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Bürgergeld: „Wer sich ohnmächtig fühlt, macht das Kreuz häufig bei der AfD“
Erst Hartz IV, dann Bürgergeld und fehlende Anerkennung: Die Lage von arbeitenden Menschen spitzt sich zu. Die Forscherin Nicole Mayer-Ahuja erklärt, wie Klassenohnmacht in rechte Stimmung kippt – und solidarische Politik das ändern könnte
Ein klarer und kompromissloser Beobachter: Marko Martin und sein Buch „Freiheitsaufgaben“
Er brachte schon den Bundespräsidenten gegen sich auf: Der Schriftsteller und Journalist Marko Martin erklärt in seinem neuen Essay „Freiheitsaufgaben“, warum Freiheit nicht selbstverständlich ist
Die Schriftstellerin Anne Rabe verteidigt die Moral – aber auch den Kapitalismus
Moral ist für ein soziales Miteinander doch eigentlich unerlässlich? Heute wird sie immer häufiger für nichtig erklärt und verschmäht. Anne Rabe ergründet in ihrem Essay „Das M-Wort“ mit analytischer Schärfe, wieso das so ist
Aus Lust wird Poesie: Ersi Sotiropoulos über das geheime Verlangen des Dichters Kavafis
Die griechische Autorin Ersi Sotiropoulos gilt als Anwärterin auf den Nobelpreis. Jetzt füllt sie eine Leerstelle im Leben des großen Dichters Konstantinos Kavafis. Ein Porträt des Künstlers als junger, schwuler Mann im Paris von 1897
„Trump erkennt die multipolare Ordnung an und Xi will die Welt nicht chinesisch machen“
Daniel Marwecki nennt Donald Trump in seinem Buch „Die Welt nach dem Westen“ einen historischen „Abstiegsmanager“ des Imperiums USA. Xi Jinpings China wird mächtiger – aber was das bedeutet, verstünden viele in Europa und Deutschland falsch
Es wird einfach die ganze Zeit geredet: Podcasts zerstören das Schweigen
Vom Polit- bis zum Paarpodcast: Deutschland redet unaufhörlich. Zwischen „spannend“, „total“ und „echt“ ist das Format zur akustischen Selbstoptimierung geworden. Unsere Autorin hat sich nicht nur Anne Will oder Charlotte Roche angehört
Warum Sanktions-Betroffene nicht „einfach zum Jobcenter-Termin“ gehen können
Die Bürgergeld-Pläne von SPD und Union lösen eine Diskussion über „Totalverweigerer“ aus: Arbeitende müssen doch auch jeden Tag pünktlich zur Arbeit, können die nicht einfach zum Jobcenter? Gute Frage, auf die es eine gute Antwort gibt
Alles Käse? Thomas Pynchon, das große Phantom der Weltliteratur, meldet sich zurück
Der 88-jährige Thomas Pynchon schreibt, als wäre die Welt noch zu retten. In seinem neuen Roman „Schattenummer“ jagt ein heruntergekommener Detektiv durch ein von radioaktivem Käse, Nazis und Spuk-U-Booten verseuchtes Universum
„Ganz schön TEUER“: Elisabeth Pape über Armut, Zahnschienen und Schreiben als Überleben
In Elisabeth Papes Romandebüt „Halbe Portion“ werden Prekarität, Körperbilder und Klassenfragen zu Literatur. Sie wuchs selbst in Armut in einem bürgerlichen Teil von Berlin auf. Ein Treffen mit der 30-Jährigen bei einem Iced Chai Latte
Ein Kontinent aus Knochen: Gustavo Faverón Patriaus Roman „Unten leben“ erzählt davon
Ein Mosaik der südamerikanischen Gewaltgeschichte: Das Buch „Unten leben“ des peruanischen Schriftstellers Gustavo Faverón Patriau setzt den Opfern des autoritären Wahns in Chile ein unvergessliches literarisches Denkmal
Irrwitziger Roman „Single Mom Supper Club“: Gratis-Koks für Mamas
Mit „Single Mom Supper Club“ hat die Britin Jacinta Nandi eine fiktive Bestandsaufnahme auf Deutsch geschrieben, die mit Mutterschaft, dem Deutsche-Mutter-Sein und hiesigen Essgewohnheiten abrechnet
Schriftstellerin Anja Kampmann: „Politische Statements sind das Ende von Literatur“
Anja Kampmanns neuer Roman spielt auf der Reeperbahn der 1930er Jahre. Ihre Protagonistin Hedda erlebt, wie die Freiräume immer enger werden und wie wie der Nationalsozialismus in kürzester Zeit eine Welt aus Gewalt und Schrecken errichtet
Literaturnobelpreis für László Krasznahorkai: Wer er ist und was er schreibt
László Krasznahorkai bekommt den Literaturnobelpreis als „Meister der Apokalypse“. Doch seine Prosa ist auch verspielt und ringt selbst dem Abgrund ein Lächeln ab. Was seine Auszeichnung über unsere Zeit aussagt
Podcast-Geplapper: Wie Wolfgang Kemps Buch hilft, diesen Sound zu ertragen
Superlative ohne Ende, Podcast-Gelaber überall: Der Sprachkritiker Wolfgang Kemp führt uns durch den Alltagssprech einer Epoche, die sich einfach nicht festlegen will und alles „irgendwie so total spannend“ findet
Wolfgang Engler über die Wutgesellschaft: Warum rasten wir alle ständig aus?
