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Auf der Flucht vor den Nazis: Konrad Merz’ Roman „Ein Mensch fällt aus Deutschland“
Konrad Merz’ Briefroman „Ein Mensch fällt aus Deutschland“ erzählt von einem jüdischen Autor, der im Exil in den Niederlanden um Identität ringt. Die Wiederentdeckung dieses Buchs aus dem Jahr 1936 ist eine literarische Sensation
Geschichten, die die Welt besser machen: Die schönsten Kinderbücher von Saša Stanišić
Saša Stanišić ist ein brillanter Erzähler und einer der klügsten Kinderbuchautoren. Er schreibt auf Augenhöhe, mit Witz, Präzision und einer großen Liebe zur Sprache. Für die Kinderliteratur ist das ein Glücksfall
Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“: Wer schreibt Geschichte?
Wolfgang Becker drehte einst mit „Good Bye, Lenin!“ eine Kultkomödie. Sein letzter Film „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ erzählt nun von einem Hochstapler, der Deutschland das serviert, was es über den Osten hören und glauben will
Verbrenner-Aus: 5 Möglichkeiten, wie man die deutsche Autoindustrie retten könnte
Vom Weltmarktführer zum Zulieferer: Das Aus vom EU-Verbrenner-Aus rettet die deutsche Autoindustrie nicht. Das Überleben klappt nur, wenn sich die Branche völlig neu erfindet
Generalabrechnung mit der deutschen Russlandpolitik: „Das Versagen“
Russisches Gas, deutsche Industrie und politische Blindheit: Katja Gloger und Georg Mascolo legen in „Das Versagen“ offen, wie sich Deutschland in Putins System verstrickte
Im brüchigen Nest: Die intimen Protokolle von Joan Didion erscheinen posthum
Die große Autorin Joan Didion beschrieb in den „Notizen für John“ ihre Psychotherapie. Die Notizen kreisen um den Alkoholismus der Tochter, Schuld, Mutterschaft und Selbstermächtigung. Jetzt erscheinen sie nach ihrem Tod. Darf man das?
Nobelpreisträger László Krasznahorkai entdeckt in seinem neuen Roman die Reichsbürger
Der Literaturnobelpreisträger von 2025, László Krasznahorkai, verdichtet in seinem neuen Roman „Zsömle ist weg“ die ungarische Sehnsucht nach Unterwerfung und Herrschaft zu einer Groteske – vieles erinnert an die Regierung Orbán
Eine würzige Prise Weihnachtswut: Fünf Bücher für den Klassenkampf
Diese fünf Bücher zeigen, wie Superreiche fliehen, wie neoliberal die Sozialdemokratie wirklich ist, Arbeit zum Fetisch gerät und Klasse unsichtbar bleibt. Die perfekte Lektüre für alle, die an Weihnachten lieber klarsehen als konsumieren
Christiane Paul und Maxim Leo über ihren neuen Ost-West-Film und skurrile DDR-Bilder
Christiane Paul spielt in der Romanverfilmung von Maxim Leos „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“. Anlass, um mit beiden über ihre Ost-West-Bilder, sibirische Sexmonster und ihre Vergangenheit als Models in den 90er Jahren zu sprechen
Stanišić: „Wir brauchen Literatur, aber noch mehr brauchen wir engagierte Menschen“
Der Schriftsteller Saša Stanišić spricht darüber, wie es ihm gelingt, sich aus Ohnmachtsgefühlen herauszuholen – und über eine Literatur, die sich engagiert und versucht, den Menschen zu verbessern
Eli Sharabi war 491 Tage Geisel der Hamas. Wie überlebt man als „Faustpfand mit Puls“?
