.2011 um 19:19
Verzeihung ..

".. um seinen eigenen Wesenskern zu entlarven. ..", müßte es heißen. Danke.

Schönes Wochenende

AD;-)

www.youtube.com/watch?v=Xyet2y0IGdU
Urmel auf dem Eis schrieb am 29.07.2011 um 23:29
"Arme Ritter wie Anders Breivik agieren nie rein zufällig, sondern haben einen emotionalen und politischen Hintergrund, den es sorgfältig zu analysieren gilt. Vollständig verstehen können muss man einen Massenmörder aber nicht."

daccord. Wer die Hintergründe des gesamten Geschehens - und zwar alle- nicht kennt, bleibt blind und taub. Und ein Ochse.
Urmel auf dem Eis schrieb am 29.07.2011 um 23:43
Es gibt enorme Ähnlich-Vergleichbarkeiten zwischen Mc Veight, Kaczynski und ? dem "neuen Kreuzritter". Und anderen nicht , sondern , also "akzeptierten" Geschichts-Helden.

Es kommt also jeweils auf den herrschenden "Zeitgeist" an, den ausschließlich Medien (Propaganda) erzeugen konnten (können).

So wath.
Urmel auf dem Eis schrieb am 29.07.2011 um 23:45
Was vordem Heldentum war, ist heute Kriminalität (und umgekehrt).
zelotti schrieb am 02.08.2011 um 13:10
Die Islamkritiker-Szene haben die Amerikaner nach 2001 in Europa mindestens 3 Jahre lang gezielt aufgebaut. Breivik spricht davon bei einem Vernetzungstreffen in UK teilgenommen zu haben. Das wird sicherlich noch genauer recherchiert werden, wer ihm da den Flo ins Ohr gesetzt hat.
rolf netzmann schrieb am 30.07.2011 um 16:37
Natürlich kommt einer wie Breivik nicht aus dem Nichts. Und er ist natürlich auch ein Produkt der Zeit, in der er lebt sowie seiner Umgebung. Nur damit allein sind seine Taten nicht zu erklären. Dass wir heute in einer Zeit leben, in der Ruhe und Gelassenheit kostbare Güter inmitten allgegenwärtiger Hektik sind, sollten wir nicht vergessen. Dass heute die Mainstream Presse kaum noch differenziert betrachtet, sondern Halbwahrheiten als Nonplusultra des Wissens verkauft, ist leider auch eine Wahrheit. Eine der fünf Weltreligionen, eine Inspiration von Wissen auch für Europa, wird grundlos diskreditiert. Der Islam als Religion ist weder terroristisch noch radikal. Ein Merkmal aller fünf Weltreligionen ist unter anderem ihre Barmherzigkeit. Wer so argumentiert, muss konsequenterweise die Kreuzzüge und die Inquisition der Katholischen Kirche ebenfalls als terroristisch und radikal geißeln. Im Namen von Religionen und Weltanschauungen sind immer wieder Verbrechen verübt worden. Eine Reduktion des Islam auf seine terroristische Fratze allein ist daher unzulässig, nur leider herrschende Meinung. Diese extrem verkürzte Sicht wird durch die meisten Medien immer noch verbreitet, entgegen der Realität. Kommt jemand auf die Idee, die gesamte Katholische Kirche derart an den Pranger zu stellen, nur weil deren Priester sich an Kindern vergangen haben? Der deutsche Staat zahlt an diese Organisation Kirche immer noch Millionen im Jahr, weil die Caritas eine Vielzahl sozialer Aufgaben übernimmt.

Ob eine differenziertere öffentliche Berichterstattung einen von einer Idee besessenen Menschen wie Breivik von seinen Taten abgehalten hätten, darf bezweifelt werden. Nur wäre die theoretische Argumentationslinie für ihn anders aufzubauen gewesen.

Die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse haben einen Mann wie Breivik dazu getrieben, sich als neuer Tempelritter im Kampf gegen die Gefahren zu sehen, die aus seiner Sicht Europa bedrohen. Dass es mit Norwegen ein Land traf, das im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten einen liberalen und weltoffenen Umgang auch mit Anhängern des Islam praktiziert, ist von daher nicht verwunderlich. So ist die Antwort der Norweger, weiter diese Offenheit zu praktizieren, genau die richtige. Damit lassen sich Menschen wie Breivik nicht stoppen, ein christlicher weißer Verteidiger des Abendlandes. Nur damit lässt sich zeigen, dass Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Rassen und Religionen friedlich zusammen leben können.