Sicherheitsleute werden attackiert, Praxen gestürmt, extreme Parteien gewählt. Der große ostdeutsche Denker Wolfgang Engler sucht nach Gründen für die permanente Aggression im Alltag, die unsere Zukunft gefährdet
Die Prinzessin, die nicht parierte und doch triumphierte: Der neue Roman von Irene Dische
Ein Leben zwischen Anstalt und Altar, Adel und Außenseitertum – Disches Roman „Prinzessin Alice“ fragt, wer hier eigentlich verrückt ist: die Frau oder die Gesellschaft.
Therapeutische Selbsterforschung: Der neue Roman von Daniela Dröscher
„Junge Frau mit Katze“ ist der dritte Roman von Daniela Dröscher, der sehr nah an ihrer Biografie spielt. Er erzählt von Imposter-Syndromen, das schreibende Leben und einer Frau, die Wissenschaftlerin werden will
Wie Selbstdarstellung auf LinkedIn & Co. zur wichtigsten Währung in der Berufswelt wurde
Warum finden sich auf LinkedIn kaum Handwerker und Reinigungskräfte? Ganz einfach: Weil in diesen Jobs noch echte Arbeit getätigt wird, statt sich auf Social Media in Szene zu setzen! Über die Rolle von Prestige in der modernen Arbeitswelt
Selbst im Inferno gibt es Liebe: Marko Dinićs Roman „Buch der Gesichter“
Blumen des Bösen in Belgrad: Marko Dinić verknüpft in seinem Roman „Buch der Gesichter“ jüdische Kultur, serbische Geschichte und Familienüberlieferung zu einer radikalen Poetik der Gewalt
Homer neu erzählen und sich selbst verteidigen: Die schönsten Lyrik-Bücher des Herbstes
Unsere Expertin Beate Tröger stellt uns neue zeitgenössische Lyrik vor. Es geht um Sprachpanzer und Penelope, Poetik für die Arbeiter:innenklasse und Transzendentes für junge Leser:innen.
Das Diverse ist gerade das Deutsche: Nava Ebrahimis Roman „Und Federn überall“
Sechs Stimmen, eine Wahrheit: In ihrem neuen Roman führt Ebrahimi Identität, Arbeit und Herkunft zu einem dichten Gesellschaftsbild zusammen. Ihr Buch „Und Federn überall“ stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2025
Der Gulag im Körper: Kaśka Brylas Roman der Erschöpfung
Die österreichische Schriftstellerin Kaśka Bryla verknüpft in ihrem Roman „Mein Vater, der Gulag, die Krähe und ich“ die Pandemie-Isolation kunstvoll mit dem stalinistischen Terror
Wenn Bücher zu Vögeln werden: Allan N. Derains magische Philippinen
„Das Meer der Aswang“ von Allan N. Derain ist ein modernes Märchen, das rauschhaft das Bewusstsein ergründet. Annette Hug hat den zauberhaften Roman aus den Philippinen kongenial ins Deutsche übersetzt
Einzelhaft, Prügelstrafe, Missbrauch: Sorj Chalandons Roman „Herz in der Faust“
Der französische Schriftsteller Sorj Chalandon erzählt in dem fesselenden Roman „Herz in der Faust“ die Geschichte des Jungen Jules, der im Gefängnis sitzt. Damit beweist er, wieso er zu den großen Romanciers der Gegenwart zählt
Chronistin der Verlorenen: Fernanda Melchor zeigt, was hinter den Schlagzeilen liegt
Über Narcos, Misogynie und Gewalt: Der mitreißende Erstling „Das hier ist nicht Miami“ der mexikanischen Autorin Fernanda Melchor ist nun endlich auf Deutsch erschienen