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Ole Liebl seziert in „Brutal fragile Typen“ die Gefühlswelt der Manosphere
Zwischen Luxusfantasien und Frauenhass formiert sich im Netz ein reaktionäres Männerbild. Der Podcaster Ole Liebl will es nicht nur kritisieren, sondern verstehen – und riskiert damit einen irritierenden Perspektivwechsel im Feminismus
Generation „Jugosphäre“: Drei neue Romane über Krieg, Frieden und Migration
Während im deutschen Feuilleton weiter über Peter Handke gestritten wird, hat die postjugoslawische Literatur längst ihre eigenen, ganz anderen Erzählungen gefunden. Eine Auswahl der wichtigsten Gegenwartsromane
Zoe Dubnos „Nur das Allerbeste“: Ein Musterbeispiel Post-Woker-Milieu-Satire
Ein ambitioniertes Projekt: Zoe Dubno versucht die New Yorker Kunstszene zu entlarven, stößt aber an die Grenzen ihrer satirischen Mittel. Der Vergleich mit Thomas Bernhards Meisterwerk „Holzfällen“ läuft ins Leere
Christiane Rösinger will von Longevity nichts wissen: Eine Abrechnung mit dem Jugendwahn
Schluss mit Longevity! Christiane Rösinger ist 65, fühlt sich wohl in ihrer Haut und sagt, was es braucht, um gut zu altern, ist mehr Punk
Kurt Wansner und „Berlin autofrei“: An meiner Bushaltestelle tobt der CDU-Kulturkampf
In Berlin-Kreuzberg probt die CDU den Kulturkampf ums Auto und plakatiert ihr penetrantes „Nein“ trotzig an die Bushaltestellen. Für unsere Autorin gibt es kein Entkommen
Kulturkritik im Wandel: Maik Brüggemeyers liebevoller Blick auf die Generation X
Der neue Roman von Maik Brüggemeyer erzählt von einem gescheiterten Musikjournalisten, der unfreiwillig in seine westfälische Heimat zurückkehrt. Sein Buch beleuchtet die Krise der Kulturkritik und die Wandlungsprozesse in der Popwelt
Antwort auf Dirk Oschmann? Ein Buch über den Westen, von Ostdeutschen erzählt
Der Westen als Traum? Ostdeutsche hatten immer ein Verhältnis zu ihm. Autoren und Autorinnen wie Constanze Neumann, Annett Gröschner oder Jakob Hein erzählen im neuen Buch von Cornelia Geißler, wie das aussieht
„An den Rändern“: Elena Ferrantes Vision einer Literatur jenseits des Patriarchats
Bestsellerautorin Elena Ferrante zeigt in vier Vorträgen, wie weibliche Wahrheit auch aus männlichem Erbe entstehen kann – vor allem Dante spielt eine große Rolle. Eine Hymne an das Lesen und das Schreiben jenseits patriarchaler Grenzen
Ein Wal in der Themse, Menschen im Schwebezustand: Oisín McKennas Roman „Hitzetage“
In „Hitzetage“ zeigt Oisín McKenna ein London, das zwischen Versprechen und Überforderung schwankt. Sein flirrendes Debüt beleuchtet, wie moderne Liebe in einem sozialen Gefüge existiert, das von Klasse und Geld geprägt ist
Starke Frauen gegen alte Muster: Die fünf besten Krimis mit Ermittlerinnen der Saison
Moderne Ermittlerinnen erobern das Genre – mit queerem Biss, sarkastischem Humor und aktuellen Themen. Diese Top-Fünf des Frühjahrs mischen Klassikerpflege mit frischen Twists und machen Lust auf hartgesottene Heldinnen
Kriegswetten: Brisante Geschäfte zwischen Spekulation und Manipulation
Polymarket ist ein sogenannter Prognosemarkt: Hier kann auf Nachrichtenereignisse gewettet werden – auch aktuelle Kriege. Eine Recherche des Guardian zeigt, wie Polymarket Nachrichten beeinflusst. Und wer entscheidet, was „die Wahrheit“ ist
Der große Rumms von Harlem: Richard Price entfaltet ein explosives Stadtpanorama
Richard Price beleuchtet in „Lazarus Man“ die Auswirkungen einer Explosion in Harlem. Der Roman verwebt die Schicksale von vier Nachbarn und zeigt, wie ein einzelnes Ereignis das Leben und die Dynamiken eines Stadtviertels verändern kann