Von einer Idee besessene Menschen, die für deren Umsetzung alle Regeln brechen, wird es immer geben. Ob das im Namen des Islam oder für die Rettung des Abendlandes passiert, ist dabei irrelevant. Nur dass die Mehrheit der Menschen durch öffentliche Berichterstattung ein eindimensionales Feindbild aufgezeigt bekommt, dient einer differenzierten Betrachtungsweise wenig. Der arme Irre Breivik, die konvertierten Europäer und die zu allem entschlossenen islamistischen Terroristen, ist das die Realität? Wer hinterfragt, warum dieses Bild so aufgebaut wird und wem dieses öffentlich propagierte Feindbild dient? Lassen sich doch so die Sicherheitsgesetze problemlos verlängern und Bürgerrechte weiter abbauen. Eine pluralistische, weltoffene und demokratische Zivilgesellschaft rückt damit allerdings in weite Ferne.
lebowski schrieb am 31.07.2011 um 13:41
Vielleicht sollte man sich auch den Unterschied zwischen Leuten wie McVeigh und Kaczynski einerseits und Breivik andererseits klarmachen. McVeigh und Kaczynski waren bei der Wahl ihrer Opfer durchaus konsequent im Sinne ihrer Ideologie.
McVeigh, der den Staat hasste, hat ein Regierungegebäude in die Luft gesprengt; Kaczynski, ein Technologiehasser, hat Anschläge auf Professoren und Vorstandsmitglieder von Fluglinien verübt. Das passt logisch.

Aber wieso tötete Breivik Jugendliche eines sozialdemokratischen Jugendcamps? Das passt doch gar nicht.
Gemäß seiner Ideologie hätten Breiviks Opfer Muslime, Moscheen, Schwule oder radikale Linke sein müssen.
Wieso verübt jemand ein Attentat, von dem ihm klar sein muss, dass sich so gar diejenigen Leute, die ihm ideologisch nahe stehen, angewidert abwenden werden. Es ist ein komplettes Non-sense-Attentat.
THX1138 schrieb am 31.07.2011 um 20:30
Und wenn Brevik uns... nichts zu sagen hätte?

Was dann?
Steffen Kraft schrieb am 02.08.2011 um 10:11
Das wäre schön, dann wären wir fein raus. Aber das glaube ich nicht.
Wolfram Heinrich schrieb am 02.08.2011 um 23:23
Die linkeren unter den Kommentatoren hingegen verstehen auch noch diesen Massenmord unvorstellbaren Ausmaßes als Ausdruck bestimmter gesellschaftlicher Konstellationen.

Ich zucke jedesmal zusammen, wenn ein grausiger Tatbestand als "unvorstellbar" (wahlweise auch "unaussprechlich", "unbeschreiblich") bezeichnet wird. Eine fatale Phrase, die suggeriert, man könne sich diese Art von Grausamkeit nicht ausmalen, was man natürlich kann. Ob es nicht letztlich Feigheit ist, sich der faktischen Möglichkeit, ja Alltäglichkeit, solcher Grausamkeit zu stellen?
Und ferner: Das Ausmaß dieses Massenmordes ist schon deshalb nicht unvorstellbar, weil es sich hier um einen privaten Massenmord handelt. Gegenüber kollektiven, ja staatlichen Massenmorden (ich spreche hier noch nicht mal von den "normalen" tödlichen Kriegshandlungen) sind private Massenmorde vom Ausmaß her stets recht überschaubar.

Er bleibt ein Stück weit unfassbar.

"Unfaßbar" - auch so ein Wort. Die Bluttat von Norwegen (oder irgend ein anderer Fakt dieser Welt) mag bislang noch nicht (hinreichend) erfaßt und erklärt sein, "unfaßbar" aber suggeriert, da werde nie was draus, das würden wir niemals verstehen können.

Ciao
Wolfram
disko schrieb am 04.08.2011 um 13:41
Bevor ich den neuen Freitag aufschlage muss ich noch was loswerden: Ich komme gerade vom Urlaub und habe während dessen diskutiert über die dringende Notwendigkeit, dass die Medien Namen, Gesichter und Arbeiten von Leuten wie Breivik streng und kollektiv zensieren. Nun komme ich an meinen Briefkasten und enttäuscht stelle ich fest: Breivik "ziert" den Titel..
Die Medien haben eine Riesenschuld an solchen Massakern, solange sie ständig die Beweggründe zusammen mit den Identitäten von Attentätern veröffentlichen, ja ausbreiten. Breivik lacht sich ins Fäustchen vor stolz und wird sich in seinen Ansichten bestätigt fühlen. Das wollt ihr ihm gönnen? So wollt ihr potentielles Breivik-/Terroristen-Gefolge von weiteren Taten abhalten? Der Schuss geht ganz sicher nach hinten los, wie sich jeder leicht vorstellen kann!
Wenn man damals mein Mofa zusammen mit mir in allen regionalen Zeitungen abgelichtet hätte, weil es 90 anstatt der erlaubten 25 km/h fuhr hätte ich ganz sicher einen Riesenstolz in der Hose gehabt und würde ganz sicher keine einzige schneller machende Modifikation des Gefährts bereuen.
Breivik sollte sich schwarz ärgern, weil nichts über ihn in Verbindung mit seinen Ansichten veröffentlicht wird. Er soll leiden an der Geringschätzung seiner anonymen Person und massiv mit den Opfern konfrontiert werden.
Seid euch endlich eurer Macht bewusst und veröffentlicht verantwortlich. Es geht neben eurer Auflage immerhin um Menschenleben. Gerade der Freitag hätte doch den nötigen Background.
Wenn im letzten Titelbild ein schwarzer Balken über Breivik gemalt wäre und provokant am Fall des schwedischen Attantates die monströse Macht der Medien und deren verantwortungsloses Verhalten kritisch dargestellt wäre hätte ich mich über den letzen Freitag gefreut.
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