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Menschen-Deponie: Das „Jungle“ genannte Flüchtlingslager am Ärmelkanal wird 2016 geräumt
Nicht wenige setzen aus Wut ihre Unterkünfte in Brand, als sie vor zehn Jahren gezwungen sind, den „Jungle“ zu verlassen. Das Lager mit gut 7.000 Migranten ist seinerzeit das Gesicht einer in der EU nicht zu bewältigenden Migrationskrise
Wer muss in Putins Krieg ziehen? Der Film „Minotaurus“ zeigt, wer darüber entscheidet
Andrei Swjaginzew geht mit seinem ersten Film seit neun Jahren für Frankreich ins Oscarrennen. Der Exil-Russe erzählt von einem Unternehmer, der im Zuge der Teilmobilmachung 14 Rekruten stellen soll. Seine Wahl fällt am Ende kaltblütig aus
Bertolt Brecht und „Der Brotladen“: Was ein Stück von 1930 über Zwangsräumungen erzählt
Der Fall Maricarmen in Spanien hat einen Vorläufer im Berliner November 1929: Wie Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Emil Hesse-Burri aus einem Zeitungsausschnitt ein Theaterstück machen wollten und warum dieses erst 1967 gezeigt wurde
Sind Kriege vermeidbar? Carl von Ossietzky lebte den Pazifismus als Verrat
Ein Friedensnobelpreis für Hitlers prominenten Häftling – Carl von Ossietzky zählt heute zu den Vorzeige-Pazifisten. Zugleich wurde das Reichsgericht-Urteil gegen ihn nie aufgehoben. Über das umstrittene Erbe eines politischen Märtyrers
Ab Herbst 1941 fahren Sonderzüge der Reichsbahn nach Osten und in den Tod
In Deutschland beginnt die systematische Deportation jüdischer Bürger in die Vernichtungslager des NS-Staates. Die Reichsbahn erweist sich als jederzeit verlässlicher Sekundant der „Endlösung“
„Betrugsgesetz“ von 1953 ist Präzedenzfall für Melonis Wahlrechtsmanipulation
Die italienische Rechtskoalition will das Wahlrecht ändern und sich so eine sichere Mehrheit verschaffen. Schon 1953 wollte sich die damalige Mitte-Rechts-Regierung bei über 50 Prozent der Stimmen zwei Drittel der Mandate sichern
DDR-Historiker Gerd Dietrich über AfD-Wähler: „Das Land hat ihnen doch keiner genommen“
Mit Simson-Mopeds und dem Slogan „Vollende die Wende“ werben Rechtsradikale im Osten um Stimmen. Gerd Dietrich forschte einst am Parteiinstitut der SED und weiß, warum das verfängt. Welche Rolle spielt der Blick des Westens? Ein Gespräch
Wie Westdeutschland Thomas Manns Goethe-Roman „Lotte in Weimar“ 1946 infam verrissen hat
1946, auf dem Nullpunkt hiesiger Geschichte, erscheint „Lotte in Weimar“ erstmals in Deutschland. „FAZ“ und andere ereifern sich über Thomas Mann – weil er darin offenlegt, wie sich die Deutschen Hitler und den Nazis willig hingegeben haben
Eine vergessene Episode von 1926 zeigt, warum Jürgen Klopps Fahnen-Appell so brisant ist
Der Bundestrainer will Schwarz-Rot-Gold den neuen Rechten abnehmen. Doch um die deutschen Farben wird seit über 200 Jahren gerungen – von Lützows Freikorps bis zu den Reichsbürgern. In Weimar kostete der Streit sogar einen Kanzler das Amt
Was uns heute beruhigen soll, macht uns krank: Vier Bücher über Achtsamkeit und Freud
Er hielt Biografen für Lügner, sammelte Witze und ahnte, die Jungen würden sein Werk demolieren. Nun zeigen Neuerscheinungen den Vater der Psychoanalyse als Stilisten und Zeitdiagnostiker. Taugt sein „Unbehagen in der Kultur“ für heute?
