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Frühjahr 1982 mit „Familie Rechlin“: Eine Ost-West-Familiensaga im Schatten der Mauer
Als die Mauer ihre Familie trennt, ist Ingelore Rechlin fest entschlossen, die Bande nicht reißen zu lassen. Das Thema getrennter Familien war eine Rarität im DDR-Fernsehen und wurde selten so lebendig erzählt wie in dieser Verfilmung
„Witch Hunt” von Susanne Kaiser: Wenn digitaler Frauenhass zur Hexenjagd wird
Vergewaltigungs- und Mordfantasien per Mail: Susanne Kaiser verarbeitet die digitale Hetze gegen eine Politikerin in ihrem neuen Krimi „Witch Hunt“. Digitale Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein seltenes Thema in dem Genre
Extremwetter im Aufwind: Am Jetstream zerren drei Kräfte
Der Frühling hielt früh Einzug in diesem Jahr, die Temperaturen waren ungewöhnlich hoch. Der Grund: Eine bestimmte Konstellation des Jetstreams, die zu einem lang anhaltenden Hochdruckgebiet führte. Ein neues Buch erklärt die Zusammenhänge
Toxische Männer und Gewalt in der Ehe: Esther Schüttpelz’ beklemmender Roman „Grüne Welle“
Esther Schüttpelz wirft in „Grüne Welle“ einen eindringlichen Blick auf das Thema häusliche Gewalt. Der verzweifelte Versuch der Protagonistin, ihrem toxischen Ehemann zu entkommen, wird zu einer Metapher für gesellschaftliche Missstände
Welt ohne Zuflucht: Susanne Heim beschreibt, wie Juden vor verschlossenen Grenzen standen
Zwischen 1933 und 1945 wurden Millionen zu Geflüchteten. Die Historikerin Susanne Heim zeigt in „Die Abschottung der Welt“, wie früh sich das Denken der Abschottung formierte – und warum ihre fundierte Analyse bis in die Gegenwart reicht
Sanierungsfall Deutsche Bahn: Kaffee läuft wieder
Die Deutsche Bahn kämpft an vielen Stellen um eine bessere Zukunft. Trotz neuer Milliarden fehlt immer noch Geld für ein modernes Netz. Kleine Lichtblicke gibt es aber auch: etwa mobile Teams, die defekte Kaffeemaschinen repariere
Weimer, Berlinale und Palästina: Warum Deutschland keine politische Kunst kann
Wenn es in der Kultur politisch wird, dann meist so, dass man sich nicht wirklich streiten muss: Hat Kunstfreiheit nur mit Rechten wie Wolfram Weimer zu kämpfen? Oder wird an ihm nur sichtbar, wie wenig echte Kritik schon immer möglich war?
Journalist Daniel Haas nach Burnout: „Social Media ist der brutalste Einsamkeitsbooster!“
Nach persönlichen Krisen, vielen harten Drogen und einem Burnout setzt sich der Journalist Daniel Haas kritisch mit Social Media auseinander. In seinem Buch plädiert er für mehr soziale Verantwortung, um der Einsamkeit zu entkommen
Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ über Buchenwald: Risse im Gedächtnisbeton
Die Schriftstellerin Ines Geipel sucht nach den Verbindungen zwischen dem ehemaligen Lager Buchenwald und der geschichtsvergessenen Gegenwart im Deutschland von heute
Wolfram Weimers Kulturkampf gegen den Buchhandel wird vergeblich bleiben
Der Schriftsteller Frank Willmann zeigt dem Kulturbürokraten Wolfram Weimer, warum er das Glück in Buchhandlungen findet. Diese werden ewig leben, während der Staatsminister hoffentlich schon bald vom Wind des Vergessens verweht sein wird
Comedienne Parshad Esmaeili: „Ich habe nur gelernt, nicht die Klappe zu halten“
Parshad Esmaeili zählt zu den erfolgreichsten Comediennes im deutschsprachigen Raum. In ihrem ersten Buch „Papa weg. Mama müde. Ich laut.“ zeigt sie die Stille hinter dem Lärm, eine Kindheit als Alleinerzogene und eine einsame Generation
Eva von Redecker zum Rechtsruck: Der neue Faschismus lebt vom Phantombesitz
Wie ist der weltweite Rechtsruck zu verstehen? Die Philosophin Eva von Redecker plädiert im Interview für einen neuen Faschismusbegriff – und für eine kollektive Absicherung von unten, um sich gegen die kommenden Gefahren zu wappnen