Im wabernden Nebel des Verbrechens: Ledicia Costas’ Thriller „Schande“
Ein Thriller, der unter die Haut geht: „Schande“ von Ledicia Costas untersucht die tiefen Wunden männlicher Macht und das Versagen des Rechtssystems. Ein packendes Drama um Vertuschung, Trauma und die verzweifelte Suche nach Gerechtigkeit
Aus der Traum: Ken Jaworowskis grandiose Balladen des Scheiterns in Pennsylvania
Ken Jaworowski fängt in seinem Thriller „What about the Bodies“ die Schicksale der Zurückgebliebenen in Locksburg, Pennsylvania, ein. Sein Roman zeigt, wie eine verlassene Kleinstadt zur perfekten Kulisse für persönliche Dramen wird
„Keine besonderen Auffälligkeiten“: Sophie Sumburane über Gewaltverbrechen in der DDR
Tatort Wendzeit: Sophie Sumburane erzählt in ihrem packenden Brandenburg-Thriller „Keine besonderen Auffälligkeiten“ von realer Gewalt, Misstrauen und Misogynie in den Tagen nach dem Mauerfall – und von der Rolle der Boulevardmedien
Warum ich Mitglied in der SPD bleibe. Bis zum bitteren Ende
Von oben kommt nur noch Phrasendrescherei und unten sitzt der Schimmel tief. Aber es gibt einen Grund, warum ich der SPD treu bleibe, sagt unsere Autorin
Nicole List über die „Angst vor Männern“: Ein Appell an männliche Verantwortung
Nicole List schreibt in ihrem Buch „Angst vor Männern“ über eine Angst, die viele kennen, aber kaum jemand ausspricht. Die patriarchalen Muster, die unser Leben prägen, sitzen tief
„Black Ark“ von Lee „Scratch“ Perry: Der Geist aus der Maschine
Lee „Scratch“ Perry, der exzentrische Reggae-Pionier, hat nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern auch als bildender Künstler große Arbeiten geschaffen. Ein neuer Prachtband erkundet, warum er als Salvador Dalí der Musik gilt
Taiwan und China: Xi Jinping trifft Oppositionsführerin zum „Friedensgespräch“
Der Besuch von Cheng Li-wun in Peking hat in Taiwan Kontroversen ausgelöst. Kritiker werfen ihr vor, zu eng mit China verbunden zu sein
Burnout und Erschöpfung im Kapitalismus: Unser Alltag laugt uns aus
Eine konstante Müdigkeit durchzieht den Alltag unserer Autorin. Der Hälfte der Deutschen geht es da nicht anders. Sie hetzen früh ins Büro, abends liegen sie abgeschlagen auf der Couch. Woher kommt das? Und war das früher auch schon so?
Psychospiele in der Ägäis: John Fowles’ Roman „Magus“ und die dunkle Seite der Hippie-Ära
John Fowles’ Roman „Magus“ war lange vergriffen, nun liegt sein Klassiker der Gegenkultur in neuer Übersetzung vor. Wie gut ist dieser Bestseller von 1965 um Intrigen auf einer griechischen Insel gealtert?
Romanautorin Esther Schüttpelz: „Potenziell ist jede Frau zu Hause gefährdet“
Esther Schüttpelz war einst Rechtsanwältin und zeigt in „Grüne Welle“, wie Alltägliches in Gewalt umschlagen kann. Sie offenbart den Mangel an Verständnis und Schutz für Betroffene und plädiert für einen besseren rechtlichen Rahmen
Literarische Rebellion: Das sind die fünf ikonischen Romane der Hippie-Ära
Von Jack Kerouac bis Kurt Vonnegut: Diese zeitlosen Bücher sind Zeugen einer Generation, die gegen Krieg und Konformität aufbegehrte – manchmal mit viel Gras und viel Sex
Eine Hommage an Alexander Kluge: Ben Lerners Roman „Transkription“
In Ben Lerners neuem Buch „Transkription“ wird aus einem missglückten Interview eine Huldigung an den verstorbenen Alexander Kluge und an die unsichere Kunst des Erinnerns
Grenzen digitaler Transformation: Dirk Baecker blickt auf das Analoge in der Gesellschaft
Der Soziologe Dirk Baecker stellt die totale Digitalisierung infrage und lenkt den Blick auf die analogen Grundlagen der Gesellschaft. Sein neues Buch fordert zum Nachdenken über die Grenzen digitaler Transformation auf