Eli Sharabi war 491 Tage Geisel der Hamas im Gazastreifen – hungernd, ohne Tageslicht, in einem dreckigen Tunnel. Nun legt er einen eindrücklichen Bericht vor. Ein Buch über das Überleben – und ein großes Stück Zeugnisliteratur
Erlöse uns nicht vom Bösen: Juliane Lieberts „Mörderballaden“
Die Schriftstellerin Juliane Liebert triggert in ihren Gedichten unsere Faszination für Kriminalistik und entführt uns in Abgründe der Zivilisation. Vor allem führt sie uns auch die feminine Seite menschlicher Verkommenheit vor Augen
Wie eine prätentiöse Joggingrunde: Der Essay „Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber
Auf der Suche nach Liebe durchläuft Daniel Schreiber die Geschichte der Philosophie. Sein neues Buch „Liebe! Ein Aufruf“ musste laut Danksagung „wahnsinnig schnell“ entstehen – und das merkt man ihm schon auf den ersten Seiten an
Die Unbequeme: Warum Hannah Arendt die schärfste Beobachterin der Moderne bleibt
Sie prägte als Prozessbeobachterin beim Eichmann-Prozess den „Banalität des Bösen“-Diskurs. Vor 50 Jahren starb Hannah Arendt. Zwei neue Biografien würdigen die große Denkerin
Armutsforscher Butterwegge: „Armut wird verharmlost, Reiche werden geschont“
Der Forscher Christoph Butterwegge ist Mitglied des Gutachtergremiums für den 7. Armutsbericht. Er kritisiert: Das Papier verharmlost Armut und verschleiert Reichtum. Damit verrate es auch viel über die Prioritäten der Regierungspolitik
Nord-Stream: Kiesewetter glaubt jedem RTL-Bericht, solange Russland beschuldigt wird
Beim Nord-Stream-Anschlag verdichten sich die Hinweise auf eine ukrainische Täterschaft – doch manche Politiker halten weiter an einer „russischen Spur“ fest. Warum klammern sich diese Leute an jeden Hinweis, solange er gen Moskau zeigt?
Die Erfahrung des Glücks: Warum wir wieder mehr Rainer Maria Rilke lesen sollten
Clemens J. Setz, Sandra Richter und Manfred Koch erklären in ihren Büchern, wie der Dichter Rilke vom einstigen „Santa Claus der Einsamkeit“ zum unverzichtbaren Begleiter unserer Gegenwart geworden ist. Vor 150 Jahren wurde er geboren
Sorge vor Zusammenbruch der Ukraine: So sieht Polen die Friedensverhandlungen
Die Regierung Tusk stört, dass Russland bei einem Ukraine-Friedensschluss allzu sehr im Vorteil sein könnte. Sie will, dass Kiew bei seiner NATO-Option bleibt, aber keine eigenen Truppen als Sicherheitsgarantie zur Verfügung stellen
Marc Chesney: „Oligarchen steuern unser Wirtschaftssystem aus ihren Privatjets”
Marc Chesney macht sich unbeliebt: Wirtschaftswissenschaftler würden sich Oligarchen anbiedern, statt Gemeinwohl zu fördern. Wie gefährlich ist der Finanzmarkt? Und wie sähe ein System aus, das nicht auf Profitstreben basiert? Ein Gespräch
Super-GAU oder russisch-ukrainische Kooperation: Was wird aus dem AKW Saporischschja?
Der US-Friedensplan für die Ukraine skizziert auch die Zukunft des Kernkraftwerks Saporischschja. Instabile Wasser- und Stromversorgung, ukrainische Mitarbeiter unter russischer Besatzung: Wie gefährlich ist die Lage in Europas größtem AKW?
Sie wollen auf der Party mitreden? Über diese Bücher können Sie diskutieren!
Das ist typisch: Auf der Party will man über dieses eine spannende Buch reden, das man mal gelesen hat – aber welches war es nochmal? Wir erinnern an einige Bücher, die man mindestens zweimal lesen sollte
Für AfD-Wähler ist „Tüchtigkeit“ der Schlüssel zu allem – nicht Rassismus
Unökonomische Ökonomie: Während Linke das Wirtschaftssystem verändern wollen, meinen AfD-Anhänger, es komme nur darauf an, die geltende Wirtschafts- und Rechtsordnung gegen „Versager“ und Cliquen durchzusetzen
Extrem sind immer die anderen: Wie wir uns die Polarisierung herbeireden
Rechts nutzt die Polarisierung, Links warnt vor ihr – und beide tragen zum selben Effekt bei. Der Soziologe Nils C. Kumkar zeigt in „Polarisierung“, wie das Beschwören der Spaltung die Demokratie paradox belebt und zugleich vergiftet
Verbotene Zonen der Literatur: „Über den Sex, den Romane verschweigen“
Stefan Busch spürt den verborgenen Sexszenen der Weltliteratur nach. Ein großartiger Essay über das Weglassen. Es geht darin auch um „Lolita“, einem Roman über Kindesmissbrauch, der durch seine Auslassungen das Unsagbare sichtbar macht
Der geteilte Himmel: Die Graphic Novel „Mein Freund Kim Jong-un“
In ihrer ersten deutschen Veröffentlichung „Mein Freund Kim Jong-un“ verbindet Keum Suk Gendry-Kim persönliche Erlebnisse mit der Geschichte Koreas. Die Graphic Novel bietet einen tiefen Einblick in die gestörte Beziehung der beiden Länder