Helmut Kohl in Halle 1991: Als der Kanzler es dem ostdeutschen „Pöbel“ zeigen wollte
Am 10. Mai 1991 empfängt Sachsen-Anhalt den Kanzler der „blühenden Landschaften“ mit Eiern und Farbbeuteln. Der „Eierwurf von Halle“ wird zu einer Liedzeile Gerhard Gundermanns und Helmut Kohls Reaktion zum Motiv eines „Freitag“-Posters
Ende der 1940er Jahre wird Pablo Picasso zum Kulturkampf-Maskottchen des Westens
Die aus der Sowjetunion kommende Formalismus-Debatte schwappt erst in die Sowjetische Besatzunggszone, dann weiter nach Westeuropa. Ausgerechnet an Picassos Gemälde „Guernica" arbeitet sie sich ab
Fabio De Masi über AfD, Wagenknecht und den Streit in Thüringen
Ich habe Fabio De Masi zuletzt in einer ziemlich angespannten Situation erlebt: Nun spricht er über die AfD, Sahra Wagenknecht und die Zukunft seiner Partei. Der „Endlich Freitag!“-Blick auf den Tag außerdem mit K.I.Z und Fußpflege
Kriegsdienstverweigerung: Als Helmut Kohl gegen den „Postkartenpazifismus“ zu Felde zog
Wer den Wehrdienst verweigern will, kann das 1978 plötzlich schriftlich tun. Das wirkt sehr liberal, bis sich das Verfassungsgericht in Karlsruhe einschaltet
Intimitäten waren kein Tabu: Was Mark Zuckerberg 2010 bei Oprah Winfrey versprach
Zeitgeschichte 1986: Für Jahrzehnte war die „The Oprah Winfrey Show“ die beliebteste Talksendung in den USA. Ihre Gäste sollten Oprah Winfrey anvertrauen, was sie fühlen, hoffen und fürchten. Und sie taten es
Undercover in Basel: Der spektakuläre Zugriff auf die Himmelsscheibe von Nebra
Im Südharz wird 2002 durch Zufall eine Bronzescheibe entdeckt, die etwa 3.600 Jahre alt ist. Bevor sie in einem Museum gezeigt werden kann, gibt es eine Odyssee bis in die Schweiz
Die AfD ist noch keine faschistische Partei. Das macht sie aber nicht weniger gefährlich
Seit Jahren schon wird gestritten, ob man die AfD „faschistisch“ nennen muss. Dabei greift dieser historische Vergleich zu kurz. In Wahrheit ist die Partei eine toxische Mischung aus zwei brandgefährlichen Kräften. Welche sind das?
Vor fünf Jahren legen die USA in Kabul das perfekte Abzugschaos hin
Während der 20 Jahre dauernden Besatzung der US-Armee am Hindukusch sollte es nie eine Exit-Strategie geben. Das musste sich rächen. Wie schon im April 1975 in Südvietnam waren die Amerikaner überfordert mit einem geordneten Ausstieg
Olympia-Inszenierung 1936: Der Selbstmord von Wolfgang Fürstner
Wolfgang Fürstner sollte den Olympischen Spielen 1936 in Berlin ihren Glanz verschaffen. Doch sein Fall zeigt die verlogene Inszenierung eines rassistischen Staates
Fluchthilfe nach dem Mauerbau 1961 in Berlin: Gang durch die Kanalisation
Fluchthelfer sind ambivalente Zeitgenossen. Manche erhalten ein Bundesverdienstkreuz. Andere sollen gefälligst im Mittelmeer ertrinken. Zum Mauerbau vor 65 Jahren
Beim „Texas-Massaker“ sterben am 1. August 1966 16 Menschen. Es ist ein Vorbote
Danach kam es in den USA immer wieder zu derartigen Gewaltakten. Das Land kann sich von diesen Taten davon befreien, denn viele Amerikaner lieben sie – ihre Revolver, Pistolen und Gewehre
4. Generation Ost: Wie schaffen es diese 3 „Postwendekinder“, DDR-Traumata offenzulegen?
Marlene Mähler, Angelique Pershon und Alma Jahn wurden nach der Wende geboren und sind geprägt von einem Land, das es nicht mehr gibt. Mit ihrem gemeinsamen Buch gehen sie quer durch Ostdeutschland auf Lesereise – dabei fließen auch Tränen
Kulturkampf ist keine Erfindung von heute. Man kann viel von der DDR lernen
Kurz vor Stalins Tod und dem 17. Juni 1953 wird den Bühnen im Osten das Theaterkonzept des sowjetischen Regisseurs Konstantin Stanislawski zur Nachahmung empfohlen, was sich vor allem gegen Bertolt Brecht und seine Theorie richtet
Molukken: Vor 75 Jahren laden die Niederlande eine historische Schuld auf sich
Nach der Unabhängigkeit Indonesiens werden gut 12.000 Menschen von den Molukken-Inseln in die Niederlande gebracht und zu Opfern postkolonialen Hochmuts. Sie haben bis dahin der Kolonialmacht als Militärs gedient
Der Eurokommunismus steigt 1976 in Ostberlin zum Lichte empor
In der DDR-Hauptstadt versammeln sich die Führer von 29 kommunistischen Parteien Europas zum Klassentreffen. Es soll die letzte Konferenz dieser Art sein. Von der Bewegung bleibt nach dem Kollaps des Ostblocks 89/90 nur ein Torso
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