Carsten Gansel: „Die DDR-Verlage wurden im Schnelltempo vertickt“
Die Literatur der DDR wurde nach 1990 oft abgewertet und vergessen. Carsten Gansel zeigt in seinem neuen Buch „Ausradiert?“, warum es sich lohnt, diese Werke neu zu entdecken und welche Bedeutung sie für das heutige Deutschland haben
Klagechor statt Aufschrei: Lina Muzur sammelt Frauenprobleme
Die Lebensmitte als Wendepunkt: Lina Muzurs Sammlung von Sprachnachrichten zeigt, wie Frauen mit Erwartungen und Herausforderungen ringen. Alterskohorte und Herkunft prägen dabei meist die Probleme
Klassengesellschaft im Fokus: Stefanie Sargnagel seziert den Wiener Opernball
Der Wiener Opernball als Bühne gesellschaftlicher Abgründe: Die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel enthüllt in ihrem neuen Buch mit ironischer Schärfe die Machtstrukturen und sozialen Hierarchien, die das Event prägen
Vom Jurastudium auf die Anklagebank: Carla Hinrichs schreibt über die Letzte Generation
„Meine verletzte Generation“ erzählt vom rechtlichen und emotionalen Kampf der Klimabewegung. Dabei ordnet Hinrichs die Repressionen gegen sie als zunehmenden Autoritarismus ein, der längst über die Letzte Generation hinausreicht
Braune Schulen und kippende Demokratien: Zwei Bücher über die Bedrohung von Rechts
Die Lehrer Laura Nickel und Max Teske schreiben über Hitlergrüße im brandenburgischen Schulflur und ihre Flucht nach vorn. Journalistin Sally Lisa Starken über den rechten Kulturkampf in europäischen Parlamenten
Das FBI jagt Hitlerfeinde: Jan Jekal beschreibt die damalige „Paranoia in Hollywood“
Jan Jekals „Paranoia in Hollywood“ beleuchtet die Ironie und Tragik von Emigranten, die in den USA Schutz suchten, nur um in den Fängen der McCarthy-Ära zu enden. Das Buch ist zu Recht für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert
Die fünf Must-Read-Sachbücher des Frühlings: Versuchslabor der Moderne
Diese fünf Werke führen durchs Versuchslabor der Moderne: oben kybernetische Superintelligenz, unten rechte Subkulturen, dazwischen verflossene DDR-Verlage, Boulevard-Sadismus und ein Knigge für naturfromme Wanderer
Helene Bukowskis Blick auf eine verlorene DDR-Welt: Was ist daran irritierend?
Helene Bukowski rekonstruiert in ihrem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman das kurze Leben einer DDR-Klavierspielerin. Sie schreibt sich als Ich-Erzählerin sehr nah an ihre Figur heran. Das ist zuweilen problematisch
Gefahren des Transhumanismus: Wie Unsterblichkeit zur Zweiklassenmenschheit führt
Der Transhumanismus verspricht Unsterblichkeit und technologische Perfektion. Doch hinter der glänzenden Fassade lauern Gefahren: Totalüberwachung, Entmenschlichung und eine elitäre Zweiklassengesellschaft drohen
Der letzte Mensch auf einem sterbenden Planeten: Hendrik Otrembas „Der Gräber“
Zum Leben verdammt: Hendrik Otrembas postapokalyptischer Roman „Der Gräber“ ist ein kompromissloses und bildmächtiges Buch über den letzten Menschen. Es ragt aus der meist selbstreflexiven deutschsprachigen Gegenwartsliteratur heraus
Was für ein Spagat! Warum der DDR-Roman „Selbstregulierung des Herzens“ so mitreißt
Peggy Mädler findet in ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ große Fragen im Kleinen einer Brandenburger Datschensiedlung. Wie schön wäre es, wenn Selbstregulierung so funktionierte, wie man darin lesen kann
„Das W war der Endgegner“: David Hugendick schreibt über sein Stottern
Wie macht man aus einem Handicap eine Stärke? Der preisgekrönte Kulturjournalist David Hugendick zeigt es in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“. Ein witziges, schmerzhaftes und brillantes Werk
Ganz schön verhext ist Laura Freudenthalers neuer Roman „Iris“!
Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer: Laura Freudenthalers „Iris“!
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